Wie Hafer reinigen?

By Pelle | Fütterung

Leider bin ich die einzige am Stall, die ganzen Hafer verfüttern möchte (Gründe sollten hier nicht diskutiert werden… 😉 ).
Dieser Hafer ist Selbstanbau und wird nur gequetscht gefüttert.

Hat jemand eine Idee, wie kleine Portionen gereinigt werden?

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  • Laremy sagt:

    Du möchtest ganzen Hafer füttern?
    Aber der Hafer wird nur gequetscht gefüttert?
    Möchtest du nun ganzen Hafer oder gequetschten füttern?
    Ist es verwerflich, ganzen Hafer zu füttern? Ich füttere auch ganzen Hafer, wenn das ganze Korn gemeint ist.

  • Anskeline sagt:

    So wie ich das verstehe, möchte sie auf jeden Fall ganzen Hafer verfüttern. Der Hafer, der offenbar selbst angebaut wird, wird vermutlich für die anderen Pferde selbst gequetscht.
    Aber auch um gequetschten Hafer zu verfüttern, müsste dieser vorher gereinigt werden. Ich geh mal davon aus, dass das dein Landwirt also nicht tut, denn sonst wäre es ja für dich ein leichtes, an gereinigten Hafer zu kommen.
    Reinigung von Hafer bedeutet ja eigentlich nur, ihn von Partikeln, die nicht hineingehören, zu befreien. Im Landhandel sind dafür große (teure) Maschinen vorhanden. Nur mal kurz zur Info: Der Hafer, der vom Feld kommt, wird zunächst durch Schwingsiebe von Erde befreit. Anschließend geht er in einen Steigsichter, der leichte Partikel wie Blätter, Halme etc. mittels Luftstrom vom Haferkorn trennt. Dann wandert er in den Steinausleser, der wie der Name schon sagt, Steinchen herausliest. Zum Schluss gehts noch in den Trieur, der den Hafer vom Korn anderer Größen trennt, also entweder Unkrautsamen oder Fremdgetreide.
    Dies alles wird dein Landwirt vermutlich nicht haben, also wohl auch den Quetschhafer ungereinigt verfüttern. Was ich allerdings bedenklich finde, angesichts der vielen Dinge, die sich dann noch darin befinden können. Mal ganz abgesehen davon, dass er sich die Haferquetsche kaputt macht, wenn sich noch Steinchen oder Erde im Hafer befinden.

    Um jetzt auf den Punkt zu kommen: Bei kleinen Mengen (ich geh jetzt mal von max. 1 kg pro Portion aus, eher weniger), kannst du den Hafer eigentlich nur von Hand verlesen. Ist viel Erde drin, kannst du ihn auch durch ein Handsieb schütteln (bzw. so dass der Hafer im Sieb bleibt und die Erde herausfällt), aber alles andere müsstest du von Hand verlesen.
    Und da das so wahnsinnig aufwändig ist, würde ich dir dazu raten, dir einfach einen Sack im Landhandel zu kaufen. Auch wenn’s nicht der von deinem Hof ist, aber der ist dann wenigstens gereinigt und gut getrocknet.

    LG,
    Anskeline

  • wind sagt:

    Hallo Pelle,

    ich habe mal mit selbst angebautem Getreide Brot gebacken. Spelzen, Staub und groben Schmutz kriegst Du am besten mit der ururalten Methode mit der flachen Schüssel oder Schale weg, indem Du das Getreide mehrmals in die Luft wirfst und wieder auffängst. Leichtere Verunreinigungen fliegen dadurch weg. Ich habe es auch noch mit einem Küchentuch gerubbelt, das war aber irgendwie nicht so effektiv.

    Wenn der Hafer dann noch gequetscht wird, müßte eigentlich der Staub in der Haferquetsche nochmal abgesaugt werden. Wir haben im Stall zumindest so ein Teil mit Absauganlage, weiß aber nicht, ob jede Quetsche so ausgestattet ist.

    LG

  • catania sagt:

    Kann der ungereinigte Hafer optimal gelagert werden (z.B. Schädlinge/Schimmelbildung)?
    Mir erscheint die Reinigung des Hafers als zu aufwändig. Im Landhandel kann man sich meist jede beliebige Menge an Hafer abpacken lassen.

  • Pelle sagt:

    Danke für eure Antworten. 🙂

    Ich muss für den Hafer nichts bezahlen, deswegen meine Frage.
    Die Qualität ist wirklich top, und er wird auch fachgerecht gelagert.

    Ich denke, der Hafer ist schon grob gereinigt, aber ich finde immer mal wieder kleine Steinchen(selten) und Halme(viele). Erde ist keine zu sehen. Zudem ist er stark staubig.
    Ist das der Zustand, bevor er in den Trieur kommt? (danke Anskeline, der Vorgang war mir nicht ganz klar).

    Waldwawi2
    Selbstanbau!!! wie lange hast du das durchgehalten? 😀

  • Anskeline sagt:

    Nein, das ist nicht der Zustand, bevor der Hafer in den Trieur kommt. Wenn er in den Trieur kommt, sind schon keine Steinchen und Halme, Blätter etc dabei, sondern nur noch Korn. Der Trieur ist ja nur noch dazu da, dass nicht Körner anderer Art mit drin bleiben. Wenn man Hafer im Landhandel kauft, will man ja nicht Unkrautsamen oder Gerste dazwischen haben. Nur deshalb.
    Also wird dein Hafer nur von Erde befreit sein.

    LG,
    Anskeline

  • Pelle sagt:

    Ok, werde wohl komplett gereinigten Hafer besorgen.
    Hätte ja klappen können, hüstel! :rolleyes: 😀

  • wind sagt:

    Danke für eure Antworten. 🙂

    Waldwawi2
    Selbstanbau!!! wie lange hast du das durchgehalten? 😀

    Hi Pelle,

    habe das tatsächlich nur einmal ausprobiert! :whistling: Das ist wirklich eine „Sauarbeit“! Angebaut hat das Getreide mein Vater, wir hatten früher nämlich eine kleine Landwirtschaft. Für die Tiere wurde das Getreide in so einer Art Rüttelmaschine gereinigt, aber da wollte ich das Getreide für das Brot nicht reintun. Es war nicht auzuschließen, dass sich da ab und zu ein Mäuschen aufhält … 8|

  • bonaggl sagt:

    Das nennt man dann Fleisachbeilage 😀

  • Chaplin sagt:

    Fleisachbeilage 😀

    Was genau ist das? 😀

  • wind sagt:

    Das nennt man dann Fleisachbeilage 😀

    oder die neueste Brotkreation: Vollkornvitalbrot mit Mäusetatar!

    OT: mein Brot (ohne Maus) war sehr lecker!!! 😀

  • bonaggl sagt:

    Fleisachbeilage 😀

    Was genau ist das? 😀

    Das ist ein Neologismus (meine Spezialität)
    so nennt man Quetschgetrocknete Mäusereste in Brösel- oder Bröckelchenform , das wird noch ein Trend, wart nur ab. 😀

  • Pelle sagt:

    Und sowas landet dann in der Küche weitentfernter Länder? Hört sich ja seeeehr , naja, etwas …exotisch an… 😀
    Hauptsache der Wille zählt! :thumbsup:

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