Zum Tag der Deutschen Einheit 2011

By testadmin | Archiv: Allgemeine (Pferde)Themen

Der Tag der Deutschen Einheit 2011 war ein besonders sonniger Tag.
Wir luden unsere Pferde auf den Anhänger und wollten einen schönen Ausritt geniessen.
Lüneburger Heide ? Nein – an so einem Tag fand ich es passender, einmal die neuen Bundesländer zu besuchen.
Ich hatte schon sehr viel Schönes über die Reitgebiete in Meck – Pomm gehört;
was lag da näher, als das vielgerühmte
Reitgebiet Schwanheide kennenzulernen.
Es war auch gar nicht weit, doch wo genau beginnen nun die Reitwege ?
Wir verfuhren uns, kamen in das idyllische Heidekrug. Klingt doch sehr vielversprechend.
Da – ein Hinweisschild : „Trakehnergestüt – Ferienwohnungen „, na die werden uns doch sicher weiterhelfen können.
Ich hielt mit dem Gespann vor dem Gestüt, ging zu Fuss auf die Anlage und fragte einen Mann in jagdlichem Pullover
nach dem Weg zu den Reitwegen.
“ Hamburger sind hier unerwünscht ! Die haben alle kein Benehmen“ kam es laut, bevor ich mein Anliegen vortragen konnte
Ja, aber – woher kennt denn der meine Erziehung ????
“ Sie können sich doch gar nicht benehmen, Sie wollen wir bei uns nicht ! Schlimmer sind nur die Motorradfahrer aus Itzehoe “
Aha – aber ich habe doch gar kein Motorrad – vor so viel geballter Pauschalverurteilung stammle ich eine kurze Entschuldigung
und möchte eigentlich schnell gehen.
“ Ich sage es ganz deutlich : Sie sind bei uns unerwünscht ! “ brüllt mir der militärgrün – berockte Bartträger hinterher.
Ich muss erstmal schlucken. Bin ja schon viel herumgekommen, aber auf freundliche Fragen wurde ich bislang immer sehr
nett aufgenommen.
Ich sage nur : „ok, dann fahre ich mal wieder zurück nach Hamburg “
Er : “ und eines garantiere ich Ihnen, wenn sie dennoch wagen sollten, unsere Reitwege zu benutzen, werde ich Wege
finden, das zu verhindern“
( oha, noch drohen, ich dachte die Zeiten sind auch hier seit nunmehr über 20 Jahren vorbei )
Natürlich sind wir dann doch noch sehr schön ausgeritten.
Haben auf dem grosszügigen Reitwegenetz noch viele sehr nette Reiter getroffen.
“ natürlich darf hier jeder Reiten, das sind alles öffentliche Reitwege ! “
Gut zu wissen. Alle Leute waren dann auch wirklich sehr freundlich zu uns.
Sogar die Motorradfahrer, die extra Gas wegnahmen, wenn wir entgegenkamen.
Kamen die etwa aus Itzehoe ?
Trotz der schönen Erlebnisse fühlte ich mich seltsam bedrückt, dass derartige Verbitterung und Vorverurteilung
noch heute möglich ist.

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  • niphiem niphiem sagt:

    Das ist ja wirklich heftig, sich so etwas anhören zu müssen. Zum Glück seid ihr auch ohne ihn noch zu einem schönen Ausritt gekommen.

  • Liebe Frau sagt:

    jo, die restlichen Leute waren total locker und die Reitwege sind einfach grandios !
    Aber, dass es so verbitterte Menschen gibt, die gleich so losballern.
    Einige kannten den Mann vom Gestüt – der war damals bei der Polizei *schluck*
    Aber was mag der mit Hamburger Reitern erlebt haben ?

  • wurm wurm sagt:

    Hättest mal lieber in die Altmark zu mir kommen sollen…. 😀

    Aber es stimmt, manche sind noch recht komisch…. :nix: aber ich denke, die hast du überall.

  • Patrizia sagt:

    Ich habe meine Pferde in Nordwestmecklenburg stehen, wohne aber in Lübeck. Ausgeschilderte Reitwege haben wir zwar keine, aber ich hatte bisher noch niemals Probleme mit Bauern, Förstern oder sonstigen „Obrigkeiten“. Das Gelände ist einfach fantastisch!
    In einem Nachbarort muss es aber wohl regelmässig Krieg zwischen Reitern und Anwohnern gegeben haben. Das reichte von Reiter von hinten anpöbeln mittels Flüstertüte bis zu Drähte über Reitwege spannen.

    Ich denke, sowas kann einem einfach überall passieren. :nix:

  • Liebe Frau sagt:

    Ich gestehe dem Kerl sogar zu, dass er im Vorfeld sehr schlechte Erfahrungen mit Reitern gemacht hat,
    die als Tagesgäste aus HH und Umgebung anreisen um sich in der unberührten Natur auszutoben.
    Was sie in Hamburg nie wagen könnten, leben Schwarze Schafe vielleicht dort auf Kosten der ortsansässigen Reiter aus.
    Vermutlich fürchten die, selbst Opfer von gesetzlichen Einschränkungen zu werden.
    Soweit verstehe ich die Situation.
    Unverständlich ist mir nur die Art, wie er mich sofort attackierte.
    Diese pauschale Verurteilung.
    Ich finde so etwas immer erschreckend, jemanden gar nicht zu kennen und sofort in eine Schublade zu schieben.
    Und der Ton erstmal 🙁
    Besser wäre es, in sachlicher Wortwahl darauf hinzuweisen, dass man bitte Rücksicht nehmen soll.
    Dafür habe ich volles Verständnis.
    Aber generell „die Hamburger können sich nicht benehmen“
    „die Itzehoher können nicht Motorrad fahren “
    Die Mauer existiert bei einigen offenbar immer noch.
    Ich war ganz einfach schockiert über so viel Hass und Ablehnung ;(

  • Ynse sagt:

    Die Mauer existiert bei einigen offenbar immer noch.
    Ich war ganz einfach schockiert über so viel Hass und Ablehnung ;(

    Ja sie existiert noch….in manchen Köpfen….auf beiden Seiten….nach sovielen Jahren

  • Liebe Frau sagt:

    trotzdem bin ich total gerne im Osten,
    so viel endlose unberührte Natur hat man nirgendwo
    war neulich auf einem Schloss südlich von Rostock….einfach herrlich

  • Ynse sagt:

    das ist auch völlig OK :ja: . Fahr mal mehr in meine Richtung,weiter runter,Thüringer Wald-auch schön für Pferd und Reiter.Ich wollt nur aufzeigen das es diese Mauer in manchen Köpfen noch gibt auf beiden Seiten.

  • Ginger sagt:

    Und so jemand will dir dann morgen einen Tracki von seinem Gestüt verkaufen??? Dafür sind die Wessies dann wieder gut genug!?!?!?! :doh:

    Aber da haben viele noch den Sozialismus im Kopf. Wir sind auf Rügen vor paar Jahren auch dumm angemacht worden, da wir mit unserem Wessi-Kennzeichen durch das Dorf gefahren sind.
    Kommentar: Wollt ihr hier wieder alles aufkaufen….

    :no: :no: :no: :no: :no:

  • Schuengal sagt:

    Ich selber komme aus Meck Pom und weiß die Leute die Mauer immer noch im Kopf haben. Meine Eltern stehen an oberster Stelle. Ich werde von ihnen auch als Wesi tituliert. Für sie sind Wesis alles Besserwisser und Angeber. Mich nervt so etwas gewaltig, weil im Westen keiner so schlecht über die Osis spricht. Als ich 1990 nach Hamburg zog wurde ich total herzlich behandelt. Nie habe ich mich als Osi in Hamburg unwohl gefühlt.

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