Triggerpunkte, ihre Bedeutung bei chronischen Schmerzzuständen und Bewegungseinschränkungen und die Therapie

By maurits | menschliche Leiden

angeregt durch viele Beiträge hier von Rückenschmerzgeplagten und auch aufgrund meiner eigenen Erfahrungen möchte ich mal einen Info-Fred zum Thema Triggerpunkte eröffnen.
ich habe eine lange Schmerzlaufbahn hinter mir, und bin der Meinung dass diese Triggerpunkte in der herkömmlichen Therapie massiv unterschätzt werden.
Es sind tickende Zeitbomben im Körper.

Einer von vielen links zum Thema.
http://www.dr-kreutz.eu/leistungsspektrum/triggerpunkttherapie/triggerpunkte.html

ich habe mit der dort angesprochenen Stosswellentherapie keine Erfahrung, aber gute Erfahrungen mit manueller Therapie gemacht. Es ist wichtig,dass man solche Punkte nicht „wegmassieren“ kann, sondern man muss sich einen Therapeuten suchen,der „triggern“ kann und auch den entsprechenden Mut hat, dem Patienten zumindest anfangs alles andere als positive Gefühle zu bescheren.
Wenn man „drübermassiert“ habe ich erlebt, dass sich die Beschwerden eher verschlimmern da man diese neuralgischen Punkte reizt.

Ein erfahrener Therapeut wird diese Punkte aufspüren, man kann sie fühlen und der Patient sollte im Dialog mit dem Therapeuten stehen und auch genau die Schmerzen beim Aufspüren der Punkte beschreiben können, so dass man das „Zentrum“ trifft. Man setzt dann einen starken Druck auf den Punkt, der als sehr schmerzhaft und unangenehm empfunden wird, aber schnell merkt man wie diese Stellen dann „loslassen“.

Im Moment habe ich aktuelle Probleme im LWS-Bereich durch Überlastung und Blockade, aber auch hier hilft letztendlich nur die Behandlung der Triggerpunkte. Es geht langsam aufwärts, nachdem ich anfangs einiges verschludert habe, aber jetzt wird es besser.

Dann fand ich gestern in der Windsurfzeitung meines Bruders einen schönen Bericht einer Therapeutin, die in der Profi-Surferszene arbeitet und genau DEN Ansatz verfolgt.
Über den Einsatz von Magnetpflastern muss man nicht ihrer Meinung sein, ihre sonstigen Therapieansätze sind aber genau das, was ich als hilfreich und positiv erlebt habe.
http://www.endlich-schmerzfrei.net/
ich überlege auch mir ihr Buch zu bestellen, da diese Frau Ahnung hat.

Speziell für Mia, ich merke deutlich, wie mein Pferd läuft, wenn ich muskulär fit oder weniger fit bin, auch habe ich im letzteren Fall Probleme auf einer Hand, meine Hilfen koordiniert einzusetzen. Geht es mir gut, geht das problemlos.

Ich freue mich auf ausgedehnte Diskussionen hier, ist ein interessantes Thema.

lg
mau

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Es sind tickende Zeitbomben im Körper.

    Das ist richtig, ich kann ein Liedlein davon singen.

    Einer von vielen links zum Thema. http://www.dr-kreutz.eu/leistungsspektrum/triggerpunkttherapie/triggerpunkte.html ich habe mit der dort angesprochenen Stosswellentherapie keine Erfahrung, aber gute Erfahrungen mit manueller Therapie gemacht. Es ist wichtig,dass man solche Punkte nicht „wegmassieren“ kann, sondern man muss sich einen Therapeuten suchen,der „triggern“ kann und auch den entsprechenden Mut hat, dem Patienten zumindest anfangs alles andere als positive Gefühle zu bescheren. Wenn man „drübermassiert“ habe ich erlebt, dass sich die Beschwerden eher verschlimmern da man diese neuralgischen Punkte reizt.

    Auch das ist richtig, ich habe auch vor drei Jahren eine Serie Stosswellentherapie gemacht und es geht einem tatsächlich besser. Das einzige was aber dann dauerhaft nützt ist, sich selber mit dem Bewegungsablauf auseinanderzusetzen, ändert man nichts an sich selber, dann fängt die Misere wieder an.

  • Avatar maurits sagt:

    ganz korrekt, Merlijn, das kommt hinzu. Jedoch wirst Du Deinen Bewegungsablauf ändern wie Du willst, solange diese Punkte im Körper bestehen wird das keinen Erfolg haben. Man muss m. E. erst diese pathologischen Zustände auflösen um dann krankengymnastisch und bewegungstherapeutisch ansetzen zu können.

    Ganz übel wurden bei mir die Versuche, mit der kranken Muskulatur „Aufbautraining“ zu machen. Einen kranken, chronisch festen, veränderten Muskel kann man nicht mit Training aufbauen. Der wird immer fester und fester und irgendwann geht gar nichts mehr.

    lg
    mau

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Genau den Fehler habe ich auch gemacht, mit Krafttraining und mir eigentlich mein Problem nur noch mit Muskeln zubetoniert 🙂

    Man kann aber auch schon Muskelverspannungen / Muskelhartspann (also Triggerpunkte) gezielt durch andere Bewegungen lösen.

    Der Muskel muss einfach wieder beginnen zu arbeiten, aus seine Starre erwachen. Und das ist das Geheimnis von *kleinen Bewegungen* oder gegensätzlichen Bewegungen.

    Aber klar gehts einfacher, wenn man durch Triggerbehandlungen unterstützt wirde.

    Aber bloss Trigger behandeln bringt auf Dauer nix. Man muss die Ursache für den Trigger abstellen.
    Und das alleine ist schon schwierig genug :huh:

  • Avatar maurits sagt:

    ich bin dran, Merlijn. Alles mögliche wird gemacht.

    Ich hatte gestern Trigger im Hintern, hurra. Das zeigte sich in üblen Nervenschmerzen am Beckenkamm, dass ich nicht mal den Bund meiner Hose ertragen konnte.
    Reiter haben meist Trigger im Hintern und am Beckenkamm sowie in den Oberarmen, auch die Nichtrollkurer.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Ich hatte gestern Trigger im Hintern, hurra.

    das tönt irgenwie unanständig 😀

  • Avatar Geisterlicht sagt:

    Man muss die Ursache für den Trigger abstellen.

    Das stand auch im ersten Link deutlich geschrieben. Manchmal ist es wohl nicht so ganz einfach, die Ursachen dafür festzustellen.

    Ich habe dieses Jahr von normaler Physiotherapie zu Osteopathie gewechselt und dort eine einleuchtende Erklärung für meine anhaltenden Probleme in der BWS bekommen. Regelmäßig blockiert mir etwas um den 4. Brustwirbel herum. Neben Streß, den ich gerne dorthin verschiebe, ist dafür wohl meine Laktoseintoleranz mitverantwortlich. Im ersten Moment fand ich das eine spannende These, nach genauerem Nachdenken und „praktischer“ Erfahrung mußte ich feststellen, daß das doch tatsächlich Sinn macht.

  • Avatar E.v.A. sagt:

    Schönes Thema! Mein Orthopäde hat mir ja auch die Triggerstoßwellen empfohlen. Allerdings find ich das dezent teuer, da meine Kasse die Kosten bisher noch nicht übernimmt. Er hat dann gezielt die Triggerpunkte bei der Akupunktur stimuliert. Das ist auch nicht grad angenehm und ich hab auch nicht sofort eine Besserung erfahren, hab aber langfristig nach einer Akupunturbehandlung immer so ca ein Jahr, in dem ich „fast schmerzfrei“ bin. Dann kommen die Probleme langsam wieder zurück. Leider kann ich aber meinen Arbeitsalltag nicht so komplett rückenfreundlich umstellen und mit dem Ausgleich haperts halt auch. Da ist Reiten ja nicht unbedingt die idealste Sportart. Aber wenigstens sind die Ärzte inzwischen nicht mehr vollständig dagegen.

  • Avatar maurits sagt:

    Ich hatte gestern Trigger im Hintern, hurra.

    das tönt irgenwie unanständig 😀

    ist es nicht. Ich hatte ja aktuell Probleme mit der LWS.
    Und ich hatte dann das Problem, das ich massive Missempfindungen hatte, dass ich kaum mehr den Hosenbund am Körper ertragen konnte, es brannte und schmerzte übel. Die Ursache waren Punkte am Beckenkamm und etwas tiefer Richtung Hintern, also an der äusseren Gesäßmuskulatur unter dem Hüfthöcker. Die haben jetzt entsprechend Muskelkater aber der Rest ist behoben.

    ich finde es bedenklich dass viele Ärzte auch nicht ansatzweise diese Problematik ernstnehmen. Man wird irgendwann als „psychogenes Schmerzsyndrom“ diagnostiziert.

    Physiotherapie kriegt man nicht verschrieben oder nur selten, das sei „Wellness“. Bandscheibenoperationen werden aber anstandslos von den Kassen übernommen.
    Ich finde das ganze System krankt. Es könnten Kosten über Kosten eingespart werden, wenn sich in den Köpfen der Therapeuten und auch in denen der Kassenbosse die die Gelder dafür frei machen, die Denkweise in der Therapie chronischer Rückenschmerzen ändern würde.

    Ich bezahle meine Physiotherapie mittlerweile selbst. Ich habe weder Lust als Bittsteller aufzutreten, noch als Simulant dazustehen, der sich auf Kosten der Allgemeinheit „Wellness“ erschleichen will.

    Der letzte Orthopäde hat mir nicht mal Schmerzmittel verschrieben, nach dem ich nach drei Behandlungen dort immer noch 24 Stunden Schmerzen hatte und einen so hohen Muskeltonus, dass ich jede Nacht stundenlang wach war weil ich nicht mehr wusste wie ich liegen sollte. Die Begründung war: jetzt sei die Zeit wo Weihnachtsmärkte seien und Schmerzmittel vertragen sich nicht mit Glühwein. :thumbsup:

    Dann war ich beim Internisten, wegen was anderem aber habe dem das erzählt und der hat mir mal zugehört und mir vor allem geglaubt und mir für ein paar Tage mal ordentliche Medikamente gegeben, so dass der Kreislauf aus Schmerzen und Muskelspannung mal durchbrochen wird, und dazu gehe ich jetzt zur Physio und es geht besser.

    Mich nervt das alles so unglaublich.

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Bandscheibenoperationen werden aber anstandslos von den Kassen übernommen.
    Ich finde das ganze System krankt. Es könnten Kosten über Kosten eingespart werden, wenn sich in den Köpfen der Therapeuten und auch in denen der Kassenbosse die die Gelder dafür frei machen, die Denkweise in der Therapie chronischer Rückenschmerzen ändern würde.

    Das sagst du was. :ja:
    Ob sich das wohl jemals ändert??? Ich denke, das dauert noch ewige Zeiten. Leider. ;(

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Maurits, ich unterschreibe jedes einzelne Wort von Dir.

    Hätte ich nicht meinen eigenen Kopf eingeschaltet, hätte ich wohl heute ein künstliches Hüftgelenk.

    Ich springe aber nun fast herum wie ein junges Kalb :rolleyes: klar gibts Tage wo es besser geht, manchmal schlechter.

    Schmerzen habe ich auch mal, aber ich habe in 3 Jahren sicher nicht mehr wie 4 Kopfschmerztabletten eingenommen.

    Ich tue aber was dafür und raste nicht.

    Bezahlen tue ich die Sondernbehandlungen schon lange allein.

    D.h. bei der Spiraldynamik übernimmt die Grundversicherung nur den Physiotherapie-Anteil, den normalen (eine Einheit 20 Minuten?) Spiraldynamik-Sitzung geht aber 50 Minuten (mit Physiotherapeuten).
    Es ist aber effektiv und Du lernst Dich völlig anders bewegen, bewusst bewegen, integrierbar ins tägliche Leben.

    Intelligent Learning Moving.

    Es ist mir aber der Spass wert.

    Der Rest sind meine Feldekrais-CDs – Die Du bestimmt immer noch nicht besorgt hast :eye: 😉

  • Avatar Geisterlicht sagt:

    Schmerzmittel vertragen sich nicht mit Glühwein

    Das war ja wohl der Brüller der Vorweihnachtszeit :irre: Ich habe eine Bekannte, die Schmerztherapeutin ist, also von der psychologischen Seite her chronische Schmerzpatienten, die oft auch noch als Simulanten abgestempelt werden, betreut. Sie hat mir mal gesagt, seitdem sie diese Menschen betreut, geht sie anders mit Schmerzmitteln um. Sobald sie Schmerzen hat, wirft sie jetzt Tabletten ein, um gar nicht erst in die Gefahr des Teufelskreises zu kommen (das Suchtpotential ist ihr dabei selbstverständlich vertraut).

    Gegen diese Verspannungen bzw. die daraus resultierenden Schmerzen helfen im Vorstadium auch oft die Sachen von BackOnTrack/Cetus. Vorausgesetzt natürlich, man kann das gerade am Leib haben.

    Die wenigsten Schulmediziner betrachten ganzheitlich bzw. gucken mal über die Grenzen des ständig Wiederkehrenden hinaus. Vielleicht kann man ihnen da auch nur begrenzt einen Vorwurf machen. Oftmals ist das Verhalten der Ärzte bei Rückenschmerzen ähnlich wie der TÄ bei Borreliose beim Pferd. GsD gibt es aber auch immer wieder welche, die weiter gucken, sich fortbilden und andere Ansätze zulassen.

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Der Rest sind meine Feldekrais-CDs

    Merlijn, alles schön und gut, aber ich finde die furchtbar langweilig. Einmal bin ich sogar fast eingeschlafen dabei. :rolleyes: Ich kann mich dazu echt kaum bis gar nicht aufraffen. 🙁

  • Helios Helios sagt:

    ich kenn das, Mau, bei mir hakt es in HWS und LWS. Nach langer Odyssee bei verschiedenen Ärzten, Physiotherapie, etc. wurde es mal besser, mal schlechter. Zum Schluß haben weder Schmerzmittel noch Tetrazepam angeschlagen. Ich hab mich dann auf Anraten zu einem Facharzt für Neurochirurgie begeben. Dort wurde im HWS Bereich zwischen die Wirbel gespritzt, danach gab es 4 Tage Schmerztherapie. Ich fühlte mich hinterher wie neugeboren, die Schmerzen waren so gut wie verschwunden, die leichten Verspannungen, die ich noch merkte, waren dagegen ein Klacks. Stressbedingt hatte ich nach 2 Monaten einen Rückfall, ich konnte mich von einem Tag auf den anderen nicht mehr bewegen. Im hiesigen KH haben sie mich 1 Woche mit Meds vollgepumpt, gemacht wurde nix X( Dann endlich Termin bei o.g. Neurochirurg: gleiche Prozedur und seither (März) ist es fast weg.

    Mir wurde bei der zweiten Schmerztherapie auch gesagt, daß die Physiotherapie nicht immer gut ist :nix:

    Verschlechterung spüre ich immer in Verbindung mit kälterem Wetter, ist das bei euch auch so?

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Einmal bin ich sogar fast eingeschlafen dabei. :rolleyes: Ich kann mich dazu echt kaum bis gar nicht aufraffen. 🙁

    Tja, ich bin schon dabei eingeschlafen, auf dem Rücken, flach ausgestreckt ohne Unterlage auf dem Holzparkett.

    Ich finde das eine reife Leistung 😉

  • Avatar maurits sagt:

    nein, meine Beschwerden sind rein muskulär und haben nichts mit kaltem Wetter zu tun, die Wirbelsäule ist soweit okay.

    ich lasse mir nichts in die Wirbel spritzen, da die Unverträglichkeitsreaktionen, sofern welche auftreten, sehr heftig sein können und ich auch auf so ein Mittel mal mit Bronchialspasmen reagiert habe. Ich habe in meiner Arbeit zwei Patienten erlebt die innerhalb weniger Minuten reanimiert werden mussten, gsd mit glücklichem Ausgang.

    Physiotherapie ist nur dann nicht gut, wenn sie dem Beschwerdebild nicht entspricht dann kann man mehr kaputt als heil machen.

    lg
    mau

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Mir wurde bei der zweiten Schmerztherapie auch gesagt, daß die Physiotherapie nicht immer gut ist :nix:

    Es kommt drauf an, was unter Physiotherapie verstanden wird.

    In der Spiraldynamik sind es ausgebildete Physiotherapeuten, die Dir den richtigen Bewegungsablauf erklären, oder dem Körper erklären.

    Weil der nämlich durch die Fehlfunktionen gar nicht mehr weiss, wie ein Bewegung ergogynamisch erfolgen sollte.
    Stichwort Hüftachter, ich habe lange daran gekaut, heute merke ich bei jedem Schritt ob ich richtig gehe oder nicht.

    Und wenn ich nicht richtig gehe, dann fangen die Verspannungen sofort wieder an.
    Es reicht dann, ein paar Meter „bewusst“ zu laufen und ich m erke wie der Körper sich wieer einspielt.

    Tönt kompliziert, ist es auch ein bisschen und doch nicht, weil man eben durch speziell geschultes Personal geschult wird.
    Und dann wird das Thema immer spannenender und ganz viele Lämpchen gehen einem auf.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    meine Beschwerden habe auch rein gar nichts mit Wetter oder Wetterwechsel zu tun, überhaupt nicht.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Ich finde das eine reife Leistung 😉

    Ich konkretisiere, das geht nur mit völlig entspannten Muskeln und verkürzte Muskeln, die Ursache des meisten Uebels sind in Dauerspannung 😀

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Und ich dachte, du machst einen Scherz. Ich finde es wirklich furchtbar langweilig. :gähn:

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Nun, Feldenkrais findest Du in jeder einigermassen vernünftigen Körperarbeit wirder auch so in Spiraldynamik.

    Ob Du das langweilig findest oder nicht sei dahingestellt, wenn Du es langweilig findest, dann hast Du es nicht verstanden :nix:
    Ich finde es spannend, mit jedem Mal hören spannender, weil ich immer wieder etwas entdecke wie mein Körper reagiert oder wie sich eine Bewegung zusammensetzt.
    Ich gebe zu, sich zum Chiropraktier oder Ostepathen zu begeben und das Problem manipulativ lösen zu lassen ist viel einfacher.
    Oder sich für Hüfte oder Rücken unters Messer zu legen.
    Ich habe es jahrlang so gemacht und mich schlussendlich selber ausgenockt und an die Wand gefahren.

    Ursprung, das bin ich mir heute ganz sicher ist eine Oberschenkzerrung, ein klassischer „Ausrutsch“ Unfall, der nach und nach sämtliche Bewegungsabläufe gestört hat. Ein paar Unfälle mit Pferden kamen noch dazu, schön alles immer Linke Seite, zudem bin ich ein Extrem-Rechtshänder.
    Der Körper ist Meister im Kompensieren und irgendwann kann er das Kompensieren vom Kompensieren nicht mehr bewältigen, und dann ist Schluss. Fertig, die Karre steckt im Sumpf.

    Ich hatte manchmal RückenschSchmerzen, Hüftschmerzen ich konnte kaum mehr laufen, geschweige denn stehen.
    Ich bin täglich geritten, aber manchmal hing ich am anfang wie ein nasser Sack auf dem Pferd, kein Gefühl im linken Bein und der Rücken völlig blockiert. Ich habe manch ein Mal geheult und die Tränen sind mir vor Wut und Enttäuschung und Schmerz runtergelaufen.

    Nur alleine die Kraft und der Willen, mein Pferd nicht im Stich lassen zu wollen, hat mich angetrieben und ich habe Wege gesucht und Wege gefunden.

    Heute bewege ich meine Gelenke wieder wie fast einst im Mai und das erste Mal, wo ich schmerzfrei wieder aussitzen konnte, ein langes Bein, angeppappt im Sattel und im Kreuz und Becken mitschwingend und mein Pferd unter mit immer grösser wurde, da sind mir die Tränen runtergelaufen, so dankbar war ich.

    Aber jeder muss er wie er muss.

    Ich bin einfach zur Ueberzeugung gekommen von nix kommt nix :denk: :nix:

    Und wenn ich ein paar Tage nachlässig werde, holts mich ein, selbstverständlich nicht so schlimm wie früher, aber neu wird ma nie, man kann nur optimieren.

    Ich bin übrigens auch nicht gegen Schmerzmittel, wenn man aber schmerzmittel vermeiden kann, warum sollte man sie nehmen ?

  • Avatar ambra sagt:

    Hier wurde gefragt, warum die Stosswellentherapie teuer ist… Wir stellen diese Geräte (die im Grunde von Lithotriptoren, also Stosswellensystemen zur Zertrümmerung von Nierensteinen) her. Anschaffungskosten für ein ordentliches System für die Orthopädie von netto Euro 30.000,00 aufwärts. Dazu kommen noch Verbrauchsmaterialien wie Elektroden (die Stosswellen werden über ein Zündkerzensystem erzeugt) und die Arbeitszeit des Personals oder Arztes. Abrechnungssatz einfach laut GOÄ um die 80,00 Euro (Steigerungssätze können abgerechnet werden, aber nur bis 3 Behandlungen). Die Amortisation des Geräts kann ja jetzt jeder mal selber rechnen… Gute Seite um sich über myofasziale Schmerzsyndrome zu informieren sind: http://www.igtm.org http://www.mgms-ev.de Gerade bei Rückenbeschwerden sollte eine Stosswellen-Trigger-Behandlung mit einer manuellen Therapie (um z.B. durch muskuläre Defizite verursachte Gelenkblockaden zu lösen) kombiniert werden.

  • Avatar ambra sagt:

    noch vergessen…

    Die Therapie ist tatsächlich nur der Anfang. Gesund erhält man den Muskelapparat nur durch entsprechendes Training.

  • Avatar maurits sagt:

    Ich nehme im Akutfall jetzt welche da ich aktuell Probleme habe.

    Ich unterschreibe jedes Wort bei Dir, auch ich habe diverse Unfälle und Blessuren hinter mir die sich auf Dauer angesammelt haben und immer wieder kam noch was drauf und noch was drauf und irgendwann war Schluss.

    Ich muss dazu sagen, ich weiss nicht wie es bei Euch ist, aber ich habe hier auch einiges an körperlicher Arbeit zu leisten mit dem Pferdehof, das kommt noch dazu. Aktuell aufgrund der seit Wochen miserablen Wetterlage noch extremer, da dann einige Sachen sehr viel beschwerlicher sind.

    lg
    mau

  • Avatar Geisterlicht sagt:

    wenn man aber schmerzmittel vermeiden kann, warum sollte man sie nehmen ?

    Darum ging es nicht zwingend. Es geht um das „zwanghafte“ Vermeiden von Schmerzmitteln, weil man glaubt, es auch so irgendwie aushalten zu können. Das führt irgendwann zu einem Teufelskreis. Manche Beschwerden bekommt man nicht so ohne weiteres schmerzfrei.

    Osteopathie und Co. sind keine Dauerlösungen und dennoch muß man erstmal auf den Weg gebracht werden, sich selbst helfen zu können.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    noch vergessen…

    Die Therapie ist tatsächlich nur der Anfang. Gesund erhält man den Muskelapparat nur durch entsprechendes Training.

    Ich halte übrigens sehr viel von Stosswellentherapie.

    Auf die Idee gekommen bin ich durch diesen Dr. Braumeister Oder Baumeister.

    Habe mir dann hier in Bern einen Arzt gesucht, der Stosswellentherapie anbietet.

    Ich denke wenn ich heute noch mal ein Serie mache, mit dem was ich jetzt bei Spiraldynymik lerne, komme ich noch einen Schritt weiter :thumbsup:

    Ambra, was hälst Du vom Spiraldynamik-Konzept?
    ich denke Du kennst es sicher auch.

    Ich hatte übrigens ja mal diesen Stefan Stammer /Osteopathen, Physio am Pferd.
    Wir sprachen da auch dadrüber, der ist ja auch für eine „Stabilisation“ des Pferdes.

    Ich habe mich da sehr gefreut, als er meinte, das sei eines der besten Konzepte, gerade weil es die Körperstabilisation und nicht die Beweglichkeit (krass ausgedrückt) verfolgt.
    Ich war mir dann sicher, dass ich jetzt auf dem richtigen Weg bin

  • Avatar ambra sagt:

    Spiraldynamik habe ich mir im Grundsatz mal angesehen und halte es für ein gutes Konzept.

    Du meinst Dr. Wolfgang Bauermeister aus München… sagen wir mal, der Mann ist speziell. Ein guter therapeutischer Ansatz und die Patientenresonanz gibt ihm Recht.

    Es gibt einige Therapeuten, die weniger medial arbeiten 😉

    Bei Pferden ist Stosswelle in den USA im übrigen wesentlich weiter fortgeschritten als bei uns.

    Sehr interessant ist im übrigen, dass Myogelosen (Muskelhartspann) bereits bei Kleinkindern und Neugeborenen nachgewiesen werden kann. Muskelverhärtungen scheinen also zum „normalen“ Muskeltonus zu gehören. Nur wenn diese Verhärtungen anfangen funktionell Schwierigkeiten zu bereiten, dann kann das gesamte System aus dem Gleichgewicht geraten.
    Weiter interessant… congoide Menschen (also afrikanische Abstammung) haben weniger Myogelosen als Weisse.

  • Avatar Sky0202 sagt:

    Hallo,
    ich habe die Stoßwellen-Trigger-Therapie gemacht..bzw. wurde bei mir über ein halbes Jahr gemacht. Es tut weh :S ..aber es hilft wirklich um die Verspannungen zu lösen etc. Zudem wurden weitere Anwendungen durchgeführt. Ist bei mir nun schon 3Jahre her.
    LG

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Nun, Feldenkrais findest Du in jeder einigermassen vernünftigen Körperarbeit wirder

    So was habe ich ja noch nicht gemacht.

    auch so in Spiraldynamik.

    Vielleicht lerne ich die ja im Februar kennen. Dann kann ich mitreden. :look:

    Aber jeder muss er wie er muss.

    Womöglich sind meine Probleme noch nicht groß genug, dass ich es zu schätzen weiß. Wenn ich deine schmerzhafte Geschichte höre, bin ich da schon noch meilenweit von weg.

  • Avatar Bohnchen sagt:

    Ich habe diese Trigger Therapie jetzt mal gegoogelt und geschaut wo man hier sowas machen kann. Das hört sich sehr interessant an. Ich habe immer wiederkehrende Probleme mit der HWS (Kopfgelenk)/BWS, damit einhergehende Migräne, Spannungskopfschmerz, Sehstörungen, Schwindel usw.
    Ich bin bei einem KG in Behandlung der manuelle Therapiemit TCM, Osteopathie und Akupunktmassage nach Penzel kombiniert und bin da auch total happy.
    Im Frühjahr wurde meine HWS geröntgt und dabei wurde mir schon gesagt, dass meine Muskulatur offenbar so verhärtet ist, dass sie meine HWS zu gerade macht. Ich kann das schlecht umschreiben. Besonders bei Stress oder Anspannung verschlimmert sich das und ich kriege üble Blockaden.
    Bei mir scheinen wohl auch tatsächlich die Verspannungen die krux zu sein, mit der Wirbelsäule ist alles ok.
    Von dahr bin ich immer an alternativen Methoden interessiert gerade was die Verspannungen angeht.

    Könnt ihr mir sagen bei welcher Art von Therapeut ihr das gemacht habt, ich habe jetzt Heilpraktiker gefunden die das anwenden aber auch Krankengymnasten.
    Was empfehlt ihr und wie hoch waren die Kosten pro Behandlung?

  • Avatar Sky0202 sagt:

    Hallo Böhnchen, ..genau meie Baustelle. Sprich…durch einen Verkehrsunfall wurden meine Wirbel der Halswirbelsäule verschoben. Die Stellung der Wirbel ist zu steil…was jahrelang niemand merkte..auch ich nicht. :rolleyes: Im 2.Staatsexamen (Schreiben der Examensarbeit) bekam ich auf einmal starke Verspannung in der HWS. Naja..nix dabei gedacht und weiter gemacht…es gab ja einen Abgabetermin. Nach etwa 14 Tage konnte ich den Hals kaum noch bewegen. Ich wurde ins Krankenhaus geschickt….die waren so ratlos, dass sogar ein Bandscheibenvorfall vermutet wurde…ab ins MRT 🙂 . Dort erhielt ich die Aussage…gute Nachricht: kein BS..schlechte Nachricht: ihre Muskel sind durch die Fehlstellung so verkrampft, dass die Spinalnerven abgedrückt werden X( . Im Krankhaus selbst war ein Rehazentrum. Ich war dort 3x die Woche zur Behandlung…Unmengen von Anwendungen :doh: . Eben auch diese Trigger-Stoßwellen-Therapie. Bei mir wurden die Kosten (privat) übernommen….billig war das nicht. Wie gesagt…es tut wirklich weh….hilft aber. Insgesamt war ich ein halbes Jahr in Behandlung. Danach war ich 2 Jahre in der Rückenschule. Heute habe ich nur ganz selten Probleme damit…obwohl die Fehlstellung ja weiterhin besteht. Wenn es anfängt zu zwicken, dann geh ich zur med. Massage. Da war ich…kann ich nur empfehlen!!! http://www.rehamed-büdingen.de/

  • Avatar Fluppel sagt:

    Ich bin noch auf der Suche nach dem Weg, d.h. die beste Therapie für mich.

    Ich bin seit Monaten nicht mehr schmerzfrei (LWS), jeder Huster, jedes Anstoßen an einer Tischkante, jedes Niesen, jeder Schluckauf etc. alles knallt mir ungebremst in den Rücken. Mein rechtes Bein schmerzt und ist in extremen Fällen nicht mehr ganz steuerbar und belastbar (Wegknicken). Mein traumhaftest junges Pferd kann ich im Galopp kaum sitzen, weil ich diese großen Sprünge nicht durch meinen Rücken lassen kann (Aussitzen im Trab geht meistens sehr gut, nur an wirklich schlechten Tagen nicht). Was bin ich schon heulend abgestiegen, vor Wut über meinen Rücken der mich so hängen lässt. Meine unbequeme große Dame schmerzt selbst im leichten Sitz inzwischen, da kommen einfach trotzdem noch zu viele Erschütterungen an.
    Die Röntgenbilder zeigten eigentlich nichts Dramatisches, zumindest nicht den befürchteten Bandscheibenvorfall. LWS stark nach rechts gekrümmt und selbiges KDG verändert. Natürlich sind die ganzen Muskelpartien in dem Bereich völlig verhärtet und verspannt.
    Ich bekam jetzt einmal Krankengymnastik-Rezept (da wurde festgestellt dass mein rechtes Becken viel tiefer ist und eine Blockade zwischen 4. und 5. (?) LW gelöst und die Muskeln aufgemacht, war also keine KG sondern manuelle Therapie), seitdem ist es besser – aber noch deutlich weg von gut. Trotzdem werfe ich vor dem Reitunterricht inzwischen Schmerzmittel ein, denn ich habe das Gefühl ich verfalle sonst immer noch schneller in diese Schonhaltung.

    Spiraldynamik ist für mich nicht machbar, ist zu weit weg als dass ich das während der Kindergartenzeit meiner Tochter hinbekäme.
    Kiesertraining wäre organisierbar – Orthopäde ist Fan davon, Krankengymnast hält es in meinem Fall für sinnlos. ?(
    Reiten finden beide gut (steht aber eh nicht zur Debatte 8| ), Misten und ähnliche Bewegungen (Gewichtsbelastung + Drehbewegung) ist natürlich nicht das, was ich machen sollte, aber ich kann ja hier nicht alles liegen lassen. Auch meine Kleine mit ihren 15kg will bzw muss halt gelegentlich mal irgendwo hochgehoben werden.

    Wärme ist super wichtig und hilfreich, in meinem zarten Alter habe ich selbst in den Urlaub meine kleine Heizdecke mitgeschleppt, die immer unter meinem Bettlaken auf meine LWS wartet… Ceratex Rückenschoner und Nackenschoner (manchmal zieht es bis hoch) hab ich natürlich und in richtig schlimmen Phasen ginge es ohne die gar nicht.

    Ich bin es so leid! Ich hab mein Leben lang Sport gemacht, ich war durchs jahrelange Ballett immer ein Vorbild für gute Haltung, an Muskulatur mangelt es mir ganz sicher nicht und mein Rücken lässt mich so im Stich. Ich gebs zu, ich finds ungerecht. 😀 Und bin es nicht gewohnt nicht so zu können wie ich will. 🙁
    Ab 01.01. hab ich eine neue Krankenkasse und da werden auch Osteopathie-Behandlungen (bei gelisteten Physiotherapeuten) übernommen. Da wollte ich mal gucken…
    Jetzt lese ich hier mit und lese und höre zum erstenmal von Triggerpunkten und sonstigem. :huh: Was sag ich da jetzt meinem Orthopäden? :pinch:

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Fluppel, lass Dich erst mal drücken :hug:

    Spiraldynamik ist für mich nicht machbar, ist zu weit weg als dass ich das während der Kindergartenzeit meiner Tochter hinbekäme.

    Flupps man kann da auch spezifisch Ganztagestrainings buchen (zumindest in der CH, wo das Konzept herkommt), wäre da eine Option?

    Kiesertraining wäre organisierbar – Orthopäde ist Fan davon,

    …mach das ja nicht, den Fehler habe ich auch gemacht, ich habe mir das Problem mit Muskeln zubetoniert :kowa:

    Krankengymnast hält es in meinem Fall für sinnlos. ?(

    Da hat er vollkommen recht :resp: Ich könnte mir vorstellen, dass Du genau am gleichen Problem wie ich leidest, d.h. Du richtest Dein Becken nicht mehr richtig auf, die Sitzbeinhöcker sind beim Stehen nicht mehr in der richtigen Position und Dein ganzer „Halte- und Aufrichtapparat“ arbeitet über die Schultern. Das heisst Du hast über dem ISG auch ein Knick in der LWS. Mal ganz laienhaft ausgedrückt. Man muss lernen sich über den Beckenboden aufzurichten und beim Gehen, mit dem Hüftachter das Gelenk ergonomisch zu bewegen. Heute bin ich soweit, dass ich mit ein paar gezielten Uebungen, resp. am richtigen Ort „loslassen“ können, die Muskelspannun abbauen kann, alles richtet sich, un des funktioniert wieder.

    Reiten finden beide gut (steht aber eh nicht zur Debatte 8| ),

    Reiten tat mir immer gut, ausser langes Schrittreiten, z.B. im Gelände wenn man wegen Gelände (zu hart oder steinig oder Asphalt) nicht ab und zu traben konnte. Mittlerweile gehen auch länger Schrittausritte, obwohl ich die auch zu vermeiden versuche. Wo ich früher nach 10 Minuten begann Schmerzen zu verspüren, kann ich heute locker ne Stunde Schritt reiten, es ist dann einfach nur langweilig 😀 Ab und zu, wenn ich nicht bewusst bewegt habe, oder ab und zu die Uebungen, die man problemlos ins tägliche Geschehen einbauen kann, vergesse, dann beginnt mich mein Körper langsam zu mahnen… 8o Die Uebungen sind absolut simpel. Z.B. jede Treppenstufe ist eine neue Chance, die Bewegung richtig auszuführen 😀

    Misten und ähnliche Bewegungen (Gewichtsbelastung + Drehbewegung) ist natürlich nicht das, was ich machen sollte, aber ich kann ja hier nicht alles liegen lassen. Auch meine Kleine mit ihren 15kg will bzw muss halt gelegentlich mal irgendwo hochgehoben werden.

    Ich habe manchmal vor Wut geheult, ich die früher locker eine 30 Kilo Harasse Möhren herumschleppte, konnte nicht mal ohne zu stöhnen einen Wassereimer tragen, oder die Mistkarrette leeren. Ich habe alles mit den Schultern gemacht 8o 8o Irgendwann geht nix mehr :no:

    Wärme ist super wichtig und hilfreich, in meinem zarten Alter habe ich selbst in den Urlaub meine kleine Heizdecke mitgeschleppt,

    ich z.B. kann Wärme gar nicht ab. Ist vielelicht auch noch ein Problem. ich decke mich nachts auch oft ab, Fenster sperangelweit offen, auch im Winter und schön den Rücken in Fensterrichtung halten, inkl. die Füsse die ich regelmässig abdecke. Manchmal stehe ich am morgen wie ein Roboter auf 8o 8o Aber ein Schhritte dann gehts wieder. Ach ja und schlafen geht nur hart, auf einem original-Futon und ein Brett darunter. Sobald ich nur ein bisschen weich schlafe, schlafe ich zwar auch herrlich aber der ganze nächste Tag sortieren sich irgendwie meine Knochen nicht mehr. Diese Erkenntnis habe ich durch die Seite von Dr. Walter Packi http://www.biokinematik.de gewonnen. Ich habe das auch gemacht, ist aber ziemlich für Hardliner. Es war aber der Anfang, auch der Anfang der Erkenntnis, dass ich was ändern kann wenn ich will. meinem Bettlaken auf meine LWS wartet… Ceratex Rückenschoner und Nackenschoner (manchmal zieht es bis hoch) hab ich natürlich und in richtig schlimmen Phasen ginge es ohne die gar nicht.

    Ich bin es so leid! Ich hab mein Leben lang Sport gemacht, ich war durchs jahrelange Ballett immer ein Vorbild für gute Haltung, an Muskulatur mangelt es mir ganz sicher nicht und mein Rücken lässt mich so im Stich.

    Fluppsi, Dein Rücken lässt Dich nicht im Stich, da bin ich mir ganz sicher, der weiss nur nicht mehr wie es geht :eye: Und vor allem ich bin mir ganz sicher dass Dein Problem nicht vom Rücken kommt sondern von ganz anderswo. Das können z.B. die Füsse sein, so wie Du gehst. Wenn Du z.B. da an der Ursache was änderst geht das Symptom weg.

    Ich gebs zu, ich finds ungerecht. 😀 Und bin es nicht gewohnt nicht so zu können wie ich will. 🙁

    Das ging mir genau gleich, mein ganzes Leben habe ich mich bewegt, ich war auch im Ballett, ich habe von klein auf dem Pferd gesessen, ich habe leidenschaftlich gerne getanzt, wandern, kleinere Bergtouren, skifahren, schwimmen :ja: Man will es einfach nicht akzeptieren. Mit Recht :thumbsup:

    Ab 01.01. hab ich eine neue Krankenkasse und da werden auch Osteopathie-Behandlungen (bei gelisteten Physiotherapeuten) übernommen. Da wollte ich mal gucken… Jetzt lese ich hier mit und lese und höre zum erstenmal von Triggerpunkten und sonstigem. :huh: Was sag ich da jetzt meinem Orthopäden? :pinch

    Am besten ist eine Kombi aus allem. Wenn es Triggerpunkte sind, Trigger lösen, dann Osteo und begleitend die Bewegungsschulung.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Uebrigens für sehr viele diffuse Schmerzzustände bis hin zu simuliertem Bandscheibenvorfall, Beckenschiefstand, ISG-Blockaden und Hüftproblem ist der Muskulus Piriformis verantwortlich. Das sogenannte „Piriformis-Syndrom“.

    Und ich frage mich, warum es so viele Leidensgeschichten gibt, und die behandelnden Aerzte nicht erst mal auf diesen vertrackten (sehr schwer behandelbaren) Muskel kommen :doh:
    Als hätte man noch nie was von dem gehört.

  • Avatar maurits sagt:

    Keine Ahnung Fluppsel, ich würde fast dem Orthopäden gar nichts sagen, oder ihn fragen und wenn er nichts davon hält, dann würde ich da weiterforschen und zwar nicht mehr bei dem. Die meisten haben keine Ahnung oder tun so als hätten sie keine.
    Wenn ich nicht selbst angefangen hätte, einfach auf Empfehlung einer Freundin einen weiteren Physio aufzusuchen, den sie mir empfahl und von dem ich mir nichts versprach da ich ja das Programm jahrelang durch hatte, würde ich heute vermutlich Antidepressiva nehmen, die hatte man mir nämlich schon vorgeschlagen gegen meine „psychogenen Schmerzzustände“.
    Dieser Physio brachte dann aber die Wende, und hat das grösstenteils hinbekommen. Es dauert allerdings, 20 Jahre kranke Rücken therapiert der auch nicht in drei Sitzungen.
    Momentan schaffe ich es nicht dorthin, ich werde aber Anfang Januar wieder fahren, und solange habe ich eine junge Dame in der Klinik wo ich arbeite, die das auch sehr gut macht und mir schon geholfen hat, aber auf Dauer ist dieser sehr erfahrene Therapeut doch noch ein kleines wenig effektiver, der ist halt nur nicht hier um die Ecke… Ich muss auch sagen, ich hatte dank ihm lange Ruhe bis ich jetzt mich massiv überlastet habe und verhoben und böse Probleme mit dem ISG hatte und momentan nutze ich die schnelle Hilfe vor Ort hier, das ist auch gut und besser als nichts.

    Ich würde mir einen guten Physiotherapeuten suchen, der sich mit Triggerpunkten auskennt. Ansonsten gibt es im Netz Seiten wo auch speziell dafür ausgebildete Ärzte tätig sind, die die Stosswellentherapie anbieten.
    Wenn Du etwas Zeit hast, in unserer Klinik gibt es immer ab und zu eine Zeitung „Ortho-Press“ da stehen die drin, dann such ich Dir das bei Gelegenheit raus. Oder schicke Dir die Zeitung.

    Böhnchen, ich zahle für manuelle Therapie 13-14 Euros pro Termin. Nach anfänglichen wöchentlichen Terminen geht es bald alle zwei bis drei Wochen weiter und das ist bezahlbar.

    Fluppel, Wärme? 😀 Ohne meine Wärmflasche gehe ich nicht schlafen und im Auto ist immer Sitzheizung voll an.
    Die Stallarbeit die Du beschreibst habe ich auch, aber das ist es nicht allein was einen krank macht.

    Im Akutfall wie jetzt ist auch mal angesagt ein paar Tage Schmerzmittel und ein Muskelrelaxans zu nehmen(Musaril abends) um den Teufelskreis mal zu durchbrechen.

    Generell wette ich mit Dir, dass Du ein ähnliches Bild Deiner Muskulatur hast wie ich.

    lg
    maurits

  • Avatar maurits sagt:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Musculus_piriformis Jau alles klar und du mokierst Dich über meinen Hintern wo Trigger behandelt wurden. Der Physio sagte mir mal „Reiter haben alle einen verspannten Hintern“ und besonders da.

  • Avatar Fluppel sagt:

    Danke Merlein :friend: ,

    ja so Ganztagestraining bei der Spiraldynamik wäre wohl gelegentlich (! also so alle paar Wochen) machbar, da würden meine Eltern sicher einspringen und die Kleine abholen, ich muss dafür nach München rein, das wird sonst zu knapp mit dem Kindergarten

    Mein Physio meinte, dass er denkt dass sich bei mir alles durch einen Sturz/Unfall potenziert hat, das kann schon sein, da kam einiges in Frage. 😀 Er machte den starken Beckenschiefstand in erster Linie für alles verantwortlich und sieht das andere als Folge davon, der Orthopäde siehts umgekehrt. :wacko: Mir ist es letztendlich wurscht was zuerst da war, nur verschwinden soll es bitte. 😀

    Schritt tat und tut mir schon immer gut, v.a. Wonnelys weit ausgreifender, übergreifender Schritt, da habe ich das Gefühl richtig durchgelockert zu werden, quasi eine Gratismassage. Trab geht wie gesagt auch gut, Galopp und da natürlich v.a. Linksgalopp ( durch das nach rechts schiefe Becken fiel/fällt mir da das mittig bleiben natürlich extrem schwer) sind ätzend für mich. Und dabei galoppiert die so geil. ;(

    Die Uebungen sind absolut simpel. Z.B. jede Treppenstufe ist eine neue Chance, die Bewegung richtig auszuführen

    Genau das gefällt mir so dadran, deswegen hatte ich nachgeguckt ob und wo es hier Spiraldynamik gibt. Ich war immer schon gut drin Übungen in meinen Alltag zu integrieren. Mich gezielt hinzusetzten oder zu legen um irgendwas zu machen – da bin ich eher nicht so gut… :tuete:

    Hart schlafen tue ich schon immer – da Bauchschläfer. Wenn ich da noch ne weiche Matratze hätte und es meinen Rücken somit durchbiegen würde, ginge gar nichts mehr. In schlechteren Phasen geht aber auch bei meinem Betonbett 😀 die Bauchlage nicht – dann muss ich auf gekrümmte Seitenlage ausweichen um meinen Rücken zu entspannen.

    Maurits, nachdem mein Röntgenbild nun Befunde aber nicht so Gravierende wie erwartet aufwies, war auch die erste Frage ob ich wohl gerade Stress hätte. :wacko: Aaaaaah, ich kann das nicht hören! Ich bin mir ganz sicher, dass mir nicht Stress auf den Rücken schlägt sondern eine Fehlhaltung z.B. durch einen Unfall samt daraus resultierenden körperlichen Folgen. :rolleyes:
    Sitzheizung im Auto ist auch bei mir immer volle Pulle an und das ist der Hauptgrund warum ich maule wenn ich mal das andere fahren muss, das hat nämlich keine. :daumen:
    13-14 Euro pro Therapie ist ja ein Traum, das würde ich mir sofort gönnen. :thumbsup: Ich hab meinen Physio gefragt was es bei ihm kostet wenn man selber zahlt, 40 Euro ist dann doch ne andere Hausnummer für 30 Minuten. :seufz:

    Was hast du denn für eine Muskulatur? 😀 Meine ist gerade am Rücken eigentlich extrem stark ausgeprägt und super darin zu verkrampfen. :look:

    Ihr habt mir viele gute Tipps gegeben. :ja: Das muss doch in den Griff zu kriegen sein.

  • Avatar maurits sagt:

    Ich habe eine ausgeprägte und gut ausgebildete Rückenmuskulatur.
    Entgegen dem jahrelangen Geschwaller, man müsse nur ordentlich Muskeln aufbauen, das brauch ich nicht, ich hab selbst genug.

    Verkrampfungen habe ich in schlimmen Phasen auch, ich weiss genau was Du meinst. Du bekommst das nur locker wenn man diese chronisch geschädigten Punkte zum Loslassen bringt.

    In Akutphasen abends Tetrazepam, tagsüber Schmerzmittel, kurzzeitig.
    Magnesium teste ich gerade als Dauermedikation nebenbei.
    Und dann halt entsprechende Physiotherapie und Bewegungsübungen.

    Anhand der MRT Bilder habe ich auch „nichts“ bis auf leichte Arthrose im BWS Bereich. Dafür fanden wir in der Triggertherapie dann aber hartnäckigste Punkte an den unmöglichsten Stellen. Die wirklich fiesesten waren z. B. in den Achselhöhlen. Auch ungern erinnere ich mich an die am Schlüsselbein und Brustbein.

    Jetzt bei dem LWS Syndrom habe ich übelste Punkte in dem von Merlijn beschriebenen Muskel. Aber wenn man da einmal durch ist und die Dinger loslassen ist das Gefühl göttlich.
    Es lohnt sich.

    lg
    mau

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Ich habe auch eine ausgeprägte Rückenmuskulatur, vor allem rechts neben dem ISG. Da war ein richtiger kliener Muskelhorst, nur links eben nicht. langsam ganz langsam, löst sich der Muskelhorst rechts jetzt auf, resp. normalisiert sich und auf der Linken seite beginnen sich vermehr Muskeln zu bilden. Und ja, das Geheimnis liegt im Loslassen können, und doch einen zentrierten und stabilisierten Rumpf zu haben in dem die Gelenke einzeln bewegt werden können, das ganze ist eine Spirale von unten bis oben, jeder Schritt, jede Bewegung 😉 Ist nichts anderes, als die Losgelassenheit beim Pferd und nur ein losgelassenes Pferd kann Schwung entwickeln. Ist überhaupt manchmal komisch. Unsere Pferd hätten wir schon längst therapiert, und nur wir selber treiben mit unsern Körper Raubbau, und manchmal nur weil wir zu bequem sind, was zu unternehmen. Hier noch ein interessanter Bericht. Spiraldynamik (Konzept von Orthopäden) läuft ja auch unter dem Untertitel „Trainieren statt operieren“ http://www.spiraldynamik.com/pdf/Spiraldynamik_Christian-Larsen_trainierenstattoperierenSAEZ2009-38-172.pdf Was in diesen ganzen Bewegungskonzepten auch gut ist, selbt wenn man einmal operiert werden müsste (es ist ja nicht so, dass das nicht in gewissen Fällen angezeigt ist, oder doch mal nötig wird) hat man die ganze Aufbauarbeit bereits intus. Nach der Operation weiss man schon durchs vorangegangene Training wie der Hase läuft und wie man seinen Körper bewegt, die Rekonvaleszenz ist deutlich kürzer.

  • Avatar Fluppel sagt:

    Ist überhaupt manchmal komisch. Unsere Pferd hätten wir schon längst therapiert, und nur wir selber treiben mit unsern Körper Raubbau,

    Orginalworte meiner Reitlehrerin. Die hat mich schon paarmal angefahren, dass ich für mein Pferd, wenn es solche Symptome zeigen würde, schon längst den Tierarzt gerufen hätte. Und DEN zahlt nicht mal die Kasse. :tuete: Ja, an mir geize ich gerne, aber ich hab ja so meine Vorsätze fürs neue Jahr, gelle! :ja: :bite:

  • Avatar wednesday sagt:

    Viel neues bleibt eigentlich nicht mehr nach den Ausführungen von Maurits und Merljin anzubringen.

    Meine Erfahrung ist auch, dass viele Reiter eher zu viel als zu wenig Muskeln haben und daher auch die „Masse“ haben, die sich verkrampfen kann. Seit ich relativ professionell Yoga erlernt habe, sind Rückenschmerzen – überhaupt irgendwelche Schmerzen am Bewegungsapparat – Vergangenheit.

    Wie Merlijn so treffend erklärte: der Körper muss wieder lernen, sich korrekt selbst zu tragen.

    Ein guter Yoga-Lehrer beginnt erstmal damit, dass der Schüler gerade stehen lernt 😀 Und man lernt, seine Gelenke (Schulter, Hüfte, Knie) korrekt zu bewegen und einzusetzen hat. Danach wird die Skelettmuskulatur sukzessive aufgebaut und die vorhandene äussere Muskulatur gedehnt. Deswegen verschwinden in den meisten Fitnessudios die Sportwütigen fluchtartig aus der Yoga-Stunde. Ihre Muskelpakete und durchtrainierten Körper nutzen ihn nichts (aber auch gar nichts) bei den Yoga-Übungen und sie kommen sich bei den einfachsten Sachen vor wie Anfänger (was sie auch sind).

    Ganz ehrlich: ich habe in meinem Leben noch nie solche Schmerzen gehabt wie beim Yogatraining. Da hatte ich öfters mal das Gefühl, dass ich gleich umkippe, weil mir durch die Schmerzen schon schwindelig war. Aber danach habe ich mich so toll wie selten gefühlt.

    Yoga hat – wenn es gut gemacht wird – sehr viel mit Selbsterfahrung am eigenen Körper zu tun. Und ich bin nunmal so gar nicht die Esoterikerin. Aber die innere (psychische) Balance hat doch irgendwas mit der äusseren (körperlichen) Balance zu tun. An beiden muss man arbeiten :friend:

    Wenn Du eine Adresse in München brauchst, Fluppel: Eric Brown (siehe meine Signatur 😀 )

  • Avatar ambra sagt:

    Noch eine Anmerkung zur Trigger-Stosswellen-Therapie.

    Die tut weh, verdammt weh, wenn es nicht weh tut, dann kann man davon ausgehen, dass der Therapeut eben nicht die Myogelose getroffen hat.

    Die apparative Therapie kostet sicherlich ca. 100 Euro (oder aufwärts) pro Sitzung. Es lohnt sich aber! Die privaten Versicherungen können einen Teil übernehmen oder bis zu 3 Behandlungen auch die kompletten Kosten, die gesetzliche KV zahlt gar nichts.

    Um Therapeuten zu finden kann man über die Links von mir (irgendwo weiter vorne) suchen oder einfach Trigger Stosswelle (ntherapie) in Google eingeben.

    Ich wünsch euch allen gute Besserung!

  • Avatar maurits sagt:

    richtig, weh tut es, auch bei der manuellen Therapie.

    Ich finde es ist ein Armutszeugnis, dass diese Therapie nicht von den Krankenkassen übernommen wird, jedoch sehr wohl sämtliche folgende Therapien und OPs, die aufgrund nicht behandelter chronischer Schädigungen entstehen.

    Mir ist ein Fall bekannt, eines jungen Mannes, der nach einem schweren Unfall mit HWS-Verletzungen jetzt als „psychogenes Schmerzsyndrom“ in der Psychiatrie ist. Sicherlich ist der depressiv, da er aufgrund der schweren chronischen Schmerzen nicht mehr arbeiten kann und seine komplette Lebensqualität verloren hat. Ich glaube aber die Depression ist sekundär und die Schmerzen alles andere als psychogen bedingt. So was macht mich ganz fassungslos, der ist überall durch, Orthopädie, Chirurgie, röntgenmässig ist der angeblich „wieder fit“ aber das bedeutet meiner Meinung nach gar nichts. Wenn Ihr mich fragt, hat der genau die Schädigungen in der Muskulatur zurückbehalten von denen wir hier schreiben und die machen dem das Leben schwer.

    Die manuelle Therapie kann man ja mit etwas Glück noch verschrieben bekommen als Krankengymnastik.

    lg
    mau

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Woran erkennt man denn, ob es an den Triggerpunkten liegt?

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Ich würde mal behaupten, Muskelverspannungenund dadurch oft skeletäre Probleme liegen immer an Triggerpunkten 😉

    Und hier kommt eben der springende Punkt oder das hüpfende Komma.

    Du kannst zwar immer die Symptome abstellen aber um dauerhaften Erfolg zu haben musst Du die Ursache weitgehendst, wenn nicht eliminieren, dann mindestens optimieren.

    Sonst reagierst Du dauernd statt zu agieren. :ja:

  • Avatar ambra sagt:

    Woran erkennt man denn, ob es an den Triggerpunkten liegt?

    Du kannst Triggerpunkte über manuellen Druck (wenn die Muskelverhärtung oberflächlich liegt) „auslösen“. z.B. ein Patient der über Ischiasschmerzen klagt, wenn man bei dem die entsprechenden Triggerpunkte drückt, dann erzeugt man genau diese Art Schmerz, über den er klagt, der aber auf klassicher Bilddiagnostik nicht klar darzustellen ist.
    Das grosse Problem der Orthopädie sind diffuse Schmerzen, also Schmerzzustände, die keinem „Bild“ zuzuordnen sind. Oft werden die Patienten als psychosomatisch abgestempelt und einfach mit Schmerzmittel weggeschickt.
    Orthopäden konnten aber nie ausreichend erklären, warum Patient A mit dem selben Röntgenbefund wie Patient B schmerzfrei oder -arm war und der arme B vor Schmerzen fast umkam. Und weil man hier aus Knochensicht (und das war in der Vergangenheit die fast ausschliessliche Diagnose von Orthos) nichts gravierendes fand, wurden die Patienten als bekloppt angesehen und nach Hause geschickt.

    Ich kenne einige Fälle in denen Patienten den Kardiologen die Türe eingerannt haben, weil sie dachten Herzinfarkte zu haben. Ganz klassische Symptome wie Engegefühl, Brustschmerzen, Ausstrahlen in den Arm und damit Panik und Übelkeit. Kardiologisch war aber alles absolut in Ordnung, man fand einfach rein gar nichts.
    In ihrer Verzweiflung gingen diese Patienten alternative Wege und kamen irgendwie mit Triggerpunkt-Therapie in Berührung. Heute weiss man, dass Trigger im breiten Rückenmuskel diese Symptome auslösen kann. Eine einfache Muskelverspannung, die sich fortsetzt.

    Bei der Diagnostik von Trigger ist nur noch wichtig zu beachten, dass sich nur die oberflächlichen Trigger durch rein manuellen Druck auslösen lassen. Für alles, was mehr als 3-4 cm in der Muskeltiefe liegt, reicht der mechanische Druck der Hände nicht aus. Diese Trigger erreicht man dann nur noch mittels Stosswelle und auch therapeutisch kommt man weder mit Akupunktur noch manuell in diese Muskeltiefen.

  • Avatar Geisterlicht sagt:

    @Ambra: solche Fälle habe ich auch schon gesehen. Der Körper hat interessante Methoden, um sich zu äußern. Wo findet man jemanden, der diese Triggerpunkt-Therapie macht?

    @Wednesday: Ich hatte Yoga bisher immer – offensichtlich zu unrecht – als Tiefenentspannung beim Verrenken interpretiert. Zwecks sinnvollem Muskelaufbau sollte ich das wohl nach mal überdenken. Wo und wie findet man denn einen wirklich guten Yoga-Lehrer?

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Wo findet man jemanden, der diese Triggerpunkt-Therapie macht?

    Gute Seite um sich über myofasziale Schmerzsyndrome zu informieren sind: http://www.igtm.org http://www.mgms-ev.de

  • Avatar Furstenberg sagt:

    Ich habe immer mal wieder etwas über diese Therapieform gelesen/ gehört.
    Aufgrund eines akuten Problems – Hexenschuss beim Hochheben eines 15kg Holzpellets Sack :wacko: und angeregt durch diesen Thread habe ich nun vorhin einen Beratungstermin mit einem auf Triggerbehandlung speziaisierten Physiotherapeuten vereinbart.
    Habe schon alles durch: diverse Orthopäden (mit diversen Diagnosen und völlig grauseligen, uneffektiven Behandlungsversuchen 8o, Rücken-Fitness im Studio, Pilates, Powerplate, Akkupunktur usw.) – und am besten hilft mir bislang ein Ostheopat, der alle Gelenkketten wieder korrekt aufeinander puzzelt. Danach fühle ich mich immer wie neu – aber das neu-Gefühl hält leider manchmal nur 3 Tage…
    Ich bin sehr gespannt, was der Beratungstermin bringt! Und sehr gespannt, was man als Selbstzahler investieren muss :red:

    Ich bin übrigens auch fest davon überzeugt, dass man Pferd viel besser läuft, wenn ich rückentechnisch gut drauf bin! Er läuft nach jedem Ostheopatn-Besuch kurzfristig deutlich besser…

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Berichtest du dann mal, ja?? :blinzel: Wann ist der Termin?

  • Avatar Furstenberg sagt:

    Ja, werde berichten!
    Habe kurzfristig am Donnerstag einen Termin bekommen können.
    Ist aber erst einmal nur eine Beratung…

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Fürstenberg, Du bist auf dem richtigen Weg, aber ein Trigger-Spezialist wird Dir dauerhaft genauswenig helfen können wie der Osteopath, der – wie Du richtigerweise fesstelltst „alles schön aufeinanderpuzzelt“. Die Technik des Triggerns ist einfach eine andere.

    Wenn aber der Muskel durch falsches Bewegungsmuster immer wieder negativ beeiflusst wird, wirst Du auch beim Triggern keinen wirklich langfristigen Erfolg erzielen.

  • Avatar ambra sagt:

    … jein. Es hängt alles zusammen. Ich versuch es mal etwas laienhaft zu erklären, wer med. Grundlagen haben möchte, kann in MedPub suchen… Am Beispiel des Rücken: Wenn der Ostheopath die Wirbelsäule „entblockt“ heisst das nur, dass er die Bandscheiben wieder gerade aufeinander setzt. An den Wirbelkörpern selber setzen aber noch die Muskulatur an. Wenn diese aufgrund von Dysfunktion am Wirbelkörper „zieht“, dann hält der Therapieerfolg des Entblockens eben nur kurzfristig an. Andersrum geht es aber auch nicht, also Muskulatur entspannen, heisst nicht zwangsläufig, dass Wirbelblockaden mit gelöst werden. Ein guter Therapeut wird an beiden Baustellen arbeiten, oft leider auch in mehrmaligen Terminen. Wenn die Verspannungen und Blockaden bereits langfristig bestehen, so sind mehrere Sitzungen notwendig um die Verspannung auch wirklich zu beseitigen. Link zu Rückmuskulatur und deren Funktion: http://www.medizinfo.de/ruecken/anatomie/muskeln.shtml Nachdem man das Skelettsystem wieder funktionsfähig therapiert hat, ist eine bewusste Bewegung (Yoga, Spiral etc.) von Nöten, um nicht wieder in falsche Bewegungsmuster zu verfallen oder bei Bewegungen, welche man nicht vermeiden kann (PC-Arbeit z.B.) die Muskulatur bewusst zu entspannen. Und Achtung PowerPlate und Kieser ist nicht für jeden Rücken geeignet… der Quatsch „nur ein starker Rücken ist ein guter Rücken“ ist mittlerweile schon wieder überholt. Die Muskulatur soll nicht falsch austrainiert werden, sondern in Ihrer Funktion korrekt stützend gestärkt werden.

  • Avatar Furstenberg sagt:

    Yoga wäre schon auch noch ne spannende Sache…
    habe immer so ein grundsätzliche Zeitproblem, aber die Yogaschule hier bietet auch spätabends noch Kurse an :denk:

    Ich bin mal gesant, was der besagte Physio mit rät.
    Müste ja eigentlich dann auch in diese Richtung gehen – vielleicht kann er dann auch was empfehlen.

    Ich habe übrigens lange schon beobachtet – wie es in meinem Rücken los geht:
    Eine Grundverspannung zwischen den Schulterblättern ist immer da – auch nach der Osteopathie. Wenn ich von dort komme ist das erst einmal nur ein ganz bißchen, wie ein leichter Muskelkater. Dann baut sich aber nach wenigen Tagen direkt wieder ne Blockade an den Brustwirbeln auf. Fühlt sich so an, als hätte man ein Korsett an. Die Verspnnungen werden dann viel deutlicher, wandern auch in den Nackenbereich und die gesamte Muskulatur ist ein „Panzer“. Ist unangenhem, aber hält man noch aus. Dauert aber nicht mehr lange und im Lendenwirbelbereich macht es „klatscht“, das ist dann ein einziger Krampf und das hält man dann nicht mehr einfach aus…
    Gehe ich dann wieder zu Osteopathen, dann setzt der diverse Rücken- und Nackenirbel, das Becken und Fußgelenke wieder aufeinander und es geht erstmal wieder.

    Leider hat er null Tipps für mich, wie das langfristig in den Griff zu bekommen ist :wacko: und das würd ich halt gern!

  • Avatar maurits sagt:

    bei mir hat ein Physiotherapeut das in den Griff bekommen mit manueller Therapie. Den „Panzer“ im BWS Bereich hatte ich 10 Jahre, alle Therapien brachten nur kurzfristig Erfolg.
    Meine aktuelle Problematik ist eher auf Überlastung zurückzuführen, aber auch da haben sich wieder Trigger gebildet.

    Der o.g. Therapeut hat fast 2 Jahre gebraucht, allerdings in recht langen Abständen, 2-3 Wochen waren immer zwischen den Behandlungen und ich werde aber jetzt auch noch mal hinfahren.

    Du bist nicht sehr nah bei mir in der Nähe?

    lg
    mau

  • Zagal Zagal sagt:

    habe immer so ein grundsätzliche Zeitproblem

    …bei Yoga reichen eigentlich schon 1 bis 2 xtägl. 5 bis 10 Minuten mit den richtigen Übungen! 😉 Der eigene Schw…-Hund läßt uns aber oftmals nicht von der Couch weg, geht mir auch oft so :daumen:

  • Avatar Furstenberg sagt:

    Du bist nicht sehr nah bei mir in der Nähe?

    Dortmund – wo bist denn du? Ich glaube um deinen Physio auszusuchen, ist es doch zu weit, oder? Ich meine, ich habe schon mal irgendwann nachgefragt :denk:

    …bei Yoga reichen eigentlich schon 1 bis 2 xtägl. 5 bis 10 Minuten mit den richtigen Übungen!

    Dazu muss man aber ja erstmal wissen, was die richtigen Übungen sind… Danach diskutiere ich dann mit meinem Schweinehund :tuete:
    Grundsätzlich tut meinem Schweinehund ein fester Termin ganz gut :red: und 1-2 Stunden am späten Abend sollten irgendwie eigentlich zu machen sein. Derzeit raffe ich mich neben allen anderen Verpflichtungen ja auch 1-2 mal in der Woche ins Fitness-Studio… da ist aber eher mittelspaßig – von daher wäre ich gar nicht so traurig das durch sinnvollere Tätigkeiten abzulösen…

  • Avatar maurits sagt:

    Ja ich fürchte der ist zu weit, der ist in der Nähe von Wesel.(genaueres per pn falls doch Interesse).
    Wäre eine Überlegung wert, wenn man nach anfänglich engmaschigen Terminen dann grössere Abstände halten kann was da recht schnell geht.

    Der behandelt auch nicht direkt Trigger, das geht aber in die Richtung, er macht das noch irgendwie „anders“, es gibt keinen Namen für die Therapie. Er hat das für sich selbst bei jahrelang als austherapiert geltenden Patienten entwickelt. Das was der macht ist sehr unspektakulär. das geht nur über sein Gefühl. Ich habe 8 Jahre Rennerei hinter mir gehabt und es wurde immer schlimmer und als ich das erste Mal dort war(ich wollte eigentlich nicht noch jemanden ausprobieren) habe ich gewusst, „das ist es, das könnte Dir helfen“. Und es war so.

    lg
    mau

  • friesentussi1 friesentussi1 sagt:

    Hier sind ja einige gut auf dem Laufenden:
    Vorweg, bis auf latente Hüftprobleme, die nur auftauchen, wenn ich lange nicht geritten bin (wie im Moment) oder gerade wieder anfange und einen blöden „Tennisarm“(wo ich versichern kann, diesen Sport noch nicht mal in Gedanken ausgeführt zu haben :wacko: ), habe ich dank Back-on-Track Nackenwärmer keine gesundheitlichen Probleme.
    Durch meine Nichtreiterei roste ich aber langsam ordentlich ein und so hanen Mann und ich beschlossen: Yoga!
    Wir sind beide im Saisonbetrieb selbsständig und haben also nicht die Zeit, uns neben Viehzeugs und Arbeit noch groß zu engagieren.
    So haben wir uns eine Yoga CD gekauft und die ersten Übungen damit angefangen.
    Ist das OK oder lernt man da nicht genügend Tiefgang?
    Dazu muß ich sagen, dass ich immer sehr sportlich war (ist aber schon etwas her :red: ) und dem Mann alle Gleichgewichtsübungen sehr schwer fallen.
    Oder ist es sinnvoller, erst mal einen Grundkurs unter Anleitung zu machen?

  • Zagal Zagal sagt:

    @friesentussi: Erst mal – bin auch selbständig in unserem Saisonbetrieb 😉
    Zum Yoga: Betreibe ich – mal mehr, mal weniger – bereits seit 23 Jahren (Man bin ich schon alt :wacko: )! Wenn man die Übungen ordentlich gelernt hat, kann man es gut zu Hause praktizieren.
    Allerdings besuche ich auch immer wieder VHS-Kurse, denn da geht man hin, legt sich auf die Matte, macht die Übungen nach Ansage und kann sich ansonsten komplett entspannten :rolleyes: Ist schon ganz was anderes.
    Als blutiger Anfänger würd ich dir schon ein paar Kurse empfehlen – lohnt sich!

  • Honeybear Honeybear sagt:

    habe immer so ein grundsätzliche Zeitproblem

    …bei Yoga reichen eigentlich schon 1 bis 2 xtägl. 5 bis 10 Minuten mit den richtigen Übungen! 😉 Der eigene Schw…-Hund läßt uns aber oftmals nicht von der Couch weg, geht mir auch oft so :daumen:

    Hach, da spricht es wieder, mein Gewissen … :flucht: xmas

    einen blöden „Tennisarm“(wo ich versichern kann, diesen Sport noch nicht mal in Gedanken ausgeführt zu haben

    Die wenigsten haben den vom Tennis spielen. 😉

    Ist das OK oder lernt man da nicht genügend Tiefgang?

    Nun ja, der Punkt ist die Korrektur.

    Ich habe auch alleine auf der Wii angefangen. Und wenn mein Freund dann mal rein kommt, dann hat er immer etwas zu korrigieren. Wobei ich natürlich der Meinung war, dass ich eine astreine Haltung darstelle. :nix:

    Vielleicht erst mal die Einführung mit korrekten Bewegungs- und Haltungsabläufen unter Aufsicht (wie Zagal ja auch vorschlägt) und dann zu Hause weitermachen. :ja:

  • Avatar pequeno Querida sagt:

    Habe gerade das Thema ntdeckt und alle Seiten durch. Sehr interessant.

    Meine Erfahrungen decken sich größtenteils mit Maurits´.
    Habe über lange Zeiträume größte Schmerzen, immer an den selben Punkten.

    Nach Besuchen bei Orthopäden, diversen Diagnosen, Massagen & Strombehandlungen (unnütz) kam dann letztendlich die manuelle Therapie. Ja es tut weh, ja es ist unangenehm, aber schei** jaaaa es hilft 😀 Die leichten Triggerpunkte saßen in der HWS, die schweren in der BWS. Habe 10 Sitzungen hinter mir, parallel sollte ich zwei bestimmte Übungen machen…Größtenteils ist es wirklich ein Erfolg. Dadurch das man aber seine Haltungsfehler nicht sofort umstellen kann, ich recht oft unbewusst stark anspanne, kehrt es nun nach einigen Wochen Pause der mE wieder :seufz: Meine Therapeutin hat folgendes Programm vorgeschlagen: mE in Abwechslung mit Krankengymnastik am Gerät…mal sehen. Ich hoffe…

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Die Kunst ist dann eben, durch die richtige Bewegung, oder „zurück zum richtigen Bewegen“ beginnende oder bereits wieder manfestierte Verspannungen oder gar Blockaden gezielt zu lösen.

    Und dass das geht, habe ich selber erfahren. Aber es geht leider nicht von heute auf morgen und es bedingt dass man sich ausführlich mit dem Körper und den Bewegungsabläufen beschäftigt. Und ein klein bisschen Zeit resp. Wille muss man schon investieren, oder mal den inneren Schweinehund besiegen.

  • Avatar Friesenfrau sagt:

    Back-on-Track Nackenwärmer

    Den kann ich so nirgends finden, hast du mir einen Link dazu?

    Danke.

  • Avatar Geisterlicht sagt:

    Nicht BackOnTrack, aber Ceratex Funktioniert genauso gut.

  • Avatar Friesenfrau sagt:

    Habs, wer vermutet so einen Halskragen denn auch bei „Kleidung“, ich war bei „sonstiges“ unterwegs… :doh: 😀

  • Avatar pequeno Querida sagt:

    Die Kunst ist dann eben, durch die richtige Bewegung, oder „zurück zum richtigen Bewegen“ beginnende oder bereits wieder manfestierte Verspannungen oder gar Blockaden gezielt zu lösen.

    Mei und das ist daran wirklich die schwierigste Aufgabe. Ich ertappe mich in den einfachsten Alltagsaufgaben in der falschen Haltung und korriiere dann sofort…mal sehen wie lange es bis zur anhaltenden richtigen Haltung dauert.

    Und ein klein bisschen Zeit resp. Wille muss man schon investieren, oder mal den inneren Schweinehund besiegen.

    Genau so ists. Ich in da etwas ungeduldig :tuete:

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Mei und das ist daran wirklich die schwierigste Aufgabe. Ich ertappe mich in den einfachsten Alltagsaufgaben in der falschen Haltung und korriiere dann sofort…mal sehen wie lange es bis zur anhaltenden richtigen Haltung dauert.

    Das Verrückte und das Härteste daran ist, dass man – wenn man jahrelang kompensiert hat – eben gar nicht mehr weiss, resp. der Körper gar nicht mehr weiss – wie eine Bewegung ergonomisch vonstatten geht. 8o Ich meine jetzt nicht, dass man nicht mehr weiss wie man Messer und Gabel zum Mund führt :eat: das ist viel subtiler, das fängt irgendwo in einem Gelenk an und beginnt sich zu kummulieren.
    Ich habe das selber an mir erlebt. Ich wollte mich selber korrigieren, hab das auch getan und hab das absolute Gegenteil erreicht, ich habe mich damit immer tiefer in die – pardon – „Scheisse“ geritten.

    Ich bin zwar Handy-Hasser und noch mehr SMS Hasser, wenigstens da habe ich sicher keine Defizite 😉
    Wusstest Du, aber dass ein Viel-SMSler mit der falschen Handyhaltung beim SMSen schon Mega-Verspannungen auslösen kann.
    Resp. dass man schon da mit der richtigen Haltung, in Richtung Tennisarm was vermeiden könnte.
    Das gleiche, die Haltung beim Zähneputzen, beim Haaretrocknen, alles kleine Dinge die wir völlig reflexartig tun.
    Elemetar wirds dann beim Gehen und dem Haltepparat, da wirds schon ziemlich anspruchsvoll.

    Viele Rückenschulen hören einfach beim richtigen Bücken und Tragen und Sitzen schon auf – leider fängts die ganze Thematik nach diesen Punkten erst so richtig an :ja:

    Genau so ists. Ich bin da etwas ungeduldig :tuete:

    Ungeduld ist da eben leider ein sehr schlechter Ratgeber :seufz:

  • Avatar pequeno Querida sagt:

    Ich bin zwar Handy-Hasser und noch mehr SMS Hasser, wenigstens da habe ich sicher keine Defizite 😉
    Wusstest Du, aber dass ein Viel-SMSler mit der falschen Handyhaltung beim SMSen schon Mega-Verspannungen auslösen kann.

    Nein, wusste ich nicht. Oh je, da steh ich wohl noch ganz am Anfang der ganzen Misere :seufz: Diese ganzen kleinen Alltagsgeschehnisse meinte ich eben auch. Ist man sensibilisiert und achtet darauf, ertappt man sich sooooooo oft dabei total zu verspannen bzw.falsch zu stehen/sitzen/liegen/gehen….Ach je, da werden mich wohl die Schmerzen noch eine Weile begleiten 🙁

    Ungeduld ist da eben leider ein sehr schlechter Ratgeber :seufz:

    Ist er. Und unheimlich schlecht abzuschalten :tuete:

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Also irgendwie finde ich den Thread hier immer interessanter. Und vor allem: er motiviert mich. :hurra:

    War am Montag joggen. Heut wohl dann eher nicht, da Pferd in Klinik. :seufz: Aber dann will ich unbedingt weiter machen. Und in 6 Wochen bin ich auch seeeeehr gespannt auf die Klinik. Ob ich da dann bleiben muss zur Reha oder die Spiraldynamik kennen lerne … :denk:

    Das mit dem Einschleichen ist echt übel. Ich ertappe mich, wie ich mich immer links auf dem Schreibtisch abstütze beim Lesen. Voll schief häng ich dann im Bürostuhl. :doh: Setze mich dann immer schnell weider gerade hin. Wird aber weniger, wo ich mich so ertappe. 😉

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Also irgendwie finde ich den Thread hier immer interessanter. Und vor allem: er motiviert mich. :hurra:

    Das freut mich zu hören :friend:

    Das mit dem Einschleichen ist echt übel. Ich ertappe mich, wie ich mich immer links auf dem Schreibtisch abstütze beim Lesen. Voll schief häng ich dann im Bürostuhl. :doh: Setze mich dann immer schnell weider gerade hin. Wird aber weniger, wo ich mich so ertappe. 😉

    Du glaubst nicht was ich alles gemerkt habe, fängt bei ganz normalem Treppensteigen an, da macht man sich doch keine Gedanken :denk: :nix:
    Und plötzlich merkt man, dass man unbewusst alles ganz falsch belastet, dadurch das man kompensiert und sich die schönsten Verspannungen anerzieht.
    Im Gegenzug, wenn man mal verspannt ist und bewusst eine Treppe korrekt und ergonmisch hinabsteigt, merkt man wie die Verspannungen sich lösen.

  • Honeybear Honeybear sagt:

    bewusst eine Treppe korrekt und ergonmisch hinabsteigt,

    Ich wüsste gar nicht, wie genau das geht, bzw. ob ich das falsch oder richtig mache. :nix:
    Was ich mache ist, dass ich mich treppauf versuche, entweder aus dem Fußgelenk hochzudrücken oder mit Schwung die Treppe erklimme. Wenn ich es aus den Oberschenkeln mache, knirscht mein Knie ein wenig und da habe ich noch mehr Panik vor … :panik1:

    Ein Bekannter sagt zu seiner Freundin immer, wenn sie krumm aufm Stuhl sitzt: Sitz gerade, Schatz, sonst passt du nicht in den Sarg. :fies: xmas

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Was ich mache ist, dass ich mich treppauf versuche, entweder aus dem Fußgelenk hochzudrücken oder mit Schwung die Treppe erklimme.

    oh jemine 8o genau wie ich, und den Rest durch Kraft im Rücken bis in die Schultern 8o :ostern:

    Wenn ich es aus den Oberschenkeln mache, knirscht mein Knie ein wenig und da habe ich noch mehr Panik vor … :panik1:

    Knirschen kenn ich auch 😀

    Richtig ist es aus der Hüfte, aus dem Beckenboden einen Impuls geben und dann bei jedem Schritt den Hüftkopf in der Pfanne positionieren und entlasten. Selbstverständlich in der Gegenspirale mit dem BWS und Schultern 😀
    Bitte nicht behaften, wenn ich jetzt vielleicht was nicht ganz korrekt wiedergebe, ich kanns besser vormachen als erklären :rolleyes: xmas

    Ein Bekannter sagt zu seiner Freundin immer, wenn sie krumm aufm Stuhl sitzt: Sitz gerade, Schatz, sonst passt du nicht in den Sarg. :fies: xmas

    Der Typ gefällt mir :thumbsup:
    Wobei man eben beim geradesitzen auch viel falsch machen kann und demzufolge früher in der Holzkiste landet :panik1:

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    ähmmm….das tönt alles viel schwieriger als es ist, und es wird einem da ganz gut gezeigt und vorgemacht, auch am Skelett 8o

    Ergonomisch ausgeführt, braucht diese Bewegung überhaupt keine Kraft :ja:

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Richtig ist es aus der Hüfte, aus dem Beckenboden einen Impuls geben und dann bei jedem Schritt den Hüftkopf in der Pfanne positionieren und entlasten. Selbstverständlich in der Gegenspirale mit dem BWS und Schultern

    Hääääääääääääää????????????? :panik:

    ich kanns besser vormachen als erklären :rolleyes: xmas

    Mattu Filmchen??? :blinzel: 😉

    Wobei man eben beim geradesitzen auch viel falsch machen kann und demzufolge früher in der Holzkiste landet :panik1:

    Na toll … ;(

    Na wie gesagt, noch 6 Wochen. Bin gespannt wie ein Flitzebogen. *hibbel*

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Hääääääääääääää????????????? :panik:

    guck mal hier am Ende des Filmchens, die „Hüftschraube“. Sowas. Wird einem immer wieder gezeigt und kontrolliert, bis es im Bewegungsablauf drinne ist. Auf jeder Treppe die du emporgehst, hast Du die Chance es bewusst ein paar Mal zu machen. Das nennt man Intelligent Learning Moving. http://www.spiraldynamik.com/movie/trailerdvdhueften.htm Uebrigens kurz nach dem Anfang des Trailers findet man auch den Hüftachter, sehr anspruchsvoll. Und irgenwann merkst Du, dass jeder Schritt den Du tust ein „Hüftachter“ ist und somit das ergonomische Bewegungsprinzip des Hüftgelenks. Und plötzlich läufst Du und läufst Du und keine Hüfte oder Bein tut Dir mehr weh, Du läufst mühelos und ohne Kraft :thumbsup: Obwohl man Dir Hüftarthrose bescheinigt hat 🙂

    Mattu Filmchen??? :blinzel: 😉

    Meine Liebe, wie soll ich das filmen, wenn es nicht mal jemand fertigtbring, mich auf dem Pferd zu filmen :na: xmas

    Na wie gesagt, noch 6 Wochen. Bin gespannt wie ein Flitzebogen. *hibbel*

    Also was entscheidet sich da genau, ich habe gerade den Faden verloren, passiert selten :ostern:

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    @Honeybear, sorry, ich bin dummerweise wieder mal mit „bearbeiten“ statt mit „zitieren“ in Deinen Beitrag rein und habe ihn überschrieben.

    ich kanns nicht mehr rekonstruieren.
    Kannst Du bitte Deine Antwort nochmals schreiben, dann setze ich mein drunter.

    Tut mir leid :rolleyes: :red: :huh:

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Kannst Du bitte Deine Antwort nochmals schreiben, dann setze ich mein drunter.

    Woher soll ich denn jetzt noch wissen, was ich geschrieben habe??? :panik1: Bin doch auch schon ü was weiß ich … ;(
    Du machst ja Sachen … xmas Mal sehen, ob ich das noch mal hinbekomme:

    Meine Liebe, wie soll ich das filmen, wenn es nicht mal jemand fertigtbring, mich auf dem Pferd zu filmen :na: xmas

    Habe auch nicht ernsthaft damit gerechnet. 😉

    ich habe gerade den Faden verloren, passiert selten

    Hier schrieb ich, dass du ja schließlich auch nicht jünger wirst, was dein Versehen ja auch nun bestätigt. :outlaugh: xmas

    Und dass ich jetzt mal den Hüftachter anschauen gehe. Da habe ich nun natürlich erledigt. Sieht aber doch so aus, als wenn man das nicht ohne Aufsicht machen sollte. Ich denke, da kann man sich schnell falsche Bewegungsmuster aneignen. 🙁

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    kreiiiisch 😀 zu meiner Ehrenrettung, es ist mir schon lange nicht mehr passiert 😀 Also Du schriebst was von, dass Du in eine Klinik gehst die eine 3 monatige Wartefrist hat und…. (dann meine Antwort) 😉

    .. die Torsions Skorreliose hauptsächlich behandelt.

    Eine was ?( Du meinst Skoliose, odrr? Meinst Du die, Katharina Schroth http://www.asklepios.com/klinik/default.aspx?name=Asklepios_Klinik_Bad_Sobernheim Ich glaube das ist DIE Adresse – zumindest bei den untherapierbarsten Fällen, haben die Erfolge. Geht ins ähnliche Prinzip, was die machen – überhaupt trifft sich auf dieser „Ebene“ alles oder fliesst auch ineinander und irgendwie. Biokinematik/Walter Packi, Feldenkrais, Yoga, Thai Chi und wie sie alle heissen. Ich denke Spiraldynamik hat es auf antatomisch richtigen Weg und verständlich auf orthopädischer und physiotherapeutischer Ebene als logisches Gesamtkonzept herausgebracht. Eine sehr gute Sache finde ich. Bei mir z.B. ergänzt sich, resp. schliesst sich der Kreis durch Packi, Feldenkrais und Spiralen.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Und dass ich jetzt mal den Hüftachter anschauen gehe. Da habe ich nun natürlich erledigt. Sieht aber doch so aus, als wenn man das nicht ohne Aufsicht machen sollte. Ich denke, da kann man sich schnell falsche Bewegungsmuster aneignen. 🙁

    Nein das würde ich auch nicht, darum lernt man ja alle diese Uebungen quasi im Physiotherapie-Privatunterricht.
    Eine Einheit/Sitzung dauert nicht diese läppischen 25 Minuten wo keine Mensch was vernünftiges hinkriegen kann, sondern eben satte 50 Minuten, da geht sehr viel Stoff und Uebungen und Wiederholungen rein und es genug Platz für Fragen, Fragen, Fragen und Antworten. :thumbsup:

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Ach ja, die Antwort hab ich vergessen. :red:

    Meinst Du die, Katharina Schroth

    Ja genau. Die ist das.

    Darüber habe ich zum ersten Mal von Spiraldynamik gehört. Ein Arzt dort, der hat das gemacht, ist aber leider nach Berlin gegangen. Ob jemand anderes dort macht, weiß ich nicht.

    Und ja, Skoliose mein ich. Hach … ich kann mir auch gar nix mehr merken … :kowa:

  • Avatar wednesday sagt:

    @Wednesday: Ich hatte Yoga bisher immer – offensichtlich zu unrecht – als Tiefenentspannung beim Verrenken interpretiert. Zwecks sinnvollem Muskelaufbau sollte ich das wohl nach mal überdenken. Wo und wie findet man denn einen wirklich guten Yoga-Lehrer?

    Einen guten Yogalehrer zu finden ist fast so schwierig wie einen guten Reitlehrer – aber definitiv nicht unmöglich 🙂

    In Sportstudios findet man oft nur Trainer mit Zusatzausbildung „Yoga & Pilates“. Da ist dann der sportliche Effekt (Muskeldehnung und -aufbau) eher im Vordergrund und die Lehrer haben meist nur wenig Verständnis für die Zusammenhänge. In Yoga-Studios hat man oft deutlich besser ausgebildere Lehrer. Allerdings gibt es auch hier unterschiede und natürlich sehr viele Stilrichtungen.

    Power-Yoga hat einen andern Fokus als Ashtanga. Vinyasa-Flow setzt andere Schwerpunkte als Hatha-Yoga etc. Einfach hingehen und sagen, das man eine Yoga-Art wünscht, die sehr auf präzise Körperbewegung abgestellt ist und man viel korrigert werden möchte. Dann sollte das klappen :friend: Später, wenn die Basis sitzt, kann man bedenkenlos zwischen denn Yoga-Stilrichtungen wechseln. Ich beispielsweise liebe Vinyassa-Flow. Ashtanga in der reinen Form ist mir zu formell etc.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Ach ja, die Antwort hab ich vergessen. :red:

    Meinst Du die, Katharina Schroth

    Ja genau. Die ist das.

    Ich denke da bist Du an einer sehr guten Adresse.
    Ich habe dadrüber nur gutes gelesen.
    Ist aber auch ein Weg der Disziplin und Wille erfordert und eben auch täglichen Einsatz um das Problem zu lösen, resp. die Bewegungsqualität zu optimieren.
    Aber ist es das nicht wert, wenn man dadurch Lebensqualität gewinnt?

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Das Blöde/Gute ist nur, ich habe so gut wie noch keine Probleme. :rolleyes:

    Ich bin aber krumm wie ein ? und möchte hauptsächlich vorbeugen, sodass es gar nicht erst zu schwerwiegenden Schmerzen und weiteren Fehlstellungen kommt.

    Ich war schon beim Arzt, der hat die TS ja auch festgestellt und Röntgenbilder erstellt und Gymnastik verschrieben. Doch das schien mir zu allgemein. Deshalb will ich jetzt dahin. Wenn die das gleiche verordnen ist ja alles gut. Wenn ich da ein richtiges Programm auf den Leib geschnitten bekomme … umso besser. 🙂

    Und das, was du beschreibst macht einfach total viel Sinn und ich will das auch gelehrt bekommen. Ich will nicht warten, bis sich irgendeine Muskulatur durch Fehlhaltung so dermaßen verhärtet hat, dass ich mich nicht mehr richtig bewegen kann. Ich hasse das. Ich möchte alles machen können und zwar ohne Schmerzen. :motz:

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Sehr löbliche Einstellung, Honey :friend:

    Und wenn Du schon anfangen willst, mach doch die CD’s (Du hast sie doch) auch wenn Du das Gefühl hast das bringst nicht, schläfert nur ein.

    Leg Dich hin, vertrau der Stimme und höre genau zu was sie sagt und finde heraus wie Dein Körper funktioniert. Glaub mir es wird spannend.

    Und glaube mir was Du lernst, kannst Du in jeder Therapie – da bin ich überzeugt – gebrauchen. Was heisst gebrauchen, Du wirst alles viel besser begreifen, weil es Dir plötzlich alles so bekannt vorkommt. Echt, ich versprechs 😉

  • Avatar Legolas sagt:

    Bilden sich diese Triggerpunkte aufgrund von Verspannungen/Fehlhaltungen? :denk:
    Ich frage mich gerade ob Männe diese Triggerpunkte wohl auch hat, er hat eine Spinalkanalverengung lt. der Ärzte kommen die Schmerzen daher, die ganze Zeit bezogen sich die Schmerzen auf eine Seite der Wirbelsäule mittlerweile ist es beidseitig.

  • Avatar maurits sagt:

    Ich würd das mal nicht ausschliessen wollen. Die Spinalkanalverengung kann natürlich Schmerzen verursachen, der Rest aber ebenfalls.

  • Avatar jaara2008 sagt:

    Heut wohl dann eher nicht, da Pferd in Klinik.

    Honey, was ist los?! :huh:

  • Honeybear Honeybear sagt:

    mach doch die CD’s (Du hast sie doch) auch wenn Du das Gefühl hast das bringst nicht, schläfert nur ein.

    Ja, ich mach sie ja auch ab und an … :red:

    Echt, ich versprechs

    Na denn … :hug:

    Heut wohl dann eher nicht, da Pferd in Klinik.

    Honey, was ist los?! :huh:

    Nix Dramatisches. 😉 Er hat doch öfters Probleme mit fast Schlundverstopfung seit 3 Monaten, aber nur im Zusammenhang mit mehreren Möhren und habe sie natürlich seit dem weggelassen. Am Di-Morgen kam dann Anruf ausm Stall: Schlundverstopfung. Ich dachte: Am Morgen, also auch bei normaler Hafer-Fütterung. Habe sofort Termin in Klink gemacht und bin zum Stall. Da sah ich dann ganz viele orangene Klatschen aufm Paddock. Irgendein :maul: :motz: X( hat ihm Möhren gegeben.

    Da aber nun alles schon in die Wege geleitet war (Auto geliehen, Hänger parat, Termin in Klinik) bin ich trotzdem zum Abklären hingefahren. Gefunden haben die nix. :nix: Alles total super: prima Zähne, keine Magengeschwüre, keine Vertikel o. ä. in der Speiseröhre. :hurra:

  • Avatar jaara2008 sagt:

    Na, das klingt ja nach „Glück im Unglück“!

    Wir hatten das auch mal, dass jemand meinte, er müsste unserer EMS-Stute, die also keine bzw. nur abgezählte Kohlenhydrate haben darf, Möhren geben, „weil die ja so niedlich geguckt hat, als die anderen war bekommen haben“. :panik: Bei sowas könnte ich ja echt ausflippen!!! :maul: :motz: X(

  • Avatar pequeno Querida sagt:

    Wie gehts euch denn allen mit euren Triggerpunkten?
    Gibts was Neues?

    Ich war ja so froh, dass meine Physio das erstmal gut gelöst hatte und dachte ja nun an die nächsten Schritte. Pustekuchen :seufz: Durch eine üble Zahngeschichte steh ich wieder hier und mir tut alles weh. Durch die unglaublichen Schmerzen hab ich so unter Anspannung gestanden, zudem kommt das ich die ersten Nächte nur noch sitzend verbracht habe (an eine waagerechte haltung war nicht zu denken), dass jetzt alles wieder von vorne losgeht…
    Also werde ich wieder zur Manuellen Therapie :look:

  • Avatar Kolur sagt:

    Hallo,

    ich behandel selbst mit der Myofazcialen Trigger Punkt Therapie am Menschen (und mittlerweile auch am Pferd).

    Wichtig ist jemanden zu finden der das richtig gelernt hat, weil nicht jede Beule im Gewebe ist gleich ein MTP. Viel sieht man auch auf Nervenreizpunkten rumdrücken und wundert sich später warum dem Patienten am nächsten Morgen immer noch der Arm kribbelt…

    Oder der vermeintliche MTP ist in Wirklichkeit die 1.Rippe (alles schon gesehen Oo)

    Wenn die Reizbarkeit eines MTP hoch genug ist kann es auch zu projektierten Schmerzen kommen. Es kann auch zu vegetativen Symptomen wie Gänsehaut, Zucken, usw. kommen. Jeder MTP hat sein mögliches Ausbreitungsgebiet und verbundene Symptome wenn er aktiv ist. Ein inaktiver MTP kann aber auch aktiv werden, wenn ein benachbarter MTP längere Zeit aktiv ist und in das Gebiet des anderen MTP einstrahlt.

    Häufig betroffen sind der Trapezius pars descendens, der Sternocleidomastoideus (äußert sich bspw. in unscharfem Sehen, Augentränen), der Levator scapulae und der quadratus lumborum. Aber auch Kiefer oder Po können gerne mal betroffen sein.

    Es gibt ja richtige Trigger-Gurus, die den ganzen Tag in ihrer Praxis am Triggern sind (meistens dann mit Gerät, also bspw. Holzstab, um die Daumen zu schonen, ich mach das nicht gerne, weil ich gerne fühle wie der Patient reagiert).

    Man kann auch mittels Elektrotherapie (hierfür Pen) gegen die Triggerpoints angehen.

    Grundsätzlich ist aber nicht ständig der Körper von MTPs übersäht, aber sich mal durchchecken lassen schadet nicht.

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Wichtig ist jemanden zu finden der das richtig gelernt hat,

    Ah ja, und wie erkenne ich so jemanden? Erzählen können die ja immer viel … :rolleyes:

    Ich wusste auch gar nicht, dass es aktive und inaktive MTPs gibt. Interessant.

  • Avatar Kolur sagt:

    Wichtig ist jemanden zu finden der das richtig gelernt hat,

    Ah ja, und wie erkenne ich so jemanden? Erzählen können die ja immer viel … :rolleyes: .

    Das ist leider schwer und für einen Laien kaum festzustellen 🙁

    Um etwas vorzubeugen dass man in den richtigen Händen ist, wäre den Therapeuten über MTPs ein bisschen zu befragen um zu merken wie gut sein wissen dazu ist. Oder bei der Praxis darauf achten, dass bei Leistungen speziell auch Triggerpointtherapie angeboten wird, was dann am ehsten bedeutet, dass dazu eine spezielle Fortbildung gemacht wurde. Andererseits gibt es auch Schulen, da wird es schon in der Ausbildung gut gelehrt.

    Am besten ist es immer noch jemanden über Mundpropaganda empfohlen zu bekommen!!!!

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Das ist leider schwer und für einen Laien kaum festzustellen

    Ja, das denke ich auch … :seufz:

    Danke für deinen Bericht. Ich finde sowas alles ja sehr interessant.

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