wann ist ein Leben nicht mehr Lebenswert

By testadmin | Allgemein, sonstiges

Wann ist ein Leben nicht mehr lebenswert?
Muss ein Pony „erlöst“ werden – nur weil es alt ist?

Die Oma meines Mannes ist im letzten Jahr 2 Tage nachdem sie 99 wurde friedlich eingeschlafen. Sie lebte bis zu ihrem letztem Tag allein. Natürlich war sie nicht mehr taufrisch und das sie als Model nicht mehr arbeiten konnte, versteht sich von selbst. Auch das ihre Knochen in dem Alter nicht mehr die gesündesten waren, dürfte jedem klar sein.

Aber das Oma deshalb keine Lebensqualität mehr hatte, darf man deshalb nicht voraussetzen – oder doch?

Unsere Oma war immer froh wenn die Familie zu Besuch war. Wenn sie für ihre Kinder, Enkel und Urenkel kochen konnte. Meinem Sohn hat sie Mau Mau beigebracht, war mit ihm im Garten und hat ihm erklärt welche Pflanzen er essen darf und welche giftig sind. Sie hat ihm erklärt wie, welcher Volgel heißt, welche Vögel in den Süden ziehen und welche den Winter hier verbringen.
Als Pascal in der Schule häkeln musste, brachte sie ihm dies bei.
Wollte Oma spazieren gehen, schob Pascal sie in ihrem Rolli. Und wenn Oma besonders gut drauf war, schob sie Pascal.

Kein Sonntag verging ohne das Oma die Messe besuchte. Natürlich immer wie aus dem Ei gepellt – schließlich gehört sich das so…
Die Haare wurden aufgedreht und es musste immer das schönste Kleid angezogen werden. – Man war schließlich Dame!!!

Unsere Oma war 45 Jahre Witwe – hat ihre Rente genossen und sich in jungen Jahren (bis zu ihrem 93 Lebensjahr) die Welt angesehen.
Uns hat sie stundenlang von ihren Reisen, dem Krieg und dem Aufbau ihrer Wohnsiedlung erzählt.
Leider musste Oma mit den Jahren ihre Geschwister u. Freunde zu Grabe tragen. So das ihre Erzählungen immer damit endeten, das sie wohl die nächste sein wird….
Sie aber täglich dem Herrgott dankte, das er sie hat so lange leben lassen…

Einmal nur habe ich sie „klagen“ gehört. Als ich krank wurde, weinte sie und betete das sie anstatt ich krank werden soll…

Oma ging es immer gut, auch wenn man sie hin und wieder schimpfen hörte, das der „ verdammte , alte Körper“ nicht mehr mitspielte und wenn sie doch nur 10 Jahre jünger wäre, was sie dann noch bewegen könnte, im Haus, im Garten….

Kein Mensch ist je auf den Gedanken gekommen, unsere Oma müsste von ihren Altersleiden erlöst werden und wollte sie einschläfern!

Warum ich euch das erzähle?!? Nun, weil ich immer wieder auf Menschen treffe, die diese Geschichte anders sehen, wenn es um alte Pferde geht!

Zu meiner Fellbande, gehört auch Lisa.
Lisa wurde am 01. Mai 32Jahre alt. Sie ist nicht mehr taufrisch und sieht keinesfalls mehr, wie ein gesundes, stolzes Reitpferd aus.
Sie „leidet“ unter dem Cushingsyndrom, ist recht mager und hat dicke, verformte Vorderfußwurzelgelenke. Trotz der „kaputten Beine“ ist sie munter und läuft lahmfrei.
Hin und wieder (meist nachdem ihre Hufe gemacht wurden – auf drei Beinen stehen fällt ihr sehr schwer) scheint ein Bein zu schmerzen. Dann bekommt sie Aspirin und für Notfälle haben wir immer Equipalazon im Haus. (was wir noch NIE geben mussten)
Lisa steht mit in unserer kleinen Herde, ist voll integriert und selbst unser Chacco (Herdenchef der sich nicht auf der Nase herum tanzen lässt) zollt der alten Dame den angebrachten Respekt.

Unsere Omi bekommt 3x täglich ihren Brei bestehend aus Heucops, Weizenkleie, Hafer, Müsli, Rübenschnitzel u. Leinsamen.
Wie das bei so alten Omis eben so ist, können wir sie nicht mehr wirklich umerziehen. So kommt es, dass sie nach ihrer Breimahlzeit oft aussieht, als hätte sie ihren Kopf in den Schlamm gesteckt.
Jeder versuch mit ihr über ihre Tischmanieren zu sprechen ist erfolglos gescheitert. So kommt es, das Lisa und ihr Umfeld nach den Mahlzeiten oft nicht wirklich appetitlich aussehen.
Hinzukommt, das unsere Omi morgens oft noch den Schlaf in den Augen hat, dies sieht ebenfalls nicht toll aus, vor allem in Verbindung mit dem unterschiedlich langen Fell, dass dann auch noch des nachts durch ausgiebiges schuppern an allen möglichen und unmöglichen Gegenständen in alle Windrichtungen steht. Wenn man Lisa morgens nach dem füttern sieht, mit dreckigem Fell (schließlich wälzt Omi sich täglich ausgiebig) verklebten Augen und Futterbrei bis hinter die Ohren, könnte man denken, dem Pferd ginge es tatsächlich sehr schlecht.

Aber, kann man so etwas durch eine Momentaufnahme beurteilen?!?

Und wenn ja, wer kann es beurteilen?!?

Eine Spaziergängerin, die meine Omi vorgestern Vormittag gesehen hat, sah ein zotteliges Pferd, mit Schmand im Auge, das Fell in alle Richtungen stehend, Futterbrei wo man hinschaut….
Aber ist dieser Mensch in der Position, ein Todesurteil zu empfehlen?

Ehrlich, für mich war das wie ein Schlag ins Gesicht. Wir die tagtäglich mit Lisa zusammenleben, die sich sorgen, Gedanken machen, lesen, Tierärzte konsultieren, das Pony seit Jahren kennen…müssen uns anhören, das (O Ton) dass mit Tierliebe nichts mehr zu tun hat.

Unsere Omi steht täglich mit Artgenossen auf ihrer Weide, wälzt sich ausgiebig und knabbert mit ihren nicht vorhandenen Zähnen am Gras.

Zwischenzeitlich steht man herum und beobachtet aufmerksam, mit erhobenem Kopf und aktiven Ohrenspiel die Umgebung.
Täglich spätestens alle zwei Tage wird sie ausgiebig geputzt. Sie genießt die Körperpflege mit allen Sinnen und kann nicht genug davon bekommen.

Die Körperpflege umfasst immer die gründliche Entfernung der toten Haare, die Pflege von Augen, Nüstern und den Intimbereich mit Öltüchern.
Danach darf Lisa sich erneut wälzen um dann die Nacht in ihrer sauber gemisteten, dick eingestreuten Box zu verbringen.

Ein Besucher der jetzt diese Momentaufnahme sehen würde, sähe ein zotteliges, altes Pferd, das jedoch mit klarem, sauberen Gesicht in einer trockenen, sauberen Box stehen würden. Das alte Pferd würde ihm wahrscheinlich mit hocherhobenen Kopf und blubbernden Nüstern darauf aufmerksam machen, dass es jetzt gefälligst Zeit für das Abendbrot sei…

Nachdem man mir sagte, das ein Pferd in diesem Zustand keine Lebensqualität mehr hat und das dies nichts mit Tierliebe zu tun hat, quälten mich Selbstzweifel.
Ich rief meinen Tierarzt an, er beruhigte mich und gab mir einen Rat…

„ Es gibt immer mal sogenannte Tierschützer, die Ihnen wegen Lisa auf die Nerven gehen werden, lassen Sie sich nicht von denen irgendetwas einreden, nur weil Pferde alt sind und sie nicht mehr richtig funktionieren, müssen sie nicht eingeschläfert werden, dass tun wir mit alten Menschen ja auch nicht!“

Ich denke, Lisa wir mir „sagen“ wenn es soweit ist…
Bis dahin werde ich mich nicht mehr verrückt machen lassen…
Der nächste, der mein Pony „erlösen“ will, weil es alt ist, darf sich warm anziehen!!!

  • Avatar Akascha sagt:

    Schön geschrieben :ja:
    Meine Stute hatte hochgradige Podotrochlose, aber ohne Reiter ging es ihr meistens gut! Ich bin oft als Tierquäler beschimpft worden, weil ich sie nicht habe einschläfern lassen! Ich habe auch gesagt, dass sie es mir zeigen wird, wenn es soweit ist! Bei vielen Leuten stieß ich da auf Kopfschütteln!
    Ich leide unter chronischen Kopfschmerzen, trotzdem kann ich mein Leben genießen, warum soll das für ein Tier nicht zutreffen! Sonitas kam mit ihren Schmerzen gut klar und auch ich hatte immer einen TA an meiner Seite, der mir sagte ich solle mich nicht irre machen lassen, denn er könne den Zustand der Stute mit seinem Gewissen verantworten!

  • Avatar Rosewhisper sagt:

    Dein Beitrag ist sehr emotional und rührend geschrieben, – dennoch denke ich obwohl ich Dich absolut verstehe -, dass Du die aussenstehende Person nicht so verurteilen darfst. Mir ist es lieber, jemand macht einmal mehr den Mund auf, als wenn er viel lieber wegsieht… Und oft kann man den Menschen dann durch ein klärendes Gespräch die Umstände gut erläutern.

    Auch fängt bei jedem Mensch ein „zu viel“ des „Überlebenlassens“ an anderer Stelle an. Mir lief letztens ein Irish Setter über den Weg, dessen Hinterteil komplett von seinem Frauchen getragen werden musste. Er war gelähmt. Sowas ist bei mir aber definiv grenzwertig… Sie würde mir aber sicher auch noch einiges über Lebensfreude erzählen können, die der Hund sicherlich noch empfinden kann. Verstehst Du, was ich meine? Ich würde meinen Hund, wären seine Hinterbeine gelähmt, hunderprozentig erlösen.

    Die Frau hat sich ja auch nicht bei Dir beschwert, weil Dein Pferd in ihren Augen aufgrund seines Alters eingeschläfert gehört. Vielmehr fand sie den Anblick wohl stark vernachlässigt, was aber, wie Du sagst, nur eine Momentaufnahme war.

  • Avatar Lichtgestalt sagt:

    Ich unterschreib voll und ganz bei Rosewhisper.

    Und eines mal: ich kann die Vergleiche zwischen Mensch und Tier in dem Punkt einfach nicht mehr hören – weil sie einfach FALSCH sind. Erstens gibt es so manchen Menschen, der sich wünschen würde, dass man ihn erlöst, was rechtlich nicht möglich ist, geht mal in bestimmte Krankenhausstationen… Und zweitens hat ein Mensch aufgrund seiner intellektuellen Fähigkeiten ganz andere Möglichkeiten mit Schmerzen umzugehen. Er kann versuchen sich abzulenken, er wird -falls noch möglich- mehr schlafen und sich in somit in den Schlaf retten und v.a. kann er mit zeitlichen Begriffen umgehen.
    All dies kann ein Pferd nun mal nicht. Ein Pferd, das Schmerzen hat, leidet und sein Leid ist für es unendlich. Es weiß nicht, dass das in zwei Tagen beim Wetterumschwung besser wird und dass die Alternative der Tod wäre. Ein Pferd kann die Zeit bis dahin nicht in der Zerstreuung in Form von Lesen, Fernsehen, Denksport verbringen. Ein Pferd lebt immer im hier und jetzt und kann mit Zukunftsaussichten nichts anfangen. Genauso wenig wie mit dem absolutem Ende durch den Tod.
    Das sollte immer berücksichtigt werden.

    Sollte ich mal (was ja leider sehr wahrscheinlich ist) in die Situation kommen für eines meiner Pferde die endgültige Entscheidung zu treffen, dann hoffe ich, dass ich es lieber zwei Wochen zu früh gehen lasse (und ihm somit zwei schöne Wochen vorenthalte) als zwei Wochen zu spät. Denn das wären 14x24h Schmerzen, die für das Tier kein Ende nehmen.

  • Avatar carnacat sagt:

    Schön geschrieben Kigali.
    Und ja es wird immer Leute geben, die sich Gedanken über den Zustand deiner Lisa machen – solche oder solche.
    Und ich denke auch, dass man wenn man ein Pferd lange hat einfach „weiß“ wann es soweit ist. Mir ging es jedenfalls so.
    Bei uns im Dorf steht auch ein Pferd was immer sehr sehr dünn war/ist. Ich habe mir das einige Monate lang angeschaut weil es ja immerhin die Möglichkeit gab, dass das Pferd krank war oder eben ein Rekonvaleszent ist.
    Aber nach einigen Monaten in denen sich absolut NICHTS am Futterzustand änderte habe ich die Besitzerin darauf angesprochen, habe einfach gefragt warum das Pferd so dünn ist.

    Ich denke einfach wenn ich als Aussenstehender jemanden auf den Zustand seines Tieres anspreche und erreichen will, dass sich im Falle einer Vernachlässigung für das Tier was ändert, dann darf ich den Tierhalter nicht angreifen, sondern muss erstmal zusehen dass ich freundlich hinterfrage warum dieses und jenes so ist.
    Und wenn ich eine positive Gesprächsebene geschaffen habe dann kann ich demjenigen vielleicht den einen oder anderen Tip geben.
    Greife ich ihn aber von Anfang an an, so wie die Dame das bei Kigali getan hat – und das was sie gesagt hat wäre für mich schon ein Angriff – dann wird mir der Tierhalter nicht zuhören wollen. So tue ich dann dem Tier mit meinem ja durchaus- sachlich betrachtet – berechtigten Ärger keinen Gefallen.

    Freundlichkeit schlägt Leute tot – da ist was wahres dran.
    Ich habe bei der Pferdebesitzerin in unserem Dorf etwas erreicht. Das Pferd sieht besser aus jetzt. 🙂

    Und wann ist ein Leben nicht mehr lebenswert? Ganz ehrlich? Ich finde das ist eine sehr sehr individuelle Sache. Es gibt so viele Faktoren von denen das abhängt, dass ich mich da garnicht festlegen möchte. Jedenfalls in der Grauzone nicht. Dass ein Tier was unheilbare Schmerzen hat – welcher Ursache auch immer – erlöst werden muss ist schon klar. Aber in der Grauzone finde ich das schwierig.

    Edit:
    @ Fluppel
    Auch ein sehr gutes Argument!

  • Avatar Lichtgestalt sagt:

    Danke Carni.
    Vor der Grauzone habe ich am meisten Angst… Eindeutige Situationen wären mir da 1000mal lieber, aber leider kann man es sich nicht aussuchen. :nix:

  • Avatar Diana sagt:

    Sollte ich mal (was ja leider sehr wahrscheinlich ist) in die Situation kommen für eines meiner Pferde die endgültige Entscheidung zu treffen, dann hoffe ich, dass ich es lieber zwei Wochen zu früh gehen lasse (und ihm somit zwei schöne Wochen vorenthalte) als zwei Wochen zu spät. .

    Ganz genau!
    Ich habe mal miterlebt, wie ein alter Vollblüter (27) ganz langsam zugrunde gegangen ist.
    Zum Schluß war er ein mit Fell überzogenes Gerippe, dem sein aufgenommenes Futter unzerkaut und unverdaut wieder hinten herausgekommen ist.
    Das Pferd tigerte draußen völlig geistesabewesend am Zaun herum, konnte nicht mehr viel sehen und nicht mehr viel hören.

    Sein Frauchen war fix und fertig, als er morgens (endlich) tot in der Box lag und wollte ihn noch obduzieren lassen, weil sie eine Vergiftung vermutete.
    Sie hat seinen erbärmlichen Zustand überhaupt nicht wahrgenommen und hat ihr altes Pferdchen hingebungsvoll täglich versorgt.
    Ich denke, der arme Kerl ist einfach verhungert – vor voller Krippe sozusagen.
    Wußtet Ihr übrigens, dass das der natürliche Tod bei alten Pferden ist?

  • Avatar Akascha sagt:

    All dies kann ein Pferd nun mal nicht. Ein Pferd, das Schmerzen hat, leidet und sein Leid ist für es unendlich. Es weiß nicht, dass das in zwei Tagen beim Wetterumschwung besser wird und dass die Alternative der Tod wäre. Ein Pferd kann die Zeit bis dahin nicht in der Zerstreuung in Form von Lesen, Fernsehen, Denksport verbringen. Ein Pferd lebt immer im hier und jetzt und kann mit Zukunftsaussichten nichts anfangen. Genauso wenig wie mit dem absolutem Ende durch den Tod.
    Das sollte immer berücksichtigt werden.

    Da gebe ich Dir absolut recht! Nur manche Leute urteilen auch einfach mal zu schnell! Wenn ein Pferd nicht mehr geritten werden kann, aber als Rentner glücklich ist, dann sollte man es dem Pferd ermöglichen!
    Die Sache mit dem Hund ist natürlich absolutes Hardcore Programm! Ein Tier muß laufen können, ist das nicht gegeben, dann ist es gut, dass wir es gehen lassen können! Unser zweiter Schäferhund hatte im Alter von 12 Jahren einen Schlaganfall und er kam hinten nicht mehr hoch! Wir waren sehr realistisch, obwohl die Emotionen am Überkochen waren! Der TA riet uns noch einige Tage abzuwarten…………..und siehe da, er hatte noch ein wunderbares Jahr! Fast genau ein Jahr später bekam er erneut einen Schlaganfall! Wir haben wieder einige Tage gewartet, denn die Hoffnung stirbt zuletzt! Er hat uns zum Glück die Entscheidung abgenommen und ist einfach eingeschlafen………………….das war ein sehr friedlicher Anblick und er war wieder so schön wie zu seiner besten Zeit!
    Natürlich haben Tiere nicht das Gefühl für Zeit und Raum, wie wir und sie können auch sicher nicht die Ablenkung suchen, wie es uns möglich ist, aber wenn die Schmerzfreie Zeit deutlich höher ist wie die unter Schmerzen ( auch da sollte man abwägen, denn wenn sich das Tier kaum noch bewegen kann, ja, dann sollte es erlöst werden) bin ich der Meinung und die teilt mein TA mit mir, kann es bleiben!

  • Avatar Lichtgestalt sagt:

    Da gebe ich Dir absolut recht! Nur manche Leute urteilen auch einfach mal zu schnell! Wenn ein Pferd nicht mehr geritten werden kann, aber als Rentner glücklich ist, dann sollte man es dem Pferd ermöglichen!

    Wenn es schmerzfrei glücklich ist, bin ich die erste die das propagiert und auch tatsächlich lebt.

    Dass der natürliche Tod eines Pferdes das Verhungern ist, ist mir bekannt und ich habe es auch schon live erlebt…. *sehrscheußlichwar*

  • Avatar carnacat sagt:

    @ Diana
    Ja wusste ich – für uns Menschen erscheint das sehr grausam, für mich auch. Ein Pferd was nicht mehr essen kann würde ich auch erlösen wollen. Glücklicherweise haben wir ja die Möglichkeiten das zu tun was in der freien Wildbahn eben nicht möglich ist.
    Aber diese Möglichkeit hat natürlich auch ihre Schattenseiten, gibt es doch durchaus auch Menschen, die sie zum eigenen „Vorteil“ missbrauchen.

  • Avatar Akascha sagt:

    Dass der natürliche Tod eines Pferdes das Verhungern ist, ist mir bekannt und ich habe es auch schon live erlebt….

    Auch schon erlebt! War kein rankommen an die Besi………………..er frist doch!
    Ja, Toll………………….sollte er dann nicht mehr sein als Haut und Knochen?
    Er lag auch eines Tages tod auf der Weide……………………..sehr, sehr grausam…………………ich möchte nicht verhungern, mein Magen schmerzt ja schon, wenn ich mal die Mittagsmahlzeit ausfallen lassen muß!

  • Avatar Diana sagt:

    Ein Pferd was nicht mehr essen kann würde ich auch erlösen wollen. .

    Das Pferd hat ja noch gefressen – aber das Futter kam genauso hinten wieder raus, wie es vorne hineingegangen war.
    Heu, Stroh, Getreide – alles war im Mist ganz klar auseinanderzusortieren.
    Getrocknet wäre alles sofort wiederverwendbar gewesen.
    Ich weiß noch, wie ich mit der Besitzerin vor einem Appelhaufen des Pferdes stand und mit ihr darüber gesprochen habe.
    Sie antwortete nur: „Ja, was soll ich denn tun?“
    Tja….

  • Avatar carnacat sagt:

    @ Diana das ist natürlich blöd wenn man auf jemanden stößt der offenbar so garnicht in der Lage ist die Situation wenigstens halbwegs objektiv zu beurteilen.
    Mit nicht essen können meinte ich übrigens nicht den Fressakt an sich. Ein Pferd was unverdaut alles hinten rausschmeisst kann in meinen Augen nicht essen, weil das Essen keinen Erfolg hat. Äh wie soll ich das ausdrücken… aber du weisst schon was ich meine oder? 8|

  • Avatar träumel sagt:

    Äh wie soll ich das ausdrücken… aber du weisst schon was ich meine oder?

    Nahrung aufnehmen und verwerten… ^^ 🙂

  • Avatar Diana sagt:

    @ Diana das ist natürlich blöd wenn man auf jemanden stößt der offenbar so garnicht in der Lage ist die Situation wenigstens halbwegs objektiv zu beurteilen.

    Ja, wer urteilt denn in einem solchen Fall objektiv?
    Ob der Tierarzt wirklich immer objektiv ist, wage ich zu bezweifeln.

    Die Besitzerin sah es vielleicht so wie Kigali.
    Ich sah es als Außenstehender. Der nahe Tod des Pferdes gab mir im nachhinein recht, aber die Besitzerin war auf dem Ohr völlig taub.

    Zitat Kigali:

    Der nächste, der mein Pony „erlösen“ will, weil es alt ist, darf sich warm anziehen!!!

    Die Dame, von der ich erzählt habe, fand ihr Pferd auch nicht „erlösenswert“.

  • Avatar Kigali sagt:

    Oh ja, mir ist ein außenstehender, der den Mund aufmacht auch lieber als jemand der weg sieht.

    Aber auch hier macht der Ton die Musik. Hätte mich die Dame gefragt, warum Lisa so aussieht, wie sie aussieht, hätte ich es ihr gern erklärt. Doch gleich das Pony einschläfern lassen wollen, ohne zu wissen was mit dem Tier los ist, fand ich nun doch etwas “daneben”

    Das Beispiel mit dem Hund…

    Puh, ich glaube nicht, das ich meine Hunde mit einer Hinterhandlähmung (so schlimm, wie beschrieben) leben lassen würde. Für mich muss ein Hund ebenso wie ein Pferd laufen können.

    Meine Omi ist zwar alt und “nicht” reitbar, aber sie läuft vollkommen schmerzfrei. Galoppiert über die Weiden und bockt wie ein Fohlen. Wenn man es ganz genau nimmt, hat sie zwei Handicaps.

    A – können ihre Beine zwar ihr Eigengewischt aber keinen Reiter tragen

    Und

    B – hat sie altersbedingt nur noch relativ wenige Zähne.

    Da Pferd nicht mit Sattel geboren werden, gehe ich davon aus, das sie um ein lebenswertes Leben zu führen nicht unbedingt geritten werden müssen und damit sie wegen der nichtvorhandenen Zähne nicht verhungert, bekommt sie Spezialfutter (alles in Breiform.)

    Natürlich würde Lisa in freier Wildbahn nicht mehr leben. Aber das ist für mich kein Grund ihrem leben ein Ende zu setzen. Schließlich wurde sie auch in jungen Jahren gefüttert…

    @Lichtgestalt, zum Glück müssen dürfen wir unsere Tiere, wenn ihr Leben zur Qual wird erlösen. Und glaube mir, ich erlöse meine Tiere ebenfalls lieber einen Tag zu früh als eine Stunde zu spät.

    Ob Du den Vergleich Mensch – Tier noch hören kannst, oder nicht, ist mir relativ egal.

    Fakt ist, das viele alte Menschen, auch als Rentner ein glückliches Leben führen. Warum sollte man dies den Tieren nicht zugestehen?

    Außerdem habe ich anhand des Beispiels nur erklären wollen, wie ich die Lebensumstände meines Ponys sehe.

    Der Oma meines Mannes ging es 99 Jahre sehr gut, keiner wäre auf den Gedanken gekommen, dass das Leben der alten Dame nicht mehr lebenswert ist.

    Meinem alten Pony geht es gut. Zwar sieht sie nicht mehr wie ein junges Sportpferd aus, aber es geht ihr gut. WARUM um alles in der Welt, raten mit Menschen, die mein Pony nicht kennen, es töten zu lassen. Den einzigen Grund den es dafür gebe, ist die Tatsache das Lisa alt ist.

    Schriftgröße geändert durch Mod – bitte längere Texte nicht so groß schreiben.

  • Avatar Diana sagt:

    Kigali – hast Du den Mut, ein aktuelles Foto von Deiner alten Stute hier einzusetzen?
    So, wie diese Spaziergängerin Dein Pferd sah?

    Was den Vergleich Mensch-Tier betrifft:
    Wenn ich an meine Schwiegermutter denke, was die in ihren letzten Monaten ertragen musste – da wäre das Erlösen, wenn es denn möglich gewesen wäre, wirklich eine Erlösung gewesen.
    Bei ihr wussten alle – einschließlich ihr selbst, dass NICHTS mehr besser werden würde und sie musste weiterleben, weil es nicht anders ging.
    Eine rüstige alte Dame als einzigen Vergleich heranzuziehe, ist sicher etwas einseitig.

    Ich für meinen Teil habe mir da schon Gedanken zu gemacht und ich denke, dass ich selbst Hand an mich legen werde, bevor ich nicht mehr in der Lage dazu bin.
    Ich als schwerer Pflegefall mit Windeln und gefüttert dahinvegetieren? NEIN!
    Doch Einschläfern ist bei Menschen Sterbehilfe und verboten.

  • Avatar Legolas sagt:

    Puh…ich finde dies ist ein sehr schwieriges Thema und ich finde den Vorschlag von Diana super. Denn ungesehn ist da schwer eine Meinung zu bilden.
    Ist e bissel ein zweischneidiges Schwert wie ich finde, wo hört die Tierliebe auf und wo fängt die Quälerei an. Und als Besi hat man oftmals einen etwas vernebelten
    Blick ( ist nicht böse gemeint)

    Lg,

    Sabrina 😉

  • Avatar Kigali sagt:

    @ Diana das ist natürlich blöd wenn man auf jemanden stößt der offenbar so garnicht in der Lage ist die Situation wenigstens halbwegs objektiv zu beurteilen.

    Ja, wer urteilt denn in einem solchen Fall objektiv?
    Ob der Tierarzt wirklich immer objektiv ist, wage ich zu bezweifeln.

    Die Besitzerin sah es vielleicht so wie Kigali.
    Ich sah es als Außenstehender. Der nahe Tod des Pferdes gab mir im nachhinein recht, aber die Besitzerin war auf dem Ohr völlig taub.

    Zitat Kigali:

    Der nächste, der mein Pony „erlösen“ will, weil es alt ist, darf sich warm anziehen!!!

    Die Dame, von der ich erzählt habe, fand ihr Pferd auch nicht „erlösenswert“.


    Ich habe nicht nur ein Pony, weiß also sehr genau wann ein Pferd zu dünn ist.

    Außerdem bin ich nicht blind!

    Ja, ich liebe alle meine Tiere. Und ich gebe keines meiner Tiere kampflos auf. Doch wenn die Zeit abgelaufen ist, ein weiterleben zur Qual wird, lasse ich meine Tiere gehen.

    Ich denke, hier wird sehr ins Extreme gegangen. Nicht jeder der sein altes Pferd behält, klammert automatisch und verschließt die Augen.

    Um noch mal auf MEIN Pony zu kommen, Lisa ist alt aber gesund. Sie genießt ihr Leben sichtlich. Ist agil und frech. Sie kann nicht mehr geritten werden… NA UND????

    Sie braucht Spezialfutter… NA UND???

    Wieviele Pferde brauchen Spezialfutter? Zusatzfutter? Spezialbeschläge? Das sind alles keine Gründe, ein Pferd einschläfern zu lassen.

    Die Dame, die Lisa am liebsten “erlöst” hätte, hat nur eine Momentaufnahme gesehen. Ein Pony das alt und “dreckig” auf der Weide stand. Ein Pony das nicht mehr dem Idealverstellungen entspricht..

    DAS und nur das war der Grund, warum sie Lisa lieber tot als lebendig sehen wollte.

    Sorry, aber dafür habe und werde ich nie Verständnis haben.

    Ich habe schon 3 meiner eigenen Pferde über die “Regenbogenbrücke” schicken müssen. Nie ist es mir leicht gefallen und dennoch war es bei jedem einzelnen der einzig richtige Weg. Auch wenn hier und da schon mal Zweifel aufkamen.

    Hätte man vielleicht doch noch das ein oder andere tun können…. etc..etc..

    Für Lisa war Ende letzten Jahres der Tierarzt und der Abdecker bestellt. Sie hatte 4 Tage lang eine böse Kolik. Fraß und trank nichts. So schwer es mir fiel, aber das hatte sie nicht verdient…

    Gegen 13 Uhr wollte der Tierarzt kommen. Gegen 11 Uhr äppfelte Lisa und begann zu fressen.

    Ich habe hin und her überlegt und dann in Absprache mit dem behandelnden Tierarzt den Termin verschoben.

    Was soll ich sagen, zum Glück habe ich den Termin verschoben. Lisa hat sie super erholt und ihr geht es bis heute gut. Sollten sich die Kolik jedoch wiederholen, werde ich wohl eine schwere Entscheidung treffen müssen.

    -Schriftgröße geändert durch Mod-

  • Avatar Kigali sagt:

    Klar zeige ich euch meine Lisa 🙂 Das Foto wurde letzte Woche gemacht. Lisa ist der Hafi rechts im Bild! Lisa vor ca. 3 Wochen Gerne mache ich gleich noch ganz aktuelle Fotos!

  • Avatar Chaplin sagt:

    Na, na… wer wird denn da gleich so „schreien“…

  • Avatar Diana sagt:

    Glückwunsch!
    Das Pony sieht klasse aus und man sieht ihr keinen Tag ihres Alters an.

    Aber was hat denn diese Spaziergängerin dann gesehen?

  • Avatar Lichtgestalt sagt:

    Meine Omi ist zwar alt und “nicht” reitbar, aber sie läuft vollkommen schmerzfrei. B – hat sie altersbedingt nur noch relativ wenige Zähne.

    und damit sie wegen der nichtvorhandenen Zähne nicht verhungert, bekommt sie Spezialfutter (alles in Breiform.)
    Natürlich würde Lisa in freier Wildbahn nicht mehr leben. Aber das ist für mich kein Grund ihrem leben ein Ende zu setzen. Schließlich wurde sie auch in jungen Jahren gefüttert…

    Sehe ich alles genauso und so ein Pferd würde ich auch die Rente ermöglichen und mich an ihm erfreuen.

    Ob Du den Vergleich Mensch – Tier noch hören kannst, oder nicht, ist mir relativ egal.

    Damit tust du dir aber keinen Gefallen. Deine Argumente stehen weiter oben im Posting und sind absolut richtig, mit dem Vergleich Mensch-Tier ziehst du es auf eine Ebene mit sachlich falschen Punkten. Das schafft Angriffsfläche und zwar zurecht. Was aber nun mir wiederum egal ist…

    Lies dir mal ein paar Postings von mir durch… Gerade die letzten. Ich bin jemand der eine Rente fürs Pferd absolut befürwortet.

    Der Oma meines Mannes ging es 99 Jahre sehr gut, keiner wäre auf den Gedanken gekommen, dass das Leben der alten Dame nicht mehr lebenswert ist.

    Tja, und der Vergleich hinkt eben… Hat Diana aber auch schon drauf hingewiesen.

    Die Fotos von deiner Lisa gefallen mir außerordentlich gut. :thumbsup:
    Zu doof zum Zitieren heute…

  • Avatar flocke sagt:

    Hallo,

    wow die Lisa hat sich aber für Ihr Alter sehr gut gehalten ….

    Mir fällt zu diesem Thema nur noch eine Sache ein …. ich würde gerne zitieren weiss aber leider nicht mehr wo ich das gelesen habe. Also hilft nur sinngemäss zitieren:

    Um nicht zur leichten Beute für Raubtiere zu werde, tragen Pferde ihren gesundheitl. Zustand nicht nach aussen. Soll heissen Schmerzen werden solange unterdrückt, bis sie sich halt nicht mehr verbergen lassen.

    Daher finde ich es auch so schwierig zu beurteilen ob ein Pferd wirklich keinerlei Schmerzen hat!

    Für mich ist an dem Punkt Schluss wo das Lauftier Pferd sich nicht mehr bewegen kann (vor Schmerzen) …

    Gruss,

    Flocke

  • Avatar Kigali sagt:


    @Fluppel, sorry, ich wollte dich nicht angreifen.

    Das Beispiel mit der Oma meines Mannes habe ich nur angebracht um meinen Standpunkt zu verdeutlichen.

    Natürlich ist mir klar, das Peters Oma einfach nur Glück hatte und das es vielen Menschen nicht annähernd so gut geht.

    Ich habe dieses Beispiel nur genommen, weil bei Oma alle Welt begeistert war, das sie noch so fit war.

    Bei meinem Pony aber alle Welt schreit, das ihr Leben nicht mehr lebenswert ist. Und das nur, weil sie alt ist.

    Leider weiß ich nur zu genau wie schwer Menschen krank werden können und das für viele der Tod eine Erlösung ist.

    Auch ich möchte nicht als Pflegefall enden….

    Glaub mir, mir ist durchaus bewusst, jeder Tag Lisas letzter sein kann. Ich versuche mich bereits seit Jahren darauf einzustellen und hoffe, das wenn es soweit ist, ich dies früh genug erkenne.

    @Diana, die Dame hat Lisa kurz nach dem Füttern gesehen. Wie schon geschrieben, bekommt Lisa alles in Breiform. Da ihre “Tischmanieren” sehr zu wünschen übrig lassen, findet man kurz nach dem Füttern überall im Fell Futterbrei. Außerdem hat Lisa, trotz Sommerfell recht lange Haare. Sie schubbert sich ausgiebig so das die Haare in alle Richtungen abstehen.

  • Avatar carnacat sagt:

    @ Diana das ist natürlich blöd wenn man auf jemanden stößt der offenbar so garnicht in der Lage ist die Situation wenigstens halbwegs objektiv zu beurteilen.

    Ja, wer urteilt denn in einem solchen Fall objektiv?
    Ob der Tierarzt wirklich immer objektiv ist, wage ich zu bezweifeln.

    Das meine ich ja mit Grauzone. Es ist so sauschwierig hier objektiv zu sein und zu urteilen, erst recht wenn menschliche Emotionen daran beteiligt sind oder eben „Nicht“Emotionen.
    Wo will man da die Grenze ziehen, DAS finde ich echt schwierig.
    Ich habe einen alten Hannoveraner gehabt der nach einem Tritt auf den Schinken sein rechtes Hinterbein nicht mehr absetzen konnte. Er war absolut nicht transportfähig, also kam ein TA mit einem mobilen Röntgengerät und hat das Pferd röntgenologisch gecheckt und das Knie punktiert etc… Wirklich was finden konnten wir nicht, ausser dass die Gelenkflüssigkeit vom Normalzustand recht weit entfernt war. Gebrochen war soweit man das anhand der Röntgenbilder beurteilen konnte nichts.
    Das Pferd hat trotz massiver Dosen von Schmerzmitteln weiterhin starke Schmerzen gehabt und nach drei Tagen täglich zweier Tierarztbesuche und Gabe von Schmerzmitteln habe ich entschieden dass es so nicht weitergeht.
    Das Pferd lag am Ende in seiner Box und ich hatte einfach das Gefühl dass der nicht mehr konnte.
    Selbst wenn jetzt ein TA gesagt hätte der muss drei Wochen liegen oder hängen oder was weiss ich, dann läuft der wieder hätte ich dem Ganzen trotzdem ein Ende gemacht. Pferde sind Lauftiere. Das hätte ich dem Tier schlicht nicht zumuten wollen.
    Und dennoch denke ich dass das eine sehr persönliche und individuelle Entscheidung war, die jemand anders vielleicht so nicht gefällt hätte.
    Letztlich finde ich dass man sich immer sehr gewissenhaft fragen sollte ob man so eine Entscheidung für das Pferd oder eher doch für sich selber fällt.
    Ich versuche IMMER im Sinne des Pferdes zu entscheiden. Und ja natürlich ist das von meiner Persönlichkeit geprägt, aber ich bemühe mich um weitestmögliche Objektivität bei sowas und ich verlasse mich generell auf mein Bauchgefühl. Und bei dem Hanno hat das ganz klar gesagt: erlösen.

  • Avatar carnacat sagt:

    BOAH Kigali! DIE sieht aber echt total klasse aus!! Und DIESEN Gesichtspunkten ist dann dein Ärger über den Kommentar der Dame wirklich SEHR verständlich.
    Meine Güte, die Stute hat was auf den Rippen und guckt echt total zufrieden aus der Wäsche soweit das auf dem Bild zu sehen ist.
    Ich bin sprachlos!
    Ich kenn etliche Pferde in Lisas Altersklasse die nicht mal annähernd so proper aussehen wie sie. Sie sind halt alt, und vielleicht haben einige von ihnen Besitzer, die das mit dem Füttern nicht so offensichtlich gewissenhaft machen wie du das zu tun scheinst. Ein so altes Pferd in einem so hervorragenden Futterzustand zu halten ist schon eine echte Leistung! HUT AB! :thumbsup: :thumbsup:

  • Avatar Legolas sagt:

    ich schliesse mich Carni zu 100% an :resp:
    Ich finde nicht dass das Pferdchen aussieht als wäre es dem Tode nahe oder als würde es sich quälen, hätte ich jetzt das
    Alter schätzen müssen, hätte ich garantiert Jahre daneben gelegen.

    Lg,

    Sabrina :friend:

  • Avatar carnacat sagt:

    hätte ich jetzt das

    Alter schätzen müssen, hätte ich garantiert Jahre daneben gelegen.

    Ich um Jahrzehnte! :red:
    Nagut vom Betrachten der Fotos her – live und in Farbe sieht das vielleicht nochmal anders aus 🙂

  • Avatar Saro sagt:

    Sie „leidet“ unter dem Cushingsyndrom, ist recht mager und hat dicke, verformte Vorderfußwurzelgelenke. Trotz der „kaputten Beine“ ist sie munter und läuft lahmfrei.
    Hin und wieder (meist nachdem ihre Hufe gemacht wurden – auf drei Beinen stehen fällt ihr sehr schwer) scheint ein Bein zu schmerzen.

    Und das nur, weil sie alt ist.

    Du widersprichst Dir da. Das Pferd ist nicht einfach nur alt. Altsein ist ein Zustand und keine Krankheit. Cushing ist eine Krankheit, verformte Vorderfusswurzelgelenke ist ein Zichen einer im besten Falle abgelaufener Krankheit und ein Pferd das nicht auf drei Beinen stehen kann (Ruhestellung) hat unterumständen ein Problem.

    Ich möchte nicht in Deiner Haut stecken. Weil die Entscheidung, wann es genug der Altersschwäche ist, ist mit einer der Shwierigsten. Wenn wir ein Tier lieben sind wir bezüglich seines Leidens unter Umständen auch nicht wirklich objektiv und es hilft uns vielleicht mal ein Passant. Du auf jedenfall überlegst Dir das Ganze nochmals weil Du angsprochen wurdest. Also die Passantin hat vielleicht nicht den rechten Ton getroffen aber einen Prozess ausgelöst der durchaus positiv sein kann.

    Und das Lebenlassen kann genauso grausamsein wie das Töten zu früh sein kann.

    Zum Schluss noch, auf der Foto sind Dein Pferdchen nicht schlecht aus. Aber eine Beurteilung ab Foto ist in dieser Situation mehr als gewagt. Ein Cuschingpferd kann viel besser genährt aussehen, als es in Realität ist, weil es eben dieses wahnsinns Fell hat.
    Dass bilderbeurteilung schwierig ist, kann man in der Bauchbeulenbox nachlesen…

  • Avatar Kigali sagt:

    DANKE!!! *rotwerd*

    Ja, Lisa ist unser Engelchen – und das weiß sie auch ganz genau.

    Sie nimmt sich Dinge heraus, woran die anderen nicht mal denken. Und sie wird von allen verwöhnt. Bekommt immer zuerst ihr Futter, darf sich auf dem Hof frei bewegen und ist der Liebling aller.

    Was das Futter angeht, so habe ich lange ausprobiert bis ich das richtige Futter und die richtige Menge gefunden habe. Noch heute bekommt Lisa alles möglich und unmögliche zu fressen.

    Ich kann nur jedem raten, gebt eure Rentner nicht auf, auch ein nicht reitbares Pferd kann einem unendlich viel geben.

  • Avatar Legolas sagt:

    hätte ich jetzt das

    Alter schätzen müssen, hätte ich garantiert Jahre daneben gelegen.

    Ich um Jahrzehnte! :red:
    Nagut vom Betrachten der Fotos her – live und in Farbe sieht das vielleicht nochmal anders aus 🙂

    zustimm 🙂

  • Avatar Kigali sagt:


    @Saro, nein, ich wiederspreche mich nicht.

    Lisa hat ein paar altersbedingte Wehwehchen. Die ihr aber, nimmt man Rücksicht darauf, keine größeren Probleme verursachen.

    Ich habe Lisa vor 11 Jahren, schon mit “kaputten Beinen” übernommen. Und viele alte Pferde leiden an dem
    Cushingsyndrom.
    Lisa ist nicht eingeschränkt. Ihre Wehwehchen schränken sie nicht ein. Die einzigen die „Probleme“ damit haben, sind wir.

    Beispiel auf drei Beinen stehen. Lisa kann gezielt nach anderen Pferden treten. Sie kann bocken wie ein Fohlen. Nur längere Zeit auf drei Beinen stehen ist ihr unangenehm. Vielleicht will sie das auch nur nicht. Wer weiß das schon????

    Wir haben das Problem behoben. Mein Mann hat 3 Hufpflegekurse belegt. Müssen Lisas Hufe jetzt gemacht werden, macht er sie. So sind wir nicht auf den Schmied angewiesen und können die Hufbearbeitung auch mal verschieben oder jeden Tag nur einen Huf machen.

    Unsere Pferde stehen im Sommer Tag u. Nacht auf der Weide. Sie haben dort eine Heuraufe und werden nur bei Bedarf zugefüttert.

    Würden wir Lisa einfach so mit auf die Weide stellen, würde sie sicherlich verhungern!

    Damit dies nicht geschieht, wird Lisa 3 x täglich zugefüttert.

    Das macht natürlich arbeit. Arbeit die unsere anderen Pferde nicht machen. Auch kostet Lisas Unterhalt wesentlich mehr als der Unterhalt unsere jüngeren Pferde.

    Ist man aber bereit, auf ein altes Pferd einzugehen, es seine Bedürfnisse entsprechend zu halten, kann man auch ein altes Pferd artgerecht halten.

    Auch kommt es immer auf die einzelnen Wehwehchen an. Das Cushing sich bei jedem Pferd anders zeigt, ist kein Geheimnis. Lisa hat nach wie vor keine Probleme mit dem Fellwechsel. Einzig ihr Fell ist etwas länger. Vor zwei Jahren haben wir sie im Sommer geschoren, weil sie schwitzend auf der Weide stand. Im letzten Jahr war das nicht nötig. Und als es letzte Woche so warm war, hatte lediglich unsere Lisa keine Probleme mit dem Wetter.

    Ich denke, wichtig ist, sich nichts vorzumachen.

    Uns ist durchaus klar, das Lisas Uhr abläuft. Das sie schon jetzt ein gesegnetes Alter erreicht hat. Wir kennen unser Pony, leben mit dem Tier täglich zusammen und können sehr wohl einschätzen wann es Zeit ist, sie gehen zu lassen.

    Außerdem haben wir einen sehr kompetenten Tierarzt, der das Pony ebenfalls seit Jahren kennt. Mit ihm ist z.B. abgesprochen das Lisa z.B. in keine Klinik mehr gebracht wird.

    So, und nun verrate ich euch etwas. Vorab möchte ich euch allerdings sagen, das ich darüber hier nicht weiter schreiben möchte.

    Ich bin seit Jahren krank. Leberkrebs! Im Feb. hatte ich einen Herzinfarkt. Man hat mir drei Stents setzen müssen. Heute geht es mir gut auch wenn ich nie wieder gesund werden werde und mein Leben lang eingeschränkt leben werde. Dennoch führe ich ein lebenswertes Leben!!!!!

    Ich weiß aber auch ganz genau, das sich dieser Zustand täglich ändern kann und ich u.U. als Pflegefall enden werde.

    Mit diesem Bewusstsein lebe ich jeden Tag.

    Ihr könnt mir glauben, ich bin mehr als froh, das ich dieses Schicksal zumindest meinen Tieren ersparen kann.

    Wenn ich auch nur andeutungsweise vermuten würde, das sich eines meiner Tiere quälen würde, ich würde keine Sekunde zögern……

  • Avatar Kigali sagt:

    PS: ich habe meine Krankheiten nur erwähnt, weil einige anscheinend denken, ich würde die Augen verschließen….

    Bitte verzichtet auf „tut mir leid“ oder ähnlichem.

  • Avatar Hendrikje sagt:

    Leider kommt jeder Tierbesitzer mal in so eine Situation, aber ich bin fest der Meinung wenn die Liebe und die Bindung zwischen Mensch und Tier so innig ist, wird man es in den Augen sehen wann es soweit ist.

  • Avatar carnacat sagt:

    Leider kommt jeder Tierbesitzer mal in so eine Situation, aber ich bin fest der Meinung wenn die Liebe und die Bindung zwischen Mensch und Tier so innig ist, wird man es in den Augen sehen wann es soweit ist.

    Ja so sollte es sein. Ich glaube wirklich gesehen zu haben, dass mein Hanno gehen wollte.

    Und ich bin auch total für Rentnerhaltung. Ich habe auch einen „alten“ nicht wirklich reitbaren Hengst bei mir, der so lange bleiben wird wie er bleiben will und kann.

    Ich habe in meinem Leben zwei Pferde weggegeben. Das erste war ein Holsteiner-Norweger-Mischling dessen Dickschädel immer schön mit meinem zusammengeknallt ist. Ich habe ihn an meine damalige Reitbeteiligung verschenkt, da die ihn wirklich unglaublich liebte. Er durfte 31 Jahre alt werden bei ihr und hatte auch seine Alterswehwehchen. Diese wurden so behandelt, dass er glücklich und zufrieden die letzten Monate auf einem Rentnerhof seinen Lebensabend verbrachte. Bis dahin hatte sie ihn noch geritten. Auf den Rentnerhof hatte sie ihn dann gestellt, weil sie ihm den „normalen“ Pensionsstallbetrieb nicht mehr zumuten wollte. Sie hat ihn auch nach einem Bauchgefühl einschläfern lassen und ich bin mir 100% sicher, dass sie keinen Tag zu lange gewartet hat, aber er auch keinen Tag zu früh gegangen ist.

    Das zweite Pferd war ein Hengstfohlen, zu dem ich ein sehr sehr gespanntes Verhältnis hatte. Der kleine Kerl und ich fanden uns einfach gegenseitig vollkommen bescheuert. Seine jetzige Besitzerin liebt ihn so wie er es verdient hat.
    Er wird jetzt fünf und übernächstes Wochenende werde ich ihn mit meiner Familie zusammen besuchen :ja:

    Meine beiden noch verbliebenen Pferde werden meinen Hof wenn es so läuft wie ich mir das wünsche nicht lebend verlassen. Und falls doch mal der Fall eintreten sollte, dass ich sie aus irgendeinem Grund nicht mehr behalten kann – da steckt man ja nicht drin – werden sie zu jemandem gehen, der mein vollstes Vertrauen hat und bei dem sie es mindestens so gut haben wie bei mir.

    Edit: JEDER der sich Tiere anschafft – egal ob Hamster, Katze, Pferd etc muss sich einfach mit dem Gedanken beschäftigen dass er seine Tiere mit großer Wahrscheinlichkeit überleben wird.
    Und man sollte wirklich immer daran denken, dass jedes Tier von einem vollkommen abhängig ist und dass man die Pflicht hat es seiner Art entsprechend zu behandeln und ihm ein lebenswertes Leben zu ermöglichen.
    Wenn ich mich allerdings so umgucke – und damit meine ich jetzt nicht dieses Forum, sondern die reale Welt, dann scheint mir, dass genau das etwas ist, was etliche Tierhalter einfach nicht kapieren wollen. 🙁

  • Avatar Kigali sagt:

    @ Carnacat, DANKE!!! Genau so sehe ich das auch!

  • Avatar Ilustre sagt:

    In unserem Stal lebt ein Welsh A Pony, geschätzt mind. 36 Jahre jung. Das Pony war früher ein richtiger „Drecksack“ der die Reitkinder im Schulbetrieb gern abgesetzt hat und auch auf dem Turnierplatz mal eben weglief bis ins nächste Dorf..
    Seit 13 Jahren ist er in privater Hand. Er hat nur noch wenige Zähne im Maul , bekommt „Schlabber“, lutscht seelig am Gras und ist sogar leicht rundlich. Er hat leider ständig tränende Augen und kann nur noch schlecht sehen. Deswegen trägt er ganzjährig draußen eine Fliegenmaske. Er hat Arthrose und geht die ersten Schritte aus der Box etwas klamm aber.. wer den Glanz in seinen Augen sieht weiß, das er gern lebt .. Wer ihn auf der Weide galoppieren oder sich wälzen sieht der glaubt nicht, das er einen Greis vor sich hat. Seine Besitzerin liebt ihn und tut alles, damit es ihm gut geht. Er hat seit einigen Jahren etwas Asthma und bekommt, wenn es ihm mal nicht so gut geht, entsprechende Medikamente, steht auf Späne und bekommt sein Heu nass.
    Dieses Pony lebt offensichtlich trotz seiner Alterseinschränkungen gern.
    Ich finde den alten Herren großartig und freue mich über jeden Tag den er erlebt..

    Wenn einen Leute auf den Zustand des Pferdes ansprechen.. warum nicht einfach einen Zettel mit Bild und Altersangabe des Pferdes laminieren und an der Weide aufstellen.
    Dazu den Text schreiben: Ich bin nicht krank. Ich bin alt, genieße meine Rente und fühle mich wohl.

    Grüßle
    Ina

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Doch Einschläfern ist bei Menschen Sterbehilfe und verboten.

    In der Schweiz nicht….da gibts gar einen richtigen Sterbetourismus 😀

    By the way, wie alt würdet ihr dieses Pferd schätzen??

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Die Fotos sind von heute…und ja ich habe die Erlaubnis zur Veröffentlichung eingeholt :flucht: :flucht:

  • Avatar Chaplin sagt:

    Mitte/ Ende zwanzig

  • Avatar carnacat sagt:

    Ich schließe mich Melönchens Schätzung an. 🙂
    Schicker Färt übrigens. :ja:

  • Avatar Ilustre sagt:

    25
    Vermutlich ist der Fäärd älter.. sieht aber guuut aus!
    Grüßle
    Ina

  • Avatar Legolas sagt:

    denke auch so Ende 20 :huh:

  • Avatar Kigali sagt:

    Da wir hier von alten bzw. älteren Pferden sprechen, gehe ich auch davon aus, dass das Pferd schon älter ist.

  • Avatar träumel sagt:

    27 schätze ich mal…
    der muß schon richtig alt sein, sonst würde ihn das merlijn hier nicht reinstellen… 🙂
    sehr schickes Pferd… 🙂 :hurra:

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    By the way, wie alt würdet ihr dieses Pferd schätzen??

    Geronimo ist 31 Jahre alt und wird TÄGLICH sorgfältig bewegt, Ausritte, leichte Dressurarbeit auf dem Platz, Spazierengehen und manchmal läuft er mit seiner RB – der jungen Dame auf dem Bild – gar einen Teil der wöchentlich von einer externen Bereiterin auf dem Hof abgehaltenen Dressurstunde für die Einsteller mit.

    Ich denke, dieser Geronimo ist mit der 99jährigen topfitten Oma zu vergleichen. Ein topfittes Pferd, welches sein Leben lang geritten und gearbeitet wurde. Haltung: Tagsüber Weide, Nachts Padockbos dick eingestreut, 2x Kraftfutter.

    Alte Pferde kriegen im Winter auch übermässig Pelz, welchen sie manchmal nicht mehr selber abstossen können.
    Im Winter kriegt er eine Rallyschur und bei nasskaltem Wetter wird er atmungsaktiv eingedeckt, im Frühjahr wird ihm geholfen indem man ihn schert.
    Ebenso hat er ein bisschen empfindliche Augen und darum trägt er für den Weidegang einen Kopfschutz.

    Ich auf jeden Fall bin fast „abgelegen“ als ich hörte wie alt der ist 8o :thumbsup: :thumbsup:

  • Avatar Lichtgestalt sagt:

    WAHNSINN!! :hurra: :hurra:

    Hätte ich nie gedacht!!! SOLCHE Pferde gehörten in die Zucht – und den Besitzern Orden verliehen! :party: :party: :party:

  • Avatar träumel sagt:

    🙂 :hurra: :hurra:
    wow… meinen Respekt an die Besi vn dem Pferd!!!
    toll… 🙂

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    SOLCHE Pferde gehörten in die Zucht – und den Besitzern Orden verliehen! :party: :party: :party:

    Geronimo ist das „Rentner“ 😀 Pferd unserer Stall-Besi…leider kann man mit Wallachen nicht züchten :ja: :ja: züchten tut sie aber mit ihrer Top-Stute und das Resultat lässt sich sehen, sind übrigens Benos Paddocknachbarn.
    Der findet das Fohlen – geb. 01.05.2008 – zum Knutschen, aber die Mami findet den Friesen ungeheuerlich und scheucht, das Fohlen immer rein. :flucht: :flucht:

    Bis das Fohlen grösser ist, ist die Boxentüre der Stute eh nur offen, wenn jemand in der Nähe ist, nachts geschlossen und den ganzen Tag stehen die Pferde eh im saftigen Gras auf getrennten Weiden 🙂

    Ich werde das Kompliment der Besitzerin gerne weiterleiten 🙂

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Der findet das Fohlen – geb. 01.05.2008 – zum Knutschen, aber die Mami findet den Friesen ungeheuerlich und scheucht, das Fohlen immer rein. :flucht: :flucht:

    Und dabei würde das Fohlen doch soooo gerne den schwarzen Teufel kennenlernen :hug: 😉 :thumbsup:

  • Avatar Kigali sagt:

    :resp: :resp: :resp:

    Das Pferd sieht klasse aus!!!!!!

  • Avatar DaniS sagt:

    Ohne alle Beiträge gelesen zu haben vertrete ich immer die Meinung, wenn ein Pferd nicht mehr schmerzfrei laufen kann gehört es eingeschläfert, egal ob 3 Jahre alt oder 30 Jahre alt ! Ich finde Eure „Alten“ sehen alle super gut aus 😉

  • Avatar Kigali sagt:

    Ohne alle Beiträge gelesen zu haben vertrete ich immer die Meinung, wenn ein Pferd nicht mehr schmerzfrei laufen kann gehört es eingeschläfert, egal ob 3 Jahre alt oder 30 Jahre alt

    *zustimm* Pferde sind Lauftiere! Können sie nicht mehr laufen, sollte man dem ein Ende setzen!

    Ich finde Eure „Alten“ sehen alle super gut aus 😉

    DANKE!!! 🙂

  • Avatar DaniS sagt:

    Mein Stinker wird auch nächsten Monat 20 und es geht ihm super gut *aufHolzklopf* und ich hoffe das das noch lange so bleibt !

  • Avatar Ploco sagt:

    Uff, MerlinCH, DER sieht wirklich nicht aus wie über 30 ! Hut ab und Kompliment für die Reiterin !

    Gerade vor zwei Wochen haben wir uns mit einigen alten Freundinnen in Bergen (Nato-Truppen-Übungsstützpunkt) zum Ausreiten und Trainieren getroffen. Auch eine Freundin mit ihrem 31-Jährigen Hannover war dabei…..und wat soll ich sagen, der ist allen davon gelaufen und hatte dabei kaum ein nasses Härchen! Leider mußten ihm schon einige Zähne gezogen werden, sodaß seine Zunge nicht mehr durch die Zähne gehalten wird und somit oft aus dem Maul hängt UND er war das erste Pferd in Ploco’s nunmehr 18 Jahren, der Ploco die Leviten gelesen hat…schlagartig standen beide – sonst wird Ploco alleine gehalten – zusammen wie zwei alte Freunde auf der Weide ! …..unglaublich war das! Die Besitzerin war ebenso sehr überrascht, da ihr Hanno sonst nix mit anderen Pferden zu tun haben will und immer abseits und alleine steht….zu Ploco ist er hin und beide haben innerhalb von 10 Minuten Fellpflege betrieben *staunwunder* …..versuche mal morgen ein Bild von dem Wochenende einzustellen.

  • Avatar wednesday sagt:

    @kigali
    bekommt Lisa Pergolid zur Behandlung des Cushings?

    Lindaglinda könnte Dir Bilder eines sehr alten Cushingpferdes zeigen, das ohne Behandlung an lebendigem Leib verhungert ist. ;(

  • Avatar lindaglinda sagt:

    könnte sie, und wird sie! die leute waren nicht gewillt, dem pferd pergolid zu geben, weil es 52cent am tag gekostet hätte. ich hab die leute angezeigt (pferd stand im gleichen stall wie meine); sie mußten das pferd einschläfern lassen. inzwischen war es für das arme tier eh zu spät – da ging nichts mehr. er hats hinter sich. und ich würde es wieder tun (also anzeigen). :ja:

  • Avatar Kigali sagt:

    Schei….. wie sieht das Pferd aus?!

    Würde Lisa nur annähernd so aussehen, würde ich dem ein Ende setzen.

    @lindaglinda, Hut ab, das Du die Besitzer angezeigt hast! Leider tuen das viel zu wenige!!!

    @wednesday, nein Lisa bekommt kein Pergolid. Sie bekommt täglich 5g Mönchspfeffer-Samen.

  • Avatar Ploco sagt:

    Habe den Scanner überlistet 😀
    Hier nun zwei Bilder von Ploco (18 Jahre und einpanierte Drecksemmel) sowie Cartier (31 Jahre)…..Gebäude technisch sieht Cartier fast besser aus als Ploco. Auf dem ersten Foto guckt Ploci erstmal ob männlich oder weiblich, auf dem zweiten wird dann auch endlich vorne mal „Hallo“ gesagt und weitere Bilder zeigen Fellpflege 🙂

  • Avatar Ploco sagt:

    @Linda: BRAVO !!! Sowas gehört angezeigt :maul:

    Sag mal, als ich neulich auf den nach Hause Weg war, wurden ein Fuchs und ein fast SO aussehender Schimmel an mir vorbei geführt…sah noch etwas besser aus, aber ähnlich !?

  • Avatar lindaglinda sagt:

    Schei….. wie sieht das Pferd aus?!

    @wednesday, nein Lisa bekommt kein Pergolid. Sie bekommt täglich 5g Mönchspfeffer-Samen.

    so sieht ein pferd aus, dem man kein pergolid geben wollte, weil es 52cent am tag kostet. noch ein paar monate vorher hätte man ihm damit helfen können.

    ein cushing-pferd gehört mit pergolid behandelt!

    plocs, kann der fuchs ein schecke gewesen sein? wenn es bei deinem ersten besuch war, können es die beiden noch gewesen sein. jetzt lebt der schimmel ja nicht mehr… wenns tatsächlich ein fuchs war, dann waren es keine pferde, die bei uns stehen. 😉

  • Avatar Ploco sagt:

    Jup, war beim ersten Besuch und könnte auch ein Schecke gewesen sein :rolleyes: *keinebrilleauf*

  • Avatar Ploco sagt:

    Was sagt Ihr denn eigentlich zu Cartier?

  • Avatar lindaglinda sagt:

    Was sagt Ihr denn eigentlich zu Cartier?

    astrein! wenn es so bleibt, kann der hundert werden. 😉

  • Avatar Kigali sagt:

    Schei….. wie sieht das Pferd aus?!

    @wednesday, nein Lisa bekommt kein Pergolid. Sie bekommt täglich 5g Mönchspfeffer-Samen.

    so sieht ein pferd aus, dem man kein pergolid geben wollte, weil es 52cent am tag kostet. noch ein paar monate vorher hätte man ihm damit helfen können.

    ein cushing-pferd gehört mit pergolid behandelt!

    Was soll mir das sagen?

    a – gibt es das hypophysären Cushing Syndrom (hier hilft Pergolid – wenn das Pferd mit den eventuellen Nebenwirkungen wie Kolik u. Kreislaufstörungen klar kommt)

    b – gibt es das peripheren Cushing Syndrom (hier nutzt Pergolid NICHTS!!!)

    Lisa hat „nur“ minimale Krankheitserscheinungen, die mit Mönchspfeffer (fast) ganz verschwinden.

    Mönchspfeffer ist ein Naturprodukt, wird vertragen und lindert als Alleinmittel die Symptome.

    Natürlich darf kein Pferd, wie das Schimmelchen auf dem Foto, aussehen. Deine Verärgerung darüber kann ich sehr gut verstehen.

    Dennoch ist nicht alles schwarz oder weiß! Die Äußerung, „ein cushing – pferd gehört mit pergolid behandelt!“ ist so einfach nicht richtig!

    Richtig ist, das ein Cushing – Pferd behandelt werden muss! Wie und womit sollte in Absprache mit einem guten Tierarzt entschieden werden.

    Leider ist es oft so, das viele Pferdebesitzer nicht bereit sind, alte u. kranke Pferde behandeln zu lassen :thumbdown: (wobei vom Cushing Syndrom auch junge Pferde betroffen sein können) Warum auch? Schließlich hat man von einem alten, unreitbaren Pferd keinen Nutzen :fies: In solch einem Fall sollte man jedoch den A…. in der Hose haben und dem ein Ende setzen.

    Ein altes Pferd „nur nebenher“ laufen zu lassen geht nicht. Unsere Lisa ist im Unterhalt wesentlich teuerer als unsere jungen, gesunden Pferde.

    Damit sie „nicht verhungert“ (mangels Zähne und wegen des Cushing) bekommt sie ihr Futter als Brei. Diesen Brei frisst sie nicht nur gern, sondern sie erhält damit alles was sie braucht. Sie ist weder zu dick (für meinen Geschmack dürfte es etwas mehr sein, aber laut Tierarzt und Blutbild steht sie optimal im Futter) noch zu dünn, ihr Kot ist fest und glänzend und sie ist munter.

    Und das, obwohl sie trotz Cushing noch nie Pergolid bekommen hat.

    Sollte sich ihr Gesundheitszustand ändern, werden wir sicherlich (in Absprache mit unserem Tierarzt) über Pergolid oder andere Medikamente nachdenken.

    Was jedoch feststeht, wir werden nicht experimentieren! Sollte sich Lisas Gesundheitszustand dauerhaft verschlechtern, wird sie auf die immer grünen Wiesen geschickt.

  • >