Habe Fragen ohne Ende!

By Monstie | Archiv: Ausbildung

Hi ihr!
Um meine Situation zu verstehen, müsst ihr euch leider diesen Roman antun.
Alles begann vor ca. 9 Jahren. Damals war ich so 12 Jahre ungefähr. Meine Mutter hatte eine Freundin, die 3 Pferde hatte. 2 davon waren schon damals ca. 30 Jahre alt, der dritte war so alt wie ich, also damals 12, jetzt 21/22. Die Freundin meiner Mutter bekam ganz schlimmen Krebs, der sich sehr lange hin zog. Sie wurde immer schwächer und meine Mutter bat mich ihr doch etwas bei den Pferden zu helfen. (Sie hatte einen ganz kleinen eigenen Stall, das heißt, sie musste alle Arbeit selbst machen) Natürlich war ich hellauf begeistert, wie jedes kleine Mädchen das die Erlaubnis bekommt mit Pferden die Zeit zu verbringen. Also half ich ihr. Stall-ausmisten, Pferde auf Koppel bringen, Pferde putzen, Wasser auf die Koppel bringen, Pferde füttern usw. Ihr wisst alle besser als ich was das bedeutet. Das ganze zog sich ca. 1 Jahr hin. Geritten bin ich nie auf den Pferden, hab mich nur manchmal drauf gesetzt, das hat mir gerreicht 😉
Das “junge” Pferd, sein Name ist Butterblümchen, liebte mich über alles, wenn er mich sah dann Wieherte er mir entgegen, was seiner Besitzerin sehr gefallen hat. Sie wollte ihn mir sogar vererben, aber meine Eltern waren strickt dagegen, da wir ihn nie hätten finanzieren können. Heute versteh ich das sehr gut, damals nicht… ich glaub ich muss euch nicht beschreiben was so alles aus meinem Gesicht geflossen ist. Falls doch, das Smile trifft es sehr gut —> ;( gefolgt von diesem Smile—> :motz:
Auf jeden Fall hat sie den Kampf gegen den Krebs verloren… das war eine sehr schlimme Zeit für uns, und die Pferde kamen dann zu einem alten Freund von ihr. Das war sehr weit von uns weg. Ich konnte nur 1x meine Mutter nach 1 Jahr (sozusagen zum Gedenken an ihr) hinzufahren. Da waren dann schon die anderen zwei Pferde verstorben. Leider hatte der neue Besitzer kaum Zeit, und so konnte ich meinen geliebten Butterblümchen nur mal kurz putzen.
Tja, so vergingen die Jahre, und ich wurde “groß” (wenn man 1,56 so nennen kann) und begann mein eigenes Leben. Ich musste immer wieder an ihn denken, weil er so toll war. Er wurde von seiner ehemaligen Besitzerin super toll trainiert, er konnte viele Kunststücke und als Reiter musste man eigentlich gar nichts können, da er auf bestimmte Worte mit bestimmten Gangarten reagierte.
Auf jeden Fall heiratete ich Ende 2010 (ja ich weiß, mit 20 heiraten ist sehr jung, aber wenns passt, dann passts!) und wir zogen um. Mein Mann hat in seiner Firma eine neue Azubi bekommen, welche von Pferden auch hellauf begeistert ist. Da er Butterblümchen nur von meinen Erzählungen kannte, “tratschte” er diese weiter. Plötzlich sah sie ihn an und meinte:”Ist der Butterblümchen von deiner Frau zufällig weiß?” und er bejahte das. Da sagte sie, dass Butterblümchen in dem Stall steht, in dem sie reitet, oder besser gesagt stand. Denn vor einem Jahr ist er verkauft worden. Als er mir das erzählte war ich erstmal total froh, dass er anscheinend noch lebt. Das könnt ihr euch nicht vorstellen.
Wie das Leben aber so spielt sprach die Azubi im Juli letzten Jahres meinen Mann nochmal an, dass Butterblümchen nun wieder da stehen würde.
Sofort packte ich nach dieser Nachricht meinem Mann und wir fuhren hin. Nächster Zufall war, dass der Stall nur 8 Kilometer weit weg von uns zuhause ist. Wie gesagt, wir fuhren hin. Ehrlich gesagt habe ich ihn nicht sofort erkannt. Schließlich war unser letztes sehen ca. 7 Jahre her.
Er sah völlig dürr aus. Er ignorierte mich. Er würdigte mich keines Blickes. Trotzdem besorgte ich mir die Nummer seines Besitzers, und rief ihn an. Sein Besitzer erzählte mir, dass er es war, der alle 3 Pferde geerbt hat, und das er Butterblümchen zwischenzeitlich verkauft hatte, aber als er feststellte, dass er es dort sehr schlecht hatte, und dass die Frau bei der er war ihn nur noch in der Box stehen ließ und ihn weiter verschenken wollte, da holte er ihn wieder zurück. Nun steht er wieder in einem Offenstall. Butterblümchens Besitzer hat noch 3 weitere Pferde. Er sagte mir am Telefon, dass Butterblümchen sehr an der einen Stute hängt, und dass er schwer zu händeln ist. Das konnte ich kaum glauben, da er ja früher ein sooo lieber Wallach war. Wir vereinbarten am Telefon ein Treffen, auf das ich mich sehr freute.
Beim Treffen war er und seine Tochter anwesend. Aber es war seltsam, dass seine Tochter und er warteten, bis ich vor ging zum Butterblümchen. Diesmal ignorierte er mich nicht sofort, erst nach ein paar Sekunden. Als ich ihn streichelte und er es mehr oder weniger über sich ergehen ließ, kam der Besitzer dann auch rein. Er wollte ihm ein Halfer anlegen, das war Katastrophe. Als er es dann doch schaffte wollte er ihn zum Anbinden wegführen. Das hat er erst gar nicht mitgemacht. Er blieb einfach stehn, und als es ihn zu bunt wurde, riss er sich einfach los.
Nun gut, das Ende vom Lied war, dass ich die Erlaubnis bekommen habe ihn nun regelmäßig zu sehen. Das war echt lieb, und dafür bin ich super dankbar!
Wie ihr inzwischen bestimmt festgestellt habt, falls ihr so weit gelesen habt, hab ich null Pferde-Erfahrung. Ich bin zwar mal eineinhalb Jahre geritten aber das ist eine andere Geschichte. Nur so viel zum Thema, am schluss hab ich herausgefunden, dass die Pferde nur das gemacht haben, was sie vom Reitlehrer gehört haben, nicht das was der Schüler auf dem Rücken fabriziert hat.
Zurück zum Butterblümchen: Seit August gehe ich nun 1x die Woche zu ihm hin.
Anfangs musste ich warten, bis der Stallbesitzer die Pferde in die “Boxen” getan hat. Er hat sich nämlich nur mit Müh und Not von der einen Stute wegbringen lassen. Also hab ich gewartet und bin einmal in der Woche eben zu ihm hin, und hab ihn während er gefressen hat geputzt und gestreichelt, und mit ihm geredet. Der Stallbesitzer meinte auch, dass er sehr verwildert ist, da sein Besitzer aufgrund seiner Arbeit nur selten etwas mit dem Pferden machen kann. Gut, nach und nach hab ich ihm dann während des Fressens wieder an das Halfter gewöhnt. Dann hab ich innerhalb des halben Jahres geschafft, dass er nun auch wieder an dem Strick neben mir läuft. Ich kann ihn nun auf eine andere Weide bringen und mit ihm dort spatzieren gehen. Doch manchmal reißt er sich immer noch los und läuft zu seiner Geliebten hin, wenn sie ihn anwiehert. Der Besitzer selbst hat mir gesagt, dass er sich schon oft losgerissen hat, wenn er ihn mal raus hat, ohne seine Geliebte, dann ist er wohl den ganzen Weg zum Stall zurück. Er hängt sehr an ihr. Inzwischen geht es einigermaßen. Mal mehr, mal weniger. Ich würde ihn aber so gerne mal komplett raus holen, um mit ihm richtig spazieren zu gehen. Aber immer wenn ich ihn raus führen will, kommt das eine andere Pferd und will abhauen. :motz:
Also geh ich immer nur auf die andere Weide. Wie schon gesagt, bin ich nicht mal ein Pferde-Anfänger, deswegen 1000 Fragen:
Manchmal stuppst mich Butterblümchen mit seiner Nase so fest, dass ich fast umfalle, meint er das böse? Das ist so ein von-unten-nach-oben-Stoß… was heißt das?
Butterblümchen ist sehr verfressen und weiß, wo ich die Leckerbissen drin hab, da knabbert er oft an meiner Jacke, wenn ich ihn wegstoße dann interessiert ihn das kaum, was kann ich dagegen tun?
Wenn ich ihn anbinde dann knabbert er am Seil, auch hier frag ich mich, wie schaffe ich abhilfe?
Wenn ich ihn führe, dann läuft er zwar schön neben mir, aber er tritt mich oft in die Ferse, wie schaffe ich es, dass er einen Mindestabstand hält?
Wie schaffe ich es, dass er nicht mehr so sehr an der Stute hängt, vor allem wenn sie rossig ist?
Ich hätte noch mehr Fragen, aber da ich nicht weiß, ob das hier überhaupt gelesen wird… :nix:—- 😉

Wäre lieb wenn ihr mir helfen würdet…. :hurra:

Lieben Gruß Monstie 😉

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