Im nächsten Leben… ..

By sambala | Archiv: Allgemeine (Pferde)Themen

…suche ich mir ein anderes Hobby. Ikebana, Makramé oder irgendwie sowas! :fies:

Es könnte alles so idyllisch sein. Eine kleine, harmonische Monchinoherde bestehend aus 3 Stuten mit ihren niedlichen Fohlen und ein Hengst, den die Fohlen lieben und die er rührend behütet.

Wie gesagt, es könnte so idyllisch sein, wären da nicht 3 Hengstfohlen, die es faustdick hinter den Ohren haben. :maul:

Seit ca. 2 Wochen haben die 3 Jungs eine Vorliebe dafür entwickelt, ihre Welt auf der anderen Seite des Weidezauns kennenlernen zu wollen. :motz: Mit viel Geschick, allerdings ohne den Zaun kaputt zu machen, klettern sie von Weide zu Weide oder auch mal auf Nachbars Feld und finden es total spannend, die anderen Pferde zu besuchen. Spaziergänger finden sie auch ganz klasse. Wenn man Glück hat, wird man von denen sogar gekrault. :doh: Gustavo ist bei diesen Aktionen übrigens immer der Erste und ist auch am häufigsten außerhalb seiner Weide zu finden.

Nachdem es vorgestern zum gefühlten 100ten mal an der Haustür klingelte und ich schon nur noch mit den Worten >> Wo sind sie nun schon wieder? << die Tür öffnete, reichte es mir. Für eine Nacht "durften" die Monchinos dann in Boxen übernachten. Abends habe ich angefangen den kompletten Zaun des Offenstallpaddocks abzureißen und habe dort am selben Abend noch mit 3 Litzen neu eingezäunt, sodass die Herde gestern Morgen wieder raus konnte, zumindest schonmal in den Offenstall. Als die Pferde dort waren, Strom an. Das Meßgerät schlug bis zum Anschlag aus. :fies: Da mein Mann aufgrund einer OP (auf die zweite OP wartet er noch) schon seit Wochen komplett ausfällt, habe ich meinen Vater gebeten, mir beim Monchinoweidezaun-Abriß und Wiederaufbau zu helfen. Geschlagene 7 Stunden haben wir die ganze alte Litze abgerissen, teils neue Pfähle gesetzt, Isolatoren ausgetauscht bzw. neu reingedreht, neue Litze gezogen, am Stromgerät angeschlossen und geprüft. Auch da zeigte das Meßgerät überall vollen Anschlag.

Zufrieden mit unserem Werk haben wir die das Tor zwischen Offenstall und Weide wieder aufgemacht. Die Freude der Monchinos war groß. Die Stuten und Guapo nahmen gleich die Nasen runter und machten sich übers Gras her, die Fohlen drehten ein paar Runden über die Weide. Alles schien gut…..

Mit einem guten Gefühl gingen wir rein einen Cappuccino trinken. Die Tassen waren noch nicht leer, da klingelte es an der Haustür. Ein Reitmädel stand da und sagte den Satz, von dem ich gehofft hatte ihn nicht mehr hören zu müssen. >> Da steht ein Fohlen auf dem Feld. << Das war der Moment, in dem ich Gedanken hatte, die ich hier besser nicht äußere. :maul: Wir also wieder raus und wer steht da auf dem Feld und guckt uns völlig unschuldig an? Gustavo natürlich! :panik: Ich mit Halfter bewaffnet zu ihm, aber er dachte, er nimmt den gleichen Weg zurück, wie er auch aufs Feld gekommen ist. Nimmt Maß, die Nase runter, in die "Knie" und wie ein geölter Blitz unter der untersten Litze, die ca. 40 cm vom Boden weg ist, hindurch wieder auf die Weide. Über Nacht habe ich die Monchinos dann in den Offenstall gesperrt. Dort sind sie brav bis heute Morgen geblieben, haben ihr Heu gemümmelt und keinen weiteren Fluchtversuch unternommen. Gustavo hat anscheinend doch gemerkt, dass der Zaun heftig beißt. :blinzel: 😀 Auch auf der Weide ist er heute artig bei seiner Herde geblieben...solange es dauert. Es ist sicher nur eine Frage der Zeit, wann die Freiheit wieder nach ihm ruft. :fies:

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