Traktor – welches Zubehör?

By Lescue | Archiv: Haltung und Pflege

Moin,

nun bin ich ja stolze Besitzerin eines etwas antiquierten Schleppers, ein IHC Baujahr 1976… wenn man ihn anguckt, glaubt man zwar nicht, dass der Haufen Rost noch fährt, aber er tut`s 😀
Wir besitzen eine Schaufel und eine Gabel. So weit, so gut, Nun bin ich am überlegen, was für Zubehör ich noch anschaffen sollte, um die Arbeiten an Stall und Weide zu erleichtern….

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Z.b. hätte ich gerne was zum Paddock bzw. Koppel abschleppen. Oder auch was zum vertikutieren, da unsere Weiden doch einer gründlichen Sanierung bedürfen. Schick wäre natürlich auch ein Mähwerk zum nachmähen, Heu selber machen werden wir aber eher nicht. Und was zum Reitplatz glattziehen. Usw.
Mit welchem Zubehör habt ihr gute Erfahrungen gemacht, welche Anschaffung lohnt sich und wie heissen die Teile genau, so dass ich mich im Landmaschinenhandel nicht blamiere 8)

Wäre über Erfahrungsberichte dankbar, was sich bewährt hat und worauf ich achten muss.

Danke 🙂

  • Anskeline sagt:

    Zum Reitplatz glattziehen haben wir einen älteren, aber superguten Bahnplaner. :thumbsup:
    Für die Wiese suchen wir selbst noch, haben uns aber ausgiebig erkundigt und suchen direkt nach einem Mulchmäher(Schlegel). Sind nur gebraucht recht schwer zu bekommen. :wacko:

  • pfema sagt:

    Wenn Du nicht heuen willst, rate ich Euch auf jeden Fall zu einem Schlegelmäher. Gezogen oder in der Dreipunkt ist eine reine Kostenfrage. Der gezogene ist halt schwieriger in die Ecken zu bugsieren. BTW, was für einen IHC habt ihr ? Wieviel PS ? Der Schlegelmäher mag gerne ein paar Leistungsreserven…

    Frontlader ist gut. Mit Gerätebetätigung ? Gruppe 2 oder 3 ? Schnellwechselplatte ? Alles Argumente, die die Auswahl des Zubehörs beeinflussen.
    Auf jeden Fall würde ich mir an Eurer Stelle eine große Kiste besorgen, die ich in die Dreipunktaufhängung einhängen kann, zum abäppeln. Anhänger bis 4,5t (Zweiachser sind oft günstig im Bauernblatt) ist nie verkehrt. Kipper ist eine Gewissensfrage (oder eine des Portemonais).
    Eine Wiesenschleppe lieber neu kaufen. Die man gebraucht bekommt, sind meist aufgeritten. Das gleiche gilt für Scheiben- oder Kreiselmäher, aber die brauchst Du eigentlich nicht. Schlegelmäher gebraucht sind oft auch hart an der Verschleißgrenze. Einen brauchbaren, aus zweiter Hand, zu bekommen, ist auch Glücksache… (hatte gerade Glück, aber bestimmt ein 50 Jahre altes Exemplar 😀 )

    Falls ihr euren Mist entsorgen wollt, schaut euch nach einem Miststreuer um. Die bis 4,5t sind oft noch günstig zu schiessen. Aber ich vermute, ihr findet eher einen Bauern aus der Nachbarschaft. Spart viel Arbeit und Geld…

    Bahnplaner sind eine Welt für sich. Ihre Wahl hängt sehr stark vom Reitplatzboden ab. Ich habe einfach ein Kantholz quer hinter den Trecker gehängt, an dem eine Baustahlmatte hing. Hat für meinen Boden (Hackschnitzel grob) gereicht. Für den Hallenboden in Preetz auch. Allerdings sollte man dann von Zeit zu Zeit mal mit der Spatenrollegge oder einem Grubber durchziehen. Einen professionellen Bahnplaner findet man ab und zu auch mal im BB, oft haben diese aber auch schwere Mängel. Wer einmal einen Bahnplaner hat, der gut funkst, verkauft diesen nicht mehr. Außer, er ist aufgeritten…

    Wenn Du fragen hast, bimmel mich an

    Liebe Grüße

    Peter

    😉

  • pfema sagt:

    Ach-so: Für den Frontlader sind, Schnellwechselplatte vorausgesetzt, eine Palettengabel und eine Ballengabel (mit zwei oder nur drei langen Zinken) eine gute Wahl. Schaufel ist eher Luxus, wenn Du nicht buddeln willst 😀

  • Anskeline sagt:

    Schaufel hat sie zwar schon, finde ich aber auch echt wichtig. Wir brauchten unsere schon recht häufig, z. B. zum Sand verteilen (muss immer mal wieder aufgefüllt werden) oder zum Mistaufladen, wenn man Spänemist hat oder überwiegend Äppel mit wenig bis keinem Stroh (z. B. bei Stallgummimatten).
    Mit unserem Bahnplaner hatten wir vielleicht ähnlich Glück wie pfema mit seinem Schlegel. 😀
    Unserer war von einem Reitverein abgegeben worden, der sich einfach mal einen neuen gegönnt hatte, obwohl der alte noch gar nicht „hin“ war. Allerdings kennt mein Männe den Vorsitzenden sehr gut, sonst wär der Planer mit Sicherheit nicht an uns gegangen. 😉
    Er hat ein paar Reihen Zinken und ganz am Ende eine im Winkel verstellbare Bohle zum Glattziehen. Man kann auch einstellen, wie tief die Zinken in die Erde gehen sollen usw. Ich möchte den nicht mehr missen, denn außer im Winterhalbjahr ziehen wir unseren Platz jede Woche ab, allein schon um das Unkraut zu unterdrücken. Und mit einem Bahnplaner kommt man halt super auch in die Ecken, was mit selbstgebastelten Matten oder Hölzern zum bloßen Hinterherziehen eben nicht möglich ist.

    Anhänger haben wir mittlerweile den 3., da es ne Weile gebraucht hat, den Richtigen zu finden. Die 4Tonner waren uns letztendlich doch zu klein, damit kriegt man kaum Mist weg und muss sich dumm und dusselig fahren. Genauso beim Heu holen usw. Wichtig ist auch, wenn ihr keine Scheune für den Hänger habt, dass er einen Stahlboden hat. Auf jeden Fall sollte es ein Kipper sein.
    Mein Männe hat jetzt nach einigem suchen einen hydraulischen 3-Seiten-Kipper mit Stahlboden gefunden (8-Tonner) und damit kann man eigentlich alles machen. 3-Seiten-Kipper u. a. deshalb , weil es doch manchmal recht eng werden kann beim Mist abkippen und so kann er überall in jede Richtung kippen.

    Wenn du eine außerhalb liegende Weide hast, ist auch ein Wasserwagen super!!!

  • lusitanolady sagt:

    Du solltest Dir überlegen, ob Du einen Mäher oder einen Mulcher kaufen möchtest. Wenn Du nur die Wiesen nachmähen möchtest würde ich dir einen Mulcher empfehlen, der macht alles ganz kurz. Mit einem Mähwerk kannst Du auch mal Gras zu füttern holen, das bleibt dann lang.

  • moppel sagt:

    Moin,
    mir wäre wichtig:
    -ein Mähwerk zum Mulchen (also so´n Schlegeldingens,was klein schnippelt)
    -Frontschaufel (zum Schnee-schieben, Sand-Logistik f. Paddock+Reitplatz usw.,Mist aufladen-wir haben pure Äppel,das geht besser mit Schaufel)
    -Düngerstreuer-Anbauteil
    -ne Wiesenschleppe (ausstriegeln+glatt schleppen)
    -ein Miststreuer
    -ein normaler Anhänger
    -Frontgabel o. wenn man mit Heulageballen hantiert, ne entsprechende Vorrichtung (ab das gibts sicher eher nicht für so alte Modelle)

  • carnacat sagt:

    Ne Walze schadet auch nicht. Es lohnt sich sehr die Koppeln nach dem Schleppen zu walzen. Regelmäßig.

  • catania sagt:

    Wir haben einen JD Bj73. Selbst für dieses Modell könnten wir im Landhandel den passenden Düngerstreuer ausleihen. Zuweilen ist es ja auch eine Platzfrage.

  • Lescue sagt:

    Danke schonmal für die vielen Antworten!

    Wir haben einen IHC 644 mit Frontlader, der hat nur mickrige 60 PS, wie ich grade sah… und er hat auch keine Strassenzulassung (die wird er in diesem Leben auch nicht mehr bekommen). Der war eben beim Hof mit dabei.

    Woher seh ich, welche Gruppe der Frontlader hat? Ist auf jeden Fall relativ schmal. Schnellwechselplatte gibt`s nicht, kann man die nachrüsten, denn wechseln ist ganz schön anstrengend? Gerätebedienung gibt`s vorne nur insofern, als dass man einen manuellen Seilzug zum Schaufelkippen auslösen kann 😉
    An dem Teil ist so einiges sehr provisorisch, anlassen geht auch nicht per Schlüssel, sondern mit nem langen alten Nagel, und es fehlen ein paar Splinte, die durch Malerrollenhalter ersetzt wurden 8)

    Ewig wird der denke ich auch nicht leben, von daher sollte gekauftes Zubehör auch an ein eventuelles Nachfolgermodell passen. Sind die denn untereinander kompatibel oder nur innerhalb einer Marke?

    Und reichen 60Ps für nen Schlegelmäher oder frag ich da doch lieber den Nachbarn?

    Holen werde ich auf jeden Fall ne Wiesenschleppe und eine Palettengabel. Schaufel und Gabel ist ja vorhanden. Düngerstreuer frag ich mal im Landhandel nach… allerdings kann ich die Sachen ja eben nicht mit dem Schlepper abholen. Nach einem Anhänger halte ich auch Ausschau (wobei wir ja nicht Strasse fahren können), und so ne Kiste ist auch eine gute Idee! Walzen sind sauteuer, hab ich grade gesehen….

    Miststreuen will ich nicht, den lasse ich abholen, das entfällt schonmal zum Glück.

  • pfema sagt:

    Der 644er ist ein Arbeitstier. Solange er anspringt, ist er kaum zu töten. (Hatte selber mal einen 🙂 )

    Die Gruppe erkennt man an der Breite. Gruppe 2 ist ca 90cm zwischen den Aufnahmen, Gruppe 3 ca 110cm (geschätzt). Du kannst eine Gerätebetätigung vom Landmaschinenschlosser anbraten lassen, aber das zieht so viel nach sich, daß es sich eher lohnen würde, den Schlepper, so wie er ist, zu verhökern (644er mit FL ist sehr gesucht) und einen fahrbereiten mit Straßenzulassung und modernerem FL zu kaufen.

    Die 60PS sind für nicht allzubreite Schlegelmäher ausreichend. Die Angaben gehen da sehr auseinander. Einige Hersteller halten es eher wie Softwarehersteller. Systemanforderungen mind. Pentium 2 mit 266MHz… also eher immer 20PS in Reserve haben… 1,20m solltest Du damit locker bewegen können.

    Vernünftige Vorstecker und Splinte gibt es zuhauf im Landhandel. Kosten ein paar Peanuts. Ansonsten http://www3.westfalia.de/shops/agrishop/ , reicht qualitativ aus… (für nichtprofessionelle Anwender). Ich hasse diese Bauerndrahtbiegereien. Splinte und Vorstecker dienen unter anderem der Sicherheit.

    Zubehör ist generell adaptierbar, resp. genormt. Dreipunkt hinten ist beim 644er Gruppe 3 (dicke Bolzen). Zapfwelle etc. ist sowieso Norm.

    Das mit dem Mist ist für Euch die Ideallösung. Ich habe mit der Mistwirtschaft immer viel Zeit verschwendet und war immer auf die Landbesitzer angewiesen, wo ich den Mist hinfahren konnte. Und normale Stroheinstreu will so wirklich keiner mehr haben (zumindest hier).

    Wenn Du deinen Dünger bei der Mühle kaufst, bekommst Du idR den Großflächenstreuer leihweise dazu. Düngen solltest Du aber ggf von einem erfahrenen Bauern lassen. Nur ausbringen ! Nicht beraten ! Dünger ist teuer und die landwirtschaftlichen Mengen und Anforderungen unterscheiden sich erheblich von denen, die Pferdeweiden benötigen. Das Ausbringen von Kunstdünger auf größeren Flächen erfordert schon einiges an Erfahrung. Der 644er zieht, ohne mit der Wimper zu zucken, einen vollen 6t-Großflächenstreuer.

    Meistens sind die schlimmsten Schlepper mit wenig Aufwand wieder auf die Straße zu bringen, vorausgesetzt, Du hast von dem Dingen noch einen Brief. Die Schäden sind meistens nur elektrischer Natur. Wenn ich bei Dir auf der Ecke bin, schau ich mir das Schätzchen mal an 😉

  • Lescue sagt:

    Peter, vielen Dank schonmal für die ganzen Infos! Bist immer willkommen wenn Du/ihr mal ind er Nähe seid, kriegst auch ein leckeres Abendessen 🙂 . Ich klingel sonst die Tage mal durch, wenn konkretere Modelle zur Anschaffung ausgeguckt sind.

  • elpaso sagt:

    eigentlich hat der Peter schon alles gesagt….

    Eine Wiesenschleppe lieber neu kaufen. Die man gebraucht bekommt, sind meist aufgeritten. Das gleiche gilt für Scheiben- oder Kreiselmäher, aber die brauchst Du eigentlich nicht. Schlegelmäher gebraucht sind oft auch hart an der Verschleißgrenze. Einen brauchbaren, aus zweiter Hand, zu bekommen, ist auch Glücksache… (hatte gerade Glück, aber bestimmt ein 50 Jahre altes Exemplar )

    hierzu möchte ich noch anmerken, dass gerade Mäher häufig anfälliger sind als man denkt und recht teuer in den Ersatzteilen, wenn da erstmal eine Unwucht drin ist :seufz: …wenn Du also nicht „immerzu“ einen brauchst- und wer braucht den schon- würde ich mir erstmal einen über den Maschinenring/Nachbarn leihen und in der Nachbarschaft luschern, wer sowas hat. GGf. macht es Sinn irgendwo „einzusteigen“ und sich zu beteiligen… Wir haben so ein Teil (Dücker :love: z.B. http://www.traktorpool.de/gebraucht/a-Gruenlandgeraete/11/b-Mulcher/152/c-Duecker/259/netgross/2/page/1/sort/ASC/sortby/price/ ) für einen Großbetrieb und meistens ist der unterwegs (bei den Nachbarn 😀 ).

  • pfema sagt:

    Stimmt, was Jule da sagt. Schlegelmäher, oft nach einem Fabrikat (Dücker) benannt, haben gerne mal eine Krumme Welle. Das ist bei älteren Modellen ein Totalschaden. Deshalb immer Probemähen vor Zahlung !

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