Was nicht sein kann, das nicht sein darf?

By fichtefucht | Archiv: Smalltalk

Kurze Zusammenfassung:
Zwei Wallache stehen seit Monaten friedlich tagsüber in nebeneinander liegenden schönen Boxen, ganz niedrige Zwischenwände, keine Gitter, Sozialkontakt also problemlos möglich,die beiden mögen sich sehr :love:
nachts zu zweit gemeinsam auf einer rieisigen Weide ( nachts wegen der Insekten im Sommer)
Monatelang geht das problemlos und einträchtig

Eines Morgens wird entdeckt, dass vier Pferde auf dieser Weide stehen, 8o weil ein Hengsrt von einer weiter entfernten Koppel gemeinsam mit seinem Kumpel aus seiner eigenen Weide ausgebrochen und den beiden anderen eingebrochen ist.
Es gab wohl eine Schlägerei,das eine Pferd ( einer der Wallache) muss von seinen Leiden erlöst werden, ;( dem anderen ist nichts passiert :nix:

Wie ist die Rechtslage?
jetzt heisst es , die Besitzerin des zum Glück unversehrten Wallachs soll den Vorfall auch ihrer Versicherung melden, da ja niemand dabei war, der genau bezeugen kann, dass der Hengst der Übeltäter war :cursing: :irre:

  • Avatar dat_julschen sagt:

    Was ist mit dem Kumpel vom Hengst?
    War der Hengst korrekt eingezäunt?

  • Avatar fichtefucht sagt:

    Der Hengst war “ normal“ eingezäunt, ist aber schon mal ausgebrochen, das war bekannt :kowa:

    Der Kumpel vom Hengst steht auch “ im Verdacht“, aber der brave friedliche Wallach eben auch :blinzel:

  • Avatar Diana sagt:

    In Deutschland würde die Haftung gleichmäßig auf alle drei Pferde verteilt.
    Es könnte ja tatsächlich aus Versehen auch der friedliche Wallach gewesen sein.
    Hat ja niemand gesehen.
    Also wird jede Versicherung benachrichtigt und die teilen sich die Kosten.

  • GidranX GidranX sagt:

    Ich denke nicht das es eine Rolle spielt, wie freundschaftlich es zwischen den Wallachen bisher funktioniert hat. Das kann sich immer mal ändern, und da man nicht dabei war, weiss man es eben nicht. Es kann ja auch ein Tritt im Gerangel das falsche PFerd treffen.
    Ob es eine Rolle spielt, dass die Hengste dort eingebrochen sind, und es nur deshalb zu den schweren Verletzungen des Wallachs gekommen ist, hm auch reine Spekulation, aber ich denke, dass die Hengsthalter vielleicht mehr „Schuld“ treffen könnte, da ich mal davon ausgehe, dass die Zäune nicht ausbruchssicher genug waren für Hengste. Das ist fast immer so. Die Versicherungen sehen das ziemlich eng. Sie sollte es ihrer Versicherung melden, aber eben mitteilen, das es sich um Hengste handelte und die Zäune entsprechend geprüft werden sollten. Die Versicherungen regeln das dann unter sich.

  • Avatar metunja sagt:

    Wenn der Hengst die Zäune durchbrochen hat, ist das zumindest nach deutschem Recht, Sache des Stallbesitzers und dessen Stallversicherung und nicht die der Pferdebesitzer b.z.w. deren Haftpflichtversicherungen. Der Stallbesitzer muss das melden!!!

  • GidranX GidranX sagt:

    Nicht nur wenn ein Hengst Zäune durchbricht, sondern wenn generell Pferde Zäune durchbrechen..

  • Avatar fichtefucht sagt:

    Ja, es kommt deutsches Recht zur Anwendung 😉

  • Avatar Diana sagt:

    Der Stallbesitzer muss das melden!!!

    Höchstens – der muss das AUCH melden.
    Erstmal haften die Eigentümer der Pferde.
    Ob deren Versicherungen sich da was vom SB wiederholen – könnte sein.

  • Avatar dat ninalein sagt:

    jein…

    ich habe das tier in meine obhut genommen, somit bin ich auch in der pflicht, das pferd SICHER unter zu bringen, bei einem hengst durch sichere umzäunung, ja ich weiß, nichts ist sicher… aber wenn bekannt, dass ausgebrochen, dann muss ich schon wirklich versuchen, sicher was zu bauen.
    in dem fall dürfte die tierobhüterversicherung greifen. das ist die versicherung, die der stallbetreiber abgeschlossen haben sollte.

    lg nina

  • Avatar pfema sagt:

    Die Obhutsversicherung haftet für den Fall, daß der Tiereigentümer sich zum Zeitpunkt des Unfalls or whatever sich nicht in der Nähe befand. Deshalb eben auch „Obhutsversicherung“ oder Tierhüterhaftpflicht. Haben leider viel zu wenig Stallbesitzer :huh: In dem Moment, wo der Besi anwesend ist, greift seine Haftpflicht…

  • Avatar E.v.A. sagt:

    Zumindest, wenn die Pferde dort alle in Vollpension standen.
    Ich persönlich hätte mich sogar ZUERST an den SB und seine Tierhüterhaftpflicht gewandt, denn während es ohne Augenzeugen nicht zu klären ist, welches Pferd nun den entscheidenden Tritt versetzt hat ist mE ganz klar, dass die Umzäunung nicht sicher genug war, wenn der Hengst und sein Kumpel ausbrechen konnten. Sollte bisher noch keine Meldung an diese Versicherung gegangen sein, sollte man das schnellstmöglich nachholen, da hier Meldefristen einzuhalten sind. Bei höheren Kosten kann man davon ausgehen, dass ein Gutachter vor Ort sich die Gegebenheiten ansehen wird und mit Sicherheit auch Angebote zur „gütlichen“ Einigung treffen wird.
    Das fatale dabei ist, dass natürlich jedes Pferd erst mal ein Grundrisiko darstellt (das ist genau wie beim Autofahren) also immer eine Mitschuld angenommen wird. Am klügsten ist wohl, wenn man den Sachverhalt allen Haftpflichtversicherungen mitteilt und diese das dann unter sich regeln.
    Wie kulant das geschieht, hängt leider auch vom Unternehmen ab.

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