Tierarztpfusch?

By Talimeth | Allgemeines über Hunde

Liebe Leute,
mir ist folgende Story zu Ohren gekommen. Jemand will, dass seine Hündin keinen Nachwuchs bekommt und geht zum Tierarzt. Dort verlangt er eine Sterilisation. Der Tierazt kastriert das tier, sprich: entfernt Eierstöcke und Gebärmutter. Später erfährt der Hundehalter, dass es auch eine Sterilisation gibt, bei der die innerein wohl drinbleiben.
Deswegen meine Frage. Sind tatsächlich da zwei Methoden möglich?

Gruß Talimeth

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  • Mumpitz sagt:

    Sind tatsächlich da zwei Methoden möglich?

    Theoretisch sogar drei!

    1. Kastration = Entfernung der Eierstöcke unter Belassen der Gebärmutter. Heute die übliche Methode, wenn die Gebärmutter gesund ist

    2. Ovariohysterektomie = Entfernung der Eierstöcke UND der Gebärmutter, sog. Total-Operation. Wird von vielen TÄ praktiziert, weil sie es einfacher finden. Wenn die Gebärmutter nicht in Ordnung erscheint, wird sie auf jeden Fall mit entfernt, auch wenn nur eine Kastration geplant war.

    3. Sterilisation = Unfruchtbar machen durch Unterbinden der keimleitenden Wege bei männlich und weiblich (SAmenleiter, Eileiter). Eine sehr unübliche Methode, weil das Geschlechtsverhalten der Hündin (Läufigkeiten, Sexualtrieb) voll erhalten bleibt. Außerdem ist das Risiko einer Eierstocks-Entartung und damit einer Gebärmutterentzündung erheblich höher als bei einer Hündin im „Original-Zustand“.

    Im „Volksmund“ hält sich leider der Begriff „Sterilisation“ für die eigentlich gemeinte Kastration beim weiblichen Tier hartnäckig. Ich werde immer ganz groß angeguckt, wenn ich die Besitzer von Hunden und Katzen frage, ob sie ernsthaft eine Sterilisation, oder nicht doch lieber eine Kastration wollen. „Kastrieren tut man doch nur die Jungs!“, sagen sie dann…

  • jaara2008 sagt:

    Im „Volksmund“ hält sich leider der Begriff „Sterilisation“ für die eigentlich gemeinte Kastration beim weiblichen Tier hartnäckig. Ich werde immer ganz groß angeguckt, wenn ich die Besitzer von Hunden und Katzen frage, ob sie ernsthaft eine Sterilisation, oder nicht doch lieber eine Kastration wollen. „Kastrieren tut man doch nur die Jungs!“, sagen sie dann…

    Stimmt, so hat man das früher „gelernt“. Danke für die Information! Jetzt weiß ich, wie man es korrekt nennt.

  • metunja sagt:

    Meines Wissens nach gibt es die Kastration (Kompett-OP) und die Sterilisation (kleiner Eingriff, in dem nur ein Teil entnommen wird, b.z.w. durchtrennt wird). Bei der Sterilisation ist das Problem, dass die Hündinen danach häufig trotzem noch läufig werden können aber eben nicht mehr aufnehmen. Außerdem ist bei der Steriisation das Risiko der späteren Inkontinez höher.
    Habe mich mit dem Thema schon lange nicht mehr befasst, für genauere Details müsste ich mich auch erst wieder in meinem Hundebuch einlesen.
    LG MEtunja

    editchen: Mumpitz war schneller… und ich hab auch noch was gelernt :thumbsup:

  • Mumpitz sagt:

    Bei der Sterilisation ist das Problem, dass die Hündinen danach häufig trotzem noch läufig werden können

    Falsch! Sie werden IMMER danach noch läufig mit allem Drum und Dran, weil sich ja hormonell nichts ändert.
    Der Eingriff ist auch keineswegs kleiner, sondern technisch sogar komplizierter. Außerdem beinhaltet er das Risiko des Misslingens insofern, als er nie zu 100% sicher ist in Sachen Unfruchtbarkeit ist(siehe Mensch)

    Außerdem ist bei der Steriisation das Risiko der späteren Inkontinez höher.

    Noch falscher! Das Inkontinenzproblem stellt sich bei kastrierten, also hormonell inaktiven Hündinnen, weil durch den Hormon-Mangel nach Kastration die Schließmuskelspannung nachlässt (siehe postklimakterusche Frauen)

  • Talimeth sagt:

    Aber ist die Kastration überhaupt zulässig? Denn ich habe auch die meinung gesehen, dass jede Amputation, zu der auch die Kastration zähle, tierärztlich indiziert sein müsse, also nicht nur vom Besitzer gewollt?
    Und diese Aufklärung wie sie Louise hier kurz und knapp gebracht hat, hat wohl bei meiner Geschichte vollkommen gefehlt.
    Gruß Talimeth

  • Sunny sagt:

    1. Kastration = Entfernung der Eierstöcke unter Belassen der Gebärmutter. Heute die übliche Methode, wenn die Gebärmutter gesund ist

    Wie sieht es hier mit dem Risiko für Gebärmutterentzündungen aus? Ist es genauso hoch, als wenn man gar nicht operiert?

  • Mumpitz sagt:

    Aber ist die Kastration überhaupt zulässig? Denn ich habe auch die meinung gesehen, dass jede Amputation, zu der auch die Kastration zähle, tierärztlich indiziert sein müsse, also nicht nur vom Besitzer gewollt?

    Das ist immer noch ein schwieriger Grenzfall des Tierschutz-Gesetzes, wobei sich natürlich die Frage stellt, was „schlimmer“ ist: Zweimal im Jahr Junge bekommen und aufziehen, die in eine oft ungewisse Zukunft abgegeben werden, oder die Amputation der Eierstöcke, und bisher gibt es leider keine andere befriedigende Möglichkeit, Hündinnen, ganz zu schweigen von Katzen-Mädchen, unfruchtbar zu machen.
    Ich selbst vertrete eher die Meinung: Wer mit Läufigkeiten und bei nachlässiger Aufsicht in dieser Zeit ggfs. deren Folgen nicht leben kann/will, sollte sich keine Hündin anschaffen. Mir persönlich widerstrebt es, ein gesundes Tier allein der Bequemlichkeit der Besitzer zuliebe einer nicht ungefährlichen Operation mit all ihren möglichen Nebenwirkungen zu unterziehen.

    Und diese Aufklärung wie sie Louise hier kurz und knapp gebracht hat, hat wohl bei meiner Geschichte vollkommen gefehlt.
    Gruß Talimeth

    Aus oben genannten Gründen betreibe ich persönlich, nicht zuletzt auch auf meiner Homepage, eine ausführliche Beratung und Aufklärung von kastrationswütigenwilligen Besitzern und hinterfrage sehr genau deren Motivation. Ganz entgegen landläufiger (und leider oft auch hundeschulischer) Meinung, löst eine Kastration nämlich meistens keine Temperaments- und/oder Erziehungs-Probleme.

    Wie sieht es hier mit dem Risiko für Gebärmutterentzündungen aus? Ist es genauso hoch, als wenn man gar nicht operiert?

    Das Risiko einer Gebärmutterentzündung bei kastrierten Hündinnen liegt unter 1%, weilo die Veränderung der Gebärmutter durch eine Veränderung und damit hormonelle Imbalanz der Eierstöcke induziert wird.
    Das wird auch sehr häufig als Kastrations-Grund angegeben, ebenso wie das angeblich verringerte Risiko für Gesäuge-Krebs. Vor allem Letzteres gilt, wenn überhaupt (endgültig bewiesen ist es nicht), nur für eine Kastration spätestens zwischen der ersten und zweiten Läufigkeit. Mein Argument dagegen: Ich lasse mir doch auch nicht ein Körperteil amputieren, nur damit es nicht vielleicht krank wird.
    Für viel wichtiger halte ich es, Besitzer aufmerksam zu machen in Bezug auf mögliche Krankheits-Symptome, damit sie, FALLS etwas „passiert“, die Erkrankung beizeiten erkennen und sich darum kümmern.

    Ich betone, daß ich, wenn es wirklich einen MEDIZINISCHEN Grund für eine OP gibt, überhaupt kein Problem damit habe, diese auch durchzuführen!

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Ganz entgegen landläufiger (und leider oft auch hundeschulischer) Meinung, löst eine Kastration nämlich meistens keine Temperaments- und/oder Erziehungs-Probleme.

    nicht? :denk: Wird aber doch wirklich immer weit verbreitet so erzählt. Hormonproduktion gebannt (Eierstöcke/Hoden entfernt) und dann ist Ruhe. :nix:
    Und ich rede jetzt nicht von der Grunderziehung.

  • Cubano9 sagt:

    Das ist immer noch ein schwieriger Grenzfall des Tierschutz-Gesetzes, wobei sich natürlich die Frage stellt, was „schlimmer“ ist: Zweimal im Jahr Junge bekommen und aufziehen, die in eine oft ungewisse Zukunft abgegeben werden, oder die Amputation der Eierstöcke, und bisher gibt es leider keine andere befriedigende Möglichkeit, Hündinnen, ganz zu schweigen von Katzen-Mädchen, unfruchtbar zu machen.
    Ich selbst vertrete eher die Meinung: Wer mit Läufigkeiten und bei nachlässiger Aufsicht in dieser Zeit ggfs. deren Folgen nicht leben kann/will, sollte sich keine Hündin anschaffen. Mir persönlich widerstrebt es, ein gesundes Tier allein der Bequemlichkeit der Besitzer zuliebe einer nicht ungefährlichen Operation mit all ihren möglichen Nebenwirkungen zu unterziehen.

    Hmm,das sehe ich ein wenig zwiegespalten: Bei rund 300.000 Hunden, die in Deutschland jedes Jahr ins Tierheim gebracht werden, halte ich eine Kastration für zumindest in vielen Fällen für sehr sinnvoll. Für mich hat übrigens seinerzeit nicht die Bequemlichkeit den Ausschlag für die Kastration meiner beiden Mädchen gegeben, sondern genau die Angst davor: Dass ich einmal nicht rechtzeitig zur Stelle bin und dass Welpen geboren werden, die ich nur abgeben kann.

  • dat_julschen sagt:

    Also gerade bei Hundemädchen kann ich die Kastration nicht so ganz nachvollziehen.

    Wenn unsere Hündin läufig war, hab ich halt einfach darauf geachtet, das sie nicht mit Rüden in Kontakt kam und gut.

  • PonyLu sagt:

    dat julschen,

    Es gibt aber auch Rüden die sind nach der Kastration viel angenehmer zu ertragen. Ich arbeite als Tierarzthelferin in einer Kleintierpraxis. Dort hatten wir einen Rüden (Zwerg Pinscher), der hat vor der Kastration ständig die Plüschtiere der Kinder berammelt und war gar nicht von abzubekommen.
    Nach der Kastrration war das endlich vorbei. Hat zwar auch 4 Wochen gedauert. Aber der Hund war endlich als Familienhund erträglich.

    Meine Chefin rät aber fast allen Kunden zu der Chemischen Kastration um erstmal zu schauen ob sich am Verhalten was ändert.
    Viele Rüden ändern ihr Verhalten oftmlas auch nach der Kastration nicht.

    Wobei ich glaube bei dem Hormonimplantat auch das Körpergwicht eine große Rolle spielt. Für sehr kleine Rassen ist es glaube ich nur bedingt geeignet.

    Aber im Allgemeinen würde ich einen Rüden soweit er Problemlos im Umgang ist auch nicht kastrieren.
    Ich persönlich würde eine Hündin auch nur kastrieren wenn sie immer wieder Probleme mit dem Läufig sein hat

    Mumpitz hat es ja aber schon ausfürhlich gesagt 🙂

    EDIT: :sleep:
    Hab ich falsch gelesen, ich habe aus Hundemädchen, nen Männchen gemacht :red:

  • Sunny sagt:

    Wie sieht es hier mit dem Risiko für Gebärmutterentzündungen aus? Ist es genauso hoch, als wenn man gar nicht operiert?

    Das Risiko einer Gebärmutterentzündung bei kastrierten Hündinnen liegt unter 1%, weilo die Veränderung der Gebärmutter durch eine Veränderung und damit hormonelle Imbalanz der Eierstöcke induziert wird.
    Das wird auch sehr häufig als Kastrations-Grund angegeben, ebenso wie das angeblich verringerte Risiko für Gesäuge-Krebs. Vor allem Letzteres gilt, wenn überhaupt (endgültig bewiesen ist es nicht), nur für eine Kastration spätestens zwischen der ersten und zweiten Läufigkeit. Mein Argument dagegen: Ich lasse mir doch auch nicht ein Körperteil amputieren, nur damit es nicht vielleicht krank wird.
    Für viel wichtiger halte ich es, Besitzer aufmerksam zu machen in Bezug auf mögliche Krankheits-Symptome, damit sie, FALLS etwas „passiert“, die Erkrankung beizeiten erkennen und sich darum kümmern.

    Danke für deine Antwort. Ich habe mich bisher mit dem Thema nicht genauer auseinandergesetzt, weil ich bewusst ein Hündin wollte und diese auch nicht kastrieren (wie auh immer) lassen wollte.
    Aber da wir scheinbar alle Krankheiten mitnehmen, steigt im Moment meine Angst vor einer späteren Gebärmutterentzündung. Vielleicht ist es ja unbegründet.

  • Mumpitz sagt:

    Hmm,das sehe ich ein wenig zwiegespalten: Bei rund 300.000 Hunden, die in Deutschland jedes Jahr ins Tierheim gebracht werden, halte ich eine Kastration für zumindest in vielen Fällen für sehr sinnvoll. Für mich hat übrigens seinerzeit nicht die Bequemlichkeit den Ausschlag für die Kastration meiner beiden Mädchen gegeben, sondern genau die Angst davor: Dass ich einmal nicht rechtzeitig zur Stelle bin und dass Welpen geboren werden, die ich nur abgeben kann.

    Natürlich muss man das differenziert sehen. Eine Hundehaltung, in der nicht zweimal jährlich während der Läufigkeiten für permanente Aufsicht gesorgt werden kann, rechtfertigt nach sorgfältigem Abwägen (und DAS ist meiner Meinung nach das Mindeste, was vorab getan werden sollte) durchaus eine Kastration. Beispiel: Eine Familie mit 4 Kindern, von denen jedes täglich noch 4 Freunde mitbringt, KANN nicht gewährleisten, daß nicht doch mal Tür und Tor offen stehen…
    Aber ein solcher, nicht rückgängig zu machender Eingriff, sollte eben gut überlegt sein, und z.B. das Argument: „Ich mag die Sauerei mit der Läufigkeit nicht.“ zählt für mich irgendwie nicht, denn DAS weiß ich, BEVOR ich mir eine Hündin anschaffe.
    Ich persönlich habe nur ein Problem mit der Leichtfertigkeit, mit der zu solchen OPs geraten wird bzw. mit der sie gefordert werden, ohne wirklich Für und Wider abzuwägen. Mit der Früh-Kastration bereits im Welpen-Alter, wie es in USA üblich ist und hier gerade in Mode kommt, kann ich mich überhaupt nicht anfreunden.

  • Cubano9 sagt:

    Okay, das mit der Argumentation „ich mag die Sauerei mit der Läufigkeit nicht“, ist tatsächlich eine Frechheit ohnegleichen. Aber da stimmt auch die ganze Einstellung zum Thema Hund/Hündin in meinen Augen nicht. Was mich angeht, habe ich auch lange überlegt, bis ich mich zur Kastration meiner beiden Mädels entschlossen habe. Aber:Ich konnte zwar damals fast immer zuverlässig die Jungs von den Mädels trennen – ein Restrisiko bleibt aber. Und das war mir zu hoch.
    Und zur Früh-Kastration fällt mir dann mal gar nix ein. :doh:

  • Talimeth sagt:

    Wenn ich das Ganze hier sehe, dann drängt sich mir ein Verdacht auf, dass der Tierarzt tsächlich einen Fehler gemacht hat. Der Kunde verlangte eine Sterilisation und stellte sich das wahrscheinlich so vor, wie eben beim Menschen, wenn die Familienplanung abgeschlossen ist.
    Dann klärt der Tierarzt nicht darüber auf, was hier wirklich Sache ist und führt eine Kastration duch. Denn das macht er ja immer so. Dies war aber vom Huindehalter nicht gewünscht. Hätte der Tierarzt richtig aufgeklärt hätte der Hundehalter möglicherweise das Ganze sogar sein lassen oder es sich noch mal überlegt.
    Und hier liegt das Problem.
    Gruß Talimeth

  • Mumpitz sagt:

    Okay, das mit der Argumentation „ich mag die Sauerei mit der Läufigkeit nicht“,

    Es ist eines der häufigsten… 🙁 Gern genommen auch immer wieder: „Ich will doch sowieso nicht züchten“. Endlos fortsetzbar…

    Ich konnte zwar damals fast immer zuverlässig die Jungs von den Mädels trennen – ein Restrisiko bleibt aber.

    Due Haltung von unkastrierten Rüden und Hündinnen in einem Haushalt ist tatsächlich extrem problematisch, und vor allem die Jungs leiden dann auch echt. In solchen Fällen empfehle ich allerdings, insbesondere bei Rassen über 20kg, die Kastration des/der Rüden, weil risikoärmerer, kleinerer Eingriff mit einem minimalen Risiko von Inkontinenz.

    Und zur Früh-Kastration fällt mir dann mal gar nix ein

    Mir auch nicht ;( ;( ;(

  • Mumpitz sagt:

    dass der Tierarzt tsächlich einen Fehler gemacht hat. Der Kunde verlangte eine Sterilisation und stellte sich das wahrscheinlich so vor, wie eben beim Menschen, wenn die Familienplanung abgeschlossen ist.

    Sollte das vor Gericht gehen, stelle ich mir das sehr problematisch vor. :denk:
    Das Ganze zeigt mir mal wieder, wie super-wichtig das ausführliche Gespräch TA-Kunde ist!

  • Red Setter sagt:

    Mit der Früh-Kastration bereits im Welpen-Alter, wie es in USA üblich ist und hier gerade in Mode kommt, kann ich mich überhaupt nicht anfreunden.

    empfehlen hier auch viele TAs.

    Hier wird für die städtischen Einzugsgebiete eine Kastrationspflicht für Hündinnen diskutiert, die nicht als Zuchthunde registriert sind/werden. Da wir eine große Hundeüberpopulation haben, versteh ich den Hintergedanken. Sinn macht’s aber natürlich trotzdem nicht. Die Straßenhunde, halbwilden Hunde und Hunde von skrupellosen Vermehrern werden ja trotzdem nicht kastriert.

    Zum Thema ist ein neues Buch erschienen. Ich hab’s nicht gelesen, aber es soll interessant sein: Kastration und Verhalten beim Hund von Udo Gansloßer und Sophie Strodtbeck

  • Red Setter sagt:

    @ Talimeth: leider gibt es immer noch einige TAs, die nur allzugerne zur Kastration raten (und eben auch nicht aufklären), weil es quasi leicht verdientes Geld ist.

  • Cubano9 sagt:

    Na ja Leute, von der rechtlichen Seite mal abgesehen. Als Hundehalter informiere ICH mich doch im Vorwege darüber, was mit meinem Hund bei einem Eingriff passiert und was ich für Möglichkeiten habe. Ich kann mich doch nicht blind auf den TA verlassen. Aber –Talimeth, nimm es mir jetzt bloß nicht
    übel – ich habe ein ganz generelles Problem mit Menschen, die sich selbst (über was auch immer) nicht informieren und hinterher den TA als Alleinverantwortlichen dastehen lassen. Es ist ja nun beileibe nicht so, dass es heute nicht mehr als ausreichend Möglichkeiten zur Information in allen Lebenslagen geben würde.
    @Mumps: Sorry, aber egal ob Hunde-TA, Menschen-Doc oder Pferde-TA – mir würde ein Beratungsgespräch allein nicht ausreichen, ich würde mir immer (vor allem bei größeren Eingriffen, noch zusätzliche Informationen holen.

  • Mumpitz sagt:

    ich würde mir immer (vor allem bei größeren Eingriffen, noch zusätzliche Informationen holen.

    Das ist ja auch ok, und das Internet bietet ja auch ungeahnte Möglichkeiten. Es kann aber auch gut passieren, daß man dann irgendwann den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht. Manchmal falle ich fast vom Glauben ab, was für ungeheuerliche, jeglicher vernünftigen Grundlage entbehrende Geschichten und Gerüchte im Netz kursieren. Manche Leute verwirrt das ungemein, und ich habe dann meine liebe Not, das Ganze in langen Gesprächen (die natürlich keine S** bezahlen will) zu entwirren…
    Ich habe ein paar Kunden, denen ich regelmäßig Internet-Verbot erteile 😉 Insbesondere bei bestimmten Erkrankungen, u.a. weil die mich dann voller Panik vorzugsweise mitten in der Nacht anrufen….

  • Mumpitz sagt:

    Als Hundehalter informiere ICH mich doch im Vorwege darüber, was mit meinem Hund bei einem Eingriff passiert und was ich für Möglichkeiten habe.

    DU vielleicht schon… 😀

  • Cubano9 sagt:

    Als Hundehalter informiere ICH mich doch im Vorwege darüber, was mit meinem Hund bei einem Eingriff passiert und was ich für Möglichkeiten habe.

    DU vielleicht schon… 😀

    Yep. Aber das gilt nicht nur für Hunde,das gilt eigentlich für viele Bereiche meines Lebens. Ich habe so ein bisschen ein Problem mit Leuten, die zu faul oder zu träge sind, sich zu informieren und hinterher ins Tal des Jammers einfallen. Aber: Ich habe auch ein Problem mit Leuten, die Du oben schilderst. Und: Wenn ich zu einer Sache widersprüchliche Informationen bekomme, frage ich natürlich meinen TA (oder Doc). Aber es muss doch zu erwarten sein,dass sich die Menschen zumindest einen groben Überblick verschaffen – sonst wäre es zu dem, hier von Talimeth geschilderten Fall doch gar nicht gekommen.

  • nisenase sagt:

    @mumpitz: also stimmt es auch nciht, dass Rüden nicht mehr markieren, wenn sie kastriert sind?
    Ich werde immer wieder gefragt, warum ich meinen Mopsinger nicht kastrieren lasse (er markiert halt gerne immer und ÜBERALL) ich kann es ihm nicht abgewöhnen, er ist immer sehr schnell in einem unbeobachteten Moment;) naja, es ist ja nicht viel, ein paar Tropfen, aber es nervt. Dann wird immer wieder gesagt, lass den doch kastrieren“. ABER unser Nachbarhund ist kastriert und der pieselt mir immer ans Auto und an die Haustür vorne. Also gehe ich mal davon aus, dass es damit nicht getan sein wird?
    Nur mal so OT 😉

    Generell haben wir 2 Hündinnen und eben den Mopsing. Wir passen schon jahrelang auf und haben keine Probleme. Wenn Alien läufig, werden sie getrennt in der Wohnung. Dann kommen sie stundenweise in verschiedene Räume und wir gehen getrennt Gassi. Das Alien ist ja SOOOO klein, da kommt net viel Sauerei raus und sie ist sehr reinlich. Ich weiß nciht, ob ich kastrieren wollen würde…..

    Dem TA kann man nur den Vorwurf machen, dass er es sehr gut gemeint hatte und ein Mißverständnis vorlag. Ich war nicht dabei (beim Gespräch) und kann somit nicht beurteilen, WER Schuld haben sollte…..

  • Mumpitz sagt:

    also stimmt es auch nciht, dass Rüden nicht mehr markieren, wenn sie kastriert sind?

    Manche markieren unverändert weiter (nach meiner groben Schätzung ca. 70%), andere pischen dann wie Mädchen.

    (er markiert halt gerne immer und ÜBERALL) ich kann es ihm nicht abgewöhnen, er ist immer sehr schnell in einem unbeobachteten Moment

    Höhö! So waren meine Terrier auch! Habe sie vor vielen Jahren dann mal probeweise vorübergtehend chemisch kastriert – Erfolg = Null :kowa:

  • Mumpitz sagt:

    Dem TA kann man nur den Vorwurf machen, dass er es sehr gut gemeint hatte und ein Mißverständnis vorlag.

    Der schlaue TA, oder der, der schlechte Erfahrungen gemacht hat, fragt da nochmal nach, und der ganz schlaue lässt sich, wie in der Humanmedizin üblich, unterschreiben, was genau gemacht werden soll. Ich bin nur schlau und damit bisher zum Glück immer gut gefahren.

  • Rosewhisper sagt:

    Was stört den Kunden denn letztlich?

    Das Resultat ist ja identisch… Die Hündin kann nicht mehr trächtig werden. Und das fehlende „Tröpfeln“ wird ja nun auch nicht Besitzers Unmut fördern.

    Von „aussen“ ist ja nicht mal erkennbar, was „innen“ gemacht wurde.

    Habe im Übrigen auch überhaupt kein Verständnis für Personen, die ihren Hund einfach mal zu beim TA zum unfruchtbar-machen abgeben, aber hinterher auch nach Sterilisation sinnbefreiten Eierstöcken + Gebärmutter hinterherjammern. In meinen Augen typische Nörgler, die Streit suchen. :stein: Der TA wird vermutlich das Beste gewollt haben, – man sollte nicht immer vom Schlechtesten ausgehen. :blinzel:

  • patch patch sagt:

    Na ja, ganz ehrlich: sterilisieren und kastrieren sind ja nun zwei verschiedene Sachen.
    (Überleg mal, wenn die Leute ihre Männer zum Sterilisieren brächten und dann kastriert zurück bekämen….)
    Da hätte der TA zumindest nachfragen können: Sterilisieren oder kastrieren? In Anbetracht dessen, dass die Leute immer noch glauben, Rüden werden kastriert und Hündinnen sterilisiert und es wäre das gleiche in grün.
    Das hätte dann sofort eine Aufklärung nach sich gezogen.
    Nu isses zu spät, und dem Hund, sorry, der Hündin, wird es wurscht sein.

    LG, Patch

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