Unterschiede bei Gebissen

By Helios | Ausrüstung

Ich habe mir bislang nicht soviel über Gebisse den Kopf zerbrochen, Helios mochte das einfach gebrochene, gebogene Olivenkopfgebiß ganz gerne und mit dem Snaffle Bit (einfach gebrochen) kommt er auch gut klar. Allerdings hat er in den letzten Wochen den Spleen gezeigt, daß er sich auf den Biß legt, wenn ihm was nicht passt.

D.h. ich muß nun nach einem Gebiß für die Arbeit suchen, weiß aber

nicht was. Wo ist der Unterschied zwischen scharfen und weniger scharfen Gebissen? Ich rede jetzt auch nicht von der Kandare, rein vom Wasser- oder Olivenkopfgebiss, es kommt wohl auch auf das Material und die Stärke an. Und wie oft gebrochen, etc. Meines Wissens nach wird doppelt gebrochen für die Ausbildung benutzt, soweit komm ich noch, aber dann?

Kann mir bitte da jemand mal die Unterschiede und Zusammenhänge erklären? Danke! 😉

Viele Grüße Uschi

  • Avatar Chaplin sagt:

    Warum solllte es am Gebiß liegen, wenn er sich auf selbiges legt? :huh:

  • Helios Helios sagt:

    Rebecca, daß liegt nicht am Gebiß, ich weiß. Meine Frage war, worin liegt die unterschiedliche Schärfe bei Gebissen?

  • Avatar Chaplin sagt:

    Das Gebiß ist immer nur so scharf, wie die Reiterhand…

    Ich würde sagen, daß es auch immer auf’s Pferd ankommt, welche Gebisse bevorzugt werden können/sollen. Wenn er mit dem alten Gebiss immer zufrieden gelaufen ist und sich nun die von dir genannte Problematik einstellt, würde ich diese Problematik beheben und nicht in erster Linie das Gebiss. :ja:

  • Helios Helios sagt:

    Er legt sich gern auf den Biß, wenn er arbeiten soll :motz: Beim Rumdümpeln im Gelände macht er das nicht :doh:

  • Avatar Chaplin sagt:

    Dann soltest Du versuchen, ihn in der Arbeit davon wegzubekommen. Tips kann ich Dir hierzu nicht so gut geben (ich kenne diese Problematik nicht gut), das können versiertere Leute hier im Forum besser als ich 😉

  • Avatar Feliz sagt:

    Wenn ich mich hier einmischen darf: ich fand die Eingangsfrage interessant: also wo ist er Unterschied zwischen scharfen und weniger scharfen Gebissen, Material, Form… Mit geht´s auch so, dass ich immer höre, probier´s doch mal hiermit oder damit etc. Meine RB reite ich auch mit einem einfach gebrochenen, gebogenen Olivenkopfgebiss – aber eher, weil ich das natürlich vom Besitzer erstmal so übernehme.
    Vielleicht kann dazu nochmal jemand was schreiben, der sich da auskennt?
    Danke!

  • Helios Helios sagt:

    Danke Feliz, DAS war eigentlich die Frage, was macht ein Gebiß scharf order weniger scharf?

  • Avatar Caterchen sagt:

    Grundsätzlich kenne ich da einige Kriterien, die ANGEBLICH die Schärfe eines Gebisses beeinflussen.
    Dass man das nicht so stehen lassen kann, ist mir natürlich klar, kommt es auch immer auf die Hand und auf die Maulform an.
    Aber die mir bekannten Kriterien sind:

    -Durchmesser (je dünner, desto punktierter kommt der Druck, dementsprechend stärker ist die Kraftübertragung auf den Punkt)

    – Stange /einfach – zweifach gebrochen (die Stange wirkt meines Wissens vermehrt auf die Zunge, bei einseitigem Zug verkantet sie sich
    Leicht im Maul und drückt auf der einen Seite gegen die Lade, auf der anderen gegen den Gaumen; bei einfach gebrochenem Gebiss drückt das Gelenk bei beidseitigem Zug und schmalem Maul zusätzlich gegen den Gaumen, das doppelt gebrochene Gebiss dagegen wirkt auf die Laden und auf die Zunge bei beidseitigem Zug)

    – Form des Gebisses (es gibt Gebisse, die sind leicht zur Mitte hin abgerundet und geben somit mehr Zungenfreiheit, andere dagegen wirken bewusst durch gerade Stangen oder gar Verdickungen in der Mitte auf die Zunge)

    – Anzüge (klar, je nach Länge und Form der Anzüge wirkt das Gebiss zusätzlich auf die Zunge nach unten und oben direkt aufs Genick)

    – Material (ich bezweifle, dass zB Plastikgebisse viel weicher sind als Metallgebisse selber Art, aber ein weiches Ledergebiss wirkt sicherlich weniger scharf wie eine Fahrradkette)

    Was es sonst noch für Unterarten und Absonderlichkeiten bei Gebissen gibt, weiß ich ehrlich gesagt nicht…

  • Avatar Strick sagt:

    Ich glaube die Frage lässt sich pauschal nicht beantworten, denn ob ein Gebiss scharf oder nicht scharf wirkt, liegt zu nächst an der Einwirkung der Reiterhand. Dann aber als nächsten an der Anatomie des Pferdemaules. Die dürfte so individuell sein, wie die Pferde selber. Früher pauschalisierte man, je dicker desto weicher. Dank einer Studie ist man darüber mittlerweile hinweg. Für mich persönlich ist alles was eine Hebelwirkung erzielt zu nächst eher scharf und überträgt Kräfte, die ich persönlich nicht abschätzen kann, darum lasse ich davon Grundsätzlich die Finger. Um eine Dressurkandare kommt man ja nun leider nicht herum, wenn man Turniersportlich ab L unterwegs ist. Auch alle Gebisse die eine große Zungenfreiheit haben empfinde ich als scharf, weil sie die Zunge quetschen können. Es ist ewiglich her, das ich es las und kann mich nicht mehr so wirklich erinnern, aber ich glaube das buch Zügelführung mit Gefühl von Gerhard Kapitzke http://www.amazon.de/Z%C3%BCgelf%C3%BChrung-Gef%C3%BChl-Z%C3%A4umung-Z%C3%BCgelhaltung-Hilfen/dp/3405162246/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1234441990&sr=8-1 bietet eine tolle Übersicht aller gängigen Gebisse und deren primärer Wirkung. :denk: :nix: Außerdem hat Sprenger ein Buch raus gebracht. Ich war bei Horze versucht es zu kaufen…. http://www.sprenger.de/hs/abt_reit/neuheiten/49900deu.htm

  • Avatar elpaso sagt:

    @Strick
    was kostet es denn?

  • Avatar Strick sagt:

    @Strick
    was kostet es denn?

    Das Sprenger?
    Ich glaube das war gar nicht so teuer irgendwas um 9 Euronen :denk:

  • Avatar FriesenRottiPRE sagt:

    4,99 wenn ich es richtig in Erinnerung habe – gabs bei Horze…
    Dachte erst es sei nur ein gut bezahlter Kalatlog…dumm das ich es nicht mitgenommen habe :doh:

  • Avatar Cubano9 sagt:

    [quote=’Strick‘,index.php?page=Thread&postID=336715#post336715Früher pauschalisierte man, je dicker desto weicher. Dank einer Studie ist man darüber mittlerweile hinweg.

    Moins,
    ja, wobei der Umkehrschluss eben auch nicht generell stimmt: Dünne Gebisse für kleine Mäuler mit kurzen Maulspalten kann auch völlig daneben sein, wie mir mein Youngster ja bewiesen hat. In diesem Zusammenhang fand ich es sehr interessant, was Maurits hier neulich mal gepostet hat über den Zusammenhang zwischen breiten und schmalen Laden und die Wahl des Gebisses.
    Ansonsten fällt mir noch ein, dass doppelt gebrochene Gebisse mehr auf die Zunge und weniger auf die Laden wirken sollen.

    LG
    Andrea

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