Unreitbar? Überempfindlichkeit? Neurologische Störung? Headshaker?

By Memento | Allgemein, sonstiges

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Wir haben einen akuten Problemfall im Stall. EIn ultra schicker Hannoveraner Wallach, 7 jährig. Tolle Bewegungen, viel Potential.

Historie:

3 jährig in Profiberitt. 4,5 jährig L-fertig. Dann Abbruch wg. akutem Kopfschlagen. Zurück zum Züchter (immernoch Eigentümer) und erstmal auf die Weide.

Mit 6 Jahren Wechsel in einen anderen Stall, Wiederaufnahme des Tranings, Kopfschlagen weiter vorhanden. Verschiedene Gebisse werden probiert, auch gebissloses Reiten, Nasennetz, Fliegenohren, Magnesium, Baldrinan, Zahnärztin (immer begleitend), TA (immer begleitend), homöophatische Mittel, (Apes Melifica). Nichts hilft.

Pferd an sich ist motiviert, brav und arbeitswillig. Man spürt, er will! Es ist keine Widersetzlichkeit! Das Shaken ist aber so schlimm, dass Reiten und auch Longieren teils unmöglich bzw. gefährlich ist. Das Shaken wirkt wie Zuckungen, unkontrolliert. Wie Stromschläge.

Zudem weist er eine hohe Empfindlichkeit auf bei kaltem Wasser und Hafer, scheuert sich dann ausgiebig die Oberlippe.

Heute wieder Begutachtung vom Tierarzt. Nun hat er ein schmerzminderndes Mittel bekommen um zu schauen, ob die Symtome schwächer werden. Wenn ja, was dann? Dauerhafte Medikamentation nur um reitbar zu bleiben? Der Platz als Frührentner wäre ihm auf dem Hof gesichert….es ist nur so schade um diese Tier und insgesamt alles sehr…seltsam.

Ideen? Vergleichbare Fälle?

Danke!!!!

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Echte Head-Shaker sind immer seltsam…das Gebiet ist nicht erforscht ! Man ist ratlos :nix:

  • Avatar Memento sagt:

    🙁 Der TA hat bisher noch nicht die Diagnose Headshaking gestellt. Kam mir nur am vergleichbarsten vor…

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Was sollte es denn Deiner Meinung nach sein, wenn nicht ein echter Head-Shaker???

    Es wurde ja begleitend alles andere ausgeschlossen 8|

  • Avatar Memento sagt:

    Nunja, nicht alles. Das ist ja meine Frage – vielleicht gibt es ähnliche Fälle, bei denen man weiter ist? Derzeit wird eben eine neurologische Störung vermutet, die nun weiter zu untersuchen wäre. Ein Impuls, der Schmerz auslöst (deshalb die Schmerzmittel als Versuch) und das Kopfschlagen verursacht.

  • Avatar Memento sagt:

    Oder es gibt Fälle wie Headshaker – so er denn einer ist – wieder reitbar wurden? Tipps, Tricks? Derzeit ist alles willkommen…

  • wurm wurm sagt:

    Meiner hat letztes jahr damit angefangen. Er war schon immer Fliegenempfindlich und schüttelte viel. Letztes Jahr ging gar nichts mehr, er frass kaum noch auf der Weide, steckte seinen Kopf immer in den Schweif der Stute , wurde extrem huschig usw.
    Der TA hat auch Schmerzmittel gegeben und es wurde erst mal besser, kurzzeitig.

    Über den Winter ging es, nun fängt es wieder an. Er trägt Fliegenmasken mit Nasenschutz und ich behandele ihn seit gut zwei Wochen mit Alleosal. Ich muss sagen, es hilft. Ist aber wohl bei jedem Pferd anders, in solchen Fällen hilft echt nur probieren, wenn Zähne usw ausgeschlossen sind.
    Wir haben auch noch mal die Weiden umgezäunt ( haben wir ja erst letztes Jahr neu gemacht ;( )Sie haben jetzt von allen Weiden Zugang zum Paddock. Vorher habe ich sie drauf gebracht und abends wieder runtergeholt, aber da ist wenig Schatten nun merkt mann, dass sie Mittags immer von alleine hochkommen und sich in den Schatten stellen.
    Ich werde jetzt noch Fliegenfallen für draussen bestellen und dann mal sehen.

  • Avatar Monty sagt:

    Das Shaken ist aber so schlimm, dass Reiten und auch Longieren teils unmöglich bzw. gefährlich ist.

    Was mich einfach interessieren würde. Shakt er nur beim reiten und longieren oder auch in der Box und auf der Weide?

  • Avatar Lescue sagt:

    Wieviel Diagnostik ist denn gelaufen? HWS geröntgt?
    Ein Pferd mit ähnlichen Symptomen hatte ein chronisch entzündetes und schon durchkalzifiziertes Nackenband am oberen Ansatz – das Shaken war also Schmerzsymptom. Das kam von jahrelanger absoluter Aufrichtung durch schlechte Barockreiterei an blanker Kandare. Ging zum Schlachter da keine Heilungschance 🙁

  • niphiem niphiem sagt:

    Mein Wallach fing vor ein paar Jahren an mit Headshaking, Ursache war eine Allergie auf Hühnermilben oder Gefiederstaub. Auf dem Hof war ein großer Geflügelbetrieb dabei. Nach dem Umzug war alles wieder gut. Er stand auch in der Box und shakte extrem, fraß nicht und war apathisch.

  • GidranX GidranX sagt:

    War denn auf der Weide alles weg?? Und erst mit Aufnahme des Trainings fing die Schüttelei wieder an? Dann ist es sicher kein HS.

  • Avatar Corradee sagt:

    Wird das Pferd regelmäßig gegen Herpes geimpft? Es gibt ja die Theorie, wonach Borna positive Pferde nach Herpesimpfungen anfangen zu shaken. Ich habe bei meinem Pferd beobachtet, dass es immer nach der Herpes Impfung mit Headshaking anfing; auf Anraten meines TA mache ich es nicht mehr, das Shaken verschwand wieder. Bin kein Impfgegner, aber bei gewissen Erkrankungen muss man da wohl gut abwägen was Sinn macht und ggf. darauf (leider!) verzichten.
    Andere Theorie, Beobachtung: ELektrische Störfelder. Kenne Pferde, die an Ställen, in denen starke Stromquellen (Hochstrommasten am Stall, Umspannwerke) in der Nähe waren zum Headshaker wurden, bei einem Pferd wurde das in der Uniklink als auslösender Faktor „diagnostiziert“, seit das Pferd an einem strahlungsarmen Stall steht, ist das Shaken fast wieder ganz weg.
    Würde mir einen wirklich guten Homöopathen suchen, der sich „die Sache“ mal ganzheitlich betrachtet; für so schwere Fälle braucht es aber jemanden, der wirklich sehr viel Erfahrung hat und auch Besitzer, die da mitmachen.
    LG
    P.S.: Homöopathie natürlich erst, wenn röntgenologisch, schulmedizinisch alle notwendigen Befunde erhoben wurden.

  • Avatar Greta sagt:

    Kurz mal reinhuscht, da ich einen ähnlichen Fall im Umfeld hatte:

    Fistel an der Ohrspeicheldrüse? Das Symptom blieb bei dem betroffenen Pferd leider auch nach (zu später Diagnose) und Behandlung, da die Erinnerung an den erwarteten Schmerz das Kopfschlagen reflexartig auslöste. Ob das im Laufe der Zeit besser wurde, weiss ich leider nicht, da das Pferd den Stall verliess.

    Und wieder weg…

  • Avatar Tibatong sagt:

    Wenn das Shaken nur beim reiten auftritt –> Klinik und die komplette Diagnostik inkl. MRT von Kopf/Hals…

    Wenn er immer shakt, kann man ihn als Reitpferd sicher mehr oder weniger vergessen. Neben den bekannten und tw. behandelbaren Auslösern wie Allergien, Zahnprobleme etc. wird eine Trigeminus-Neuralgie als Auslöser bei den therapieresistenten Shakern diskutiert (in Hannover läuft da wohl eine Langzeitstudie). Bei diesen Pferden juckt/schmerzt der Kopf und sie versuchen ständig, sich Augen und Nüstern zu scheuern.

    Trigeminus Shaker sind stark lichtempfindlich und shaken tw. unkontrollliert. Wir haben hier eine WB-Stute mit dieser Diagnose, für die jetzt die schlimmste Zeit des Jahres wieder anfängt. Sie ist dann nicht reitbar und auch die Lebensqualität ist stark reduziert. Die Nasenhaut bei diesem Pferd ist durch das ständige Scheuern bereits völlig ledrig.

    Im übrigen musste der Besitzer leider erfahren, dass bei dieser Stute das ganze sogar erblich ist. Ihr jetzt 5j. Fohlen – ursprünglich als Nachwuchspferd nach Verrentung der Stute gedacht – shakt ebenfalls ;(

  • Avatar Memento sagt:

    Danke für eure Beiträge :hug:

    Auf dem Paddock/Weide und in der Box ist er unauffällig! Das Shaken tritt erst auf, wenn es an die Arbeit geht. Ja, den Drang zu Scheuern hat er auch. Die Bereiterin hatte es zuletzt so gelöst, ihm immer „Scheuerpausen“ zu lassen, in denen er darf (er versuchte das sonst vorher während des Laufens).

    Die einzige Auffälligkeit außerhalb des Trainings ist eben das kalte Wasser, wonach er – wenn er es süberhaupt trinkt (musste im Winter teils angewärmt werden) – sich die Oberlippe massiv scheuert, genauso bei Hafer. Müsli ist etwas besser (nicht so pieksig?).

    Geröngt wurde noch nix, denke das könnte ein nächster Schritt sein, wenn die Schmerzmittel heute Wirkung zeigen und die Symtome deutlich geringer sind.

    Der Hübsche tut mir so leid :seufz: Ein so motiviertes, feines Pferdchen…

  • Avatar kuwi sagt:

    Trigeminus-Neuralgie war auch die Diagnose bei einem Ex-Miteinsteller.

    Derr Rappe war im täglichen Umgang absolut unauffällig, nur sobald er geritten wurde, fing er an wie „spastisch“ mit dem Kopf zu zucken bzw diesen zu schütteln. Das ging so weit daß er sich beim Reiten immer wieder mal auf die Nase legte und sich der Besitzer nicht mehr zu reiten traute.
    Über Jahre wurde dann konsequent alles mögliche versucht, diagnostiziert, therapiert usw – aber wirklich genutzt hat nicht viel.

    Die behandelnde Klinik erklärte die Symptome letztlich so, daß der Rappe chronisch entzündete Nervenbahnen im Kopfbereich hat, die beim Reiten sporadisch gereizt werden und dem Pferd Schmerzen zufügen, vergleichbar mit Nadelstichen im betroffenen Bereich. Und vor allem bei der Kopfhaltung wenn er am Zügel geritten wird trat das am häufigsten auf, vermutlich durch die Spannung bzw Kompression der Muskulatur im Nacken/Ganaschenbereich?

    Der Besitzer hat daraufhin seine Reitweise total umgestellt, macht vornehmlich Boden(frei)arbeit und reitet das Pferd – wenn überhaupt – nur mehr mit Halsriemen und ohne jegliches Sattelzeugs, das irgendwie zwicken kann. Seither läuft das Pferd zwar nicht mehr so „wunderschön“ wie zuvor, aber es ist immerhin gefahrlos wieder reitbar und der Besitzer ist ebenfalls glücklich mit dieser minimalistischen Lösung ….

  • Avatar Memento sagt:

    Küwi, exakt das war die Vermutung unseres Tierarztes. Ich hatte das Wort vergessen. Er nannte auch das shaken nicht shaken, sondern „triggern“ :denk:

    Übrigens, Fliegen haben wir kaum, da immer leichter Wind. Außerdem zeigte er im Winter dieselben Symtome.

  • Avatar Memento sagt:

    Schmerzmedikation hat nix gebracht. Longieren wurde nach 2 min abgebrochen. Nicht gut :seufz:

  • Avatar Tibatong sagt:

    Wenn das NUR beim Reiten auftritt und er sonst unauffällig ist, würde ich wirklich in ein Röntgen/MRT und in eine umfangreiche Diagnostik investieren… Es gibt viele mögliche Probleme im Hals/Kopfbereich, die nur dann akut werden, wenn das Pferd in Beizäumung geritten wird – siehe z.B.Monty’s Stute.

    Die beiden Hardcore-Shaker bei uns shaken bei diesen Wetterbedingungen (hell, warm, Fliegen, Pollen) mehr oder weniger durchgehend, auch auf der Weide und in der Box…. :seufz:

  • Avatar Wumba sagt:

    Lichtreduzierende UV-Maske schon mal probiert?

  • Avatar Pelle sagt:

    Auch wenn er z.T. kontrovers diskutiert wird: http://www.torp.de/dialog/headshaker-syndrom/info-studie/ Fragen kostet ja nix! 😉

  • GidranX GidranX sagt:

    Lichtreduzierende UV-Maske schon mal probiert?

    aber UV-Strahlung ist ja nun auch in der Box, oder auf der Weide vorhanden und nicht nur beim Reiten..

  • Avatar Gentlewoman sagt:

    Wir hatten einen Warmblutwallach im Stall, der auch, wenn ich mich richtig erinnere, nur beim Reiten und Longieren massiv mit dem Kopf schlug (aber eben nicht auf der Koppel etc). Der wurde durch die diagnostische Mühle gedreht mit Verdacht auf Allergien, Schädigung der Nackenbandes etc. Zum schluß stellte sich ein starker Pilzbefall im Luftsack heraus (hab den Fachausdruck nicht mehr im Kopf, irgendwas mit Myopatie… ?( . Die Behandlung ist extrem schwierig, eine OP hochriskant da die befallenen Gefäße verödet werden müssen an eine ganz kritischen Stelle. Das Pferd wurde in Hochmoor behandelt und in Belgien operiert, jetzt nach einem Jahr scheint das schlimmste überwunden.

    Ich drücke die Daumen, dass ihr eine gut therapierbare Ursache findet!

  • GidranX GidranX sagt:

    Du meinst die Luftsackmykose? Wird durch Schimmelpilze hervorgerufen.
    Das Sekret in Luftsack sollte immer abfliessen können, damit sich eben nix festsetzen kann. Tut es aber nur, wenn eine natürliche Fresshaltung möglich ist. Erst dann öffnet sich überhaupt dieser Luftsack. Deswegen halte ich persönlich auch nicht sooooviel von Heuraufen oder Netzen. Wenn meine an der Heuraufe steht, dann nicht mit Nase vorwärts/abwärts, sondern sie verkantet stets und ewig ihren Kopf dabei. Hab ich nicht so gerne als Dauerfresshaltung.

  • Avatar Gentlewoman sagt:

    Hab gerade nochmal nachgeschaut- war „Luftsack-Mykose“ (nicht Myopathie) :whistling: :

    „Nicht selten tritt im Bereich der Atemwege eine Luftsackmykose auf. Die Luftsäcke sind beidseitig der Ganasche gelegene Ausbuchtungen des Nasenraums. Wird deren empfindliche Schleimhaut von speziellen Pilzen besiedelt, treten Schluckbeschwerden auf. Das Pilzwachstum zerstört fortwährend Körpergewebe im Bereich der Luftsäcke. Werden dabei Nerven beschädigt, so können Lähmungserscheinungen im Kopfbereich auftreten. Die Luftsäcke und deren Umgebung werden außerdem von relativ großen Blutgefäßen durchzogen, die ebenfalls geschädigt werden können. An Luftsackmykose erkrankte Pferde husten nicht.“

    Warum das zum Headsheaking geführt hat, war nicht klar….

    LG

  • Avatar St. Lucia sagt:

    Ich würde auch mal versuchen, Cortison zu geben…

    Zudem gibt es noch ein Medikament (dessen Namen ich ständig vergesse) welches bei Menschen mit Epilepsie verwendet wird. Das soll auch helfen….

    Ich kenne einige Headshaker, die im Alter damit aufgehört haben. Das waren allerdings alles Shaker die aufgrund einer Allergie geshakt haben (das Headshaking kann ja durch verschiedene Faktoren hervorgerufen werden. z.B. Allergien, Schmerzen, Pilz…). Daher vermute ich, dass die sich im Laufe der Jahre selber desensibilisiert haben.

  • Avatar Wumba sagt:

    Lichtreduzierende UV-Maske schon mal probiert?

    aber UV-Strahlung ist ja nun auch in der Box, oder auf der Weide vorhanden und nicht nur beim Reiten..

    Es ist durchaus nicht unüblich, das sich das Shaken erst unter Belastung (also in Arbeitssituationen) einstellt bzw. verschlimmert. :nix:

  • Avatar maurits sagt:

    Zudem gibt es noch ein Medikament (dessen Namen ich ständig vergesse) welches bei Menschen mit Epilepsie verwendet wird. Das soll auch helfen….

    Tegretal, Carbamazepin?

  • Avatar jaara2008 sagt:

    Die Stute meiner Freundin beginnt im Frühjahr mit dem ersten Sonnenstrahl zu shaken, sowohl auf der Weide als auch beim Reiten. Es hält sich allerdings in Grenzen, so daß Reiten weiterhin möglich ist. Allerdings ist es bei ihr auch so, daß sie vor lauter Shakerei manchmal sogar fällt – wie wenn ihr vorne die Beine wegknicken. Das ist dann langsam nicht mehr so ganz lustig… 🙁

  • Avatar St. Lucia sagt:

    Zudem gibt es noch ein Medikament (dessen Namen ich ständig vergesse) welches bei Menschen mit Epilepsie verwendet wird. Das soll auch helfen….

    Tegretal, Carbamazepin?

    Yup, es war Carbamazepin. Mein TA hat sich damals extra wegen mir viele Infos wegen des Headshakings eingeholt. Schon damals war klar (auch wenn viele TA jetzt so tun, als wenn es eine ganz neue Erkenntnis wäre) dass das Headshaking in den meisten Fällen vom Trigeminal Nerv ausgeht. Aber das Medikament ist sehr teuer, hat viele Nebenwirkungen und es musste auch relativ zeitgleich nach der Einnahme geritten werden…

    Damit werden natürlich nicht die Ursachen behoben, aber das Pferd wird wieder reitbar.

    Ich habe mich damals dagegen entschieden, da ich mit dem Nasennetz super zurecht kam und halt auch nur Turniere genannt habe, wo die Prüfung in der Halle stattfand….

  • Avatar maurits sagt:

    Tegretal ist hier nicht teuer, wird auch in der Humanmedizin bei Trigeminusneuralgie eingesetzt.

    lg
    mau

  • Avatar St. Lucia sagt:

    Tegretal ist hier nicht teuer, wird auch in der Humanmedizin bei Trigeminusneuralgie eingesetzt.

    lg
    mau

    Wie lang ist das denn schon auf dem Markt? Ich denke mal, die Dosierung bei Pferd wird um einiges höher sein als beim Menschen. Ich weiss allerdings auch nur von Carbamazepin, dass es bei Headshaking eingesetzt wird…. (mir wurden damals, zu DM Zeiten, Kosten von 180 DM angegeben – im Monat)

  • Avatar Almira sagt:

    Das Pferd heute: http://www.youtube.com/user/Adsominus#p/a/u/0/Nl3ZJhWP2h0 Wir haben das Longieren abgebrochen, da es nicht besser war,als gestern -wo der TA Schmerzmittel gespritzt hat. Nach dem Rennen kommt Schnauben,dann versucht er sich die Nase zu scheuern.Da man sich nicht beim Laufen die Nase am Bein scheuern kann,versucht er die Beine an die Nase zu bekommen! Er versucht aber weiterhin „seinen Job“ zu machen und hält erst auf Komando an. (er läuft genauso unterm Reiter! Zusätzlich neu ist, dass er seit 3 Tagen stehen blieb, ggf rückwärts lief und auch mal Bockte.jedoch hatten weder die Reiterin,noch die Zuschauer das Gefühl, dass er diese Dinge tut,weil er nicht will, sondern weil er nicht kann!) und vor 1 Woche: http://www.youtube.com/watch?v=MgLBOtj_BJY Headshakernetz wurde bereits versucht. Das hat er wie ein Hund im Galopp versucht von der Nase zu bekommen. Also mit den Beinen an die Nase! Fliegenmaske (Bucas . die wie eine Sonnenbrille wirkt) war auch bereits im Test. Keine Veränderung. Er bekam eine Kur mit Apes Mellifica D6 (empfohlen war eine Kur von 10 Tagen, 3x tgl). In der Zeit war eine tgl. Verbesserung sichtbar. Zusätzlich bekam er tgl. 2 Stunden vorm Reiten Baldrian. Nach den 10 Tagen gaben wir den Baldrian weiter (Kräutermischung von Master Horse). Keine Verbesserung, eher schlechter. Nach Absprache mit einer Fachfrau (Homäopathin .richtig geschrieben?) gaben wir wieder Apes Melifica. Seitdem läuft er wie auf dem ersten Video. Das Umfeld war immer gleich,die Herde immer gleich. Das Wetter ist seit Wochen trocken. Teilweise windig. Fliegen haben wir keine. Sonne war seit Wochen da. Es mag natürlich tgl. Veränderungen gegeben haben, die wir selber nicht wahrnehmen. Aber selbst wenn diese minimalen Veränderungen, wie der Wind, der mal von vorne oder hinten kam, die Sonne die mal mehr und mal weniger scheint usw. diese Symthome auslösen, kann man sie doch nicht abschalten. Man kann es auch schlecht testen, da ja ein einziger Vogel,der über den Reitplatz fliegt die Situation verändert. Ich wundere mich, warum er letzte Woche (für seine Verhältnisse) so gut lief, und diese Woche gar nicht mehr! Meine Erklärung dafür wäre die Entzündung der Nerven hat sich verschlimmert, durch das dauerhafte Training. Dagegen spricht aber,dass er bereits vorher Dauerhaft Beritt hatte. Da wurde es zwar nicht besser,aber auch nicht so viel schlechter! Hier mal ein Video von einem früheren Beritttag am 1.11.2010. Gleiche Reiterin Kurz danach musste fast 3 Monate Wetterbedingt Pause eingelegt werden, da unsere Halle mit 13×26 für das Pferd zu klein ist.In der Halle war es noch nie gut.Deswegen haben wir ihm das erspart und den Beritt jetzt erst http://www.youtube.com/user/Adsominus#p/a/u/1/njUJetySJME or 6 Wochen wieder aufgenommen. http://www.youtube.com/user/Adsominus#p/a/u/1/njUJetySJME hier sieht man, wie er anfängt. Er „schnabbelt mit der Lippe,dann kommt das Shaken, dann versucht er sich in die Brust zu beissen,dann schnaubt er ab. Im weiteren Beritt wurde dieses immer schlimmer, so dass die Reiterin nicht zum eigendlichen Beritt kam. Sie löste es, in dem sie so gut es ging dem Pferd beibrachte,“ Schubberpausen“ einzulegen. Das heisst, sie ritt bei diesen „Anfällen“ weiter, um dann kurz danach anzuhalten, und ihm erlaubte, sich die Nase zu scheuern. Die Abstände zwischen diesen „Schubberpausen“ wurden immer länger. Bis wie gesagt vor 3 Tagen gar nichts mehr ging….

  • Avatar Wumba sagt:

    Ihr seid mit der Maske auch geritten?
    edith: die Videos laufen bei mir nicht, falls man genau sowas darauf sieht, sorry. :look:

    Ohren, Augen, Zähne, Atemwege, HWS etc. sind schon untersucht?

    Soweit ich mich erinnere, kann man diese Trigeminus-Nerv-Geschichte in einer Untersuchung betäuben. Aber genaueres weiß ich leider nicht mehr. :denk: Vielleicht kannst Du Dich beim TA danach erkundigen?

  • Avatar yeti sagt:

    vom head shaken hab ich keine ahnung, aber auf dem longiervideo sieht es für mich aus, als ob er sich gegen die in die trense eingeschnallte longe wehrt. macht er das genauso wenn er mit halfter/kappzaum longiert wird? vielleicht isser ja auf das metall in seinem maul allergisch?

  • Avatar Almira sagt:

    Augen,Nase,Zähne,Ohren und Blut sind untersucht. Da ist alles ok.

    Geröngt ist er länger nicht, aber die Chiropraktikerin war da. Akkupunktiert wurde er auch bereits.

    Mit der Fliegenmaske wurde auch geritten.Ist auf den Videos nicht zu sehen, aber hat auch nichts gebracht.

    Die Longe war gestern in den Trensenring und zusätzlich in das Reithalfter verschnallt. Da er gestern so stark gezogen hat,bagen wir heute eine Longierbrille genommen. Es ging heute ja nur darum, zu gucken, ob es besser ist. Wir sollten unter möglichst gleichen Bedingungen zu gestern arbeiten.

    Bei einem Kappzaum war ebenfals keine Besserung. Die Idee mit der Metall-Alergie hatte ich auch schon. Im Herbst war nämlich seine Zunge und das Zahnfleisch z.T. Lila- Bluttest und Untersuchungen haben nichts ergeben. Wir haben verschiedene Metalle ausprobiert, Plastik.Gummi und auch Leder. Stange,einfach gebrochen,doppelt gebrochen und auch ohne (Sidepull) ich habe sogar die Schnallen (auch am Halfter) abgeklebt. Auch alle gängigen Reithalfter , sowie das weglassen selbigem haben wir probiert.

  • Avatar St. Lucia sagt:

    Ich finde das Shaken auf den Videos gar nicht so schlimm. Das ist bisher das reitbarste Shakerpferd, welches ich bisher gesehen habe :tuete: . Habt Ihr bereits auf Allergien getestet? Was war für ein Wetter vor einer Woche (evt. Regen = weniger Pollen)? Und jetzt trockener d.h. vermehrter Pollenflug? Gerade der Juckreiz der Nase, das Schnibbeln mit den Nüstern, deuten auf eine Art Heuschnupfen hin. An das Nasennetz muss man die Pferde erst gewöhnen und ich kenne Pferde, die erst nach 2 Wochen Beritt mit diesem Netz sich daran gewöhnt haben und das Shaken unterlassen haben. Es gibt noch viele Sachen, die man ausprobieren kann: Nasenspray, Cortison, dann bestimmte Antihistamine…. Schau doch mal hier nach: http://www.headshaking.de/index.php?id=11 Gruß Christine

  • Avatar Almira sagt:

    Danke für den Link!

    Naja..man filmt ja nicht,wenn es blöd ist!

    Das letzte Video ist nicht wegen dem Shaken entstanden.Zu der Zeit war es noch so, dass das Shaken am Anfang schlimmer war. Das Video ist erst am Ende der Beritt Stunde entstanden. Danach wurde das Shaken auch eher besser. Schlimm wurde es erst jetzt, nach 6 Wochen Beritt. Ich habe jede Stunde gesehen. An der Reiterin liegt es nicht. Die extreme Verschlechterung kam erst jetzt. Davon gibt es aber kein Video. Das Longieren ist ein Eindruck, wie es die letzten Tage unterm Reiter war. Wir haben es abgebrochen, da wir das Pferd ja nicht ärgern wollten.

    Es gibt mit Sicherheit schlimmere Fälle. Er war 2,5jährig zur Körung der Hannoveraner zugelassen und hat durchaus Potenzial für den grossen Sport. Zur Körung ging er damals nicht, da er eine akute Kehlkopfentzündung hatte. Dann kam er in Vollberitt. Von dort kam er mit der Diagnose Headshaker zurück. Es endete ungefähr so, wie es jetzt auch gerade geendet hat. Es ist einfach super schade um dieses Pferd.Es wurde auf Leistung gezüchtet, und möchte diese auch gerne zeigen. Aber er kann es nicht….
    Nach 1,5 Jahren Pause haben wir ihn vor einem Jahr wieder unter den Sattel genommen. Das o.g. „Benehmen“ bezügl. der Lippen und des in die Brust beissens war die ganze Zeit da. Trotz konsequentem Reiten wurde es nicht besser,sondern eher schlechter.

    Was nun zum Schluss auch auffiehl, waren Schlauchgeräusche, die wärend des gesamten Beritts nicht hörbar waren. Das Pferd zeigt deutlich Schmerzen. Nur wo soll man suchen? Grundsätzlich haben wir ja alles untersucht.Alles weitere sind Ursachen Forschungen, die in die 1000de von Euros gehen.

    Beim Durchlesen Eurer Berichte sind mir 2 Fälle besonders aufgefallen.

    Die Trigeminus-Neuralgie Diagnose in dem Bericht von Küwi trifft sehr gut zu. Jedoch ist auch eine Blockade in der HWS möglich, die nur noch keiner gefunden hat. Da werde ich wohl mal den Tamme Hanken aufsuchen! Am 14.5. ist in Filsum Kummertag.

  • Avatar St. Lucia sagt:

    Es gab mal (aber ich bin mir nicht sicher, wo genau, evt. Hannover ) bei einer tierärztlichen Hochschule eine Studie über Headshaking. Dort wollte man testen, woher es kommt usw. Die haben damals für 1.000 Euro SB das Pferd komplett durchgescheckt. Mit CT usw, also die Kosten dafür sind weitaus höher als die 1.000 Euro SB. Voraussetzung war, dass man halt Protokoll führen musste.

    Evt. ist das auch noch eine Möglichkeit? Und derTrigeminus Nerv scheint bei allen Ursachen, also egal ob Allergie, sonstige Schmerzen, der Auslöser zu sein…

  • Avatar Almira sagt:

    Nach dem Besuch bei Tamme Hanken wäre das für mich auf jeden Fall eine Option.ggf die Besitzer stimmen zu.

  • gitana gitana sagt:

    … Tamme Hanken …

    :panik: :panik1: :flucht:

    (sorry, das ist jetzt kein konstruktiver Beitrag, aber das erste, was mir ganz spontan zu dem Namen einfiel)

  • Avatar St. Lucia sagt:

    Ich habe noch was gefunden, weil es mir einfach keine Ruhe ließ: Ja, es ist Hannover. Lies mal hier: http://www.borna-borreliose-herpes.de/headshaking/headshaking.html Gibt wohl auch Kandidaten mit Herpes Impfschäden und angeblich wären alle Headshaker gegen Herpes geimpft gewesen. (meine übrigens auch)

  • Avatar Almira sagt:

    Vielen Dank, dass Du so interessiert bist, und versuchst zu helfen! Ich freue mich über alles!!

    Dieses Pferd ist und war nie Herpes geimpft. Nur Influenza und Tetanus.

  • wurm wurm sagt:

    Welches Nasenspray kann man denn nehmen? Würde mich auch noch interessieren….

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Also für mich sind diese Videos überhaupt auch nicht aussagekräftig.

    Ich sehe nur ein Pferd was verspannt läuft und nicht loslässt, und zum Teil auch nicht loslassen kann, so wie der an der Bürne festgezurrt wird 8)

    Da habe ich schon ganz andere Headshaker gesehen 8o

    Da macht meiner ja beim Ausreiten manchnmal mehr Faxen, wenn eine Fliege es wagt, sich auf sein edles Näschen zu setzen, der schnappt nach Fliegen oder versucht sie mit den Vorderbeinen einzufangen 😀

  • wurm wurm sagt:

    So wirklich was sehen kann ich da auch nicht. Meiner hat dauerhaft geschnickt,mit den Vorderbeinen zur Nase getreten und geflehmt…da war gar nichts möglich. Der ist nicht eine Runde normal gelaufen…

  • Avatar maurits sagt:

    Was soll Tamme Hanken denn da therapieren? Der macht doch nichts als immer die selben ruckartigen Griffe bei allen Pferden anzuwenden. Ich liesse den an keinen Teil der Wirbelsäule und schon gar nicht an die HWS. Ruckartiges „Einrenken“ der HWS kann lebensbedrohlich werden. Es können dabei Knochenfragmente oder Blutgefässe beschädigt werden, welches zu Lähmungen und Schlaganfällen führt. Warum sollte das beim Pferd anders sein?

    Eine Chiro war da schon dran. Das nächste was ich tät, wär die HWS röntgen zu lassen. Da die Veränderungen ja beim Reiten auftreten, könnte es doch auch etwas an der HWS sein, die er dann merkt, wenn er in Beizäumung geht.

    Eine Trigeminusneuralgie tut auch weh, wenn das Pferd auf der Weide steht.

    Ausserdem habe ich auch nicht so viel schlimmes auf den Videos gesehen. Ich habe einen Friesen, der anfängt den Kopf nach unten zu schlagen, und sich in die Brust zu beissen, wenn er schwitzt. Das unterbinde ich und reite weiter, und gut isset. Vielleicht ist der ja auch Headshaker, aber er ist 18 Jahre alt geworden so und ich will das jetzt auch nicht mehr genauer wissen.

    lg
    maurits

  • Avatar Strick sagt:

    Nach dem Besuch bei Tamme Hanken wäre das für mich auf jeden Fall eine Option.ggf die Besitzer stimmen zu.

    Ein gut gemeinter Rat: Spart das Geld für den Hanken und lasst mal das Genick bzw. Nackenband in einer Klinik untersuchen. Ich würde da Frau Maus Warung beachten. Hat der Mops da Probleme und TH bricht da dran rum habt ihr vielleicht dann tatsächlich mehr Schaden als Nutzen. Ich habe bereits zwei HS Pferde gehabt, das sieht anders aus als bei dem Pferd auf den Videos. Ich gebe Merlein Recht, der ist nicht durchlässig und locker genug geritten um Rittigkeitsprobleme als Ursache auszuschließen. Gerade der Hals bis oben zum Genick ist fest, fest,fest. Das Pferd zeigt Schmerzsymptome bzw. Unwohlsein, aber das hat mit HS nicht so viel zu tun. Das sieht eher so aus wie jemand der verspannt ist und versucht diese Verspannungen zu lösen :nix: Das kommt, sagt mir mein Bauch aus dem Bereich des Nackenbandes. Möglicherweise ist die Ursache auch schon früher zu suchen Widerrist bzw. Trapez.

  • Avatar Aragon sagt:

    Vielleicht war die vermeintliche Kehlkopfentzündung vor der Körung auch eine Herpesinfektion (Kehlkopf ist ja ein beliebtes Herpes-Ziel) und das jetzige Verhalten hängt damit zusammen? Würde ich mal testen lassen.

    Ansonsten finde ich die Symptome auf den Videos auch nicht sooo dramatisch, aber vielleicht sind das halt auch Momente, in denen es nicht so schlimm war.

  • Avatar Memento sagt:

    Die Videos zeigen die besten Momente, die er hatte. Die Reiterin an sich hat weder eine harte Hand, noch zurrt sie Pferde fest. Im Gegenteil, das vorsichtige nach vorn lassen, was man zwischendurch auf den Videos sieht, ist immer mit einem gewissen Risiko verbungen. Bei zuviel Freiraum haste schnell die Nase auf Augenhöhe und das so unkontrolliert, dass beide schnell im Sand liegen könnten. Ich kann gut verstehen, dass die schlimmesten Videos hier nicht eingestellt werden 🙂 Macht sicher die Beurteilung an sich nicht einfacher. Aber ich hab`s ja bereits beschrieben. Wie Stromschläge. Übrigens auch noch im Stand, als er ohne Reiter (und somit auch ohne Beizäumung) nach dem Reiten neben mir wartete.

    Nochmal zum Verständnis. Die Videos zeigen kein zufriedenstellendes Traning, aber das war noch ein Zustand, in dem man den Beritt fortgeführt hat, eben WEIL es ging. Seit 3 Tagen geht aber nichts mehr, deshalb auch erneut TA, weitere Untersuchungen und hier der Erfahrungsaustausch.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Ich meine die Videos von Almira.
    DIE sind für mich nicht aussagekräftig und dabei bleibe ich 😀

  • Avatar Memento sagt:

    Ich weiß. Die meine ich auch – wer hat denn sonst noch welche eingestellt? Ich denke die Videos sollen zeigen, dass es ging. Ist ja nicht unwichtig für solch eine Diagnose. Und nu geht eben nichts mehr. Verstehste? :friend:

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Ach so. Ich verstehe :doh: :friend:

    Aber die Videos und auch den Text dazu verstehe ich immer noch nicht – wahrscheinlich zu heiss.

    Auf dem ersten Video sehe ich eine ganz kurze Sequenz wo ein Pferd ohne Ausbinder, mit Hirschals zwei Runden hirscht. Ich sehe keinen Headshaker. Der Text aber impliziert, dass das Longentraining wegen Headshaken abgebrochen werden musste :denk: :nix:

    Irgendwie bissi unklar das ganze.

    Auch beim zweiten Video habe ich verstanden dass das ne Headshaker-Phase ist 8|

  • Avatar St. Lucia sagt:

    So wirklich was sehen kann ich da auch nicht. Meiner hat dauerhaft geschnickt,mit den Vorderbeinen zur Nase getreten und geflehmt…da war gar nichts möglich. Der ist nicht eine Runde normal gelaufen…

    Genauso kenne ich es auch! Ich habe ja bereits vor ca. 20 Jahren einen der ersten in D bekannten HS besessen. Damals haben wir eine kleine Interessengemeinschaft der Betroffenen gebildet und uns auf dem Postwege ausgetauscht (Internet gab es ja nicht). Eine Pferdefachzeitschrift – ich weiss leider nicht mehr welche – hat damals auch einen Bericht darüber gebracht.

    Was mich halt wundert ist, dass das HS bei diesem Pferd wohl zum Ende des Reitens hin weniger wird. Normalerweise kenne ich das nur genau umgekehrt.

    Könnt Ihr nicht mal ein Video reinstellen, so wie er „normal“ läuft, also nicht an seinen guten Tagen?

  • Avatar St. Lucia sagt:

    Welches Nasenspray kann man denn nehmen? Würde mich auch noch interessieren….

    Ich musste jetzt selber mal googeln, da ich die Inhaltsstoffe nach so langer Zeit nicht mehr weiss. Das Nasenspray sollte Inhaltsstoffe wie xylometazoline und betamethazone enthalten. ABer auch das ist mit Vorsicht zu genießen, frage lieber vorab mal Deinen TA. Die betäuben wohl den Nerv und das wird im Amiland hauptsächlich verwendet. Ich habe gerade die Seite von Dr. Bingold gefunden: http://www.equivetinfo.de/html/headshaking.htm Mit ihm stand ich schon vor 20 Jahren in Kontakt und anscheinend ist man schon etwas weiter mit der Forschung. Aber immer noch sind wohl 90 % der HS nicht abklärbar, woher das Shaken kommt. Interessant auch hier, dass man eine Herpes Infektion vermutet. Gruß Christine

  • Avatar Almira sagt:

    Leider gibt es keine Videos, wo er offensichtlich „schnabbelt“,denn sowas filmt man nicht, wenn ein Pferd zum Korrekturberitt da ist. Das „schnabbeln“ kennen ja die, für die die Videos ursprünglich waren. Hier ging es darum, die Verbesserung zu filmen.

    Ich versuche es nochmal zu erklären.

    1.Video

    Test, ob er am Tag nach der Schmerzmedikation besser läuft. Da der TA sagte, er hätte Schmerzen, haben wir gar nicht weiter gemacht, da wir ja wissen, was danach kommt. Ein Training sollte es gar nicht sein.

    2. Video

    Ein sehr guter Tag, der gerade mal 5 Tage vor dem ersten Video war. Wenn man genau hinsieht, sieht man sehr wohl, dass er „schnabbelt“,(man beachte die Oberlippe) jedoch nicht mit dem Kopf schlägt (was er sonst immer gemacht hat!)

    Mit „Schnabbeln“ meine ich:

    Klappern mit der Oberlippe, Schütteln mit dem Kopf, sich in die Brust beissen, abschnauben.

    Man kann nicht sagen, ob er „schnabbelt“, weil er schnauben muss, oder ob er schnaubt, weil er „schnabbelt“.

    Frei nach dem Motto, wer war zuerst da, das Huhn oder das Ei?!

    Mit dem Schnauben ist es dann manchmal erstmal für einen Moment gut (2 Minuten). Wenn nicht geht es damit weiter, dass er versucht sich die Nase zu jucken. Ggf eben auch mit den Beinen an die Nase, was für Reiter und Pferd nicht ungefährlich ist.

    Die Bereiterin hat versucht, dieses Problem zu lösen, indem sie ihm „Schubberpausen“ genemigt. Wenn er anfängt zu schnauben, muss er erstmal weiter Arbeiten. Nach einer von ihr bestimmten Zeit (die er mittlerweile gut akzeptiert hatte, ohne die Beine in Richtung Nase oder den Kopf in Richtung Beine zu „schleudern“) hält sie an, und erlaubt ihm, sich die Nase zu scheuern. Diese Pausen hat sie auch schon „erlaubt“, wenn er mal nicht geschnaubt hat. Ist sehr selten, aber er scheuert sich dann auch nicht.

    3. Video

    Einen Tag vor diesem Video lief er so, wie auf dem 2ten Video. Da das Pferd verkauft werden sollte, sollte ein Verkaufsvideo gedreht werden. Dieses wurde abgebrochen. Der Mitschnitt ist dann mit dem Handy für private Zwecke entstanden.

    Eure Erfahrungen beruhigen mich etwas, und geben mir Anlass zu hoffen, dass es doch nicht die schlimme Diagnose ist.

    Von Tamer Hanken kenne ich keinen Fall, indem er dem Tier geschadet hat. Ich gehöre aber auch nicht zu irgendeiner Fangemeinde und bin nicht 100% informiert (noch nicht). War nur so eine Idee… Zweifle nun …

    Evtl. fahren wir Montag in die Klinik zum HWS röntgen. Das scheint mir im Moment am sinnvollsten. Vielleicht (hoffendlich) ist ja wirklich nur etwas eingeklemmt, was diesen Juckreiz verursacht.

    Das Wort „Headshaken“ habe ich bis zu dieser „Disskusion“ eigendlich noch nie benutzt. Auch die Überschrift dieser Disskusion sagt ja schon, dass wir eigendlich nicht an Headshaken geglaubt haben. Wir haben eher die ganze Zeit gedacht, er wurde in jungen Jahren schlecht geritten, da es ja teilweise richtig schöne Reitphasen gab. Ratlos sind wir seit dieser Woche, da er auf einmal nicht mehr vorwärts geht, bockt, einfach stehenbleibt und extrem den Kopf hochreisst (der Hirschhals auf dem ersten Video), dabei aber den Kopf nach innen dreht, als wenn er versucht mit der äusseren Nüster Luft zu holen. Nach diesem Rennen versucht er sich massiv zu scheuern. Geht das nicht, reisst er den Kopf wieder hoch. Wäre es eine Widersetzlichkeit, würde er aber nicht trotzdem versuchen seinen „Job “ zu machen. Er könnte einfach stehenbleiben, oder sich rausdrehen usw.

    Ich hoffe, nun war es verständlich! Danke, für Eure Antworten.

  • Avatar maurits sagt:

    Sprich das in der Klinik mal mit dem Nackenband an, wobei die vermutlich von selbst drauf kommen werden.

    Zu TH noch mal, wenn ich Dir sage, es ist gefährlich, auf diese Art und Weise, besonders an der HWS, zu manipulieren, dann ist das so. Sprich mal mit einem Neurologen, der zig junge Leute mit Schlaganfällen auf der Intensiv hatte, die sich diesen durch sogenannte „Einrenker“ geholt haben.
    Ebenso gibt es nicht wenige Leute, die ohne Bandscheibenvorfall zu einem solchen Therapeuten gingen, und mit wieder rauskrochen.

    Natürlich werden im Fernsehen immer nur die „Geheilten“ gezeigt, seine begeisterten Anhänger.

    Das hat mit Medizin nichts zu tun, und auch nichts mit alternativer Medizin, das ist nichts, was im entferntesten an Medizin erinnert. Der kann auch keine „Nervenbahnen erfühlen“ wie sie immer sagen. Der mag diverse Verspannungen aufspüren, das will ich nicht ausschliessen, aber das kann jeder fähige Physiotherapeut besser.
    Ich finde diesen Hype im Fernsehen um den Mann, und wie kritiklos seine „Heilmethoden“ da hochgelobt werden, unfassbar und unverantwortlich.

    Ich würde ansonsten, wenn sich da was findet in der Klinik, auch mal unterstützend an Akupunktur denken. Und den Beritt überdenken, wenn das Pferd so fest im Hals geritten ist, ist das nicht gut.

    lg
    maurits

  • Avatar dat ninalein sagt:

    vor allem klärt der physio durch bestimmte übungen VORHER ab, wie eben beim einrenken der hws, ob dabei evtl. etwas passieren könnte, oder ob durch einrenken der restlichen wirbelsäule evtl. ein bandenscheibenvorfall ausgelöst werden kann…

    einen lieben gruss

    nina

  • wurm wurm sagt:

    Wie habt ihr es denn mit Impfungen gehandhabt? hatte gelesen, dass kann es auch verschlimmern….meine stehen ja allein und haben keinen Kontakt zu anderen Pferden. Die Zäune sind so weit auseinander, dass sie sich nur sehen können…

    Ich war jetzt schon am überlegen nur Tetanus zu impfen… :nix: hach mensch…

  • Avatar Binchen sagt:

    Wir impfen unseren Großen auch nur Tetanus. Das shaken hat sich stark verbessert, was icht heisst, das es nur am impfen liegt. Ich bin immer noch der Meinung das bei den meisten Shakern viele Ursachen zusammen kommen und je mehr man beseitigen kann umso besser.

  • Avatar Ploco sagt:

    Ich habe mir nun auch alles durch gelesen bzw. die Video angeschaut. Es muß in meinen Augen eine Nervensache sein; ähnlich als wenn der Doc mit dem Hämmerchen auf’s Knie beim Menschen haut und dadurch das Schienbein schmerzfrei (sozusagen als Reaktion) noch oben zuckt.

  • Avatar St. Lucia sagt:

    Ich habe mir nun auch alles durch gelesen bzw. die Video angeschaut. Es muß in meinen Augen eine Nervensache sein; ähnlich als wenn der Doc mit dem Hämmerchen auf’s Knie beim Menschen haut und dadurch das Schienbein schmerzfrei (sozusagen als Reaktion) noch oben zuckt.

    Und genau das ist ja Headshaking:

    Headshaking wird durch den Trigeminus Nerv ausgelöst……

  • Avatar Tibatong sagt:

    Headshaking wird durch den Trigeminus Nerv ausgelöst……

    Nicht nur… Es gibt so an die 50 Ursachen die in Frage kommen, das ist ein ganz schön diffiziles Bild…

    Das durch den Trigeminus augelöste HS ist allerdings das Fieseste, sehr unangenehm fürs Pferd und nur bedingt zu therapieren.

  • Avatar St. Lucia sagt:

    Headshaking wird durch den Trigeminus Nerv ausgelöst……

    Nicht nur… Es gibt so an die 50 Ursachen die in Frage kommen, das ist ein ganz schön diffiziles Bild…

    Das durch den Trigeminus augelöste HS ist allerdings das Fieseste, sehr unangenehm fürs Pferd und nur bedingt zu therapieren.

    Das stimmt so nicht ganz. Nach den neuesten Erkenntnissen wird das Headshaking IMMER durch eine Reizung des Trigeminus Nerv hervorgerufen. Nur die Auslöser dieser Reizung können durch verschiedene Ursachen hervorgerufen werden. So ist z.B. die Lichtempfindlichkeit nicht der Auslöser des Headshakings, sondern vielmehr nur eine Begleiterscheinung.

  • Avatar Tibatong sagt:

    Nach den neuesten Erkenntnissen wird das Headshaking IMMER durch eine Reizung des Trigeminus Nerv hervorgerufen.

    Hm, es gibt Headshaking durch Ohrenentzündung, Ohrmilben, versprengte Zahnanlagen, Zahnprobleme, Genickbeulen, Augenprobleme etc. Diese Pferde shaken ganzjährig. Behebt man die Ursache, ist das Shaken weg. Inwieweit da der Trigeminus beteiligt ist, ist unklar.

    Und es gibt das photosensitive, saisonale HS (Licht und Wärme wirken hier als „Trigger“), und das idiopathische HS. Hierbei werden multifaktorielle „Auslöser“ angenommen (Herpes, allergische Reaktionen, hormonelle Disposition…) die zu einer Hyperreaktivität des Trigeminus führen. Letzteres kann sich „verselbständigen“, d.h. die Pferde shaken auch ohne den Auslöser weiter.

  • Avatar St. Lucia sagt:

    Ca 90 % der HS sind idiopathische HS, d.h. sie sind praktisch ungehandelbar.

    Trotz alledem wird vermutet (das testet gerade die Fachhochshchule in Hannover) das in ALLEN Fällen Schmerzen vom Trigemus Nerv ausgehen, die das Shaken verursachen. Ebenso vermutet man, dass die Nasennetze durch umbiegen der Tasthaare eine Besserung herführen.

    Die wohl von Dir teilweise zitierte Wikipedia Seite ist da etwas schwer zu verstehen.

  • Avatar Tibatong sagt:

    Meine Quelle ist nicht Wikipedia, sondern Equivetinfo und die TiHo Hannover.

  • Avatar St. Lucia sagt:

    Eqivetinfo ist Dr. Bingold. Und er schreibt: „Chronisches Headshaking, weiß man inzwischen, ist mit Sicherheit eine Antwort auf Schmerz und nicht Ausdruck von Frustration oder Unwillen gegenüber dem Reiter. Primäre Schmerz- oder Reizherde im Bereich des Kopfes und Genickes dürften häufige Auslöser sein. Solche Schmerzquellen können unter Anderem im Ohr, im Zahn- und Kieferbereich, in den Nebenhöhlen des Kopfes, dem Luftsack oder Veränderungen am Genick und den oberen Halswirbeln sein. Inzwischen geht man davon aus, dass der Trigeminusnerv das eigentlich erkrankte Organ ist. Der Trigeminusnerv ist ein großer Gesichtsnerv, der unter anderem die Kaubewegungen steuert und für sensorische Wahrnehmungen im Gesicht verantwortlich ist. Der Trigeminus Nerv versorgt unter anderem die Nüstern und den Nasengang mit sensorischen Fasern. Davon ausgehend, dass Headshaking der Trigeminusneuralgie des Menschen ähnelt, muss von erheblichen Schmerzwahrnehmungen für das Pferd ausgegangen werden. Das Gefühl kann man sich vielleicht etwa so vorstellen, wie wenn ein Weidezaungerät an den Gesichtsnerv angeschlossen wäre (angenehme Vorstellung? Nicht wenige Menschen mit Trigeminusneuralgie – bei denen sich der Schmerz etwas anders äußert – treibt es in den Selbstmord). In schwächeren Fällen haben die Pferde vermutlich ein juckendes Gefühl in der Nase, das sie durch das Kopfschütteln und Abwischen der Nüstern beseitigen wollen. Was die Pferde wirklich empfinden ist schwer nachzuvollziehen. Ob es sich um einen schmerzhaften Zustand handelt oder die Nase nur juckt, kann man leider nicht überprüfen. Das grundlegende Problem bei dieser Nervenerkrankung scheint zu sein, dass die Reizschwelle für die Stimulation des Nerven drastisch herabgesetzt ist. Das heißt, ein Stimulus bzw. ein Ereignis, das im Normalfall noch lange nicht zur Reizung des Nerven führt, löst sofort ein völlig übertriebenen Superreiz aus, der dann vom Gehirn als Schmerzsignal empfunden wird. Auslöser sind die ganz alltäglichen natürlichen Reize durch Licht, Wind, Kälte, Staub oder Regentropfen wobei die Auswahl von Pferd zu Pferd spezifisch schwankt. Eine Zunahme der Durchblutung der Nasengänge scheint die Fehlsensation zu verstärken. “ Zitat Dr. Bingold – http://www.equivetinfo.de/html/headshaking.htm Ich will hier nicht als rechthaberisch gelten – evt. gibt es ja irgendwann einmal auch endgültige Forschungsergebnisse. Aber ich habe mich viele, viele Jahre mit dem HS auseinander gesetzt, da nicht nur ich selber betroffen war sondern wir bei uns im Stall noch zwei weitere Fälle hatten.

  • Avatar Tibatong sagt:

    Sicher ist, dass es eine Antwort auf Schmerz ist….

    Man geht davon aus, dass bei einem großen Teil der „typischen“ Headshaker (nämlich die photosensorischen und idiopathischen HS) eine Trigeminusneuralgie vorliegt. Dennoch gibt es Headshaker die aufgrund anderer am Kopf lokalisierter Schmerzen (Zahn, Ohren, Genick etc.) shaken und wo eine Beteiligung des Trigeminus nicht nachgewiesen werden kann. Vermutlich ist es eine Definitionsfrage und letztere Fälle sind nicht als „chronisch“ wie unten zitiert einzustufen, sondern als „akut“, weil mit Behebung der „Ursache“ auch das Shaken wegfällt. Beim Trigeminus ist das nicht so einfach…..

    Und ja, ein bisschen habe ich mich auch schon damit beschäftigt. Und betroffen bin ich leider mittlerweile auch :flucht:

  • Avatar St. Lucia sagt:

    Das Problem ist ja leider, dass auch nach 20 Jahren noch immer nichts sicher nachgewiesen ist. Wobei ich der Sache mit dem Trigeminus Nerv bisher am meisten Glauben schenke. Das war bereits vor 20 Jahren auch der Verdacht meines TA und ich stand seinerzeit auch in Kontakt mit Dr. Bingold.

    Dass Du inzwischen betroffen bist, ist natürlich blöd! Darf ich fragen, wie alt Dein Pferd damals war? Bei 3 von 4 mir bekannten Pferden begann das HS im Alter von 6 Jahren. Und, falls es Dich tröstet: bei 3 der 4 Pferde ist das HS von ganz alleine verschwunden. Alle Pferd hatten eine nachgewiesene Allergie. Ich vermute, die haben sich irgendwie selber desensibilisiert.

    Gruß

    Christine

  • Avatar Tibatong sagt:

    Meine junge Stute (5j) shakt seit ein paar Wochen mit steigender Intensität. Ich vermute auch ein allergisches Geschehen, da sie extrem viel schnaubt, klaren Nasenausfluß und Bindehautentzündung hat. Bei uns ist es staubtrocken seit Wochen, was die Pollenkonzentration natürlich auch nicht verringert.

    Im Moment mache ich erst mal Bestandsaufnahme (wann shakt sie, wo, wie, unter welchen Bedingungen). Als nächstes werde ich einen Allergietest machen, wenn ich mir auch nicht viel davon verspreche.

  • Avatar St. Lucia sagt:

    U.U. kannst Du aber Sachen weglassen, auf die sie allergisch reagiert.

    Bei meiner war das z.B. Hafer (hochgradig allergisch dagegen) und das lustige war: die hat schon einige Wochen zuvor angefangen, den Hafer gezielt von den Pellets zu separieren und hat den Hafer liegen gelasssen!

  • Avatar Almira sagt:

    Ich finde Eure Erfahrungen super interessant.

    Ist denn schon etwas herausgefunden worden, über das Auslösen des „Schmerzes“? Bei unserem Pferd treten die Symthome ja nur beim Arbeiten auf. Tobt er aber über die Weide, ist nichts zu sehen! Er ist auf der Weide sehr aktiv, steht in einer jungen Wallach- Herde und ist ranghoch.

    Nach Hannover habe ich es leider noch nicht geschafft.da er aber ohne Arbeit keine Auffälligkeiten hat, sehe ich mich jetzt auch nicht in Zeitdruck! 😉 ….oder ich schiebe es raus,weil ich immer noch hoffe, dass es nicht der Trigeminus Nerv ist… und das Hoffen stirbt zuletzt

  • Avatar St. Lucia sagt:

    Hallo Almira!

    Bei den Pferden bei uns im Stall trat das HS ausschließlich während der Arbeit auf. Und da alle Pferde auch Pollen/Stechmücken Allergiker waren, dises auch nur im Frühjahr/Sommer/Herbst. Im Winter, in der Reithalle und während und nach Regen liessen sich die Pferde alle normal reiten….

    LG

    Christine

  • wurm wurm sagt:

    Also bei meinem ist es bestimmt eine Allergie. Es fängt im Frühjahr an und hört im Herbst auf. Ihm juckt stark die Nase, dass ihn eine winzige Fliege schon nervt.
    Das Schnicken, Flehmen, Schnauben ist immer gleich, ob bei der Arbeit oder auf der Wiese. Nachts auf dem Sandpaddock wirds besser….

  • Avatar elpaso sagt:

    Meiner hat letztes jahr damit angefangen. Er war schon immer Fliegenempfindlich und schüttelte viel. Letztes Jahr ging gar nichts mehr, er frass kaum noch auf der Weide, steckte seinen Kopf immer in den Schweif der Stute , wurde extrem huschig usw.
    Der TA hat auch Schmerzmittel gegeben und es wurde erst mal besser, kurzzeitig.

    Über den Winter ging es, nun fängt es wieder an. Er trägt Fliegenmasken mit Nasenschutz und ich behandele ihn seit gut zwei Wochen mit Alleosal. Ich muss sagen, es hilft. Ist aber wohl bei jedem Pferd anders, in solchen Fällen hilft echt nur probieren, wenn Zähne usw ausgeschlossen sind.

    So wie Wurm mache ich das mit einem Pferd, das stark auf die Raps- und Getreideblüte, Sonneneinstrahlung und kleine Käfer reagiert, auch. Alleosal ab Frühjahr, wenn der starke Pollenflug einsetzt, kommt ne Mase dazu. Mit sehr gutem Erfolg. Das Pferd läßt sich so außerhalb des Stalles wieder reiten bzw. in allen Lebenslagen (führen, anbinden, Schmied)“dirigieren“.

  • Avatar Almira sagt:

    So, nun haben wir des Rätsels Lösung (hoffendlich) gefunden! Es kam eine PhysioTherapeutin zu dem Pferd. Bei der Behandlung empfand sie das Pferd als sehr locker und geschmeidig.Sie hatte einen Befund am Kreuz-Darm-Bein gefunden,konnte sich aber nicht vorstellen,dass sein „Befinden“ und sie Symthome daher kamen,da der Befund zu „klein“ war. Also eigendlich nichts schlimmes. Sie behandelte ihn natürlich trotzdem. Das ist das Ergebnis: http://www.youtube.com/watch?v=T3v2jg4e91g Ich freue mich so, das es nicht der Trigeminusnerv ist!!!! Unser Pferd ist ein sehr empfindliches „Weichei“ -typisch Mann!! Er scheint auf die kleinsten Kleinigkeiten in jeder Hinsicht extrem zu reagieren! So schön,wie auf dem Video (die Reiterin sitzt das erste Mal drauf!) ist er seit seinem Anreiten vor 4 Jahren nicht mehr gelaufen. Auch unter der anderen Reiterin lief er nach der Behandlung genau so. Wer war das mit dem Nackenband? Ihr hattet Recht! KDB Gelenk + Nackenband war es! zzgl. zu einer kleinen „Schnabbel-Macke“ 🙂 :thumbsup:

  • Avatar Memento sagt:

    Hab ich ja noch gar nicht gesehen! :thumbsup:

  • Avatar Vamos sagt:

    Andere Theorie, Beobachtung: ELektrische Störfelder. Kenne Pferde, die an Ställen, in denen starke Stromquellen (Hochstrommasten am Stall, Umspannwerke) in der Nähe waren zum Headshaker wurden, bei einem Pferd wurde das in der Uniklink als auslösender Faktor „diagnostiziert“, seit das Pferd an einem strahlungsarmen Stall steht, ist das Shaken fast wieder ganz weg.

    Das ist ja mal interessant. Mein Pferd hatte im Herbst letzten Jahres auch Headshaking-Symptome. TA war da, hat wieder Zähne gemacht, Ohren untersucht und etc pp. Nix auffälliges gefunden. Irgendwann fiel uns auf , dass er das immer ganz schlimm macht, wenn wir auf den beiden Aussenreitplätzen geritten sind, über denen eine Hochspannungsleitung entlangläuft. Nie hat er es in der Halle gemacht und auch nicht im Gelände. Dann kam der Winter und wir waren nur noch in der Halle und im Gelände.
    Das Geshake hörte auf.

    Gestern bin ich nach 4 Monaten das erste Mal auf dem Platz geritten. und was wird passieren?! Erst fing er an zu schnauben wie ein Irrer und dann ging das Geschnicke mit dem Kopf los, als wenn ihm einer Stromschläge verpasst. Bin dann nochmal durchs www gewuselt und fand den Beitrag von Corradee…

    Mein Mann hat mir gestern gesagt, nachdem ich ihm das mit dem wiederaufgetretenem Geshake erzählt habe, dass er auch ein Kribbleln am Kopf spürt, wenn er mit beim Pferd ist, und am Reitplatzrand unter Hochspannungsleitung sitzt. :panik:

    Na mal sehen, wie das weitergeht….

  • casper109 casper109 sagt:

    8| das hört sich ja nicht so doll an, zum Glück haben wir hier so etwas nicht :look:

  • Avatar Vamos sagt:

    8| das hört sich ja nicht so doll an

    Tja casper :nix: , ziemlich gruselig. Aber wenn das die Ursache ist, wäre ich ja zufrieden. Dann muss ich eben auch im Sommer in die Halle gehen, wenn ich dressurmässig was machen will. Größtenteils reite ich im Sommer sowieso aus oder geh´ Aquatraining machen. Wenn´s richtig heiss ist, geht hier sowieso nix anderes, als sich in die Spree zu stürzen. 😀 Wir haben hier durch die Vernässung der Spreewiesen riesiges und aggressives Stechviehzeug. Bei abendlichen Ausritten muss ich meinen Schimmel komplett in Fliegendecke und -maske hüllen und mich in eine Wolke Autan einhüllen, sonst geht garnix.

    Gestern Nachnmittag war ich bei strahlendem Sonnenschein 2 Stunden im Gelände und es gab keinerlei Probleme mit dem Köpfchen. 🙂

  • Avatar Rosarot sagt:

    3jährig angeritten in Profiberitt und 4jährig bereits L-fertig :whistling:

  • Avatar Tibatong sagt:

    3jährig angeritten in Profiberitt und 4jährig bereits L-fertig :whistling:

    Ich gebe zu, dass das in 99% der Fälle utopisch ist…

    Dass es aber durchaus geht, wenn Pferd entsprechendes Talent und Reiter entsprechendes Können hat, kann man im Videotagebuch von Ingrid Klimke mit Just Paul nachverfolgen. Und zwar auf absolut klassischer Basis, ohne schnell-schnell und mit mehrmonatiger Weidepause nach dem Anreiten im Dreijährigensommer :thumbsup: :bravo:

  • gitana gitana sagt:

    3jährig angeritten in Profiberitt und 4jährig bereits L-fertig

    Worauf bezieht sich das jetzt? :denk: Hab ich was übersehen? :daumen: Ich finde hier nur Beiträge zu Headshaking.

  • Avatar Tibatong sagt:

    Das Headshaker-Pferd wird im allerersten Beitrag so beschrieben….

  • gitana gitana sagt:

    Oh, danke! Ich hatte jetzt nur noch mal ab S. 3 gelesen und den Anfang nicht mehr :tuete: .

  • Avatar Semi sagt:

    Wir haben ganz aktuell dem Fall gehabt das wir in den letzten Monaten auf Grund von mehr Training auch die Haferprotion immer wieder angepasst haben. Und bei uns ist es so gewesen das desto größer die Haferprotion ist, desto schlimmer wurde das Shaken. Wir ernähren unsere Stute (bald 6) jetzt komplett Haferfrei und es ist weg.

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