Halb D – halb Ö

By Snini | andere Länder

Hallo Zusammen,

vor gut 1 1/2 Jahren hat es mich von Karlsruhe nach Wien verschlagen.
Mein Dad ist gebürtiger Österreicher, meine Ma und ich stammen aus Karlsruhe. Schon zum Studium hätte es klappen sollen, aber die EU-Regelung machte mir damals einen Strich durch die Rechnung.
Studium also doch in Heidelberg und auch der erste Job war noch in der alten Heimat.

Aufs Pferd hat mich meine Großcousine gebracht. Nichtmal laufen konnte ich damals…Sie ist nach wie vor Chefbereiterin auf einem großen Haflingerzuchtgestüt mit angehängtem Ferienbetrieb oberhalb von Hamburg.
Mit 7 habe ich in Karlsruhe mit dem Reiten angefangen. Dort allerdings den richtigen Schulbetrieb zu finden ist gar nicht so einfach. Also kamen einige Wechsel und viele Unterbrechungen. Nur die Sommerferien bei Ute waren immer eingeplant.
Halla hieß mein erstes Shettie dort. Eine Scheckstute, damals schon 18 und sehr geduldig. Trixi hieß jahrelang mein Lieblingspony bis ich leider zu groß wurde. Der Umstieg auf einen Hafi war gekommen. Hofdame und Nelke folgten wieder über Jahre. Dank Großcousinchen hatte ich zwar bevorzugte Pferdewahl allerdings auch jede Menge zusätzliche Stallarbeit in meinen Ferien. Auch die ersten Turniere kamen zu dieser Zeit.
Kurz nach dem Abi habe ich meine erste Reitbeteiligung übernommen. Er hieß Maestro und war 16. Ein ehemaliger Galopper, der bis dato fast nur ins Gelände ging. Leider wurde er im Jahr drauf verkauft und ich suchte in Heidelberg eine neue RB. Gefunden habe ich Alex (Besitzerin) und Winny. Wer hätts gedacht eine Hafistute. Wegen eines Exzems wurde sie knapp ein Jahr darauf verkauft. Noch zu meiner Studienzeit und wieder in Karlsruhe habe ich Azur nur durch Zufall gefunden. Eigentlich wollte ich mir an diesem Tag eine andere RB anschauen, aber da stand ER in der Box. Die Besitzerin der RB, die ich mir angeschaut hatte, erzählte mir was für ein armes Pferd er sei: Scheidungspferd, seit 4 Jahren in der Box, Tochter der Besitzerin kam alle heilige Zeit mal und wunderte sich, warum sie kopfüber absteigt. Vormals war er ein Spitzenpferd: Freiberger mit Trakehner, Marathon vor der Kutsche gelaufen und bis M ausgebildet. Ich wendete mich an die Exfrau vom Besitzer, die noch auf dem Hof lebte und so wurde er meine neue Reitbeteiligung. Viel Arbeit haben wir investiert: 12 Wochen spazierengehen, laufenlassen, longieren, dann langsam mit dem Reiten angefangen und er liebte es. Er war mein Alles…nach 1 1/2 Jahren hat er sich nachts in der Box festgelegen und beim Versuch wieder und wieder aufzustehen hat er sich im Rücken verletzt…es war zu spät…aber ich war in den letzten Minuten bei ihm. ;(
1/2 Jahr hat es gebraucht bis die Heulerei aufhörte und es war klar: ohne Pferd gehts nicht. Im Internet geschaut und Caro mit Leo gefunden. Leo war Westfale, groß, kräftig und mit einem guten Vorwärtsdrang. Charakterlich hat er sich nur wenig an Menschen gebunden…ein echter Macho eben. Schmuseeinheiten hat er nur selten wirklich gern über sich ergehen lassen. Reiterlich war es aber wohl die beste Zeit. Angie hieß unsere gemeinsame Trainerin und sie fehlt mir heute noch so sehr, dass ich wenn ich in Karlsruhe bin, auf Biegen und Brechen versuche bei ihr zu reiten. Sie ist eine Neiendorff-Schülerin, die wahnsinnig gut erklären kann und permanent mit dir spricht. Heute noch sitzt sie beim reiten in meinem Kopf als Endlosschleife…ein echter Volltreffer.
Der Umzug nach Wien kam…Ungefährer Ablauf: Wohung suchen, Papierkram erledigen, Pferd suchen 😀
Gefunden hab ich Caligula, einen tollen 1,60 großen WB Wallach, einfach zu reiten und super im Umgang. Leider wurden die Besitzerin und ich nie wirklich warm miteinander…es passte einfach nicht.
Über Helene fand ich Esprit: WB Wallach, einfach zu reiten aber stinkfaul. Die Besitzerin kam wohl nicht mehr ganz mit ihm zurecht, Helene war damals ihre Trainerin. Nach viel hin und her wurde er verkauft und ich übernahm Helenes Stütchen Triada…hitziges Mamakind ist tatsächlich der treffende Begriff, den alle immer mit ihr verbinden. Viele hatten Angst sie zu reiten, aber für mich war sie wie jedes andere Pferd eine Herausforderung. Mittlerweile schlagen wir uns ziemlich gut…zumindest an ihren ruhigen Tagen, die Gott sei Dank immer mehr werden. Sie ist mein Püppchen, meine Tussi und mein Baby…auch wenn ich oft genug im Sattel fluche…bereut hab ich sie noch keinen Tag. Am Boden funktionieren wir prima und im Sattel haben wir uns die letzten Monate auch stark verbessert.

So viel zu meiner Lebensgeschichte :hech:

Achja: HALLO ZUSAMMEN!

LG Snini :attack:

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