Moin aus England

By Beza | andere Länder

Hallo allerseits,

nachdem ich schon so einiges hier im Pforg gelesen habe (und auch vorher schonmal angemeldet war), hier nun etwas über mich.

Kennengelernt habe ich das Pforg durch Frotti, ich hatte ihren Wessel ca ein Jahr als RB. Auf dem Ostsee Workshop 2008 habe ich auch einige Pforgler kennengelernt, und fand den Workshop insgesamt super toll.

Seitdem hat sich der Friesenvirus bei mir festgesetzt, und wenn ich dann endlich mal zum eigenen Pferd komme, wird das mit größter Wahrscheinlichkeit ein Friese sein 🙂 Anfang letzten Jahres hatte ich da schon einmal einen Anlauf gestartet, dann kamen aber private Probleme dazwischen so dass das Projekt “Eigenes Pferd” erstmal wieder auf Eis lag. Jetzt taut es gerade wieder, wenn auch noch langsam.

In Bezug auf Reitweise hat es mir die Klassische Dressur angetan, sprich ich bin über die Jahre mehr und mehr drauf gekommen dass die generelle FN Reitweise mit permanentem Treiben und Vorn dagegenhalten nicht mein Ding ist. Das soll nun nicht heissen dass alle FN Leute so reiten, aber alle FN Reitlehrer die ich im Laufe der Jahre hatte haben das unterrichtet. Wohl auch ein Grund dafür dass ich immer mal wieder Pausen eingelegt habe, ich habe lange gebraucht bis ich wirklich wusste was genau am Reiten mich eigentlich so fasziniert dass ich auch nach einer 10 Jährigen Pause wieder eingestiegen bin.

Was mir sozusagen “den Kick” gibt ist das Gefühl auf einem Pferd zu sitzen das ganz “bei mir” ist, und selbst in der Lage zu sein mit möglichst feinen Hilfen auf das Pferd einzugehen. Ich bin nie an Turnieren interessiert gewesen, für mich geht es einfach um den Spass am Reiten selbst. Dazu gehört auch dass ich lerne zu verstehen was das Pferd mir sagt, sprich wenn etwas nicht klappt ob es mein Fehler war oder ob das Pferd nicht in der Lage ist die Hilfen umzusetzen, und warum nicht. das war einer der Hauptgründe warum die gängige FN Reiterei mir nie wirklich Spass gemacht hat – es hat nie jemand hinterfragt wie es dem Pferd gerad dabei geht, es hiess immer nur: Mach dies, mach das. Keinerlei Erklärungen zu den Hintergründen.

Seit Ende 2009 lebe ich nun in England, und musste bisher feststellen dass es hier noch schwieriger ist als schon in Deutschland gute Reitlehrer zu finden, bzw. entsprechende Pferde. Mit einer Ausnahme zum Glück, ich habe einen supertollen Stall in Wales entdeckt wo vorwiegend Lusitanos gezüchtet werden und wo man sehr guten Unterricht auf weit überdurchschnittlich ausgebildeten Pferden bekommt. Leider kann ich da nur hin- und wieder mal für ein Wochenende hin, da nicht gerade um die Ecke und auch nicht billig.

So, der Roman ist erstmal lang genug geworden – falls noch jemand etwas wissen möchte, fragt halt 🙂

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