Reiten- Freiheit oder Zwang?

By testadmin | Archiv: Ausbildung

Denkanstoß, mich genauer mit dieser Frage zu beschäftigen, war ein Buch das ich, wenn ich darf zuerst mal etwas näher beschreibe 😉 In dem Buch “zwischen himmel und erde” von der Norwegerin Live Bonnevie geht es zunächst um die ehrgeizige Springreiterin Amanda, die durch die Wetten ihres herrischen Vaters schließlich dazu verdonnert wird, die Islandpferde-WM zu gewinnen. Missmutig begibt sie sich mit ihrem Vater nach Island um dort nach dem richtigen Siegerpferd zu suchen. Und dort begegnet sie schließlich Ægir, einem schwarzem Hengst. Herausgerissen aus der isländischen Weite, eingesperrt in einer kleinen Box verliert der Hengst doch seine Leichtigkeit ebenso schnell wie seine Freiheit.Eine erschreckende Sturheit und Wildheit legt der Hengst dafür an den Tag.Die gilt es nun zu bändigen. Doch wie? Amanda sucht sowohl Hilfe bei ihrem alten Springtrainer, der jedoch zu grob mit ihm umgeht. Auch Natural Horsemanship zeigt zwar einen ergibiegen Hengst, doch bringt auch nicht die gewünschten Ergebnisse. Die Suche nach Ægirs Problem schließt sich die Suche nach ihr selbst an, denn das wirklich schwierige im Reiterleben ist oftmals, nicht die Probleme des Pferdes zu sehen und zu verändern, denn es versucht sich oft nur an den Reiter anzupassen, sondern sich mit den eigenen zu beschäftigen.
Huiuiui, doch ganz schön lang geworden, meine Zusammenfassung :red: Abschließend ist meinerseites zu sagen, dass es sich hierbei um ein sehr lesenswertes Buch, sowohl über sich selbst, als auch übers eigene Pferd handelt, dass sich nicht nur für Jugendlich zu lesen lohnt und wiedermal (unter Anderem) zeigt, dass die kleinen zotteligen Ponys, die so oft verächtlich beäugt und verspottet werden, doch so viel Freiheit in sich besitzen, einen Stolz haben, wie man ihn selten sieht und für Mensch und Tier beste Lehrer sind.
Und einige Fragen hat es bei mir durchaus hinterlassen…Natürlich ist Reiten nicht das, was sich ein Pferd wahrscheinlich wünschen würde. Aber wir haben es uns untertan gemacht, besteigen es mit genau derselbern Selbstverständlichkeit, mit der wir es auch in den Stall sperren und erwarten, dass es ähnlich unserem menschlichen Verstand arbeitet und lernt.
Darüber ob das richtig ist, kann man mit Sicherheit streiten und wird lange nicht zu einem Ergebinis kommen.
Eine meiner wichtigsten Fragen ist, wie man dem Pferd das Leben als “untertan” so angenehm wie möglich machen kann? Wie kann man es so sanft reiten, so zart und doch konsequent behandeln, wie es wohl angebracht wäre? Wie kann man sein Vetrauen gewinnen?
Schon wieder so viele Fragen :tuete: Wär toll, wenn ihr Antworten hättet!

lg Kathi 🙂

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