Training mit dem Theraband

By baybee | Archiv: Ausbildung

Hallo,

ich habe ua. einen 5 – jährigen Friesenwallach der seit etwa 1 1/2 Jahren unter dem Sattel ist. Die Ausbildung läuft soweit zufriedenstellend und er hat auch – meistens – Spaß an der Dressurarbeit. Er ist recht groß für sein Alter ( Stockmaß etwa 1.73 cm ) und man hat immer noch das Gefühl, dass er sehr schlaksig und auch manchmal tollpatschig ist.
Am Anfang als er erst gerade 4 war, war es zum Teil so, dass er seine vier Beine gar nicht sortieren konnte. Er konnte sich auch kaum richtig ausbalancieren um den Huf zu geben. Na ja, man kennt das ja aus der eigenen Pubertät wenn man plötzlich einen Riesenschuss macht.

Er hat sich in jedem Fall toll entwickelt, ist aber kopfmäßig immer noch etwas weiter zurück als er körperlich aussieht. Trotz seiner Größe ist er absolut schlank und durchtrainiert.

Nun haben wir ihn in der ersten Phase der Grundausbildung ausschließlich v/a gearbeitet und in den letzten Monaten immer wieder verlangt, dass er seine Hinterhand aktiviert. Das haben wir mit Trab – / Schrittstangen , Tempiwechseln im Schritt und Trab und vielen Übergängen, Seitengängen etc. probiert. Die Seitengänge machen ihm sichtlich Spaß und er hat da absolut Talent für. Seine Hinterhand ist schön aufgebaut und gut bemuskelt und er setzt diese auch schön drunter bei den Seitengängen.

Das Problem erschließt sich meistens im Galopp da er da sehr vorhandlastig rumrennt und man sieht, dass er seine Hinterbeien kaum drunter bekommt. Dadurch streckt er die Vorderbeine dann nach vorne anstatt nach oben zu springen. Das machte er meist nur unter dem Reiter aber ganz am Anfang auch an der Longe. Mittlerweile ist das alles besser geworden aber die Grundausbildung in Sachen Galopp ist noch lange nicht beendet 🙂

Dies nur zur Einführung. Meine Osteopathin hat mir nun den Tipp gegeben ihn mit dem Theraband zu arbeiten. Dazu habe ich das rote Theraband ( stärkster Widerstand) gekauft und ihn gestern damit longiert. Also das Theraband an dem Longiergut so festgemacht, dass die Hinterhand damit Druck nach vorne bekommt. Meine Osteopathin hat mir abgeraten das Band über die Brust über die Hinterhand zu führen da er dann einen Rückwärtsimpuls bekommen würde.

So, was soll ich sagen ? Ich bin absolut begeistert von diesem Ergebnis ! Der junge Herr hat die Hinterhand eingesetzt als hätte er noch nie was anderes gemacht. Der Trab der manchmal schlurfig sein kann war ausnahmelos schwebend und fleißig, der Rücken war hergegeben und auch im Galopp war er locker, fleissig und nachgiebig.
Ich habe aber nach 20 Minuten abgebrochen da es ihn doch sehr angestrengt hat.

So, jetzt wollte ich mal von euch hören ob ihr auch schon Erfahrungen mit dem Theraband habt ( bei der Pferdearbeit 😀 ) und wie ihr es einsetzt bzw. ob es euch und dem Pferd etwas gebracht hat. Reitet hier auch jemand mit dem Theraband ?

Freue mich auf eure Berichte !

LG und schöne Osterfeiertage :ostern:

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