Haftung bei Nageltritt

By Jinx | Archiv: Allgemeine (Pferde)Themen

Hallo!

Wie ich bereits
im Titel erwähnte geht es um die Haftung der Stallbesitzer bei Nageltritten.

Folgendes hat
sich ereignet: Ich bin mit meiner Reitbeteiligung auf dem Platz geritten. Die
Pferdebesitzer waren an diesem Tag zufällig anwesend und schauten zu. Während
des Reitens dann stürzte das Pferd, rappelte sich auf und blieb auf drei Beinen
stehen. Ich sass zu dem Zeitpunkt noch drauf, stieg dann aber sofort ab. Im
Vorderhuf des Pferdes steckte ein etwa 10 cm langer Baunagel. Nach
Erstverorgung, TA, etc. haben die Pferdebesitzer sich entschlossen mit den
Stallbesitzern zu reden zwecks Übernahme der Tierarztkosten und Vermeidung
weiterer solcher Unfälle.

Diese jedoch
winkten ab, wedelte mit dem Einstellvetrag in dem ein Haftungsausshluss steht.
Nun ist es so, dass wir dort nur zum Übergang stehen, bis eine Infektiöse
Krankheit im neun Stall gebannt ist und wir endlich einziehen können. Wir haben
keinen Einstellvetrag unterzeichnet.

Besser noch: Man
riet den Pferdebesitzern sie sollen doch meine private Haftpflicht anschreiben
und die Geschichte drehen damit sie nicht auf den Kosten sitzen bleiben. Ich
solle mit ihrem Pferd ausgeritten sein, es hat gescheut, ich sei runtergefallen
und auf dem Rückweg hätte sich das
weglaufende Pferd dann den Nagel eingetreten. Abgesehen davon, dass ich solche „Empfehlungen“
für eine absolute Frechheit halte, kein kleines dummes Pferdemädchen mehr bin und die Besitzer dies natürlich nicht tun
werden, erachte ich die Haltung der Stallbesitzer als absolut fahrlässig.

Die Pflegerin
meinte, der Baunagel sei wohl beim Abschleppen des Platzes hochgekommen. Ein
anderer Pfleger erzhälte dass in einer tieferen Lage des Reitplatzes beim Aufschütten
von Schotter o.ä. Metallteile waren, die sie mal ein bisschen aufgelesen haben.
Mit den verschiedenen Trittschichten drauf und dem Sand jedoch, laute die Order(
nicht Metall und andere Gegenstände rauszufischen ) sondern nur die großen
Steine zu entfernen. Diese Aussage legt für mich aber nahe, dass dies nicht ein Einzelfall bleiben muss…

Natürlich erwarte
ich jetzt nicht, dass mir hier einer genaue Paragrafen o.ä. listet, sondern
mich würde mehr interessieren ob es sich lohnt einen Rechtsbeistand zu holen und
die eventuell damit verbundenen Folgeschritte einzuleiten? Glaubt ihr, dass der
Fakt, dass kein schriftlicher Einstellvetrag besteht, etwas an der Sache
ändert? Und würdet ihr diesen Schritt überhaupt gehen oder die Sache auf sich
beruhen lassen und die bittere Pille schlucken dass es nun mal so ist?

Eine Bekannte
meinte bereits, es wäre sinnlos es zu versuchen, vor allem weil es schwierig
sei nachzuweisen, dass sich das Pferd den Nagel auf dem Platz eingetreten hat.
In der Regel mag dies ja stimmen wenn wir von einem kleinen Nagel reden. Bei
einem 10 cm Baunagel der sich in den Strahl gebohrt hat ( und zum Großteil
rausschaut), sehe ich das jedoch etwas anders…

Vielleicht hat ja
jemand schon ähnliches erlebt… :nix:

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