Wieviel Strom auf Weidezaun legen bei Ausbrecher?

By Patsch | Archiv: Haltung und Pflege

Hi,

mit der Suchfunktion habe ich jetzt nicht das richtige gefunden für mich, falls es doch einen Fred dazu gibt möge man mich zu diesem verweisen.

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Folgendes Problem:
Auf einer 1,5ha Weide für zwei Pferde haben wir gut ein Drittel zur sofortigen Beweidung abgeteilt. Rest der Wiese soll aufgespart werden, da es auch seit Wochen nicht regnet und Gras nicht wächst. Platz genug ist dennoch vorhanden, meine ich.
Pferde kennen die Wiese, standen schon im letzten Jahr OHNE Probleme hier. :denk:

Nun büchst aber das „Pony“ aus meinem Profilbild ständig aus, er bricht in den abgeteilten Teil der Weide ein. GsD ist er dann immer noch eingezäunt und akzeptiert dies auch (noch! :motz: ), wohl vor allem weil hier eine deutliche optische Grenze auf allen Seiten ist. Eine Seite breiterer wasserführender Graben, eine Seite langer Unterstand (alter und inzwischen pferdegerecht umgebauter Melkstand), eine Seite hohe und dichte Büsche und die letzte Seite ist begrenz durch eine größere Kuhherde. Die Viecher sind ihm nicht geheuer.

Nun der Plan, die Stromlitze, die die Weide unterteilt mit mehr Strom zu versehen, da ich dem Pferd nicht „mühsam“ die Scheu vor der Litze abtrainieren will. Litze ist doppelt gezogen, 2,5cm stark und Weidezaunprüfer zeigt 1.500 Volt an.

Macht es Sinn da noch mehr draufzubringen? Oder springt er dann aus Angst erst recht durch?
Ich habe gesehen, dass er sich katzengleich zwischen oberer und unterer Litze durchwindet, der Stromzaun bleibt dabei ganz!

Hat jemand Erfahrung mit Ausbrechern und kann mir was dazu sagen?
Wenn ich den Bauern, von dem wir den Strom beziehen (wir klinken uns in die Litze der Kuhherde ein), frage kann ich vermutlich bis 5.000 V draufpacken, hatten wir letztes Jahr zumindest auf dem äusseren Zaun. Aber da hatten wir noch nicht die Weide abgeteilt mit dem Ergebnis, dass sie stark verunkrautet und mit Geilstellen überzogen war bis Mitte der Weidesaison.

Bin dankbar für Tipps.

  • Avatar St. Lucia sagt:

    1.500 sind meiner Meinung nach viel zu wenig! Ich habe ca. 3.500 drauf und selbst da erwische ich mein Pony, wie es schon mal ab und an mit der Nase „testet“.

    Die beiden Spanier trauen sich das nicht, scheint wohl den Ponies weniger auszumachen….

    Für Pferde mit viel Fell wird übrigens mind. 4.0000 emfohlen!

    Gruß

    Christine

  • Patsch Patsch sagt:

    Jupp testen tut er auch!

    Die Kuhherde hat auch 1.500V drauf, sind dann anscheinend empfindlicher oder klüger als das Pony 😀 .
    Ok 4.000 (hoffe das meintest du?) sind ja schon mal ein Richtwert.

    Er hat übrigens sehr sehr wenig und feines Fell, da schlägt der Arab durch. Also doch mehr Strom.
    Kannst du mir einen Link geben wo genau das steht wer wo wieviel Strom braucht? Dann hab ich es schw. auf w. zum Nachlesen 😉 .

  • Avatar St. Lucia sagt:

    Schau mal hier: http://www.texas-trading.de/de/knowhow/weidezaunbau.html Steht etwas weiter unten! Gruß Christine

  • Avatar ines sagt:

    wir haben dank ausbrecherkönig nun 9000 V auf unserem zaun. der ist eher tot als auf der anderen seite des zaunes

  • Avatar Raglan sagt:

    Ich habe, wie Ines auch 9000 V auf dem Zaun. Da ein Hengst mit drauf steht gehe ich lieber auf Nummer sicher!

  • Avatar netti sagt:

    Die Voltangabe sagt wenig über die Schlagstärke aus. Diese wird in Joule Entladeenergie angegeben.
    0,8 sind bei vielen Geräten üblich. Es gibt, glaube ich, welche mit bis zu 11,5 Joule Entladeenergie und das kann bei Kleinkindern angeblich schon Herzrhytmusstörungen hervorrufen. Bei einem Ausbrecher würde ich aber ein entladestarkes Gerät aussuchen. Möglichst ein Netz- und kein Batteriegerät. (Geht natürlich nur wenn Stromanschluss vorhanden),

  • Avatar waikiki sagt:

    habe zur zeit das gleiche problem mit einem kleinpferd!

    sehr clever wird der zaun erst einmal in ruhe inspiziert und eine „gute stelle gesucht“ dann kopf runter, anlauf und drunter her! :cursing: ich glaube die spürt den takt des weidezaungerätes und nutzt die lücke!

    ich muss allerdings sagen, dass unser hausstrom derzeit nicht angeschlossen ist und meiner meinung nach durch den trockenen boden und die relativ kurze erdstablänge des angeschlossenen weidezaungerätes(batteriebetrieben) die leitfähigkeit viel zu schwach ist.

    für den hoffentlich baldigen anschluß des hausstromes habe ich mir nun schon mal drei 1m lange erdpfähle geholt!

    dieses mal wird jedenfalls alles genau nach herstellervorschrift gemacht.

    ich nehme auch nur noch die bänder mit der besten leitfähigkeit.

  • Avatar Binchen sagt:

    ich nehme auch nur noch die bänder mit der besten leitfähigkeit.

    viel besser als Bänder sind Seile mit Edelstahl und Kupferleitern und zusätzlich würde ich mind. 3 reihig absperren

  • Avatar moppel sagt:

    Für einen hütesicheren Zaun ist folgendes nötig:
    – besser 3 Reihen statt nur 2
    – ein Gerät mit möglichst hoher Joule-Angabe (mein 220V-Gerät hat 6 Joule…..)
    – mindestens 4000 Volt auf dem Zaun u. zwar auch an der entferntesten Stelle
    – dafür ist nötig: gutes Weidezaunband/seil mit möglichst geringem Eigenwiderstand (möglichst geringe Ohm-Angabe beachten!)
    -eine ausreichende Erdung: für schlagstarke Geräte ist i.d.R. mehr als ein Erdungsstab nötig, 2 oder 3 in Abständen 1m tief einschlagen,verzinkte Hauserdungsstäbe vom Elektrofachmann nehmen.
    – bei Trockenheit Erdungsstäbe-Areal wässern
    – Spannungsverluste auf der gesamten Zaunstrecke geringhalten (Bewuchs,geknotete Bänder, verrostete Torgriffe etc. pp…)

    Auf meiner einen „auswärts-Koppel“ bringt das 12V-Gerät 10.000 Volt auf den Zaun,das brutzelt den Grasbewuchs weg….ist ein „bißchen“ überdimensioniert *hüstl*

  • Avatar St. Lucia sagt:

    ich nehme auch nur noch die bänder mit der besten leitfähigkeit.

    viel besser als Bänder sind Seile mit Edelstahl und Kupferleitern und zusätzlich würde ich mind. 3 reihig absperren

    Kupfer ist leider mechanisch nur wenig belastbar, hat aber einen sehr geringen Widerstand.

    Es gibt von diversen Herstellern mittlerweile ein neues Material aus der Automobilindustrie. Das hat auch einen sehr geringen Widerstand, ist aber viel stabiler.

    Knoten vermeide ich absolut. Ich verwende immer die Edelstahlverbinder. Dadurch habe ich auf meiner kleinen Koppel auch an entfernten Punkten keinerlei Spannungsverlust…

  • Patsch Patsch sagt:

    Vielen Dank für die vielen Angaben, da war ich wohl doch „leicht“ *hüstel* einäugig….

    Jedenfalls habe ich gestern Abend noch den Bauern abgepasst und ihm das Problem beschrieben.
    Tatsache ist am „Anfang“ gleich in der Nähe des Erdungsstabes (es gibt glaube sogar drei muss ich heute nochmal schauen) führt der Draht 6.000 Volt.

    Da ich leider nicht in die abgesperrte Kammer wo der Strom angehängt ist komme, wie bekomme ich heraus wieviel Joule der Zaun führt?
    Der Raum wo das Netzgerät (keine Batterie) am Strom hängt ist einbruchsicher verschlossen, damit nicht ein paar Witzbolde den Strom ausmachen. Wenn wir was am Zaun arbeiten müssen, hängen wir unsere Weide an vereinbarter und versteckter Stelle ab vom Strom.
    Gibt es Messgeräte für die Jouleangabe? Ich denke meines zeigt nur Volt an.

    Wir bekommen den Strom auf einem richtigen verzinkten Draht und legen wegen Verletzungsgefahr dann um auf Stromband (einmal breit, zweimal mittel) mit Kupferdraht. Kann an dieser Stelle der Verlust auftreten?

    Tatsache ist außerdem, dass es bei uns seit ewig nicht geregnet hat. Der Bauer hat auf seinen weiter entfernten Weiden selbes Problem mit dem Stromverlust.

    Hilft da auch das Wässern der Erdungsstäbe? Müsste nicht vielmehr die Stelle wo Pferd ausbricht feucht gehalten werden?

    Und was @waikiki in Bezug auf „spürt Takt des Gerätes“ sagt, kann ich absolut bestätigen. Denke auch meiner testet den Takt aus. Den kann ich aber leider nicht verändern, da festgelegt.

  • Avatar moppel sagt:

    Als erstes solltest du dir dringend einen Zaunprüfer holen u. testen, ob die 6000 V am Zaunanfang auch halbwegs am entferntesten Ende ankommen.wenn nicht, Fehlerquellen suchen u. beseitigen.

    Die Verbindung zu eurem Zaun, der verzinkte Draht-schau mal nach, ob der inzwischen nicht Rost angesetzt hat – das tun verzinkte Teile nämlich über kurz oder lang (siehe z.B. die „normalen“ Torgriffe,deshalb besser welche aus Edelstahl nehmen!).
    Ich würde diesen verzinkten Zuleitungsdraht so oder so durch ein anständiges doppelt isoliertes Hochspannungserdkabel (gibts da,wo´s Weidezaunbedarf gibt) ersetzen u. als Verbindungsklemme an eurer Stromband eine Klemme aus Edelstahl nehmen.
    Die Klemme ist wichtig,da bei geknoteten Verbindungen wie gesagt schlechter Kontakt u. somit Spannungsabfall entsteht.

    Überprüf´mal,ob mehrere Erdungsstäbe vorhanden u. wässer´die Dinger gründlich alle paar Tage. das ist unverzichtbar bei andauernder Trockenheit.

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