Hallo Ihr Lieben,
ich brauche dringend eure Hilfe zum Thema Vertrauen.
Meine Stute ist jetzt siebenjährig und von ziemlich hecktischer Natur. Jede Kleinigkeit bringt sie völlig aus der Ruhe und sie lässt sich auch von fast allen Geräuschen ablenken.
Ihre ‚Empfindlichkeit‘ äußert sich während dem Reiten in Rausheben, bis hin zum panischen Davonstarten. Dabei schmeißt sie sich entweder tierisch aufs Gebiss und rennt los oder hebt sich raus. Komme ich mit einer Parade, so gibt sie ruckartig nach, hebt sich danach aber sofort wieder raus und glotzt (wahlweise hält sie aber auch den Kopf unten, wird total spannig und vorallem schneller) Ich habe oft das Gefühl, dass sie mir unterm Arsch wegrennt.Versuche der Temporegulierung ignoriert sie eine halbe Runde, dann gehts. Komme ich (leider manchmal ungewollt) mit zu viel Hand, beginnt sie mit Kampfkauen und und mach sich fest. Danach habe ich Probleme sie wieder zum lockeren v/a zu bekommen.
Sowas passiert in den banasten Situationen- es reicht, wenn ein Pferd an der ( einseitig offenen) Halle vorbei geführt wird.
Dazu muss man sagen, dass wir beide seit knapp zwei Jahren ein ‚Team‘ sind und sie als sie zu mir kam, gerade ein Jahr lang blöd rumgestanden hatte und ziemlich mieserabel eingeritten wurde und bis dato 3 Monate unterm Sattel war. Sie kannte praktisch nichts.
Das erste Jahr über ist meine Reitlehrerin sie 2 mal pro Woche geritten, da ich noch recht jung (16) bin und reiterlich noch viel lernen muss.
Es hat viel geholfen, nur zeigte sich auch in der intensiven Arbeit mit viel Unterricht und eben auch Beritt, dass die Maus sehr schreckhaft und vorallem sehr leicht auf hundertachtzig zu bringen ist. Das ganze passiert nicht jeden Tag, aber meiner Meinung viel zu oft.
Wir haben krankheitsbedingt sehr viel Bodenarbeit gemacht und merke dass sie mir vom Boden aus stark vertraut.Ich hatte nun vor ein paar Tagen mein Aha-Erlebnis, wobei ich es noch nicht so wirklich zu interpretieren weiß. Nämlich: Ich habe mein Stütchen, die momentan aufgrund eines Kreuzverschlags nur Schritt, bzw schon wieder 5 Mintuen an der Hand getrabt werden darf mit Trense in der Halle geführt und dann angefangen sie zu ‚arbeiten‘, d.h. die Zügel in jeweils eine Hand und dann gestellt, Seitengänge etc. So nun lief wieder ein Pferd an der Halle vorbei, Stuti natürlich sofort registriert und wollte schon anfangen sich aufzuregen. Ich habe reagiert wie beim Reiten, also eine kurze Parade und siehe da sie war sofort wieder bei mir und das andere Pferd kein Thema.
Jetzt mein Problem: Nimmt sie mich als Reiter nicht ernst? Oder vertraut sie mir einfach vom Boden aus wesentlich mehr?
Was mache ich, damit sie beim Reiten konzentriert und vorallem bei mir bleibt?

Ich wäre euch desweiteren sehr dankbar, wenn ihr Tips zum Umgang mit nervösen, schreckhaften Pferden hättet. Ich habe ja wirklich viel Geduld mit der Maus, aber ich wünsche mir, dass es irgendwann normal wird mit uns. Es wäre soo schön, wenn ich mal mit ihr alleine den Hof verlassen könnte ohne gleich ein tänzelndes, vollig unruhiges Pferd zu haben.. 😀

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Ganz liebe Grüße
Isabell

  • Avatar dat_julschen sagt:

    Kann es sein, das dein Stütchen ein bischen zu viel Zeit hat, wenn du sie reitest?
    Das gepaart mit einem Reiter, der etwas unsicher ist, könnte dazu führen, das dein Pferd hektisch oder schreckhaft ist.

  • Avatar Regenbogenfisch sagt:

    Also ich würde jetzt nicht sagen, dass ich sie überfordere, aber blöd vor sich hinlaufen lasse ich sie auch nicht.
    Wir arbeiten wenn möglich jeden Tag ca. eine Stunde und ich denke schon, dass ich nicht völlig anspruchlos reite.
    Momentan kann es sein, dass sie unterfordert ist, aber das liegt daran, dass ich nichts anderes machen darf außer locker Schritt/Trab longieren.
    Doch diese innere Unruhe trägt sie eigentlich immer in sich, egal ob ich 2 Stunden in der Halle war oder ich sie ’spazieren‘ reite.

  • Avatar dat_julschen sagt:

    Ist auch nur eine Möglichkeit. Das hat auch nix damit zutun, ob du 30 min oder 5 Std reitest. Ein Pferd, das sich auf seinen Reiter konzentriert, hat weniger Zeit sich vor bösen Geistern zu erschrecken.
    Wie gesagt, kann muss nicht. Ist nur eine Möglichkeit.

  • Avatar Aragon sagt:

    Dazu muss man vielleicht noch erläutern, dass das Stütchen so ein leichtes Caspar-Hauser-Syndrom hat, sprich, die stand immer beim Züchter auf demselben Stück herum und kannte schlichtweg nix an neuen Eindrücken. Leider scheint sie solche auch immer noch nicht gut zu verkraften, obwohl sie ja jetzt schon eine Weile in Maßen damit konfrontiert wird.

    Ich würd mich ja mal bei Iwest beraten lassen und das einfach mal ausprobieren. Versuch macht kluch.

  • Avatar Patrizia sagt:

    Hmm hmm….ich merke gerade, einen richtigen Rat geben kann ich nicht. Aber immerhin erzählen, dass meine kleine Stute ganz ähnlich ist. Aragon’s Kaspar-Hauser-Bemerkung rief mir in Erinnerung, dass auch mein Stütchen wohl beim „Züchter“ im Kuhstall aufgewachsen ist. Dort hat sie später auch ihre ersten eigenen Fohlen bekommen, viel raus kam sie scheinbar nicht, genaues weiss ich aber nicht. Das könnte (mit) ein Grund für ihre Nervigkeit sein, muss aber nicht.

    Als ich dieses Pony kennen lernte, hatte ihre Vorbesitzerin schon viel mit ihr gearbeitet. Dennoch bedeutete z. B. galoppieren im Gelände grundsätzlich durchgehen. Wenn ihr in der Halle oder Bahn was nicht passte, Nase hoch und im Stechtrab durch die Gegend rennen. Und das kann sie wirklich Stunden. Für den Reiter sehr anstrengend. Bein ran ging anfangs garnicht.

    Was half, ab wann wurde es besser? Das Mädel ist jetzt 23. Ihre nervigen Momente hat sie immer noch. Das komische daran: Mittlerweile MAG ich das. (seit ich nämlich die Berberin habe, die immer unerschütterlich ruhig ist – und wo ich fast jeden Schritt raustreiben muss…). Mittlerweile genieß ich es einfach, ein Pferdchen zu haben, was dermaßen flott am Bein ist. Und komischerweise ist sie seitdem deutlich ruhiger und netter geworden. Als ob sie mich spiegelt.

    Ganz komisch ist folgendes: Sobald es mal wirklich ernst wird, also auf Kurs geht, in die Klinik, in fremden Innenstädten rumgeritten wird, sobald also wirklich viele gruselige äussere Eindrücke auf dieses Pferd einwirken und man denkt, eigentlich müsste es gleich auf dem nächsten Baum hängen, wird es völlig cool, 100 % verlässlich, fixiert sich ganz auf mich. Man merkt, dass es in ihr brodelt, aber sie reisst sich zusammen wie verrückt. Die Berberin hingegen lässt dann schon mal den einen oder anderen Stressmoment raus und macht dummes, WIRKLICH dummes Zeug.

    Hach….ich liebe diese nervigen Viecher… :rolleyes:

    Also: einfach weitermachen, nicht aufgeben, und lernen das positive an ihrer Art zu finden, ganz ablegen wird sie sie nicht. Und bloß nicht schonen und behüten! Überall hin schleifen – dann kommt das Vertrauen ganz von selber.

    (ach ja…angepasstes Futter, vernünftige viel-draussen-Haltung, Sattel, Schmerzen ausschließen, blablabla….eh klar)

  • GidranX GidranX sagt:

    Sobald es mal wirklich ernst wird, also auf Kurs geht, in die Klinik, in fremden Innenstädten rumgeritten wird, sobald also wirklich viele gruselige äussere Eindrücke auf dieses Pferd einwirken und man denkt, eigentlich müsste es gleich auf dem nächsten Baum hängen, wird es völlig cool, 100 % verlässlich, fixiert sich ganz auf mich.

    Pferde sind Gewohnheitstiere. Veränderungen sind i.d.R. das, was unheimlich ist.
    An fremden Orten können sie erstmal keine Veränderungen feststellen. Am heimischen Stall, in der Halle in der sie täglich sind, die immer gleichen Spazierwege…wird jeder Kieshaufen, jeder Ast, jeder Sonnenfleck der vorher nicht dort war, bemerkt.
    Deshalb sind sie in der Fremde oftmals deutlich gelassener oder zumindest nicht soooo panisch, wie man es sich eigentlich erstmal vorgestellt hat.

    Ich würde es auch mal bei Iwest über´s Futter versuchen.

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Wie wäre es denn mal mit GHP? Erst vom Boden aus und dann auch vom Sattel?

    Bachblüten wären auch eine Möglichkeit.

  • Avatar JAusten sagt:

    Ich schließe mich „GidranX“ an. Pferde sind Gewohnheitstiere und können natürlich auch sehr schreckhaft reagieren. Grundsätzlich macht man aus einem Porsche keinen Opel oder umgekehrt.

  • Avatar Ploco sagt:

    Mir fällt dazu dieser Satz ein „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!“ …. kurz gesagt, daß Pferd muß lernen zu gehorchen, an den Hilfen zu stehen und wenn es das tut sowie merkt, daß nichts „Schlimmes“ passiert vertraut es auch.

  • Wattreiter Wattreiter sagt:

    Steht dein Pferd auf Weide, in einer Herde? Ist die Herde gut zusammengesetzt?
    Wie ist es im Winter? Boxenhaltung oder Offenstall?
    Wie /was wird gefüttert?
    Evtl. deutet das Verhalten auch auf einen Mangel hin, ich würde evtl. eine Blutuntersuchung auf Mineralstoffmangel (Magnesium) hin machen lassen.

  • Avatar Regenbogenfisch sagt:

    @Patrizia: Ja das trifft bei meiner Stute auch alles zu.
    Ich habe auch schon bemerkt, dass sie, wenn ich einfach cool weiter reite und mich überhaupt nicht auf ihre Blödeleien einlasse, schneller wieder bei mir ist. Das funktioniert aber nur in der Halle, im Gelände ignoriert sie meine Veruche sie zurückzuholen, schmeißt sich aufs Gebiss oder rollt sich ein. Das sind alles so Dinge die ich nicht zu unterbinden weiß-gebe ich nach, damit sie von der Hand wegkommt, sprintet sie los. Gebe ich eine Aufwärtsparade, um ihre Nase hochzuholen rollt sie sich noch mehr ein. Und vorwärts laufen tut sie ja sowieso schon..

    Als ich sie gekauft habe wusste ich das es nciht einfach werden würde, jedoch wünscht man sich doch manchmal in Momenten des 100ten Losspastens, ein klein wenig Verstand für sein Pferd.

    @Honeybear: Ich war mit ihr schon auf einem Gelassenheitskurs, das hat in dem Moment auch echt geholfen. Nachdem ich ihr alles gezeigt hatte war das kein Problem und sie lief überall mit durch, ich konnte die gruseligsten Dinge auf sie legen, aber als wir uns dann vom Platz enfernten und die gegenstände da so rumlagen hat sie sich wieder tierisch aufgeregt und wollte nicht mehr hin. Hat sich den ganzen Kurs nicht gelegt. Sobald sie nah dran war und alles auf ihr/ um sie rum lag-kein Problem. Wenn man dann den Dingen den Rücken zugekehrt hat, begann das ganze Prozedere von neuem..

    @Wattreiter: Im Sommer steht sie tagsüber mit 2 anderen Stuten auf einer recht großen Weide, nachts in der Box. Im Winter kommt sie tagsüber wieder mit den gleichen Stutis auf einem Winterpaddock.
    Sie bekommt 2 mal täglich Heu und Müsli.
    Bluttest haben wir schon einige gemacht, sie hatte vor 3-4 Monaten erheblichen Selenmangel, habe aber zu gefüttert. Das Verhalten zeigt sie auch schon immer.

    Liebe Grüße Isabell

  • Avatar Patrizia sagt:

    Ich hab irgendwann aufgehört, auf diesen Firefanz einzugehen, meiner Stute alles zu zeigen, wovor sie meint sich erschrecken zu müssen. Seitdem gehts besser.

    Im Gelände reite ich nur mit Sidepull, da sie sich mit Trense nur unnötig aufspulte. Und, schlimmer noch, meist am recht langen Zügel. Gelände ist bei uns wirklich nur Geschlunze, geb ich offen zu. Aber seitdem ist Ruhe eingekehrt. :nix:

    In der Bahn hab ich auch lange den Fehler gemacht, weil sie ja eh vorwärts geht, das Treiben zu vernachlässigen. Ist aber genau das falsche. Je blöder sie ist, umso mehr Bein kriegt sie – und beruhigt sich daran dann.

  • Avatar Regenbogenfisch sagt:

    Wie du kannst mit Sidepull ausreiten? Also ich habs noch nicht ausprobiert, aber bei einem Pferd, dass des öfteren mal losrennt, habe ich mich noch nicht getraut das Gebiss wegzulassen. Aber nach deinen Ausführungen werde ich das doch mal testen, denn mir kommt es jetzt nicht unbedingt drauf an,dass sie im Gelände super ordentlich dressurmäßig läuf, ich wäre schon froh, wenn ich einfach mal ein gemütliches Ründchen drehen könnte :hurra: ..

  • Avatar Aragon sagt:

    Das Problem ist bei Regenbogenfischs Pferdchen auch, dass die kleine Dame, naaaa sagen wir mal, nicht übermäßig intelligent ist und zu Selbstzerstörungsaktionen neigt. Da ist man dann lieber etwas schwerer bewaffnet im Zweifelsfall 😉

    Da sie im letzten halben Jahr zwei Kreuzverschläge ohne ersichtlichen Grund hatte (wurde regelmäßig bewegt, keine Umstellung, wenig Kraftfutter, genügend aufgewärmt etc), würde ich schon stark in die Richtung „Mangel“ tendieren, wie gesagt mal mit Iwest telefonieren und vielleicht auch mal testweise Magnesium zufüttern.

    Isi, du könntest auch mal Wednesday hier im Forum anmailen, ob KV als Symptom bei Borrelliose vorkommt. Die starke Guckigkeit gibt´s jedenfalls häufig als „Nebenwirkung“ von Borrelliose.

  • Avatar Regenbogenfisch sagt:

    Danke Karo, ich werde morgen bei Iwest anrufen und mich beraten lassen.
    Das mit dem Mangel glaube ich aber weniger, da ich ja wirklich oft den großen Bluttest habe machen lassen und da nur der Selenmangel ersichtlich war, gegen den ich schon vorgegangen bin. Sie zeigt dieses Verhalten auch nicht erst seit gestern, sondern schon seit sie bei mir ist..

  • GidranX GidranX sagt:

    Ich schließe mich „GidranX“ an. Pferde sind Gewohnheitstiere und können natürlich auch sehr schreckhaft reagieren.

    Gestern noch erlebt, als ich mit Trulla grasen ging. Da stand doch an unserer Stelle unverschämter Weise plötzlich ein Werbeplakat für´s Turnier.. :rolleyes: DAS Theater schon wieder.. ICH hatte mir da gar nix bei gedacht. SIE rammt wie aus dem nichts erst alle Viere in den Boden, um dann mit eingezogenem Hintern loszusprinten.. Da ich sie ja mit Kette führe (wohlweislich) kam sie nicht sehr weit. Es war DORT kein grasen möglich. Bei jedem Lufthauch zuckte und sprang sie in Erwartung von diesem doofen Plakat angegriffen zu werden. X( Sie regte sich derart auf, dass sie wie eine Gestörte mit den Vorderhufen auf den Boden stampfte.. :irre: Es gab dann nur wenig Gras, dafür anschliessend eine extra Runde in der Halle an der Longe.. :motz:

    Da sie im letzten halben Jahr zwei Kreuzverschläge ohne ersichtlichen Grund hatte (wurde regelmäßig bewegt, keine Umstellung, wenig Kraftfutter, genügend aufgewärmt etc),

    Ich habe vor kurzem noch zufällig gelesen, dass Pferde durch zuwenig Heu übersäuern und Kreuzverschlag ist doch eine Übersäuerung der Muskeln? Irgendwas brauchen die, was da drin ist.. Ich weiss leider nicht mehr wo ich das gelesen habe. Vielleicht sollte die Heuration deutlich nach oben gesetzt werden?

  • Avatar Patrizia sagt:

    Das Problem ist bei Regenbogenfischs Pferdchen auch, dass die kleine Dame, naaaa sagen wir mal, nicht übermäßig intelligent ist und zu Selbstzerstörungsaktionen neigt. Da ist man dann lieber etwas schwerer bewaffnet im Zweifelsfall 😉

    Ok, das seh ich absolut ein. Das ist bei meiner Kleinen das genaue Gegenteil, die macht zwar Gewese, ist dabei aber klar im Kopf und kann genau abschätzen, ob sie sich das Getue gerade leisten kann. Hüpferei macht sie z. B. nur auf der Wiese, niemals auf Asphalt oder rutschigem Untergrund, und auf Glatteis kann sie sich herrlich zusammenreissen. 😀 Ausserdem ist sie ziemlich ausbalanciert. :blinzel:

    Gebisslose Zäumung im Gelände kann man prima üben, indem man die Trense dazu einschnallt, mit zwei Zügeln reitet und den Trensenzügel halt nur „bei Bedarf“ benützt. Ist vor allem für den eigenen Kopf eine immense Beruhigung 8)

  • Avatar Regenbogenfisch sagt:

    Also an Heu mangelts es wirklich nicht. Sie bekommt Heu satt, meistens bleibt sogar viel übrig 🙂

    Das mit Sidepull und Trense werde ich mal testen 🙂

  • Avatar Aragon sagt:

    Hast du denn jetzt mal mit den Iwest-lern gesprochen?

  • Argentina Argentina sagt:

    Du beschreibst da leider sehr genau das Verhalten meines Pferdes, welches sich in Zeiten zeigt, in denen wir nach einer Verletzung wieder anfangen zu reiten oder in zeiten wo sie noch unentdeckte Blockaden hat. Es dauert dann noch ca. 1-2 Monate (mit konstantem Reiten/Training) dann verschwindet das Verhalten wieder. Meine Stute ist viel herumgekommen und hat was Aussenreize betrifft eigentlich ein starkes Nervenkostüm. Sie kann sich zwar schnell ereifern und über Nichtigkeiten aufregen (wehe ein Vögelchen piept oder eine Bank ist plötzlich blau und nicht mehr rot)…dafür im Trubel unerschütterlich.

    Sie fängt wie gesagt in o.g. Phasen mit genau den von Dir beschriebenen Verhaltensweisen an. Ein Sandkorn schlägt gegen die Hallenbande oder ein Pferd läuft draussen vorbei und sie ist weg. Ständig hebelt sie sich raus oder legt sich aufs Gebiss…zischt los etc. Ich habe das Gefühl ihr fehlt in diesen Zeiten die Muskelkraft und die Balance. D.h. die Muskeln sind noch nicht wieder voll belastbar und geschmeidig und sie hat noch hier und da kleine Blockaden. Das Fluchttier Pferd gleicht körperliche Defizite oft mit Nervosität und extremer Fluchtbereitschaft aus, zumindest ist es bei meinem Pferd so. Ich konnte oft nervöse Anwandlungen und Schreckhaftigkeit mit Blockaden in Verbindnung setzen. Von Losgelassenheit kann da keine Rede sein und drüber wegreiten geht dann auch nur ganz schlecht und überfordert mich auch oft.

    Du hast ein junges Pferd, welches anscheinend auch Probleme mit dem Stoffwechsel in der Muskulatur hat (Kreuzverschläge), d.h. da ist auf alle Fälle schonmal ein defizit vorhanden. Den Tip von Aragon finde ich daher gut und kann Dir da Magnolythe empfehlen oder auch Magnoturbo. Meine wird nach bereits einerWoche erheblich ruhiger und muskelt relativ schnell auf, Lösungsphasen werden kürzer und sie wirkt selbstbewusster. das verhalten verschwindet dann auch irgendwann und sie ruht wieder mehr in sich.

    Eventuell hilft das Iwest Zusatzfutter Deiner Stute ihr körperlichen Defizite schneller zu überwinden und dann fühlt sie sich insgesamt wohler und wird ruhiger.
    Bei meiner ist das jedenfalls so. Du glaubst nicht welche großer Unterscheid das sein kann. Von der nervösen Furie zur coolen Socke mit Hängelippe und das innerhalb von ein paar Wochen. Lass den Kopf nicht hängen. Das wird bestimmt noch um Einiges besser…vielleicht geht es nicht ganz weg aber besser sollte es auf alle Fälle werden. Das ist ja kein Dauerzustand und verdirbt Pferd und Reiter jede Freude am Miteinander. Ich kann Dich da sehr gut verstehen :friend: .

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