Wahrscheinlichkeit Impfreaktion

By testadmin | Atemwegserkrankungen, Allergien

Mal eine etwas seltsame Frage. 🙂

Mich würde interessieren, wie hoch die Wahrscheinlichkeit wäre, wenn man auf ein leichtes Geräusch auf der Lunge bei tieferen Atemzügen (normales Abhören kein Geräusch, werden die Nüstern zugehalten, leichtes Geräusch) draufimpft mit Influenza/Herpes-Kombi, dass es zu einer Impfreaktion kommt.

Bzw. wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, wenn nach der Impfung keine Reaktion erfolgt wie Husten, Rotz oder sonstiges, dass da trotzdem die Lunge dermaßen verschleimt ist, dass man beim normalen Abhören nichts hört und trotzdem nicht auf die Impfung reagiert.

Und mir geht es nicht darum, dass man da sowieso nicht draufimpfen sollte, was ja bekannt ist, sondern die Wahrscheinlichkeit, was wäre wenn.

  • Avatar Samona sagt:

    ich kann Dir zu dem Thema nur in sofern berichten das meine Stute bis jetzt jedesmal nach der Impfung mit Resequin wochenlang krank wurde.
    Husten, Infekt, Antibiotika , die ganze Palette durch.

    Dieses Jahr habe ich sie nicht mehr Impfen lassen und ich habe keinerlei Problem, keinen Husten, nichts.
    Das Pferd steht immer noch in der selben Box, an der Fütterung hat sich nichts geändert.

    Mein TA meinte das er das genauso sieht wie ich, sie reagiert sehr heftig auf den Impfstoff und das dauert leider nicht nur ein paar Tage an sondern geht wochenlang einher.

    Wenn Dein Pferd im Moment Problem zeigt dann würde ich es nicht impfen lassen, bzw mit dem TA meines Vertrauens sprechen. Impfungen halten durchaus länger als die TA einem erzählen, Resequin z.bsp muss man nicht alle 6 Monate auffrischen, das reicht völlig aus es einmal im Jahr zu machen, meiner Meinung nach besteht der Schutz durchaus 14-15 Monate lang.
    Gehst Du auf Tuniere, kommst Du leider um die Impfung alle 6 Monate nicht herum.

  • Avatar Tibatong sagt:

    Resequin z.bsp muss man nicht alle 6 Monate auffrischen, das reicht völlig aus es einmal im Jahr zu machen, meiner Meinung nach besteht der Schutz durchaus 14-15 Monate lang.

    Und woher beziehst du diese Weisheit? Quelle wäre doch interessant, denn auf „Meinung“ hin sollte man wohl kaum sein Impfregime ändern… :rolleyes:

  • Avatar Mirage sagt:

    Samona, da hast mich falsch verstanden. Mir geht es nicht darum, ob impfen oder nicht und wenn ja in welchen Abständen. Mir geht es rein um die Wahrscheinlichkeit einer Impfreaktion. 😉 Hintergrund meiner Frage ist folgender:

    Meine Stute hat vor rund 5 Wochen eine Magenkolik wg. neuem Magengeschwür gehabt. Als Nebenbefund des Magengeschwürs wurde beim Abhören ein leichtes Geräusch auf der Lunge festgestellt (kein Husten). Daraufhin gab es neben der medikamentösen Behandlung des Magengeschwürs eine 14-tägige homöopathische Kur. Seit der Magenkolik „zieht“ sie bei 98 % aller Atemzüge. Magengeschwür ist in Behandlung, auch schon deutliche Besserung, nur das ziehen bleibt unverändert. Ich schob es auf das akute Magengeschwür. Das ziehen war auch ursprünglich in Verbindung mit Magenzwicken. Nun gehts dem Hü wieder blendend, alles top, keinerlei Anzeichen eines Zwickens, aber das ziehen ist immer noch da.

    Letzten Donnerstag war meine TÄ da wg. Impftermin Influenza/Herpes. Sie hörte vorher ab, kein Geräusch, ich zeigte ihr das ziehen (ist ja leider keine Einbildung meinerseits sondern wirklich vorhanden), sie runzelte die Stirn, lies mich die Nüstern zuhalten und hörte erneut ab. Durch die tieferen Atemzüge nun ein leichtes Geräusch auf der Lunge feststellbar.

    Ob das ziehen von der Lunge kommt, konnte meine TÄ nicht beantworten. Man müsste hier nun rein theoretisch Ursachenforschung (Belastungstest, Endoskopie usw.) durchführen und quasi Ausschlussverfahren betreiben. Alternative zu dem Ausschlussverfahren wäre nun auf das leichte Geräusch draufzuimpfen und zu schauen, ob sich nun was tut, ich entschied mich dafür und lies draufimpfen. Tja, nun ist die Woche so gut wie rum und das liebe Tierchen nach wie vor quickfidel ohne Rotz und ohne Husten und ohne schwerere Atmung. :nix: Das ziehen ist unverändert vorhanden und ich bin planlos. :wacko:

    Kommt das ziehen nun doch noch vom Magengeschwür, kommts von einer festverschleimten Lunge oder kommts ggf. sonstwo her? Deshalb meine Frage, wo hoch die Wahrscheinlichkeit wäre, dass eine festverschleimte Lunge auf eine Herpes/Influenza-Impfung eben NICHT mit einer Impfreaktion reagiert. Meiner Einschätzung nach eher unwahrscheinlich oder liege ich da falsch?

  • Avatar littlesheep sagt:

    Naja, dieses „Ziehen“ kann natürlich auch einfach durch eine mechanische Reizung der Atemwege kommen und entweder es bleibt dann wie ein leichter Ton beim Kehlkopfpfeifen oder es legt sich wenn sich die Atemwege jetzt nach überstandener Magenprobleme allmählich erholen. Wenn das Geräusch keine infektionsbedingten Gründe hat, dann sollte impfmäßig auch keine Gefahr bestehen – wobei da bei uns im Stall auch im November die große Hustenepidemie herrschte. Ein frisch importierter Spanier hatte das wohl angeschleppt und sämtliche grad geimpften Pferde hatten dick Husten und verschniefte Nasen – die nicht geimpften hatten nix oder nur ganz wenig…

  • Avatar Mirage sagt:

    Naja, dieses „Ziehen“ kann natürlich auch einfach durch eine mechanische Reizung der Atemwege kommen und entweder es bleibt dann wie ein leichter Ton beim Kehlkopfpfeifen oder es legt sich wenn sich die Atemwege jetzt nach überstandener Magenprobleme allmählich erholen.

    Ok, also eher unwahrscheinlich, dass es sich hier um eine infektiöse Atemwegsproblematik handelt.

    Wobei ich mich mit dem Risiko, dann bleibt das halt ggf., so irgendwie gar nicht zufrieden geben möchte. Ich möchte eigentlich gar nix chronisches dahaben, wenn ich es verhindern kann. Und da ist eben die Frage, wie ich was ursächlich finden kann um eben eine chronische Geschichte zu verhindern. Da das Hü noch nie atemwegstechnisch irgendwas hatte, bin ich da halt auch recht unbedarft mit dem was macht Sinn als Ursachenforschung oder wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass es überhaupt eine Atemwegsgeschichte ist.

  • Avatar Samona sagt:

    Und woher beziehst du diese Weisheit? Quelle wäre doch interessant, denn auf „Meinung“ hin sollte man wohl kaum sein Impfregime ändern… :rolleyes:

    Nun, nachdem es bei Hunden so ist, ist es bei Pferden nichts anderes. Der Impfschutz besteht länger, das ist eine Tatsache die selbt mein TA bestätigt hat. Allerdings und hier kann man es leider nicht genau sagen da die Hersteller einen Teufel tun und genau angeben wie lange der Impfschutz besteht, ist es von Wirkstoff zu Wirkstoff verschieden. Ich denke Mumpitz kann das bestätigen. Früher hat man seine Hunde jedes Jahr gegen Tollwut impfen lassen , heute ist bekannt das der Impftschutz 2 Jahre hält. Bei Infuenza, wie auch beim Menschen , gibt es eine vielzahl von Viren, ob die Impfung nun gerade gegen den Erreger wirkt gegen den man gespritzt hat ist ebenso umstritten. Der Impfschutz durch Resequin hält 12 Monate, das ist vom TA bestätigt worden. Unter vier Augen meinte er zu mir, sicherlich auch den ein oder anderen Monat länger. Ich will nicht weiter vom Thema abweichen, ausserdem ist das Thema Impfen ein Thema das hier schon mehrmals diskutiert wurde. Aber Bericht hier ist sehr interessant. http://www.gesundetiere.de/GesundeTiere/Background/Pferdeimpfungen.htm Mirage, da habe ich Dich in der Tat nicht richtig verstanden. Die Frage nach dem was wäre wenn wird Dir keiner 100 % beantworten können, bevor Du nicht alles abgeklärt hast, sprich Du wirst um einen Belastungstest und eine Endoskopie wohl nicht herumkommen. Viel Glück

  • Avatar Mirage sagt:

    Die Frage nach dem was wäre wenn wird Dir keiner 100 % beantworten können, bevor Du nicht alles abgeklärt hast, sprich Du wirst um einen Belastungstest und eine Endoskopie wohl nicht herumkommen.
    Viel Glück

    Danke. Ich erwarte ja gar keine 100prozentige Antwort, wie soll es die auch geben können. Ist aber leider alles nicht so einfach, sonst müsst ich ja nicht fragen. 😉 Belastungstest mit Kopf hochbinden etc. ist Stress und Stress ist bei einen Magenproblem Gift und derzeit eigentlich komplett tabu. :nix:

  • Avatar Mumpitz sagt:

    oder liege ich da falsch?

    Ja!

    Ich würde auf jeden Fall eine Blutgas-Analyse machen (ist relativ stressfrei) und je nachdem, wie die Werte sind, eine Bronchoskopie! Es gibt fast nichts Schlimmeres und Unnötigeres als verschleppte Lungenerkrankungen!

    Ich denke Mumpitz kann das bestätigen. Früher hat man seine Hunde jedes Jahr gegen Tollwut impfen lassen , heute ist bekannt das der Impftschutz 2 Jahre hält.

    Mumpitz bestätigt hier garnix, außer daß die heutige Tollwut-Impfung drei Jahre gültig ist, und verweist auf die zahlreichen, von Dir bereits erwähnten Impf-Threads.
    Nur nochmal zur Wiederholung so viel: Bei der Bestimmung der offiziellen Impfschutz-Dauer geht man von den Individuen aus, die den kürzesten Schutz entwickelt haben und richtet danach die Zulassung, unabhängig davon, ob es Individuen gibt, bei denen der Impfschutz länger anhält. Ist so ähnlich wie beim Abteilungsreiten: Man muss sich immer nach dem Langsamsten richten.

    Ich als Tierärztin würde und werde einen Teufel tun und irgendwelche Impf-Intervalle selbsttätig über das vom Hersteller offiziell genannte Maß hinaus ausdehnen. Im blödesten Fall bin dann nämlich ICH haftbar, und der Tierhalter, der mich in Regress nehmen will, bestreitet dann vehement, daß ER das so wollte, denn er hat mir ja vertraut….

  • Avatar Tibatong sagt:

    Nur nochmal zur Wiederholung so viel: Bei der Bestimmung der offiziellen Impfschutz-Dauer geht man von den Individuen aus, die den kürzesten Schutz entwickelt haben und richtet danach die Zulassung,

    So isses und auch nur das macht Sinn, denn man steckt nicht drin. Wer bitteschön sagt mir, wielange MEIN individuelles Pferd einen Schutz aufbaut? Klar könnte man Titer ermitteln, das muss man dann aber regelmäßig über mehrere Jahre tun, um auf eine tragfähige Aussage zu kommen und wer macht das?

    Ich finde das eigenmächtige Verlängern der Impintervalle genauso kurzsichtig wie das Verabreichen von Wurmkuren „auf das Kilo genau“ – obwohl immer etwas verloren geht oder ausgespuckt wird. Im letzteren Fall zieht man damit Resistenzen, im ersteren Fall wiegt man sich in einer Sicherheit, die nicht besteht. Beides ziemlich blöd und kurzsichtig und mit etwas gutem Menschenverstand leicht zu verhindern. Ein bisschen impfen ist wie ein bisschen schwanger – es funzt nicht…

  • Avatar Mirage sagt:

    oder liege ich da falsch?

    Ja!

    Ich würde auf jeden Fall eine Blutgas-Analyse machen (ist relativ stressfrei) und je nachdem, wie die Werte sind, eine Bronchoskopie! Es gibt fast nichts Schlimmeres und Unnötigeres als verschleppte Lungenerkrankungen!

    Danke Mumpitz, hatte ja schon gehofft, dass Du Dich meldest. 🙂

    Ich werde morgen mit meiner TÄ telefonieren, weil dann die Wochenfrist rum ist. Muss mal fragen, ob sie eine Blutgas-Analyse auch vor Ort machen kann, weiß ich nämlich gar nicht. War in ihrer Aufzählung des Ausschlussverfahrens an dritter Stelle nach Belastungstest und Bronchoskopie. Aber das umzudrehen sollte nun kein Problem sein eben weil ich meiner Stute den Belastungstest gerne ersparen würde derzeit.

    Mich irritiert halt einfach nur, dass bei Belastung das ziehen nicht stärker wird, sie atmet komplett normal. Zieht nicht mehr oder weniger, ist augenscheinlich fitt wie ein Turnschuh, außer ab und an mit glasklarem Ausfluss läuft die Nase überhaupt nicht. Einfach nichts, was sonst bis auf dieses doofe ziehen irgendwie auf eine Atemwegsproblematik hindeuten könnte.

    Dieses Ziehen kannte ich bisher bei ihr eben nur bei akuten Magenprobs und letztes Jahr mal bei einer Unterleibsproblematik (sie zog und krampfte imemr 2-3 Tage vor der Rosse), aber das verging halt alles einfach wieder je wenn die Ursache beseitigt wurde und hielt nicht an. *seufz*

    Hast Du Pferde, hast Du Sorgen heißt es doch so schön. 🙂

  • Avatar littlesheep sagt:

    Wobei ich mich mit dem Risiko, dann bleibt das halt ggf., so irgendwie gar nicht zufrieden geben möchte. Ich möchte eigentlich gar nix chronisches dahaben, wenn ich es verhindern kann. Und da ist eben die Frage, wie ich was ursächlich finden kann um eben eine chronische Geschichte zu verhindern.

    Also mit „bleibt es halt“ meinte ich jetzt nicht eine chronische Infektion, sondern nur den Nebeneffekt des Atemgeräusches. Mein alter Hannoveraner Elan hatte vor meiner Zeit mal eine ziemliche Infektion und hat davon ein Atemgeräusch, ähnlich Kehlkopfpfeifen zurückbehalten. Er hatte keine chronische Infektion oder irgendwas, es blieb halt einfach durch die mechanische Belastung der Kehlkopfklappen eine leichte „Behinderung“ zurück und unter Belastung atmete er halt einfach etwas geräuschvoller. Das hat ihn aber in seiner Einsatzfähigkeit nie eingeschränkt, ich konnte soweit ganz normal alles mit ihm machen.

  • Avatar Mirage sagt:

    Ah ok, dann hatte ich Dich falsch verstanden. 😉

    Nächste Woche kommt meine TÄ, mal schauen was rauskommt.

  • >