Suche Platz für mein Pferd als Beistellpferd, da nicht mehr reitbar

By testadmin | Archiv: Smalltalk

Bei Interesse bitte melden, würde da ja dann einiges zu besprechen geben…

…und nein, ich gebe mein Pferd nicht „einfach so“ ab….da kann sich jeder getrost sicher sein 🙂

Gruß KingsLara

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    jaja, da sind wir ganz sicher :ostern:
    Das tut doch niemand :ja:

  • Avatar Nicole sagt:

    „einfach so“ nicht, musst auch noch für bezahlen wenn du den haben willst 😉

    Wieso erzählst du nicht erstmal von dir und deinem Pferd!?

    Sry ich vergass….FERIEN… (ich habe Urlaub)

  • Watson Watson sagt:

    was hat denn so ein „Gesuch“ im Ausbildungsfred zu suchen?=

    Mal von der eigentlichen „Frage“ abgesehen :rolleyes:

  • friesentussi1 friesentussi1 sagt:

    was hat denn so ein „Gesuch“ im Ausbildungsfred zu suchen?=

    Mal von der eigentlichen „Frage“ abgesehen :rolleyes:

    Ist das nicht in diesem Fall auch schon egal 😀 ?
    Meins wird auch alt, mag den einer weiter bezahlen :blinzel: ? Denn so im Alter wird der doch etwas teuer. Ich würde ihn aber weiter bespassen. Und reiten darf den auch kein anderer … 8| :doh:

  • Watson Watson sagt:

    :blinzel: ich hab auch so ein Exemplar, vielleicht mag den ja auch jemand sponsoeren :blinzel: natürlich ohne jeglichen Rechte versteht sich

  • casper109 casper109 sagt:

    Och da hätt ich auch 2 zum Sponsoren, müssen aber bei mir bleiben und ran darf auch keiner außer mir……. 😀

    Höchstgebot wird allerdings erst nach genauer Prüfung angenommen…….. :denk: oder auch nicht 😀 😀

  • Avatar Shezarade sagt:

    @Kingslara Ich kann Dir von Deinem Vorhaben nur abraten. Wenn Du nicht bereit bist ein krankes Pferd durchzufüttern, dann kannst Du davon ausgehen, dass ein Fremder das auch nicht machen will. Derzeit sind reitbare Pferde auch schon für sehr wenig Geld zu bekommen. Da braucht man sich keinen Beisteller, der krank ist, mehr in den Stall zu holen. Ich sprech aus schlechten Erfahrungen. Schutzverträge kannst Du auch vergessen. Bevor Dein Pferd als Wanderpokal endet oder irgendwo gequält wird (und Du kannst Dir nicht vorstellen, auf was für Ideen manche Leute kommen) behalte es oder lass es in Würde gehen. Sorry wenn das jetzt zu hart klingt aber weggeben, wenn überhaupt, dann nur an Leute, die man wirklich gut kennt und die hast Du nicht sonst würdest Du nicht hier schreiben. google mal nach Pferdemafia http://www.youtube.com/watch?v=qNqXXTyftPs LG Sheza

  • Avatar maurits sagt:

    Sheza das hast Du gut gemacht! :resp:

  • Avatar Friesenfrau sagt:

    Vielleicht will sie für ihr Pferd einfach nur einen guten Stellplatz, den sie auch bezahlt. Die Gründe warum man das Pferd dann überhaupt abgibt sind wieder andere. Eine aus unserem Stall hat das so gemacht und hatte richtig Glück dabei.

    LG

  • Avatar Happy sagt:

    Ich habe meinen Wallach leider mit 11 Jahren unreitbar als Beistellpferd auf eine Weide gestellt. Er steht dort mit einer Stute zusammen. Die Leute haben dringend nach einem Beisteller gesucht, da der Vorgänger weggezogen ist.

    Nach einem Monat kam das „Angebot“, bevor mein Pferd die Koppel wieder verläßt und sie wieder auf Suche gehen müßten, fragten sie mich, ob ich ihn „verkaufen“ würde.

    Ich habe es mir einige Zeit überlegt, ihn mehrfach besucht und mich dann entschlossen, dass er bei seinen neuen Leuten bleiben soll.

    Sie haben ihn mit Schutzvertrag übernommen. Die Papiere habe ich. Sie rufen mindestens 1x die Woche an und sagen mir wie es ihm geht, ich kann ihn jederzeit besuchen….

    Es kann auch so gehen, aber man sollte auch genau schauen damit man nicht irgendwelche bösen Überraschungen erlebt (bzw. das Pferd)

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    google mal nach Pferdemafia http://www.youtube.com/watch?v=qNqXXTyftPs

    Sheza das hast Du gut gemacht! :resp:

    In diesm Akte-Film tun mir nur die Pferde leid und die eine Besitzerin, die ihre Zuchtstuten eingestellt hat, also Pension bezahlt hat. Den andern Heulsusen sollte man noch rechts und links eine watschen, :cursing: Der Blick dieses braunen Pferdes am Schluss, den sollte sie bis ans Ende ihrer Tage ins Herz treffen! Wann geht es endlich in die hinterletzte geistig unterdotierte Birne, dass man sich a) m it solchen Schutzverträgen nicht mal den Hintern wischen kann und b) warum dass sich andere mit unreitbaren Tieren gratis und franko abgeben sollen, wenn man es selber nicht tun will :kowa: :kowa: :kowa: Gerade die Besitzer mit dieser „Sirte Pope“ oder wie sie hiess. 14 Jahre lang lebte sie auf „ihrem Hof“….bitte schon warum musste sie dann abgeschoben werden :doh: :kowa: :kowa: Ich kann diese Heuchelei manchmal nicht mehr ertragen. Da lobe ich mir jeden, der soviel Verantworungsbewusstsein hat und direkt den Bolzenschuss ansetzen lässt :resp:

  • Avatar Andrea S sagt:

    Ich kann diese Heuchelei manchmal nicht mehr ertragen.
    Da lobe ich mir jeden, der soviel Verantworungsbewusstsein hat und direkt den Bolzenschuss ansetzen lässt

    Genau SO sehe ich das auch! Danke :friend:
    Ich würde es vor allem nicht übers Herz bringen, gerade ein krankes unreitbares oder altes Tier abzugeben :no:
    GERADE dann nicht! Mein Gewissen würde mich erschlagen und ich könnte nchts nicht mehr schlafen :no:
    Lieber würde ich aufs Reiten verzichten oder mir eine RB suchen wenn ich das finanziell nicht wuppen könnte.

    Bei mir gingen im Notfall auch eher die gesunden vom Hof als dass ich meine kranke Stute oder den unreitbaren Ade liegen in weitere Hände gäbe.
    Alternativlösung wären bei solchen Tieren für mich nur der letzte Weg, sicher aber kein Beistellerplatz :panik: :flucht: :flucht:

  • Avatar Cruzado sagt:

    Andrea du sprichst mir aus der Seele! :thumbsup:

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Ich etwa nicht… 😉

    Etwas anderes ist, wenn man für sein unreitbares oder älteres aber ansonsten gesundes Tier, einen schönen „Lebensabend“ oder Alterssitz-Platz sucht der ihm noch ein paar schöne Jahre mit Auslauf bietet, den man vielleicht selber im eigenen Stall oder der urbanen Umgebung nicht bieten kann.
    Ich denke da gerade an beenge CH-Verhältnisse. Nicht jeder hat das Glück Selbstversorger zu sein, und hält sein Pferd im Pensionsstall.

    Nun, das ist durchaus möglich und auch nicht ehrenrührig.

    ABER….und jetzt kommt das ABER…..in diesem Falle ist das Pferd immer noch das eigene und man kommt Monat für Monat dafür auf und ist besorgt für die Gesundheitsvorsorge oder bei Krankheit.

    Dafür steht das Pferd dann auf einer Anlage oder Bauernhof, mit täglichem Weidegang zusammen mit Kumpels.
    Das Pferd wird adäquat gefüttert und steht immer unter Aufsicht.
    Und jederzeit kann man das Pferd besuchen.
    Nun, das ist dann einfach nichts anderes, als sein Pferd auf eine andere Art „einstellen“ 😉 Gratis ist das nicht.

    Dann gibt es noch die seltenen Fälle, wo man tatsächlich sein Pferd als Beisteller, resp. ans Futter abgeben kann.
    Dies dann meist bei langjährigen Bekannten m it schönem Hof, die ein Pferd verlieren und so froh sind, dass das eigene nicht allein sein muss, wenn sie sich vielleicht kein zweites „eigenes“ mehr anschaffen wollen.

    Aber auch da, gehört das Beistellpferd immer noch dem Besitzer und er kommt für sämtliche Kosten auf, die das Pferd ausser dem Futter imd der täglichen Pflege verursacht. Also Tierarzt, Schmied etc. etc.

    Soviele akzeptable echte Beistellplätze gibt es aber nicht :na:

    Der Rest kostet :ja:

    Und man sollte sich einfach fragen, warum jemand anders die Kosten übernehmen soll, wenn man sie selber abschieben will :irre: :doh: :doh:

  • Avatar Landei sagt:

    Ich schließe mich meinen Vorrednerinnen an, bitte gib dein Pferd nicht in fremde Hände. wenn du keinen guten Platz bei Bekannten findest, sei konsequent und erspare ihm weiters Leid.

    Und komm bitte nicht auf die Idee, es bei einem Schutzhof abzugeben. Dort herrscht vielerorts soviel gravierendes Unwissen und akuter Geldmangel, dass auch dies für mich keinerlei Option wäre, vielen „geretteten“ Pferden geht es dort erschreckend schlecht! Alles Gute für dein Pferd!

  • Avatar littlesheep sagt:

    Mann oh Mann, dieses Forum ist echt der Heuler…

    Ich habe seit knapp 10 Jahren eine Stute als Beisteller, die ist jetzt 23 Jahre alt und ist seit sechsjährig Beisteller, weil sie als Turnierpferd von einem Händler verheizt wurde und dann anfing zu steigen und sich hinten überfallen ließ mit Reiter. Sie bekam ein Fohlen bei ihrer jetzigen Besitzerin, wurde von dem am Auge verletzt und ist seitdem linksseitig blind. Bis sie zu uns kam stand sie in der Nähe ihrer Besitzerin als Beisteller auf der Weide, das andere Pferd ging dann weg oder wurde verkauft, daher wurde ein neuer Platz gesucht. Die Besitzerin wohnt ca. 2-3 Stunden weg, besucht das Pferd vielleicht einmal im Jahr – zahlt die ganze Zeit die Unterbringung (nur im Winter, weil wir im Sommer eine Weide gepachtet haben). Und ja, ich kümmere mich um Brauni wie um meine eigenen, ich zahle die Versicherung und den Schmied und wenn mal TA nötig ist und ich zahle das Cushingmedikament und das klappt alles super. Ich schicke der Besitzerin immer mal Fotos und alle Beteiligten sind zufrieden.

    Warum muß in diesem Forum nur immer gleich alles miesgemacht werden? Manchmal ist das echt :kotz:

  • Avatar Tibatong sagt:

    Bei mir gingen im Notfall auch eher die gesunden vom Hof

    So ist es! Denn für ein gesundes junges Pferd findet man im worst case eher passende Leute, als für ein altes, pflegeintensives Pferd. Bei mir gibt es eine ganz klare Hackordnung, wer als erster ginge und wer als letzter….

    Warum muß in diesem Forum nur immer gleich alles miesgemacht werden? Manchmal ist das echt

    Weil du da zu den löblichen aber seltenen Ausnahmen gehörst. Und weil viele Leute hier im Forum in dem Zusammenhang schon viel gesehen haben und auch alt genug sind, das Ganze realistisch zu betrachten.

  • Avatar Patrizia sagt:

    Kleines Schaf, ich find das zwar sehr, sehr löblich, aber offen gestanden begreif ich nicht, warum Du für das Pferd einer anderen Person aufkommst – und sei es „nur“ für Medikamente, Tierarzt, Schmied und Weidekosten im Sommer.. :denk:

  • GidranX GidranX sagt:

    Dies dann meist bei langjährigen Bekannten m it schönem Hof

    Weil selbst DAS – siehe Zitat – in die Buxe gehen kann, und zwar mächtig. Die beste Freundin meiner Mutter hatte ihre Springstute zu sehr guten Bekannten auf dem Land in Rente gegeben, da nicht mehr reitbar. Ist auch für alles aufgekommen und einmal im Jahr zu Besuch gefahren. Die Stute hatte leider super Papiere und die Verlockung war dann wohl doch zu groß, die Leute dort haben sie einfach decken lassen. Sie hat die trächtige Stute sofort dort weg geholt und diese Menschen haben die Frechheit besessen, vor Gericht das Hengstfohlen einklagen zu wollen. Aber da scheint es dann doch noch Gerechtigkeit zu geben. Sie haben kein Recht bekommen – ausser Spesen nix gewesen.

  • Avatar maurits sagt:

    ich finde es immer besonders interessant, wenn alle Jahre wieder so Heulsusen in Pferdeforen auftauchen und händeringend „ihr Pferd“ suchen, was sie schon Jahre vorher als „Beisteller“ abgegeben haben. Und Jahre später fällt ihnen das wieder ein, und das Pferd ist weg und das Geheul groß.
    Solche Leute sollte man alle zusammen in einen Sack stecken und mit dem Knüppel draufhauen, man trifft garantiert immer den richtigen.

  • Avatar Diamond Girl sagt:

    :thumbsup: :thumbsup: :bravo:

    Wenn ich über solche wie von Dir gerade beschriebenen Menschen stolpere, dann bekomme ich sofort so überschäumend gute Laune, dass ich Seifenblasen :kotz: könnte! Ich hab meine Stute auch über 20 Jahre gehabt und als sie krank wurde, blieb sie da, wo sie schon immer war: Zuhause in ihrem gewohnten Umfeld bei mir! Nie im Leben wäre ich auch nur im Traum auf den Gedanken gekommen, die Maus weg zu geben, weil ich gern wieder reiten möchte und mir ein junges Pferd zu kaufen! EIn Pferd hat bei mir eine Lebensstellung und wenn ich, wie bei meiner Stute, sie halt eben 6 Jahre lang nur pflegen und mit ihr spazieren gehen und tüddeln und knuddeln und nicht mehr reiten kann, dann ist bzw. war das halt eben so :ja:

    Aber vielleicht sind es hier ja auch nur ganz bestimmte, andere Umstände… :nix:

  • Avatar Perle1 sagt:

    Warum muß in diesem Forum nur immer gleich alles miesgemacht werden? Manchmal ist das echt :kotz:

    :thumbsup: !!!

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Vielleicht weil wenigstens einige, den Tatsachen ins Auge blicken :na:

  • Avatar Hijara sagt:

    Wenn man ein unreitbares Pferd abgibt kann man keine Bedingungen stellen, alles andere ist blauäugig.

    Meistens werden solche unreitbaren Pferde dann doch von einem Reiterling gefunden der denkt,
    so ein bisschen Bewegung im Schritt mit meinem leichten Reitergewicht kann doch nicht schaden.
    Und dann kommt noch ein bisschen Trab dazu oder die doch etwas schwerere Freundin entdeckt das Reiten. Nicht selten wechseln solche Pferde dann auch mal den Besi, weil sie als Beistellpferd nicht mehr gebraucht werden. Beim Wechsel wird alles schön geredet oder einfach nur verschwiegen, bringt ja Geld,
    und sonst wird man das Pferd nicht los und aus einem Nichtreitpferd wird auf einmal ein Reitpferd, halt nicht so lang und nicht so schnell. Der ahnungslose Neubesi steckt in der Falle. Tierarztkosten, vielleicht passt ja der Sattel nicht oder ist er vielleicht zu blöd zum reiten und braucht nur guten Unterricht.
    Das Ganze ist völlig ungut und ich finde auch dass man seinem Pferd treu bleiben sollte bis zum „Ende“.

  • Avatar maurits sagt:

    ich habe so ein Pferd mal live erlebt, bei einer früheren Miteinstallerin. Die Dame war weder besonders schlau noch reiterlich in irgendeiner Form ausgebildet und übernahm ein altes Arthrosepferd, welches sie noch monatelang stocklahm durchs Gelände hetzte. Auf alle Einwände, dass das Pferd hochgradig lahm sei, erwiderte sie, das seien nur Taktfehler, der lahme nicht. Die hat ansonsten alles für das Pferd getan, nur reiten hätte sie den nicht dürfen, aber genau das machte sie ständig.
    Ganz furchtbar.

    lg
    mau

  • Avatar Diamond Girl sagt:

    @ Mau: Das sind dann aber auch leider die wirklich Unbelehrbaren bzw. auf dem Ohr hören die dann grad gaaaaanz schlecht 🙁 :resp:

  • Avatar maurits sagt:

    ja und was meinst Du, in wessen Händen gerade solche Pferde landen? Das sind doch die Tussis, die händeringend ein billiges Pferd suchen damit sie damit ein bisschen ausreiten können…. es gibt übrigens Leute, die wegen ihres verschwundenen, als Beistellpferd abgegebenen Pferdes, ganze Foren im Internet betreiben, zum Beispiel hier, die Geschichte ist klassisch und typisch und mein Mitleid hält sich sehr in Grenzen. http://jawor-seite.com/forum/YaBB.pl?board=56

  • Avatar ambra sagt:

    Ich kann es einfach nicht. So oft ich mein Sorgen-Pferd auch verflucht habe und es „in die Wurst“ gewünscht habe… ich kann es nicht.
    und es einfach weggeben schon gar nicht…

    ICH habe es zu mir geholt. Für mich wäre es einfacher meinen Mann abzuschieben, der kann ja für sich selber sorgen, als das mir ausgelieferte Tier. Mag jetzt pathetisch klingen, ist aber so.

    Und es ist nicht so, dass mir Menschen, die in Notsituationen (Arbeitslosigkeit, Scheidung, Krankheit) gekommen sind und dann ihr Pferd abgeben müssen, nicht leid tun. DAS finde ich richtig schlimm, am Schlimmsten noch ein Beisteller, den man aus obigen Gründen nicht mehr finanzieren kann…

    Unerhört und absolut verwerflich finde ich „Reiter“ (darf man die überhaupt so nennen?), die zwar die finanziellen Mittel hätten ihr Pferd weiter zu versorgen sobald es unreitbar ist, jedoch zwei Pferde (einen Beisteller und ein Reitpferd) nicht finanzieren können und so dann die Entscheidung treffen, den Ballast über Bord zu werfen.
    Dann bitte wenigstens Rückgrat und das Tier über die Regenbogenbrücke schicken, als es auf eine unbestimmte Zukunft los zu lassen.
    Aber dann schlägt ja das Pseudo-Wendy-Herz und man sucht lieber den einfachen Ausweg im „Beisteller günstig abzugeben“.

    Für Ambra habe ich beschlossen, dass diese ihr jetziges Zuhause nur mit den Hufen voraus verlässt. Auch wenn das im Winter unbequem ist und ich mir eine „ohne-Reiten-Beschäftigung“ ausdenken muss.
    Das Thema zweites Pferd steht bei mir immer noch an… wenn ich Zeit habe.
    Und grade mit zweitem Pferd hätte ich noch weniger Zeit mich um Ambra zu kümmern, also MUSS sie in meiner Nähe sein.
    Auch ein Thema für mich ist, dass ich meine „Früh-Rentnerin“ bei mir haben will, der einzige Mensch, dem ich sie ohne zu schauen geben würde, wäre meine Stallbesi (aber da stehen wir ja schon!).

    Sabine

  • Avatar Diamond Girl sagt:

    @ Mau: Habe mir grad die Website mal angesehen, nee et is richtig herzzerreissend ;( Aber leider gibt es sie immer noch und es wird sie weiterhin geben, die Menschen, denen ein Pferdeleben nichts wert ist und die froh sind wenn sie, wie Ambra schon so treffend formulierte, den Ballast über Bord werfen können.

    Auch ihr musste mit einem kranken Pferd eine etwas längere Arbeitslosigkeit überstehen. Das war sicherlich nicht immer einfach und schön war es auch nicht, der einzig positive Effekt war, dass ich mehr Zeit für meine Stute hatte. Und doch hab ich lieber jeden Cent fürs Pferd zusammengekratzt und selber verzichtet, damit ich die notwenidgen TA-Rechnungen zahlen konnte. Ich hätt sie auch einfach abschieben können, aber da hätte mich mein Gewissen umgebracht.

    Und doch liest man solche Bericht wie der von Mau eingestellte zu Hauf 🙁 ABer die Menschen sind halt unterschiedlich und was der Eine als seine Pflicht ansieht, ist dem Anderen einfach nur lästig…

  • Avatar maurits sagt:

    Jau, auf der Webseite beweihräuchern die sich noch alle gegenseitig und bemitleiden sich, dass ihre Pferde verschwunden sind, die sie umsonst als Beisteller abgegeben haben, ich wette man fliegt da achtkantig raus, würde man sich dort mit kritischer Stimme äussern.
    Ich finde diese Seite ist eine ganz kranke Scheisse.

    lg
    maurits

  • Avatar fichtefucht sagt:

    ICH habe es zu mir geholt. Für mich wäre es einfacher meinen Mann abzuschieben, der kann ja für sich selber sorgen, als das mir ausgelieferte Tier. Mag jetzt pathetisch klingen, ist aber so.

    Unerhört und absolut verwerflich finde ich „Reiter“ (darf man die überhaupt so nennen?), die zwar die finanziellen Mittel hätten ihr Pferd weiter zu versorgen sobald es unreitbar ist, jedoch zwei Pferde (einen Beisteller und ein Reitpferd) nicht finanzieren können und so dann die Entscheidung treffen, den Ballast über Bord zu werfen.

    Das sehe ich ganz genauso :thumbsup:
    Es ist sicher nichts verwerfliches daran, sein Pferd bei jemand anderem unterzustellen, wie Merlijn schon schrieb, weil es dort vielleicht preisgünstiger ist und das Tier vielleicht sogar noch mehr Platz zur Verfügung hat als hier in den Schweizer Reitställlen, aber dann hat man immer noch die Pflicht, sich um dieses Tier zu kümmern und für seinen Unterhalt aufzukommen, da es einem immer noch gehört.

    Andererseits war die Anfrage der TE sehr kurz und wenig aussagekräftig. :denk:
    Vielleicht ist sie ja auf der Suche nach einem Platz als Beistellpferd, für den sie selbstverständlich bereit ist, zu zahlen und das Pferd weiterhin zu betreuen?
    Sie schreibt ja nichts dazu :nix:

  • Avatar La Jaca sagt:

    Ah, alles heilige hier wieder, was? Meint ih nicht, dass jemand vielleicht auch mal realistisch zugeben muss, dass er sich ein Pferd aufgrund seiner aktuellen Lebensumstände einfach nicht mehr leisten kann? Muss er erst warten, bis das Pferd akut schwer krank und verletzt ist, um es dann aufgrund finanzielle Defizite zum Schlachter zu bringen? Oder es jetzt einschläfern, obwohl es noch weitesgehend gesund und lebensfroh ist? Weder das eine noch das andee finde ich fair. Dann doch jetzt lieber schauen ob man es noch abgeben kann wo es noch ein paar schöne Jahre haben kann bei Leuten, die sich einen alten Beisteller noch leisten wollen und können.

  • Avatar Patrizia sagt:

    Ein Reitpferd, was nicht mehr reitbar ist, ist in den seltensten Fällen noch total gesund und lebensfroh.

    Irgendwas gibts da immer, was behandelt werden muss. Und das anderen Leuten „aufdrücken“, find ich nicht in Ordnung. :no:

  • Avatar Landei sagt:

    Ich habe selbst zwei alte Herumsteherchen, die ich mir leisten kann und will. Das hat nichts damit zu tun, dass ich eine „Heilige“ bin, sondern damit, dass ich die beiden sehr mag und nie nicht in eine ungewisse Zukunft schicken würde. Sollte ich aus welchen Gründen auch immer dazu nicht in der Lage sein, wäre meine Entscheidung klar. Ein schnelles Ende. Punkt.

    Meine Familie hat schon seit Ewigkeiten mit Pferden zu tun und ich kenne diese Geschichten zur Genüge. Fast keine „gute Absicht“ ging auch gut aus. Alte, kranke Stuten wurden gedeckt, alte, kranke Wallache geritten, weiterverkauft, Händler, Schlachter etc.etc..Bestenfalls gammeln diese Pferde schlecht versorgt irgendwo rum, schlimmstenfalls landen sie in Italien.

    Das hat einfach mit einem gewissen Realitätssinn zu tun, so ein Vorhaben nicht gut zu heißen.

  • Avatar Castellano sagt:

    Sehr schön formuliert!

  • Avatar Akascha sagt:

    Wenn das nicht ein Ferien Spaß ist, dann kann ich mir das folgendermaßen erklären
    Altes bzw. nicht reitbares Pferd, soll weg, damit ein Neues einziehen kann, denn 2 Pferde sind nicht zu finanzieren.

    Natürlich ist das alles nur Spekulatius 😉 , keiner weiß, ob es ein blödsinniger Scherz war……………und mal wieder „alle“ drauf ein gehen 😀 , oder ob es was echtes ist……………….ich denke, da die TE nicht wieder geantwortet hat, war es ein typischer Fall von Langeweile :panik1:

  • GidranX GidranX sagt:

    Ah, alles heilige hier wieder, was? Meint ih nicht, dass jemand vielleicht auch mal realistisch zugeben muss, dass er sich ein Pferd aufgrund seiner aktuellen Lebensumstände einfach nicht mehr leisten kann? Muss er erst warten, bis das Pferd akut schwer krank und verletzt ist, um es dann aufgrund finanzielle Defizite zum Schlachter zu bringen? Oder es jetzt einschläfern, obwohl es noch weitesgehend gesund und lebensfroh ist? Weder das eine noch das andee finde ich fair. Dann doch jetzt lieber schauen ob man es noch abgeben kann wo es noch ein paar schöne Jahre haben kann bei Leuten, die sich einen alten Beisteller noch leisten wollen und können.

    Thema verfehlt, setzten, Sechs! :bite:

  • Avatar Simone sagt:

    Verantwortungsvoll mit einem Pferd umzugehen und auch in dessen Alter diese Verantwortung nicht einfach abzugeben, ist in meinen Augen eine Selbstverständlichkeit und nicht „heilig“.
    Und ja, ich bin auch der Ansicht, dass man ein Pferd, das aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr reitbar ist, besser über die Regenbogenbrücke schicken sollte, als es in eine ungewisse Zukunft abzugeben. Denn wie mittlerweile allgemein bekannt sein sollte, sind Schutzverträge nicht die Tinte wert, mit der sie unterschrieben wurden. Was ja im Prinzip auch richtig ist. Denn ich kann nicht einerseits sämtliche Pflichten und Verantwortungen abgeben aber bei Entscheidungen ein Mitbestimmungsrecht einfordern wollen.

    Die Wahrscheinlichkeit, ein gesundes Pferd in verantwortungsvolle Hände abzugeben/zu verkaufen, ist weitaus höher, als einen verantwortungsvollen Halter für ein nicht „nutzbares“ Pferd zu finden, das ja in der Regel auch höhere Kosten bedeutet. So realistisch sollte jeder sein. Und daher kann es auf ein so naives Gesuch eben keine Lobeshymnen geben, sondern lediglich Appelle an das Verantwortungsgefühl der TE und das Aufzeigen wahrscheinlicher Konsequenzen.

    Das hat nichts mit Rumhacken zu tun und auch nichts mit (Schein-)Heiligsprechung.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    :ja:

    Ah, alles heilige hier wieder, was?

    Ganz sicher nicht, aber kommt immer drauf an wo und warum nicht.

    Meint ih nicht, dass jemand vielleicht auch mal realistisch zugeben muss, dass er sich ein Pferd aufgrund seiner aktuellen Lebensumstände einfach nicht mehr leisten kann? Muss

    Aha…..ich würde mich vielleicht mal bequemen den Eröffnungspost zu lesen, und da ist völlig dahingestellt, ob das ein Joke (wahrscheinlich) ist oder nicht…das-spanische-pferd.de/pferdeforum/Attachment/48413/

    er erst warten, bis das Pferd akut schwer krank und verletzt ist, um es dann aufgrund finanzielle Defizite zum Schlachter zu bringen? Oder es jetzt einschläfern, obwohl es noch weitesgehend gesund und lebensfroh ist? Weder das eine noch das andee finde ich fair. Dann doch jetzt lieber schauen ob man es noch abgeben kann wo es noch ein paar schöne Jahre haben kann bei Leuten, die sich einen alten Beisteller noch leisten wollen und können.

    Das muss man ganz sicher nicht, und klar man kann Dumme finden, die einem das finanzieren was man selber nicht auf die Reihe kriegt und unter dem Deckmäntelchen der ach so grossen Tierliebe den Kopf in den Sand stecken. Alles machbar. NUR und ich betone NUR, darf man nacheher nicht theatralisch in Foren herumflennen oder bildfüllend abendliche Fernsehsendungen unter Wasser setzen :cursing: Es ist durchaus legal ein unbbrauchbares Pferd abzugeben oder zu verschenken in beiden Fällen muss man sich einfach gewiss sein, dass man keine Gewalt mehr darüber hat und kein „Schutzvertrag“ was immer das sein soll, ändert an der Tatsache was.

    Natürlich ist das alles nur Spekulatius 😉 , keiner weiß, ob es ein blödsinniger Scherz war……………und mal wieder „alle“ drauf ein gehen 😀 , oder ob es was echtes ist……………….ich denke, da die TE nicht wieder geantwortet hat, war es ein typischer Fall von Langeweile :panik1:

    Für mich ist da ja auch ganz klar ein Joke mit sämtlichen Reizworten – nur es schadet gar nix, dass wir wieder mal darüber gesprochen haben. Man kann und kann und kann es nie genug erwähnen !

  • Avatar Valioso sagt:

    Aber wo zieht man die Grenze zwischen Nutzbarem Pferd und unnutzbarem Pferd?
    Sieht es bei einem älteren gesunden Pferd anders aus als bei einem jungen kranken Pferd??
    Fragen über Fragen ……
    Und dabei beziehe ih mich nicht auf den Text der TE sondern auf das allgemeine Thema „Beisteller“.

  • Avatar Perle1 sagt:

    La jaca, dass sehe ich auch so. Muss jeder für sich selbst, und nach seiner Situation entscheiden.
    Es ist immer leicht über andere zu urteilen !!!

  • Avatar Juliafientje sagt:

    Ich würde mein Pferd auch nie und nimmer abgeben, wenn sie nicht mehr reitbar ist.
    (Ist sie das letzte halbe Jahr auch nicht gewesen, langsam gehts bergauf)

    Ich habe einen schönen Platz für sie gefunden, wenn sie in Rente geht und ich denke mal das wird nächstes Jahr sein, es sei denn sie berappelt sich noch mal komplett.

    Dort steht sie aber genauso in Pension wie jetzt, nur das es ein Stall ist ausschließlich für Rentner Pferde. Die Pferde stehen in getrennten Wallach (35 Pferde zur Zeit) und Stutenherden (20 Pferde) zusammen. Riesen Weiden, Trinkteiche, im Herbst/Winter können sie frei wählen ob sie auf den Weiden laufen wollen oder in den Stall gehen und von April bis Oktober stehen sie komplett draußen. Es gibt kleine Wäldchen auf den Weiden wo sie sich wunderbar vor Sonne, Regen und Wind schützen können. Jeden Tag werden die Pferde vom Stallbesi kontrolliert. Sie bekommen Wurmkuren, regelmäßig Hufschmied usw.
    Sie bekommen täglich Stroh und Heu zugefüttert. Ich glaube auch Kraftfutter ist möglich, im Winter wird auf jeden Fall Kraftfutter und Mineralfutter gefüttert. Das weiß ich noch nicht ganz genau wie die das handhaben. Zur Not kann ich ja selber hin fahren.
    Das Beste ist, es ist nur 15 Minuten von mir entfernt 🙂
    Dort stehen aber auch viele Pferde dessen Besitzer wesentlich weiter weg wohnen und nur selten vorbei kommen können.

    SO oder so ähnlich stelle ich mir ein würdiges alt werden für mein Pferd vor, schließlich hat sie bis dahin 12 oder noch mehr Jahre getan was ich wollte und dafür verdient sie ein schönes pferdegerechtes Altwerden :ja:

    Es ist so wunderschön da, kann ich nur jedem empfehlen :love:
    Vielleicht wäre das eine Option für die TE?
    Das kostet aber monatlich Geld, wenn auch nicht so viel (150 Euro) Und Schmied muss man natürlich auch extra bezahlen, genauso wie einen TA wenn der kommen muss, oder Medikamente etc und das wichtigste das Pferd gehört immer noch MIR 🙂

  • Avatar Legolas sagt:

    Wenn ein Pferd nicht mehr reitbar ist und ich mir das dann aus welchen Gründen auch immer nicht mehr leisten kann, was dann???

    Klar dann suche ich jemanden der das Pferd am besten noch umme aufnimmt, anstatt selbst Verantwortung zu übernehmen, daher La Jaca, denn nochmal über dein Post nach :eye:
    Ich habe 2 Pferde und kann mir die auch leisten, einer der beiden ist nur teilweise belastbar :nix: ich suche trotzdem keinen Platz für ihn, die verlassen meinen Hof nur liegend und dessen war ich mit bereits bei der Anschaffung bewusst.
    Im Leben würde ich auch kein älteres Pferd verkaufen, damit er noch zig mal rum gereicht wird

  • Avatar Juliafientje sagt:

    Falls es jemanden interessiert könnt ihr mal nach:

    Gut Hogefeld
    Seniorenresidenz für Pferde
    Drususdeich 201
    47533 Kleve-Rindern

    googeln.

    Geführt wird das ganze von einem Karl-Heinz Hegmann-Tenhaef
    staatl.geprüfter Landwirt
    Trainer B Sport

    Hoffe das darf ich hier so posten? :daumen:

  • Avatar La Jaca sagt:

    Klar dann suche ich jemanden der das Pferd am besten noch umme aufnimmt, anstatt selbst Verantwortung zu übernehmen, daher La Jaca, denn nochmal über dein Post nach :eye:

    Nö, brauch ich nicht. 😀 Aufgrund der wenigen infos finde ich eure Verurteilungen einfach nur daneben. Aber wer nicht drauf haut, der wird selbst verhauen, gelle? :rolleyes:

    Ich kümmere mich derzeit um ein „altes“, noch reitbares Pferd, was verkauft werden soll. 20 jahre alt, jedoch aufgrund von empfindlichen Hufe nur noch freizeitmäßig ein wenig reitbar. Aber topfit sonst.Die Besitzerin hat sie seit 15 jahren, als verheizten Traber von der Bahn übernommen. Aus gesundheitlichen gründen (Rheuma) kann sie selbst seit 5 jahren nicht mehr Reiten bzw nurnoch hin und wieder Schrittausritte. Inzwischen hat, was vor 15 jahren noch nicht der fall war, Familie mit einem behinderten Kind. Klar das man dann nichtmal eben 1000 Euro oder mehr über hat, wenn doch mal was schwereres eintritt was über die pimaldaumen 200 Euro monatlich hinweg geht. Auch sie will die Stute als Beisteller abgeben, mit Schutzvertrag. Ist es fair dem Pferd gegenüber, dass es in die Wurst muss, nur weil sich ihre Besitzerin nach 15 Jahren den Worst Case nicht mehr leisten kann? Ihr mögt ja vielleicht bis zum Ende eures Lebens auf einem Sack voll Geld sitzen, egal wie sich euer Leben entwickelt. Andee können dies nicht und das sollte man auch mal bedenken. Und das nichtmal zwingend auf das Topic gemünzt, egal ob es real ist oder nicht. Ich finde das ist schon eine grundsätzliche Frage. Ich möchte später nicht vor meinem kolikenden Pferd stehen und zu ihm sagen, dass es leider in die Wurst muss, weil ich mir die OP nicht leisten kann. Denn das man das nicht (mehr) kann sollte man rechtzeit voher wissen und entspechend handeln. Was ist daran so schlimm, ein Pferd aufgrund finanzieller Engpässe abzugeben? Das kann eben dann auch eintreffen, wenn das Pferd bereits alt ist und nicht mehr oder nurnoch bedingt reitbar ist. Es lässt sich immer leicht über andere schimpfen, aber scheinbar hat noch nie wirklich einer vor der Wahl gestanden. (Ich zum Glück auch nicht…)

  • Avatar Simone sagt:

    Falls es jemanden interessiert könnt ihr mal nach:

    Gut Hogefeld
    Seniorenresidenz für Pferde
    Drususdeich 201
    47533 Kleve-Rindern

    googeln.

    Geführt wird das ganze von einem Karl-Heinz Hegmann-Tenhaef
    staatl.geprüfter Landwirt
    Trainer B Sport

    Hoffe das darf ich hier so posten? :daumen:

    Das sieht wirklich richtig klasse aus :thumbsup:

  • Avatar Perle1 sagt:

    aus welchen Gründen auch immer nicht mehr leisten kann, was dann???

    Dann muss man das Pferd abgeben!!! Was ist den das für eine Frage ?( . Wenn man kein Geld hat kann
    man sich auch nicht Artgerecht um ein Pferd kümmern.

    Klar dann suche ich jemanden der das Pferd am besten noch umme aufnimmt,

    Genau !!!

    anstatt selbst Verantwortung zu übernehmen,

    Was hat das den mit Verantwortung zu tun. Man übernimmt Verantwortung, wenn man zusieht das es dem
    Pferd gut geht und ich bin mir sicher das wir alle dieses Verantwortungsbewusstsein haben !!!
    Das heißt dann aber auch manchmal, sich zu trennen…….das ist für mich Verantwortung.

  • Avatar Perle1 sagt:

    Nö, brauch ich nicht. 😀 Aufgrund der wenigen infos finde ich eure Verurteilungen einfach nur daneben. Aber wer nicht drauf haut, der wird selbst verhauen, gelle? :rolleyes:

    :thumbsup: !!!

  • Avatar Simone sagt:

    @ La Jaca: Aber genau der Fall, den Du beschreibst, kann doch für das Pferd echt nach hinten losgehen. Was, wenn das Pferd mit Schutzvertrag (der vor Gericht keine Anerkennung findet) an einen netten Menschen abgegeben wird, dem die Noch-Besitzerin möglicherweise zu Recht ihr Vertrauen schenkt und der neue Besitzer verunglückt, verstirbt, arbeitslos wird – was auch immer – und sich das Pferd nicht mehr leisten kann und wiederum ein neuer Besitzer gefunden werden muß?
    Was, wenn das Pferd dann an jemanden gerät, der eben nicht sorgsam mit den empfindlichen Hufen umgeht und da auch in reiterlicher Hinsicht keine Rücksicht drauf nimmt, sondern das Pferd durch’s Gelände jagt? Oder es vielleicht in einem ähnlichen Stall landet, wie es etliche gibt, der als Gnadenhof getarnt ist, aber eigentlich nur Durchgangsposten für Schlachtpferde, die „offiziell“ als Reitpferde quer durch Europa gekarrt werden, um dann doch geschlachtet zu werden?

    Dieses Risiko würde ich persönlich vermeiden wollen.

  • Avatar La Jaca sagt:

    Dieses Risiko habe ich aber auch wenn ich ein junges und/oder gesundes Pferd oder als Züchter Fohlen verkaufe. :nix: Dass ich ggf. viel Geld dafür bekommen habe macht es ja nicht weniger risikoreich.

  • Avatar Legolas sagt:

    Ich kümmere mich derzeit um ein „altes“, noch reitbares Pferd, was verkauft werden soll. 20 jahre alt, jedoch aufgrund von empfindlichen Hufe nur noch freizeitmäßig ein wenig reitbar. Aber topfit sonst.

    aha…ist ja toll das du das machst, aber ein Pferd was nur “ ein wenig reitbar “ ist, ist nicht topfit… :rolleyes: da fragt man sich, warum der Besitzer das ältere Pferd verkaufen will :eye:

    ein junges Pferd hat immer bessere Chance einen neuen Besitzer zu finden, als ein älteres und wenn du jetzt sagtst das stimmt nicht, dann bist du fern der Realität

  • Avatar maurits sagt:

    Juliafientje, Du hast eins vergessen zu betonen. Dieser sehr gut geführte Stall ist selbstverständlich einer, für den Du die Pensionskosten Deines Pferdes weiter trägst und für seinen Unterhalt aufkommst, und das ist vollkommen korrekt.
    Du bleibst Eigentümerin des Pferdes und kümmerst Dich weiterhin um sie.

    Das hat in keinster Weise etwas mit diesen ganzen „Beisteller gegen Schutzvertrag“-Geschichten zu tun.
    Eine frühere Reitbeteiligung von mir hatte früher einen Friesen, den sie wegen eines Sehnenschadens als Beisteller entsorgte. Zusätzlich hatte der auch Ekzem, und im Schutzvertrag war angegeben, dass er immer eine Decke tragen müsse. Tja, nun war die Decke halt irgendwann kaputt. Und der Besitzer hatte wohl kein Geld und keine Lust eine neue zu kaufen. Nach 2 Jahren( :resp: ) kamen die ehemaligen Besitzer dann mal auf die Idee, ihr früheres Pferd zu besuchen, nachdem sie sich 2 Jahre nicht die Bohne dafür interessiert haben, und fanden das Pferd kahl und blutig auf der Weide.
    Dann haben sie ein Riesengetöse veranstaltet und den neuen Besitzer angezeigt und so weiter, da er den Schutzvertrag nicht einhalte. Was daraus wurde, weiss ich nicht, da sich unsere Wege vorher trennten. Einerseits ist das auch schlimm, wenn das Pferd wegen des Ekzems nicht versorgt ist und leidet, aber was ist das für eine Heuchelei, sich Ewigkeiten nicht zu kümmern und dann nach 2 Jahren auf einmal die Erinnerung zurück zu erlangen, ah, da war doch noch ein Pferd…..und dann so ein Palaver zu machen.
    Diese „Entsorger“ sind übrigens beruflich derartig gut situiert, dass sie sich ohne viel Aufhebens das verletzte Pferd als Beisteller hätten selbst leisten können. Denen kann man also nicht mal zugute halten, dass sie finanziell mit der Situation überfordert wären. In dem Jahr wo sie ihr Pferd besucht haben, haben sie ein Haus bezogen, wo Pferdehaltung ohne Probleme direkt nebenan möglich war, sich zwei neue Autos, ein Motorrad und ein neues Pferd gekauft haben, alles im jeweils 5 stelligen Bereich. Ganz locker, ganz easy.
    Und ihr alter Friese vegetiert blutig und aufgescheuert auf irgeneiner Wiese vor sich hin, für den war kein Platz mehr in ihrem Leben. :kotz:

    lg
    maurits

  • Avatar Perle1 sagt:

    Es ist ja auch super wenn man die Möglichkeit und die finanziellen Mittel hat das Pferd
    bis zu seinem Ende zu pflegen, aber man muss auch akzeptieren wenn das nicht möglich ist.
    Dann muss man das Risiko eingehen das es auch mal schief gehen kann.

  • Avatar maurits sagt:

    Bei vielen Leuten hören die finanziellen Mittel aber genau dann auf, wenn ihr altes Pferd nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr als Reitpferd nutzbar ist, weil sie sich lieber dann ein neues Pferd kaufen. Und DAS ist das verwerfliche.

    Und es muss meiner Meinung nach schiefgehen, wenn man glaubt, dass sich irgendwelche Helden ein krankes Pferd für lau über Jahre ans Bein binden, quasi aus lauter Nächstenliebe heraus.

    Klar kann man sich das alles schön reden, um sich letztendlich aus der Verantwortung zu stehlen und sich selbst noch im Spiegel ansehen zu können.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Es ist ja auch super wenn man die Möglichkeit und die finanziellen Mittel hat das Pferd bis zu seinem Ende zu pflegen, aber man muss auch akzeptieren wenn das nicht möglich ist.
    Dann muss man das Risiko eingehen das es auch mal schief gehen kann.

    Danke, jetzt hast Du in der Tat endgültig meinen ersten Eindruck von Dir bestätigt. :ja:
    Solche Beiträge lasse ich mir richtiggehend auf der Zunge zergehen 😀

  • Avatar St. Lucia sagt:

    Ich habe damals, als feststand, dass wir auswandern, auch versucht meine Pferde in gute Hände zu vermitteln. Um Geld ging es mir da wirklich nicht, sondern um gute Hände.

    Was ich dabei erlebt habe bzw. nie wieder machen würde:

    Niemals inserieren, dass das Pferd wegen Auswanderung verkauft wird. Es melden sich dadurch entweder dubioses Filmgesellschaften oder Leute, die glauben, einen unter Druck setzen zu können und einen Schnapp zu machen – ich vermute, es waren etliche Händler unter den Interessenten.

    Niemals ein Pferd verschenken. Immer einen Kaufpreis ÜBER den ortsüblichen Schlachtwert festsetzen – denn sonst landet das Pferd mit nahezu 100 %iger Sicherheit in der Wurst.

    Selbst Leute, die einen vertrauensseligen Eindruck machen, kann man nicht trauen. Meinen Wallach habe ich weit unter Marktwert abgegeben, weil er im gleichen Ort blieb, ich mir den Stall ansehen konnte und für gut befunden habe, und weil die gesamte Familie Pferdebegeistert war. Letztendlich ist er dann doch nach 1 Jahr wieder verkauft worden – weil keiner mehr Interesse am Reiten hatte. Meine alte RB hat ihn erworben und er steht seitdem wieder in seinem Geburtsstall.

    Für meine alte Zuchtstute habe ich damals eine Platz gesucht, wo sie vielleicht noch ein oder zwei Fohlen bekommen kann oder wo sie gemütlich im Gelände geritten wird – die war kerngesund, aber halt älter. Es haben sich unglaublich viele Interessenten gemeldet. Aber zu 99 % Leute, wo ich mein Pferd niemals hingegeben hätte. Kommentar einer Mutter: meine Söhne haben angefangen zu reiten und mit einem Araber kann man so schön duchrs Gelände galoppieren…. Zum Glück ging auch dieses Pferd an eine ehemalige RB.

    Ich habe wirklich das Glück gehabt, meine Pferde gut unterzubringen. ABer es gibt genügend Pferde, die reitbar und gesund sind und als Beisteller abgegeben werden. Da kann ich mir nicht vorstellen, dass sich jemand ein krankes, unreitbares Pferd als Beisteller sucht. Manchmal ist es halt wirklich besser, so ein Pferd einzuschläfern. Und zwar indem man dafür sorgt, dass alles für das Pferd stressfrei abläuft. Was bei einem gewerblichen Ankäufer so sicher nicht abläuft.

  • Avatar Legolas sagt:

    Es ist ja auch super wenn man die Möglichkeit und die finanziellen Mittel hat das Pferd
    bis zu seinem Ende zu pflegen, aber man muss auch akzeptieren wenn das nicht möglich ist.

    nein, dass muss man nicht, dann sollte man das Pferd lieber über die Brücke schicken, anstatt in Kauf zu nehmen, dass es den Rest seines Lebens herum gereicht wird oder irgendwo dahin gammelt.
    Da entzieht sich der Besitzer, der das Pferd ja so liebt nämlich seiner Verantwortung und sonst nix

  • Avatar Perle1 sagt:

    Bei vielen Leuten hören die finanziellen Mittel aber genau dann auf, wenn ihr altes Pferd nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr als Reitpferd nutzbar ist, weil sie sich lieber dann ein neues Pferd kaufen. Und DAS ist das verwerfliche.

    Da hast Du Recht, dass geht gar nicht.
    Ich wollte nur damit sagen das es auch Menschen gibt, die sich die Pferde wirklich nicht mehr leisten
    können und das sollte man dann akzeptieren !!!

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    SO oder so ähnlich stelle ich mir ein würdiges alt werden für mein Pferd vor, schließlich hat sie bis dahin 12 oder noch mehr Jahre getan was ich wollte und dafür verdient sie ein schönes pferdegerechtes Altwerden :ja:

    Juliafiente :friend: :resp:
    Genau das meinte ich mit einem adäquaten Rentnerleben oder Alterssitz finanzieren, wenn man z.B. das Pferd nicht selber am Haus haben kann.

    Etwas anderes ist, wenn man für sein unreitbares oder älteres aber ansonsten gesundes Tier, einen schönen „Lebensabend“ oder Alterssitz-Platz sucht der ihm noch ein paar schöne Jahre mit Auslauf bietet, den man vielleicht selber im eigenen Stall oder der urbanen Umgebung nicht bieten kann.
    Ich denke da gerade an beengte CH-Verhältnisse. Nicht jeder hat das Glück Selbstversorger zu sein, und hält sein Pferd im Pensionsstall.

    Nun, das ist durchaus möglich und auch nicht ehrenrührig.

    ABER….und jetzt kommt das ABER…..in diesem Falle ist das Pferd immer noch das eigene und man kommt Monat für Monat dafür auf und ist besorgt für die Gesundheitsvorsorge oder bei Krankheit.

    Dafür steht das Pferd dann auf einer Anlage oder Bauernhof, mit täglichem Weidegang zusammen mit Kumpels.
    Das Pferd wird adäquat gefüttert und steht immer unter Aufsicht.
    Und jederzeit kann man das Pferd besuchen.
    Nun, das ist dann einfach nichts anderes, als sein Pferd auf eine andere Art „einstellen“ 😉 Gratis ist das nicht.

  • Avatar ambra sagt:

    Wenn ich ein altes reitbares Pferd habe aber kein Geld, dann kann man sicherlich noch gute neue Besitzer finden.

    Habe ich ein altes, nur bedingt reitbares oder schon gar nicht mehr reitbares Pferd, dann finde ich eher die Nadel im Heuhaufen als gute und verantwortungsvolle neue Besitzer.
    Klar kann ich mir auch einreden es sei anders… ich kann auch an den Weihnachtsmann glauben, alles drin im freien Willen.

    Leider scheiden sich oft die Geister, ab wann ein Pferd nur noch bedingt reitbar ist… wie Mau schon schrieb, der eine sieht das Pferd stocke lahm, der Andere nennt es „Taktunklar“ alles Definitionssache.

    Ich kann nur für mich und mein Gewissen entscheiden…

    So richtig zum aus der Haut fahren finde ich Angebote in der Art „Kaufpreis 500 Euro für altes, nicht mehr reitbares Pferd als Beisteller“.
    Sorry, bei den „Angeboten“ kann man auch den Hänger anspannen und Kohle vom Schlachter einstreichen.
    Da ist die Intention des Verkaufs wenigstens klar und nicht wendymässig verpackt.

  • Avatar Perle1 sagt:

    nein, dass muss man nicht, dann sollte man das Pferd lieber über die Brücke schicken, anstatt in Kauf zu nehmen, dass es den Rest seines Lebens herum gereicht wird oder irgendwo dahin gammelt.

    Du würdest ein Pferd was noch ohne Schmerzen auf der Weide Leben kann lieber über die Brücke schicken,
    als zu versuchen Ihm ein längeres Leben zu ermöglichen. Das kann ich nicht verstehen !!!

  • Avatar Juliafientje sagt:

    Juliafientje, Du hast eins vergessen zu betonen. Dieser sehr gut geführte Stall ist selbstverständlich einer, für den Du die Pensionskosten Deines Pferdes weiter trägst und für seinen Unterhalt aufkommst, und das ist vollkommen korrekt.
    Du bleibst Eigentümerin des Pferdes und kümmerst Dich weiterhin um sie.

    Erwähnt hatte ich das, aber vielleicht nicht deutlich genug 😉
    Bin echt froh das sowas in meiner Nähe ist und ich nun weiß wohin mein Pferd geht, wenn sie eben nicht mehr reitbar ist, aber dennoch fit genug um noch ein paar Jahre in einer Herde zu leben und noch mal „richtig Pferd“ zu sein 🙂

    Als Beisteller ein Pferd abgeben…ne…also das wäre mir auch nicht geheuer.
    Da würde ich wirklich gucken, dass ich es irgendwo unterbekomme wo es dem Pferd gut geht, da man ja auch keine Halle und so braucht sind die Pensionspreise (zumindest hier in der Gegend) echt nicht sooo teuer. Um die 150 Euro.
    Evtl. kann man anbieten etwas am Stall mit zu helfen, Abends, am Wochenende…wie auch immer und dadurch vielleicht etwas günstiger weg zu kommen.
    Bevor ich mein Pferd abgebe, würde ich alles andere versuchen!

    Problematisch sehe ich das aber mit dem einschläfern. Denn selbst wenn man nicht mehr auf einem Pferd reiten kann, sind sie doch oft nicht so krank das eine Einschläferung gerechtfertigt wäre.
    Sehr schwierig :denk:

  • Avatar maurits sagt:

    nein, dass muss man nicht, dann sollte man das Pferd lieber über die Brücke schicken, anstatt in Kauf zu nehmen, dass es den Rest seines Lebens herum gereicht wird oder irgendwo dahin gammelt.

    Du würdest ein Pferd was noch ohne Schmerzen auf der Weide Leben kann lieber über die Brücke schicken,
    als zu versuchen Ihm ein längeres Leben zu ermöglichen. Das kann ich nicht verstehen !!!

    Ich habe hier so ein Pferd, das kann noch auf der Weide laufen, und hat somit, auch durch regelmässige Tierarztkontrollen, Lebensqualität. Ein altes krankes Pferd läuft nämlich nirgendwo auf der Welt jahrelang umsonst auf einer Weide, es kommen IMMER Kosten dazu für Tierarzt etc.
    Und somit bleibt das Pferd hier bei mir. Nie im Leben hätte ich es fertiggebracht, das Pferd in unbekannte Hände zu geben.

  • Avatar Perle1 sagt:

    Habe ich ein altes, nur bedingt reitbares oder schon gar nicht mehr reitbares Pferd, dann finde ich eher die Nadel im Heuhaufen als gute und verantwortungsvolle neue Besitzer.
    Klar kann ich mir auch einreden es sei anders… ich kann auch an den Weihnachtsmann glauben, alles drin im freien Willen.

    Das stimmt so nicht. Die meisten denken, dass nur Sie selbst gut sind und alle anderen böse !!!
    Ich kann das nicht bestätigen.

  • Avatar maurits sagt:

    Perle, warum sollten sich Leute ein altes krankes nicht mehr reitbares Pferd ans Bein binden?
    Du hast schon solche Pferde abgegeben, stimmts?

  • Avatar ambra sagt:

    Vielleicht bin ich in dieser Diskussion eher Zyniker oder Pessimist.

    Aber:
    Wenn ich ein altes Pferd hätte, welches a) nur bedingt reitbar ist oder b) in einem Alter, in dem ich davon ausgehen kann, dass die Zipperlein bald kommen (jetzt fragt bloss nicht welches Alter, ist von Pferd zu Pferd unterschiedlich) UND ich müsste das Pferd aus finanziellen Gründen abgeben, dann würde ICH die Einschläferung sicherlich sehr genau bedenken und auch befürworten.

    Weil die Wahrscheinlichkeit, dass es diesem Pferd in den nächsten Jahren nicht gut gehen wird leider extrem hoch ist.
    Und da mache ich lieber in glücklichen Zeiten kurzen Prozess als mich bzw. das Pferd dem hohen Risiko des Leidens auszusetzen.

    Und ja, diese Einstellung muss NICHT jeder teilen.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Perle, warum sollten sich Leute ein altes krankes nicht mehr reitbares Pferd ans Bein binden?
    Du hast schon solche Pferde abgegeben, stimmts?

    GENAU DAS dachte ich mir auch schon!

  • Avatar ambra sagt:

    Perle, ich glaube nicht, dass es um die 3 Ausnahmen von der Regel geht…

    oder wie sind die Massen an heulenden Ex-Pferdebesitzern zu erklären oder die 1.000de von Inseraten, welche kranke Pferde händeringend abzugeben versuchen.

  • Avatar Legolas sagt:

    Du würdest ein Pferd was noch ohne Schmerzen auf der Weide Leben kann lieber über die Brücke schicken,
    als zu versuchen Ihm ein längeres Leben zu ermöglichen. Das kann ich nicht verstehen !!!

    ich schrieb die ganze Zeit von einem „nicht mehr reitbaren Pferd“ :eye:

    Wenn ich ein Pferd habe was nicht mehr reitbar ist dann bleibt das hier. Punkt
    Kann ich mir das nicht mehr leisten, weil ich von heute auf morgen pleite bin, sorge ich dafür das das Pferd nicht irgenwo rumgereicht wird.Punkt.

    Alles andere nenne ich aus der Verantwortung stehlen, dem Tier gegenüber, was einem Jahre lang ein guter Partner war, sorry, aber wenn ich das Pferd abgebe, kann ich nicht sicher sein, dass es ihm so gut geht wie bei mir und das es ihn an nichts fehlt.

    Merlijn, dann wären wie schon zu dritt

  • Avatar ambra sagt:

    Also ich find mich gut… 😀 und lieb (also echt nicht böse!!) :love:

  • Avatar Diana sagt:

    Und da mache ich lieber in glücklichen Zeiten kurzen Prozess als mich bzw. das Pferd dem hohen Risiko des Leidens auszusetzen.

    Und ja, diese Einstellung muss NICHT jeder teilen.

    Ich teile sie.

  • Avatar Juliafientje sagt:

    Genau das meinte ich mit einem adäquaten Rentnerleben oder Alterssitz finanzieren, wenn man z.B. das Pferd nicht selber am Haus haben kann.

    Am Haus halten, das wäre echt ein Traum.
    Aber bis jetzt kann ich mir grad mal so meine Wohnung leisten :look:

    ABER irgendwann möchte ich auch die Möglichkeit haben auch wenn das wohl noch einige Zeit dauern wird.
    Das muss echt, neben der ganzen Arbeit, ein Traum sein, alles so machen zu können wie man will!
    Aber ich denke dieses Gut Hogefeld ist kaum zu toppen und das Herdenleben kann ich nun leider nicht bieten, selbst wenn ich Pferde am Haus hätte. Aber 30 Stück wäre etwas viel 😀 :blinzel:

  • Avatar Legolas sagt:

    Also ich find mich gut… und lieb (also echt nicht böse!!)

    :eye: meinste :na: 😀

  • Avatar ambra sagt:

    😛

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Wenn ich ein Pferd habe was nicht mehr reitbar ist dann bleibt das hier. Punkt
    Kann ich mir das nicht mehr leisten, weil ich von heute auf morgen pleite bin, sorge ich dafür das das Pferd nicht irgenwo rumgereicht wird.Punkt.

    Alles andere nenne ich aus der Verantwortung stehlen, dem Tier gegenüber, was einem Jahre lang ein guter Partner war, sorry, aber wenn ich das Pferd abgebe, kann ich nicht sicher sein, dass es ihm so gut geht wie bei mir und das es ihn an nichts fehlt.

    Amen :friend:

    Merlijn, dann wären wie schon zu dritt

    Ich fühle mich immer wohl, in Deiner Gesellschaft 😀

    Und da mache ich lieber in glücklichen Zeiten kurzen Prozess als mich bzw. das Pferd dem hohen Risiko des Leidens auszusetzen.

    Und ja, diese Einstellung muss NICHT jeder teilen.

    Ich teile sie.

    Ich auch :friend:

  • Avatar Legolas sagt:

    ich sehe wir verstehen uns :ja: 😀

  • Avatar ambra sagt:

    Gründen wir den „Anti-Wendy-Club-der-Schlechtmenschen“…

    Vorsitz: ???

  • Avatar Tibatong sagt:

    Gründen wir den „Anti-Wendy-Club-der-Schlechtmenschen“…

    Bin dabei… :ja:

    Vorsitz? Immer der, der fragt :outlaugh:

  • Avatar maurits sagt:

    Frage ist, kann man ein krankes nicht mehr reitbares Pferd einschläfern lassen? Wenn es noch nicht so krank ist, dass ein Weiterleben aus Sicht des TA nicht mehr zu verantworten ist?

    Also, jetzt fiktiv, es ist in der Realität nicht so, dass ich nur ansatzweise daran denke:
    Nehmen wir meinen alten Arthrose- und Hufrollenrentner. Der geht auf die Weide, wird, wenn er einen akuten Schub hat, behandelt und ist dann bisher immer 1 Jahr damit gut klargekommen. Er läuft natürlich „verhalten“, kommt auch morgens schwer in die Gänge, läuft sich aber ein und geht dann gern auf die Weide, läuft dort umher, trabt und galoppiert auch noch regelmässig aus Übermut.
    Würde ein TA dieses Pferd einfach einschläfern?

    Meine Pferde sind grösstenteils auch im Pass als Nichtschlachtpferd deklariert. Weil bereits Behandlungen mit relevanten Medikamenten stattfanden, allein bei der Arthrose mit Equipalazone, und auch beim PA-Patienten, auch den jungen gesunden Pferden wurde im Verletzungsfall schon Ruhe und ein paar Tage Equipalazone verordnet. Somit sind sie automatisch Nicht-Schlachtpferde. Das ist mir auch ganz recht, da ich aus ganz persönlichen Gründen die Tötung durch den Bolzenschuss ablehne.

    Würde ich jetzt solche Pferde als „Beisteller“ abgeben, wer garantiert mir, dass die nicht mit gefälschen Pässen als Schlachtvieh ins Ausland gekarrt werden?

    lg
    maurits

  • Wattreiter Wattreiter sagt:

    Wenn mein altes Pferd nicht mehr reitbar ist, bleibt es entweder bis zu seinem Tod bei mir oder ich suche nach einer guten Vollpension auf einem Renterhof.
    Auf jeden Fall bleibt das Pferd meins, und ich behalte die Kontrolle!
    Sollte keines dieser beiden Lösungen möglich sein, weil ich es finanziell nicht schaffe, dann würde ich wahrscheinlich dieses Pferd einschläfern lassen.
    Dem Pferd ist es in sofern egal, weil es sich seiner Zukunft nicht bewußt ist. Es lebt im hier und jetzt! Lieber ein schönes Leben mit würdevollem Abschluß als ein Dahinvegetieren bis zu einem bitteren Ende.

    Was ich mit einem jungen Pferd machen würde- ich weiß es nicht.
    Allerdings wäre bei einem jungen Pferd die Gefahr deutlich höher, daß es als Beisteller doch noch genutzt wird, und womöglich herumgereicht wird!

    Ich habe leider ebenfalls ein Negativbeispiel vor Augen: eine 20jährige Stute, völlig durchtrittig auf allen Vieren, die als Beistellpferd und zur Schrittarbeit mit Kindern abgegeben wurde! Wenig später galoppierten 13jährige Mädchen mit diesem Pferd den Weg entlang…

  • Avatar La Jaca sagt:

    Ich kümmere mich derzeit um ein „altes“, noch reitbares Pferd, was verkauft werden soll. 20 jahre alt, jedoch aufgrund von empfindlichen Hufe nur noch freizeitmäßig ein wenig reitbar. Aber topfit sonst.

    aha…ist ja toll das du das machst, aber ein Pferd was nur “ ein wenig reitbar “ ist, ist nicht topfit… :rolleyes: da fragt man sich, warum der Besitzer das ältere Pferd verkaufen will :eye:

    ein junges Pferd hat immer bessere Chance einen neuen Besitzer zu finden, als ein älteres und wenn du jetzt sagtst das stimmt nicht, dann bist du fern der Realität

    Hat ein pferd nur das Recht auf Leben wenn es voll reitbar ist wie ein Turnierzossen? „Mein“ Pferd ist topfit…sie hat keinerlei Schmerzen und sonst keine Wehwehchen. Dennoch ist sie leider empfindlich dafür, durch zu exessives Reitverhalten (also jeden Tag, ständig durch Gelände heizen etc) platt zu sein. Sie hatte Anfangs (nach ihrer Rennbahnkarriere) wohl große Probleme mit dem Hufbein, aber toitoitoi seit 10 jahren nicht mehr, wohl auch aufgrund des nur hobbymäßigen wenigen Reitens, Hufschuhe und eine sehr gute und regelmäßge Hufschmiedpflege. Deswegen gehört so ein Pferd doch noch lange nicht in die Wurst.

  • Avatar maurits sagt:

    nein, aber so ein Pferd gehört auch nicht in die Hände irgendwelcher ominösen Billigschnäppchenjäger.

    lg
    maurits

  • Avatar Alexa69 sagt:

    Ich kann es mir auch nicht vorstellen, eines meiner Pferde aus der Hand zu geben, nur weil es alt und nicht mehr oder nur eingeschränkt reitbar ist.
    Das einzige, was in Frage käme, wäre ein vernünftiger Pensionsstall für Rentner. Da wir sowas hier nicht haben, bleiben die Pferde bei mir. Denn weiter weg, das kommt ebenfalls nicht in Frage.

    Ich habe hier auch einen älteren. Der ist jetzt 23 Jahre, ich habe ihn fast 4 Jahre bei mir.
    Es war das Pony meiner verstorbenen Freundin. Charly kam nach dem Tod meiner Freundin zu einer anderen Freundin von ihr. Dort habe ich ihn in einem sehr schlechtem Zustand weggeholt. Ich dachte nicht, dass er noch mal reitbar wird. Nun habe ich oder auch ne RB schon viel Freude mit ihm gehabt, aber langsam merkt man ihm sein Alter an. Also nur noch angepasste Bewegung, spazieren gehen, Schritt reiten.

    Ich könnte ihn nie weggeben, er kostet mich auch jeden Monat Geld, kein Vermögen, aber trotzdem.
    Das wusste ich aber vorher. Und die Alternative wäre für mich keine gewesen.
    Entweder in irgendwelche Händer verkauft oder gar Schlachter.
    Mir tat es damals so weh, in welchem Zustand er sich befand und ich war froh, dass meine Freundin das nicht mehr mitbekommen hat.

  • Avatar Mumpitz sagt:

    Gründen wir den „Anti-Wendy-Club-der-Schlechtmenschen“…

    Bin dabei… :ja:

    Ich auch!

    Würde ein TA dieses Pferd einfach einschläfern?

    Ich jedenfalls nicht so ohne Weiteres…

    Dem Pferd ist es in sofern egal, weil es sich seiner Zukunft nicht bewußt ist. Es lebt im hier und jetzt! Lieber ein schönes Leben mit würdevollem Abschluß als ein Dahinvegetieren bis zu einem bitteren Ende.

    *unterschreib*

  • Avatar ambra sagt:

    Gründen wir den „Anti-Wendy-Club-der-Schlechtmenschen“…

    Bin dabei… :ja:

    Ich auch!

    Wieso war mir das bloss klar???

    Ehrenmitglied sozusagen Ehrenpräsident: Mumpitz (das Naturböse aus dem Norden) 😀

  • Avatar wednesday sagt:

    Ich würde auch gerne dem Verein beitreten. Gerne führe ich das Protokoll, verwalte die Kasse ( :na: ) oder mache die Kassenprüfung …

    Mal ganz im Ernst: ich hab‘ nur Mitleid mit den Pferden. Garantiert nicht mit den Besitzern, die ihre alt und lästig gewordenen Tiere abschieben wollen und sich dann wundern, dass andere auch nicht für das Tier aufkommen wollen.

    Hab‘ ja ne auch so einen Kandidaten: chronische Borreliose und seit die Frühjahr auch noch mit den WehWehchen eines Autounfalls. Für das Schimmelchen ist selbst via Testament gesorgt. Wenn die Lieben (die ihn sehr gut kennen) meines Umfelds sich nicht um ihn kümmern können, dann geht er leider mit mir ins Jenseits.

    Niemand will sich so ein schwieriges Pferd (mit dem kann man nicht so einfach alleine ins Gelände bummeln), das durch die Borreliose täglich entsprechend umsichtig gymnastiziert werden muss. Wer auf diesem Niveau mit einem Pferd arbeiten kann, der will auch ein einsetzbares.

  • Avatar Shezarade sagt:

    Ich kann durchaus die Leute verstehen, die ein krankes oder altes Pferd haben, plötzlich nicht mehr die finanziellen Mittel überhaupt ein Pferd zu halten und das geliebte Tier nicht töten lassen möchten und einen Weg suchen, dem Tier ein schönes Lebensende zu ermöglichen. Ich finde das gar nicht so wendymäßig sondern menschlich.

    ABER:
    Ein guter Pflegeplatz, bei dem auch noch die Kosten übernommen werden, ist wie ein Lottogewinn. Gerade in der jetztigen Zeit, in der Pferdehaltung immer teuerer wird und der Durchschnittsbürger immer ärmer. Es geben heute Leute ihr gesundes Pferd auch finanziellen Gründen fast kostenlos ab, weil sie es nicht mehr halten können. Wer will denn da ein krankes Pferd oder ein altes, bei welchem man dann noch mit zusätzlichen Tierarztkosten rechnen muss.

    Hinzu kommt, dass man nicht in einen Menschen hineinsehen kann. Da kann man vorher den Stall ansehen und Verträge schreiben bis zum Erbrechen.
    Da braucht sich nur die Lebenssituation des neuen Pferdebesitzers zu ändern und dann hängt das Pferd wieder in der Luft.

    Beispiel: vor knapp 3 Jahren war eine junge Frau bei uns im Stall und wollte meinen Dino als Beisteller. Dir wollte ihn gleich mitnehmen. Ihr Freund! hat einen Hof und da stellt sie ihr Pferd hin und das soll nicht alleine sein.

    Klingt doch erstmal gut…. Aber was bitte wenn die beiden nach einem halben Jahr nicht mehr zusammen sind? Wer glaubt, dass die junge Frau dann 2 Pferde unterhalten kann, davon noch ein Unreitbares? Ich habe ihr den Dino natürlich nicht gegeben. Aber auch langjährige Beziehungen können auseinander gehen oder plötzlich wird der Rentner noch kränker und braucht Medezin, die monatlich kostenintensiv ist…sei es Cushing oder Athrose oder weis der Geier was….

    Die Lösung einen günstigen Stellplatz zusuchen finde ich am besten (hab ich mit Dino ja auch so gemacht, allerdings nachdem ich schlechte Erfahrungen gemacht habe – und das werde ich mir im Leben nicht verzeihen!), wenn das finanziell nicht geht, dann finde ich die Lösung besser, dass Pferd zu erlösen und Ihr könnt sicher sein, dass ich kein Pferd mehr als Beisteller abgeben werde.

    Das Pferd, wenn es erlöst wurde, leidet nicht mehr. Es leidet höchstens der Mensch der es vermisst und der die schwierige Entscheidung treffen muss, ein Leben zu beenden. Das ist nicht leicht. Erst Recht nicht, wenn das Pferd sonst vielleicht recht fit ist und nur eben „nicht reitbar“, weil es die Belastung nicht verträgt. Hat man sich aber ein Tier angeschafft, ist man dafür verantwortlich und leider gehört es dann eben auch dazu die Entscheidung zu treffen, was für das Tier das Beste ist und nicht die, mit der man selber ein bessere Gewissen hat.

    LG
    Sheza

  • Avatar Hijara sagt:

    Wir hatten unsere Pferdis ein Weilchen auf einem Seniorenhof stehen, da der so schön in der Nähe lag.
    Schöner Hof, schöne Koppeln, gutes Futter und für nachts schöne Boxen.
    Die wenigsten Besis haben sich genau einmal am WE sehen lassen.Täglich so wie ich kam keiner. Manche Besitzer kamen einmal im Monat, die meisten gar nicht mehr. Haben wenn überhaupt, nur angerufen ob alles o.k. ist.
    Die Hofbesitzer haben sich redlich Mühe gegeben.
    Boxen immer schön gemistet, gut gefüttert, täglich raus und reingebracht.
    Standen die Pferdis aber mittags im Sommer am Waldrand in mitten von Stechmücken und sind fast durchgedreht, war halt keiner da zum einsprühen. Ist das Fell stellenweise ausgefallen, die Beine angelaufen, die Augen haben getränt oder die Strahlfäule hat sich ausgebreitet…, war niemand da und
    hat sich angestrengt was dagegen zu unternehmen. Das hat auch die Stallbesis überfordert und sie haben
    immer gejammert dass die Pferdebesitzer sich nicht mehr sehen lassen.
    Aber diese waren froh dass ihre Pferdis für relativ wenig Geld (wenn auch weiters weg) monatlich versorgt waren und haben sich vermutlich größtenteils um ihr neues Reitpferd gekümmert…

  • Avatar Twin-Mama sagt:

    So langsam beginne ich, einige von Euch zu verstehen. Zumindest die jeweilige Abneigung gegen den Verkauf eines „alten“ Pferdes.
    Ich habs ja auch tun müssen. Ich stand vor der Wahl entweder das Pony der Tochter oder mein Pferd zu verkaufen. Ich habe mich nach langem hin und her dann dafür entschieden mein Pferd zu verkaufen. Mich hat das zwar extrem hart getroffen, aber ich konnte damit besser umgehen als wenn das Kind sich vom Pony hätte trennen müssen.

    Ich habe mich vorher über die Käufer erkundigt und alles abgecheckt. Alles war und ist gut. Ihr seht, man kann auch beim Verkauf eines „alten“ aber absolut reitbaren Pferdes Glück haben, wenn man vorher etwas recherchiert.

    Wäre er krank gewesen, dann hätte ich ihn nicht weggegeben, aber er stand mitten im Leben und hat es jetzt besser denn je. Ihn nur auf eine Wiese zu stellen und in Rente zu schicken wäre für das Pferd keine Lösung gewesen.
    Ein lebenswertes Pferd über die Regenbogenbrücke zu schicken wäre für mich nicht in Frage gekommen. So geht es dem Pferd gut und es lebt.

  • Avatar St. Lucia sagt:

    @ Twin Mama: das ist bei Dir aber auch noch nicht so lange her.

    Die Lust am eigenen Pferd kann noch später vergehen. Ich war mit meinen Käufern ja auch super zufrieden, stand öfters mit denen in Kontakt, auch mit der RL. Tenor war immer: danke, dass du uns so ein tolles Pferd verkauft hast. Und von einem Tag auf den anderen stand das Pferd plötzlich wieder bei uns auf dem Hof……

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Wir reden hier aber nicht über den Verkauf von REITBAREN Pferden, sondern über die Abgabe als Beisteller von alten oder nicht mehr reitbaren oder gar kranken Pferden :eye:

  • Avatar St. Lucia sagt:

    Wir reden hier aber nicht über den Verkauf von REITBAREN Pferden, sondern über die Abgabe als Beisteller von alten oder nicht mehr reitbaren oder gar kranken Pferden :eye:

    Da hast Du natürlich Recht. Ich wollte damit aber auch nur deutlich machen, dass man bei einem reitbaren Pferd schon nicht weiss, wo es später landet. Man kann den Leuten einfach nicht hinter dem Kopf gucken (ein Bekannter hat sein ehemaliges Pony mal auf dem Kirmes als Kinderreitpony wieder gefunden :flucht: ). Erst Recht nicht, wenn ein Pferd als Beisteller verschenkt wird. Da muss man nur an jemanden mit ein klein wenig Geschäftssinn landen und es landet dann mit viel Glück sofort und ohne Stress in der Wurst.

  • Avatar La Jaca sagt:

    Erst Recht nicht, wenn ein Pferd als Beisteller verschenkt wird.

    Wie kommst du darauf dass Beisteller verschenkt werden? Also ich kenne das, dass man die für ca 1000 Euro oder mindestens Schlachtpreis abgibt. So würde es „meine“ Seniorenbesitzerin es auch machen. Eben damit die nicht als billiges Schlachtfleisch sonstwo landen.

  • Avatar St. Lucia sagt:

    Erst Recht nicht, wenn ein Pferd als Beisteller verschenkt wird.

    Wie kommst du darauf dass Beisteller verschenkt werden? Also ich kenne das, dass man die für ca 1000 Euro oder mindestens Schlachtpreis abgibt. So würde es „meine“ Seniorenbesitzerin es auch machen. Eben damit die nicht als billiges Schlachtfleisch sonstwo landen.

    Ich schrieb zuvor ja auch schon, dass man immer mehr als den üblichen Schlachtpreis vereinbaren sollte. Trotzdem bekommt man zur Zeit die nichtreitbaren Beisteller nur verschenkt weg. Schau mal in die diversen Kleinanzeigen….

  • Avatar E.v.A. sagt:

    Erst Recht nicht, wenn ein Pferd als Beisteller verschenkt wird.

    Wie kommst du darauf dass Beisteller verschenkt werden? Also ich kenne das, dass man die für ca 1000 Euro oder mindestens Schlachtpreis abgibt. So würde es „meine“ Seniorenbesitzerin es auch machen. Eben damit die nicht als billiges Schlachtfleisch sonstwo landen.

    Jo, dann zahl ich halt 350 oder meinetwegen 500 Euro, wobei das ein utopischer Schlachtpreis wäre , und verkauf den Gaul dann als älteres Anfängerpferd für mindestens 2500 Euro. Meinst Du, die Leute hätten da Skrupel ?Iregendwann landet der dann schon beim Metzger, nachdem er erst noch mal richtig durchgeschreddert wurde. Neee, nicht mein Ding.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Erst Recht nicht, wenn ein Pferd als Beisteller verschenkt wird.

    Wie kommst du darauf dass Beisteller verschenkt werden? Also ich kenne das, dass man die für ca 1000 Euro oder mindestens Schlachtpreis abgibt. So würde es „meine“ Seniorenbesitzerin es auch machen. Eben damit die nicht als billiges Schlachtfleisch sonstwo landen.

    La Jaca, noch fünf Beiträge und wir erleben die berühmte PFORG-Wunderheilung :na:

  • Avatar Falun sagt:

    Würde ich jetzt solche Pferde als „Beisteller“ abgeben, wer garantiert mir, dass die nicht mit gefälschen Pässen als Schlachtvieh ins Ausland gekarrt werden?

    Ich denke, mit diesem Eintrag ist eine „Garantie“ verbunden: nämlich die, dass das Pferd entweder mit gefälschten Papieren geschlachtet wird oder soweit ins Ausland verfrachtet wird, wo die Papiere keine Sau interessieren. Meine Pferde haben den Eintrag „Schlachtpferd“. Das werde ich erst ändern, wenn sie eine Mediaktion benötigen, die sich damit nicht verträgt.

    Die Lust am eigenen Pferd kann noch später vergehen. Ich war mit meinen Käufern ja auch super zufrieden, stand öfters mit denen in Kontakt, auch mit der RL. Tenor war immer: danke, dass du uns so ein tolles Pferd verkauft hast. Und von einem Tag auf den anderen stand das Pferd plötzlich wieder bei uns auf dem Hof……

    Genau ! Das Risiko hat man immer. Selbst wenn ich ein Fohlen verkaufe, garantiert mir niemand, dass dieses Pferd einen guten Platz haben wird. Wobei „gut“ ja auch im Auge des betrachters liegt. Es gibt Pferde, die tun mir einfach nur leid – und deren Besitzer denken, sie bereiten dem Tier den Himmel auf Erden.

    Wie kommst du darauf dass Beisteller verschenkt werden? Also ich kenne das, dass man die für ca 1000 Euro oder mindestens Schlachtpreis abgibt. So würde es „meine“ Seniorenbesitzerin es auch machen. Eben damit die nicht als billiges Schlachtfleisch sonstwo landen.

    Tja, eine Bekannte sucht gerade einen Beisteller. Wenn ich es verhindern kann, dann wird sie kein Geld dafür zahlen. Welches Pferd auch immer dort landet, wird eher noch zu Tode gepflegt als das ihm jemals was Böses widerfahren wird. Dafür muss sie nun wirklich nicht noch Geld bezahlen. Aber zugegeben, solche Plätze sind selten.

  • GidranX GidranX sagt:

    Frage ist, kann man ein krankes nicht mehr reitbares Pferd einschläfern lassen? Wenn es noch nicht so krank ist, dass ein Weiterleben aus Sicht des TA nicht mehr zu verantworten ist?

    Er läuft natürlich „verhalten“, kommt auch morgens schwer in die Gänge, läuft sich aber ein und geht dann gern auf die Weide, läuft dort umher, trabt und galoppiert auch noch regelmässig aus Übermut.
    Würde ein TA dieses Pferd einfach einschläfern?

    Ja.

  • Avatar maurits sagt:

    Nein.
    Der hiesige nicht. Ich habe ihn nicht speziell danach gefragt, aber ich habe ihn gefragt als es Gerrit im letzten Jahr sehr schlecht ging. Da wollte ich Gerrit aber behandeln lassen, und es war das erste Mal seit der Diagnose 2007 dass es ihm wirklich schlecht ging. Und da haben wir uns allgemein über das Thema unterhalten.

    Letztens war er hier zum impfen und sprach mir noch ein grosses Lob aus, dass es Gerrit so gut geht. Und Gerrit geht es noch immer für seine Verhältnisse gut, er geht auf die Weide, läuft dort lahmfrei umher, und fühlt sich sichtlich wohl. Kein TA hier schläfert den ein, weil er, 17 jährig und arthrosekrank, morgens schwerer in die Gänge kommt.

    lg
    maurits

  • Avatar Solli sagt:

    Würde ein TA dieses Pferd einfach einschläfern?

    Wenn ja, macht er sich strafbar, diese Diskussion hatte ich auch schon desöfteren mit verschiedenen TA’s.
    Und hier macht es auch keiner.

    Wobei ich mich so frage – wo besteht der Unterschied, ob ein noch halbwegs fitales Pferd vom TA nicht eingeschläfert werden darf, andererseits die gesündesten Tiere geschlachtet werden dürfen… :nix:

  • Avatar maurits sagt:

    weil ein Schlachtpferd „Nutzvieh“ ist, zum gefressen werden ist das Töten eines Pferdes legitim.

    Nur zum allgemeinen Verständnis, ich freue mich über jeden Tag, den es Gerrit hier gut geht, ich würde ihn auch jetzt nicht einschläfern lassen wollen.
    Es geht einfach nur um Prinzipien.

    lg
    maurits

  • Avatar Pelle sagt:

    Meiner schläfert deswegen auch nicht ein, wir hatten auch schon unseren Austausch deswegen. Bei meinem verhält es sich so wie bei Maurits ihrer.
    Mal läuft er ganz gut, mal wieder etwas schlechter. Gestern hatte ich den wild pupsenden und galöppelden Sausack über die Koppel rasen sehen (Sausack ist lieb gemeint, der ist bloss lustig drauf, nachdem er nicht mehr arbeiten „muss“). 8) Der wirkt sowas von zufrieden.

    Und auch ich spielte mal mit dem Gedanken ihn als Beisteller abzugeben, habe mich aber dagegen entschlossen. Dann lieber nicht mehr reiten. Zum Glück habe ich dann ein Platz gefunden, wo ich mir finanziell ein zweites zustellen kann (was für ein riesen Glück), bin dafür aber quasi Selbstversorger geworden (wat für ne Arbeit :irre: ).

  • Avatar wednesday sagt:

    Es ist immer ein zwei schneidiges Schwert – das Einschläfern eines Pferdes, das einige Wehwechen hat, eigentlich nicht mehr geritten werden sollte und aber vielleicht noch 1-2 Jahre auf der Weide stehen hätte können.

    Am alten Stall hatte eine schwer krebskranke Frau 2 Pferde. Einen 23-jähigen Andalusierhengst. Altergemäß etwas Arthrose, schwierig im Umgang, aber noch mit Umsicht reitbar. Ein 25 jähriges Warmblut. Viele Melanome. Unreitbar.

    Gut zwei Wochen vor ihrem eigenen Tod hat sie beide Einschläfern lassen. Gab damals am Stall wildeste Diskussionen, wie sie das tun konnte. Sie wollte für ihre Pferde keine unsichere Zukunft und ihrem Mann (der wenig Ahnung von Pferden hatte) die Bürde ersparen.

    Ein Pferd gehen zu lassen ist meistens die mutigere Entscheidung. Wobei ich auch Reiter kenne, die den 9-jähigen Sehnenpatienten (der nie mehr Sportpferd sein werden würde) auch ins Jenseits schicken wollten. Da hat der TA zum Glück interveniert…

    By the way Maurits, hast du es schon mal mit Teufelskralle und Ingwer versucht?

  • Avatar Diana sagt:

    Gut zwei Wochen vor ihrem eigenen Tod hat sie beide Einschläfern lassen. Gab damals am Stall wildeste Diskussionen, wie sie das tun konnte.

    Solange sowas immer noch wilde Diskussionen auslöst, solange wird diese Beistell-Pferde-Problematik bestehen bleiben.
    Wenn es moralisch einfach nicht ok ist, ein Pferd töten zu lassen, dann muss man eben einen anderen Weg finden.
    Und was genau soll man denn sonst machen, wenn man seinen Pferdebestand verkleinern muss oder sein einziges Pferd abschaffen muss?

  • Avatar maurits sagt:

    Wed, Gerrit bekommt so etwas regelmässig kurweise, aktuell tut ihm Ingwer sehr gut. Er hat selbstverständlich auch einen entsprechenden Beschlag vorn, obwohl er nicht mehr geritten wird, da der Effekt, den wir erreichen wollen, dass er seitlich „abrollen“ kann, nur mit Beschlag und nicht barhuf erreicht werden kann.
    In schlimmen Phasen, die kamen bisher zweimal vor, einmal davon sehr schlimm, bekommt er ein Cortison-Depot und eine mehrwöchige Aspirinkur.
    Diagnostiziert wurde es 2007, damals wurde er in der Klinik anbehandelt mit Spritzen ins Gelenk und ebenfalls der Aspirinkur, das ging bis 2010 gut, da hatte er den besagten sehr schweren Schub, und jetzt habe ich, als er diesen Sommer noch mal begann schlechter zu laufen, die Sache wiederholt damit es nicht so schlimm wird wie im letzten Jahr.

    Bis 2010 war der auch noch freizeitmässig gut reitbar, also spazierenreiten, leichte Arbeit, etwas Fahren im Gelände. Seit dem schweren Schub 2010 habe ich ihn nicht mehr antrainiert, da er seitdem unter dem Reiter unsicher läuft. Man muss auch wissen, wann es genug ist.
    Er gehört nicht mir sondern meinem Onkel, wir haben gemeinsam beschlossen, dass er hier bleibt, und sein Gnadenbrot bekommt, und dass er gehen darf, wenn es nicht mehr geht.

    Hier gibt es übrigens auch so einen Fall wie Wed beschrieb, eine Dame, die zig Norweger in einem Pensionsstall hält, zu Ehren ihres verstorbenen Mannes, die Norweger werden halt vom SB versorgt, aber ansonsten kümmert sich keiner, aus diesem Bestand brach vermutlich die Herpesepidemie 2009 aus, die dann 5 andere Pferde dieses Stalls das Leben kostete.

    lg
    maurits

  • Avatar Perle1 sagt:

    Perle, warum sollten sich Leute ein altes krankes nicht mehr reitbares Pferd ans Bein binden?
    Du hast schon solche Pferde abgegeben, stimmts?

    Ja, und das an einem Suuuper guten Platz :ja: !!! Also bei uns in der Umgebung gibt es einige Möglichkeiten
    ein altes oder unreitbares Pferd für wenig Geld Unterzustellen (wirklich wenig 😀 ). Ich will doch auch nur eins
    damit sagen, dass man nicht immer vom schlimmsten ausgehen sollte. Natürlich muss man sich dann bemühen
    den richtigen Platz zu finden, aber den kann es geben !!!

    irgendwelcher ominösen Billigschnäppchenjäger.

    Natürlich gibt es die auch !!!

    Ich habe mich vorher über die Käufer erkundigt und alles abgecheckt. Alles war und ist gut. Ihr seht, man kann auch beim Verkauf eines „alten“ aber absolut reitbaren Pferdes Glück haben, wenn man vorher etwas recherchiert.

    Und die auch !!!

  • Avatar maurits sagt:

    Twin Mama, ich glaube Du musst Dich hier mal gar nicht rechtfertigen, wofür denn? :friend:

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    weil ein Schlachtpferd „Nutzvieh“ ist, zum gefressen werden ist das Töten eines Pferdes legitim.

    Du weisst, dass ich eigentlich immer mit Deiner Meinung konform gehe oder Du mit meiner.
    Sobald es aber um dieses Thema geht, begrife ich Deine Polemik („gefressen“) nicht ganz.

    Ich erkläre es jetzt noch zum hundersten Mal, die Alternative für diese unererträglichen und verabscheuungswürdigen Schlachtviehtransporte – dadrüber gibts keinerlei Diskussion – ist der persönliche Gang mit dem Pferd zum regionalen Metzger, vorzugsweise Pferdemetzger sowie es die hier bei uns gibt. Selber Rösseler und eigene Pferde besitzend und Pferde liebend.
    Einen schnelleren und saubereren Tod in einer gar nicht schrecklichen Umgebung (als wärs ein Klinikbesuch) gibt es nicht. Und das Pferd muss auch nicht „gefresssen“ werden, ist es nicht als Schlachtvieh deklariert, lässt man den Kadaver entsorgen, kostet halt bisschen, ich denke aber eine saubere und schneller Erlösung ist das wert :ja:

    Nur zum allgemeinen Verständnis, ich freue mich über jeden Tag, den es Gerrit hier gut geht, ich würde ihn auch jetzt nicht einschläfern lassen wollen.

    Nun, das ist bei Dir so, aber man sieht oft Pferde, wo man sich wirklich fragt, ob eine Erlösung nicht besser wäre.
    Pferde, die irgendwo – selbst als Einsteller bezahlt – irgendwo auf Weiden ihr trauriges Dasein fristen, der Besitzer der nie zu Besuch kommt und die Gesundheitskontrolle schon längst aus den Augen verloren hat.
    Ist da nicht der finanle saubere letzte Gang, solange das Pferd noch etwas Stolz in den Augen hat, die fairere Lösung, als die falsch verstandene Tierliebe?

    Gerade letzte Woche berichtet mir die Stallbesi von einer Pferdebsitzerin die vor Jahren bei Ihnen eingestallt hatte.
    Die falsch verstandene Tierliebe hat ihr die Augen verschlossen. Am Schluss konnten sie das nicht mehr mit ansehen und haben die Pensionärin vor die Wahl gestellt, entweder ausziehen oder das Pferd erlösen.
    Sie ist ausgezogen, Berichten zufolge nach hat das Pferd noch ein weiteres Jahr oder zwei humpelnd unter Dauergaben von Schmerzmitteln und Konsorten die Zeit auf der Weide verbracht und musste irgendwann, mit einem Beinbruch mit dem Traktor aus der Box geschleppt werden.
    Sehr unschön das.

    ES geht einfach nur um Prinzipien.

    mir auch :ja:

  • GidranX GidranX sagt:

    Gut zwei Wochen vor ihrem eigenen Tod hat sie beide Einschläfern lassen.

    Und auch hierfür fand sich ein TA.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Am alten Stall hatte eine schwer krebskranke Frau 2 Pferde. Einen 23-jähigen Andalusierhengst. Altergemäß etwas Arthrose, schwierig im Umgang, aber noch mit Umsicht reitbar. Ein 25 jähriges Warmblut. Viele Melanome. Unreitbar.

    Meinen allergrössten Respekt für diese Frau und den Tierarzt !!!!!!!!

  • Avatar maurits sagt:

    Merlijn, ich lasse keines meiner Pferde schlachten, auch nicht von einem guten Pferdemetzger. Hier wohnt sogar einer in der Nachbarschaft, seine eigenen Reitpferde stehen hier gegenüber, die Haltung ist vorbildlich und gut, und man sagt sich, er gehe auch mit den ihm anvertrauten Schlachtpferden korrekt um.
    Ich lasse kein Pferd schlachten, da mir die Bolzenschussgeschichte nicht koscher ist, und das Pferd dabei auf keinen Fall, wie immer behauptet wird, hirntot ist, und niemand weiss, was das Pferd noch mitbekommt und empfindet, denn nur wenn es sich nicht mehr bewegt und nicht mehr äussern kann, bedeutet das nicht, dass es nicht merkt wie ihm zum Ausbluten die Kehle aufgeschnitten wird. Es wird wohl niemanden geben, der sich zu Studienzwecken einer Prozedur wie dieser unterwerfen würde, und dann noch in der Lage wäre seine Empfindungen zu dokumentieren.

    Desweiteren lebt hier keines der Pferde humpelnd und mit Dauerschmerzen, dann wird es erlöst, das ist klar, und das ist mit dem TA so abgesprochen, und ich vertraue ihm dass er sein Handwerk versteht. Und dieser TA betreut uns hier seit fast 20 Jahren und geniesst auch einen sehr guten Ruf, dass er im Fall des Falles besonnen, ruhig, und korrekt im Sinne des Pferdes handelt, er lässt auch zu, dass sich die anderen Pferde von ihrem Artgenossen verabschieden können und quälen musste sich bei ihm noch kein Pferd, wenn es soweit war ging das schmerz- und stresslos.

    Mit „gefressen werden“ möchte ich nicht polemisch rüberkommen, aber was im Sinne von Lebensmittelerzeugung alles erlaubt ist, dürfte hinlänglich bekannt sein, und es war eher allgemein gemeint, nicht als Vorwurf an den Pferdehalter, aber es ist doch so, dass der Zweck, ein Tier zu Nahrungszwecken zu verarbeiten, einiges an Ethik und Moral beim Menschen ausser Kraft setzt. Damit meine ich den ganz allgemeinen Umgang mit der „Ware Tier“.

    Und sicherlich ist es besser, ein Pferd töten zu lassen,als es jahrelang verwahrlost rumstehen zu lassen. Wobei ich mich dann schon frage, wo fange ich an, dass ich töten lassen darf? Weil ein Pferd auf einer Weide steht und der Besitzer nicht mehr kommt? Wo fängt man da an, wo hört man auf?
    Schwierige Frage.

    lg
    maurits

  • friesentussi1 friesentussi1 sagt:

    Wobei ich da jetzt einfach mal eine „rechtliche“Frage habe:
    bei uns sind dieses Jahr 2 Pferde per Bolzenschuss getötet worden (ein Weiterleben hätte sich bei beiden verboten).
    ABER: wenn der TA sich weigert, ein Pferd einzuschäfern, macht ein Metzger das dann trotzdem? Auch, wenn die Tiere durch Medikamente nicht als Lebensmittel geeignet sind?

  • GidranX GidranX sagt:

    Ein Pferd gehen zu lassen ist meistens die mutigere Entscheidung. Wobei ich auch Reiter kenne, die den 9-jähigen Sehnenpatienten (der nie mehr Sportpferd sein werden würde) auch ins Jenseits schicken wollten. Da hat der TA zum Glück interveniert…

    Die Klinik hat bei einem 6jährigen NICHT interveniert.

  • Avatar maurits sagt:

    So wie es aussieht, ja, man kann das tote Pferd dann anderweitig entsorgen lassen.
    Wobei mir das ja auch nicht einleuchtet.
    Also ein Pferd schlachten auch wenn es gesund ist, zu Lebensmittelzwecken ist erlaubt.
    Ein Pferd was krank ist aber noch lebenswert leben kann, darf man nicht einschläfern.
    Der Schlachter darf es aber töten und nicht zu Lebensmittelzwecken einsetzen sondern entsorgen.
    Widerspricht sich irgendwie, oder?

    lg
    maurits

  • GidranX GidranX sagt:

    Wobei ich da jetzt einfach mal eine „rechtliche“Frage habe:
    bei uns sind dieses Jahr 2 Pferde per Bolzenschuss getötet worden (ein Weiterleben hätte sich bei beiden verboten).
    ABER: wenn der TA sich weigert, ein Pferd einzuschäfern, macht ein Metzger das dann trotzdem? Auch, wenn die Tiere durch Medikamente nicht als Lebensmittel geeignet sind?

    Warum nicht? Ich denke er wird seinen Lohn erhalten und gut ist. Ich muss mein Pferd doch nicht als Salami verarbeiten lassen.. :nix: Als Tierfutter oder Shampoo geht doch auch..

    Viele würden ihr Pferd NUR per Bolzenschuss töten lassen, ohne es als zum Lebensmittel verarbeiten zu lassen. Einfach weil sie die Tötungsart für die angenehmere halten..

  • Avatar Hijara sagt:

    Das Thema ist glaub so schwer, obwohl hier ja erstaunlich viele ganz unpforgisch einig sind,
    weil es nicht ganz klar definiert ist was Beistellpferd ist und was nicht.
    Genau genommen reite ich auch ein ehemaliges Beistellpferd.
    Die alte Besi hat die Stute aus finanziellen Gründen in einen riesigen Bewegungsstall etwas weiter weg gestellt. Die Arbeitslosigkeit hat ihr schwer zu schaffen gemacht und Stütchen war völlig unterfordert weil sich keiner mehr um sie gekümmert hat und gleichzeitig überfordert in einer großen Herde.
    Sie wurde äußerst schwierig im Umgang und weil sich das so geschickt angeboten hat, als Beistellpferd in einen schönen kleinen Privatstall günstig abgegeben.
    Der neue Besi war schon älter, hatte lange zwei Pferde von denen eins nach dem anderen im hohen Alter starb.
    Erst wurde das eine, dann das andere durch ein Beistellpferd ersetzt.
    Er selbst ritt nicht mehr. Als auch er starb haben wir „zwei Beistellpferde “ geerbt.
    Und an der Stelle zeigt sich dass Beistellpferd nicht gleich Beistellpferd ist.
    Die Hafistute die damals Hexe tituliert wurde und kaum Respekt vor Menschen hatte, selbst das Beschlagen war ein Drama, ist heute ein friedliches, zuverlässiges, aber nie langweiliges Reitpferd.
    Während der Hanno, total lieb im Umgang, zum kosten- und zeitintensiven Pflegepferd wurde und nun im Pferdehimmel weilt.
    Beide Pferde eigentlich total ungeeignet als „Beistellpferde“.
    Und jetzt behaupte ich mal:
    Die wenigsten Pferde sind als Beistellpferde oder für die Rentnerkoppel wirklich geeignet!!

  • Avatar wednesday sagt:

    Meinen allergrössten Respekt für diese Frau und den Tierarzt !!!!!!!!

    Das ist ein sehr verantwortungsvoller und pragmatischer Landtierarzt. Er hat mir damals, als meine Stute vom Pferderipper misshandelt wurde und mit augeschlitztem Bein in der Box stand, ganz sachlich erklärt, wie die Chancen sind: 10% dass sie jemals wieder laufen können wird. 0,1% dass sie normal reitbar sein wird. 100% dass eine Behandlung ihr sehr starke Schmerzen bereiten wird.

    Da war es für mich trotz allen Schocks, trotz aller Liebe zu diesem Pferd klar, dass ihre letzte Stunde angebrochen war. Heute bin ich ihm sehr dankbar dafür.

    Für ein reitbares Pferd im gehobenen Alter noch einen guten Platz zu finden, ist eine ganz andere Sache als ein bereits krankes Pferd. Jene Stute war bereits stolze 17 Jahre alt, als ich sie zum Schlachtpreis gekauft habe. Sie war fit, sehr gut ausgebildet und ich hätte ihr auch einen schönen Lebensabend finanziert :S

  • GidranX GidranX sagt:

    Mau, der Schlachter darf es nur töten, wenn es als SChlachtpferd eingetragen ist.. ich muss es aber deswegen nicht essen lassen. Ich könnte vermutlich auch für eine Bestattung des Kadavers sorgen, wenn ich das wollte.. Gibt es doch mittlerweile.. :nix:

  • Avatar maurits sagt:

    Der darf nicht töten, wenn es nicht als Schlachtpferd verwertet wird?
    Da bin ich mir nicht so sicher.
    Ist aber auch egal, da meine Pferde eh nicht mehr als Schlachtpferd deklariert sind, nicht aus Wendy-Gedanken, sondern aus Gründen der bereits erfolgten Medikation.

    lg
    maurits

  • friesentussi1 friesentussi1 sagt:

    Mau, der Schlachter darf es nur töten, wenn es als SChlachtpferd eingetragen ist.. ich muss es aber deswegen nicht essen lassen. Ich könnte vermutlich auch für eine Bestattung des Kadavers sorgen, wenn ich das wollte.. Gibt es doch mittlerweile.. :nix:

    Bei Pferden geht nur Einäscherung, die bestatten auf dem Tierfriedhof keine ganzen Rösser 😉

  • Avatar maurits sagt:

    Ja toll, und man sollte sich da aber darüber bewusst sein, dass das Pferd zum verbrennen in Stücke gesägt wird, da es sonst nicht in den Ofen passt.
    ich finde die Vorstellung echt noch gruseliger, als es von der Tierkörperbeseitigungsanstalt abholen zu lassen.

  • Avatar La Jaca sagt:

    La Jaca, noch fünf Beiträge und wir erleben die berühmte PFORG-Wunderheilung :na:

    Mein Gott, halt dich doch zurück wenn du nichts konstruktives beizutragen hast. Setz dich einfach mal auf deine Finger. :rolleyes:

  • friesentussi1 friesentussi1 sagt:

    Ja toll, und man sollte sich da aber darüber bewusst sein, dass das Pferd zum verbrennen in Stücke gesägt wird, da es sonst nicht in den Ofen passt.
    ich finde die Vorstellung echt noch gruseliger, als es von der Tierkörperbeseitigungsanstalt abholen zu lassen.

    Ich käme auch im Leben nicht auf diese Idee. Bin aber beruflich darüber informiert.
    Kostet auch ein prächtiges Vermögen, dass ich dann lieber in die Lebenden investieren würde!

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Ich stelle mir gerade wieder bildlich die 80 Euro-Aufzucht-Einstellaktion vor 😀

  • Avatar maurits sagt:

    Ja toll, und man sollte sich da aber darüber bewusst sein, dass das Pferd zum verbrennen in Stücke gesägt wird, da es sonst nicht in den Ofen passt.
    ich finde die Vorstellung echt noch gruseliger, als es von der Tierkörperbeseitigungsanstalt abholen zu lassen.

    Ich käme auch im Leben nicht auf diese Idee. Bin aber beruflich darüber informiert.
    Kostet auch ein prächtiges Vermögen, dass ich dann lieber in die Lebenden investieren würde!

    Das hat ja auch ganz viel mit „nicht loslassen können“ zu tun.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Ja toll, und man sollte sich da aber darüber bewusst sein, dass das Pferd zum verbrennen in Stücke gesägt wird, da es sonst nicht in den Ofen passt.
    ich finde die Vorstellung echt noch gruseliger, als es von der Tierkörperbeseitigungsanstalt abholen zu lassen.

    Maurits, was meinst Du eigentlich, wo die Tiere hingelange, die eingeschläfert abgeholt werden?
    Manchmal scheint es mir, dass Du ein klein bisschen ein gestörtes Verhältnis zum Tod hast.

    Tot ist tot, basta!

    Und der richtig gesetzte Bolzenschuss ist genauso schnell und sauber wie eine saubere Einschläfaktion, und erspart mir bitte DIE Schilderungen, die DA daneben gehen können. Es ist beides akzeptabel. Es muss ganz einfach sauber erledigt sein.

    Und ich weiss nicht wie bei Euch die Gesetze sind.
    Aber hier kann man ein unreitbares Pferd ein leidendes Pferd einschläfern oder vom Schlachter erlösen lassen.

    Genauso wie man eine Katze oder einen Hund – auch da mal altershalber – einschläfern lassen kann.

  • friesentussi1 friesentussi1 sagt:

    Ja sicher, bei uns auch – WENN es der TA für richtig empfindet. Und da können die Meinungen durchaus auch mal geteilt sein.

    Ich musste mal mein 10 jähriges, total krankes Kaninchen beim Bauern erlösen, weil der TA sich geweigert hat es einzuschläfern. Dabei konnte es kaum noch laufen und fiel einfach um. :thumbdown:

  • Avatar maurits sagt:

    Merlijn, ich rede nicht von Bolzenschüssen die daneben gehen. Ich rede von der Aussage, das Tier sei nach Einsetzen des Bolzenschusses hirntot, das ist nicht wahr. Darum geht mir das einzig und allein und daher lehne ich das für mich ab. Und das bitte ich zu akzeptieren. Und da lasse ich nicht mit mir reden.

    Und jeder TA schläfert hier ein leidendes Tier ein, und würde auch ein altes krankes Pferd einschläfern. Aber wie gesagt, keinen Gerrit, der den ganzen Tag mit Tomke auf die Weide geht, dort herumläuft, gut aussieht, guten Appetit hat und lediglich morgens steif ist.

    Ich habe auch kein gestörtes Verhältnis zum Tod, tot ist tot, und was nach dem Tod ist, interessiert das Pferd nicht mehr, ob da nu der Abdecker kommt und das Pferd entsorgt wird, schön ist was anderes, aber das Pferd bekommt es nicht mehr mit und damit kann ich umgehen.
    Ich möchte ein geliebtes Tier in meiner Erinnerung und in meinem Herzen tragen, dazu brauche ich keine Urne mit Asche auf dem Wohnzimmerschrank, DAS ist für mich ein gestörtes Verhältnis zum Tod.

  • Avatar ines sagt:

    Vermelde die ersten beiden Pferde (diesen Jahres) die aus finanziellen gründen geschlachtet werden.
    Die Frau besitzt 3 Pferde, kann sich die Versorgung aber nicht mehr leisten. Nun werden 2 Pferde geschlachtet. Das eine Pferd ist alt und unreitbar (seit Jahren), das andere ist ein Pony, das auch als unreitbar gilt, weil es alle reiter abbockt. scheint noch Jünger zu sein.

    eure meinungen dazu?

    merlijn: tot ist tot? so einfach ist das wohl leider nicht.
    Durch die zahlreichen alten / kranken Pferde bei uns auf dem Hof wird bei uns recht häufig eingeschläfert. Ich habe die erfahrung gemacht, dass die pferde den tod riechen (?) sich auf jeden fall GANZ anders verhalten, wenn ein totes pferd auf dem hof liegt. daher haben wir uns angewöhnt den pferden die möglichkeit zu geben sich zu verabschieden vom toten freund.
    daher gehe ich davon aus, dass die fahrt zum schlachter vielleicht routine sein kann (wie turnierbesuche usw) aber das aussteigen und das wahrnehmen der gerüche keineswegs :no:

    aber das ist meine meinung. und mein empfinden. das muss nicht so sein

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Mau, der Schlachter darf es nur töten, wenn es als SChlachtpferd eingetragen ist.. ich muss es aber deswegen nicht essen lassen. Ich könnte vermutlich auch für eine Bestattung des Kadavers sorgen, wenn ich das wollte.. Gibt es doch mittlerweile.. :nix:

    Meinst Du nicht, dass Du da was grundlegend falsch verstehst.

    Der Schlachter darf nur VERWERTEN was als Schlachtvieh deklariert ist – und auch da ist es nicht gesichert, dass dies dann auch geschieht.
    Das gibts noch die Fleischbeschau.

    Zumindest bei uns in der Schweiz ist das so.

    Uebrigens interssant auch was Dir ein guter Schlachter – und eben Rösseler – auch über Dein Tier erzählen kann.
    So geschehen vor ungefähr zwei Jahren bei einer Bekannten.
    Das war eine quasi kostenlose Obduktion und auch die Bestätigung dass sie richtig gehandelt hatte.
    Das Fleisch war über grosse Partien „gestresst“ und hätte eh nicht mehr verwendet werden können.
    Das Pferd war nicht als Schlachtvieh eingetragen, das wurde beim Pferde-Schlachter erlöst.
    Du meine Güte ich erinnere mich an das Drama als wärs gestern…wink zu Till 😉

    Aeusserlich gesehen ein wunderschönes Pferd Fuchs, gar nicht mal so alt. Bereits durch mehrere Hände gegangen, und jeder wollte sich dran versuchen. Auch meine Bekannte, die mittlerweile selber überraschend gestorben ist.
    Als hätte sie gewusst, dass ihr selber die letzte Stunde schlägt, hat sie diesen Entscheid – von uns befürwortet – gefasst.
    Es war unglaublichi wer da alles kostenlos dieses Pferd wollte, wer alles diesem Pferd einen schönen Lebensabend bieten wollte. Von Parelli-Jüngern bis zu Läschärtä-Groupies war alles dabei.
    Es wurde nix unterlassen um meine Bekannte unter Druck zu stellen, sogar Kinder wurden auf ihre Kinder angesetzt.
    „möchtest Du in drei Wochen im Pausen-Schulsandwich dein eigenes Pferd als Brotaufstrich draufhaben“ usw. usw.

    Sie blieb standfest und hat die richtige Entscheidung getroffen. Beim dritten Unfall dieses sonst so lieben Pferdes wäre vielleicht ein Mensch ums Leben gekommen“

  • Avatar Hijara sagt:

    Der Unterschied dürfte nicht der unterschiedliche Tod sein sondern dass der Schlachter nicht auf den Hof kommt.
    Also totkrankes Pferd auf den Hänger und ab zum Schlachthof. Da kann die Fahrt auch schon mal weiter sein da nicht jeder Schlachthof Pferde annimmt.
    Pferd muss bis zum Schlachten leben. Und da kannst Du nicht daneben stehen und noch schauen ob dein Pferd auch noch gut versorgt wird. Kann sein da steht das Pferd dann noch zwei Tage bis es dran ist…
    Und dabei sein kannst Du im Normalfall auch nicht.
    Ist es bei Euch anders?
    Deshalb haben wir immer vom TA bei den Pferden eintragen lassen dass es keine Schlachttiere sind.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Nachtrag:
    ..und was war an diesem Pferd nicht alles für Leute dran. Keine Mühen und Kosten hatte sie gescheut. Osteopathen, Tierärzte, Zahnärzte und wer immer sonst hätte das Problem lösen können.
    Das Pferd kriegt Pausen, oder adäquate Gymnastizierung, was immer nötig war, das Problem war nicht zu beheben.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Der Unterschied dürfte nicht der unterschiedliche Tod sein sondern dass der Schlachter nicht auf den Hof kommt. Also totkrankes Pferd auf den Hänger und ab zum Schlachthof. Da kann die Fahrt auch schon mal weiter sein da nicht jeder Schlachthof Pferde annimmt.
    Pferd muss bis zum Schlachten leben. Und da kannst Du nicht daneben stehen und noch schauen ob dein Pferd auch noch gut versorgt wird. Kann sein da steht das Pferd dann noch zwei Tage bis es dran ist…

    Nun, dann begreife ich aber wiederum nicht, wenn ein Tierarzt ein todkrankes Tier nicht einschläfert ?(

  • Avatar Landei sagt:

    Ich habe beim Einschläfern eines Pferdes vor vielen Jahren einen grauenhaften Todeskampf miterlebt und habe von daher zwei Pferde, als die Zeit gekommen war, persönlich zum Schlachter gebracht. An diesen Tagen wurde kein anderes Tier dort geschlachtet, der Mann hält selber Pferde und geht von daher sehr sensibel mit dem Thema um. Der Bolzenschuß war in beiden Fällen so akurat gesetzt, dass die Pferde bereits tot waren, als sie am Boden aufkamen. Ich „durfte“ beide bis zum Ende am Strick halten und kraulen. Die Bilder verfolgten mich einige Tage, aber beide Pferde haben nicht gelitten und waren auch bei dem Prozedere nicht aufgeregt oder nervös.

  • Avatar maurits sagt:

    Hier werden todkranke Tiere selbstverständlich vom TA eingeschläfert.
    Wo wurde was anderes behauptet?
    Auch werden Tiere eingeschläfert, die akut krank sind und deren Prognose schlecht ist, zum Beispiel Koliker, die schwere Komplikationen haben, und man keiner OP mehr zustimmen möchte. Oder meinst Du, Kliniken wie Hochmoor karren die Pferde dann alle zum Schlachter?

    Wir wurden letztes Jahr in Hochmoor gefragt, als Tami dort war mit der schweren Kolik, was wir entscheiden würden, wenn es zur Fragestellung der OP käme. Wir haben gesagt, dass wir das entscheiden würden, wenn es so weit sei, und uns dann nach der Prognose der behandelnden Ärzte richten, ob operiert werden soll, oder eingeschläfert. Glücklicherweise konnte Tami konservativ behandelt werden ohne OP.

    lg
    maurits

  • friesentussi1 friesentussi1 sagt:

    Weil er halt Definitionssache ist, was „totkrank“ bedeutet.
    Bei gebrochenen Beinen o.ä.schlimmen Dingen sicher kein Thema, aber Arthrose, Rolle etc. Das sieht jeder Mensch (und damit auch jeder TA) anders!

  • Avatar Diana sagt:

    Kann sein da steht das Pferd dann noch zwei Tage bis es dran ist… Und dabei sein kannst Du im Normalfall auch nicht.

    Doch, kannst Du. Und man kann auch einen Termin machen, dann wird das Pferd angeliefert und sofort geschossen. Hier mal ein Link, wo man solche Metzger findet: Pferdemetzger in Deutschland

  • Avatar Castellano sagt:

    Meine Pferde werden Zuhause per Bolzenschuss getötet.

    Eine Freundin hat ihr Pferd auf der Weide per Schuss töten lassen u wuerde es immer wieder so tun. Und natürlich kann man auch auf dem Schlachthof bis zum Ende dabei sein, wenn man das möchte. Bis zum Ende dabei zu sein hat für mich oberste Prioritaet!

    Im Uebrigen habe ich weder ein Problem damit Pferde weiter zu verkaufen, noch Pferde Schlachten zu lassen u auch zu essen. Ein Problem habe ich vielmehr mit unnötiger Quälerei, langen Transporten u dem Weiterverkauf/verschenken von gebrechlichen oder gar kranken Pferden. Einer der nicht in Ordnung ist, gebe ich aus Angst das er „verramscht“ u bis zum Ende „geschrubbt“ wird, NICHT ab!

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Also totkrankes Pferd auf den Hänger und ab zum Schlachthof. Da kann die Fahrt auch schon mal weiter sein da nicht jeder Schlachthof Pferde annimmt.
    Pferd muss bis zum Schlachten leben. Und da kannst Du nicht daneben stehen und noch schauen ob dein Pferd auch noch gut versorgt wird. Kann sein da steht das Pferd dann noch zwei Tage bis es dran ist…
    Und dabei sein kannst Du im Normalfall auch nicht.

    Nada. Bei uns in der Schweiz läuft da so:

    Man verkauft nicht ein Pferd an einen Schlachter, sondern ist der Besitzer bis zum Ende.

    Beispiel: Pferdemetzger Horisberger in Burgdorf geniess den besten Ruf weit und breit.
    Ist selber Rösseler mit Leib und Seele und kann auch sehr gut mit den Leute umgehen.

    Man fährt das Pferd dahin.
    Ein sauberer Hof, ähnlich einer Pferdeklinik.
    Man lädt das Pferd aus, Er hilft einem noch dabei, klopft dem Pferd den Hals, es kriegt noch eine Möhre oder irgendwas.
    Jetzt hast Du die Wahl ob Du den Strick bis zum Ende hälst. Oder ob Du das Pferd übergibst.
    Wenn Du den Strick selber hälst gehst Du in den Behandlungsraum, die Pferde folgen vertrauensvoll, es ist nix was nicht anders als eine Klinik wäre.
    Das Pferd wird reingeführt. Und Du kannst um die Türecke warten den Strick in der Hand oder Du gehst ganz mit rein.
    Dann machst Knall und das Pferd fällt und ist tot.
    Das ganze dauert vom Ausladen bis zum Tod keine zwei oder drei Minuten.
    Wenn Du nicht dabeisein kannst oder willst, kriegst Du symbolisch die Halfter und den Strick zurück.

    Horisberger z.B. nimmt kein Pferd an, oder holt ein Pferd irgendwo ab, wenn nicht der Besitzer dabei ist und das Pferd nicht persönlich übergibt.
    Um eben eine saubere Sache zu gewährleisten.

    Und Horisberger nimmt auch schon mal nachher einen Pferdebesitzer in die Arme und tröstet ihn, auch bei einer Tasse Kaffe und lässt zusammen mit dem Besitzer das Leben des Pferdes Revue passieren.

    Ich finde das zumindest einen schnellen und würdigen Tod.

  • Avatar maurits sagt:

    nun, ich sehe das bei Arthrose/Rolle etc folgendermassen, dass der Punkt kommt, wo es nicht mehr geht und das Pferd dauerhaft und ständig Schmerzen hat und in seiner Lebensqualität eingeschränkt wird, und selbst durch Behandlung kein längerfristiger zufriedenstellender Zustand erreicht werden kann. Und diesen Punkt möchte ich nicht verpassen, lieber einen Tag zu früh als einen zu spät. Und ich kenne die mir hier anvertrauten Pferde sehr gut, und ich lebe nicht in der rosaroten Wendywelt.

  • Avatar wednesday sagt:

    Im Uebrigen habe ich weder ein Problem damit Pferde weiter zu verkaufen, noch Pferde Schlachten zu lassen u auch zu essen. Ein Problem habe ich vielmehr mit unnötiger Quälerei, langen Transporten u dem Weiterverkauf/verschenken von gebrechlichen oder gar kranken Pferden. Einer der nicht in Ordnung ist, gebe ich aus Angst das er „verramscht“ u bis zum Ende „geschrubbt“ wird, NICHT ab!

    Danke Castellano. DAS ist nämlich der feine Unterschied! :hug:

  • friesentussi1 friesentussi1 sagt:

    nun, ich sehe das bei Arthrose/Rolle etc folgendermassen, dass der Punkt kommt, wo es nicht mehr geht und das Pferd dauerhaft und ständig Schmerzen hat und in seiner Lebensqualität eingeschränkt wird, und selbst durch Behandlung kein längerfristiger zufriedenstellender Zustand erreicht werden kann. Und diesen Punkt möchte ich nicht verpassen, lieber einen Tag zu früh als einen zu spät. Und ich kenne die mir hier anvertrauten Pferde sehr gut, und ich lebe nicht in der rosaroten Wendywelt.

    Mein Post bezog sich darauf, ob ein TA dann, wenn ich es für den passenden Zeitpunkt halte, sich weigern könnte, weil ja noch mal und noch mal dies und jenes gemacht werden könnte.

  • Avatar ines sagt:

    wenn ich meinen TA nicht hätte, wäre so ein ablauf eine alternative. :ja:

    es gibt hier SOOO viele Tierärzte. ich bin mir sicher, dass zumindestens einer bereit wäre das pferd einzuschläfern. Hier ist ein TA sehr „Pro-sport“, der wird sicherlich andere maßsstäbe ansetzen als mein TA. ob das dem tier gegenüber fair ist, sei mal dahingestellt. aber ich bin überzeugt, dass es möglich wäre ein pferd von der welt zu bekommen, wenn man das möchte.

    Nachtrag: Gisbert! (Naaa? wer erinnert sich 😀 )
    Mein Ta wäre ohne weiteres bereit gewesen den einzuschläfern. Einen geborenen Wandteppich nannte er das pony (Rappschecke, bildhübsch!) Kerngesund, abgesehen vom Ekzem, aber das kann man ja schon mal haben……

    …blöd nur, dass er permanent versucht hat einen umzubringen, wenn man ihn in der hand hatte. Das wusste ich. und alle die mal drunter lagen. Aber mein Ta hat mir das geglaubt und hätte ihn eingeschläfert. (rest der geschichte ist ja bekannt)

  • Avatar Hijara sagt:

    Eine Freundin hat ihr Pferd auf der Weide per Schuss töten lassen u wuerde es immer wieder so tun.

    Das war dann aber vom TA, oder?
    Nicht vom Schlachter.

    Es gibt bestimmt Ausnahmeschlachthöfe mit Termin und Dabeisein aber das ist nicht die Regel
    und man hat eben meist eine weite Anfahrt mit dem Tier!
    Mein Bekannter hatte auch einen Termin ausgemacht. Pferd mühsam (Hirntumor) bei Hitze und langer Strecke abgeliefert. Er wollte aber nicht dabei sein.
    Kam zwei Tage später auf die (blöde) Idee nachzufragen wie es ergangen ist und musste erfahren dass sein Pferd noch lebt aber bald dran sei. Der leidet da heut noch drunter, warum er das seinem Pferd angetan hat.

  • Avatar maurits sagt:

    nun, ich sehe das bei Arthrose/Rolle etc folgendermassen, dass der Punkt kommt, wo es nicht mehr geht und das Pferd dauerhaft und ständig Schmerzen hat und in seiner Lebensqualität eingeschränkt wird, und selbst durch Behandlung kein längerfristiger zufriedenstellender Zustand erreicht werden kann. Und diesen Punkt möchte ich nicht verpassen, lieber einen Tag zu früh als einen zu spät. Und ich kenne die mir hier anvertrauten Pferde sehr gut, und ich lebe nicht in der rosaroten Wendywelt.

    Mein Post bezog sich darauf, ob ein TA dann, wenn ich es für den passenden Zeitpunkt halte, sich weigern könnte, weil ja noch mal und noch mal dies und jenes gemacht werden könnte.

    Also hier ist es nicht so, der TA ist bezüglich der Prognose realistisch, die Behandlung zielt nicht auf Heilung oder Reitbarkeit ab, sondern in dem Stadium nur noch auf Verbesserung der Lebensqualität und Lahmfreiheit. Ist das nicht mehr gegeben, wird auch nicht mehr therapiert. So einfach ist das.
    lg
    maurits

    PS: und „tot“ ist das Pferd nicht, wenn es nach dem Bolzenschuss auf den Boden fällt, der Tod tritt später durch Eröffnen der Halsschlagader und das Ausbluten bei noch bestehender Herz-Kreislauffunktion ein, da ist man dann als Pferdebesitzer nicht mehr zugegen.
    Und der Hirntod beinhaltet allgemein einen Herz-Kreislaufstillstand. Daher werden beim hirntoten Menschen, wenn keine Aussicht mehr besteht, die Beatmungsgeräte abgeschaltet, welche im Zustand des Hirntodes die Herz-Kreislauffunktionen übernommen haben.

  • Avatar Hijara sagt:

    nun, ich sehe das bei Arthrose/Rolle etc folgendermassen, dass der Punkt kommt, wo es nicht mehr geht und das Pferd dauerhaft und ständig Schmerzen hat und in seiner Lebensqualität eingeschränkt wird, und selbst durch Behandlung kein längerfristiger zufriedenstellender Zustand erreicht werden kann. Und diesen Punkt möchte ich nicht verpassen, lieber einen Tag zu früh als einen zu spät. Und ich kenne die mir hier anvertrauten Pferde sehr gut, und ich lebe nicht in der rosaroten Wendywelt.

    Mein Post bezog sich darauf, ob ein TA dann, wenn ich es für den passenden Zeitpunkt halte, sich weigern könnte, weil ja noch mal und noch mal dies und jenes gemacht werden könnte.

    Er kann sich weigern wenn er das Tier für zu gesund befindet.
    Dann müsstest Du einen anderen TA suchen.

  • Avatar Diana sagt:

    Es gibt bestimmt Ausnahmeschlachthöfe mit Termin und Dabeisein aber das ist nicht die Regel
    und man hat eben meist eine weite Anfahrt mit dem Tier!

    Hast Du den Link, den ich auf der vorigen Seite gepostet habe, gesehen?

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    wenn ich meinen TA nicht hätte, wäre so ein ablauf eine alternative. :ja:

    Meinst Du den Beitrag von mir??

    Weisst Du ich kenne sehr viele Rösseler, die ihr Pferd abgeben mussten.

    Wenn hier Pferdemetzger, dann einen solchen wie Horisberger, das ist einfach der aus unserer Umgebung, es gibt aber in der ganzen Schwei sicher ähnilche und sicher auch in Deutschland.
    Ich erinnere mich gar mal an einen Bericht, da gibts doch dieses „Blaue Band“ oder so.

    Und alle meine Bekannten sind oft auch im Sport unterwegs. Aber jeder hat sein Pferd selber dahingefahren und hat die Verantwortung übernommen.

    Dieses Beisteller-Pferde-Abschieben, dass kenne ich hier einfach nicht, zumindest nicht in meinem Bekanntenpreis :nix: :nix:

  • Avatar Castellano sagt:

    Nein, das hat ein erfahrener Metzger gemacht!

    Und diesem Vorfall deines Bakannten kann man vorbeugen, indem man das vorher genau bei der Terminvereinbarung abspricht und mit seinem Pferd den letzten Weg geht. Wer beim Schuss/Fallen nicht dabei bleiben will, kann das Pferd auch reinführen, dort uebergeben, draussen warten u sich dann vom bereits gefallenen Pferd verabschieden. Damit hat man Gewissheit 😉

  • Avatar maurits sagt:

    Er kann sich weigern wenn er das Tier für zu gesund befindet.
    Dann müsstest Du einen anderen TA suchen.

    davor bräuchte ich hier keine Sorge zu haben.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Und nochmals zur Präzisierung:

    Nie und nimmer würde ich befürworten, ein Tier auf einem grossen Schlachthof abzugeben.

    Für mich gibt es nur die saubere und schnelle Variante beim kleinen dafür spezialisierten Betrieb, resp. beim fachlich versierten Dorfschlachter.

    Uebrigens auch das Nutzvieh meiner Stallbesitzer wird nie in einem grossen Schlachthof abgegeben, das Vieh wird alles eigenhändig zum Dorfschlachter im nächstgrösseren Dorf transportiert.
    Immer!

    Das nenne ich auch nachhaltige und artgerechte Landwirtschaft/Viehzucht.

  • Avatar Perle1 sagt:

    Kann sein da steht das Pferd dann noch zwei Tage bis es dran ist…
    Und dabei sein kannst Du im Normalfall auch nicht.
    Ist es bei Euch anders?

    Bei uns ist das anders. Wir musssten mal ein Pferd von einer bekannten weg fahren ( sie konnte es selbst nicht).
    Termin gemacht, hin gefahren, rein gebracht dabei geblieben und…… !!!

  • Avatar Castellano sagt:

    Genau Merlijen! Und dann kann man sich auch als Tierfreund das Steak schmecken lassen :eat:

  • Avatar wednesday sagt:

    … und ich lebe nicht in der rosaroten Wendywelt.

    Du bist hier im Pforg so zirka die allerletzte Person, bei der dieser Eindruck entstehen könnte :friend:

  • Avatar maurits sagt:

    dann bin ich ja schon mal beruhigt :friend: 😀

  • Avatar ines sagt:

    doch merlijn, das ist hier gang und gäbe. und ich mache mit gutem gewissen mit.

    wir haben mehrer pferde außerhäusig stehen!
    Ein pferd, welches gerne umtüddelt wird, definitiv „seinen“ menschen dort gefunden hat. ein Pony, die einfach nur ihre ruhe haben will- die ist als unreitbarer beisteller mitgekommen, der gehts spitze dort in der kleinen herde. keiner will was, keiner fässt sie an, ein traum!
    eine uralte stute, die unsere herde zu groß und der hof zu unruhig wurde. sie lebt mit einer ebenfalls uralten stute bei einem uralten ehepaar. die trinken tee auf der terrasse bei den pferden und ansonsten passiert da nix.
    alle pferde gehören uns (wir haben die übrigens alle drei geschenkt bekommen, weil die weg sollten, nur ist das meist um die 10 jahre her) wir haben einen blick darauf wie es denen geht (sind kunden von stefan) und es ist genau abgesprochen was mit denen passiert und was nicht.

    zur zeit haben wir einen rentner hier im unterricht, der sich seine pacht „erarbeitet“. er ist 20, tut ein bischen was und die besitzerin kann sich so seine box leisten. das ist ein erprobtes modell, der ist wohl auch schon der dritte mit dem wir das so machen.

    „pferdetausch“ ist hier im norden ganz normal

  • Avatar Hijara sagt:

    Es gibt bestimmt Ausnahmeschlachthöfe mit Termin und Dabeisein aber das ist nicht die Regel
    und man hat eben meist eine weite Anfahrt mit dem Tier!

    Hast Du den Link, den ich auf der vorigen Seite gepostet habe, gesehen?

    Ich habe ihn gesehen aber nicht draufgeklickt :tuete: Sorry!!!
    Es ist noch nicht so lange her dass ich ein Pferd in den Pferdehimmel schicken musste und
    ich glaub das bringt Unglück wenn ich mich jetzt mit den Schlachthöfen beschäftige.
    Stehen viele drauf?

  • Avatar maurits sagt:

    ines, das ist aber weit entfernt davon, Pferde an wildfremde Leute zu entsorgen.

  • Avatar Perle1 sagt:

    zur zeit haben wir einen rentner hier im unterricht, der sich seine pacht „erarbeitet“. er ist 20, tut ein bischen was und die besitzerin kann sich so seine box leisten. das ist ein erprobtes modell,

    Haben wir auch und das geht wirklich gut. Der Bub ist schon 23 und Top Fit !!!

  • Avatar ines sagt:

    nein, wildfremde leute lasse ich auf meine pferde nichtmal anfassen. da kann ich ganz pissig werden :bite:
    aber bei all denen habe ich ein total gutes gefühl.

    besonders bei der alten stute. die ist in ihrem leben schon 3 mal vom schlachter weggeholt worden. (springpferd, Holl warmblut, noch von „samber“ :love: ) das letzte mal hatten wir sie dann vor dem transport abgeholt. sie ist mittlerweile 31 jahre alt. der scheint die sonne aus dem po, die ist so zufrieden bei ihren rentnern :ja: .
    bei ihr fiel mir das am schwersten. weil sie zum zeitpunkt der umsiedelung auch schon so alt war (27) aber es war genau die richtige entscheidung!

  • Avatar Diana sagt:

    Hijara, da kannst Du ruhig gucken.
    Die haben da extra ein Symbol für Pferdemetzger, bei denen man „dabei sein“ kann.

  • Avatar Hijara sagt:

    Hier gibts keinen Dorfschlachthof obwohl ich ja auch auf dem Lande wohne.

    Kollegin wollte ihr Pferd auch zum Schlachter bringen, vermute mal wegen dem Geld.
    Eigentlich hätte das Pferd aber Antibiotika gebraucht wegen einer Entzündung von Nervenwurzeln.
    Es hatte sicher Schmerzen, konnte zeitweise kaum laufen und ist auch schon mal umgefallen.
    Pferd wirds schon bald besser gehen oder es geht halt zum Schlachter, so war der Spruch.
    Am Ende gings zum Schlachter, die notwendigen Medis um die Krankheit einzudämmen, vielleicht zu heilen wurden untersagt. Was haltet ihr davon?

  • Avatar Diana sagt:

    Man muss wissen, was man will.
    Wenn man sich die Option mit dem Schlachter kurz- oder langfristig offenhalten will, dann kann man eben nicht alle Medikamnte geben.

  • Avatar Castellano sagt:

    Finde ich verantwortungslos! Allerdings nicht das Schlachten, sondern das nichtbehandeln einer Krankheit/Schmerzen!

    Reich wird man durch die Schlachtung übrigens nicht wirklich, also aus finanziellen Gruenden wird kaum jemand schlachten lassen. Die wenigen 100€ sind kaum der Rede wert.

  • Avatar Hijara sagt:

    Hijara, da kannst Du ruhig gucken.
    Die haben da extra ein Symbol für Pferdemetzger, bei denen man „dabei sein“ kann.

    Hab mich getraut.
    Müsste mit meinem kranken Pferd, sicher ohne Schmerzmittel sonst wärs ja nicht mehr für den Schlachthof geeignet nach 88326 Aulendorf-Zollenreute fahren. Das ist mit normalem Auto laut Googlemaps 2,5 Stunden (schnellste Strecke, ohne Stau) weit weg. Mit Hänger sicher länger.
    Der nächste Schlachter ist 30 min. weg da kann man aber nicht dabei sein.
    Das weiß ich sicher und ist auch so aufgeführt in der Liste. (Das war der Schlachthof wo das Pferd 2 Tage rumstand, nur hatte der Bekannte eine weitere Anfahrt.)
    Da kann man dafür das Fleisch auf dem Markt kaufen.
    :tuete: Nix für mich

  • Avatar La Jaca sagt:

    Meine Pferde werden Zuhause per Bolzenschuss getötet.

    Nochmal zum Verständnis. Nicht der Bolzenschuss tötet! In D müssen Tiere erst bewusstlos gemacht werden um eine schmerzfreie Tötung zu gewährleisten. Beim Schlachten wird dies durch einen Bolzenschuss (oder je nach Tier und Schlachtart Kohlendioxid/Elektroschock) betäubt und dann wird es erst durch einen Schnitt in eine Hauptschlagader, vorzugsweise Halsschlagader, durch Ausbluten getötet.

    Ich denke nicht dass man das zuhause auf de heimatlichen Weide machen lassen kann oder darf, wenn nicht gerade ein Notfall vorliegt.

  • Avatar Castellano sagt:

    Ich weiß wie das abläuft, ich bin in einer Metzgerei aufgewachsen. Und genau deswegen gibt es für meine Pferde keinen anderen Weg 😉

  • Avatar Hijara sagt:

    Falls das auf der heimatl. Wiese geht, kann ja sein es gibt TAs oder Jäger die das aus Gefälligkeit oder im Notfall machen,
    kann ich mir kaum vorstellen dass das Kadaver noch als Schlachttier geeignet ist.
    Muss ja noch zum Schlachthof gebracht werden und begutachtet werden. Das kostet Zeit, müsste gekühlt werden und ist bestimmt aus hygienischer Sicht gar nicht möglich.

  • Avatar Castellano sagt:

    Das Pferd das hier auf der Weide per Schuss+Ausbluten getötet wurde, war KEIN Schlachtpferd u wurde hinterher ganz normal vom Abdecker abgeholt, wie es auch beim Einschläfern gewesen wäre.

  • friesentussi1 friesentussi1 sagt:

    Die beiden Pferde, die bei uns dieses Jahr vom Schlachter getötet wurden, wurde beide auf dem Hof mit Termin und Uhrzeit gemacht.
    Beide gingen wegen Medikamenten in die Entsorgung. Das ist hier, bei dem hofnahen Pferdemetzger kein problem. Der befindet sich aber auch keine 5 Minuten vom Stall entfernt.

  • Avatar La Jaca sagt:

    Ich weiß wie das abläuft, ich bin in einer Metzgerei aufgewachsen. Und genau deswegen gibt es für meine Pferde keinen anderen Weg 😉

    In der Metzgerei aufgewachsen? Also ich hatte ein schönes Kinderzimmer mit Hochbett..aber so zwischen Fleischerhaken und Schweinehälften war es sicher auch ganz gemütlich. 😀 Sorry… Dein Posting klang so als ob du von einem Bolzeschuss als Tötung ausgingest, was ja viele glauben. 😉

  • Avatar Castellano sagt:

    Also spannend war das allemal und vor allem konnten wir mit echt ekligen Sachen andere Kinder svhocken 😀

  • GidranX GidranX sagt:

    Mein Post bezog sich darauf, ob ein TA dann, wenn ich es für den passenden Zeitpunkt halte, sich weigern könnte, weil ja noch mal und noch mal dies und jenes gemacht werden könnte.

    Ja. Ist mir persönlich so gegangen. Sein Leben wurde somit um ein halbes Jahr verlängert und es war kein schönes Halb-Jahr, bis auch für den TA nichts mehr ging..

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Ich finde sowas verwerflich von einem Tierarzt! :friend:

  • Avatar Castellano sagt:

    … und dann gibt’s noch die Tierärzte, die ein 5 jähriges Pferd aufgrund einer katastrophalen Beugeprobe einschläfern wollen, weil Diagnose u Therapie nur unnötig über Jahre(zehnte) hinweg Geld kosten würde. :drink:

  • Avatar La Jaca sagt:

    Ein Tierarzt der leichtfertig und ohne mit der Wimper zu zucken ein Tier einschläfert, hat meiner meinung nach seinen Job verfehlt.

  • Avatar Castellano sagt:

    Er hats auchnicht getan, ich habe mich für die Zeit- u Kostenintensive Therapie entschieden – mit großem Erfolg 😉

  • Avatar E.v.A. sagt:

    Zwei meiner Pferde wurde vom Metzger daheim getötet, als das damals noch ging. Selbstverständlich war ich bis zum Ende dabei, also auch als die Kehle aufgeschnitten wurde und das Pferd ausgeblutet ist. Das ist sicher kein schöner Anblick, aber es geht sekundenschnell. Innerhalb von zwei Herzschlägen, war der Großteil Blut aus dem Pferd gepumpt. Ende. Nicht schön anzusehen, aber schnell und meiner Meinung nach auch verantwortbar.
    Ich bin dankbar, dass es in der Situation so schnell, korrekt und respektvoll durchgeführt wurde. Beide Male waren die Metzger auch selber Pferdebesitzer.
    Pferd einer Freundin, lungenkrank und extrem dämpfig. Sie hat sich fürs einschläfern entschieden. Das Pferd mußte vorne auf den Hof geführt werden, damit der Abdecker ihn auch abholen konnte. Beruhigungsspritze gabs vorab. Der Hengst wehrte sich und taumelte dann doch mit über den Hof, wollte unbedingt stehen bleiben. Infusion gesetzt und irgendwann knallte er dann auf den Asphalt. Mehrfaches Abhören durch den TA bis zur Bestätigung des Todes. Nachfolgend bis der Abdecker kam dann „Touristenattraktion“ für die übrigen Einstaller des Hofes. :nix:
    Uraltes Pony einer Miteinstallerin, liegt auf der Weide nur noch rum, wird teilweise von der Herde überrannt. Einfach extrem altersschwach. Sie entscheidet sich auch für Einschläfern vor Ort.
    Das Pony liegt in der Box, ist nach der Beruhigungsspritze schon so gut wie fort. Schläft in den Armen seiner Besi ein. Das Pferd wird von einem Unternehmen abgeholt, die ihr das Pony verbrennen und die Asche liefern.
    Übrigens wird da nix zersägt. Die haben entsprechende Öfen. Da wird Dir ein Polaroid vom Pferd gemacht, als Beweis, dass wirklich Dein Pferd da im Ofen gelandet ist, wenn Du nicht selber mit willst und hinterher bekommst Du auf Wunsch die Asche. In diesem Fall wars eine mittelgroße Tonne voll. Vielleicht 50 Liter oder so. Ich schätze aber, das Pony wird grad mal 150 kg oder so auf die Waage gebracht haben. Den haben wir zu dritt problemlos in den Anhänger gehoben. Auch eine Spezialkonstruktion, mit der auch größere Pferde problemlos aufgeladen werden können ohne dabei schon „kaputt“ zu gehen, wie bspw. durch den Greifarm des Transporters vom Abdecker.
    Mein letztes Pferd habe ich in die Klinik gebracht. ich wollte nicht, dass ich daheim einen „Abholgeeigneten“ Platz zum einschläfern finden muß und er dort herumliegt, bis der Transporter ihn abholt. Er beim in den Hänger heben aufplatzt oder ich zumindest noch seine Rippen brechen höre, wenn er von diesem nach Verwesung stinkenden Wagen abgeholt wird.
    Gut, das spürt er nicht mehr, aber es sind Bilder, die man in der Situation nicht auch noch braucht.
    In der Klinik habe ich vorher angerufen und gefragt, ob ich mein Pferd problemlos bringen kann, wenn ich meine es ist Zeit.
    Da hat keiner eine Untersuchung angeordnet oä, ich solle vorher anrufen und fertig.
    Genau so habe ich das dann gehandhabt. Angerufen, Pferd verladen, in die Klinik gefahren – in der normalen gepolsterten Narkosebox wurde er sediert und bekam dann sein Medikament. Ich war die ganze Zeit dabei und hab ihn gestreichelt, konnte mich dann noch alleine von ihm verabschieden. Er mußte nicht irgendwo „entsorgungsfreundlich“ abgelegt werden. Bisher die beste Alternative für mich.
    Ein krankes Pferd abgeben käme für mich nicht in Frage. Die bleiben, so lange es geht und wenn es nicht mehr geht – diese Entscheidung muss ich dann auch treffen können, – dann bin ich bis zum Schluss dabei.

  • GidranX GidranX sagt:

    Innerhalb von zwei Herzschlägen, war der Großteil Blut aus dem Pferd gepumpt. Ende.

    Ah ja.. :denk: was man sich so alles einreden kann.. hier zwei Dissertationen zum Thema Bolzenschuss u. Schlachtung bei Rindern. http://edoc.ub.uni-muenchen.de/13520/1/Kohlen_Simone.pdf http://edoc.ub.uni-muenchen.de/6897/1/Hilsenbeck_Eva_Maria.pdf in beiden Dissertationen kann man nachlesen, wie schwierig es mit dem Bolzenschuss ist, den Hirnstamm tatsächlich so zu treffen um eine gute Betäubung zu erreichen, dass das von Faktoren wie Gewicht, Hautdicke, Fettmasse, Alter, Aufregung des Tieres abhängig ist und wenn ich schon lese, dass der „richtige“ Ansatzpunkt um sinnvoller Weise 1,25cm verschoben werden sollte, als der der festgelegt ist, um die Trefferrate zu erhöhen, bekomme ich schon die Krise! und 2. wird empfohlen mindestens 5 Minuten Zeit zu lassen zum entbluten, bevor irgendwelche Körperteile abgekniffen werden sollten. Und Du glaubst wirklich, dass Dein Pferd nach 2 Herzschlägen tot war.. :rolleyes: :no: Und wenn das bei Rindern schon so problematisch ist, also einem Tier das ein Schlachter im Vergleich zum Pferd tagtäglich in rauen Mengen „abarbeitet“, wie soll das dann mit Pferden funktionieren?? Wo selbst innerhalb der Rassen die Pferd schon so unterschiedlich sein können.. :irre:

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Hier vergisst Du eines bei Deiner Panikmache, liebe GidranX, es handelt sich hier um Schlachthof-Erfahrungen. Quasi industrielles Töten von Rindern.

    Nicht um indivduelles Töten eines Pferdes eines versierten Fachmannes.

    Diskutier mal dadrüber mit einem guten Pferdetierzart :rolleyes:

    Es haben beide Varianten ihre Berechtigung, sofern vom versierten Fachmann ausgeführt.
    Dann sind beide schnell und sauber.

    Von nicht versiertem und erfahrenen ausgeführt ist beides Horror!

  • Avatar Castellano sagt:

    Das mit den 2Herzschlaegen ist tatsaechlich Wunschdenken, bei der Menge Blut, die in einem Grosstier drin steckt.

    Dennoch ziehe ich das dem Einschlaefern vor, einfach aufgrund persönlicher Erfahrungen. Wir haben mal einen Beinbruchpatienten auf der Weide eingeschläfert, weil er keinen Meter mehr bewegt werden konnte. Trotz Beruhigungsspritze u genügend Wartezeit, war die Narkosespritze grauenvoll. Beim Fallen u wieder aufspringen brach er sich ein weiteres Bein :seufz: Bis er entgueltig lag u die erloesende Spritze gesetzt werden konnte, verging eine halbe Ewigkeit. Auch bis der TA dann endlich die Worte sprach „er hat’s geschafft!“

    Nein, dann doch lieber ein Schuss u das Tier fällt, auch wenn es hinterher eine sehr blutige u fuer den Menschen grausam anzusehende Sache ist.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Der letzte den ich kenne, der den letzten Gang mit seinem Pferd zum Pferdeschlachter angetreten hat, war Tillgeorge mit seinem alten Sportskameraden letztes Jahr.
    Er war dabei. Und das mit einem erfahren Turnierpferd, welches Hängerfahren als absolut selbstverständlich ansah.
    Es war human, schnell sauber und endgültig, das Pferd hat nicht mal mitgekriegt um was es geht.

  • Avatar Aragon sagt:

    Also, unser alter Araber hat beim Bolzenschuss definitiv überhaupt NULL mitbekommen. Er hat sich interessiert nach den Pferden im Hof des Schlachters umgesehen, ein Möhrchen gekaut, der Apparat wurde aufgesetzt, es machte klock und er fiel SOFORT um wie vom Blitz getroffen. Das waren nicht mal Sekundenbruchteile. Ob das Ausbluten danach nun Sekunden oder Minuten gedauert hat, ist doch unwesentlich.

    Bei einem transportfähigen Pferd, das keinen Stress mit dem Fahren hat, würde ich das jederzeit wieder so machen. Ganz im Gegensatz zum EInschläfern, wo ich nun schon zweimal grausame Szenen miterlebt habe mit Pferden, die auf drei Beinen vor dem Tierarzt flüchteten, sich mit alle Macht gegen das Umfallen wehrten und mehrmals wieder aufstanden etc. – nein danke … Mir scheint, wenn da genug Adrenalin im Pferd ist, wirken weder Sedation noch „Endspritze“ so wie gedacht, das ist alles nicht so einfach … bei einem geschwächten Pferd, das am besten eh schon liegt, ist das sicher die beste Möglichkeit, aber sonst …

  • Avatar E.v.A. sagt:

    Nein, das ist kein Wunschdenken. Ich saß neben dem Pferd.Ich hab gesehen, wie viel Blut innerhalb der ersten Sekunden herausgesprudelt kam und wie wenig noch hinterher kam. Dazu brauch ich keine Dissertationen, ich hab das mit eigenen Augen gesehen. Natürlich läuft dann noch weiterhin Blut aus dem Tier, wenn es dann aufgeladen wird. Und vermutlich kommt auch noch ne Menge heraus, wenn es dann vor Ort evtl noch „weiter verarbeitet“ wird. das ist gut möglich. Da habe ich mich noch nicht mit beschäftigt.Ich habe nicht geschrieben, das Pferd war nach zwei Herzschlägen tot, ich hab geschrieben, nach zwei Herzschlägen war der Großteil Blut aus dem Pferd gepumpt.
    Wie auch immer, wenn ich mein Pferd einschläfern lasse, wird es erst sediert und dann getötet. Das sieht natürlich viel angenehmer aus. Ist es das?
    Ich habe noch mit niemandem gesprochen, der auf die ein oder andere Art umgekommen ist. Für mich zählt, dass es schnell und korrekt abläuft.
    Auf die eine oder andere Weise. Und für mich persönlich in maßgeblich wichtig, dass ich bis zum Ende dabei bin.

    Am liebsten wär mir, wie vermutlich jedem, wenn mein Pferd irgendwann einschläft und nicht mehr wach wird. Leider haben die wenigsten dieses Glück.
    Jedenfalls würde ich kein Pferd abgeben, um diese Entscheidung zu vermeiden und sie jemandem anderen aufzudrücken.

  • gitana gitana sagt:

    … bei einem geschwächten Pferd, das am besten eh schon liegt, ist das sicher die beste Möglichkeit, aber sonst …

    Und genau das habe ich auch schon erlebt, daß es nicht funktioniert mit dem Einschläfern. Es war mein erstes Pferd und wurde im Alter von 27 Jahren gesund und fit von einem anderen Pferd so getreten, daß der Oberschenkelknochen gebrochen war ;( . Es wurde morgens im Auslauf liegend gefunden, keiner weiß, wann es passiert war. Das Einschläfern dauerte ewig, weil der Kreislauf wohl schon so schwach und das Blut verdickt war, daß sich die Medikamente gar nicht mehr richtig verteilen konnten, angeblich. Vielleicht hat der TA auch Mist gebaut, ich weiß es nicht, ist schon ewig her, aber seitdem bin ich tendenziell auch eher für Bolzenschuß :seufz: , sowas möchte ich nie wieder haben :no: .

  • Avatar Andrea S sagt:

    Danke Merlijn!

    Alle Großtierärtze der von mir genutzten TA-Praxis und eine Freundin von mir, ebenfalls TA, würden, wenn mach- und vertretbar ihre Pferde schlachten lassen statt einzuschläfern.
    Ich selbst habe meine Araberstute zum Pferdeschlachter gefahren (und war bis vor dem Ausbluten dabei) und habe 2 Pferde von Bekannten bei ihrem letzten Gang begleitet (1x davon bei einem Schlachter der auf den Hof kommt).
    Bei alle 3 Pferden verlief das alles sehr ruhig um nicht zu sagen sehr friedlich und vertrauensvoll ab. Die Pferde hatten keinen Stress und jedes Mal eine Schüssel mit Futter vor der Nase, welches sie genussvoll vor sich hinmümmelten.

    Zudem war es extrem sauber, so dass die Tiere auch nichts riechen konnten o.ä., die Schlachter alles erfahrene Leute, die sehr gut mit den Tieren umgehen konnten.
    Der Schlachter meiner Araberstute hatte sogar seine 2 Pferde hinten auf dem Hof seines Betriebs stehen. Als ich nach der Schlachtung noch mit ihm sprach, lobte er mich übrigens dafür, dass ich mir meinem Pferd gegenüber habe nichts anmerken lassen und mich ganz selbstverständlich verhalten habe. Ich muss dazu sagen, dass ich mit ihm vorher am Telefon mindestens eine halbe Stunde darüber diskutiert habe, dass ich dabei sein will.

    Er sagte nämlich, dass das größte Problem immer die Besitzer sind, die das Pferd im Zweifel unruhig machen, weil sie der Situation nicht gewachsen sind und ihre Emotionen nicht im Griff haben. Genau die Pferde dieser Besitzer sind es dann, die Probleme bereiten. Wobei es sicher auch das ein oder andere Pferd gibt was aus anderen gründen Probleme machen kann. Aber, so sagte er, würde er dann vorab immer alles versuchen, dass Pferd zu beruhigen. Was ich ihm auch uneingeschränkt abnehme, da er bei uns in der Gegend einen sehr guten ruf hat.

    Diskussion hin oder her, jeder muss für sich wissen wie er handelt. Ich würde immer wieder – wenn das Pferd stressfrei transportfähig ist – immer wieder den Schlachter wählen. Und das, obwohl ich bereits ein Pferd habe einschläfern lassen müssen und bei anderen dabei war. Oder ber, vielleicht auch gerade deshalb.
    Und das hat rein garnichts damit zu tun, dass es evtl. noch ein paar Euro dafür gibt.

    Bevor man beides nicht selbst hat mitmachen müssen, sollte man daher nicht urteilen und schon garkeine Panikmache betreiben!

  • GidranX GidranX sagt:

    ich hab geschrieben, nach zwei Herzschlägen war der Großteil Blut aus dem Pferd gepumpt.

    und hast das Wörtchen „Ende.“ dahinter gesetzt.

    Panikmache.. ?( Ich würde eher sagen, die die den Bolzenschuss favorisieren, reden sich da schön was schön.. 😀 Als Quintessenz kann man diesen Dissertationen klipp und klar entnehmen, dass es eben überhaupt nicht so einfach und „mal eben“ zu erledigen ist, damit es auch so funktioniert wie es gedacht ist, als Betäubung damit das Pferd nix vom sterben mitbekommt. Aber ist klar, ihr habt natürlich alle DEN einzigst erfahrenen und weltbesten Metzger an der Hand.. 😉
    Und wenn ich lese, die Pferde konnten auch nix riechen, weil so schön sauber da – dann muss ich erst recht lachen, weil ein derartiges Wendy-Gerede so gar nicht zu Dir passt. Als wenn Du nicht wüsstest wie gut Pferdenasen funktionieren.

    Und was nutzt es dem Pferd wenn es vorher noch einen Blumenkranz vom Metzger gebunden bekommt, wenn der Bolzenschuss – also die Betäubung – nicht richtig sitzt? Und das noch nichtmal wirklich abschließend und definitiv beurteilt werden kann. Zumal auch das den Dissertationen zu entnehmen ist, das nichts so ist wie es aussieht. Die Tiere können schlecht anschließend darüber sprechen, was sie tatsächlich bemerkt und noch empfunden haben. Nur weil sie sich vielleicht nicht mehr bemerkbar machen konnten.
    Zumindes DAS hat eine Narkose/Betäubung durch entsprechendes Medikament dem Bolzenschuss voraus. Es haben genügend Menschen damit Erfahrungen gemacht und konnten/können darüber sprechen.. :ja: Also sprich DU nicht davon, dass man erst urteilen sollte, wenn man genügend Erfahrungen gemacht hat. Ich vermute, dass Du Dich noch nicht von einem Bolzen hast betäuben lassen.
    Für mein Pferd käme nie und nimmer eine Betäubung auf diese Art und Weise in Frage! Welchen Tod es dann anschließend angenehmer stirbt, ob durch ausbluten oder Herzversagen oder was auch immer ist schließlich nochmal ein zweites Thema.

  • Avatar Legolas sagt:

    Sorry, aber ich sehe das auch etwas als Panikmache, es kann hier und da was schief gehen, siehe den Beitrag von Gitana.

    Für mich persönlich kommt nur das einschläfern und Frage, aber deshalb verteufele ich nicht das Töten durch ausbluten nach dem Bolzenschuss …Rest edit.

  • Avatar Castellano sagt:

    Am Ende muss es jeder für sich alleine entscheiden, welchen Weg sein Pferd gegen soll. Schön u leicht ist keine Art der Nottötung.

  • Avatar E.v.A. sagt:

    ja, nun, dazu kann ich dann auch eine Erfahrung beitragen. Bei meiner Bandscheiben-OP sollte für die Narkose ein anderer Zugang gelegt werden. Da ich ganz schlechte Venen hab, sagte der Anästesist, er legt mir den neuen Zugang, wenn ich durch die Vorabmedikation weggedümpelt bin. Ich vermute dadurch war ich kurzfristig mit dem Narkosemittel unterversorgt und bin ganz kurz noch mal zu Bewußtsein gekommen, bevor die OP los ging. Ich konnte mich allerdings nicht mehr rühren und auch meine Atmung funktionierte nciht mehr eigenständig – ich hatte schon den Tubus drin. Tatsächlich waren das wohl nur Sekündchen, in denen ich reglos in Panik noch bei Bewußtsein war, aber noch alles gespürt habe, was mit mir passiert ist, aber die Panik war riesengroß. Wenn es dem Pferd ebenso geht, ist vermutlich die Adrenalinausschüttung beim schlachten das geringere Übel.

    Ist die Narkose richtig gelegt, der Bolzenschuß korrekt gesetzt, dann sollte das Pferd idealerweise in beiden Fällen nichts mehr mitbekommen.

    Wie auch immer, ich habe beides mehrfach erlebt, glücklicherweise immer gekonnt, wobei ich den Metzger halt immer daheim hatte.
    Ob es für mein letztes Pferd vermehrt Stress war, in die Klinik gefahren zu werden, kann ich auch nicht sagen. Er war jedenfalls deutlich ruhiger als ich und der Komfort der Ablegebox im Vergleich zu einem Stück Asphalt an der Strasse wars mir im Endeffekt wert.

  • schwarztier schwarztier sagt:

    Meines Wissens ist nur bei T61 eine Narkose nötig, bei Eutha77 wird sofort gespritzt (es sei denn der Pferdhalter „brauch“ die Sedierung vorneweg).

    Es dauert gefühlt den Bruchteil einer Sekunde ab gesetzter Spritze bis das Pferd umschlägt wie ein gefällter Baum. Schon während das Pferd noch stand waren die Augen schon tot.

    Habe ich zwei mal miterlebt und fand es sehr „friedlich“ zum Schlachten kann ich nix sagen.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    GidranX, da schlimmste am ganzen sind nur DIE Leute die den richtigen Zeitpunkt verpassen zu handeln!

  • Avatar Tibatong sagt:

    Ich habe in meiner aktiven Zeit in der Tierklinik für ca. 1000 Pferde die Narkose betreut, inklusive Ablegen.

    Für mich gibt es zwei Wege, die in Frage kämen:

    1. Saubere Sedation und Ablegen in einer Tierklinik, mit genügend Zeit, wie für eine OP, danach T61, lieber Eutha…
    2. satt sedieren und danach Bolzenschuß durch einen erfahrenen Schlachter und ausbluten (so haben wir es mit meinem alten Westfalen gemacht).

    Ich habe bisher mehr blöde Situationen beim Einschläfern gesehen als beim Bolzenschuß, was aber sicher auch daran lag, dass man sich einfach nicht genügend Zeit genommen hat, bzw. nicht vorher sediert oder abgelegt hat. Und T61 (was damals Standard war) ist eben ein Atemgift, d.h. die Pferde ersticken und leider kriegen sie das in ihren letzten Atemzügen dann auch gerne mit und kämpfen entsprechend ;(

    Glücklicherweise sind mittlerweile sowohl die Besitzer als auch die TÄ etwas sensibler geworden und handeln mehr im Sinne des Pferdes, indem sie eben vorher „normal“ ablegen….

  • Avatar Aragon sagt:

    GidranX: Was gehst du denn jetzt so ab?

    Jeder hat halt seine Erfahrungen. Beim Bolzenschuss ist das Pferd nicht nur betäubt, also nicht in dem Sinne „sediert, aber noch halb bei Bewusstsein“, sondern komplett ausgeknockt. Das kriegt nichts mehr mit! Und dass der Bolzen daneben geht, habe ich noch niemalsnicht gehört, bei keinem der Fälle, die ich kenne.

    Andererseits ist beim Einschläfern halt immer dieser Moment, wo das Pferd nach der Betäubungsspritze umfällt, den ich so kritisch finde. DAS bekommt es ja durchaus mit, dass es sich nicht mehr auf den Beinen halten kann, und das ist für das Fluchttier Pferd sicherlich ein sch***-Gefühl. Das würde ich eben gern umgehen.

  • Avatar ambra sagt:

    GidranX, da schlimmste am ganzen sind nur DIE Leute die den richtigen Zeitpunkt verpassen zu handeln!

    Danke!

    da möchte ich lieber DEN einen Tag zu früh gehen lassen, als den Tag zu spät.

    So wie ich gerne ohne grosses Leiden gehen möchte und auch nicht nach langer Krankheit, so wünsche ich mir das auch für meine Tiere. Und schätzungsweise wird die zu späte Tötung in 99% der Fälle nicht durch die „Tierliebe“ ausgelöst, sondern durch Egoismus, weil man SEIN Tier nicht gehen lassen möchte.
    Ich möchte meine Tiere auch nicht verlieren! Aber den Entschluss bei Hoffnungslosigkeit und Schmerz die Reissleine schnell zu ziehen, den habe ich getroffen.
    Und sollte ich zu verblendet sein, so habe ich liebe Menschen, die wie ich denken und mir dann den Kopf waschen werden.

  • GidranX GidranX sagt:

    Für mich gibt es zwei Wege, die in Frage kämen:

    1. Saubere Sedation und Ablegen in einer Tierklinik, mit genügend Zeit, wie für eine OP, danach T61, lieber Eutha…
    2. satt sedieren und danach Bolzenschuß durch einen erfahrenen Schlachter und ausbluten (so haben wir es mit meinem alten Westfalen gemacht).

    so sehe ich das ebenfalls. Bis auf Tierklinik und T61. Tierklinik muss nicht sein, zu Hause geht auch, wenn entsprechende örtliche Gegebenheiten vorhanden. T61 käme nicht in Frage.

  • Avatar Valioso sagt:

    Ich habe dies hier im Netz gefunden:
    Als das Mittel zur Euthanasie sollte möglichst ausschließlich eine starke Überdosis an Pentobarbital eingesetzt werden – also einem Schlaf-/Narkosemittel.

    Das am meisten eingesetzte Mittel ist EUTHA 77 bzw. mittlerweile Esconarkon und Release.

    Andere Mittel als Pentobarbitale sind nach unserem aktuellen Kentnisstand (8/2004) strikt abzulehnen, wobei an erster Stelle das T 61 (ohne Narkose) zu nennen wäre. Es gibt sehr viele schreckliche Berichte von grausamsten „Hinrichtungen“, die allesamt auf den Einsatz von T61 zurückzuführen sind. Ob dies jeweils an der Inkompetenz der Tierärze lag, kann nicht nicht beurteilt werden. Es steht jedoch fest, daß in allen uns bekannten Fällen T61 im Spiel war.

    Berichte darüber, daß eine humane Tötung mit Eutha 77 schweren Komplikationen ablief, konnte in keinem einzigen Fall belegt werden und stellte sich entweder als Verwechslung heraus oder es war eine bewußte Falschaussage, um das finanziell einträglichere Schlachten zu rechtfertigen.

    Im Gegenteil: Von Fachtierärzten, die Eutha 77 oder Esconarkon einsetzen, wird immer wieder glaubhaft versichert, daß es noch nie in ihrer Laufbahn mit hunderten oder sogar tausenden Euthanasien zu größeren Komplikationen gekommen ist.

    Selbst wenn der Tierarzt eine deutlich zu geringe Dosis Pentobarbital verwendet hat, muß lediglich nachgespritzt werden. Die furchtbaren Ereignisse, wenn T61 unterdosiert eingesetzt wird, bleiben aus.

    Wirkungsweise

    Eutha 77 / Esconarkon

    Die Euthanasie mit Eutha 77 / Esconarkon ist eine Überdosierung mit dem stark narkotisierenden Wirkstoff Pentobarbital.

    Innerhalb weniger Sekunden wir das Pferd so müde, daß es sich nicht mehr auf den Beinen halten kann und schläft ein. Kurze Zeit später hört das Herz auf zu schlagen.

    Jeder Mensch kennt den Effekt der völligen Übermüdung – er ist absolut Schmerzlos und sogar angenehm, wenn man dann einschlafen kann.

    T61

    T61 ist ein muskellähmender Giftcocktail mit betäubenden Komponenten. Der Tod findet durch Lähmung der Atemmuskulaur statt

    Nach den uns vorliegenden Berichten, findet grundsätzlich ein Todeskampf statt – manchmal ein kurzer, kaum wahrnehmbarer aber nicht nur in Einzelfällen ein bis zu anderthalb Stunden dauernder grausamer Todeskampf, bei dem das Pferd gegen die Muskellähmung. Man kann sich dies mit einem nahezu endlosen Erstickungs- und Herzinfarktstod recht plastisch vorstellen.

    Ein weiteres Problem bei T61 ist, daß es bei Injektion ein starkes Brennen verursacht, was der Hersteller mit einem Lokalanästhetikum zu kompensieren versucht – aber oft nicht gelingt. Ob dies ebenfalls ausschließlich auf die nicht fachgerechte Anwendung zurückzuführen ist, kann ebenfalls nicht beurteilt werden.

    Fakt ist jedoch, daß sich viele Tiere beim Spritzen mit aller Gewalt wegen des Brennens wehren, was zur Folge hat, daß nicht die erforderliche Dosis verabreicht wird. Die Tiere lassen eine weitere Injektion dann meist nicht mehr zu.
    ——- Zitat Ende

    Ich habe in den letzten Jahren einige Pferde „begleitet“. Sowohl auf die eine als auch auf die andere Weise. Das Einschläfern mit Eutha 77 ging immer schnell und komplikationslos. Als wir noch im Münsterland lebten gab es in der Umgebung einen Schlachter der vorbeikam und vor Ort das Tier erlöste. Mit beiden Methoden habe ich ausschließlich gute Erfahrungen gemacht.
    Die einzig schlechte Erfahrung war vor 18 Jahren als eine alte Stute in dem Pensionsstall wo wir die Pferde einstehen hatten mit T61 eingeschläfert werden sollte. Das war alles andere als schön ….

  • Avatar Andrea S sagt:

    Gabi, ich frage mich auch allen Ernstes, warum Du gerade so aufgebracht bist :rolleyes:

    Und wenn ich lese, die Pferde konnten auch nix riechen, weil so schön sauber da – dann muss ich erst recht lachen, weil ein derartiges Wendy-Gerede so gar nicht zu Dir passt. Als wenn Du nicht wüsstest wie gut Pferdenasen funktionieren.

    Damit war wohl ich gemeint? Warst Du mal bei einem Pferdemetzger und hast Dir das angeschaut? Mach das mal, das hilft sicher Vorurteile zu revidieren!
    Der von mir als gut empfundene Pferdemetzger ist ein echter Pferdemann. Pferde werden dort nur nach Termin angenommen und die sind penibelst einzuhalten.
    Der Hof ist sauber, seine eigenen Pferde stehen hinten auf dem Hof in ihren Paddocks.
    Vor Entgegennahme der Pferde duschen sich die Mitarbeiter und ziehen sich komplett um! Die Halle ist so supersauber und gereinigt, wenn ich sage es riecht offentlichtlich nichts, dann tut es das auch nicht. Die Pferde bertreten vertrauensvoll die Halle. Würden sie dort Gefahr wittern, wäre dies sicher nicht der Fall! Von daher…. nix Wendy. Wie es anderswo aussieht, weiß ich aber nicht.

    Und was nutzt es dem Pferd wenn es vorher noch einen Blumenkranz vom Metzger gebunden bekommt, wenn der Bolzenschuss – also die Betäubung – nicht richtig sitzt? Und das noch nichtmal wirklich abschließend und definitiv beurteilt werden kann.

    Gegenfrage. was nützt das Verteufeln gut gesetzter Bolzenschüsse, die Wahl der Euthanasie und Dein Pferd hat 1. Probleme bei der intravenösen Verabreichung von Medikamenten, 2. wehrt sich gegen die Betäubung und 3. kann aus diversen Gründen nicht fachgerecht abgelegt werden und bricht sich vorher noch die Knochen und kämpft?
    Diese Schauspiele gibt es leider auch zur Genüge, nur klingt der Begriff „Einschläfern“ immer so schön blumig und harmonisch… :wacko:
    Letztendlich ist es doch so, dass, wenn beides gut gemacht ist und die Pferde in beiden Fällen unproblematisch reagieren, beide Versionen akzeptabel sind. Dennoch, für mich bleibt Schlachter die 1. Wahl, der Tod ist in jedem Fall der Schnellere. :nix:

    letztendlich ist es aber wie Merlijn sagt, wichtig ist es, den richtigen Zeitpunkt zu wählen und ans Pferd zu denken und nicht an den eigenen Verlust, der das Ganze immer wieder hinausschieben lässt.

  • Avatar Aragon sagt:

    Ja, das ist auch so ein Problem – meine Shettystute (mittlerweile 27 Jahre) rastet beim IV-Spritzen regelrecht aus, sie hat schon einen Tierarzt K.O. geschlagen (!!!) und sicher 50 IV-Nadeln verbogen, weil sie den reinsten Veitstanz aufführt. Die hat damit wirklich mega-Stress und ich hoffe, dass ich sie nicht mal irgendwann einschläfern lassen muss, denn das geht sicherlich NICHT friedlich über die Bühne …

  • schwarztier schwarztier sagt:

    Andrea: ich habe mal Pferdehaare von einem Schlachter bezogen, der hatte auch einen guten Ruf. Mein Pferd hätte ich trotzdem dort nicht hinbringen wollen, die Atmosphäre entspricht etwa der einer sauberen TA-Praxis und das findet mein Pferd nur mittelmäßig lustig.

    Klar sind die dort kaum angekommen und schon tot, aber die Aktion mit Einschläfern auf der Weide, bzw Paddock war so entspannt, weil die Pferde sich gut spritzen ließen und eher eine Impfung erwarteten als irgendwas gruseliges.

    Ich glaube mit der Vornarkose dauert es wohl länger bis das Euthanasiemittel wirkt, dh es ist nicht der Tod im Bruchteil einer Sekunde, sondern für den Besitzer etwas humaner, weil sich das Pferd erst mal ablegt und dann „einschläft“
    Exit benutzt übrigens auch Pentobarbital, wenn das regelmäßig Horrorszenen hervorrufen würde, würden sie es vermutlich nicht nutzen.

    Da ich beim letzten Gang mit dabei sein möchte, ist das Einschläfern für mich zudem auch das nervenschonendste.

  • Avatar Granado sagt:

    Für mich gibt es zwei Wege, die in Frage kämen:

    1. Saubere Sedation und Ablegen in einer Tierklinik, mit genügend Zeit, wie für eine OP, danach T61, lieber Eutha…
    2. satt sedieren und danach Bolzenschuß durch einen erfahrenen Schlachter und ausbluten (so haben wir es mit meinem alten Westfalen gemacht).

    so sehe ich das ebenfalls. Bis auf Tierklinik und T61. Tierklinik muss nicht sein, zu Hause geht auch, wenn entsprechende örtliche Gegebenheiten vorhanden. T61 käme nicht in Frage.

    genau so sehe ich das auch.
    ich habe granado mit eutha 77 einschläfern lassen.
    kostet allerdingst auch mehr als t 61 und die menge ist eine größere.

    Die Euthanasie mit Eutha 77 / Esconarkon ist eine Überdosierung mit dem stark narkotisierenden Wirkstoff Pentobarbital.

    Innerhalb weniger Sekunden wir das Pferd so müde, daß es sich nicht mehr auf den Beinen halten kann und schläft ein. Kurze Zeit später hört das Herz auf zu schlagen.

    genau so ist es, es spürt absolut NULL.
    wer schonmal eine schlaftablette genommen hat, weiss dass es ein angenehmes gefühl der müdigkeit ist.
    pentobarbital ist ein medikament, was früher als schlaftablette verkauft wurde.
    in der humanmedizin ist es vom markt, es gibt neuere und modernere medikamente.
    aber zb. bei exit in der schweiz wird es noch verwendet, um sterbehilfe beim menschen zu leisten.
    auch da ist es seit jahren erprobt, die menschen werden begleitet, es findet kein todeskampf statt.

  • Avatar La Jaca sagt:

    bei kleintieren ist T61 auch sehr verschrieen.

    Aber ein pferd, was medikamentös eingeschläfert werden muss und Angst vor dem tierarzt oder Spritzen hat, das weiß man doch meist vorher, oder? Bzw wenn es eben die Situation erfordert. Warum gibt man dann nicht vorher ein LMAA-Zeug, was es, wie ich hier lernen durfte, auch für Pferde ins Fressen gibt? Statt es in einen kampf ausarten zu lassen, wo „zig Spritzen verbogen“ werden oder es dreibeinig wegläuft oder was man hier alles las.

  • Avatar Aragon sagt:

    … hm, weil es halt dann doch meist plötzlich und unerwartet passiert?

    Keine Ahnung, ob man z.. vorher Sedalin verfüttern könnte oder ob dann das Tötungsmittel nicht mehr richtig wirkt?

  • GidranX GidranX sagt:

    Und ICH sehe es einfach so, dass es für mich einen großen Unterschied macht – wenn es schon daneben geht – ob mein Pferd sich gegen eine Betäubung wehrt, die durch einen kleinen Nadelpieks verabreicht wurde oder gegen einen 8 cm Stahlbolzen der ihm in den Kopf geschlagen wurde.

  • Avatar Granado sagt:

    Keine Ahnung, ob man z.. vorher Sedalin verfüttern könnte oder ob dann das Tötungsmittel nicht mehr richtig wirkt?

    kann man ohne probleme.

  • Avatar Aragon sagt:

    Gidran: Den Stahlbolzen spürt es doch vorher nicht in unangenehmer Weise?!

    Granado: Danke, gut zu wissen!!!!

  • GidranX GidranX sagt:

    Gidran: Den Stahlbolzen spürt es doch vorher nicht in unangenehmer Weise?!

    Darum geht es mir nicht. Wenn irgendwas nicht funktioniert wie es soll, dann bitte nicht weil meinem Pferd ein Stahlnagel ungünstig in den Kopf getrieben wurde.. Ich weiss nun mal aus eigener Erfahrung definitiv, dass eine Spritze zu setzen keine tatsächliche Quälerei bedeutet, so schlecht kann man die gar nicht ansetzen – Angst davor hin oder her. Was genau wissen denn die Bolzenschussbefürworter so genau aus eigener Erfahrung ?( :denk:

  • Avatar maurits sagt:

    Danke, Gidran 😉

  • Avatar Shezarade sagt:

    :cursing:

    Ihr seid gruselig. Ich wollte mit meinem Rat eigentlich keine Tötungsdiskusion auslösen.
    Ich wollte Kingslara nur warnen, was mit ihrem Pferd passieren kann, wenn sie es auch ihren Händen gibt.

    Ich hoffe wirklich, dass sie die Option nutzt das Pferd zu behalten und kostengünstiger einzustellen.

    Vielleicht kann ich auch eine kleine Hoffnung mitgeben.

    Mein Dino hatte immer mal gute und schlechte Phasen. Wir haben schnell herausgefunden, dass es ihm am besten im Offenstall und auf der Ganztagsweide geht. Nachdem er 6 Jahre komplett weggestellt war, hab ich eine TA gefunden, die eine mobile Lasertherapie anbietet. Diese wurde im Frühjahr bei Dino durchgeführt… seit dieser Therapie kann Dino vorsichtig wieder ein bisschen was machen und er freut sich ein Loch in den Bauch, wenn ich mit ihm in Maßen arbeite. Er läuft nicht wie ein dreijähriger aber ziemlich gut für einen 22jährigen. Er liebt das Gelände und ich muss ihn manchmal ganz schön bremsen.

    @Kingslara
    Vielleicht hilft sich die Natur auch teilweise, wenn man ihr die Zeit dazu lässt bzw. findet ihr mit der Zeit einen Weg, der Deinem Pferd ein bisschen „Bewegung“ ohne Schmerzen ermöglicht. Gib Dein Pferd nicht vorschnell auf.

    Hoffentlich kann ich heute noch schlafen…ich hab die bösesten Bilder im Kopf… :flucht:

    LG
    Sheza

  • anchy anchy sagt:

    Gidrans Ansichten sind auch meine und ich habe mich auch sehr lange und intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt unter anderem auch mitverschiedenen TA darüber gesprochen. Gefühle wie Angst, Panik sind unter Vollnarkose unmöglich, mit Betäubung durch den Bolzenschuß immer eine mögliche schlimme Variante. Ich kenne die Studien, die Gidran verlinkt hat und noch andere.
    Schönreden sollte man sich hier NICHTS!

    Mein Pferd-so sehe ich das- hat ein Recht darauf- in gewohnter Umgebung sterben zu dürfen.
    Ich habe die Verpflichtung mich den Unanehmlichkeiten , Entsorgung , Zahlen statt Gewinn zu stellen. Als letzten Dienst für all die guten Jahre.

    Anchy

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Gidran, Du bist an Theatralik nicht zu überbieten, fast wie immer 😉

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Danke, Gidran 😉

    Ist immerhin auch kein Pferd mehr zurückgekommen um zu berichten, wie panische Gedanken hochgekommen sind, als es durch äussere Einflüsse zu Boden gezwungen wurde und es sich als Fluchttier nicht dagegen wehren konnte.

    Diejenigen Pferde, die nur in Narkose gelegt wurden um operiert zu werden, die kommen ja wieder und vergessens wieder.

    Um mich mal der gleichen Dramatik und Theatralik zu bedienen :doh:

  • GidranX GidranX sagt:

    Gidran, Du bist an Theatralik nicht zu überbieten, fast wie immer 😉

    :bite: 😀

    Den Rest habe ich jetzt nicht verstanden, also das mit dem nicht wiederkommen und dann doch, aber vergessen haben.. :denk:

  • Avatar Fluppel sagt:

    Diese furchtbare Unzumutbarkeit der Narkose einem Fluchttier gegenüber, verstehe ich jetzt auch nicht.
    Ich habe schon ein Pferd operieren lassen in Vollnarkose, eines in tiefer Sedierung ins MRT gestellt und in Vollnarkose operieren lassen, ich lasse alle Pferde bei jedem Zähnemachen sedieren – und plötzlich ist das nahezu Tierquälerei?
    Meine kleine Zora bekam eine leichte Sedierung, eine tiefe Sedierung (da wurde sie abgelegt) und dann kam die Überdosis Narkosemittel. Sie war Meisterin darin Sedierungen wegzuschalten, beim MRT waren sie fassungslos nachher: normalerweise bräuchten sie bei einem großen, schweren Warmblut (das war meine Zora ja nicht) 3,5ml des Narkosemittels für die tiefe Sedierung, bei Una hätten sie bei 7,0ml mal leicht gemerkt, dass sie bisschen was bekommen hätte…Die Enddosis weiß ich gar nicht mehr, entweder über 10 oder über 12ml. Die konnte das wegdrücken, unglaublich. Das war immer so und damit mussten wir klarkommen. Der Tod an sich war trotzdem absolut friedlich, sie schlief da schon und ich bin mir sicher zu wissen, wann das Narkosemittel das Herz erreichte und die Lichter ausgingen.

    Sie nochmal wegzufahren und einem Fremden anzuvertrauen, wäre für mich nicht in Frage gekommen, auch die Todesart an sich nicht, denn ich stimme Gidran zu, erst Recht nach mehreren Gesprächen mit jemanden, der den Bolzenschuss“tod“ sehr gut kennt.

    Muss jeder selber für sich entscheiden, es gab darüber aber schon einen ausführlichen Thread, ich weiß nicht ganz warum das jetzt nochmal sein muss.

    @castellano: auch wenn es nicht um die wenigen 100 Euro Schlachtpreis geht, die Tatsache, dass die Eutanasie selber nochmal einiges kosten kann, summiert den „Gewinn“ bei der Schlachtung doch erheblich. Genau deswegen wurde gerade der 6-Jährige meiner Bekannten noch halb durch Deutschland gekarrt. :kotz:

  • Avatar Andrea S sagt:

    Ja, das ist auch so ein Problem – meine Shettystute (mittlerweile 27 Jahre) rastet beim IV-Spritzen regelrecht aus, sie hat schon einen Tierarzt K.O. geschlagen (!!!) und sicher 50 IV-Nadeln verbogen, weil sie den reinsten Veitstanz aufführt. Die hat damit wirklich mega-Stress und ich hoffe, dass ich sie nicht mal irgendwann einschläfern lassen muss, denn das geht sicherlich NICHT friedlich über die Bühne …

    Aragon, so ein Pferd habe ich auch hier. Die bringt jeden TA um, der auch nur gedenkt bei ihr mit den Fingern eine Vene zu ertasten. Sowas ist kein Spaß :no: Und sie kam schon so bei mir an, üben brachte nihts, denn die erkennt sehr wohl den Ernst der Lage oder ob es nur üben ist. Sehr übel. Wir mussten ihr mal Blut abnehmen. War nicht schön, Pferd mit Longen an Pfähle und Boxenwand gefesselt und mit 4 Mann irgendwie versucht noch zu bändigen… Hatte übrigens vor einigen Wochen Dank netter Dorfmitbewohner eine Kolik. Ich bin die ganze Nacht gewandert und habe alles getan was mir möglich war und ich danke dem lieben Gott dafür, dass sie es so – mit Einsatz aller Möglichkeiten geschafft hat :ja:
    Sowas ist kein Spaß wenn ein auf iv gesetzte Spritzen hysterisch reagierendendes Pferd loslegt, unkoordiniert steigt, schlägt, sich hinwirft und den Menschen attackiert. Die Dame geht aber nett auf den Hänger und liebt es sich von allen und jedem am Kopf betatschen zu lassen. Man darf mal raten was ich täte, selbst wenn ich eher fürs Einschläfern wäre!

    Einer meiner TAs hat übrigens vor Jahren mal die leidviolle Erfahrung mit so einem Tier machen müssen.
    Eine Bekannte von mir arbeitet in der Notaufnahme des KHs, in das er eingeliefert wurde. Dort wo das Gesicht sein sollte, war nichts mehr 🙁
    er praktiziert heute wieder und die Gesichtschirugie hat wirklich eine beachtenswerte Arbeit geleistet. Die Spuren sind jedoch unverkennbar.

    Nochmal, jeder sollte die Variante wählen, die er vertreten kann und für richtig hält! Nur, etwas zu verteufeln ist hier sicher falsch. Unschön ausgehen kann es in beiden Fällen und ich möchte beide Fälle nicht erleben. Nur, Einschläfern hier als Nadelpieks im Garten Eden und sanft schlummert das Pony dahin darzustellen, das ist mir ehrlich gesagt zuviel Wendy. :nix: Vor allem macht es mir Angst.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Fluppel, ich glaube jetzt verstehst Du hier etwas falsch.

    Ich wollte hier nur aufzeigen, dass man umgekehrt die Argumentation genauso reisserisch machen kann.

    Ich bin nicht für oder wider die eine oder andere Methode.

    Beide haben ihre Berechtigung und man muss auch die Gegenheiten einfliessen lassen und im richtigen Moment entscheiden.

    Selbstverständlich beide – wie breits erwähnt – schnell und sauber ausgeführt von versiertem und erfahrenen Fachleuten, ausgeführt in einer adäquaten Umgebung.

    Das ist die Grundvoraussetzung. Nur das alleine.

    @ Andea S.
    Horisberger bei uns im Bernbiet hat genau den gleichen Ruf wie den Metzger den Du beschrieben hast.
    Das finale Ende ist immer unter Voranmeldung.
    Wobei er in dringenden Fällen auch schon mal am Sonntag Zeit einrichtete.
    Er ist selber auch Rösseler und soll sehr einfühlsam sein.

  • Avatar maurits sagt:

    auch die Todesart an sich nicht, denn ich stimme Gidran zu, erst Recht nach mehreren Gesprächen mit jemanden, der den Bolzenschuss“tod“ sehr gut kennt.

    Muss jeder selber für sich entscheiden, es gab darüber aber schon einen ausführlichen Thread, ich weiß nicht ganz warum das jetzt nochmal sein muss.

    genau, Fluppel, und nicht jeder hat jemanden an der Seite, der die Geschichte mit dem Bolzenschuss kennt, aber ich, und auch Du, wie mir scheint, und daher gehe ich da mit Gidran konform und bin dann gern auch „hysterisch“.

    Der ausführliche Thread befasste sich unter anderem mit diesen Aussagen, und anscheinend ist da nichts angekommen, denn es kann anscheinend nicht sein was nicht sein darf.

    Der Zeitpunkt, wann was zu tun ist, ist eine ganz andere Diskussionsebene.

    lg :hug:
    maurits

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Okeh Maurits, Du, Fluppel und Gidran ihr besitzt den Stein der Weisen und alle andern sind Tierquäler, das ist doch die Aussage jetzt:ja:

    Ich begreife übrigens auch, warum viele Tierärzte nicht einschläfern wollen, wenn ein Pferd nur irgendwie noch laufen oder dahinvegetieren kann.
    Und es wird gespritzt und Pülverchen verschrieben was das Zeug hält, haupsäche Opa kann noch über die Wiese humpeln und Mutti muss sich nicht mit dem Tod beschäftigen.

    Weil Tierärzte sind ausgebildet um Leben zu erhalten und nicht zu beenden, also schon rein diese Tätigkeit ist nicht ubedingt die Kernkompetenz ihres Berufes. Oder direkt gesagt, denen stinkts gewaltig, tagtäglich Totengräber spielen zu müssen.

    Insofern sehe ich in der Tat eher den Pferdemetzger als den Erlöser vieler Leiden.

    Stellt Euch vor, die Tierärzte müssten all diese Pferde erlösen, die würden sich bedanken.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    genau, Fluppel, und nicht jeder hat jemanden an der Seite, der die Geschichte mit dem Bolzenschuss kennt, aber ich, und auch Du, wie mir scheint, und daher gehe ich da mit Gidran konform und bin dann gern auch „hysterisch“. Der ausführliche Thread befasste sich unter anderem mit diesen Aussagen, und anscheinend ist da nichts angekommen, denn es kann anscheinend nicht sein was nicht sein darf.

    Vielleicht müsstest Du fairerweise anfügen, dass die Aussagen „Deines Kenners mit dem Bolzenschuss“, die Aussagen eines langjährigen, traumatisieren Grosschlachthof-Angestellten mit Albträumen sind. Und sorry ich verwahre mich ausdrücklich dagegen, dass bei mir „nichts ankommt“ :rolleyes: , weil wir hier – zumindest ich – nicht von Grosschlachthöfen sprechen. Und da ich gerne Hysterie vermeide, vielleicht hier noch einen sachlichen und objektiven Artikel zu diesem Thema. http://www.reiterrevue.de/r30/vc_content/bilder/firma442/Ausbildung/012_015_brennpunkt_0209.pdf Ich begreife in drei Teufels Namen nicht, warum man nicht sachlich über dieses Thema reden kann.

  • Avatar Castellano sagt:

    Ich verstehe es auch nicht, das ist doch, ein für Tierhalter, ganz greifbares Thema, über das man sich zu jeder Zeit Gedanken machen sollte, damit es im Falle des Falles schnell u sauber über die Bühne geht. Dabei sollte man die Art der Tötung dann von eigenen Erfahrungen/Wünschen, Oertlichen Gegebenheiten, Art der Verletzung/Krankheit und auch den Marotten des Pferdes/Tieres anhängig machen.

    Wie gesagt, ich habe jahrelange/lebenslange Erfahrung mit Bolzenschuss u wünsche mir das für meine Pferde (keinesfalls aus Geldgründen, sondern aus Überzeugung). Einschlaefern hatte ich bei Pferden nicht so oft, aber alleine das Drama mit dem Beinbruchpatienten, der sich dabei noch mehr Knochen gebrochen hat u Kämpfte, brauche ich nicht noch mal.

    Auch das Einschläfern von meinem Hund letztes Jahr war nicht sooo schön. Der Hund war von Natur aus sehr ruhig, lag schon bei der Beruhigungs/Narkosespritze. Alles lief ganz ruhig/langsam Zuhause in gewohnter Umgebung ab. Er vertrug die Narkose oder das Einsvhlaeferungsmittel (ich weiß es nicht mehr genau) nicht, wuergte u uebergab sich obwohl Er schon lange lag u tief haette schlafen musste. Er hatte auch starke Krämpfe, obwohl wir selbstverständlich nicht das überholte Mittel zum Einschläfern spritzten, sondern Euthna77.

    Jetzt gibt es ja für Hunde nicht wirklich einen anderen Weg, aber mir persoenlich ist der Bolzenschuss einfach lieber.

  • Avatar tadei sagt:

    Weil Tierärzte sind ausgebildet um Leben zu erhalten und nicht zu beenden, also schon rein diese Tätigkeit ist nicht ubedingt die Kernkompetenz ihres Berufes. Oder direkt gesagt, denen stinkts gewaltig, tagtäglich Totengräber spielen zu müssen.

    Aber jedem, der Tiermedizin studiert, ist doch bewusst, dass es zu diesem Beruf dazugehört, ein altes und/oder krankes, leidendes Tier zu erlösen. Aus genau diesem Grund hab ich dann doch etwas anderes studiert (auch ganz schön Wendy-mäßig, ich weiss :rolleyes: )

    Das Pferd von meinem Vater musste vor 20 Jahren auch eingeschläfert werden, es war nicht mehr transportfähig. Es musste stundenlang um den Tod ringen. Mein Vater kniete verzweifelt neben seinem Pferd, bei dessen Geburt er dabei war und das ihn fast 20 Jahre begleitete und konnte nichts tun. Furchtbar ;( Seitdem betritt er Pferdeställe nur noch höchst ungern.
    Der Tierarzt versagte in diesem Fall auf ganzer Linie. Es war später Abend. Nachdem er die erste Spritze gesetzt hatte, ging er vom Hof. Nach einer halben Stunde rief mein Vater an, das Pferd röchelt immer noch. Ta kam wieder… Das Ganze wiederholte sich noch zweimal. Der Ta hätte ein anderes Medikament oder zumindest eine höhere Dosis spritzen müssen und er hätte dabeibleiben müssen.

    Trotz dieser schlimmen Erfahrung würde ich mein Pferd einschläfern lassen. Von dem richtigen TA und dem richtigen Medikament.
    Die Hauptsache für mich ist, dass es für das Pferd unbemerkt von Statten geht. Hier in der Gegend gibt es nur größere Schlachtbetriebe. Das möchte ich meinem Pferd nicht antun. Genausowenig wie eine Fahrt. Was den Bolzenschuss angeht unterschreibe ich bei Gidran und Mau.

    LG

  • Avatar maurits sagt:

    Der der mir die Geschichte über Bolzenschuss erzählt hat, ist weder jahrelang dort beschäftigt gewesen, noch in irgendeiner Form traumatisiert.
    Sondern realistisch und auf dem Boden geblieben. Er hatte sein ganzes Leben bis auf einen Hund früher nicht mal Tiere, ist dahingehend eher unsentimental und weit entfernt von irgendwelchen „Wendy-Gedanken“.
    Der Betrieb in dem er gearbeitet hat, war früher, vor über 30 Jahren(heute vermutlich nicht mehr) ein Vorzeigebetrieb, was Tierschutz und korrekter Umgang mit dem Tier angeht, jeder, der auch nur in irgendeiner Form ein Tier krumm anfasste, hatte arbeitsrechtliche Konsequenzen zu fürchten.
    Das ist mit den heutigen Massenbetrieben, die ich zu recht anprangere, in keinster Weise zu vergleichen.

    Und trotzdem kann man dann ganz untraumatisiert sagen „Liebe Tina, wenn Du vor dieser Entscheidung stehst, lasse einschläfern.“

    Merlijn, ich bezeichne niemanden als Tierquäler, der ein Pferd jetzt unbedingt schlachten lassen möchte, soll er es tun. Ich halte es ebenso für Tierquälerei, kranke Pferde um jeden Preis am Leben zu halten, und Du kannst, vermutlich zielst Du auf Gerrit ab, der ja hier mit Arthrose lebt, sicher sein, dass ich und auch der TA hier den Zeitpunkt ,wenn es nicht mehr gut ist für Gerrit, nicht verpassen werden. Der TA der hier kommt, ist ein Landtierarzt mit jahrzehntelanger Erfahrung, ein Praktiker, kein Träumer und kein Spinner.
    Soll ich Gerrit jetzt beim Schlachter abliefern, weil nicht sein kann, was nicht sein darf? Dass er hier lebt, dass es ihm gut geht, er fröhlich und gut gelaunt jeden Tag auf die Weide geht, gepflegt wird, und für den Fall, wenn es ihm schlechter geht, er behandelt wird?
    Er wird hier ganz klar mit dem Ziel behandelt, kurzfristig eine langfristige Besserung zu erreichen, ist das nicht möglich, wird er erlöst.Entweder hier zu Hause, oder ich fahre mit dem in die Klinik, die kennt er, da hat er keine Angst.
    Er bekommt hier keinesfalls täglich Pülverchen und Schmerzmittel und humpelt über die Weide, damit Mami noch keinen Abschied nehmen muss.

    Wenn ich mir aussuchen könnte, ob ich ein Narkosemittel nicht vertrage, und mich gegen das Gefühl des Einschlafens wehre, oder kotze, ist mir das lieber, als mit halb zerschossenem Gehirn hilflos zappelnd in der Ecke zu liegen, wenn wir mal beide Methoden vergleichen für den Fall, dass es nicht nach Drehbuch abläuft.

    lg
    maurits

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Der der mir die Geschichte über Bolzenschuss erzählt hat, ist weder jahrelang dort beschäftigt gewesen, noch in irgendeiner Form traumatisiert.
    Sondern realistisch und auf dem Boden geblieben. Er hatte sein ganzes Leben bis auf einen Hund früher nicht mal Tiere, ist dahingehend eher unsentimental und weit entfernt von irgendwelchen „Wendy-Gedanken“.
    Der Betrieb in dem er gearbeitet hat, war früher, vor über 30 Jahren(heute vermutlich nicht mehr) ein Vorzeigebetrieb, was Tierschutz und korrekter Umgang mit dem Tier angeht, jeder, der auch nur in irgendeiner Form ein Tier krumm anfasste, hatte arbeitsrechtliche Konsequenzen zu fürchten.
    Das ist mit den heutigen Massenbetrieben, die ich zu recht anprangere, in keinster Weise zu vergleichen.

    Das hast Du mir aber mal ganz anders erzählt, tut mir leid.

    Merlijn, ich bezeichne niemanden als Tierquäler, der ein Pferd jetzt unbedingt schlachten lassen möchte, soll er es tun.

    Es ist diese Art von unterschwelliger Anprangerung die ich nicht als sachliche Diskussion verstehe.
    Es tut mir leid, ich bin hier raus, auf dieser Basis bin ich nicht gewillt zu diskutieren.
    Da lobe ich mir diesbezügliche Diskussionen in Schweizer Foren.

    ch halte es ebenso für Tierquälerei, kranke Pferde um jeden Preis am Leben zu halten, und Du kannst, vermutlich zielst Du auf Gerrit ab, der ja hier mit Arthrose lebt, sicher sein, dass ich und auch der TA hier den Zeitpunkt ,wenn es nicht mehr gut ist für Gerrit, nicht verpassen werden.

    Mit Verlaub, das ist eine ziemlich dreiste Unterstellung.
    Wie käme ich dazu? Ich kenn das Pferd ja nicht mal.

    Ich habe hier (in der Schweiz und in vielen Jahren) aber schon genug gesehen, übrigens auch in Foren.

    Wenn ich mir aussuchen könnte, ob ich ein Narkosemittel nicht vertrage, und mich gegen das Gefühl des Einschlafens wehre, oder kotze, ist mir das lieber, als mit halb zerschossenem Gehirn hilflos zappelnd in der Ecke zu liegen, wenn wir mal beide Methoden vergleichen für den Fall, dass es nicht nach Drehbuch abläuft.

    Mit dem Unteschied das Pferde nicht kotzen können.

    Im übrigen ist für mich diese Diskussion müssig, auf Effekthascherei, Massenhysterie und unsachliche Argumentation habe ich nulll Bock.

    Gut, dass wir darüber gesprochen haben.

  • Avatar maurits sagt:

    ich habe die Geschichte so erzählt, mit dem Zusatz, dass diese Person den Beruf aus Gewissensgründen nicht mehr ausüben wollte und das dann auch nicht mehr getan hat, von „traumatisiert“ war aber nie die Rede. Man muss nicht gleich traumatisiert sein, wenn man gewisse Dinge, die nun mal so sind wie sie sind, kritisch hinterfragt und für sich selbst dann ablehnt. Man muss auch nicht übersensibel sein, und traumatisiert,wenn man das einfach für sich nicht mehr möchte und nicht mehr täglich ertragen mag. Im Gegenteil, wie abgestumpft muss man sein, wenn man anders empfindet?

    Ich kenne genug Pferde, die armselig irgendwo abgestellt werden und leiden, auch in Foren, und ich bin die letzte, die sich dahingehend irgendwie schönrednerisch äussert, im Gegenteil.
    Darum geht es doch gar nicht.

    Fakt ist einfach, Bolzenschuss bedeutet eben NICHT hirntot, sondern der Tod tritt später ein, und für mich ist diese Ungewissheit, was in der Zeit bis dahin empfunden wird, oder passiert, zu unsicher, und daher lehne ich das persönlich ab. Und es ist mein gutes Recht, darauf hinzuweisen, wenn immer wieder behauptet wird, die Pferde seien danach SOFORT und umgehend tot, weil das einfach nicht stimmt. Es kann sein, dass sie nichts mehr merken, und nichts mehr wahrnehmen, aber wissen kann das keiner von uns. Und das ist einfach der Gedanke, der bei mir dahintersteht, und dazu stehe ich und da kann ich nicht aus meiner Haut.

    Ich denke übrigens ähnlich ambivalent zum Thema Organspende bei Hirntoten, dabei ist mir genauso unwohl.

    lg
    maurits

  • Avatar Castellano sagt:

    Mau,

    Ich glaube nicht das hier irgendjemand anprangert, das du einem Arthrosepferd einen schönen Lebensabend bietest :hug:
    Es geht doch eher ums Gegenteil: das man so ein Pferd dann billig abschiebt, das ist das was viele hier anprangern u wo der letzte Weg evtl (nicht immer) der Bessere wäre.

    Zum ersticken/übergeben/krampfen beim einschläfern: ich habe nun eben 2x eine schlechte/negative Erfahrung gemacht, aber war auch schon oft beim Einschlaefern dabei, wo alles friedlich über due Bühne ging. Trotzdem habe war ich beim Einschläfern nicht annähernd oft dabei, wie beim Bolzenschuss. Mit letzterem ging immer alles gut! Dennoch sind mir auch da Horrorstories bekannt, ich selbst habe sie nur nie erlebt u verbinde nur positive Erinnerungen damit. Deswegen ist es FUER MICH das Mittel der Wahl :ja:

  • Avatar maurits sagt:

    Mir wurde hier schon Unverständnis entgegengebracht, dass ich
    a) ein Arthrosepferd obwohl nicht mehr als Reitpferd einsetzbar, nicht „abgebe als Beisteller“
    und
    b) ein junges Pferd mit PA behandeln liess, statt es verwursten zu lassen. Begründung war, der ist noch nicht mal drei Jahre alt und kostet nur Geld, gib den in die Wurst und kauf Dir lieber einen neuen. Der ist heute fünf und hat Geld gekostet, ja, und ich bin um jeden Cent froh, den ich investiert habe.

    Entschuldige Merlijn, wenn ich das in den falschen Hals bekommen habe mit Gerrit :hug: Seine Krankheit schwebt hier wie eine dunkle Wolke im Hintergrund über mir, und auch wenn es lange Zeiten gibt, wo für ihn noch die Sonne scheint, beschäftigt es mich ständig und ich habe Angst vor dem Tag, wo ich eine Entscheidung treffen muss.

    lg
    maurits

  • Avatar Castellano sagt:

    Das muss man einfach ganz realistisch (!) für sich selbst entscheiden, wann es für das Pferd nicht mehr schmerzfrei u lebenswert ist. Mein Beckenbruch-Pferd mit falsch diagnostizierter „starker Arthrose“ war auch jeden Cent Behandlungs-/Therapiekosten wert und läuft wieder unter normaler/uneingeschränkter Belastung.
    Der hätte lt TA damals nicht mal mehr die Klinik verlassen sollen :nix: Das ist ein Pferd das ich nie verkaufen würde, aus Angst das das, mit dieser Diagnose, sehr billiges Pferd, in unqualifizierte Hände kommt, die mit der Diagnose nicht umgehen können. Bevor also dieses Pferd meine Familie verlässt, gehen erst die 2 gesunden Kandidaten!

  • Avatar maurits sagt:

    Eben, so ist es, Castellano :ja:
    Übrigens, die Fragestellerin hat sich nie mehr gemeldet, und war auch nach Erstellung der Erstfrage nicht mehr hier eingeloggt.
    Ich behaupte mal frech, das war ein wie auch immer gearteter Fake.
    Und wenn er nur dazu diente, hier Streit heraufzubeschwören. 😉 Mich würde nicht wundern, wenn „Kingslara“ mit einer weiteren Identität hier tagelang entspannt das grosse Kino geniesst.

    lg
    maurits

  • Avatar La Jaca sagt:

    Ist doch trotzdem eine interessante Diskussion gewesen. 😉

  • Avatar Castellano sagt:

    Aber Hallo! Und wirklichen Streit gab es doch gar nicht :nix:

  • Avatar maurits sagt:

    nein, keinen Streit, aber die typische Pforgdiskussion halt. 😉 Unterhaltungswert hoch zehn.

  • Avatar Castellano sagt:

    Es war schon deutlich schlimmer u unfreundlicher im Pforg :daumen: xmas

  • Avatar maurits sagt:

    Tja, man kann ja das beste hoffen, wenn man so einen Fred ins Leben ruft. 😀
    Sicherlich ist Kingslara enttäuscht, da die üblichen Meuchelmorde bisher ausblieben.

  • niphiem niphiem sagt:

    Ich habe für mich beschlossen, wenn es mal soweit sein sollte, Athos einschläfern zu lassen. Ich habe mein erstes Pferd von einem Pferdemetzger per Bolzenschuss töten lassen und das ging schief. Er hat sich noch so quälen müssen, das hat kein Pferd verdient. Die Einschläferungen die ich mitbekommen habe, waren alle in völliger Ruhe ohne Komplikationen, sei es im Notfall oder geplant geschehen. Das wünsche ich mir für mein Pferd auch.

  • Avatar Shezarade sagt:

    Ich glaube Kingslara hat, nachdem was hier alles übers Töten geschrieben wurde, eher fluchtartig das Forum verlassen.

    Übrigens bin ich die ganze Zeit bei der Überschrift davon ausgegangen, dass es sich um ein Pferd handelt, welches „nur“ nicht reitbar ist und nicht an ein Pferd, welches Schmerzen leidet. Wenn möglich, finde ich es schon fair, dem Pferd noch ein paar Rentnerjahre zu schenken, dass hat es ja mit Sicherheit verdient.

    @Mau :hug:
    Vor dem Tag an dem ich diese Entscheidung fällen muss, hab ich auch die allergrößte Angst und diese ist immer allgegenwärtig.
    Ich kann Dir das soo nachfühlen.

    Trotzdem hab ich schon Pferde gesehen, bei denen ich mir sofort gesagt habe „So weit lässt Du es nie kommen. Das tust ihm nicht an.“
    Ich hoffe sehr, dass ich den richtigen Zeitpunkt erkenne und dann auch die richtige Entscheidung fälle.

    Eine Bekannte hat übrigens ihr Pferd an den Zoo gegeben zur Schlachtung und Fütterung. Sie sagte, so kommt das Pferd wieder in den Kreislauf der Natur und sie verdient nicht an seinem Tod. :nix:

    LG
    Sheza

  • Avatar maurits sagt:

    Sheza ich hatte diese Angst letztes Jahr einige Tage schon, aber es ist alles gut geworden.

    Aber noch mal zur Ursprungsfrage: Wenn ich ein Pferd abgeben muss, möchte, aus welchen Gründen auch immer, melde ich mich dann als Neuling in einem Forum an, stelle diese Frage am 27.10. um 17.05, logge mich unter dem nick am selben Tag um 17.08 aus, und danach NIE mehr ein?
    Geh mal auf ihr Profil. Wenn sie die ganzen Antworten hätte lesen wollen, hätte sie nach dem 27.10, 17.08 Uhr noch mal eingeloggt sein müssen, da man im Kaffeeklatsch nicht als Gast mitlesen kann. Unter „Kingslara“ hat betreffende Person auf keinen Fall hier auch nur irgendeine Antwort zu dem Thema gelesen, das ist sicher.

    Die Sache stinkt ehrlichgesagt zum Himmel. Tat es für mich übrigens von Beginn an. Trotzdem kann man ja mitdiskutieren. Aber ich habe immer den Verdacht gehabt, dass Kingslara ein Fake ist.

    lg
    mauris

  • GidranX GidranX sagt:

    Ähm… :denk: :resp: Da wird die Bolzenschussmethode als einzigst wahre, saubere und schnelle Lösung favorisiert, diejenigen die das NICHT so sehen – weil möglicher Weise bereichtigte Zweifel bestehen – wird Panikmache, Massenhysterie,Wendy-Denke, Effekthascherei und grundsätzliche Probleme mit dem Tod und dem Sterben unterstellt. Es ist nicht notwendig, die eingestellten Dissertationen zu lesen weil die braucht man ja schließlich nicht, man hat ja Augen im Kopp die das selbstredend wissenschaftlicher beurteilen können, als die Doktoranden die da monatelang Versuche und Tests durchführen an vielen hunderten von Tieren und die Reiterrevue ist natürlich sachlicher.. :resp: Weiterhin wird bis zum Schluss standfest behauptet, dass mit dem Ertönen des Bolzenschusses, das Pferd TOT auf dem Boden ankommt. Es auch hier wiederum genügend wissenschaftliche Erkenntnisse gibt – (ach ja, die muss man ja nicht lesen), dass dem nicht so ist. Und anschließend wird die Diskussion beendet, weil ja weltfremd und keine Basis da unterschwellige Unterstellungen und man ja sowie so nicht richtig diskutieren kann ?( Noch mal meinen großen Respekt.. :resp:

    Ich bleibe mal ganz unsachlich dabei, die einzigen die sich da was schön reden, seid ihr..

  • Avatar Castellano sagt:

    Die Einzige, die hier nicht richtig zu lesen scheint, bist du Gidran :denk: Ich glaube jeder hier hat nun die Vor- und Nachteile beider Methoden verstanden, ebenso die Beweggründe, warum sich wer für welche Methode entscheidet.
    Ist doch gut jetzt :nix: Das hat ja fast was von Verfolgungswahn …

  • Avatar Cubano9 sagt:

    Die Einzige, die hier nicht richtig zu lesen scheint, bist du Gidran :denk: Ich glaube jeder hier hat nun die Vor- und Nachteile beider Methoden verstanden, ebenso die Beweggründe, warum sich wer für welche Methode entscheidet.

    Da ich gerade eben den ganzen Thread gelesen habe – so kam das bei mir auch an Gidran.
    Was mich angeht, gehöre ich übrigens auch zu den Bolzenschuss-Befürwortern. Und das einzig und allein aus meinen Erfahrungen, die ich mit beiden Methoden als Zuschauer gemacht habe. Wenn allerdings eines unserer Pferde eingeschläfert werden müsste, würde ich mich zunächst mit unserem TA beraten.
    Darüber hinaus finde ich es übrigens überhaupt nicht verwerflich, wenn sich jemand für das Einschläfern lassen auch aus ästhetischen Gründen entscheidet, weil er z.B. nicht mit ansehen möchte, wie sein Pferd wie vom Blitz getroffen umfällt (so bisher ausnahmslos bei Bolzenschuss gesehen). Das hat mit Wendy ebenso wenig zu tun, wie Befürworter der Bolzenschuss-Methode mit herzlosen Monstern.

  • Avatar maurits sagt:

    Da ich gerade eben den ganzen Thread gelesen habe – so kam das bei mir auch an Gidran.

    nein, bei mir nicht, Gidran.
    Hier wurde bis zuletzt von verschiedensten Leuten behauptet, das Pferd sei bereits tot, wenn es nach dem Schuss zu Boden fällt und das Ausbluten sei in weniger als 2 Sekunden erledigt. Weder das eine noch das andere stimmt, somit gehe ich mit Gidran konform, dass hier noch andere gewisse Dinge nicht gelesen haben.

    lg
    mau

  • Avatar artist001 sagt:

    Äh, ich war erst vor Kurzem dabei als ein Pferd eingeschläfert wurde …Es war am Hof lief fröhlich neugierig rum und guckte, die TA Helferin hielt es am Strick, der TA setzte die Spritze das Tier fiel um, das schepperte schon etwas,dann wars vorbei. Ich konnte daran keinen Nachteil erkennen.Außer das es teuerer ist…und man das tote Tier dann am Hof oder auf der Wiese liegen hat. Und ne nie zum Schlachter,never ever…soviel darf ein Tier einem schon wert sein, dass man es einschläftert.

  • Avatar Castellano sagt:

    Das wurde so dargestellt u danach widerlegt, aber doch keinesfalls von Anfang bis Schluss felsenfest behauptet!? Den meissten hier ist doch klar, das der Schuss die Betäubung ist u der Tod durch ausbluten eintritt. Das ein 500/600kg Tier auch unmöglich mit 2 Herzschlägen ausbluten kann, war hier doch auch gleich geklärt…

  • Avatar maurits sagt:

    ist auch egal, ich habe da meinen Standpunkt und basta, aus, fertig, Sense.

  • Avatar Simone sagt:

    Ich habe meine Stute letztes Jahr einschläfern lassen; sie war fast 33 und die Knochen spielten einfach nicht mehr mit. Da ich zwar nicht viele, aber zu viele Pferde erlebt habe, die irgendwann nicht mehr aus eigener Kraft aufstehen konnten und vom Stallbesitzer mit dem Frontlader auf die Beine gestellt werden mussten, stand für mich fest, dass mein altes Mädchen das auf keinen Fall erleben soll. Da vertrete ich auch die Ansicht lieber einen Tag zu früh als zu spät.
    Ich hatte immer die Sorge, dass ich den richtigen Zeitpunkt verpasse, weil ich betriebsblind bin oder es nicht wahrhaben will. Aber als der Zeitpunkt kam, habe ich es so deutlich gespürt, dass ich umgehend einen Termin mit dem TA meines Vertrauen vereinbarte und auch gleich den Abdecker für den darauf folgenden Tag bestellt habe.

    Ich würde es immer wieder so machen. Friedlicher kann ich mir Euthanasie nicht vorstellen. Als sie die Sedierung erhielt, lehnte sie ihre Stirn an meine Brust. Der TA liess ihr ein wenig Zeit, bevor er eine Narkose setzte. Zu viert haben wir sie abgestützt, damit sie sanft zu Boden gehen konnte. Es gab kein Aufbäumen und die letzte Spritze hat sie gar nicht mehr gemerkt. Das letzte, was sie wahrgenommen hat, war mein vertrauter Geruch, meine Stimme und meine Hand, die ihr Gesicht streichelte.

    So schmerzlich die Erinnerung auch ist und so sehr jetzt auch wieder die Tränen rollen, so tröstlich ist für mich das Gefühl, richtig entschieden zu haben. Ich würde immer wieder genau so entscheiden.

    Aber ich kenne auch viele Pferdehalter, die den Bolzenschuss bevorzugen. Ich für mich habe mich dagegen entschieden, nachdem ich einmal vor vielen Jahren eine Doku über Haflingerfohlen gesehen habe, die in Italien wie am Fließband per Bolzenschuss getötet wurden, der nicht in allen Fällen richtig gesetzt wurde. Wer behauptet, Pferde haben keinen Schmerzenslaut, der hat diese Doku nicht gesehen. Die Fohlen, bei denen der Bolzenschuss nicht richtig getroffen hat, haben dermaßen geschrieen, dass ich das für mich persönlich als Todesart für meine Tiere ausgeschlossen habe.
    Es mag sein, dass sich die Methoden mittlerweile geändert haben und dass es in Deutschland anders gehandhabt wird. Und ich glaube auch, dass es in den meisten Fällen völlig harmlos abläuft. Dennoch waren diese Bilder für mich so abschreckend, dass ich mich GidranX nur anschließen kann. Für den Fall, dass etwas schief geht, würde ich eher 20 neu zu setzende Spritzen bevorzugen als einen 2. anzusetzenden Bolzenschuss.

    Aber wer schonmal gesehen hat, wie die Methode des Einschläferns zur Tortur wurde, der entscheidet sich aus für ihn gutem Grund für den Bolzenschuss. Es gibt für beide Methoden stichhaltige Argumente dafür und dagegen. Manche Entscheidungen muß man nunmal aus dem Bauch heraus treffen und für mich gehört diese Entscheidung dazu. Meine Entscheidung habe ich bereits vor vielen Jahren getroffen. Und so, wie es niemandem zusteht, meine Entscheidung diesbezüglich in Frage zu stellen, steht es mir nicht zu, gegensätzliche Entscheidungen zu kritisieren. Ich bin sicher, dass die meisten eine solche Entscheidung im Sinne ihrer Tiere treffen.

  • Avatar Aragon sagt:

    Dass das Pferd nach dem Bolzenschuss tot am Boden ankommt, hat definitiv niemand behauptet, ist ja auch Quatsch. Es ist allerdings auch nicht nur ein bisschen betäubt und kriegt noch was mit (jetzt mal ausgehend vom „richtig“ sitzenden Bolzenschuss). Nichts anderes wurde hier geschrieben. Ich verstehe auch nicht, worüber du dich ereiferst, Gidran. Die Methoden haben beide ihre Vor- und Nachteile sowie Risiken und Worst-Case-Szenarien. Dies alles wurde hier diskutiert, nicht mehr und nicht weniger.

  • Avatar maurits sagt:

    Simone: :thumbsup:

    lg
    mau

  • GidranX GidranX sagt:

    Einen schnelleren und saubereren Tod in einer gar nicht schrecklichen Umgebung (als wärs ein Klinikbesuch) gibt es nicht.

    Manchmal scheint es mir, dass Du ein klein bisschen ein gestörtes Verhältnis zum Tod hast.
    Tot ist tot, basta!
    Und der richtig gesetzte Bolzenschuss ist genauso schnell und sauber wie eine saubere Einschläfaktion, und erspart mir bitte DIE Schilderungen, die DA daneben gehen können. Es ist beides akzeptabel. Es muss ganz einfach sauber erledigt sein.

    Merlijn, ich rede nicht von Bolzenschüssen die daneben gehen. Ich rede von der Aussage, das Tier sei nach Einsetzen des Bolzenschusses hirntot, das ist nicht wahr. Darum geht mir das einzig und allein und daher lehne ich das für mich ab. Und das bitte ich zu akzeptieren.

    Das Pferd wird reingeführt. Und Du kannst um die Türecke warten den Strick in der Hand oder Du gehst ganz mit rein.
    Dann machst Knall und das Pferd fällt und ist tot.
    Das ganze dauert vom Ausladen bis zum Tod keine zwei oder drei Minuten.

    PS: und „tot“ ist das Pferd nicht, wenn es nach dem Bolzenschuss auf den Boden fällt, der Tod tritt später durch Eröffnen der Halsschlagader und das Ausbluten bei noch bestehender Herz-Kreislauffunktion ein, da ist man dann als Pferdebesitzer nicht mehr zugegen.
    Und der Hirntod beinhaltet allgemein einen Herz-Kreislaufstillstand. Daher werden beim hirntoten Menschen, wenn keine Aussicht mehr besteht, die Beatmungsgeräte abgeschaltet, welche im Zustand des Hirntodes die Herz-Kreislauffunktionen übernommen haben.

    Für mich gibt es nur die saubere und schnelle Variante beim kleinen dafür spezialisierten Betrieb, resp. beim fachlich versierten Dorfschlachter.

    Nochmal zum Verständnis. Nicht der Bolzenschuss tötet! In D müssen Tiere erst bewusstlos gemacht werden um eine schmerzfreie Tötung zu gewährleisten. Beim Schlachten wird dies durch einen Bolzenschuss (oder je nach Tier und Schlachtart Kohlendioxid/Elektroschock) betäubt und dann wird es erst durch einen Schnitt in eine Hauptschlagader, vorzugsweise Halsschlagader, durch Ausbluten getötet.

    Das ist sicher kein schöner Anblick, aber es geht sekundenschnell. Innerhalb von zwei Herzschlägen, war der Großteil Blut aus dem Pferd gepumpt. Ende.

    n beiden Dissertationen kann man nachlesen, wie schwierig es mit dem Bolzenschuss ist, den Hirnstamm tatsächlich so zu treffen um eine gute Betäubung zu erreichen

    Hier vergisst Du eines bei Deiner Panikmache, liebe GidranX,

    es machte klock und er fiel SOFORT um wie vom Blitz getroffen. Das waren nicht mal Sekundenbruchteile. Ob das Ausbluten danach nun Sekunden oder Minuten gedauert hat, ist doch unwesentlich.

    Nein, das ist kein Wunschdenken. Ich saß neben dem Pferd.Ich hab gesehen, wie viel Blut innerhalb der ersten Sekunden herausgesprudelt kam und wie wenig noch hinterher kam. Dazu brauch ich keine Dissertationen, ich hab das mit eigenen Augen gesehen.

    Bevor man beides nicht selbst hat mitmachen müssen, sollte man daher nicht urteilen und schon garkeine Panikmache betreiben!

    Sorry, aber ich sehe das auch etwas als Panikmache

    Beim Bolzenschuss ist das Pferd nicht nur betäubt, also nicht in dem Sinne „sediert, aber noch halb bei Bewusstsein“, sondern komplett ausgeknockt. Das kriegt nichts mehr mit!

    Was ist da so schwierig nachzuhalten und was hat das mit Verfolgungswahn zu tun :rolleyes: Die Zitate sind übrigens in zeitlich richtiger Reihenfolge aufgeführt.
    ICH zweifel an, dass der Bolzenschuss eine adäquate Betäubung darstellt und zwar nicht nur, weil da MAL ausversehen was daneben gehen kann, sondern grundsätzlich und immer KEINE Betäubung stattfindet, die ausreichend sein könnte. Ob beim Dorfmetzger oder in Großbetrieb. Und es gibt für mich keine hinreichenden Aussagen dazu – weil kein Mensch sich freiwillig bisher einen Bolzen hat in den Kopf jagen lassen, und anschließend das Gegenteil hätten beweisen können. Bei Narkotisierungen hingegen schon. Meine Güte, den Bolzenschuss gibt es nur, um das Fleisch sauber halten zu können. Das das heutzutage hierfür die schnellste, kostengünstigste und somit effektivste Methode ist, mag unbestritten sein. Für alles andere ganz sicher nicht.

  • Avatar maurits sagt:

    Ja, Gidran, gut zusammengefasst und auf den Punkt gebracht.

    lg
    mau

  • Avatar Castellano sagt:

    Bei vielen deiner aufgeführten Zitate kann ich nicht rauslesen, das behauptet wird das Pferd wäre mit dem Fall tot. Das ist Interpretationssache, wie so einiges hier!
    Ich möchte mich aber auch nicht 100x wiederholen u schliesse mich Mau’s Worten zumindest in dem Fall an:

    Ich bleibe bei meinem Standpunkt u das aus Tierliebe, nicht aus Geldgier. Punkt!

  • Avatar Valioso sagt:

    Jeder Pferde- bzw. Tierbesitzer sollte sich Gedanken machen denn mit dem Tier erwerben wir ja nicht nur seine Lebenszeit sondern auch seinen Tod gleich mit. Und jeder Besitzer wird seine Gründe für die ein oder andere Art haben. Wieso ist doch Wurscht – meine Meinung. Solange es korrekt durchgeführt wird sind beide Methoden
    (Bolzenschuß und Eutha 77)
    für mich durchaus vertretbar.

  • Avatar Diana sagt:

    Meine Güte, die Methoden werden hier in Grund und Boden diskutiert, dabei ist noch nicht einmal die Frage des „Ob“ geklärt.
    Solange keiner sein Pferd töten will, bevor es von selbst ablebt, ist es doch sowieso egal.

    Und dann, wenn es da liegt und man innerhalb von Minuten eine Entscheidung treffen muss, dann nimmt man das, was einem in dem Moment angeboten wird.

  • Avatar Landei sagt:

    Dennoch finde ich es gut, sich im Vorfeld mit Tag X zu beschäftigen, um dann zu wissen, was zu tun ist.

    Ich bekenne mich schuldig, ich habe zwei meiner Pferde per Bolzenschuss in den Himmel geschickt, nicht wissend, dass der Bolzenschuss nicht tötet. Denn genau so sah es aus. Beim anschließenden Ausbluten war ich nicht dabei, das ist wohl der Stoff, aus dem Albträume gemacht sind.

    Ich stehe dem Einschläfern ob der Erfahrung, die ich gemacht habe, immer noch skeptisch gegenüber, dennoch wird mein Oldie, der wohl als nächstes gehen wird (möge der Tag fern sein!), auf der Wiese entschlafen, denn er fährt nicht gern Hänger und das möchte ich ihm ersparen.

    Ich finde es gut, sich über dieses ätzende Thema auszutauschen, denn je mehr man darüber nachdenkt, desto besser fällt die Entscheidung für das jeweilige Tier aus.

  • friesentussi1 friesentussi1 sagt:

    Wobei wir die TE sehr nachhaltig vergrault haben 8o (nur um noch mal aus versehen auf das Grundthema zurück zu kommen 😉 )

  • Avatar maurits sagt:

    nein friesentussi, auch hier wiederhole ich mich nur ungern, die Threaderstellerin war seit Fragestellung, genauer gesagt, 3 Minuten später, nicht mehr hier eingeloggt. Das bedeutet, dass sie nicht mal die erste Antwort gelesen haben kann, und ich diese Dame für ein Fake halte. Lies mal zwei-drei Seiten vorher, da habe ich das erklärt, wie ich darauf komme.

    lg
    maurits

  • Avatar E.v.A. sagt:

    Darf ich mal fragen, wer von den hier Diskutierenden überhaupt schon mal beim ausbluten dabei war?

  • Avatar Castellano sagt:

    Ich … von Kind an unzaehlige Male.

  • Avatar ines sagt:

    castellano, du zählst nicht. :bite: 😀

  • GidranX GidranX sagt:

    Ich noch nie.

  • Avatar Castellano sagt:

    Logo zähle ich, ich zähle sogar doppelt 😀

  • Avatar Legolas sagt:

    Muss man nicht unbedingt gesehen haben, find ich…hab ich aber auch nie beim Pferd gesehn

  • Avatar Diana sagt:

    Offenbar kann ja bei beiden Methoden was schiefgehen.
    Aber ist es nicht so, dass das Pferd beim Schlachter dann trotzdem viel schneller tot ist als beim Einschläfern?

  • Avatar Legolas sagt:

    :nix: es gibt mehrere Studien darüber, wie schnell der Tod eintritt, über den Adrenalinschub beim Blutverlust etc.

    Ich bin absolut für das einschläfern, weil eben auf dem Hof in der gewohnten Umgebung, mag auch nicht, dass mein Pferd dann in die Wurst kommt :no:

  • GidranX GidranX sagt:

    Im ersten Moment wollte ich abgehen wie ein HB-Männchen, aber im zweiten Moment macht es mich einfach nur tieftraurig..

  • Avatar Diana sagt:

    Nein, ich meine, falls tatsächlich was schiefgeht.
    Beim Einschläfern ist man in einer Sackgasse unterwegs, man kann ja nichts anderes als Nachspritzen.
    Und wenn das nicht wirkt, weil der Kreislauf zu schwach ist oder weil das Blut verdickt ist und zu langsam zirkuliert, was dann?
    Oder wenn das Pferd einen Teil des Mittels intus hat und der TA nicht mehr mit der Spritze rankommt?

    Was würde denn beim Schlachter passieren, wenn der Bolzenschuss nicht sitzt?
    Wird dann nochmal geschossen oder wie funktioniert der Plan B?

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Ich bin absolut für das einschläfern, weil eben auf dem Hof in der gewohnten Umgebung, mag auch nicht, dass mein Pferd dann in die Wurst kommt :no:

    http://pghilfepferd.com/legitimation.htm ..und jetzt? 🙂 abgesehen davon zwingt einem kein Mensch , dass das Fleisch verwertet wird, wenn man nicht will. Auch das wurde hier schon öfters erwähnt. Man kann es genausogut dem Abdecker mitgeben. Zumindest läuft das in der Schweiz so. Bei uns läuft die Koordination auch innerhalb von Minuten . Das Pferd wird final erlöst, die GZM/Lyss trifft zeitgleich ein. Zumindest bei terminlich abgestimmten Aktionen, was ja in der Regel der Fall ist.

  • Avatar Legolas sagt:

    Gidran, du vergleichst hier Gross-Schlachtungen von Rindern mit Schlachtugen, wo in der Woche vielleicht 4 oder 5 Pferde geschlachtet werden, dieser Vergleich passt nicht, sorry. Hast den den Link von Merlijn gelesen?

    Ich finde den Gedanken ein Pferd zu schlachten für mich persönlich auch zum kotzen, dennoch verurteile ich niemanden, der diesen Weg für sein Pferd wählt, auch wenn das für mich nicht denkbar wäre. Meine Pferde sind meine Partner und nicht dazu da das sie irgendwann in einer Kühltheke liegen…das sollte aber jeder für sich entscheiden dürfen, ohne das er gesteinigt wird

    Edit: Merlijn, ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung wie das hier gehandhabt wird oder möglich ist :nix: wäre ja nicht das erstemal das uns die Schweiz voraus ist 😉

  • Avatar Castellano sagt:

    @ Diana

    Das ist dann wirklich extrem unschön u ich bezweifele das man ein locker am Strick gehaltenes Pferd nachschiessen kann. Bullen werden mit durch Ketten fixierten Kopf u mit Augenmaske geschossen, für den Fall der Fälle, den wir aber nie erlebt haben. Wenn das zu schiessende Tier stillsteht u der Metzger sein Handwerk versteht, passiert da nichts.

  • Avatar Castellano sagt:

    Legolas, du musst dein Pferd nach dem ausbluten nicht weiter verarbeiten lassen u kannst es selbstverstaendlich einfach komplett vom Abdecker abholen lassen. Dann wird es eben Hundefutter, Seife etc.
    Mein Wunsch wäre auch, das meine Pferde an einen Zoo gehen. Im Prinziep ist aber auch egal, was mit dem toten Körper passiert. Die Seele steckt ja nicht mehr drin …

  • Avatar Legolas sagt:

    damit habe ich mich nie beschäftigt, aber interessant zu wissen. Ich würde meine Pferde von der TA meines Vertrauens erlösen lassen und dann kommen die netten Männer von der TBA und holen den Tierkörper ab. Auch das habe ich schon gesehn, ist auch nicht schön und von mehreren Fahrern der TBA weiss ich, dass sie die Pferdebesitzer lieber nicht dabei haben, weil sie sonst schon derbe beschimpft wurden oder gar auf sie los gegangen wurde.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Ich finde den Gedanken ein Pferd zu schlachten für mich persönlich auch zum kotzen, dennoch verurteile ich niemanden, der diesen Weg für sein Pferd wählt, auch wenn das für mich nicht denkbar wäre.

    Ganz ehrlich, früher habe ich auch so gedacht.
    Ich denke eigentlich immer noch so – was die Kühltheke für Menschen anbelangt. Obwohl ich niemanden veruteile der Pferdefleisch ist, ich kann es nciht, will es nicht und ich finde auch es schmeckt mir nicht (süsslicher Gemschmack, die Farbe und die Struktur) genausowenig wie ich Wild nicht essen kann, wegen dem Geschmack, Lamm dafür mag ich wiederum.

    Der Gedanke aber, dass das Fleisch wieder in die Zirkulation der Nahrungskette ob Mensch oder Tier kommt hat irgendwie aber auch etwas natürliches, dadrüber bin ich immer noch am philosophieren – für mich ganz alleine in der stillen Stube.

    Die Vorstellung dass das Tier in der Kadaververwertung vermodert und im Seifenspender einer drittklassigen Bahnofstoilette endet, ist auch nicht so prickelnd.
    Ebenso vefolgen mich immer noch die Bilder von Kadaverbergen in einer Ledergerberei in der Altstadt von Marakesch 8o 8o :kotz:

    Abgesehen davon ist eigentlich tot, tot, und das was wir in Erinnerung behalten ist das Wertvolle.

    Oder wie es da steht:
    Wenn der Schuss fällt wird die Seele frei.

    Und zum wiederholten 9999igsten Mal: beide Methoden haben ihre Berechtigung, sofern die Umstände und die verantwortlichen Personen vom Fach sind und routiniert und wissen was sie tun. Ebenso die Pferdebesitzer, die in dieser Situation einen kühlen Kopf bewahren.
    NUR DAS ALLEINE ZAEHLT !!!!!

    Der schhlimmste Horror für mich sind übrigens die Pferdebesitzer, die ihre ganzen Aengste und ihren Horror und ihre Emotionen auf das arme Tier übertragen. DAS IST DAS was mir am meisten Angst machen würde 8o

  • Avatar Castellano sagt:

    Den wenigsten Pferdebesitzern ist wohl klar, das man 600 Kg Masse mal eben nicht im Handtuch einwickelt, in einen Pappkarton packt u bedaechtig im Blumenbeet bestattet. Funktioniert einfach nicht, bei Grossvieh kommt man um große „Beseitigungsgeräte“ nunmal nicht drumrum :nix:

  • Avatar Legolas sagt:

    Und zum wiederholten 9999igsten Mal: beide Methoden haben ihre Berechtigung, sofern die Umstände und die verantwortlichen Personen vom Fach sind und routiniert und wissen was sie tun. Ebenso die Pferdebesitzer, die in dieser Situation einen kühlen Kopf bewahren.
    NUR DAS ALLEINE ZAEHLT !!!!!

    das unterschreibe ich vollumfänglich :thumbsup: :ja:

  • Avatar Diana sagt:

    Das ist dann wirklich extrem unschön u ich bezweifele das man ein locker am Strick gehaltenes Pferd nachschiessen kann.
    Wenn das zu schiessende Tier stillsteht u der Metzger sein Handwerk versteht, passiert da nichts.

    Ok, aber eines der Hauptargumente gegen das Schlachten hier ist doch nun mal, dass es passieren kann, dass der Bolzen nicht sitzt.
    Ich vermute, dass es bei einem Pferdemetzger tatsächlich nur sehr selten passiert – aber was, wenn doch?

    Im anderen Fall – was wird gemacht, wenn das Einschläfern nicht klappt?

    Hier gab es doch genug Stimmen, die bei schiefgegangenen Aktionen dabei waren.

  • Avatar E.v.A. sagt:

    Was wird denn aus den Pferden, die nach dem Einschläfern beim Abdecker landen? Da wird doch auch noch Seife etc draus gemacht. Die gelangen halt nur nicht in die Lebensmittelverwertung. Ein altes Pferd was beim Metzger landet, wohl eher auch nicht. Schimmelfleisch zB, so sagte mir mal ein Metzger, eigne sich auch nicht so gut zum Verzehr, den Grund hab ich leider inzwschen vergessen.
    Merlijn: ich denke sogar, dass man in dem Fall, dass das Pferd nicht in die Lebensmittelverwertung soll, problemlos am eigenen Stall vom qualifizierten Schlachter töten lassen könnte. Die Regelung, dass das nur noch im Schlachthaus durchgeführt werden darf, betrifft ja vor allem die Hygienevorschriften um das weiterzuverwertende Fleisch.
    Und ich meine, ein Jäger hätte im Notfall doch auch die Berechtigung und könnte das Pferd vor Ort erlösen – wobei ich das halt nur schon mehrfach gelesen habe. Evtl. ist hier jemand damit bewanderter?
    Das töten durch verbluten ist halt heftig mit an zu sehen. @Diana: ich fands schneller als einschläfern.
    Bei dem Pferd meiner Freunidn hat der TA ettliche Male abgehört, bis er ganz endgültig dann gesagt hat, dass es vorbei ist.
    Bei meinem alten Pferd in der Klinik hingegen, ging das Einschläfern auch sehr schnell. Klar, ist das für den zurückbleibenden Besitzer die optisch angenehmere Methode.
    Die Verwertung des toten Pferdes dürfte in beiden Fällen nicht schön sein, es sei denn man lässt sein Pferd verbrennen. Die Bekannte mit dem Pony hat seinerzeit glaub ich 1500,-Euro dafür gezahlt. Man kann sich die Kosten für ein normales Pferd ungefähr denken.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Hier gab es doch genug Stimmen, die bei schiefgegangenen Aktionen dabei waren.

    *kicher*…Nachtigall ich hör Dir trapsen 😀

  • Avatar Castellano sagt:

    Weiter vorne habe ich von den 2x Einschläfern geschrieben, die nicht so schön abgelaufen sind. Machen tut man da gar nichts, nur warten u hoffen das es bald vorbei ist!
    Das Beinbruchpferd haben wir aus Sicheheitsgruenden auf der Weide einfach losgelassen und gewartet bis es entgueltig gefallen u dann auch liegen geblieben ist. Mit dann mittlerweile 2 gebrochenen Beinen sah das aufspringen u wieder fallen alles andere als gut aus. Da war richtig Panik u Schmerz im Spiel, da ist also kein Mensch mehr dran gegangen :no:

  • Avatar Juliafientje sagt:

    Schwieriges Thema,

    ich denke ich würde mein Pferd einschläfern lassen.
    Aber eher weil sie so schlecht auf den Hänger geht und auch Stress beim fahren hat.
    Da ich bis zum Schluss bei ihr bleiben will, weiß ich auch nicht ob ich mir den Bolzenschuss angucken könnte, ich glaube eher nicht.
    Ich halte es aber auch für eine Methode, die vollkommen in Ordnung ist. Habe zumindest noch nie gehört das dabei etwas schief gegangen ist.
    Allerdings geben mir die Argumente, dass man nicht sicher sein kann ob das Pferd wirklich betäubt ist nun zu denken :nix:

    Beim einschläfern kann es ja auch unschön werden :seufz: Bis auf einmal ging es bei uns am Stall aber immer gut.
    Ich vertraue meiner TA da auch, dass sie das kompetent macht.
    Was mich nur so stört ist, dass die Pferde immer (wegen der Abholung) auf Beton eingeschläfert werden. Ich hab Angst dass sie sich dann verletzt wenn sie umfällt oder so. Meint ihr wenn man ein paar Decken drunter legt wäre das besser? Oder zu gefährlich?
    Auf der Wiese oder im Stall geht halt leider nicht. Diskussionen zwecklos.
    Würde es auch in einer Klinik machen lassen, aber da ist dann wieder das Problem mit dem Hänger fahren.
    Den Stress will ich ihr eigentlich nicht unnötig antun.

    Oh mann, ganz schweres Thema.

    Ich bin da echt noch recht unschlüssig :nix:

  • Avatar Castellano sagt:

    Wiese geht schon, man muss den Kadaver dann aber mit einem Traktor an die Strasse bringen. Kann halt auch nicht jeder sehen, wenn ein Pferd am Frontlader haengt.

  • Avatar E.v.A. sagt:

    Und sollte man dann auch sofort machen, ansonsten ists halt auch nicht mehr so leicht.

  • Avatar Castellano sagt:

    Ja, wenn die Totenstarre einsetzt wird es schwierig,

  • Avatar Juliafientje sagt:

    Wiese geht schon, man muss den Kadaver dann aber mit einem Traktor an die Strasse bringen. Kann halt auch nicht jeder sehen, wenn ein Pferd am Frontlader haengt.

    Ja das geht, aber leider nicht bei uns am Stall.
    Das machen die nicht :seufz:

    Hab das schon mal gefragt, wo es meinem Pferd so schlecht ging, aber gegen den SB komm ich da nicht an.
    Er will es nicht und Basta…

  • Avatar Castellano sagt:

    Da kannst du wohl nichts machen u ich kann den SB da auch ein bisschen verstehen. Wir haben das auch nur auf der Wuese gemacht, weil wir das Pferd nicht mehr unnötig bewegen wollten. Allerdings glaube ich auch nicht das es beim Sturz auf Teer oder andere feste Böden zu so dramatischen Verletzungen kommt, das es noch relevant wäre …

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Also ich war bis zum Basispass auch immer für den Bolzenschuss – allerdings aufm Hof. Beim Kurs wurde mir aber gesagt, dass das niemand macht und mein bis dahin festgelegtes Bild des Ende meines Pferdes schwankte und ich muss mich für einen anderen Weg entscheiden. Diesen habe ich aber bis heute noch nicht gefunden. :nix:

    Merlijns Link bringt mich da wieder ins Grübeln. Gibt es also doch Möglichkeiten, am Hof mit Bolzenschuss töten zu lassen??? Transportieren möchte ich ihn sehr ungerne. :seufz:

  • Avatar Monty sagt:

    Gibt es also doch Möglichkeiten, am Hof mit Bolzenschuss töten zu lassen???

    Im Frühjahr wurde bei uns auch ein Pferd direkt am Stall durch Bolzenschuss getötet. :seufz:
    Dazu kam jemand von Mecke (ist dir ja sicherlich ein Begriff, da du aus dem näheren Umfeld kommst) raus.

  • GidranX GidranX sagt:

    Gidran, du vergleichst hier Gross-Schlachtungen von Rindern mit Schlachtugen, wo in der Woche vielleicht 4 oder 5 Pferde geschlachtet werden, dieser Vergleich passt nicht, sorry. Hast den den Link von Merlijn gelesen?

    Ich wüsste nicht, dass der Dorfmetzger einen anderen Bolzen verwendet oder einen anderen als den vorgeschlagenen Aufsatzpunkt für den Bolzen wählt.. Und ich persönlich hätte da bald noch eher Vertrauen zu einem, den ich im Schlaf wecken kann und der das aus dem FF beherrscht, weil viele Hundert Tiere in der Woche tötet (es ist ja nicht gleichbedeutend damit, dass er es nicht wie vorgeschrieben macht), als jemand der auf 5 Tiere die Woche kommt.. und natürlich habe ich den Link gelesen. Mich interessieren mehr die Aussagen der wissenschaftlichen Abhandlungen, die sie begleitet hat, als das was sie persönlich so favorisiert..es sei denn sie hat es ausprobiert. Ich verstehe das Problem überhaupt nicht. Wenn der TA die Sedierung zu niedrig angesetzt hat, ja und, dann gibt er nochwas nach..solange, bis er in Ruhe das Narkosemittel geben kann weil Tier sich abgelegt hat – und zwar soviel Narkosemittel, dass das Tier eben daran stirbt statt putzmunter wie üblicher Weise nach einer OP aus der Narkose aufzuwachen.. KLICK Und wenn es tatsächlich ein Pferd gibt mit schlimmster Spritzen/TAphobie – dann gibt es immer noch das Blasrohr mit dem man erst soviel Sedierung da reinjagen kann, dass der nicht mehr piep sagt um dann gesichert das Narkosemittel zu geben. Das eine Vollnarkose nicht schlimm ist, weiss ich aus eigener und den Erfahrungen vieler anderer. Zumal für die Euthanasie die gefürchtetste Nebenwirkung ja auch noch die gewünschte ist. Es kann mir aber irgendwie niemand beschreiben wie es sich anfühlt den Nagel nicht richtig im Kopf stecken zu haben.. und ich glaube daran, dass sich hierbei die wenigsten Tiere klaglos ein nachdosieren gefallen lassen.. Und wenn jemand solche Feststellungen hier einfach vom Tisch wischt als Panikmache, oder andere immer noch der Meinung sein könnten, dass der Bolzenschuss gleichwertig mit der Narkose ist, es müsste nur gut genug gemacht sein, dann macht mich das wirklich traurig. Wer von denen, die den Bolzenschuss favorisieren kann denn sagen, welche Bolzenschusslänge die idealste weil sicherste beim PFERD ist und hat den Dorfmetzger dazu befragt? Wie wahrscheinlich ist denn der Fall, dass der Kopf vom eigenen Pferd zum Idealfall gehört.. :denk: vor allem, wenn das anscheinend noch sowenig untersucht ist das man nicht mal eben wie beim Rind entsprechende Dissertationen dazu findet. Und wie wahrscheinlich ist es, dass auch der Dorfmetzger die üblichen 8cm Bolzen verwendet? “ Bei einer zusätzlichen Auswertung der angefertigten Fotos wurde deutlich, dass bei 34,7 % der Tiere der Bolzen mit 8 cm Länge zu kurz ist. Für weitere 19,9 % der Tiere ist eine optimale Betäubung mit einem 8 cm langen Bolzen fraglich. Dies liegt darin begründet, dass die tatsächliche Eindringtiefe des Bolzens von verschiedenen Faktoren abhängig ist, was bereits Paulsen et al. (2001) festgestellt haben. Nur bei 45,4 % der Rinder würde das Stammhirn mit einem Bolzen von 8 cm getroffen. Dabei ist festzuhalten ist, dass eine Eindringtiefe von 8 cm nur im Idealfall erreicht wird. Erfahrungsgemäß ist die Eindringtiefe des Bolzens in der Praxis häufig geringer.“ Ich verstehe es wirklich und ehrlich nicht, wie man sich ruhigen Gewissens bei einer so wichtigen Entscheidung für soviele Unsicherheiten entscheiden kann.

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Dazu kam jemand von Mecke (ist dir ja sicherlich ein Begriff, da du aus dem näheren Umfeld kommst) raus.

    :no: :nix:

  • Avatar E.v.A. sagt:

    Also ich war bis zum Basispass auch immer für den Bolzenschuss – allerdings aufm Hof. Beim Kurs wurde mir aber gesagt, dass das niemand macht und mein bis dahin festgelegtes Bild des Ende meines Pferdes schwankte und ich muss mich für einen anderen Weg entscheiden. Diesen habe ich aber bis heute noch nicht gefunden. :nix:

    Merlijns Link bringt mich da wieder ins Grübeln. Gibt es also doch Möglichkeiten, am Hof mit Bolzenschuss töten zu lassen??? Transportieren möchte ich ihn sehr ungerne. :seufz:

    Ich würde da den örtlichen Amtsvet. befragen. Der sollte Dir das beantworten können, denn die Regelungen sind da nach meinem Wissen regional unterschiedlich.
    Teilweise ist bzw war es mal nötig, eine Transportunfähigkeit vom Amtsvet bescheinigen zu lassen, teilweise vom örtlichen Tierarzt. Ob das alles überhaupt nötig ist, wenn nicht der Metzger das Tier mitnimmt, sondern es vom Abdecker abgeholt wird :nix:

  • GidranX GidranX sagt:

    Dazu kam jemand von Mecke (ist dir ja sicherlich ein Begriff, da du aus dem näheren Umfeld kommst) raus.

    :no: :nix:

    Schlachter und Pferdehändler.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Und der hat dann das Pferd auf dem Hof erschossen, den Kadaver mitgenommen und für lau an rosarotbebrillte Schlachtpferdretter verkauft… 😀

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Aso … und der ist hier in unserer Nähe, ja? Nun gut.

    Ich finde diese Diskussionen hier wieder interessant und ich habe damals schon bei dem Thread ums Schlachten die Sorge des Einschläferns verloren und dafür bin ich dankbar.

    Natürlich ist es für mich der Horror, wenn ich an den Tag denke, aber ich bin nun um einiges aufgeklärter und ich vertraue darauf, dass ich den richtigen Zeitpunkt erkennen werde und die richtige Entscheidung treffen werde.

    Ich habe schon Tiere unter einem Bolzenschuss fallen sehen, bin aber auch nicht abgeneigt, mein Pferd einschläfern zu lassen. So langsam tendiere ich sogar dazu, dank der Aufklärung hier und im anderen Thread. Jedenfalls habe ich heute nicht mehr diese Bedenken und lasse nur eine einzige Tötungsweise gelten.

  • Avatar Landei sagt:

    Ok, Geschichte zum Einschläfern, ihr habts gewollt (zarte Gemüter sollten das überspringen 🙁 ):

    Ich war damals noch ziemlich jung und musste miterleben, wie sich ein Pferd beim Freilaufen in der Halle den Fesselkopf zertrümmert hat. Der Besi war im Urlaub und nicht erreichbar, der hinzugezogene TA sagte, da sei nichts mehr zu machen und riet zum Einschäfern. Nun war das Pferd panisch vor Schmerzen und die gesetzte Spritze zeigte null Wirkung. Außer dass das Pferd noch panischer wurde, immer wieder auf das verletzte Bein sprang, grauenhaft. Es wurde nachgespritzt, das Pferd taumelte, fiel, sprang wieder auf. Das ganze zog sich eine gefühlte Ewigkeit hin, ca. 30 Minuten. Ich weiß nicht, ob der TA irgendwann die Nerven verlor oder das fachlich ok ist, aber er beendete das schreckliche Drama, indem er dem Pferd (immer noch bei Bewußtsein) die Kehle durchschnitt. Was es dann endgültig zu Fall brachte und sterben ließ. Und ja, das hat mich so mitgenommen, das ich den Bolzenschuß bevorzuge.

    Meinen Hund musste ich einschläfern lassen und mir graute davor. Und nein, es war nicht schön und friedlich, denn der Kleine ist nicht eingeschafen, sondern saß kerzengerade, obwohl jeder Muskel krampfte und zuckte und hat mich dabei angestarrt. Horror! Er war schon immer ein Kämpfer und hat sich auch im Sterben nicht ergeben. Zwar ist er schnell gestorben, aber mich verfolgen diese letzten Bilder.

  • Avatar Castellano sagt:

    Kommt also sowohl bei Pferd als auch bei Hund nicht selten vor :no:

  • Avatar Cubano9 sagt:

    Ok, Geschichte zum Einschläfern, ihr habts gewollt (zarte Gemüter sollten das überspringen 🙁 ):

    Ich war damals noch ziemlich jung und musste miterleben, wie sich ein Pferd beim Freilaufen in der Halle den Fesselkopf zertrümmert hat. Der Besi war im Urlaub und nicht erreichbar, der hinzugezogene TA sagte, da sei nichts mehr zu machen und riet zum Einschäfern. Nun war das Pferd panisch vor Schmerzen und die gesetzte Spritze zeigte null Wirkung. Außer dass das Pferd noch panischer wurde, immer wieder auf das verletzte Bein sprang, grauenhaft. Es wurde nachgespritzt, das Pferd taumelte, fiel, sprang wieder auf. Das ganze zog sich eine gefühlte Ewigkeit hin, ca. 30 Minuten. Ich weiß nicht, ob der TA irgendwann die Nerven verlor oder das fachlich ok ist, aber er beendete das schreckliche Drama, indem er dem Pferd (immer noch bei Bewußtsein) die Kehle durchschnitt. Was es dann endgültig zu Fall brachte und sterben ließ. Und ja, das hat mich so mitgenommen, das ich den Bolzenschuß bevorzuge.

    Yep, so etwas in der Art –wenn auch nicht ganz so drastisch, habe ich bereits 2x erlebt. Und wenn man sich mal vor Augen führt, WIE unterschiedlich Pferde schon bei kleineren Eingriffen auf Narkosemittel reagieren, sind auch solche Geschichten eben nicht von der Hand zu weisen. Auch wenn einschläfern zunächst mal humaner und vor allem sauberer klingt.

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Aber so gibt es halt zu jeder Methode solche Horrormeldungen.

    Genauso wie bei (Tier-)ärzten: irgendwer hat immer einen negativen Beitrag zu erzählen.

    Es kann bei allem etwas schief gehen. Die Anzahl der gelungenen Tötungen wird dann nicht mehr gezählt. :nix:

  • GidranX GidranX sagt:

    Ok, Geschichte zum Einschläfern, ihr habts gewollt (zarte Gemüter sollten das überspringen 🙁 ):

    Ich war damals noch ziemlich jung und musste miterleben, wie sich ein Pferd beim Freilaufen in der Halle den Fesselkopf zertrümmert hat. Der Besi war im Urlaub und nicht erreichbar, der hinzugezogene TA sagte, da sei nichts mehr zu machen und riet zum Einschäfern. Nun war das Pferd panisch vor Schmerzen und die gesetzte Spritze zeigte null Wirkung. Außer dass das Pferd noch panischer wurde, immer wieder auf das verletzte Bein sprang, grauenhaft. Es wurde nachgespritzt, das Pferd taumelte, fiel, sprang wieder auf. Das ganze zog sich eine gefühlte Ewigkeit hin, ca. 30 Minuten. Ich weiß nicht, ob der TA irgendwann die Nerven verlor oder das fachlich ok ist, aber er beendete das schreckliche Drama, indem er dem Pferd (immer noch bei Bewußtsein) die Kehle durchschnitt. Was es dann endgültig zu Fall brachte und sterben ließ. Und ja, das hat mich so mitgenommen, das ich den Bolzenschuß bevorzuge.

    Meinen Hund musste ich einschläfern lassen und mir graute davor. Und nein, es war nicht schön und friedlich, denn der Kleine ist nicht eingeschafen, sondern saß kerzengerade, obwohl jeder Muskel krampfte und zuckte und hat mich dabei angestarrt. Horror! Er war schon immer ein Kämpfer und hat sich auch im Sterben nicht ergeben. Zwar ist er schnell gestorben, aber mich verfolgen diese letzten Bilder.

    Welche Mittel wurden denn benutzt?

  • Avatar La Jaca sagt:

    Landei, war dir denn bekannt dass dein Hund Narkosen so gut wegsteckte? Mein Terrier war sehr entspannt im Wartezimmer, TA kam kurz rein, schneller Pieks in den Po und dann durfte er auf meinem Schoss einschlafen (zur Kastra). Es hat sicher 30 min. gedauert bis er richtig weg war. Es war zwar schon gruselig, dass er sich doch noch übergab und einige Zeit immer mal wieder aufzuckte, aber das war eher mein Empfinden. Ich wusste ja dass er wieder aufwacht. Wäre es aber das Finale gewesen, hätte ich es sicher wesentlich schlimmer empfunden, dass er eben nicht Zack–sofort weg war. Vielleicht auch eine Kopfsache? :nix:

  • GidranX GidranX sagt:

    Und wenn man sich mal vor Augen führt, WIE unterschiedlich Pferde schon bei kleineren Eingriffen auf Narkosemittel reagieren,

    Die einzig unterschiedliche Wirkungsweise die ich kenne ist, dass für ein Großpferd manchmal Ponymenge ausreicht und umgedreht..

    Und wenn ein Pferd bereits panisch vor Schmerzen ist, dann dürfte auch ein Bolzenschuss nicht mehr gut zu setzen sein!

  • Avatar Castellano sagt:

    Bei unserem Beinbruchpferd wurde 1.Beruhigungsmittel 2. Narkosemittel gespritzt. Beides ausreichend dosiert u mit genug Wartezeit. Da begann schon das Drama, ohne die letzte Spritze. Benutzt wurde bei mir immer das Euthna (?) 77, also das neuere/bessere Mittel.

  • Avatar Castellano sagt:

    Das Pferd war trotz Unterschenkelbruch vor dem Spritzen nicht panisch, sondern stand ruhig u frass Heu. Panisch wurde es beim fallen u wieder aufspringen u dem dann zusätzlichen Bruch. Da saß schon die Narkosespritze, wirkte aber lange nicht, trotz vorangegangener Beruhigungsspritze.

  • GidranX GidranX sagt:

    Und der hat dann das Pferd auf dem Hof erschossen, den Kadaver mitgenommen und für lau an rosarotbebrillte Schlachtpferdretter verkauft… 😀

    so unwahrscheinlich ist das bei dem nicht. Bin mal dort gewesen als ich eine Freundin dorthin begleitet habe.. da wusste ich allerdings noch nicht, dass der auch schlachtet. Hat meiner Freundin einen Steiger vorgeführt mit den Worten, dann sollte sie aber besser ihre – damals 12jährige – Tochter nicht drauflassen..

  • Avatar Cubano9 sagt:

    Und wenn man sich mal vor Augen führt, WIE unterschiedlich Pferde schon bei kleineren Eingriffen auf Narkosemittel reagieren,

    Die einzig unterschiedliche Wirkungsweise die ich kenne ist, dass für ein Großpferd manchmal Ponymenge ausreicht und umgedreht..

    Ne, da bezog ich mich gar nicht unbedingt auf die Menge, sondern die Dauer der Wirksamkeit. Frax hat mal eine Standsedierung bekommen, weil er sich direkt nach der Ankunft bei mir immer sofort hingeworfen hat, wenn ihm jemand an ein Bein gefasst hat. Die Eisen mussten aber dringend runter. So, TA hat auch ganz vorschriftsmäßig gearbeitet – nur dummerweise blieben dem Schmied von den 30 Minuten, die diese Sedierung halten sollte, nicht ein mal die Hälfte – dann war das Pferd nämlich wieder hellwach. Und das ist offenbar KEINE Ausnahme, sondern kommt durchaus mal öfter vor.
    Und Gidran: Wenn ein Pferd bereits panisch vor Schmerz ist, wer sagt Dir denn, dass dann das Einschläfern so funktioniert, wie Du Dir das vorstellst?

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    In solchen Momenten wünscht man sich nur eins.

    Einen Typen der schiessen kann. Einen der zielt und auch trifft. Blattschuss.

    Da wäre dann ein erfahrener Jäger plötzlich sehr willkommen, der doch sonst nur die lieben süssen Bambis schiesst um sich am Tod anderer Tiere zu ergeilen :huh:

    Die Umkehrung von beruhigender Wirkung von Beruhigungsmitteln zur völligen Panik habe ich auch schon gehört. Erlebt noch nie, zum Glück.

    Man erzählt sich, Sedalin, sei so eine unsichere Komponente – um mal beim harmloseren Beispiel „Schmied“ oder „Scheren“ zu bleiben.

    Und wenn dann die Umkehrwirkung eintrifft soll nix mehr gehen :denk: :nix:

  • Avatar maurits sagt:

    diese sogenannte paradoxe Wirkung ist sehr selten.
    Von daher würde mich das jetzt weniger beunruhigen.
    Über ausreichende Erfahrung in der Wirkung sedierender Medikamente verfüge ich sehr wohl um das sicher behaupten zu können.

    Sonst müssten ja auch menschliche Patienten regelmässig durch den OP tanzen, statt brav auf dem Tisch zu liegen.

  • Avatar E.v.A. sagt:

    Der Punkt ist, dass ein guter Metzger für einen korrekt gesetzten Bolzenschuß einen kurzen Moment braucht, wo er das Pferd günstig erwischt.
    Auch ein sehr guter TA kann einen Zugang für die Infusion nicht so schnell legen und dann kann sich das Pferd das Teil beim rumspacken immer noch raus reißen. Und ehrlich gesagt, bei solchen Vorfällen wie hier von Landei geschildert, wäre ich dankbar, wenn mein TA dem Pferd beherzt die Kehle aufschneidet. Sicher ist das nicht die tollste Todesart, wenn das Pferd noch bei vollem Bewußtsein ist, aber besser als das Pferd sich noch weiter quälen zu lassen. Das Einzige, was mich in so einer Situation daran hindern würde, das selber zu tun, ist, dass ich nicht wüßte, wie man den Schnitt korrekt ansetzt.

  • Avatar E.v.A. sagt:

    diese sogenannte paradoxe Wirkung ist sehr selten.
    Von daher würde mich das jetzt weniger beunruhigen.
    Über ausreichende Erfahrung in der Wirkung sedierender Medikamente verfüge ich sehr wohl um das sicher behaupten zu können.

    Sonst müssten ja auch menschliche Patienten regelmässig durch den OP tanzen, statt brav auf dem Tisch zu liegen.

    Also bei Pferden habe ich da grad im Zusammenhang mit Schmied oder Zahnarzt schon ganz häufig derartige Berichte aus dem Bekanntenkreis gehört, also kanns nicht soo selten sein.
    Gut, im Zusammenhang mit dem Einschläfern hab ichs glücklicherweise noch nicht erlebt, aber das war für mich mit ein Grund, das in einer Klinik machen zu lassen, weil da einfach nicht ein TA alleine vor Ort ist und evtl im Fall des Falles noch andere Hilfsmittel zur Verfügung stehen.

  • Avatar Castellano sagt:

    Man muss aber schon todesmutig sein, sich an ein panisches Pferd im Medikamentenrausch dran zu trauen. Also bei unserer Geschichte sind sowohl ich als auch Tierarzt dem Pferd grosszuegig aus dem Weg gegangen. Wir konnten wirklich nur warten bis er dann doch entgueltig lag. So schnell wäre auch kein Jaeger griffbereit gewesen.

  • Avatar Cubano9 sagt:

    Sonst müssten ja auch menschliche Patienten regelmässig durch den OP tanzen, statt brav auf dem Tisch zu liegen.

    Das wohl eher nicht. Aber es ist ja nun auch nicht sooooo selten, dass eine Narkosewirkung nicht ausreicht und nachgespritzt werden muss, oder?
    Und wenn Du so ein Pferd hast, wie Frax – bei dem halt die normale Dosis ganz offenbar nicht funktioniert – kommt man schon ein wenig ins Grübeln.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    diese sogenannte paradoxe Wirkung ist sehr selten.
    Von daher würde mich das jetzt weniger beunruhigen.
    Über ausreichende Erfahrung in der Wirkung sedierender Medikamente verfüge ich sehr wohl um das sicher behaupten zu können.

    Nun wir reden hier alllgemein von hoffentlich höchst selten auftretenden Komplikationen 😉

    Wir konnten wirklich nur warten bis er dann doch entgueltig lag. So schnell wäre auch kein Jaeger griffbereit gewesen.

    Drum sage ich ja, man wünschte es sich, sozusagen als Wunder :friend:

  • Avatar Juliafientje sagt:

    Gott oh gott, da wünscht man sich echt, dass das Pferd einfach irgendwann einschläft.

    Würde mir mein Leben lang Vorwürfe machen, wenn so etwas beim einschläfern oder Bolzenschuss passiert.
    Allerdings weiß ich, dass mein Pferd gut auf Sedierungen anschlägt. Mussten wir ja in den letzten Jahren leider sehr häufig machen…

    Die Geschichten mit den panisch herum springenden Pferden mit gebrochenen Knochen sind echt grauenhaft ;(
    Aber das wird ja wohl nicht soooo oft passieren hoffe ich :no:

    Ich werde mich mal schlau machen, zu beiden Möglichkeiten.
    Was anderes kann man wohl eh nicht tun, man weiß nie ob es gut geht, oder?
    So oder so :nix:

  • Avatar Castellano sagt:

    Nein, gibt es nicht! Deswegen schliesst sich auch hier der Kreis wieder: jeder muss das machen was er für sich u sein Pferd u die Situation am besten hält. Und dann eben hoffen das es ruhig u friedlich zu Ende geht!

  • Avatar E.v.A. sagt:

    Nein, gibt es nicht! Deswegen schliesst sich auch hier der Kreis wieder: jeder muss das machen was er für sich u sein Pferd u die Situation am besten hält. Und dann eben hoffen das es ruhig u friedlich zu Ende geht!

    AMEN! Was so viel heisst, wie : dem schließe ich mich vollumfänglich an. Würde auch nie jemandem zu der einen oder anderen Todesart raten oder davon abraten.
    DAS kann wirklich jeder Pferdebesitzer nur selber entscheiden.

  • GidranX GidranX sagt:

    Und das ist offenbar KEINE Ausnahme, sondern kommt durchaus mal öfter vor.

    Richtig, vor allem wenn man das Körpergewicht des Pferdes zwecks richtiger Dosierung vom TA schätzen lassen muss. Manchmal geht das aber leider nicht anders..

    Und Gidran: Wenn ein Pferd bereits panisch vor Schmerz ist, wer sagt Dir denn, dass dann das Einschläfern so funktioniert, wie Du Dir das vorstellst?

    Ja niemand. Und jetzt? Deswegen ist der Bolzen immer noch keinen Zentimeter länger und die Wahrscheinlichkeit dazu kommt, das der zusätzlich nicht richtig gesetzt wird, meinem Pferd also zusätzlich noch Qualen entstehen.. In solchen Situationen ist wohl leider das Mittel gefragt, welches das Pferd erst mal am schnellsten Bewegungsunfähig macht, da kann man wohl kaum Rücksicht auf ein sanftes Entschlafen nehmen – so grausam wie das sein mag. Das sehe ich genau wie MerljinCH. Aber das kann ja wohl nicht ernsthaft zur Diskussion stehen.. ?(
    Als die Trulla das erste Mal sediert wurde habe ich mich genau nach dem Mittel und der Menge erkundigt und mir notiert, um im Fall des Falles dem nächsten TA diese Infos geben zu können. Die Klinik fand das gut, dass ich ihr das mit an die Hand geben konnte.. :nix:

    Der Punkt ist, dass ein guter Metzger für einen korrekt gesetzten Bolzenschuß einen kurzen Moment braucht, wo er das Pferd günstig erwischt.

    Lies nochmal den Absatz aus der Dissertation den ich zitiert habe. Wenn also schon grob gesagt, bei 50% aller Tiere der Bolzenschuss nicht richtig funktionieren kann, WEIL ZU KURZ mit den üblich verwendeten Bolzen, dann noch der richtige Einschusswinkel um 1,25cm verschoben werden sollte, damit wenigstens ein paar mehr Tiere richtig betäubt werden für die 8cm reichen, wenn auch dann leider immer noch nicht alle, und dann noch der passende Moment dazu kommen muss in dem das Tier den Kopp ruhig hält… Das alles aber nur für Rinder gilt, weil von Pferden scheint man das so genau nicht zu wissen… Wie groß ist dann die Chance, dass dein Pferd so gut betäubt ist, dass es von allem weiteren nix mehr mitbekommt?

    Ausserdem frage ich mich echt, woran ihr einen guten Metzger festmacht. Das macht mich ganz wuschig dieses Dorfmetzgergerede. Ich gehe mal schwer davon aus, dass die guten Metzger tatsächlich die sind, die auf Akkord arbeiten. Denn da spielt der Zeitfaktor (Zeit ist Geld) ganz sicher eine übergeordnetet Rolle. Jeder Handgriff muss im Schlaf sitzen. Wenn das Band dauernd stehen muss, weil der zu doof ist, das Tier gleich so zu betäuben, dass es dauernd zu zeitaufwändigen Nachbearbeitungen kommen muss, dann steht der da vermutlich nicht lange.. und darf sich stattdessen selbstständig machen und Kränzchen winden.. :rolleyes:

  • Avatar Diana sagt:

    Gidran, mal ganz ersthaft – wenn ein Tier geschossen wird, dann fällt es in der selben Sekunde bewusstlos um und wird dann sofort am Hals aufgeschnitten zum Ausbluten.
    Wann soll es denn da noch etwas mitbekommen? Und wenn, mal ganz ketzerisch gefragt?

    Und zu der Problematik beim Einschläfern – es ist eben nicht so, dass das beim Pferd nachdosiert werden kann, wenn es nicht funktioniert.
    Bei schwachem Kreislauf oder verdicktem Blut funktioniert das ganze System einfach nicht.
    Nachdosieren macht es nicht besser, weil das Mittel eben nicht schnell genug in erforderlicher Menge am Bestimmungsort angekommen ist.
    Möglicherweise, weiß ich aber nicht, funktioniert der Kreislauf anschließend noch schlechter.
    Nur, Du kannst den Prozess eben nicht mehr umkehren.
    Toll, wenn das Tier dann wieder aufstehen will, zuckt oder röchelt.
    Und man nichts anderes tun kann als warten.
    Oder eben doch noch mechanisch töten.

  • Avatar Castellano sagt:

    Gidran, das ist mir jetzt echt zu anstrengend. Lass du doch einfach dein Pferd, wenn der Zeitpunkt gekommen ist, einschläfern u gut ist. Wenn Bolzenschuss für dich auf gar keinen Fall zur Debatte steht, brauchst du dir doch darüber gar keinen Kopf zu machen u ständig das selbe quaken!

  • Avatar maurits sagt:

    wieso, die anderen dürfen hier ja auch seitenlang das selbe quaken.

  • Avatar Mumpitz sagt:

    dann gibt es immer noch das Blasrohr mit dem man erst soviel Sedierung da reinjagen kann, dass der nicht mehr piep sagt um dann gesichert das Narkosemittel zu geben.

    DAS ist gar nicht so einfach mit dem Blasrohr. Die größten Geschosse, die z.B. mein Pharma-Großhändler anbietet, fassen gerade mal 5 Milliliter. Das reicht nicht einmal für einen Rottweiler, selbst das Xylazin-Konzentrat (Zoo- und Wildtiere) hat schon mal nicht für einen solchen gereicht. Nach drei Schüssen, die alle trafen, war der Hund dann so weit, daß ich halbwegs gefahrlos ran konnte. Xylazin-Konzentrat hat auch nicht jeder Pferde-Praktiker einfach so liegen…

    Kommt also sowohl bei Pferd als auch bei Hund nicht selten vor

    Wenn ich mal so überschlage, ist es doch recht selten. Bei Narkose/Einschläfern allerdings häufiger, als beim Schuss.

    Einen Typen der schiessen kann. Einen der zielt und auch trifft. Blattschuss.

    *unterschreib*

    Die Umkehrung von beruhigender Wirkung von Beruhigungsmitteln zur völligen Panik habe ich auch schon gehört

    diese sogenannte paradoxe Wirkung ist sehr selten.

    Mir gerade heute passiert mit einem Pudel -> Narkoseversuch abgebrochen (war Gott sei Dank nur eine geplante Zahn-Sanierung) und für nächste Narkose in Klinik geschickt.

    Man muss aber schon todesmutig sein, sich an ein panisches Pferd im Medikamentenrausch dran zu trauen. Also bei unserer Geschichte sind sowohl ich als auch Tierarzt dem Pferd grosszuegig aus dem Weg gegangen.

    In einem solchen Moment hat die Sicherheit der Menschen absolute Priorität!!!

    Ich habe Beide Methoden schon angewendet bzw. war dabei, und würde immer noch, wenn möglich, meine Pferde lieber schießen lassen.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Ausserdem frage ich mich echt, woran ihr einen guten Metzger festmacht. Das macht mich ganz wuschig dieses Dorfmetzgergerede. Ich gehe mal schwer davon aus, dass die guten Metzger tatsächlich die sind, die auf Akkord arbeiten. Denn da spielt der Zeitfaktor (Zeit ist Geld) ganz sicher eine übergeordnetet Rolle.

    Den seriösen, einfühlsamen Pferdemetzger mache in an den langjährigen Erfahrungen von Bekannten fest.

    Bekannte übrigens, die alle ausnahmslos ihre Tiere persönlich dahingefahren haben.

    Der letzte war übrigens Tillgeorge der sein Herzenspferd dahinbrachte.

    Diese Erfahrungen, diese – tönt irgendwie blöd – Referenzen sind für mich massgebend.

    Oder eben die Geschichten die man hört.
    Da war eine Frau, die musste ihr Pferd auch erlösen lassen. Sie hatte so Angst, so Panik, dass das Pferd es merkt.
    Da hat ihr der „Hori“ (eben selber auch Rösseler) den Vorschlag gemacht (die Stute ging gerne auf Turnier), er würde für sie am Sonntag arbeiten.
    Sie solle die Stute wie fürs Spring-Turnier paratmachen, einzöpfeln, putzen, schöne Decke drauf, Gamaschen, sie selber Turnierdress, das erwartungsfrohe Pferd einladen und nicht zum Turnier fahren sondern zu ihm.
    Das Pferd wurde ausgeladen und drei Minuten später lebte es nicht mehr, die Frau hat das in einem Schweizer Forum erzählt, die war im Frieden mit sich selbst, das hat mich auch beeindruckt.

    Oder dass der „Hori“ auch mal einen Pferdebesitzer nach Hause fährt, weil er genau sieht, dass der jetzt mit dem leeren Gespann nicht nach Hause fahren kann :S
    Und viele vertrauenserweckende Geschichten mehr.
    Irgendwie verliert das Ganze ein bisschen von seinem Schrecken. Gerade durch Normalität.

    Und solche Pferdemetzger gibt es garantier überall. Man muss sich über die Möglichkeiten rechtzeitig informieren, oder hinhören wenn Leute dadrüber sprechen.

    Im Reitforum schreibt übrigens einer mit – seine Beiträge lesen sich sachlich und doch äusserst einfühlsam, sie berühren mich, beeindrucken mich.

    Es ist doch gut wenn man sich rechtzeitig informiert, dass man für beide Fälle den versierten Fachmann zur Verfügung hätte.

    Und das heisst jetzt nicht, dass man vom Schlachter eine Kuschelstunde erwarten soll, aber die kriegt man ja auch vom Tierarzt nicht.
    Im Gegenteil je sachlicher, ruhig und überlegt das ganze abläuft, je besser für das Pferd.
    Wie gesagt, nix ist schlimmer als die Vorstellung dass ein Besitzer seine Aengste aufs Pferd überträgt, DAS ist für mich der pure Horror :S

  • Avatar Castellano sagt:

    @Mau
    Aber nicht auf diese penetrante Priesterart 😉 Ich habe auch bereits festgestellt das ich mich hier wiederhole, deswegen versuche ich mich nun nach meinem Fazit weiter oben (zu dem ich durchaus stehe, obwohl ich Bolzenschuss favorisiere) raus zu halten.

  • sweltsje sweltsje sagt:

    In solchen Momenten wünscht man sich nur eins.

    Einen Typen der schiessen kann. Einen der zielt und auch trifft. Blattschuss.

    Da wäre dann ein erfahrener Jäger plötzlich sehr willkommen, der doch sonst nur die lieben süssen Bambis schiesst um sich am Tod anderer Tiere zu ergeilen :huh:

    Die Umkehrung von beruhigender Wirkung von Beruhigungsmitteln zur völligen Panik habe ich auch schon gehört. Erlebt noch nie, zum Glück.

    Man erzählt sich, Sedalin, sei so eine unsichere Komponente – um mal beim harmloseren Beispiel „Schmied“ oder „Scheren“ zu bleiben.

    Und wenn dann die Umkehrwirkung eintrifft soll nix mehr gehen :denk: :nix:

    Bei schwachem Kreislauf oder verdicktem Blut funktioniert das ganze System einfach nicht.
    Nachdosieren macht es nicht besser, weil das Mittel eben nicht schnell genug in erforderlicher Menge am Bestimmungsort angekommen ist.
    Möglicherweise, weiß ich aber nicht, funktioniert der Kreislauf anschließend noch schlechter.
    Nur, Du kannst den Prozess eben nicht mehr umkehren.
    Toll, wenn das Tier dann wieder aufstehen will, zuckt oder röchelt.
    Und man nichts anderes tun kann als warten.
    Oder eben doch noch mechanisch töten.

    Und genau das hab ich erlebt. Ich war bisher dreimal beim Einschläfern dabei, und beim dritten Mal hatten wir das Problem, dass es wegen verdickten blut nicht funktionierte. Im Nachhinein frage ich mich, warum der TA das überhaupt versucht hat.
    Ich stand daneben, als er versuchte in dem kranken Körper die Halsvene zu finden, und da kam dann dunkler sirup raus. Das Pferd litt, und ich hab gefragt, ob wir es nicht erschiessen können. Der TA guckte so 8| und sagte, das wäre die letzte Lösung. Ich weiß nicht, warum es nicht gleich so gemacht wurde. Ich verstehe nix vom Schlachten und Bolzenschüssen.
    Den Jäger den hab ich mir damals auch gewünscht. Heute bin ich mit einem zusammen. Ich weiß aber nicht, ob das mit den Jagdwaffen so einfach geht aus nächster Nähe zu schiessen. Muss mal fragen.
    Mein Fazit ist: Beide Möglichkeiten haben ihre Nachteile bzw. Grenzen. Ich muss als Besitzer im richtigen Moment die richtige Entscheidung treffen. Und deshalb lege ich mich da heute für mein jetztiges Pferd nicht fest. Das hat der nicht verdient, dass ich aus persönlichen Gründen oder Sturheit an einer Methode festhalte, die für ihn mit seinem speziellen Krankheitsbild vielleicht nicht die richtige ist.

    Edit: Mein Pferd hat sich wirklich minutenlang gequält, weil das Narkosemittel sich im Körper nicht verteilen konnte. Der TA überlegte dann laut, dass man es mit einer langen spritze direkt ins Herz versuchen könne… hat er aber nicht gemacht, wir haben einfach abgewartet. Sie haben mir immer gesagt, dass sie das alles ja nicht mehr spürt, weil sie betäubt ist, ich hab das mal so hingenommen. *winkzugidranx*

  • Avatar Mumpitz sagt:

    Und zu der Problematik beim Einschläfern – es ist eben nicht so, dass das beim Pferd nachdosiert werden kann, wenn es nicht funktioniert.
    Bei schwachem Kreislauf oder verdicktem Blut funktioniert das ganze System einfach nicht.
    Nachdosieren macht es nicht besser, weil das Mittel eben nicht schnell genug in erforderlicher Menge am Bestimmungsort angekommen ist.
    Möglicherweise, weiß ich aber nicht, funktioniert der Kreislauf anschließend noch schlechter.
    Nur, Du kannst den Prozess eben nicht mehr umkehren.

    Das kann ein echtes Problem sein, das mir beim Pferd Gott sei Dank bis auf einen Fall bisher erspart geblieben ist. Morgen muss ich zwei sehr alte Pferde einschläfern, und ich hoffe und bete, daß es gut funktioniert, denn auch für mich, nicht nur für den Besitzer, ist es schlimm, wenn es nicht glatt vonstatten geht.

  • Avatar Juliafientje sagt:

    Ich habe Beide Methoden schon angewendet bzw. war dabei, und würde immer noch, wenn möglich, meine Pferde lieber schießen lassen.

    Hmm, wenn das sogar du als Tierärztin bevorzugst, sollte ich vielleicht doch noch mal mehr Infos über den Bolzenschuss einholen und wie das so hier laufen würde…

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    wieso, die anderen dürfen hier ja auch seitenlang das selbe quaken.

    ich habe keinen hier gelesen, der das Einschläfern verurteilt, im Gegenteil.

  • Avatar maurits sagt:

    Juliafientje, dann erzähl ich Dir jetzt von dem hier ansässigen Pferdemetzger, der selbst Pferde hat und aktiver Reiter ist, der seine eigene Stute vor Jahren aufgrund ihrer Arthrose einschläfern liess und nicht mit dem Bolzenschuss getötet hat oder töten liess.

    Das führt doch zu nichts hier. :rolleyes:

    lg
    maurits

  • Avatar Pandora sagt:

    Solche extremen Vorfälle beim Einschläfern scheinen ja vorallem aufzutreten, wenn spontan (wg. Unfall) eingeschläfert werden muss oder der TA unfähig ist (Bsp: T61 ohne Narkose)

    Ich denke wenn man etwas Zeit hat den letzten Weg des Pferdes vorzubereiten und einen fähigen Tierazt hat, dann sollte es glatt laufen mit dem Euthanasieren

    Musste mein Pferd Ende im Sommer diesen Jahres einschläfern. Er lief deutlich schlechter und ich hatte ihm in Absprache mit meinem Tierarzt eine letzte Chance mit starken Medikamenten eingeräumt. Leider hat er darauf nicht angesprochen….
    Ich kam in den Stall, hab mein Pferd gesehen und wusste: jetzt ist der Zeitpunkt ;( Habe mit Absicht aber noch einige Tage bis zum Termin mit dem TA offen gelassen, aus gutem Grund: ich wollte alles gut vorbereiten, damit es für mein Pferd so stressfrei wie möglich wird.

    hab einen schönen Platz zum Einschläfern ausgesucht, blickgeschützt mit weichem Untergrund (zum Glück gab´s da am Stall ideale Voraussetzungen)………
    dann hab ich ihn jeden Tag dorthingeführt und hab ihm dort mit seiner Leibspeise gefüttert……..

    am Tag X ist es dank der Vorbereitungsmaßnahmen „perfekt“ gelaufen:
    Pferd kam an den Ort, freute sich auf´s Essen, hat noch während dem Mampfen ne Sedierung bekommen, danach Vollnarkose, er hat sich selbst auf den weichen Boden gelegt, ganz ruhig war er……..ich hatte das Gefühl, dass er gehen wollte

    ich hatte seinen Kopf im Schoss und hab ihm die ganze Zeit gesagt, dass er das beste Pferd ist und das wir uns irgendwann wieder sehen………er war ganz entspannt, keine Angst ……… dann kam die letzte Spritze…… fertig

    es hätte nicht besser sein können

  • Avatar Juliafientje sagt:

    Juliafientje, dann erzähl ich Dir jetzt von dem hier ansässigen Pferdemetzger, der selbst Pferde hat und aktiver Reiter ist, der seine eigene Stute vor Jahren aufgrund ihrer Arthrose einschläfern liess und nicht mit dem Bolzenschuss getötet hat oder töten liess.

    Hmm, ok…ihr verwirrt mich 😉

  • Avatar Juliafientje sagt:

    hab einen schönen Platz zum Einschläfern ausgesucht, blickgeschützt mit weichem Untergrund (zum Glück gab´s da am Stall ideale Voraussetzungen)………

    Wenn ich die Möglichkeit hätte, würds mir damit deutlich besser gehen!

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Ich habe Beide Methoden schon angewendet bzw. war dabei, und würde immer noch, wenn möglich, meine Pferde lieber schießen lassen.

    Hmm, wenn das sogar du als Tierärztin bevorzugst, sollte ich vielleicht doch noch mal mehr Infos über den Bolzenschuss einholen und wie das so hier laufen würde…

    Fast eine identische Antwort habe ich von meinem Tierarzt und Chef und Inhaber einer Privatpferdeklinik auf meine Frage gekriegt, wie denn die finale Lösung für seine eigenen Pferde im Falle eines Falles aussehen würde (hat mehrere Turnierpferde, die auch Familienpferde sind).
    Und mit dieser Meinung steht er als bekannter Tierarzt beileibe nicht alleine.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Mein Fazit ist: Beide Möglichkeiten haben ihre Nachteile bzw. Grenzen. Ich muss als Besitzer im richtigen Moment die richtige Entscheidung treffen. Und deshalb lege ich mich da heute für mein jetztiges Pferd nicht fest. Das hat der nicht verdient, dass ich aus persönlichen Gründen oder Sturheit an einer Methode festhalte, die für ihn mit seinem speziellen Krankheitsbild vielleicht nicht die richtige ist.

    Besser und verantwortungsvoller kann man es nicht ausdrücken, das ist auf den Punkt gebracht :hug: :friend:

  • Avatar La Jaca sagt:

    Einen Typen der schiessen kann. Einen der zielt und auch trifft. Blattschuss.

    *unterschreib*

    Das kann aber doch genau so abenteuerlich ausarten wie ein falsch gesetzter Bolzenschuss. nicht umsonst gibt es „freiberufliche“ Schweißhunde.

  • Avatar Diana sagt:

    Ich wollte noch zu bedenken geben, dass der Pferdemetzger in der Regel erlaubt, dass der Pferdebesitzer sein Tier bis zum Schluss begleitet.
    Glaubt wirklich jemand, er würde das machen, wenn er befürchten müsste, dass es Komplikationen beim Bolzenschuss geben würde?

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Richtig Diana :thumbsup:

  • Avatar Hijara sagt:

    Ich wollte noch zu bedenken geben, dass der Pferdemetzger in der Regel erlaubt, dass der Pferdebesitzer sein Tier bis zum Schluss begleitet.
    Glaubt wirklich jemand, er würde das machen, wenn er befürchten müsste, dass es Komplikationen beim Bolzenschuss geben würde?

    Beim TA darf man ja auch dabei sein und auch da klappt es mit dem Einschläfern nicht immer komplikationslos. Ist für mich deshalb kein gutes Argument!

  • Avatar Cubano9 sagt:

    Einen Typen der schiessen kann. Einen der zielt und auch trifft. Blattschuss.

    *unterschreib*

    Das kann aber doch genau so abenteuerlich ausarten wie ein falsch gesetzter Bolzenschuss. nicht umsonst gibt es „freiberufliche“ Schweißhunde.

    Kann. Muss aber nicht. Ich hab das in Spanien in der Nachbarschaft erlebt. Pferd war eine Klippe runtergesprungen, Beinbruch. Der TA der Insel war am anderen Ende derselben. Da haben sie das Pferd kurz und schmerzlos erschossen, weil der Besitzer überhaupt keine Lust hatte, das Tier länger leiden zu lassen, als unbedingt nötig. In einem anderen Fall haben die Stallbesitzer aus den gleichen Gründen einen befreundeten Jäger gerufen, junges Pferd hatte sich das HB gebrochen – chancenlos. Auch das ging schnell und unkompliziert. Ist halt nur für unsere Augen und unser Sicherheitsverständnis sehr ungewohnt. Aber richtig, wenn die Alternative heisst, dass das Tier sich endlos lange quält.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    La Jaca bevor Du reisserisch wirst.

    Dieser Wunsch ist mir bei der Vorstellung dass etwas schiefgeht – bei welcher Variante – fiktiv!

    Dass einfach jemand da wäre, der dem Elend ein Ende macht. Peng….aber einfach schnell und unwiederbringlich erlösen, wenn sonst nix mehr geht.

    Aber Du darfst es gerne reisserisch ausschlachten 😀

    Ich erwarte von Dir nix anderes :na:

  • GidranX GidranX sagt:

    Glaubt wirklich jemand, er würde das machen, wenn er befürchten müsste, dass es Komplikationen beim Bolzenschuss geben würde?

    Gebetsmühle anwirft: Es geht mir nicht darum, in welchem Fall es blöder Weise zu einem Horrorszenario kommen kann. Man kann nicht sämtliche möglichen Komplikationen vorher ausschließen.

    Aber selbst mein Schwager – seines Zeichens Metzger und mit dem Bolzenschussgerät vertraut – rät, wenn man die Wahl hat, zum Einschläfern. Einfach aus dem Grund, dass die hier gewonnenen Erkenntnisse darüber, ob und wieviel die Tiere vom danach erfolgenden Sterbevorgang tatsächlich anschließend noch mitbekommen, gesicherter sind. Wenn man sich trotzdem für den Bolzenschuss entscheidet, dann selbstverständlich nur von jemandem, der das oft genug gemacht hat, und unter Einbeziehung langjähriger Erfahrungen so Dinge wie Zustand, Gewicht des Tieres mit einbeziehen kann. Und – er würde nicht zulassen, dass der Besitzer dabei bleibt. Er hat übrigens am Schlachthof gearbeitet, sein Vater hat eine Metzgerei gehabt. Er kennt also beides. :look: Seine Haustiere wurden alle eingeschläfert.

  • Avatar Hijara sagt:

    Hab ja jetzt viel gelesen hier und es gibt wohl für beide Methoden für und wider.
    Aber die Gründe für den Bolzenschuss machen nicht wett dass ich mit dem Pferd über 3 Std. auf der Straße wäre und dass ich mit der Behandlung im Vorfeld so eingeschränkt wäre da ja viele Medis nicht zugelassen sind. Dass man erst ins Schlachthaus für den Bolzenschuss fährt und dann das Tier zum Abdecker gibt passt in meinem Kopf nicht zusammen, sorry.
    Unser Hanno hätten wir nicht mehr problemlos auf den Hänger bekommen und die Fahrt wäre sicher schrecklich gewesen. Er konnte auf der Wiese vor dem Hof sterben auf der er auch die Zeit davor oft stand. Und meiner Meinung nach war er schon im Stehen tot. Der TA kam um 22 Uhr damit nicht die Stallmannschaft drum herum stand und der Abdecker morgens um 5. Es war furchtbar, und doch fast zu spät. Aber die Methode war für uns die einzig richtige.
    Dankbar war ich unserem TA für die gute Organisation!!!
    Ein anderes Pferd wurde nicht lange danach eingeschläfert und die Dosis hat wohl nicht gestimmt.
    Der bekam dann diesen Schnitt der Aorta nach der Spritze und hat ausgeblutet. Kein schöner Anblick!
    Dann hat der TA auf Wunsch der Besi auf einer Hangkoppel eingeschläfert zu der der Laster nicht fahren konnte. Die sind dann unverrichterter Dinge wieder abgefahren. Koppel musste teils abgebaut werden.
    Das Pferd ewig weit mit dem Schlepper gezogen werden zu einer befahrbaren Stelle doch dann kam der
    Abdecker erst Tage später anderer Termine und wegen Wochenende… , die Pferde wollten an dem zugedeckten Kadaver nicht mehr vorbei, die Nachbarn haben sich beschwert – es war heiß, am Ende musste das Tier noch einmal weggeschleppt werden.
    Da ging echt alles schief.

  • Avatar La Jaca sagt:

    La Jaca bevor Du reisserisch wirst.

    Ich muss mich eir dir nicht rechtfertigen. Ich bin im Jagdbereich aufgewachsen und ein Schuss, auch aus nahester Entfernung, kann genauso daneben gehen und unnötiges Leid verursachen. Fiktiv finde ich es nicht, denn oftmals ist ein Jagdpächter eine Alternative, wenn es um Nottötungen geht (oder die man als eine solche betrachtet oder aussehen lassen will)

  • Avatar Hardy sagt:

    Deswegen schliesst sich auch hier der Kreis wieder: jeder muss das machen was er für sich u sein Pferd u die Situation am besten hält. Und dann eben hoffen das es ruhig u friedlich zu Ende geht

    Genau darum gehts doch ! Was für den einen gut ist kann für jemand anderes gänzlich falsch sein. Zum Beispiel hat mein alter Wallach Panik vor meinem (unheimlich kompetenten) Tierarzt. Er kennt den ganz genau, denn immer wenn der kommt ist was nicht in Ordnung. Er flüchtet regelrecht wenn er sein Auto nur schon anfahren sieht, nie würde er auch nur eine Karotte von dieser Person annehmen 8o Impfen war jedesmal ein Drama, da kann das sonst grottenbrave Tier dann schon mal vorne Rausschlagen und solche Spränzchen…

    Seit ihn eine junge Assistenzärztin impft ist die Nadel und überhaupt alles kein Thema, denn junge Damen mag er 😉 Fürs einschläfern würde ich aber zwingend den Profi wollen. Das ist aber unmöglich da Elegante sich schon unheimlich verkrampfen würde nur schon beim Anblick des TA. Also wäre in DIESEM Falle der Bolzenschuss meine Wahl.

    Ausserdem ist letztes Jahr das Pferd einer Pensionärin so getötet worden und das war total friedlich, auf der Weide, in seiner gewohnten Umgebung, ganz ohne Stress.

  • sweltsje sweltsje sagt:

    Mein Fazit ist: Beide Möglichkeiten haben ihre Nachteile bzw. Grenzen. Ich muss als Besitzer im richtigen Moment die richtige Entscheidung treffen. Und deshalb lege ich mich da heute für mein jetztiges Pferd nicht fest. Das hat der nicht verdient, dass ich aus persönlichen Gründen oder Sturheit an einer Methode festhalte, die für ihn mit seinem speziellen Krankheitsbild vielleicht nicht die richtige ist.

    Besser und verantwortungsvoller kann man es nicht ausdrücken, das ist auf den Punkt gebracht :hug: :friend:

    Danke Merlijnchen, das hab ich aber geschrieben und nicht Pandora, haste das Zitat gefälscht? :na:

  • Avatar Fluppel sagt:

    Also, weil hier immer noch alle am Auflisten sind, mach ich mal mit:

    – mein Tierarzt läßt und ließ seine Tiere einschläfern und meinte, so einen Tod würde er sich auch wünschen. Schlafen und dann eine Überdosis Narkosemittel – einfach hinüberdämmern ohne was mitzubekommen.

    – meine Seelentierärztin sagt, sie hatte bei Pferden ohne Herz-Kreislauferkrankungen und bei freier Hand für die Dosierung (jaaa, da gucken manche noch auf die ml und damit aufs Geld!) noch nie einen Zwischenfall

    – mein Schwager, seines Zeichens Landwirt und Jäger, selber unzählige Male beim Bolzenschuss dabei gewesen, bei ihm fanden (finden?) auch immer noch Hofschlachtungen einiger Tiere für den Eigenbedarf statt, zu denen ein versierter Metzger (und kein rudimentär angelernter Fließbandarbeiter) rauskommt, ist schier ausgeflippt als ich ihn auf den Bolzenschuss als gute Todesart ansprach. Seine Schilderungen reichten mir. Er ist auch kein Fan vom Einschläfern, da das beim vorletzten Hund nicht gutging. Somit wurde der letzte Hund dann alt und krank selber geschossen. (Auch nicht das meine und sicher auch nicht legal.) Aber ja,

    – für den WorstCase hängt hier an meinem Board die Telefonnummer unseres nächsten Nachbarn, seines Zeichens Jäger und 700m von uns entfernt zuhause…

    – Für mich persönlich reichen die bislang erfolgten Studien aus um daraus den Schluss zu ziehen, dass auch in Fällen ohne offensichtlichen Zwischenfall (sprich, eigentlich läuft alles „perfekt“: Schuß, Pferd fällt, wirkt bewusstlos, Tod durch Ausbluten) es recht wahrscheinlich ist, dass das Pferd eben nicht bewusstlos und sicher betäubt ist und somit noch weiters mitbekommt und das ist für mich persönlich untragbar.

    – Wegen der Betonfläche oder dem asphaltiertem Weg zum Todesort: das hängt von der TBA ab, wie das gehandhabt wird. Una schlief auf Blumenwiese ein und zu uns führt eh nur ein Schotterfeldweg, trotzdem wurde ihr Körper von da abgeholt. Genauso was die Handhabung mit den Eisen angeht, in manchen Landkreisen wird mit Eisen nicht mitgenommen, bei uns hätte es pro Eisen gekostet (10 Euro glaube ich), das hätten wir gezahlt, aber mein Tierarzt zog sie ihr noch ab. Er wusste, dass er das nicht brauch oder soll, ich glaube, er tat es um so noch etwas um uns rumzukruscheln und uns noch etwas zu begleiten…

    – Mein Tierarzt kam zu dem finalen Termin extra in Begleitung einer weiteren Fachtierärztin für Pferde. Diese hielt sich für uns völlig im Hintergrund, wäre aber als Unterstützung sofort greifbar gewesen.

  • gitana gitana sagt:

    Mal noch eine andere Möglichkeit: Man sieht doch bei den Stierkämpfen oft, wenn das Abschlachten Töten zum Schluß nicht richtig klappt und der Stier sich da unnötig rumquält, daß die da so einen Spezialdolch nehmen, dem einmal zackig in´s Genick stechen (muß, soweit ich weiß, genau zwischen Schädel und erstem Halswirbel sein) und dann bricht der wie vom Blitz getroffen zusammen und ist tot. Wär sowas für Pferde, vielleicht auch nur im Notfall, wenn es anders doch leider Komplikationen gibt, nicht auch eine Möglichkeit, weiteres unnötiges Leid zu verhindern? :S

  • GidranX GidranX sagt:

    In welchem Notfall denn.. ?( Wenn man nicht mehr dran kommt weil es rasend vor Angst oder Schmerz ist? Weil wenn es ruhig ist, dann kann man auch alles andere vornehmen und muss nicht derart martialisch handeln.. :nix:

  • Avatar Pandora sagt:

    @ sweltje

    Hehehe, stimmt, das ist nicht von mir.

    Gefällt mir aber sehr gut, schön gesagt :bravo:

  • gitana gitana sagt:

    In welchem Notfall denn.. ?( Wenn man nicht mehr dran kommt weil es rasend vor Angst oder Schmerz ist? Weil wenn es ruhig ist, dann kann man auch alles andere vornehmen und muss nicht derart martialisch handeln.. :nix:

    Natürlich nicht, wenn es rasend vor Schmerz ist, sondern dann, wenn es daliegt und röchelt und leidet und nichts wirkt mehr. Wurde doch hier schon mehrfach erwähnt, daß das auch vorkommen kann.

    Und was ist daran so martialisch? Ein Stich und alles ist vorbei …

  • Avatar Legolas sagt:

    Gidran, du schreibst die ganze Zeit nur von Rindern, diese Links beziehen sich meist auf Rinder, dieser Vergleich humpelt mir zu stark, man bedenke die stärke des Schädels etc..wenn beim einschläfern was nicht geklappt hat, war dann das T 61, nicht wahr :rolleyes:

  • sweltsje sweltsje sagt:

    Habe den Jäger meines Vertrauens befragt, der auch mit Hausschlachtungen auf eigenem Hof augewachsen ist.
    Er hat selbst schon die verschiedensten Varianten erlebt.
    Der Bolzenschuss ist in der Tat nicht zerstörerisch für das Hirn und nur eine Betäubung im weitesten Sinne. Er muss gekonnt gesetzt werden, dann ist das bei Rind, Bulle, Schaf oder Pferd kein Problem.
    Bei einem unruhigen Ziel, z.B. der Bulle, der dem Metzger auskam und auf der Weide niemand mehr an sich ranließ, ist ein Schuss aus der Jagdwaffe auf dem gesenkten Kopf (Bulle tut den Gefallen und senkt den Kopf zum Angriff) wirkungsvoll und eine gute Lösung. Auch im Falle meiner Stute mit dem geronnenen Blut wäre ein Schuss aus einer Jagdwaffe das schnellste und schonenste gewesen.
    Auch hat er schon angefahrenes Wild (Hirschkuh) bei Publikum, weil er nicht schiessen wollte mit einem gezielten Stich im Genick (wie von Gitana beschrieben) erlöst. Von Fall zu Fall wie es gerade passt.
    Ein altes ruhiges Pferd, was vermutlich nicht kämpfen wird, ist mit Einschläfern im klassischen sinne sicher schön und gut zu erlösen. Wer nicht zum Metzger fahren kann, weil Pferd z.b. schwer verletzt ist und keinen an sich ran lässt, tut gut daran einen Jäger zu rufen.
    So manifestiert sich meine Einstellung: Ich entscheide im Fall eines Falles, wie mein Pferd stirbt. Ich verteufele keine Methode, weil jede ihre Berechtigung hat. Gut informieren, ein klarer Blick und Verantwortungsbewusstsein. Das ist das Rezept!

  • Bille21 Bille21 sagt:

    So manifestiert sich meine Einstellung: Ich entscheide im Fall eines Falles, wie mein Pferd stirbt. Ich verteufele keine Methode, weil jede ihre Berechtigung hat. Gut informieren, ein klarer Blick und Verantwortungsbewusstsein. Das ist das Rezept!

    Bei Sweltsje unterschreib. Es muss im Fall der Fälle der „leichteste“ Weg für mein Tier sein – das bin ich ihm einfach schuldig.
    Im Frühjahr wurde das verdiente und geliebte Rentner-Sportpferd von guten Freunden auf der Rentnerkoppel nach einem offenen Hinterbeinbruch vom SB (der Jäger ist) erschossen. Er wollte dem Tier die halbe Stunde Schmerzen ersparen, die es sicherlich gelitten hätte, bis ein TA vor Ort gewesen wäre…

  • Avatar Andrea S sagt:

    Mein Fazit ist: Beide Möglichkeiten haben ihre Nachteile bzw. Grenzen. Ich muss als Besitzer im richtigen Moment die richtige Entscheidung treffen. Und deshalb lege ich mich da heute für mein jetztiges Pferd nicht fest. Das hat der nicht verdient, dass ich aus persönlichen Gründen oder Sturheit an einer Methode festhalte, die für ihn mit seinem speziellen Krankheitsbild vielleicht nicht die richtige ist.

    Danke Pandora! Sweltsje :thumbsup:
    Aber einen Zusatz hätte ich dennoch 😉 Man sollte sich zu Lebzeiten über die Möglichkeiten informieren! Das ist unerlässlich um eben an Tag X vorbereitet zu sein um schnell und richtig auf die die Situation und die Umstände angepasst entscheiden zu können. An solchen Tagen oder im Notfall hat man nämlich eigentlich keinen Kopf dafür :no:

  • casper109 casper109 sagt:

    Ich begreife in drei Teufels Namen nicht, warum man nicht sachlich über dieses Thema reden kann.

    weil es zu emotional ist….. :nix:

  • sweltsje sweltsje sagt:

    Mein Fazit ist: Beide Möglichkeiten haben ihre Nachteile bzw. Grenzen. Ich muss als Besitzer im richtigen Moment die richtige Entscheidung treffen. Und deshalb lege ich mich da heute für mein jetztiges Pferd nicht fest. Das hat der nicht verdient, dass ich aus persönlichen Gründen oder Sturheit an einer Methode festhalte, die für ihn mit seinem speziellen Krankheitsbild vielleicht nicht die richtige ist.

    Danke Pandora Sweltsje! :thumbsup:
    Aber einen Zusatz hätte ich dennoch 😉 Man sollte sich zu Lebzeiten über die Möglichkeiten informieren! Das ist unerlässlich um eben an Tag X vorbereitet zu sein um schnell und richtig auf die die Situation und die Umstände angepasst entscheiden zu können. An solchen Tagen oder im Notfall hat man nämlich eigentlich keinen Kopf dafür :no:

    Das habe ich geschrieben, nicht Pandora…

    Ich begreife in drei Teufels Namen nicht, warum man nicht sachlich über dieses Thema reden kann.

    weil es zu emotional ist….. :nix:

    Ich finde wir diskutieren hier doch relativ sachlich für das Pförgle. Natürlich ist das ein emotionales Thema, und nicht jeder denkt gerne über den Tod nach. Es gehört aber zum Leben, und zu der Verantwortung die wir mit dem Kauf eines Pferdes oder Hundes auf uns nehmen. Wer im Vorfeld gut informiert ist, und sich seine Gedanken gemacht hat, der kann im Falle eines Falles auch sicherer entscheiden, was für sein Tier das richtige ist!

  • Avatar Hijara sagt:

    Vorher Gedanken machen ist auf jeden Fall gut.
    Denn war man nie mit dem Thema konfrontiert und es muss innerhalb kurzer Zeit entschieden werden sind die klaren Gedanken total schwierig.
    Was mich noch interessieren würde ist das Pro und Contra von einer Spritze wie zur Narkose vor dem eigentlichen Einschläfern.
    Unser TA hat drauf verzichtet, vermutlich aus gutem Grund, und die Spritze zum Einschläfern saß sofort.
    Er ist umgefallen und war tot, was aber für einem selbst erschreckend ist, da der riesige Tierkörper einfach so umfällt und das Pferd sich nicht vorher hinlegt. Wir haben „den Fall“ etwas abgemildert, soweit das möglich war.

  • GidranX GidranX sagt:

    Gidran, du schreibst die ganze Zeit nur von Rindern, diese Links beziehen sich meist auf Rinder, dieser Vergleich humpelt mir zu stark, man bedenke die stärke des Schädels etc..

    Und was macht Dich so sicher, dass es beim Pferd besser funktioniert als beim Rind? Dafür haben Pferde längere Kopfe, eine andere Lage des Gehirns.. :nix:

    Und was ist daran so martialisch? Ein Stich und alles ist vorbei …

    Ah ja, :denk: ähnlich wie beim Bolzenschuss? Also von wegen ein Knall und alles erledigt? Weil man sieht ja, das es zu Boden stürzt und sich nicht mehr rührt. Also muss es wohl auch Tod sein. Die bloße Durchtrennung des Rückenmarks zwischen verlängertem Mark und Halsmark beim Genickstich führt zwar zu einem spinalen Schock und unterbricht die Weiterleitung von Reizen zwischen Rumpf und Gehirn, nicht aber zwischen Kopf und Gehirn. Es gewährleistet zudem keinen sofortigen Bewußtseinsverlust und ist daher kein in der EU zur Tötung oder Schlachtung unbetäubter Tiere zugelassenes Verfahren. Quelle

  • Avatar E.v.A. sagt:

    *seufz* Gidran, ich wünsche Dir wirklich von ganzem Herzen, dass Du im Falle eines Falles die richtige Entscheidung triffst und Dich nicht hinterher fragen musst, ob das, was Du für Dein Tier entschieden hast, wirklich das Richtige war.
    Deshalb würde ich mir auch nie anmaßen, hier irgendeine Tötungsart zu verurteilen und somit jemanden in seiner ureigensten Entscheidung zu beeinflussen, der vielleicht hinterher da steht und sagt „hätte ich das bloß nicht so gemacht“
    Kein Mensch entscheidet das gerne für sein Pferd und sicher will kein Mensch einen grausamen Tod für sein Pferd. Aber man muss auch unterscheiden, ob der Tod wirklich grausam fürs Pferd ist oder nur grausam anzusehen für mich.
    Wichtig ist, wie schon gesagt, sich frühzeitig zu informieren, für alle Fälle die entsprechenden Telefonnummern und Adressen zur Hand zu haben und zu hoffen, sie nie zu brauchen.
    Für mich hat diese Diskussion jedenfalls eins gebracht, ich werde mich hier umhören, ob es in Stallreichweite einen netten Jäger gibt, den man im Notfall kontaktieren kann. Der wird dann meiner Adressensammlung hinzugefügt. ICH persönilch möchte nämlich nie wieder hilflos auf wen auch immer warten müssen, damit der mein Tier erlöst, wenn wirklich mal der Fall X eintritt.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Das habe ich geschrieben, nicht Pandora…

    ich habe das mal korrigiert :friend:

  • Avatar tadei sagt:

    mal ganz ersthaft – wenn ein Tier geschossen wird, dann fällt es in der selben Sekunde bewusstlos um und wird dann sofort am Hals aufgeschnitten zum Ausbluten.
    Wann soll es denn da noch etwas mitbekommen? Und wenn, mal ganz ketzerisch gefragt?

    Es sind zwei paar Schuhe ob das Pferd umfällt und gelähmt ist, für den Beobachter also bewusstlos ist, oder ob es tatsächlich kein Bewusstsein mehr hat und nichts mehr mitbekommt. Das Gehirn hat verschiedene Regionen und je nachdem was getroffen wird… Kann also durchaus sein, dass es ruhig da liegt und trotzdem noch alles sieht, hört und den Schmerz empfindet.

  • Avatar ambra sagt:

    Ach Kinners…

    Man kann einfach nur sein Bestes tun, um einem geliebten Lebewesen den Tod so einfach wie möglich zu machen. Im übrigen unter Berücksichtigung der Umstände…

    und da es keinerlei verifizierbare Sterbeerlebnisse gibt, versucht man sich der Problematik auf Grundlage von Logik und bisherigem Wissen zu nähern. Was soll man auch sonst machen????

    Ich habe meine Entscheidung bereits getroffen. Ambra wird „zu Hause“, in ihrem Stall, erst megamässig narkotisiert (kann man sicherlich auch etwas überdorsieren) und danach eingeschläfert. Und weil ich diese Diskussion hier aufmerksam gelesen habe, werde ich zur Sicherheit einen versierten Jäger besorgen (davon kenne ich ja so wenige 😉 ), der im Fall der Fälle sowohl ruhig Blut hat als auch gute Treffsicherheit!

    und habe ich einen akuten Notfall, so versuche ich Tierarzt UND Jäger zu kriegen (zur Not muss mein Vater kommen), wer zuerst da ist und / oder die besseren „Chancen“ hat, der muss halt töten.

    Den Bolzenschuss lehne ich grundsätzlich nicht ab, es ist einfach für MICH nicht mein Weg. Aber ich kann und will niemanden verurteilen, der diesen Weg für sich und sein Pferd wählt.

    … und mal zu dem Quatsch „auch der Jäger kann daneben schiessen, warum gibt es wohl Schweisshunde?“
    :doh: Da ist die Situation doch wohl ein wenig anders… Du sitzt auf sich frei bewegendes Wild an, zielst und wenn das dusselige Reh in dem Moment einen Schritt zur Seite tut, dann triffst Du halt nicht mehr so toll. Kann einfach passieren, ist aber nicht schön und sicherlich nicht gewollt.
    Und ja bei einem vor Schmerz rasenden Pferd kann DAS auch passieren, aber die übrigen Optionen sind auch nicht realisierbar (Mumpitz Blasrohr z.B.).
    Was führt in diesem Fall wohl eher und schneller zum endgültigen Ende? Noch ein paar Schüsse oder der TA, der nicht mehr an das Pferd ran kommt?
    Und wenn das Pferd ruhig ist und „nur“ (Gott was für ein Ausdruck) nicht gehen will, dann sollte ein geübter Jäger absolut in der Lage sein einen finalen Schuss setzen zu können…. oder den Jagdschein abgeben.

    so emotional dieses Thema ist, so sehr wünsche ich mir in einem echten Notfall einen „Tötungshelfer“ mit extrem klaren und logischem Denken.

  • Avatar Diana sagt:

    und habe ich einen akuten Notfall, so versuche ich Tierarzt UND Jäger zu kriegen (zur Not muss mein Vater kommen),

    Dein Vater?

    Mein direkter Nachbar ist Jäger.
    Als wir mal einen Notfall hatten ( an einem Feiertag unsere Katze schwerstverletzt gefunden und TA nicht sofort verfügbar), wollte ich auch unseren Nachbar fragen.
    Leider war er auch nicht da, zur Jagd gefahren.
    Außerdem ist er natürlich auch berufstätig, deshalb unter der Woche auch nicht da.
    Von daher auch keine sichere Option im Notfall.

  • Avatar ambra sagt:

    Mein Vater ist Jäger.

    Aber „bekannte“ Tiere und unsere eigenen mag er eigentlich nicht selber erschiessen… da ist er sehr weichherzig. Aber im Notfall einfach gut zu erreichen und schnell vor Ort.

  • Avatar Monty sagt:

    Dein Vater?

    Mein Vater ist Jäger.

    Ich denke Diana meinte was andere (ich war auch erst verwirrt). Aber der Verstorbene war Dein Stiefvater- richtig?

  • Honeybear Honeybear sagt:

    :ja:

  • Avatar ambra sagt:

    Ja, letztes Jahr verstorben ist mein Stiefvater.
    Der könnte natürlich nicht vorbeikommen… oder wer weiss? ?(

    Mein leiblicher Vater ist Jäger.

  • Avatar Diana sagt:

    Sorry, ich habe das falsch verstanden.

  • Avatar ambra sagt:

    Diana, macht nix. Ist ja auch verwirrend.
    :hug:

  • Avatar Cruzado sagt:

    Was mich so ein wenig verwirrt bei dieser Diskussion ist der Punkt, dass ihr alle davon ausgeht die Wahl zu haben.
    Was ich allerdings sehr viel entscheidender finde, ist was macht man in einem dringenden Notfall?! Ist man darauf vorbereitet? Was passiert wenn man keinen TA erreicht?
    Alles schon erlebt, der 10. Anruf war dann endlich erfolgreich…

    Beispiel: Als im alten Stall, das Pferd neben meiner Stute sich nachts im wahrsten Sinne des Wortes hinrichtete (u.a. das Bein gebrochen) und in einer riesen Blutlache vegetierte, kam zum Glück innerhalb Minuten jemand um das Tier zu erschießen.
    Da wären mir schon die Sekunden bis das Narkosemittel wirkt zu lang, und ich wäre dankbar für den Bolzenschuss.

    Daher kann ich hier wirklich nur jedem raten, sich zumindest für den schlimmsten Notfall die Nummer eines Jägers oder Schlachters bereitliegen zu haben.

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Wir haben zum Glück einen am Hof. Den würde ich auch auf jeden Fall fragen und für solche Fälle rufen. :ja:

  • GidranX GidranX sagt:

    Was mich so ein wenig verwirrt bei dieser Diskussion ist der Punkt, dass ihr alle davon ausgeht die Wahl zu haben.
    Was ich allerdings sehr viel entscheidender finde, ist was macht man in einem dringenden Notfall?! Ist man darauf vorbereitet? Was passiert wenn man keinen TA erreicht?
    Alles schon erlebt, der 10. Anruf war dann endlich erfolgreich…

    Beispiel: Als im alten Stall, das Pferd neben meiner Stute sich nachts im wahrsten Sinne des Wortes hinrichtete (u.a. das Bein gebrochen) und in einer riesen Blutlache vegetierte, kam zum Glück innerhalb Minuten jemand um das Tier zu erschießen.
    Da wären mir schon die Sekunden bis das Narkosemittel wirkt zu lang, und ich wäre dankbar für den Bolzenschuss.

    Daher kann ich hier wirklich nur jedem raten, sich zumindest für den schlimmsten Notfall die Nummer eines Jägers oder Schlachters bereitliegen zu haben.

    Ich glaub´s ja nicht, sag mal, hast Du hier eigentlich mitgelesen.. ?( :eye:

  • Avatar Cruzado sagt:

    Joar heute marathonmäßig alles hintereinander weg (nur deine Links zu Dissertationen habe ich überflogen :flucht: ) .
    Durchaus möchte ich aber nicht anzweifeln, dass nach Post 367 nicht mehr alles komplett present war :eye: .

    Verstehe daher jetzt grade dein Problem nicht?! Wäre ganz nett wenn du dein Post so formulieren würdest dass ich was damit anfangen kann :tuete: .

  • Avatar ines sagt:

    mein TA hat eine 24 std bereitschaft, wobei ich zwei der TÄ auch privat kenne, sodass ich die durchaus auch zuhause anrufen würde wenn mir der notdienst nicht genehm wäre. außerdem gibt es hier in der nähe eine weitere praxis die 24std notdienst hat. rechne also mit 4 tierärzten die ich jederzeit mobilisieren könnte und zwei jägern mit guter erfahrung. einmal „gegenüber“, einmal „nebenan“.

    wir hatten auch den fall, dass ein pferd „sofort“ eingeschläfert werden musste. das hat sehr gut geklappt. (sowohl der zeitliche ablauf, als auch das einschläfern)

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    @Cruzado: Das was du gelesen hast…. war das in unserem (P)forum? :eye: :ostern:
    Es geht doch die ganze Zeit genau um dieses Thema, du Nase. 😀 :hug:

    Da meiner noch recht jung ist, habe ich mir über dieses Thema noch nicht so viele Gedanken gemacht. Nur eines ist sicher, er wird nicht gehen müssen wegen „unreitbar“. :no:
    Dass ich ihn mit 6 Monaten zu mir geholt habe, spricht ja schon dafür, dass es mir nicht in erster Linie ums Reiten geht.
    Wichtig ist mir, dass er nicht unnötig leiden muss später.
    Egal wann, egal wie alt, egal wie auch immer… sollte es absehbar sein, dass er nur noch mit starken Schmerzen und/oder keiner Lebensqualität mehr da sein kann, wird er über die Regenbogenbrücke gehen. 🙁

  • anchy anchy sagt:

    Cruzado und vielleicht hättest Du gerade die Links lesen sollen, damit man sich nicht nur im Kreis dreht.
    Natürlich kann man nicht jeden Notfall einkalkulieren und wer hat schon einen guten Jäger an der Hand, der schnell da ist als der TA.

    Ich persönlich kann keine Tötungsmethode wählen, wo nicht gewährleistet ist, dass alle Regionen im Gehirn ausgeschaltet sind. Mich kann es nicht beruhigen nur weil es schön tot aussieht.
    Wie kann ich da nicht auf Nummer sicher gehen wollen?

    Und ein Pferd welches schon vor einem Kerl mit Spritze wegläuft, wird vielleicht erst recht nicht sein Köpfchen entspannt hinhalten, damit der Schlachter meines Vertrauens liebevoll ins „Schwarze“ treffen kann.
    Sorry mein Zynismus, aber ich kann es nicht mehr lesen, das Geschwafel über das schöne Sterben im Schlachthaus.

    Manche Leute ( nicht alle) sollten einfach dazu stehen, dass sie 1. den Tod am Stall nicht haben wollen,2. die Entsorgung für sie unangenehm ist und am Ende eine Summe auf dem Konto erscheint statt abgebucht.

    SO ist das einfach! Ich kenne einige, die das auch so offen aussprechen, das Tier hat viel gekostet und soll am Ende durch den Tod einen kleinen Teil wieder geben. Da blendet man gerne so unangenehme Dissertationen aus, man ignoriert sie und will sich nicht beschäftigen…

    Das ist aber kein Kollektivvorwurf, ich gehe schon davon aus, dass ein Großteil glaubt die richtige Wahl für das Pferd zu treffen, trotzdem wundere ich mich, wie man die Fakten ignorieren kann.

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    Für den Antrag auf den neuen Pferdepass mußte ich dem Tierarzt alle möglichen Fragen beantworten.
    U.a., ob er später eingeschläfert oder geschlachtet werden soll.
    Erstmal war ich baff, da ich die Frage überhaupt nicht verstand!
    Er geht natürlich nicht zum Schlachter. :flucht:

    Antwort vom Tierarzt: „Feines Mädchen.“
    Seine Bilanz nach 30 oder 40 Jahren Pferde-Tierarzt: Sport- und Turnierpferde von wohlsituierten Menschen gehen weitaus häufiger in die Wurst, als „Freizeitpferde“.
    (Freizeit in „, da wir ja alle mehr oder weniger in der Freizeit reiten. 😉 )
    Mein Tierarzt jedenfalls hat dafür 0,0 Verständnis.
    Und es geht ihm ganz sicher nicht um die Kohle, sondern um die Tatsache, dass das Pferd nach seiner Pflichterfüllung wie eine „Sache“ abgeschafft wird.

  • Avatar Valioso sagt:

    Meine Pferde sind als Schlachtpferde eingetragen :tuete: – allerdings aus dem einen Grund: Du kannst von Schlachtpferd zu Nicht-Schlachtpferd jederzeit wechseln. Andersherum aber nicht. Und daher …. :nix:
    Was jedzt nicht heißt das meine Rösser geschlachtet werden sondern lediglich das ich mir die Optionen offenhalten möchte :daumen:

  • Avatar fichtefucht sagt:

    Also, ich lese diese Diskussionen jetzt schon die ganze Zeit mit.
    Theo ist definitiv als NICHT- SCHLACHTPFERD eingetragen, weil ich die Vorstellung nicht ertragen würde. ;(
    Auch missfällt mir die Idee, dass bei einem Bolzenschuss vielleicht nur die motorischen Regionen gelähmt sind, er aber alles andere noch mitbekommt, d.h Angst etc durchaus spüren kann, man es als Aussenstehender aber nicht erkennt. ;(
    ich würde definitiv Einschläfern wählen, auch weil er keine Angst vor Spritzen hat, sondern diese einfach nur Sch… findet. Zur Not lege ich die Braunüle selber
    Sollte einmal ein Notfall eintreten, dass er keinen Tierarzt an sich ran lässt, würde ich eher das Blasrohr als Vorsedierung wählen. Evtl auch einen Bolzenschuss, aber auch dann NUR als Vorstufe zum Einschläfern, d.h ich würde auf GAR KEINEN Fall das Ausbluten wählen, sondern nach dem Bolzenschuss einschläfern, aber auch das nur als absolut letzte Variante.
    Lieber einen finalen Todesschuss von einem „guten“ Jäger, aber auch diese Vorstellung ist grauenhaft
    Klingt jetzt vielleicht blöd, aber ich hab in meinem Job schon von einigen Menschen gehört, die sich nicht mehr bewegen konnten, aber alles um sie rum mitbekommen haben, das würde ich meinem Pferd ersparen wollen.
    Leider gibt es keine Erfahrungswerte, was ein Pferd (oder ein Mensch) nach einem Bolzenschuss noch mitbekommt , deswegen ist mir die gute alte Narkose einfach lieber :daumen:

    Ach ja, ich für mich werde auch die Variante “ Einschläfern“ wählen mit einem guten Barbiturat, sitze allerdings auch an der Quelle :bite:

  • Avatar Cubano9 sagt:

    Manche Leute ( nicht alle) sollten einfach dazu stehen, dass sie 1. den Tod am Stall nicht haben wollen,2. die Entsorgung für sie unangenehm ist und am Ende eine Summe auf dem Konto erscheint statt abgebucht.

    Neee, oder?
    Das hat in etwas so viel Diskussionsqualität, als wenn ich jetzt schreibe „Manche Leute sollten einfach dazu stehen, dass sie den Tod nur in Blümchenumrandung mit Wendy-Gesäusel und einem ach so sanften Spritzchen“ ertragen können – und sich somit schamlos selbst in die Tasche lügen,
    Vielleicht könnten die User hier, die den Bolzenschuss-Befürwortern Herzlosigkeit und Geldgier vorwerfen, einfach mal zur Kenntnis nehmen, dass viele von Ihnen bereits bei ach-so-harmonischen Spritzentötungen dabei waren, die fulminant in die Hose gegangen sind!!!!

  • Avatar Chavez sagt:

    Warum können es einige nicht ertragen, ihr Pferd schlachten zu lassen? Millionen von Tieren werden täglich geschlachtet und genüßlich verspeist. Ich bin seit mehr als 14 Jahren Vegetarier und habe meine Pferde trotzdem als Schlachtpferde eintragen lassen. Mir ist der Gedanke, das meine Partner zu Seife oder ähnlichem verarbeitet werden genauso zuwider. Aber hab´ich denn die Wahl? Vergraben geht nicht, verbrennen wohl auch nicht.

    Aber die ganzen Fleischesser wollen ihr Pferdchen nicht in der Theke wissen, warum nicht? Ist euer Pferd was Besseres als Hühner, Schweine, Rinder?????

  • anchy anchy sagt:

    Andrea, ich habe mir lange überlegt ob ich das hier schreibe. Aber genauso denke ich! Ja, einigen geht es darum und um nichts anderes. Und um es noch eimal hervorzuheben NICHT ALLEN die sich für den Metzger entscheiden.

    Ja Spritze kann AUCH mal in die Hose gehen, aber wenn ich daran denke, dass der Bolzen eventuell NIE den Schmerz ausschaltet gibt es für mich nichts zu überlegen.
    Und ja, ich lasse lieber noch 3 mal nachspritzen als 3 mal mit dem Bolzen nachschiesse. Meine Güte und es ist so dermassen langweilig, dieses abgefuckte und inflationäre „Wendy“.
    Man kann auch mal origineller demontieren 😀

  • anchy anchy sagt:

    Warum können es einige nicht ertragen, ihr Pferd schlachten zu lassen

    Okay, letzter Versuch.
    Es geht darum, dass schlachten lassen- mit einer gewissen bereits in einer hier verlinkten Dissertation erwiesenen Wahrscheinlichkeit -das Pferd mehr wahrnehmen läßt vom schönen Sterben als uns lieb ist.
    Necht!
    Also weder um das Kränze binden auf dem gerade mit Spritze erlösten Gaul noch Ringelreigentanzen mit dem Tierarzt.

  • Avatar maurits sagt:

    Ich persönlich kann keine Tötungsmethode wählen, wo nicht gewährleistet ist, dass alle Regionen im Gehirn ausgeschaltet sind. Mich kann es nicht beruhigen nur weil es schön tot aussieht.
    Wie kann ich da nicht auf Nummer sicher gehen wollen?

    Sorry mein Zynismus, aber ich kann es nicht mehr lesen, das Geschwafel über das schöne Sterben im Schlachthaus.

    Das ist aber kein Kollektivvorwurf, ich gehe schon davon aus, dass ein Großteil glaubt die richtige Wahl für das Pferd zu treffen, trotzdem wundere ich mich, wie man die Fakten ignorieren kann.

    Ganz richtig, anchy :friend: . Und sich solche Gedanken zu machen, das hat nichts mit Geldgier zu tun, sondern mit Verantwortungsgefühl gegenüber dem Partner Pferd. Und auch nichts mit „Wendy“.

    Chavez, für Deinen Beitrag fehlen mir jetzt anlässlich der vorherigen Diskussionen die Worte. Das zum Thema „Ignorieren der Fakten“.
    Ja aber Bolzenschuss und schlachten ist was ganz tolles und man kann sein Pferd dann immerhin noch essen. Unfassbar, echt.
    Ich sehe gerade, anchy hat es auch schon versucht zu erklären.

    Komm, anchy, wir gehen jetzt in den rosaroten Wendy-Club, ich bin die erste Vorsitzende. 😉

    PS: besonders krass fand ich auch die hier genannte Argumentation, man karre sein Pferd lieber ins Schlachthaus, da MAN SICH den Anblick ersparen möchte, wenn der Abdecker das tote Pferd abholt, da MAN das nicht ertragen könne.
    Herrgott noch mal, egoistischer kann man nicht denken, oder? Dem Pferd ist das sicher egal, dem ist es aber nicht egal, was es eventuell anderweitig ERTRAGEN muss.

  • Avatar Alba sagt:

    Wir haben uns mit Pro und Contra beider Möglichkeiten schon vor Jahren auseinandergesetzt, kennen beide Varianten aus eigener Anschauung und haben uns – nach momentaner Informationslage – für den Bolzenschuss entschieden, allerdings nicht im Schlachthaus.

    Natürlich hoffen wir, dass es für alle drei Damen noch eine sehr lange Zeit dauert, aber wenn es soweit ist, sollen sie möglichst erschossen werden und zwar am Hof, in gewohnter ruhiger Umgebung, möglichst mit einem großen Apfel im Maul. Der Körper geht dann als Spende in den Zoo. Das ist in unseren Augen eine Rückführung in den natürlichen Kreislauf und geht natürlich nur, wenn das Pferd nicht voller Medis ist.

    Das heißt natürlich NICHT, dass nicht jedes unsere Tiere ständig und immer sämtliche notwendigen Medikamente bekommt, die es für eine Genesung braucht und sollte der Fall eintreten, dass wir uns nach einer erfolglosen medikamentösen Behandlung verabschieden müssen, bekommen die Löwen eben etwas anderes zu fressen und wir müssen uns dem Thema Tierkadaververwertungsanstalt stellen.

    „Lieber“ (wenn man das in dem Zusammenhang so sagen kann) wäre uns, wenn wir den letzten Weg am Ende eines langen, erfüllten Pferdelebens so gestalten könnten, dass der bestellte Schlachter aus unserem Vorort kommt und dem Pferd am Stall das Leben nimmt. Der fährt dann direkt wieder nach Hause, nachdem wir ihn für seine Dienstleistung bezahlt haben. Dann kommt der ebenfalls bestellte Abdecker und transportiert den Körper auf unsere Kosten in den Zoo. Wir möchten an so einer absoluten Tragödie nichts verdienen, dankeschön.

  • anchy anchy sagt:

    @ALba

    Was sagst Du den zu der verlinkten Dissertation?

  • Avatar Diana sagt:

    Ich überlege gerade, wer denn hier wohl seine Hunde barft.
    Viele Hunde bekommen dabei Pferdefleisch, gerade empfindliche und allergische Hunde.
    Was würden die wohl machen, wenn keiner mehr sein Pferd zu einem Pferdemetzger gibt, um das Fleisch für diese Hunde bereitzustellen.
    So wie der Pferdemmetzger hier im Kreis, mit dem ich neulich ein langes Gespräch führte.

  • Avatar Valioso sagt:

    Das mag jedzt vielleicht komisch klingen aber TOT ist TOT. Alles was danach kommt ist mir vollkommen schnurz. Und das nicht nur für die Tiere sondern auch für mich selbst. Und wenn noch einer mein Pferd oder meinen Körper „nutzen“ möchte nachdem es/ich tot ist/bin – bitte warum nicht :nix: .
    Das was mein geliebtes Tier ausgemacht hat ist dann eh nicht mehr da – es ist nur noch eine Hülle.
    Und die Art und Weise des sterbens mache ich von Fall zu Fall abhängig.
    Wie schon geschrieben – im Münsterland kam Mecke und hat das Hotti auf der Weide geschossen, ausbluten lassen und auch sofort mitgenommen.
    Hier kenne ich so jemanden nicht. :nix:
    Hier hat mein TA auf ganz nette humane Weise in den letzten 5 Jahren leider 4 Pferde über die Regenbrücke gebracht. Selbst meine verrückte Stute die sich nicht von fremden Leuten anfassen lassen wollte ist ganz ruhig und friedlich auf die immergrüne Wiese gelangt und bei der Dame hatte ich im Vorfeld echt Alpträume :seufz: .
    Ich selbst habe die Beruhigung gespritzt, 20min später hat der TA eine Braunüle gesetzt und ich habe Madame an den Ort des Geschehens gebracht. Dort habe ich einen 2 Meter langen Schlauch an der Braunüle befestigt und der TA hat „auf Abstand“ gehandelt damit unsere „Schnepfe“ keinen Stress bekommt. Alles ganz friedlich und ruhig.
    Würde ich immer wieder so machen

  • Avatar tadei sagt:

    *seufz* :no:
    Entweder versteht so mancher nicht oder es ist ihm völlig wurscht.
    Bolzenschuss= das Pferd kriegt aller Wahrscheinlichkeit nach noch alles mit. Wieso ist euch das denn egal? Nur damit ihr beruhigt seid weil es ’schnell‘ geht?

    Anchy, Mau, ich komm auch in den Club :seufz:

  • Avatar Cubano9 sagt:

    Und ja, ich lasse lieber noch 3 mal nachspritzen als 3 mal mit dem Bolzen nachschiesse. Meine Güte und es ist so dermassen langweilig, dieses abgefuckte und inflationäre „Wendy“.
    Man kann auch mal origineller demontieren 😀

    Ach meinst, Du dieses abgefuckte „Bolzenschuss-Befürworter sind geldgeile und herzlose Säcke“ ist in irgendeiner Weise origineller? Wohl kaum.
    Und noch mal: Was mich angeht, habe ich nicht nur einen Fall gesehen, wo die ach-so-humane-Spritze mit einem irrsinnigen Stress und eben keiner sanften Tötung einherging, dass ich mir daraus meine Vorgehensweise ableite. Und daraus, dass ich auch bereits mehrere Bolzenschuss-Tötungen bei Pferden gesehen habe, die um Einiges humaner abliefen.
    Und jetzt mal eine Frage: Bei wieviel Einschläferungen und bei wieviel Bolzenschuss-Tötungen warst Du persönlich dabei?

    @Tadei. Sorry, glaubst Du allen Ernstes bei einer misslungenen Narkosespitze kriegen die Pferde nichts mit? Dann wäre sie ja wohl kaum misslungen. Und wenn Du mal gesehen hast, wie ein krankes Pferd mit aller Macht gegen die Spritzen kämpft, glaubst auch Du nicht mehr, dass das alles sooo wahnsinnig friedlich abläuft – immer vorausgesetzt, es läuft nicht reibungslos. Aber das gilt natürlich für beide Methoden.

    Ach ja: ich gehe mal davon aus, dass die User hier, die so vehement auf die Barrikaden gehen, wenn es um den Bolzenschuss geht, samt und sonders konsequent auf Fleisch von Rindern und Schweinen verzichtet!

  • Avatar Diana sagt:

    Der Körper geht dann als Spende in den Zoo. Das ist in unseren Augen eine Rückführung in den natürlichen Kreislauf und geht natürlich nur, wenn das Pferd nicht voller Medis ist.

    Ich glaube, das geht trotzdem.
    Zumindest ist mal ein Pferd von uns in der Tierklinik Telgte nach tagelanger Intensivbehandlung nach einer OP getötet worden.
    Der Arzt hatte sich von uns die Erlaubnis zum Einschläfern geholt, aber wir bekamen nachher eine Gutschrift von Mecke über „Fleisch zur Raubtierfütterung“.
    Der Blutkreislauf der Stute war nach tagelangem Festliegen nicht mehr richtig in Ordnung, sie hatte einen stark angeschwollenen Kopf bekommen, deshalb nehme ich im Nachhinein an, dass sie die Stute tatsächlich vor Ort per Bolzenschuss und Ausbluten getötet haben.

  • Avatar maurits sagt:

    *seufz* :no:
    Entweder versteht so mancher nicht oder es ist ihm völlig wurscht.
    Bolzenschuss= das Pferd kriegt aller Wahrscheinlichkeit nach noch alles mit. Wieso ist euch das denn egal? Nur damit ihr beruhigt seid weil es ’schnell‘ geht?

    Anchy, Mau, ich komm auch in den Club :seufz:

    Du hast vergessen,dass man dann auch seine Hunde „barfen“ kann, tadei. MIr ist egal, ob ANDERE ihr Pferd schlachten lassen, Diana, ICH tue es nicht.
    Und Cubano, es ist glaube ich Jacke wie Hose, ob ein Pferd in Einzelfällen gegen die Spritze kämpft, oder in einer unbekannten Anzahl Fälle durch den Bolzenschuss zwar unfähig ist, sich in irgeneiner Form mitzuteilen, aber unklar ist, was es miterlebt in dem Zeitraum.

    Kommt, liebe Clubmitglieder, wir gehen uns einen trinken. :drink:

  • anchy anchy sagt:

    seufz*
    Entweder versteht so mancher nicht oder es ist ihm völlig wurscht.
    Bolzenschuss= das Pferd kriegt aller Wahrscheinlichkeit nach noch alles mit. Wieso ist euch das denn egal? Nur damit ihr beruhigt seid weil es ’schnell‘ geht?

    Anchy, Mau, ich komm auch in den Club

    Nur darum geht es doch!! Ich kann das einfach nicht begreifen, wie man das ausblenden kann mit einem einfachen “ ich bleib doch lieber bei Bolzenschuß“.
    Einfach so, auch wenn mein Pferd vielleicht da liegt,mit Todesangst und vielleicht sogar Schmerze.

    Wieso( ich will das nur verstehen) riskiert ihr das???

  • anchy anchy sagt:

    Kommt, liebe Clubmitglieder, wir gehen uns einen trinken.

    Ich hole schon meinen alten Zinfandel aus dem Keller :drink:

    Auf ein langes Leben unser aller Pferd 🙂

  • Avatar Cubano9 sagt:

    MIr ist egal, ob ANDERE ihr Pferd schlachten lassen, Diana, ICH tue es nicht.

    Ja, ich finde auch unbedingt, dass ein Pferd nach seinem Tod eine wesentlich würdigere Erinnerung bekommt, wenn es zu Hühnerfutter und Flüssigseife verarbeitet wird. 😀
    Und: Nein, unsere Pferde sind auch nicht als Schlachtpferde eingetragen

  • Avatar Cubano9 sagt:

    Nur darum geht es doch!! Ich kann das einfach nicht begreifen, wie man das ausblenden kann mit einem einfachen “ ich bleib doch lieber bei Bolzenschuß“.
    Einfach so, auch wenn mein Pferd vielleicht da liegt,mit Todesangst und vielleicht sogar Schmerze.

    Wieso( ich will das nur verstehen) riskiert ihr das???

    Anchy, wegen meiner oben genannten Erfahrungen. Weil ich es mehrfach gesehen habe, dass ein einzuschläferndes Pferd mit Schmerzen und Panik dagegen ankämpfte.
    Darüber hinaus habe ich gestern schon mal geschrieben, dass ich auf jeden Fall mit meinem TA beratschlagen würde, was zu tun ist, wenn ich irgendwie noch die Zeit dazu hätte.
    Beantwortest Du mir bitte noch mal meine Frage, bei wievielen Bolzenschuss- resp. Einschläferungen Du persönlich anwesend warst?

  • anchy anchy sagt:

    Ja, ich finde auch unbedingt, dass ein Pferd nach seinem Tod eine wesentlich würdigere Erinnerung bekommt, wenn es zu Hühnerfutter und Flüssigseife verarbeitet wird.

    ANdrea, Du machst mich fertig!!! Du weißt doch genau , dass es darum nicht geht.
    Das erträgt man langsam mit was härterem als nur Zinfandel!!!!!

  • Avatar tadei sagt:

    @Tadei. Sorry, glaubst Du allen Ernstes bei einer misslungenen Narkosespitze kriegen die Pferde nichts mit? Dann wäre sie ja wohl kaum misslungen. Und wenn Du mal gesehen hast, wie ein krankes Pferd mit aller Macht gegen die Spritzen kämpft, glaubst auch Du nicht mehr, dass das alles sooo wahnsinnig friedlich abläuft – immer vorausgesetzt, es läuft nicht reibungslos. Aber das gilt natürlich für beide Methoden.

    Ach ja: ich gehe mal davon aus, dass die User hier, die so vehement auf die Barrikaden gehen, wenn es um den Bolzenschuss geht, samt und sonders konsequent auf Fleisch von Rindern und Schweinen verzichtet!

    Weiter oben habe ich beschrieben wie die Stute meines Vaters vor 20 Jahren eingeschläfert wurde. Das ging schief, sie kämpfte stundenlang. Ich war als 9 jähriges Mädchen nicht dabei, aber ich saß meinem Vater am Frühstückstisch gegenüber. Ich habe ihn nie wieder soo fertig gesehen. Wenn ich an das Pferd denke und ihren Tod muss ich heute noch heulen.
    Mit ziemlicher Sicherheit hat der TA damals T61 verwendet. Ohne Narkose. Für mich kommt daher nur Eutha77 in Frage, evtl noch mit Sedierung davor. In einem Notfall bin ich natürlich auch über einen zufällig anwesenden Jäger froh. Nie und nimmer aber würde ich geplant den Bolzenschuss anwenden lassen!

    Und ja, ich lebe vegetarisch. Habe früher noch Reh und Wildschwein gegessen, das hatte ja ein schönes Leben. Mittlerweile schmeckt mir auch das nicht mehr. Ich fahre jeden Tag viel Autobahn und kann sie nicht mehr sehen, die vielen Schlachttiertransporte. Fast schäme ich mich manchmal, der Spezies Mensch anzugehören. Anderes Thema…

  • anchy anchy sagt:

    Weil ich es mehrfach gesehen habe, dass ein einzuschläferndes Pferd mit Schmerzen und Panik dagegen ankämpfte

    DAS finde ich jetzt schon mehr als erstaunlich, wo mein TA, der seinen Job seit Jahrzenten betreibt von sehr sehr seltenen Fällen sprach. Diese seltenen Fälle scheinen irgendwie alle hier gelandet zu sein.

    Na ja, aber dennoch. Lieber etwas sehr selten auftrtetendes in Kauf nehmen, als etwas sehr Wahrscheinliches.

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    Ich verabschiede mich schon seit Jahren immer mehr von dem Fleischgenuss.
    Diesen Sommer haben wir uns eigenes Geflügel angeschafft, was liebevoll aufgezogen, gesund und medikamentenfrei ernährt, Bodenhaltung, Licht, Luft und Sonne, bei ausreichend Einstreu, ohne Gitterhaltung bei uns aufwächst.
    UND nach 6-7 Wochen betäubt und geschlachtet wird! Zum eigenen Verzehr!
    Das kann ich vertreten und weiß, dass die Tiere ein (hoffentlich) schönes Leben hatten.

    Wenn ich das jetzt 1:1 auf mein Pferd umlege, würde es mir mein Herz brechen, weil da einfach wahnsinnige Emotionen und Gefühle im Spiel sind.
    Weder könnte ich mit Gedanken leben, dass ein (sorry) Köter danach genüßtlich mein Pferd verspeist, noch sich jemand damit die Hände wäscht, seine Haare zu Fussmatten verarbeitet werden und weiß ich nicht alles. :flucht:
    Dazu kommt, dass ich einem langjährigen treuen Begleiter niemals die Prozedur an sich zumuten möchte, vom Abtransport ins Schlachthaus mit dem dadurch entstehenden erheblichen Stress, bis hin zu den Tötungsmethoden, die sich einfach nicht mit meinem Weltbild eines „Freundes“ paaren.

    Bei einem Hund oder einer Katze wird nicht darüber nachgedacht.
    Bei einem Pferd aber schon? ?(

    Das hat für mich auch nichts mit Wendy zu tun. :no:
    Ich komm mit in den Club. Und vom Zinfandel hätte ich auch gern was. :drink: 😀

  • Avatar Castellano sagt:

    Was willst du denn mit der Salami tun, wenn’s nicht mehr ist? Im Garten begraben? Fuer1000 € einaeschern u beisetzen lassen? Ein Pferd ist nunmal kein Hamster/Hund/Katze!

  • Avatar Cubano9 sagt:

    Weil ich es mehrfach gesehen habe, dass ein einzuschläferndes Pferd mit Schmerzen und Panik dagegen ankämpfte

    DAS finde ich jetzt schon mehr als erstaunlich, wo mein TA, der seinen Job seit Jahrzenten betreibt von sehr sehr seltenen Fällen sprach. Diese seltenen Fälle scheinen irgendwie alle hier gelandet zu sein.

    Na ja, Du kannst natürlich jetzt jedem, der hier von seinen schlechten Erfahrungen geschrieben hat, mal eben unterstellen, er würde lügen. Da stellt sich mir nur die schlichte Frage: Warum? Mal davon abgesehen, dass wohl kein TA, der noch alle Nadeln an der Tanne hat, sagen wird, dass da durchaus mal was schief gehen kann beim Einschläfern.
    Und außerdem hast Du meine Frage immer noch nicht beantwortet…

  • Avatar Alba sagt:

    Anchy, Dissertationen und Statistiken glaube ich nur, wenn ich weiß, wer sie bezahlt hat. Sonst „sage“ ich zu ihnen Altpapier.
    Und – noch ketzerischer – außerdem glaube ich erst mal keinem Dienstleister (hier: Tierarzt), der mir versichert, dass nur seine Methode (hier: Tötung durch Gift) die beste (hier: nicht qualvoll) und die mit den wenigsten Komplikationen (hier: sehr, sehr selten) ist. Da glaube ich tatsächlich meinen eigenen Beobachtungen mehr.

    @Diana: Es kommt sicher darauf an, was das Tier wann an Medikamenten bekommen hat.

    Ich wollte mich eigentlich hier auch nicht einklinken, fand aber, dass ich vielleicht doch etwas beizutragen hätte, vor allem was den Tenor von P376 betrifft. Es gibt sehr wohl eine Alternative.

  • Avatar Cruzado sagt:

    Und ein Pferd welches schon vor einem Kerl mit Spritze wegläuft, wird vielleicht erst recht nicht sein Köpfchen entspannt hinhalten, damit der Schlachter meines Vertrauens liebevoll ins „Schwarze“ treffen kann.
    Sorry mein Zynismus, aber ich kann es nicht mehr lesen, das Geschwafel über das schöne Sterben im Schlachthaus.

    Und ich kann das nicht mehr lesen :wacko: .

    Wie oft wurde hier nun geschrieben, dass der Schlachter auch vor Ort töten kann?! Also nichts Schlachthaus :sleep: .

    Und zu deiner Aussage nicht jeder hat im Notfall einen Jäger bei Hand: Auch TÄ dürfen im Notfall (wenn der Tot nicht mehr abwendbar ist) das Tier erschießen. Die meisten Landtierärzte haben hier aus dem Grund das notwendige Werkzeug stets dabei.
    In solch einem Notfall ist mir nur wichtig dass mein Tier von den Schmerzen erlöst wird. Und das so schnell wie es nunmal geht. Wie ist mir da relativ egal, denn das Tier ist in so einer Situation ja eh meist derart vor Schmerzen „vernebelt“ dass es nicht mehr viel mitkriegt.

    Muss man die Entscheidung erschießen oder einschläfern nicht in einem solch akuten Notfall treffen, dann sehe ich es genauso wie die meisten hier von euch. Das ist absolut abhängig von der Situation, dem Tier und auch der örtlichen Gegebenheiten.
    Und ich denke da würde ich persönlich für meine Pferde das einschläfern wählen.

  • Avatar tadei sagt:

    Aber es ist doch so dass es hauptsächlich bei T61 zu Problemen kommt. Dann verwendet man eben Eutha77, das ist doch überhaupt kein Ding :nix:
    Mit Bolzenschuss kann man davon ausgehen, dass Probleme bestehen. Nur kriegt man das als Zuschauer halt nicht mit. Und jetzt beantworte mal du die Frage, Cubano: bist du dir dieser Problematik bewusst, und wenn ja, warum tolerierst du das dann?

  • Avatar Cruzado sagt:

    Anchy, Dissertationen und Statistiken glaube ich nur, wenn ich weiß, wer sie bezahlt hat. Sonst „sage“ ich zu ihnen Altpapier.
    Und – noch ketzerischer – außerdem glaube ich erst mal keinem Dienstleister (hier: Tierarzt), der mir versichert, dass nur seine Methode (hier: Tötung durch Gift) die beste (hier: nicht qualvoll) und die mit den wenigsten Komplikationen (hier: sehr, sehr selten) ist. Da glaube ich tatsächlich meinen eigenen Beobachtungen mehr.

    DANKE!!!!

    Genauso sehe ich das nämlich auch. Weswegen ich mir die Dissertationen nicht durchlesen werde.

  • Avatar Castellano sagt:

    LESEN!!!! Die Probleme sind mit Eutha77 passiert!

  • Avatar tadei sagt:

    Anchy, Dissertationen und Statistiken glaube ich nur, wenn ich weiß, wer sie bezahlt hat. Sonst „sage“ ich zu ihnen Altpapier.
    Und – noch ketzerischer – außerdem glaube ich erst mal keinem Dienstleister (hier: Tierarzt), der mir versichert, dass nur seine Methode (hier: Tötung durch Gift) die beste (hier: nicht qualvoll) und die mit den wenigsten Komplikationen (hier: sehr, sehr selten) ist. Da glaube ich tatsächlich meinen eigenen Beobachtungen mehr.

    DANKE!!!!

    Genauso sehe ich das nämlich auch. Weswegen ich mir die Dissertationen nicht durchlesen werde.

    Also das finde ich jetzt mehr als ignorant. Da fehlen mir die Worte :kowa:

  • Avatar Cruzado sagt:

    Ach Tadei, du hast die deine Meinung, und ich eben eine andere.

  • Avatar Mumpitz sagt:

    Beantwortest Du mir bitte noch mal meine Frage, bei wievielen Bolzenschuss- resp. Einschläferungen Du persönlich anwesend warst?

    Ich glaube, ohne vermessen sein zu wollen, daß ich wohl diejenige hier bin, die bei den meisten Tier-Tötungen anwesend war bzw. selbige auch selbst durchgeführt hat, übrigens auch und gerade bei meinen eigenen Tieren. Auch Schlachtungen von Rindern und Schweinen habe ich vieltausendfach gesehen in der Zeit, die ich am Schlachthof gearbeitet habe. Mein früherer Chef hat auch (schwierige Hof)Hunde geschossen (ist schon sehr lange her), und ich fand dieses, obwohl als Berufsanfängerin damals zunächst empört, nachdem ich es mehrmals miterlebt hatte, eine sehr „elegante“ Art, einen Hund zu erlösen, der sich nur mit Macht und grober Gewalt hätte spritzen lassen, und gerade die sind es, bei denen eine Sedierung oft nicht (ausreichend) wirkt bzw. an die man mit einer Narkose-Spritze nur unter Einsatz der eigenen Gesundheit und mit aufgestellten Nackenhaaren herankommt.

    Mein Fazit: Beide Methoden, ein Tier vom Leben zum Tode zu bringen, sind, natürlich abhängig von den näheren Umständen, in den allermeisten Fällen in Ordnung. Gerade heute habe ich zwei alte Pferde eingeschläfert, und es lief „reibungslos“ – bei beiden schlug das Herz nicht mehr, als sie niedergingen.

    Im Übrigen: Selbst wenn das Pferd nach dem Schuss nicht vollständig bewusstlos ist, dauert dieser Zustand doch im Normalfall nur einige kurze Augenblicke, und Pferde können zwar sicher Schmerz und Angst empfinden, aber nachdenken über ihren Zustand tun sie ganz sicher nicht.
    Und ja, ich habe in meiner Großtierpraxis-Zeit auch schon sterbenden Tieren die Kehle durchschnitten und mich dabei nicht als schlechten Menschen empfunden.

    Ich verstehe die ganze Aufregung hier nicht wirklich…

  • Avatar Mumpitz sagt:

    Anchy, Dissertationen und Statistiken glaube ich nur, wenn ich weiß, wer sie bezahlt hat.

    Geht mir ähnlich.

    Außerdem gehen diese Dissertationen um das Töten von Rindern, und das ist nochmal was ganz anderes als Pferde. Rinder und vor allem Bullen haben nämlich eine deutlich dickere Schädelplatte als Pferde. Insofern kann man diese Arbeiten nicht 1:1 auf das Pferd übertragen.

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    @Mumpi: Du als Tierärztin hast da einen etwas anderen Status, und solltest natürlich berufsbedingt alleine schon den Kopf auf dem Hals tragen, und nicht unter’m Arm.
    Dass du die Sache viel viel nüchternder betrachtest, ist doch normal. :nix:

    Man was war mir schlecht als ich das erste Mal ein Huhn geschlachtet habe. :kotz:
    Inzwischen klappt das schon viel besser.

    Ich glaube in erster Linie gehen hier grundlegend die Meinungen über Schlachten ja/nein auseinander, was Stein des Anstosses ist. Oder liege ich da falsch? ?(
    Die die gegen das Schlachten sind, können es eben nicht verstehen, aus eigenen emotionalen Gründen.
    Und die, die dafür sind, haben natürlich auch ihre (wohl eher rationalen) Gründe.
    :nix:

    Iche jedenfalls würde mein Pferd nicht zum Schlachter bringen. :eye:
    Und über die Art und Weise der Tötung/des Einschläferns muss dann individuell entschieden werden.

  • Avatar Cubano9 sagt:

    Beantwortest Du mir bitte noch mal meine Frage, bei wievielen Bolzenschuss- resp. Einschläferungen Du persönlich anwesend warst?

    Ich glaube, ohne vermessen sein zu wollen, daß ich wohl diejenige hier bin, die bei den meisten Tier-Tötungen anwesend war bzw. selbige auch selbst durchgeführt hat, übrigens auch und gerade bei meinen eigenen Tieren.

    Das ist völlig unstrittig. Meine Frage an Anchy hatte auch einen anderen Hintergrund: Ich denke nämlich, wenn man selbst noch keine der beiden (oder auch nur eine der beiden) Methoden selbst miterlebt hat, ist es vielleicht auch ein wenig schwierig, die Beweggründe eines anderen pro oder contra eine der beiden Methoden nachzuvollziehen.
    @Tadei: Aus eigenem Ansehen glaube ich der Dissertation erst mal nicht. In beiden Fällen ist das Pferd sofort und ohne Anzeichen von Schmerz oder Panik zu zeigen, umgekippt. Das war – eben in den Fällen, von denen ich berichtet habe – bei der Narkotisierung halt anders. Was im Umkehrschluss um Himmels Willen nicht bedeuten soll, dass ich 1.) die Risiken des Bolzenschusses verniedliche oder 2.) nicht glaube, dass bei der Einschläferung auch alles gut gehen kann. Wie gesagt, meine (vorläufige) Entscheidung beruht einzig und allein aus dem, was ich gesehen habe.

  • Avatar tadei sagt:

    Der Satz „Glaube keiner Doktorarbeit die du nicht selbst gefälscht hast“ ist der wohl bekannteste an allen Unis. Jetzt aber zu sagen, das ist alles Schwachfug, das les ich mir nicht mal durch find ich einfach daneben. Und richtig, die Doktorarbeit handelt von Rindern. Man kann also schonmal keinem Hersteller einer Pharmafirma den Vorwurf machen, sie hätte das gesponsert um ihr Medi zur Euthanasie von Pferden besser zu verkaufen.
    Meine Doktorarbeit wurde auch von einer Firma gesponsert. Ich hab allerdings bewiesen, dass das Produkt alles andere als gesund ist. Und? Die Ergebnisse standen, ich hab meinen Doktortitel. Und alles was passiert ist, war, dass die Firma nicht mit den Ergebnissen aus der Studie an die Öffentlichkeit gegangen ist. Ich kann also nicht verstehen dass man grundsätzlich sagt: das ist manipuliert, das kann nicht stimmen. Da werd ich fuchsig…

  • Avatar Pandora sagt:

    ………… Bolzenschuss ……..

    …….. erschossen werden…………

    Ja aber darum geht´s doch hier u.a. die ganze Zeit: das ein Bolzenschuss NICHT mit erschossen werden (erschießen = sofortiger Tod) gleichzusetzen ist, sondern eben nur eine Betäubung sein soll, damit die Tiere das anschließende ausbluten-lassen nicht mitbekommen!!

    Das Töten durch einen Jäger mit einer geeigneten Waffe sollte den Tod durch den Schuss herbeiführen und das ist beim Bolzenschuss eben NICHT der Fall

    Ich persönlich würde mich soweit möglich auch immer für´s Einschläfern entscheiden, weil mir die Vorstellung ein Stahlgeschoss ins Hirn zu treiben um eine Betäubung zu erlangen nicht gefällt und mich vorallem nicht überzeugt.
    Ich bin ja kein Hirnwissenschaftler, aber ich frage mich halt doch ob dieser Bolzen dann auch an der richtigen Stelle sitzt, so dass wirklich alle Empfindungen ausgeschaltet sind :denk:

    Weil ich es mehrfach gesehen habe, dass ein einzuschläferndes Pferd mit Schmerzen und Panik dagegen ankämpfte.

    Nunja, man könnte jetzt ja weiterüberlegen und zu dem Schluss kommen, dass die Möglichkeit besteht, dass ein durch den Bolzenschuss „betäubtes“ Tier genauso empfinden könnte, aber nicht mehr in der Lage ist, dies durch Körpersprache / äußerliche Anzeichen mitzuteilen.

    Deshalb ist es mir auch so zuwider, weil wir es nicht wissen können, was das Tier dabei empfindet oder eben nicht ❗

  • anchy anchy sagt:

    Und außerdem hast Du meine Frage immer noch nicht beantwortet…

    Naja, ich bin auch mal woanders 😉
    Aber um zu Deiner Frage- die ich natürlich beantworte- zurückzukehren.
    Bolzenschuß = O, Einschläfern= einige (keines davon ging schief aber das ist natürlich statistisch nicht relevant) Ob beim Bolzenschuß was schief geht, ist ja- und das ist so ein kleines Problem- nicht mit bloßem AUge erkennbar.

    ABERr und das ist der Punkt, ich verlasse mich doch nicht auf meine Beobachtungen als Laie und postuliere , liegen ruhig alles gut, sondern ich verlasse mich auf Untersuchungen verschiedener Quellen. Eine davon war der hier eingestellte Link und nicht irgendein subjetives Empfinden, denn nichts anderes ist es doch wenn hier von den persönlichen Wahrnehmungen eines durch Bolzen geschossenen Pferdes berichtet.

    Anchy, Dissertationen und Statistiken glaube ich nur, wenn ich weiß, wer sie bezahlt hat. Sonst „sage“ ich zu ihnen Altpapier.

    Ja, manchmal macht man sich die Welt wie sie einem gefällt. Somit entbehrt sich jegliche weitere Diskussion.

  • GidranX GidranX sagt:

    Und Cubano, es ist glaube ich Jacke wie Hose, ob ein Pferd in Einzelfällen gegen die Spritze kämpft, oder in einer unbekannten Anzahl Fälle durch den Bolzenschuss zwar unfähig ist, sich in irgeneiner Form mitzuteilen, aber unklar ist, was es miterlebt in dem Zeitraum.

    Kommt, liebe Clubmitglieder, wir gehen uns einen trinken. :drink:

    Im übrigen hat mein Sohn sich derart gegen die Betäubung gewehrt – da war er 4 Jahre alt und war dann wohl eine der seltenen paradoxen Wirkungen -dass sie ihm dreimal nachgeben mussten, bis er wie vom Baum gefällt quasi „umfiel“. Während er zwar immer mehr aufdrehte, schrie er nicht vor Schmerzen, hatte keine Angst oder sonst irgendwelche Probleme, nein er hatte stattdessen Spass und führte sich auf wie ein Affe im Käfig. Also scheint eine paradoxe Wirkung bei einem Betäubungsmedikament oder Narkosemittel keinesfalls mit Schmerzen verbunden zu sein. Im schlimmsten Fall wirkt es eben nicht so wie es soll, aber verursacht wohl keine zusätzliche und unnötige Schmerzen.
    Das stelle ich mir bei einem versagendem Bolzenschuss als Betäubungsmittel durchaus anders vor.
    Wenn sich die Tiere bei einer Betäubungsspritze gegen das Gefühl der Benommenheit und des Kontrollverlustes WEHREN halte ich das ebenfalls für deutlich vertretbarer und im Vergleich eine Lappalie, als wenn es so ist, wie Mau auch schon schreibt, das der Bolzenschuss möglicher Weise – und dafür gibt es genügend Anzeichen, das es so sein könnte – häufiger nicht adäquat betäubt sondern lediglich bewegungsunfähig macht. Wenn u.a. festgestellt wird, dass bei einem Bolzenschuss die Betäubung MINDESTENS 1 Minute anhält – heisst das für mich im Umkehrschluss, dass er eben auch nur HÖCHSTENS 1 Minute betäuben könnte. Wielange braucht ein TA um im Anschluss an den Bolzenschuss den Kehlschnitt durchzuführen und somit ja erst den Sterbevorgang einzuleiten und wielange benötigt das Tier dann für´s Sterben durch´s ausbluten?
    Und ob die Schädelplatte beim Rind für so wesentlich dicker gehalten wird als beim Pferd, dass es irgendwie bedeutsam sein könnte, zweifel ich ebenso an. Denn es wird angeraten die gleiche Munition zu verwenden da beide zu den Dickschädeln gehören. Und wenn ich davon ausgehe das diese Betäubungsart nur dafür entwickelt wurde, SAUBER – also ohne Gehirnmasse im Fleisch zu verteilen, und es somit ungenießbar zu machen – entwickelt wurde, dürfte dieses Argument ganz sicher zu vernachlässigen sein.

    Leeeeuuuute, wartet ich geh mit saufen.. :drink:

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Ich verstehe die ganze Aufregung hier nicht wirklich…

    ich auch nicht…mir scheint hier haben ein paar mächtige Probleme mit sich selbst und wären um einiges besser bedient die mit ein paar Sitzungen bei einem fähigen Psychologen zu lösen, als mit einer Mitgliedschaft im im Wendy-Club.

    Die armen Pferde, die sowas ausbaden müssen :huh:

    Anchy, Dissertationen und Statistiken glaube ich nur, wenn ich weiß, wer sie bezahlt hat.

    Geht mir ähnlich.

    mir auch.

    Außerdem gehen diese Dissertationen um das Töten von Rindern, und das ist nochmal was ganz anderes als Pferde. Rinder und vor allem Bullen haben nämlich eine deutlich dickere Schädelplatte als Pferde. Insofern kann man diese Arbeiten nicht 1:1 auf das Pferd übertragen.

    Abgesehen davon, dass man diese Tatsache nicht zur Kenntnis nehmen will.

    @ Alba
    Danke, es gibt sie doch noch, die Pferdebesitzer mit klarem Verstand.
    Wie immer die Entscheidung auch ausfällt :friend:

  • anchy anchy sagt:

    Die armen Pferde, die sowas ausbaden müssen [/quote

    Das muß ich nicht verstehen.

  • Avatar Fluppel sagt:

    ich auch nicht…mir scheint hier haben ein paar mächtige Probleme mit sich selbst und wären um einiges besser bedient die mit ein paar Sitzungen bei einem fähigen Psychologen zu lösen, als mit einer Mitgliedschaft im im Wendy-Club.

    Die armen Pferde, die sowas ausbaden müssen

    Was für eine reizende Unterstellung, weil man für sich aus eigentlich durchaus nachvollziehbaren Gründen den Bolzenschuss ablehnt.
    Tja, heute Abend musste meine Wendyeinstellung dann mein Kater ausbaden. Der wurde nämlich auch eingeschläfert und das ging obwohl stark dehydriert absolut friedlich und ohne jeden Zwischenfall. Das hab ich mir auch Geld kosten lassen, anstatt ihn kostenlos von meinem Schwager schießen zu lassen. Alles nur, weil ich reif für den Psychologen bin und in der Wendywelt lebe.

    Danke Gidran, für deine weiteren Mühen es verständlich zu machen.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Fluppel es geht nicht darum dass man den Bolzenschuss ablehnt, das ist jedem freigestellt.

    Es geht um die Argumentation die schon paranoide Züge annimmt.

    Es soll jedem freigestellt sein, welchen finalen Weg er für sein Pferd wählt – dass er sauber, verantwortungsvoll wird, setze ich unter Pforglern voraus.

    Unter den obgenanten Voraussetzungen sind für mich beide Methoden OK.
    Und ich würde nie dem einen oder andern vorwerfen sein Pferd zu quälen!

  • GidranX GidranX sagt:

    Es geht um die Argumentation die schon paranoide Züge annimmt.

    Deine Meinung zu DIESEM Thema beruht lediglich auf Vertrauen, Glaube, Hoffnung und subjektive Wahrnehmungen.. 😀 Für Dich sind wissenschaftliche Arbeiten zu DIESEM Thema reine Panikmache. :denk: Ich frage mich, wer denn nun wirklich mit DIESEM Thema ein Problem hat.. Im Thread „Tierkommunikation“ scheints mir so, als würdest Du die Dinge doch üblicher Weise von wissenschaftlicher Seite aus betrachten. :look:

  • Avatar oldie sagt:

    Es ist..wie immer ..ein rein menschliches Problem.
    In den Jahren habe ich viele Pferd auf dem letzten Weg begleitet. Beide sind machbar. Beide sind gut. oder sagen wir : effektiv.
    Was ich nicht mag..beim Bolzenschuss ..und wo es mir schlecht wird, ist das Aufknallen des Pferdes auf den Boden und man hört die Knochen brechen. Das ist mir zuviel- dem Pferd ist es: wurscht, weil tod.
    Ich mag das Einschläfern lieber und habe dabei keine schlechten Erfahrungen gemacht. AusserTränen ohne Ende. Aber auch das interessiert das Pferd dann nicht mehr.

  • GidranX GidranX sagt:

    Was ich nicht mag..beim Bolzenschuss ..und wo es mir schlecht wird, ist das Aufknallen des Pferdes auf den Boden und man hört die Knochen brechen. Das ist mir zuviel- dem Pferd ist es: wurscht, weil tod.

    und auch bei Dir scheint mehr der Wunsch Vater des Gedankens zu sein.. :nix:

  • Avatar oldie sagt:

    Äh..verstehe ich nun nicht.
    Es gibt keinen Wunsch..einem Pferd die Brücke zum Regenbogen zu bauen.
    Es gibt keinen Wunsch..das es endlich “ vorbei ist“.
    Es gibt nur : Dabei gewesen zu sein und dabei zu sein und Erfahrungen zu machen.
    Sorry..ich verstehe Dein Posting nicht.

  • GidranX GidranX sagt:

    Kerstin, weil das Ziel des Bolzenschusses nicht der Tod, sondern lediglich die Betäubung ist. Das wäre dann schon ein Fehler des Schlachters. Das Tier stirbt während des ausblutens. Danach, also wenn es augeblutet ist, ist es dann tot. Und da es berechtigte Zweifel an einer hinreichenden Betäubung durch Bolzenschuss gibt, dürfte es dem Pferd im Zweifel also durchaus nicht wurscht sein..

  • Avatar oldie sagt:

    Ah,verstanden- so meints Du das“! Danke.
    Da gibt mir mein persönliches Empfinden dabei ja : recht.
    Logisch, oder?
    Jedoch: Auch beim Bolzenschuss war-bis dato- kein schlimmes Erleben ( meinerseits )dabei.- bis auf das “ Aufknallen“-welches mir widerstrebt.
    Tod waren sie alle sehr schnell und ich konnte- bis dato- keine “ schnellere Methode“, feststellen.
    Ich wünschte.alle würden an Alterschwäche..auf der Weide..in der Sonne..friedlich einschlafen.
    Bei diesem Thema werde ich tatsächlich sentimental und wünschte mich weg….wenn derTag X da ist.
    Es gibt Dinge..die mag ich gar nicht in meinem Job.Und Einschläfern steht an Nummer EINS.

  • Avatar Cubano9 sagt:

    Im übrigen hat mein Sohn sich derart gegen die Betäubung gewehrt – da war er 4 Jahre alt und war dann wohl eine der seltenen paradoxen Wirkungen -dass sie ihm dreimal nachgeben mussten, bis er wie vom Baum gefällt quasi „umfiel“. Während er zwar immer mehr aufdrehte, schrie er nicht vor Schmerzen, hatte keine Angst oder sonst irgendwelche Probleme, nein er hatte stattdessen Spass und führte sich auf wie ein Affe im Käfig. Also scheint eine paradoxe Wirkung bei einem Betäubungsmedikament oder Narkosemittel keinesfalls mit Schmerzen verbunden zu sein. Im schlimmsten Fall wirkt es eben nicht so wie es soll, aber verursacht wohl keine zusätzliche und unnötige Schmerzen.

    Guten Morgen,
    ja, wahrscheinlich haben die Pferde einen Mords-Spaß dabei, wenn die Narkose paradoxe Wirkung zeigt. Gibt es dazu nicht auch irgendwo eine Dissertation? 😀
    Ne, mal ernsthaft. Hast Du Dir z.B. Aragons Bericht über das Pferd mit dem gebrochenen Bein mal verinnerlicht, was sich vor lauter Angst und Panik nach der Narkose noch ein zweites Bein gebrochen hat? Oder die Berichte von den Pferden gelesen, die vor Panik halb irre geworden sind – was übrigens auch in den Fällen so war, die ich miterlebt habe???

  • Avatar fichtefucht sagt:

    Anchy, Mau, ich komm auch in den Club

    Ich auch 😉

  • Avatar Castellano sagt:

    Das mit dem doppelten Beinbruch war ich, ich werde hier aber sowieso von Anfang an uebergangen u bekomme erzählt meine Erfahrungen zum Bolzenschuss zählen nicht 😀 Ist schon ok! 😛

  • Avatar Cubano9 sagt:

    Castellano – sorry. :red:

  • Avatar E.v.A. sagt:

    Gidran, auch wenn es vermutlich müßig ist, ich weiss nicht, wie Du Dir den Tod durch ausbluten vorstellst.
    Unmittelbar nach dem Schuß, öffnet der Metzger die Halsschlagader. Das dauert keine Minute oder mehr. Das passiert, sobald das Pferd liegt.
    Zwischen dem Schuß in den Kopf und dem Schnitt geht der Metzger nicht erst noch ne Kippe rauchen.
    Sofort tritt eine große Menge Blut aus. Ab welcher Menge Blutverlust nun das Pferd de facto das Bewußtsein verliert(wenn das nicht durch den Bolzenschuß passiert) und gar nichts mehr mitbekommt kann ich auch nicht sagen, aber innerhalb kürzester Zeit ist der Großteil Blut aus dem Pferd heraus.
    Selbst wenn das Pferd nur soweit gelähmt wäre, das es sich nicht rühren kann und den Stich in den Hals noch irgendwie mitbekommt, ist das glaub ich durchaus zu vernachlässigen.

    Es gibt Menschen, die töten sich durch Gift, es gibt Menschen, die töten sich durch Eröffnen der Schlagader, es gibt Menschen, die sich erschießen.
    Das Ergebnis ist das gleiche.
    Natürlich suchen die sich Ihre Todesart selber aus.
    In der Natur wird ein altes, krankes Tier häufig Opfer der Raubtiere und die brauchen deutlich länger, um ihr Opfer zu erledigen.
    Wir können unsere Pferde nicht fragen,welche Todesart sie bevorzugen und ob sie nicht doch lieber mit Schmerzen und altersschwach dahinvegetieren. Da sie ja kein Zeitgefühl haben, ist ihnen auch nicht bewußt, dass sie evtl noch lange leiden müssen.

    Also müssen wir die Entscheidung treffen. Die Risiken beider Methoden wurden hier denke ich ausführlichst durchgekaut, dennoch MUSS man jeden Pferdebesitzer seine Entscheidung wertfrei treffen lassen.
    Nich jeder, der sein Pferd einschläfern lässt, ist ein verklärtes Wendy-Mädchen, nicht jeder, der sein Pferd schlachten lässt ein herzloses, blutrünstiges Monster.
    Für mich zum Beispiel ist nicht zu verstehen, wie ein Pferdebesitzer sein Pferd alleine sterben lassen kann. Weil ich es nicht könnte und mir ewig Vorwürfe machen würde, aber kann ich das deshalb verurteilen, wenn jemad sagt, er kann nicht dabei sein? NEIN, das ist eine Entscheidung, die jeder für sich treffen muss, damit leben muss und für sich verantworten muss.
    Abschließend wünsche ich jedem Pferdebesitzer(incl. mir selber) noch, dass sein Pferd irgendwann im hohen Alter, nach schönem Leben, einfach einschläft und morgens nicht mehr aufwacht.

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    -AMEN- :hug:

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Für den Antrag auf den neuen Pferdepass mußte ich dem Tierarzt alle möglichen Fragen beantworten.
    U.a., ob er später eingeschläfert oder geschlachtet werden soll.
    Erstmal war ich baff, da ich die Frage überhaupt nicht verstand!
    Er geht natürlich nicht zum Schlachter. :flucht:

    Antwort vom Tierarzt: „Feines Mädchen.“
    Seine Bilanz nach 30 oder 40 Jahren Pferde-Tierarzt: Sport- und Turnierpferde von wohlsituierten Menschen gehen weitaus häufiger in die Wurst, als „Freizeitpferde“.
    (Freizeit in „, da wir ja alle mehr oder weniger in der Freizeit reiten. 😉 )
    Mein Tierarzt jedenfalls hat dafür 0,0 Verständnis.
    Und es geht ihm ganz sicher nicht um die Kohle, sondern um die Tatsache, dass das Pferd nach seiner Pflichterfüllung wie eine „Sache“ abgeschafft wird.

    Komisch, aber der gleiche Tierarzt, hat jahrelang das Geld eingesackt für die teuren Behandlungen der Sport- und Turnierpferde der wohlsituierten Menschen?? Was für ein Judas 😀

    Man kann es auch anders sehen, dass vielleicht gerade Menschen, die jahrelang mit ihrem Partner im Sport tätig waren ihrem Pferd einen würdigen Abgang gönnen, und zwar solange es noch einigermassen stolz den Kopf hochträgt und und ohne Dauermedikation schmerzfrei ist.
    Zumindest so habe ich es mal gelernt. Ob Sport oder nicht, und die Todesart dahingestellt.
    Für mich zumindest hat jeder den vollen Respekt der rechtzeitig den Abgang schafft und sein Pferd nicht unnötig vegetieren oder gar leiden lässt.
    Vielleicht müssten sich alle diese „artgerecht“-Halter hier wieder mal vor Augen führen, was die Natur eigentlich in solchen Fällen vorgesehen hat.

    Und die Rede ist hier nicht von Menschen im Sport die ihre Tiere wie Unterwäsche wechseln, ich finde das schon eine unerhörte Unterstellung und das von einem Tierarzt 8o
    Für mich klassifiziert sich einer schon a priori als „Plapperi“ (Schwätzer) :thumbdown:

    Komm, anchy, wir gehen jetzt in den rosaroten Wendy-Club, ich bin die erste Vorsitzende. 😉

    Ich schlage vor wähle lieber fichtefucht, mit diesem Beitrag hat sie sich qualifiziert:

    ..ich würde definitiv Einschläfern wählen, auch weil er keine Angst vor Spritzen hat, sondern diese einfach nur Sch… findet. Zur Not lege ich die Braunüle selber
    Sollte einmal ein Notfall eintreten, dass er keinen Tierarzt an sich ran lässt, würde ich eher das Blasrohr als Vorsedierung wählen.

    Ach ja, ich für mich werde auch die Variante “ Einschläfern“ wählen mit einem guten Barbiturat, sitze allerdings auch an der Quelle :bite:

    Wenn man sonst pferdemässig nix auf die Reihe kriegt, dann doch zumindest den eigenen Gaul problemlos um die Ecke :doh: .

    Was für ein „Club der Fähigen“, solchen Mist, selbst unter der Entschuldig dass es emotional geschrieben ist kann ich kaum mehr ertragen :kowa: :kowa:

  • Avatar Castellano sagt:

    Gestern lag uebrigens das 23jaehrige (topfitte u voll reitbare) Pony einer Bekannten tot im Paddock. Da keiner dabei war, weiß auch keiner wie „schoen“ dieser Tod war! Und fuer die Besitzer muss das ein wahrer Schock gewesen sein, weil es keine Anzeichen zum Ableben gab und damit auch keine Zeit zum Abschied nehmen.

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    @Merlijn: Nein, er betreut unter anderen eine wohlsituierte Dame, deren Wortlaut war:
    „Achso, wenn er in die Wurst geht bekomme ich noch Geld dafür, ja??? :denk:
    Cool, dann gehen alle in die Wurst danach! :ja: “

    :kowa:
    Pietätloser gehts in meinen Augen nicht mehr!
    Ich traue meinem Tierarzt durchaus so viel Menschenkenntnisse zu, dass er GENAU verstanden hat, wie DAS gemeint war!

    Mein Tierarzt ist gehbehindert, längst in Rente, und kann die Finger nicht von den Pferden lassen. Er sagt er kann erst dann aufhören zu helfen, wenn er tot umfällt. Und das glaube ich ihm!
    Er sitzt gerne bei uns, schnackt über alte Zeiten, trinkt nen Kaffee und dann bringen wir ihn gestützt auf seine Krüken wieder zum Auto!
    Das ist noch einer vom alten Schlag. Hat mir auch schon Flohkuren für meine Katzen kostenlos mitgebracht usw.
    Der ist in meinen Augen Arzt aus Überzeugung.
    Und nicht weil er noch so unglaublich viel Profit machen will. :eye:

  • Avatar Castellano sagt:

    Jetzt noch mal zu dem finanziellen Aspekt:

    Im Anbetracht der Tatsache, was uns unsere Pferde monatlich/jährlich/lebenslänglich kosten, kann doch der minimale Gewinn an Schlachtpreis nicht ausschlaggebend für eine Entscheidung zum Bolzenschuss sein!

    Ich habe gerade 3Pferde impfen u 6 entwurmen lassen für um die 500€. Standartkosten, da zuckt man nicht mit der Wimper, gehoert genauso dazu wie Schmied, Pensionskosten, 10.000e € Ausstattung usw.

    Meint ihr wirklich da spart man am Ende die ca 200€ Euthanasiekosten u 70€ Abdecker, weil man evtl wenige 100€ Schlachtpreis bekommt??? Das ist doch reichlich weit her geholt und trifft zumindest auf mich nicht zu!

  • Avatar Stina sagt:

    Ich denke hier wird man eh nie auf einen gemeinsamen Nenner kommen.

    Was ich persönlich aber am Wichtigsten finde, ist, das mein sein Pferd bis zum letzten Atemzug begleitet und da sind sich doch hier wohl alle einig, oder?
    Es gibt ja wohl nichts schlimmeres, als jemand, der sich vor dieser Verantwortung drückt.
    Dieses musste ich leider mal miterleben, als ich 12 Jahre alt war, wie eine Frau ihr Pferd einfach hat abholen lassen von einem Metzger und danach Rotz und Wasser geheult, wegen ihrem Pferd und sie könnte sich das ja nicht mit angucken, darum hätte sie den so abholen lassen.
    HALLO????? Drei Tage später hatte sie übrigens ein neues Pferd. Und wer weiß, was mit dem Alten passiert ist, ob er wirklich sofort geschlachtet wurde, oder auf einem Transporter ging.

  • Avatar fichtefucht sagt:

    Was ich persönlich aber am Wichtigsten finde, ist, das mein sein Pferd bis zum letzten Atemzug begleitet

    Das stimmt allerdings.
    Und deswegen schrieb ich auch, dass ich ZUR NOT die Braunüle selber legen würde, wenn es FÜR DAS PFERD angenehmer ist, auch wenn es für mich sicher eine Riesenüberwindung wäre und ich auch hoffe, nie im Leben in diese Situation zu kommen. :no:
    Aber das wär ich ihm schuldig.
    Ich prangere auch niemanden an, der den Bolzenschuss favorisiert, MIR persönlich wäre das zu unsicher in der Betäubung, aber das muss jeder für sich selbner entscheiden
    Wieso MerlijnCh das jetzt wieder verzerren und völlig unsachlich :rolleyes: in den Dreck ziehen muss :nix: :kowa:

  • Avatar Patrizia sagt:

    Moment mal. Dieses bis zum letzten Atemzug beim Pferd bleiben, ist aber auch ein zweischneidiges Schwert. Für mich käm auch nichts anderes in Frage. Aber es gibt durchaus Pferdebesitzer, die können das psychisch einfach nicht so gut ab. Ich finde es keine Schande, sich das dann selbstkritisch einzugestehen und den Strick im letzten Moment einem guten Freund oder zur Not auch dem Tierarzt/ Schlachter zu überlassen. BEVOR man sein Pferd wohlmöglich mit seiner Reaktion in Panik versetzt. Da ist nichts gegen zu sagen!

  • Avatar Aragon sagt:

    Boa, July-Plankton, du hast das mit der Eintragung in den Pferdepass eindeutig in den Wendy-Hals bekommen – wenn dein Pferd da als „Schlachtpferd“ eingetragen ist, bedeutet das doch nicht, dass es unausweichlich zum blutrünstigen Metzger kutschiert werden muss, sondern dass es theoretisch auch geschlachtet und das Fleisch verwertet werden KÖNNTE. Einschläfern lassen kannst du es natürlich trotzdem immer.

  • Avatar JAusten sagt:

    Moment mal. Dieses bis zum letzten Atemzug beim Pferd bleiben, ist aber auch ein zweischneidiges Schwert. Für mich käm auch nichts anderes in Frage. Aber es gibt durchaus Pferdebesitzer, die können das psychisch einfach nicht so gut ab. Ich finde es keine Schande, sich das dann selbstkritisch einzugestehen und den Strick im letzten Moment einem guten Freund oder zur Not auch dem Tierarzt/ Schlachter zu überlassen. BEVOR man sein Pferd wohlmöglich mit seiner Reaktion in Panik versetzt. Da ist nichts gegen zu sagen!

    Meine Meinung. Eine Bekannte von mir hat seinerzeit auch dafür gesorgt, dass jemand anderes ihr Pony zum einschläfern „begleitet“ hat. Sie selbst fühlte sich völlig außer Stande daneben zu stehen, wenn der TA die Spritze setzt.

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    Boa, July-Plankton, du hast das mit der Eintragung in den Pferdepass eindeutig in den Wendy-Hals bekommen – wenn dein Pferd da als „Schlachtpferd“ eingetragen ist, bedeutet das doch nicht, dass es unausweichlich zum blutrünstigen Metzger kutschiert werden muss, sondern dass es theoretisch auch geschlachtet und das Fleisch verwertet werden KÖNNTE. Einschläfern lassen kannst du es natürlich trotzdem immer.

    Da kann durchaus was dran sein, denn ich habe mich mit diesem Thema noch nie auseinandergesetzt. :daumen:
    Ich glaube trotzdem, dass meine Entscheidung für uns die richtige war.
    Erstes Pferd, ich selbst Spätgebärende, er ist bei mir seit er 6 Monate alt ist…
    Ich selbst habe keine Kinder…. da müssen meine Tiere für meine Unmengen an Liebe die ich zu verschenken habe hinhalten. :red:
    Ich glaube ich könnte es nicht übers Herz bringen, zu wissen, dass sein Körper verwertet wurde. :S
    Ja, nennt mich Wendy, ihr Kröten. :eye: Ick steh dazu. :bite:
    :hug:

  • Avatar Cubano9 sagt:

    Ich glaube ich könnte es nicht übers Herz bringen, zu wissen, dass sein Körper verwertet wurde. :S

    Öh July, was genau meinst Du denn, was mit Deinem Pferd passiert, wenn es tot ist? Urne? Für zu Hause?
    Verwertet werden die alle. Die Frage ist nur, ob noch Verzehrfleisch daraus gemacht wird oder Hühnerfutter, Seife, Knochenmehl etc.
    Die Unterscheidung Schlachtpferd/Nicht-Schlachtpferd hat primär etwas mit den Medikamenten zu tun, die der TA Deinem Pferd geben darf.

  • Avatar Aragon sagt:

    July-Plankton, das sind aber zwei Paar Schuh´, also dein persönliches Empfinden und die Tötungsart. Und es schwingt halt immer dieses unterschwellige Gefühl mit „Wer auch nur in Erwägung zieht, sein Pferd dermaleinst zum Schlachter zu karren, muss ein herzloser Unmensch sein.“ Und „Einschläfern“ klingt ja auch so viel schöner.

    Ich bin vielleicht ja wirklich herzlos, aber ehrlich gesagt finde ich es Verschwendung, sollte mein Pferd tatsächlich (not)getötet werden müssen, dann viele, viele Kilo verwertbares Fleisch einfach vergammeln zu lassen. Ich hab aber auch nen Organspenderausweis :nix:

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    Ich….. äääääh…. also ich…. lasse ihn dann einäschern?? :tuete: Oder so… ??? :tuete:
    :daumen: Nich??? Äh… ok… dann nich…. :daumen: Na irgendwie so jedenfalls. :huh:

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Kannste natürlich auch, aber da wirst du locker 2000 € für hinlegen müssen.

  • Avatar Chaplin sagt:

    Die Unterscheidung Schlachtpferd/Nicht-Schlachtpferd hat primär etwas mit den Medikamenten zu tun, die der TA Deinem Pferd geben darf.

    Ja, so ist es. Ich war übrigens beim Einschläfern des Profis nicht dabei. Ich habe ihn aus der Box geholt und einem guten Freund übergeben. Ich hatte vollstes Vertrauen zu ihm und meinem TA. Nachdem er tot war bin ich noch zu ihm gegangen. Die Spuren im Sand zeigten mir, daß er „ruhig“ zu Boden gegangen ist, so erzählten es mir auch der Freund und mein TA.

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    Ihr seid alle doof, und Ahnung habt ihr auch keine, und überhaupt sind alle gemein. :fies: 😉
    Ich geh jetzt Wendy lesen. :eye:
    Mein Dickerchen ist noch so jung, und ich hoffe dass ich mich das nächste Mal erst in 20 Jahren damit befassen muss. :tuete:
    :hug:
    Wenn jemand der Meinung ist, dass es zu schade ist, das Fleisch verkommen zu lassen, ist es seine Meinung und seine Entscheidung. Ich kann sie zwar verstehen, aber nicht teilen. :nix:

  • Avatar Stina sagt:

    Mein Dickerchen ist noch so jung, und ich hoffe dass ich mich das nächste Mal erst in 20 Jahren damit befassen muss.

    :thumbsup:
    Mein Pferd wird in 30 Jahren ganz friedlich hinter meinem Haus einschlafen 😉

    Ich will auch eine Wendy :love:

  • Avatar maurits sagt:

    Merlijn, warum wirst Du eigentlich hier jetzt derartig beleidigend und ausfallend, selbst mir gegenüber?
    Akzeptiere doch einfach meine Meinung und meine Zweifel die das Thema betreffen, so wie ich Deine akzeptiere.
    Ich glaube dass ich weder ein Problem mit mir selbst habe, noch einen Psychologen brauche.

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    @Mau: Wenn man das jetzt psychologisch auseinanderklambüsern würde….
    In dem Moment wo man andere/s schlecht macht, stellt man sich selbst unbewußt als besser dar, um nicht vor der eigenen Haustüre kehren zu müssen.

    Meine Mom (im übrigen Psychologin :tuete: ) hat immer gesagt:
    Mädchen… wenn du über andere lästerst, zeigst du nur, dass du selbst kein Stück besser bist. :hug:

  • Avatar Castellano sagt:

    So langsam nimmt das Thema hier doch noch die Form an, welche die Threaderstellerin sich u.U. erhofft hat 😀

    Im übrigen hatte ich bei meinem ersten Pferd auch due feste Vorstellung, das der auf jeden Fall in due Urne kommt und nicht beim Abdecker oder in der Fleischtheke landet. Ich war zur Pupertaet auch mal kurzfristig Veganer :tuete: , obwohl ich auf dem Land mit Viehzucht, Schlachtung, Fleischvermarktung groß wurde. Naja, nachdem ich dann irgendwann wieder klar denken konnte haben sich diese Anflüge verflüchtigt…

    Ich esse gerne Fleisch, ich lebe von der Fleischwirtschaft, ich esse auch Pferd u Kälbchen u hatte in Südamerika auch schon Meerschweinchen auf dem Teller. Das konnte/kann ich geniessen, obwohl ich ein wirklich sehr großes Herz für Tiere habe, mit vielen Haustieren (Familienmitglieder) aufgewachsen bin und wirklich alles Menschen mögliche tue, damit es meinen Tieren bestmöglich geht! Ich kann das Fleisch, dass ich esse, geniessen, weil ich weiß das die Haltung vorher gut war, es kurze/stressfreie Transportwege gab u der Tod schnell u sauber von statten ging.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Akzeptiere doch einfach meine Meinung und meine Zweifel die das Thema betreffen, so wie ich Deine akzeptiere.

    Ich habe hier nirgendwo irgendetwas von Akzeptanz gelesen, nur Polemik und unterschwellige Anschuldigunge.
    Und das geht mir entschieden gegen den Strich.

    Merlijn, warum wirst Du eigentlich hier jetzt derartig beleidigend und ausfallend, selbst mir gegenüber?

    Ich wüsste nicht wo ich gegen Dich beleidigend gewesen worden wäre. Man sollte sich nur Schuhe anziehen die passen :nix:
    Und sorry, wenn der Hinweis auf den einen Beitrag von Fichtefucht beleidigend war, aber vielleicht müsste man einfach vorher ein bisschen überlegen bevor man solchen Blödsinn schreibt.

    Ich glaube dass ich weder ein Problem mit mir selbst habe, noch einen Psychologen brauche.

    Dann ist ja gut :friend: , ich denke die Mitgliedschaft im Wendy-Club reicht.

    Viel Spass dabei.
    Zum Glück habe ich sowas nicht nötig :rolleyes:

  • Avatar Diana sagt:

    Man was war mir schlecht als ich das erste Mal ein Huhn geschlachtet habe.

    Wie schlachtest Du denn?
    Vorher stand irgendwo, Du betäubst erst und tötest dann.
    Wie?

    Im übrigen hat mein Sohn sich derart gegen die Betäubung gewehrt – da war er 4 Jahre alt.Während er zwar immer mehr aufdrehte, schrie er nicht vor Schmerzen, hatte keine Angst oder sonst irgendwelche Probleme, nein er hatte stattdessen Spass und führte sich auf wie ein Affe im Käfig.

    Super Beispiel!
    Stell Dir das doch einfach mit einem Pferd vor.
    600 kg, die sterben sollen, außer Rand und Band.
    Hört sich mächtig gefährlich an!!!
    Bei einem fitten Tier schon eine Katastrophe, aber bei einem schwer verletzten wohl der Super-Gau!

    und wo es mir schlecht wird, ist das Aufknallen des Pferdes auf den Boden und man hört die Knochen brechen.

    Das dürfte ja wohl sowohl bei Bolzenschuss als auch beim Einschläfern der gleiche Vorgang sein?
    Und warum brechen da die Knochen?

  • Avatar Castellano sagt:

    Ich habe da noch nie (außer bei dem einen Einschläfern) Knochen brechen sehen oder gehoert. Die Knallen hin u das hört man bei 600kg natürlich, das war’s dann aber auch schon :nix: Im übrigen knallen bei mir auf der Weide auch immer mal Pferde hin, wenn die ubermuetigen Jungs das Gelaende unterschätzen. Gehört dazu u bis jetzt ist da auch *toitoitoi* nichts passiert!

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Und warum brechen da die Knochen?

    Du verstehst das nicht. Das ist „Alte Sack“ Mentalität. Das klingt theatralischer und reissender…macht ein bisschen mehr her, und wahrscheinlich ist auf FzP nicht allzuviel los 😉

    Da dürfte ja in Dani209’s „Stute stürzt aus heiterem Himmel“ Fred die Stute nach unvermitelten 3 Stürzen innert paar Jahren keinen heilen Knochen mehr im Leib haben. :kowa:

  • Avatar JAusten sagt:

    Da muss ich mal widersprechen. Ich habe schon mehrfach ein Pferd durch TA einschläfern lassen müssen und nein, kein Krachen der Knochen.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Du hast das missverstanden Jausten.

    Die Knochen brechen selbstverständlich nur beim Bolzenschuss!

  • Avatar Diana sagt:

    Das mit dem doppelten Beinbruch war ich, ich werde hier aber sowieso von Anfang an uebergangen u bekomme erzählt meine Erfahrungen zum Bolzenschuss zählen nicht 😀 Ist schon ok! 😛

    Dann kläre uns doch einfach mal auf. 😀
    Kannst Du uns den Ablauf wie hier beschrieben aus der Praxis heraus bestätigen?

    Unmittelbar nach dem Schuß, öffnet der Metzger die Halsschlagader. Das dauert keine Minute oder mehr. Das passiert, sobald das Pferd liegt.
    Zwischen dem Schuß in den Kopf und dem Schnitt geht der Metzger nicht erst noch ne Kippe rauchen.
    Sofort tritt eine große Menge Blut aus. Ab welcher Menge Blutverlust nun das Pferd de facto das Bewußtsein verliert(wenn das nicht durch den Bolzenschuß passiert) und gar nichts mehr mitbekommt

    Dauert es wirklich nur Sekunden, bis die Halsschlagader eröffnet wird?
    Wie lange schlägt das Herz dann noch?
    Wenn der Körper fast ausgeblutet ist, tritt doch der Kreislaufzusammenbruch ein, oder?

    Für den Antrag auf den neuen Pferdepass mußte ich dem Tierarzt alle möglichen Fragen beantworten.
    U.a., ob er später eingeschläfert oder geschlachtet werden soll.
    Erstmal war ich baff, da ich die Frage überhaupt nicht verstand!
    Er geht natürlich nicht zum Schlachter.

    Für den Stallbetreiber ist es noch wichtig.
    Der muss für Schlachtpferde ein Bestandsbuch führen, in dem jede Medikation vermerkt wird.
    Das ist ein enormer Aufwand, der sich vermeiden lässt, wenn sich nur „Nichtschlachtpferde“ im Bestand befinden.
    Inwieweit der TA da noch involviert ist, weiß ich nicht, vermute aber, er muss jede Behandlung und Medikamentengabe per Beleg dem Stallbetreiber schriftlich geben.
    Auch ein Mehraufwand.

  • Avatar JAusten sagt:

    Oh, bin halt auch nur ’ne Blondine!

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Ich kann mir nur vorstellen, dass es beim Einschläfern ein wenig langsamer vonstatten geht.

    Beim Bolzenschuss knallt der Körper auf den Boden, als wenn man von einer Marionette alle Fäden gleichzeitig abschneidet. Das geht schneller als man gucken kann.

    Dauert es wirklich nur Sekunden, bis die Halsschlagader eröffnet wird?

    Ja, sobald der Körper am Boden liegt, wird geschnitten.

    Ich kenn das zwar alles „nur“ von der Rinderschlachtung her, aber viel Unterschied dürfte da ja wohl nicht sein.

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Der muss für Schlachtpferde ein Bestandsbuch führen, in dem jede Medikation vermerkt wird.
    Das ist ein enormer Aufwand, der sich vermeiden lässt, wenn sich nur „Nichtschlachtpferde“ im Bestand befinden.
    Inwieweit der TA da noch involviert ist, weiß ich nicht, vermute aber, er muss jede Behandlung und Medikamentengabe per Beleg dem Stallbetreiber schriftlich geben.

    Wird das denn gemacht? Oder ist das vielleicht Bundeslandabhängig?

  • Avatar JAusten sagt:

    Wird das Pferd durch eine Spritze (TA) eingeschläfert, ist es bereits tot, bevor es auf dem Boden aufschlägt. Das geht blitzschnell.

  • Avatar Diana sagt:

    Wird das denn gemacht? Oder ist das vielleicht Bundeslandabhängig?

    Es ist Vorschrift, wird aber nicht überall gemacht.
    Scheinbar gibt es aber auch Kontrollen durch dem Amtsveterinär. Und wenn dann rauskommt, dass das Bestandsbuch nicht geführt wird, gibt es Ärger.

  • Avatar JAusten sagt:

    Im E-Pass wird die Medikamentengabe vermerkt und ein Schlachtpferd muss die ihm gegebene Medikamentation erst nach (meistens) 8 Tagen abbauen, bevor es geschlachtet werden darf. Das ist EU-Recht und somit (m.M.n.) nicht von BL zu BL verschieden. Müsste gleich abgehandelt werden. Ein Stallbetreiber ist bei der Tierseuchenkasse mit seinem Tierbestand gemeldet, hat (jedenfalls in unserem Stall) nichts mit meinem E-Pass zu tun.

  • Avatar Patrizia sagt:

    Dauert es wirklich nur Sekunden, bis die Halsschlagader eröffnet wird?

    Das liegt beim Schlachter. Es SOLLTE definitiv innerhalb der ersten 60 Sek. nach Betäubung erfolgen.

    Auf den üblichen Schlachtstraßen mitunter nicht realisierbar, da der Bolzenschütze und der Mann, der die Schlagader durchtrennt, verschiedene sind. Arbeitet der Bolzenschütze schneller als der Mann mit dem Messer, staut es sich.

    Beim Pferdeschlachten in unseren heimischen Schlachtereien ist es aber i. d. R. derselbe Mann.

    Wie lange schlägt das Herz dann noch?

    Bei Rindern soll das bis zu 10 Minuten dauern.

    Zu Pferden gibts da soweit ich weiss noch keine Untersuchungen.

    Wenn der Körper fast ausgeblutet ist, tritt doch der Kreislaufzusammenbruch ein, oder?

    Ja.

    Obwohl es bei Schlachtvieh immer wieder Berichte gibt, dass Tiere vereinzelt auch noch nach 10 Minuten auf Schmerzreize reagieren.

    Bei Bodenschlachtungen sieht das dann auch mal so aus, dass das Tier sich aufrappelt und Fluchtversuche macht.

    Die Berichte gelten sowohl für geschossene, mehrfach geschossene als auch bereits Schlagader-eröffnete Tiere.

    Nochmal zum Verständnis:

    Der Schnitt erfolgt deswegen, um den Kreislauf des Tieres noch so lange zu erhalten, damit das Blut aus dem Körper des Tieres hinausbefördert wird. Andernfalls wäre das Fleisch nicht genießbar bzw. nicht so genießbar wie bei einem nicht ausgebluteten Tier.

    Ein z. B. von einem Jäger erschossenes Tier wird auch zum ausschweissen mehrere Tage aufgehangen.

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    @Diana:
    Wachteln, die wir ja selbst essen, werden mit einem gezielten Schlag auf den Hinterkopf (abgesägter Besenstiel, 2x kräftig eingesetzt) betäubt.
    Sofort danach wird der Kopf abgetrennt. Das Ausbluten dauert keine 30 Sekunden.
    Es kommen keine Medikamente zum Einsatz, da Nahrungsmittel.
    Ich weiß nicht so genau, worauf du hinauswolltest, aber ich hoffe deine Frage damit vollumfänglich beantwortet zu haben. :friend:

    Es könnte durchaus sein, dass dies nun nicht konform geht mit meiner Meinung zu Schlachtpferden.
    Was ich nicht abstreite.
    Aber: Ich verweigere (fast) jeglichen Fleischgenuss aus Masttierhaltung oder Fremdhaltung, und versuche mit den Wachteln… im nächsten Jahr im noch grösseren Stil… eine halbwegs vernünftige Fleischquelle für mich zu finden, die ICH mit meinem Gewissen vereinbaren kann.

    -Puten z.B. werde alle mit Kokzidosemitteln (Antibiotika) grossgezogen,
    -Hühner stammen aus Massenhaltung,
    -Gänse aus Mast-Anlagen,
    -(Meeres-)fische sollte man dank gnadenloser Überfischung generell nicht mehr essen (ausser Zuchtfisch, den ich aber dank einer Fischallergie nicht essen kann),
    -Wild schmeckt mir nicht…. die Liste was ich überhaupt noch essen möchte, wird immer kleiner. 🙁

    Ich habe 1x in meinem Leben eine Pferdewurst gekostet. Hat wirklich geschmeckt, muss ich ehrlich zugeben. Aber ich möchte einfach kein Pferd essen. ;(
    Da ziehe ich nächstes Jahr lieber noch ein paar Wachteln mehr nach! :hug: :daumen:

  • Avatar Diana sagt:

    Bei Bodenschlachtungen sieht das dann auch mal so aus, dass das Tier sich aufrappelt und Fluchtversuche macht.

    Nun, das machen auch Hühner, denen der Kopf abgehackt wurde.
    Die sind ja nun wirklich tot, aber die gackern noch und flattern manchmal auch nach Minuten noch.
    Teilweise fliegen die Körper nochmal hoch oder zig Meter weg.
    Nervenreizungen, oder?

  • Avatar Castellano sagt:

    Ich beschreibe jetzt mal allgemein, wie ich es sowohl bei uns Zuhause mit Rindern, wie auch mit Pferden beim entsprechenden Pferdemetzger (wur selbst vertreiben kein Pferdefleisch u Schlachten die daher in der Regel auch nicht) und bei Pferden auf der Weide mitbekommen habe. Unterschied ist folgender: die Rinder/Bullen (welche natuerlich nicht Halfterfuehrig u haendelbar sind wie Pferde, da sie praktisch halbwild von der Weide kommen) werden zum Schuss mit Ketten fixiert und haben eine Augenmaske an. Sie sind dann sehr ruhig.

    Die Tiere werden in Ruhe abgeladen (der Fleischqualität wegen u auch aus Tierschutzgründen verläuft das alles auch beim stursten Bullen ganz ruhig), in den sauberen Schlachtraum geführt (da hängen keine anderen toten Tiere oder Blut etc wie im Massenbetrieb). Die Bullen werden fixiert, due Pferde bekommen Karotte/Leckerlie u in dem Moment wo das Tier mit leicht gesenktem Kopf ruhig u entspannt steht, kommt derBolzenschuss. Die Tiere fallen sofort um, das dauert keine Sekunden! Dann wird sofort die Halsschlagader eröffnet u es tritt gleich viel Blut aus. Bei Pferden habe ich schon erlebt, das sich der Schnitt aus Ruecksichtsnahme auf den Besitzer verzoegert (Verabschiedung, Raum verlassen etc).
    Die Tiere tun (außer Nervenzuckungen, die es ebenso beim einschläfern gibt) keinen Mucks mehr. Nach einer Weile werden sie an den Hinterbeinen aufgehängt, damit sie komplett ausbluten u weiter verarbeitet werden können. Dies entfällt natuerlich bei dem Schuss auf der Weide. Wie lange es genau dauert bis kein Herz mehr schlägt kann ich jetzt nicht beantworten. Da muss sich Mumpitz noch mal zu Wort melden.

  • Avatar Diana sagt:

    Ich weiß nicht so genau, worauf du hinauswolltest, aber ich hoffe deine Frage damit vollumfänglich beantwortet zu haben

    Das war persönliches Interesse, danke.
    Wir haben ein paar Hühner und schlachten die auch selbst.
    Mich interessiert es einfach, wie Du das machst. Ich kenne beide Methoden – erst durch einen Schlag betäuben oder sofort den Kopf ab.
    Und ich muss sagen, dass die Betäubung, also der Schlag, bei Hühnern oft nicht gut sitzt und ich daher die sofortige Kopf-ab-Methode favorisiere. :nix:

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    @Patrizia: Danke… Mein Pferd geht sowas von definitiv not zum Schlachter. :no: :S
    Boah, watt is mir schlecht grad. :S

    Und ich behaupte mal, keine Weichwurst zu sein.
    Ich bin die einzige Frau bei uns in der Garten-Anlage, die selbst schlachtet.

  • GidranX GidranX sagt:

    ja, wahrscheinlich haben die Pferde einen Mords-Spaß dabei, wenn die Narkose paradoxe Wirkung zeigt. Gibt es dazu nicht auch irgendwo eine Dissertation? 😀 Ne, mal ernsthaft. Hast Du Dir z.B. Aragons Bericht über das Pferd mit dem gebrochenen Bein mal verinnerlicht, was sich vor lauter Angst und Panik nach der Narkose noch ein zweites Bein gebrochen hat? Oder die Berichte von den Pferden gelesen, die vor Panik halb irre geworden sind – was übrigens auch in den Fällen so war, die ich miterlebt habe???

    Andrea, ganz ernsthaft, ich frage mich wo Dein analytischer Verstand be diesem Thema geblieben ist? Das Pferd, das sich das eine Bein bereits VORHER gebrochen hatte, hatte doch keine Schmerzen DURCH DAS MEDIKAMENT!! Es hatte die Schmerzen durch den bereits vorhandenen Bruch. Und wird durch diesen bereits vorhanden Bruch nicht mehr sehr kooperativ gewesen sein. Das es dann eine klare Fehlentscheidung sein kann auch noch eine langsam wirkende Betäubung auszuwählen ist doch das eine! Ich würde dann vermutlich genauso einen Bolzen oder eine Kugel wählen, der in 2 Nanosekunden das ganze Drama beenden könnte (und hoffen, glauben, wünschen, dass es auch so ist!!). Ich hätte in einem NOTFALL auch z. B. überhaupt kein Problem damit einen Genickstich vornehmen zu lassen, wenn das noch möglich wäre, damit hierdurch die Voraussetzungen geschaffen sind, ein Drama zu beenden. Und wir erinnern uns, der Genickstich gehört nicht zu den Betäubungsmitteln, sondern macht lediglich bewegungsunfähig und ist NICHT erlaubt. Aber warum in Gottes Namen sollte ich mich für so einen Weg entscheiden wollen, der eine derartig viele möglichen Fehlerquellen schon in Standardsituationen aufweisst, wenn es NICHT NOTWENDIG ist? Und eine andere Anmerkung habe ich auch noch.. Du hast das letzte Jahrzehnt nicht in Deutschland verbracht sondern in einem Land, in dem der Tierschutz standardmäßig mehr als fragwürdig gehandelt wird. In meinen Augen ist die Wahrscheinlichkeit mehr als groß, dass es sich bei den Einschläferungen die Du dort gesehen hast um Einschläferungen mit irgendeinem Giftcocktail statt mit einem überdosiertem Narkosemittel gehandelt haben könnten. Und wenn Du Einschläferungen vor Deiner Zeit in Spanien meinst, auch hier ist es sehr wahrscheinlich, dass noch mit T61 „gearbeitet“ wurde. Vielleicht kannst Du Dich noch daran erinnern, aber das hier Die erforderliche Menge an Eutha77/Esconarkon ist recht groß: ca. 100 ml . Daher wird eine sehr große Spritze benötigt – bzw 5x20ml Spritzen. Dies ist recht auffällig. Wenn Ihr Tierarzt nur eine oder zwei kleinere Spritze ohne Braunüle verwendet, so handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht um eine Euthanasie mit Eutha77 bzw. Esconarkon. Sprechen Sie in diesem Fall den Tierarzt unbedingt darauf an! Das Unheil ist ansonsten nicht mehr zu stoppen Quelle scheint ein sichererer Hinweis darauf zu sein, welches Mittel tatsächlich benutzt wurde und wodurch Komplikationen dann hervorgerufen wurden.

  • Avatar Castellano sagt:

    Wird das Pferd durch eine Spritze (TA) eingeschläfert, ist es bereits tot, bevor es auf dem Boden aufschlägt. Das geht blitzschnell.

    Das stimmt so nicht ganz! Das Pferd bekommt zuerst eine Beruhigungs-, dann eine Narkosespritze. Dabei geht es hoffentlich sauber zu Boden u bleibt auch liegen. Das Pferd ist Narkotisiert, nicht tot! Dann erst kommt die eigentliche Todesspritze und es kann durchaus dauern, bis der TA keinen Herzschlag mehr hören kann u das Pferd fuer tot erklärt.

  • GidranX GidranX sagt:

    Das dürfte ja wohl sowohl bei Bolzenschuss als auch beim Einschläfern der gleiche Vorgang sein?
    Und warum brechen da die Knochen?

    Ähm, weil es ein Unterschied sein könnte, ob mir jemand überraschend die Füsse wegzieht oder ob ich mich vor Müdigkeit ablege?

  • GidranX GidranX sagt:

    Und ich muss sagen, dass die Betäubung, also der Schlag, bei Hühnern oft nicht gut sitzt

    Ach.. :denk:

  • Avatar JAusten sagt:

    Wird das Pferd durch eine Spritze (TA) eingeschläfert, ist es bereits tot, bevor es auf dem Boden aufschlägt. Das geht blitzschnell.

    Das stimmt so nicht ganz! Das Pferd bekommt zuerst eine Beruhigungs-, dann eine Narkosespritze. Dabei geht es hoffentlich sauber zu Boden u bleibt auch liegen. Das Pferd ist Narkotisiert, nicht tot! Dann erst kommt die eigentliche Todesspritze und es kann durchaus dauern, bis der TA keinen Herzschlag mehr hören kann u das Pferd fuer tot erklärt.

    Sorry, Du hast natürlich Recht. Erst bekommt es eine starke Beruhigungsspritze. Hatte ich vergessen.

  • Avatar Patrizia sagt:

    Nervenreizungen, oder?

    Weiss ich nicht.

    In der Untersuchung von Schlachtrindern, die Mau mal postete, wurden im geschossenen und geschnittenen und hängenden Zustand Rindern spezielle Schmerzreize gesetzt, um dies rauszufinden.

    Ich weiss die Prozentzahl nicht mehr, aber es gab noch Rinder, die entsprechende Reaktionen zeigen (also z. B. Schmerzreiz am Schwanz gesetzt, schlagen mit demselben, Schmerzreiz am Hinterbein, ausschlagen damit etc.).

  • Avatar Castellano sagt:

    Hast du mal ein Pferd gesehen das sich narkotisiert so sauber ablegt, als wäre es müde??? Die Fallen auch da in der Regel ziemlich unkontrolliert, das hat mit einem normalen Ablegen aus Müdigkeit ziemlich wenig zu tun…

  • GidranX GidranX sagt:

    Hast du mal ein Pferd gesehen das sich narkotisiert so sauber ablegt, als wäre es müde???

    Es ist quatsch was Du schreibst Erst wird das Pferd nämlich so stark sediert, dass es sich im besten Fall selbst ablegt. Dann kann alles weitere in Ruhe vorgenommen werden. Es bekommt kein Narkosemittel gespritzt und macht wumm und es liegt da. Sonst würde wohl kaum ein Pferd aus einer OP ohne gebrochene Knochen wieder aufwachen können.. trotz Vollnarkose.

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Scheint es aber doch zu geben, dass sie schon tot zu Boden gehen:

    Gerade heute habe ich zwei alte Pferde eingeschläfert, und es lief „reibungslos“ – bei beiden schlug das Herz nicht mehr, als sie niedergingen.

    @Gidran: ich denke mal, dass es hier einigen darum geht, dass man sich im Notfall auch mal für einen anderen Tötungsweg entscheiden muss. Und du schreibst ja jetzt selbst, dass du dann, wenn es der Fall erfordert, gerne eine Kugel oder einen Bolzen zur Hand hättest.

  • Avatar Diana sagt:

    Sonst würde wohl kaum ein Pferd aus einer OP ohne gebrochene Knochen wieder aufwachen können.. trotz Vollnarkose.

    In der Klinik wird ein Pferd an einem speziellen Platz abgelegt, oft sogar gegen eine Wand, um das Ablegen mit mehreren Personen steuern zu können.
    Auch bei Vollnarkosen auf der Weide (zum Kastrieren) wird mit mehreren Personen das Ablegen abgemildert – unkontrolliert gäbe es tatsächlich einen Knall und das Pferd stürzt hin.

  • Avatar Cubano9 sagt:

    Und eine andere Anmerkung habe ich auch noch.. Du hast das letzte Jahrzehnt nicht in Deutschland verbracht sondern in einem Land, in dem der Tierschutz standardmäßig mehr als fragwürdig gehandelt wird. In meinen Augen ist die Wahrscheinlichkeit mehr als groß, dass es sich bei den Einschläferungen die Du dort gesehen hast um Einschläferungen mit irgendeinem Giftcocktail statt mit einem überdosiertem Narkosemittel gehandelt haben könnten. Und wenn Du Einschläferungen vor Deiner Zeit in Spanien meinst, auch hier ist es sehr wahrscheinlich, dass noch mit T61 „gearbeitet“ wurde. Vielleicht kannst Du Dich noch daran erinnern

    Moins,
    Gidran – vorab: Mir ging es darum, dass das Pferd mit Beinbruch sich vor lauter Panik ein ZWEITES Bein gebrochen hat.
    Was den Tierschutz in Spanien angeht, bist Du nicht richtig informiert – zumindest nicht, was die Kanaren und die Medikamente angeht: Die Impfstoffe, Wurmkurzen und auch die Narkotika/Tötungsmittel sind vom Wirkstoff her die Gleichen, die auch in Deutschland verwendet werden. Mein TA in Spanien verwendet ebenso Eutha, die Deiner hier.
    Womit allerdings zu meiner Zeit in Deutschland gearbeitet wurde, weiss ich tatsächlich nicht mehr.
    Was die Fehlerquellen angeht, bin ich immer noch nicht bei Dir. Wie bereits mehrfach geschrieben, glaube ich nicht an den absolut humanen und schmerzfreien Tod durch Einschläferung. Auch beim Bolzenschuss bin ich mir natürlich nicht sicher. Aber ich glaube schlicht und ergreifend, dass das Pferd dabei kürzer leidet (sofern es gut gemacht wird) als ggf. bei einer Narkose mit anschließender Totspritzung. Einen der Gründe habe ich gestern schon mal angeführt: Nicht jedes Pferd reagiert – bei vorschriftsmäßiger Dosierung – auf Sedativa etc. gleich.

  • GidranX GidranX sagt:

    Und du schreibst ja jetzt selbst, dass du dann, wenn es der Fall erfordert, gerne eine Kugel oder einen Bolzen zur Hand hättest.

    Das schreibe ich nicht nur jetzt erst! Ich habe von Beginn an gesagt, dass Notfälle eben Notfälle sind, und da auch leider notfallmässig gehandelt werden muss, hauptsache das wird IRGENDWIE endgültig beendet, zur Not dann eben auch mit einer Schaufel :rolleyes: . Aber wenn ich es mir aussuchen kann, DANN verstehe ich diese Entscheidung überhaupt NICHT!

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    @Diana:
    Hühner zappeln da generell mehr als die kleinen Wachteln.
    Ich würde trotzdem die Methode mit dem Besenstiel favorisieren und dann sofort den Kopf ab.
    Der richtige Winkel dabei ist nicht so einfach.
    Am besten ist nach meiner Erfahrung die Stelle, wo der Halswirbel an den Schädel anschließt. Und dort ein Stückchen drüber. So dass dass das Gehirn sofort in Offline-Modus geht.
    Also von schräg hinten. Am besten macht es sich, wenn das Huhn dabei bäuchlings auf einem Holzblock liegt und der Kopf vornüber hängt.

    Ich habe festgestellt, dass die Wachteln nicht so lange zappeln, wenn man sie dabei festhält.
    Bei den Hühnern macht es sich besser, wenn man sie stramm in ein Handtuch einwickelt, dann betäubt, dann tötet und „kopf“über (der ist ja nun nicht mehr da) aufhängt, oder hält.
    Dann ist der Spuk schneller vorbei, als wenn man das Tier danach frei liegenläßt.

    Ja, das sind die Nervenenden die noch auf diverse Impulse reagieren, wenn das Huhn danach weiterflattert, läuft…
    Spüren wird das Tier nichts mehr.

    Stress unbedingt vermeiden vorher. Umso mehr Adrenalin wird ausgestossen.
    Ich bilde mir, dass Tiere die vorher kaum/keinen Stress hatten durch festhalten etc., schneller „weg“ waren, als die, wo vorher grosse Aufregung im Spiel war.
    Falls du sonst noch Fragen hast, gerne auch per PN. 😉

  • anchy anchy sagt:

    Im Notfall könnte das nötig sein…..will ich nicht hoffen und niemand macht hier daraus einen Vorwurf.

    Aber wenn ich es vermeiden kann, wähle ich den sicheren Weg.
    Wen ein aufgehängter Bulle auf Schmwerzreize reagiert, ist das immerhin auch eine große Wahrscheinlichkeit beim Pferd gegeben. Das kann man doch nicht so einfach „wegwischen“.

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Das schreibe ich nicht nur jetzt erst! Ich habe von Beginn an gesagt, dass Notfälle eben Notfälle sind, und da auch leider notfallmässig gehandelt werden muss, hauptsache das wird IRGENDWIE endgültig beendet,

    Ok, dann kam das vielleicht nicht so rüber oder ist etwas unter gegangen. 🙂

  • Avatar Castellano sagt:

    Hast du mal ein Pferd gesehen das sich narkotisiert so sauber ablegt, als wäre es müde???

    Es ist quatsch was Du schreibst Erst wird das Pferd nämlich so stark sediert, dass es sich im besten Fall selbst ablegt. Dann kann alles weitere in Ruhe vorgenommen werden. Es bekommt kein Narkosemittel gespritzt und macht wumm und es liegt da. Sonst würde wohl kaum ein Pferd aus einer OP ohne gebrochene Knochen wieder aufwachen können.. trotz Vollnarkose.

    Nein, das ist kein Quatsch, das ist x mal genau so erlebt. Ganz aktuell letzte Woche bei einer Kastration. Erst Beruhigungsspritze mit Wartezeit, dann Narkosemittel … das Pferd musste (so wie andere OP-Patienten u Einschlaeferungskandidaten auch) mit mehrere Menschen „gelenkt“ werden, damit es nicht völlig unkontrolliert u so blöd fällt, das man nicht gut an das OP-Feld dran kommt.
    Es ist völlig üblich das die Pferde bei Narkose genau so hinknallen wie bei Bolzenschuss! Deswegen ja auch das Risiko das es zu Brüchen kommen KANN. Beim Einschläfern/Toeten ist das letztendlich nicht mehr relevant, bei einer normalem OP aber fatal!

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Wird das Pferd durch eine Spritze (TA) eingeschläfert, ist es bereits tot, bevor es auf dem Boden aufschlägt. Das geht blitzschnell.

    Nein, das ist genauso Irrglaube wie jetzt ein paar Mal daruaf hingewiesen.

    @Diana:
    Wachteln, die wir ja selbst essen, werden mit einem gezielten Schlag auf den Hinterkopf (abgesägter Besenstiel, 2x kräftig eingesetzt) betäubt.
    Sofort danach wird der Kopf abgetrennt. Das Ausbluten dauert keine 30 Sekunden.

    @
    Und ich behaupte mal, keine Weichwurst zu sein.
    Ich bin die einzige Frau bei uns in der Garten-Anlage, die selbst schlachtet.

    Wie jetzt, verstehe ich das richtig? Ein Ehrenmitglied des Wendy-Clubs tötet auf bestialische Weise Tiere, die dann nicht mal tot sind und haut denen die Köpfe bei lebendigem Leibe ab und isst sie anschliessend noch.
    Ich bin jetzt aber wirklich konsterniert, schockiert und leicht befremdet!

    Es könnte durchaus sein, dass dies nun nicht konform geht mit meiner Meinung zu Schlachtpferden.
    Was ich nicht abstreite.

    Ein leichter Hauch von Doppelmoral drängt sich hier einem in der Tat auf.

    Aber: Ich verweigere (fast) jeglichen Fleischgenuss aus Masttierhaltung oder Fremdhaltung, und versuche mit den Wachteln… im nächsten Jahr im noch grösseren Stil… eine halbwegs vernünftige Fleischquelle für mich zu finden, die ICH mit meinem Gewissen vereinbaren kann. Puten z.B. werde alle mit Kokzidosemitteln (Antibiotika) grossgezogen,
    -Hühner stammen aus Massenhaltung,
    -Gänse aus Mast-Anlagen,
    -(Meeres-)fische sollte man dank gnadenloser Überfischung generell nicht mehr essen (ausser Zuchtfisch, den ich aber dank einer Fischallergie nicht essen kann),
    -Wild schmeckt mir nicht…. die Liste was ich überhaupt noch essen möchte, wird immer kleiner. 🙁

    Alles klar….die Pforg-Pferde stammen alle aus Masttierhaltung ohne Freigang…ja alles klar :ja:

    Das dürfte ja wohl sowohl bei Bolzenschuss als auch beim Einschläfern der gleiche Vorgang sein?
    Und warum brechen da die Knochen?

    Ähm, weil es ein Unterschied sein könnte, ob mir jemand überraschend die Füsse wegzieht oder ob ich mich vor Müdigkeit ablege?

    Dann müsste unweigerlich jedes Pferd welches auf Asphalt stürzt, die Beine brechen, oder die „Stute stürzt aus heiterem Himmel“ Fred, oder auch meine eigenen Pferde die schon gestürzt sind.
    Das sind unnötige, reisserische Aussagen. Ein Pferd welches stürzt macht immer Krach.
    Und glaube ja nicht, dass jedes Pferd, welches beim Einschläfern zu Boden geht – auch wen alles super klappt und im grünen Bereich ist – immer den normalen Abliegevorgang bewerkstellîgt. Das ist Wunschdenken von uns, kann so sein muss aber nicht.
    Nicht dass Du Dir da falsche Vorstellungen machst und evtl. erschrickst.

    Ich bin übrigens mal in einem kleinen Supermarkt in der Früchteabteilung auf einer am Boden liegenden Traubenbeere ausgerutscht und längsweg ausgerutsch und hingeknallt. Ich wusste in dem Moment nicht mal was passiert, das ging so schnell.
    Die Kassierin an der Kasse hat mir dann gesagt, sie hätte gemeint ein Einkaufswagen sei umgefallen 😀

    Wird das Pferd durch eine Spritze (TA) eingeschläfert, ist es bereits tot, bevor es auf dem Boden aufschlägt. Das geht blitzschnell.

    Das stimmt so nicht ganz! Das Pferd bekommt zuerst eine Beruhigungs-, dann eine Narkosespritze. Dabei geht es hoffentlich sauber zu Boden u bleibt auch liegen. Das Pferd ist Narkotisiert, nicht tot! Dann erst kommt die eigentliche Todesspritze und es kann durchaus dauern, bis der TA keinen Herzschlag mehr hören kann u das Pferd fuer tot erklärt.

    Sorry, Du hast natürlich Recht. Erst bekommt es eine starke Beruhigungsspritze. Hatte ich vergessen.

    Es wird gerne immer ein bisschen viel vergessen, wenn man den Tatsachen ins Auge blicken soll.

  • Avatar Cubano9 sagt:

    I

    Aber wenn ich es vermeiden kann, wähle ich den sicheren Weg.

    Anchy, mach Dir nix vor: Den SICHEREN Weg gibt es einfach nicht. Oder glaubst Du, die Leute würden sich Gedanken um den Bolzenschuss machen, wenn sie nicht davon überzeugt wären, dass diese Methode schneller, schmerzloser und somit sicherer ist????

  • Avatar Castellano sagt:

    Cubano, wir wissen doch jetzt das die Entscheidung nichts mit „Gedanken machen“, sondern jediglich mit Geldgier zu tun hat 😉

  • anchy anchy sagt:

    sondern jediglich mit Geldgier zu tun hat

    Hast Du richtig gelesen?
    Anscheinend nicht wirklich!

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Und ich füge hier an dieser Stelle nochmals an. Ich bin nicht für oder gegen den Bolzenschuss.

    Oder für oder gegen das Einschläfern.

    BEIDE Methoden haben ihre Berechtigung und beide Methoden sind sauber und vom VERSIERTEN !!!!!!!! Fachmann in Anstand und Würde (und dazu gehört auch das Einbeziehen des Pferdes und auch der Besitzer als auch der Oertlichkeiten) ausgeführt OK.

    Was mir hier aber satt gegen den Strich geht, ist das missionierische Implizieren, dass der Bolzenschuss tierquälerisch ist und a priori sowieso in die Hose geht und dass Pferdebesitzer die diese Variante bevorzugen a priori herzlose Pferdeschlächter sind und soweiso nur ihr Sportgerät für ein paar Euro entsorgen wollen.
    Da hörts bei mir einfach auf!

  • Watson Watson sagt:

    ich habe mir auch schon oft Gedanken um dieses Thema gemacht. Meiner ist ja nun auch schon so ein wenig in dei Jahre gekommen. Derzeit tendiere ich zum Einschläfern. Bisher hat er Narkosen immer super mitgemacht und sich artig abgelegt, ohne irgendwelche Probleme. Mein TA hat ihm erst eine Sedierung gegeben, dass er müde wurde und sich ablegte, dann die Narkose zum ganz wegdriften. Wenn das so machbar ist, wäre das mein Weg. Wobei es ja eh immer anders kommt, als man denkt.

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Und wenn man nicht weiß, wie das eigene Pferd auf Nakosemittel reagiert???

    Ich habe ihn bisher nur 2 x leicht sedieren lassen müssen. Ist das mit dem gleich zusetzen? :blinzel:

  • Avatar Castellano sagt:

    Doch Anchy, ich habe richtig gelesen, auch eure Horrorstories und die Unterstellungen von Quälerei u Geldgeilheit 😉 Dennoch verlasse ich mich auf mein Bauchgefuehl und Erfahrungen!

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    @Merlijn: Man kann natürlich immer nur das lesen, was man lesen möchte. 😛 Ich hatte ja detailliert, extra für Lese-Legastheniker, aufgeführt, welches Tier wo in Massenhaltung gehalten wird. 😉 Und ich werde mich auch nicht rechtfertigen, warum ich eine selbstgezogene Wachtel lieber auf dem Teller habe, als im Zweifelsfalle meinen eigenen Zossen! :eye: Wenn du dich mal mit der Wachtelzucht beschäftigt hätten tätest, wüßtest du, dass ca. 70% (manchmal sogar 95%) Hähne fallen. Die Hennen behalten oder verkaufen wir, damit sich das Geld für das Futter selbst trägt. Die Hähne landen bei uns auf dem Teller, da unverkäuflich. Aufheben geht auch nicht, da die Hähne spätestens nach 7 Wochen anfangen sich gegenseitig zu zerstückeln. Und janz janz ehrlich: Ich schäme mich überhaupt KEIN STÜCK dafür, dass meine Tiere ein gutes Leben hatten (im Gegensatz zu Mast-/Massenhaltungs-Vieh), bevor sie auf dem Teller gelandet sind. :eye: Eines unserer Winterquartiere: (Mit hier nicht sichtbaren ebenerdigem Balkonfenster zum „fernsehgucken“, beheizten Tränken, Heu in den Hütten, Versteckmöglichkeiten, Biofutter satt…. )

  • Avatar Castellano sagt:

    Siehst du, genau deswegen geniesse ich auch alles mögliche an Fleisch! Weil ich weiss wo’s her kommt u wie es gehalten/transportiert/geschlachtet wurde. Es ist ja keiner gezwungen Fleisch aus Massentierhaltung zu kaufen 😉 DA kann man dann wirklich mit dem Argument „Geldgier“ kommen. Beim Einkauf ist narmlich leider auch bei Fleisch/Wurstwaren oft Geiz geil :no:

  • Avatar Castellano sagt:

    Ach July, wie viele von den Wachtelchen mussman denn essen, um satt zu werden??? Da is ja nix dran :flucht:

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    @Casti: Dagegen sagt ja keiner was. :nix:
    Aber man darf doch wohl noch ohne gleich als „Psychopat“ hingestellt zu werden, sein Pferd NICHT in die Wurst gehen lassen! 😉
    Ich würde auch Straussenfleisch, Schlange und Känguruh essen, sofern diese vorher vernünftig gehalten worden sind.

    Denke da wird jetzt ein Aufschrei durch die Menge gehen, aber mir ist wichtiger, dass die Tiere vorher vernünftig gehalten wurden, nicht vom Aussterben bedroht sind, und nicht unbedingt vorher Diego hiessen. :daumen:

    Ich finde eine Thunfischpizza weitaus verwehrflicher, als ein Straussenschnitzel!
    Extra für Merlijn: Nein, der Thunfisch kann nicht in Massentierhaltung gehalten werden. 😉
    Und ja: Er ist vom Aussterben bedroht. Auch wenn es keiner Wahrhaben will, weil er ja in allen Regalen steht.

    PS. Ich brauche eine Wachtel um satt zu werden.
    Es sind Fleischwachteln (~400g), die bringen etwas mehr auf die Waage als Legewachteln (150-250g). Und nein, sie liegen auch nicht täglich wie selbstverständlich bei uns auf dem Teller. Es ist immer noch etwas Besonderes.
    Der Zyklus der Wachteln ist so flott, dass sie bereits nach 8 Wochen Eier legen, und mit 7 Wochen schlachtreif sind, und mit ca. 3 Jahren sterben.

  • Avatar Cubano9 sagt:

    sondern jediglich mit Geldgier zu tun hat

    Hast Du richtig gelesen?
    Anscheinend nicht wirklich!

    Anchy, komm, genau das hast Du gestern doch geschrieben und mir noch mal versichert, Du würdest auch so denken…

    @July: Es geht, verdammich 😀 , überhaupt nicht darum, ob man sein Pferd in die Wurst gehen lässt. Nochmal: Ob Wurst (Schlachtpferd) oder Seife (Nichtschlachtpferd) aus dem Tier gemacht werden, ist schlussendlich doch nun wirklich egal. Irgendwie wird in einer Form munter durcheinander gemischt, dass mir schon ganz schwindelig wird

  • Avatar Castellano sagt:

    Meine eigenen Pferde, auch wenn sie zur Schlachtung gegen sollten, würde ich selbst auch nicht unbedingt essen wollen. Ich habe vor Jahren auch nichts von meinem eigenen, dressierten Schwein gegessen. Das heißt aber nicht das ich prinzipiell gegen Fleischkonsum bin (alles mit Sinn u Verstand).

    Am liebsten wäre mir nach wie vor, die Pferde gaengen als Raubtierfutter an einen Zoo!

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    @Cubi: Jo, geht hier alles bissel durcheinander gerade. :panik: 😀
    Ich bin weder für Wurst, noch für Seife. :flucht:

    Kann man zwar gerade überhaupt nicht vergleichen, aber ich hatte mal beinahe ein Jahrzehnt lang eine grosse weisse Schlange. Die war zum Schluss 4,16m lang, und wog 30kg.
    Stiefel war sein Name.
    Ich hab den Dicken echt gerne gehabt, weil der einfach totenbrav war. 🙁
    Er ist vor 5 Jahren gestorben. Habe ihn weggebracht und seine Haut als ewige Erinnerung gerben lassen.
    Er hängt hier über meinem Kamin.
    :seufz:

    Zwar würde ich von Diego nicht unbedingt die Haut an der Wand hängen haben wollen, aber ich glaube den Abschied würde ich GANZ FÜR MICH ALLEINE etwas persönlicher gestalten.
    Ohne Wurst.. und ohne Seife… und da wäre es mir auch egal was es kostet. (Auch wenn ich nicht gerade vollhänge.)

    Das Gerben der Schlange damals war auch echt heftig teuer für meine Verhältnisse, aber ich bereue es in keiner Sekunde!

    :seufz:

  • Avatar Castellano sagt:

    Das dem Tier die Haut abgezogen wurde findest du aber nicht schlimm?

    Ich wollte auchmal ein (60kg) Hund ausstopfen lassen, oder den präparierten Pferdekopf im Wohnzimmer an die Wand haengen :red: Das fände ich heute aber echt gruselig :flucht:
    Was ich gemacht habe: Schweife abgeschnitten u behalten!

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Eine Bekannte hat sich den Kopf ihres Bullen, den sie aufgezogen hat, ausstopfen lassen.

    Vielleicht wär das ja eine Alternative für dich, July … :rolleyes:

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    @Merlijn:
    Man kann natürlich immer nur das lesen, was man lesen möchte. 😛

    und GENAU DESHALB triefte mein Beitrag vor Zynismus….und Smilies sind mir hier schon lange in der Tastatur steckengeblieben .

  • Avatar La Jaca sagt:

    Kurzes OT (…auch wenn wir das ja schon längst sind! :D)

    Wenn du dich mal mit der Wachtelzucht beschäftigt hätten tätest, wüßtest du, dass ca. 70% (manchmal sogar 95%) Hähne fallen.

    Ernsthaft? Wie kommt das denn? Möchte auch gerne ein paar Hühner (da ist doch etwas mehr dran…) und Kaninchen für den Eigenbedarf halten und selbst schlachten (natürlich vorher mit Sachkundetest und so :rolleyes: ), halte dies auch für wesentlich sinnvoller als Billigfleischproduzenten zu unterstützen. Selbst auf Bio oder Hofverkauf kann man sich ja nicht mal mehr verlassen.

  • Avatar Cubano9 sagt:

    Meine eigenen Pferde, auch wenn sie zur Schlachtung gegen sollten, würde ich selbst auch nicht unbedingt essen wollen.

    Nein, ich auch nicht. Obwohl ich gerade ernsthaft ins Grübeln komme, weil ich gerade eben den Zaun flicken musste 😀 :attack:
    Aber es ist ja nun auch im Normalfall nicht so, dass man sein Pferd portioniert mit nach Hause nimmt, damit man die Stücke in die Kühltruhe packen kann.
    Irgendjemand schrieb in diesem Thread, ob denn die Vorstellung, das eigene Pferd würde im Seifenspender auf einem Bahnhofsklo landen, so viel angenehmer sei – kann ich auch nicht finden. Aber darum geht es eigentlich auch nicht. Dem Pferd ist es nämlich egal. Dem ist wichtig, dass die notwendige Tötung so vernünftig wie möglich abgelaufen ist.

  • gitana gitana sagt:

    Unser Stallbesitzer „betäubt“ die Hühner vor dem Schlachten, indem er sie an den Füßen nimmt und am ausgestreckten Arm einige Runden schwingt (also so wie Armekreisen, nur mit Huhn dran). Davon werden die dann ganz beduselt und dann legt er sie auf den Block und hackt den Kopf ab, die mucksen sich da nicht mehr, denen ist dann wohl ganz schön schwindelig :panik: .

    Ich könnt ja einem Huhn so ziemlich alles antun :fies: , aber so find ich das irgendwie „humaner“, als vorher nochmal mit einem Besenstiel auf die Rübe zu hauen :denk:

  • Avatar La Jaca sagt:

    Aber es ist ja nun auch im Normalfall nicht so, dass man sein Pferd portioniert mit nach Hause nimmt, damit man die Stücke in die Kühltruhe packen kann.

    Ich trau es mich ja kaum zu fragen, aber weißt du ob man es denn könnte wenn man wollte? Sprach da gestern mit meinem Mann drüber und er brachte nur den trockenen Satz, dass die Hunde dann wenigstens auch was davon hätten, da bleibts zumindest in der Familie. 8|

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Irgendjemand schrieb in diesem Thread, ob denn die Vorstellung, das eigene Pferd würde im Seifenspender auf einem Bahnhofsklo landen, so viel angenehmer sei – kann ich auch nicht finden. Aber darum geht es eigentlich auch nicht. Dem Pferd ist es nämlich egal. Dem ist wichtig, dass die notwendige Tötung so vernünftig wie möglich abgelaufen ist.

    ich schrieb „drittklassigen Bahhofsklo“ aber ansonsten ist es meine Meinung, das ist richtig.

  • Avatar Diana sagt:

    Also ich glaube, dass in erster Linie das Kopfkino der Besitzer die Wahl bestimmt.
    Es scheint am Wichtigsten zu sein, dass der Besitzer meint, das Pferd geht, ohne etwas zu merken, aus dem Leben.
    Und wählt die Methode, von der er meint, dass sie die Anforderung erfüllt.

    Ich denke, das Pferd ist anschließend TOT, ob es wirklich einige Sekunden vor dem endgültigen Ende Unbehagen oder Schmerz empfindet, ist nicht relevant.
    Das ist hier schon ein paarmal von verschiedenen Leuten (auch von Mumpitz) so angeklungen, aber nie drauf reagiert worden.
    Letzendlich werden wir es sowieso nicht erfahren, denn Nahtoderfahrungen durch Unfälle, Krankheiten oder Narkose mag es geben, aber keine durch Bolzenschuss.

  • Avatar Castellano sagt:

    Aber es ist ja nun auch im Normalfall nicht so, dass man sein Pferd portioniert mit nach Hause nimmt, damit man die Stücke in die Kühltruhe packen kann.

    Ich trau es mich ja kaum zu fragen, aber weißt du ob man es denn könnte wenn man wollte? Sprach da gestern mit meinem Mann drüber und er brachte nur den trockenen Satz, dass die Hunde dann wenigstens auch was davon hätten, da bleibts zumindest in der Familie. 8|

    Ja sicher kannst du das, du musst den Metzger halt fürs Schlachten u Ausbeinen/Zerlegen bezahlen.

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    Das dem Tier die Haut abgezogen wurde findest du aber nicht schlimm?

    Nein! Finde ich nicht, da Schmerzen zu diesem Zeitpunkt ja definitiv ausgeschlossen sind.
    Es ist eher der Gedanke an „Fremdschändung“, der mir aufstößt.
    Für Wurst, Seife, Fussmatten, Heilkissen, oder was auch immer. :panik: ;(
    Glaube die Unwissenheit was mit seinem leblosen Körper danach geschieht, ist schlimmer, als das selbst entscheiden zu dürfen! (können)

    Ist doch mein Dickerchen. 🙁
    Es würde mir das Herz brechen, wenn sich fremde Leute auf seinen Haaren die Füsse abtreten, die Hände mit waschen, sein Fleisch essen, oder ich gar gänzlich im Dunkeln tappe, was aus seinen Überresten geworden ist.
    :no:
    Nee, nich… bitte nicht…….. ;(
    Es ist irgendwie meine Art des Respektes dem Tier gegenüber, seine Überreste nicht den „Wölfen“ zum Fraß vorzuwerfen.

    Ich bin ja echt ein Tierfreund durch und durch, und die Alternative sein Pferd für die Raubtierfütterung freizugeben, finde ich trotz meiner persönlichen Einstellung: :thumbsup:
    Weiß nicht ob ich das könnte, aber so wäre wenigstens das Ende seines Körpers gewiß!

  • Avatar Cubano9 sagt:

    Also ich glaube, dass in erster Linie das Kopfkino der Besitzer die Wahl bestimmt.
    Es scheint am Wichtigsten zu sein, dass der Besitzer meint, das Pferd geht, ohne etwas zu merken, aus dem Leben.
    Und wählt die Methode, von der er meint, dass sie die Anforderung erfüllt.

    Ich denke, das Pferd ist anschließend TOT, ob es wirklich einige Sekunden vor dem endgültigen Ende Unbehagen oder Schmerz empfindet, ist nicht relevant.
    Das ist hier schon ein paarmal von verschiedenen Leuten (auch von Mumpitz) so angeklungen, aber nie drauf reagiert worden.
    Letzendlich werden wir es sowieso nicht erfahren, denn Nahtoderfahrungen durch Unfälle, Krankheiten oder Narkose mag es geben, aber keine durch Bolzenschuss.

    Unterschreib!
    Merlijn: Okay, drittklassiges ist noch besser 🙂

    @July: Ich fürchte, Du wirst Dich an den Gedanken gewöhnen müssen, dass auch Dein Pferd weiter verarbeitet wird. Wo sollen sie denn auch ansonsten hin mit den toten Tieren?

  • Avatar Mumpitz sagt:

    Hat mir auch schon Flohkuren für meine Katzen kostenlos mitgebracht usw.
    Der ist in meinen Augen Arzt aus Überzeugung.
    Und nicht weil er noch so unglaublich viel Profit machen will. :eye:

    Hmmmm…………… :denk:

    Moment mal. Dieses bis zum letzten Atemzug beim Pferd bleiben, ist aber auch ein zweischneidiges Schwert. Für mich käm auch nichts anderes in Frage. Aber es gibt durchaus Pferdebesitzer, die können das psychisch einfach nicht so gut ab. Ich finde es keine Schande, sich das dann selbstkritisch einzugestehen und den Strick im letzten Moment einem guten Freund oder zur Not auch dem Tierarzt/ Schlachter zu überlassen. BEVOR man sein Pferd wohlmöglich mit seiner Reaktion in Panik versetzt. Da ist nichts gegen zu sagen!

    Richtig!

    Ja, so ist es. Ich war übrigens beim Einschläfern des Profis nicht dabei. Ich habe ihn aus der Box geholt und einem guten Freund übergeben. Ich hatte vollstes Vertrauen zu ihm und meinem TA. Nachdem er tot war bin ich noch zu ihm gegangen. Die Spuren im Sand zeigten mir, daß er „ruhig“ zu Boden gegangen ist, so erzählten es mir auch der Freund und mein TA.

    Genau SO kann man es auch machen, denn Pferde sind, im Gegensatz zu den meisten Hunden, im Allgemeinen durch ihre Haltung den Umgang mit unterschiedlichen Menschen gewohnt. Wichtig ist nur, daß möglichst eine Person des Vertrauens (für Pferd und noch wichtiger für Besitzer) dabei ist, die einem (hoffentlich!!) bestätigen kann, daß alles „gut“ gegangen ist, denn sonst kann es leicht passieren, daß für lange Zeit Zweifel an einem nagen. Ich habe auch schon für Freunde deren Pferde zum Schlachter gefahren. Und was man beim Einschläfern/Töten eine Tieres ÜBERHAUPT NICHT gebrauchen kann, sind hysterische Bsitzer…

    Und warum brechen da die Knochen?

    Ich habe noch nie, weder beim komplikationslosen Einschläfern, noch beim Schießen von Pferden Knochen brechen sehen oder hören!

    Dauert es wirklich nur Sekunden, bis die Halsschlagader eröffnet wird?
    Wie lange schlägt das Herz dann noch?
    Wenn der Körper fast ausgeblutet ist, tritt doch der Kreislaufzusammenbruch ein, oder?

    1. Ja, sollte es
    2. Ich habe es geschätzt maximal 2-3 Minuten miterlebt, wobei der Blutverlust gerade zu Beginn so groß ist, daß spätestens nach einer Minute das Gehirn nicht mehr ausreichend durchblutet sein dürfte.
    3. Ohne Blut gibt es auch keinen Kreislauf, und die Organe, die zuerst „abschalten“ bei Blutverlust, sind diejenigen, die den höchsten Durchblutungs-Bedarf haben, allen voran das Gehirn

    Ich weiss die Prozentzahl nicht mehr, aber es gab noch Rinder, die entsprechende Reaktionen zeigen (also z. B. Schmerzreiz am Schwanz gesetzt, schlagen mit demselben, Schmerzreiz am Hinterbein, ausschlagen damit etc.).

    Das würde ich unter spinale Reflexe einordnen. Die gehen direkt über das Rückenmark und haben mit dem Gehirn oder Bewusstsein nichts zu tun.

    In der Klinik wird ein Pferd an einem speziellen Platz abgelegt, oft sogar gegen eine Wand, um das Ablegen mit mehreren Personen steuern zu können.
    Auch bei Vollnarkosen auf der Weide (zum Kastrieren) wird mit mehreren Personen das Ablegen abgemildert – unkontrolliert gäbe es tatsächlich einen Knall und das Pferd stürzt hin.

    Jo!

    Den SICHEREN Weg gibt es einfach nicht.

    *unterschreib*

  • Avatar Tibatong sagt:

    Es ist quatsch was Du schreibst Erst wird das Pferd nämlich so stark sediert, dass es sich im besten Fall selbst ablegt. Dann kann alles weitere in Ruhe vorgenommen werden. Es bekommt kein Narkosemittel gespritzt und macht wumm und es liegt da.

    Kein Pferd legt sich nur durch die Sedation selbst ab.

    Eine standardmässige Narkose für eine OP beginnt in der Narkosebox mit einer mittelstarken Sedation. Dann lässt man das Pferd einige Zeit in Ruhe, dann kann die Braunüle geschoben und das OP-Feld vorbereitet/rasiert werden. Dann wird das Pferd in eine Ecke eingeparkt und mit mehreren Leuten seitlich gestützt, einer geht an den Kopf. Hat man eine Ablegewand geht es auch mit 2 Personen. Danach bekommt das Pferd via Braunüle 1 l Muskelrelaxans + Kurzzeitnarkosemittel. Das Muskelrelaxans soll verhindern, dass die pferde „stressig“ runtergehen, sondern sich leicht gesteuert ablegen. Klappt allerdings trotzdem nicht immer und auch da knallen sie manchmal trotzdem runter oder versuchen nochmal hochzudrücken. Das tut aber vielleicht einer von 100.
    Der Herr C. z.B. den ich für seine Kastration mit meinem Chef zusammen ablegte (Chef am Kopf, ich an der Braunüle) war halb unten und drückte dann doch nochmal so heftig hoch, dass er ohne Chef’s brachiale Muskelarbeit beim Kopf fixieren sicher runtergeknallt wäre *peinlichdas*

    Wenn die Pferde liegen, werden sie in den OP gefahren und dann intubiert. Dann werden sie an das Narkosegas angeschlossen und DAS ist die eigentliche Narkose, die auch sauber dosierbar und steuerbar ist, je nach Pferd, Kreislaufzustand, Dauer der OP etc.

    Man kann auch – und das wird „draussen“, also nicht unter Klinikbedingungen oft gemacht, das Ablegen nur mit Kurzzeitnarkose ohne Muskelrelaxans machen, mit ist aber wohl stressfreier.

    Ein Pferd ablegen ist keine Sache von 5 min. Wenn man es richtig macht, dauert es mit Vorbereitung eine halbe Stunde. Diese Zeit ist natürlich in Notfällen beim Einschläfern nicht immer gegeben und dann gehen eben auch da die Pferde oft nicht „schön“ runter…. Bei einer geplanten Einschläferung sollte man sich die Zeit aber nehmen.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    La Jaca, warum sollte man das nicht können?

    Wenn mein Stallbesi für Eigenbedarf ein Rind schlachten lässt, dann kriegt er auch sein Rind verarbeitet zurück und nicht ein fremdes.

    Ob das jemand kann oder will ist eine andere Frage, aber möglich wäre es sicher.

    Mir persönlich wäre, wie einigen ander hier, die Vorstellung, das Tier in Form von Raubtiernahrung dem Kreislauf der Natur zurückzugeben, irgendwie am sinnvollsten.

    Ich habe von meinem Merlijn auch eine schöne Strähne des Schweifs rausgeschnitten.
    Ich will schon lange mal einen Ring daraus machen lassen :herz: .
    Es gibt da ein Goldschmied, der mit Pferdehaaren wunderschöne Sachen macht.

    Alternativ kann man auch die Haare zu einem Industriediamanten verarbeiten lassen, und den irgend in einem Schmuckstück fassen.
    Etwas teurer aber die Idee vom „unvergänglichen Diamanten“ besticht auch mich.

    Pferdeköpfe oder ganze Schweife an die Wand hängen lehne ich persönlic für mich ab, genauso wie Urnen von verstorbenen Tieren aufstellen.
    Da hörts bei mir iregndwie auf.
    Ich trage meine verstorbenen Tier im Herzen, genau da wo sie hingehören.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    …genauso wie Urnen von verstorbenen Tieren aufstellen.
    Da hörts bei mir iregndwie auf.
    Ich trage meine verstorbenen Tier im Herzen, genau da wo sie hingehören.

    gilt für mich übrigens auch für Menschen.
    Ich, unsere ganze Familie betreibt keinen Totenkult, geschweige den Friedhofskult.
    Wir wurden so erzogen.
    Im Sinne von „wenn der Schuss fällt, wird die Seele frei“.
    Und der Seele gedenken wir, und das kann überall sein.

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    Kurzes OT (…auch wenn wir das ja schon längst sind! :D)

    Wenn du dich mal mit der Wachtelzucht beschäftigt hätten tätest, wüßtest du, dass ca. 70% (manchmal sogar 95%) Hähne fallen.

    Ernsthaft? Wie kommt das denn? Möchte auch gerne ein paar Hühner (da ist doch etwas mehr dran…)

    Bei Wachteln ist die Frage nach dem Warum noch nicht so ganz geklärt. Man schiebt es auf die starke Inzucht.
    Ich glaube bei Hühnern dürfte man mit ungefähr 50/50 rechnen. :denk:
    Kenne mich bei Hühnern nicht so genau aus. Denke wichtig ist die Rasse, Inzucht usw…

    Ich selbst hatte auch schon einen „Wurf“ Wachteln, wo tatsächlich bei 40 Wachteln nur 3 Hennen dabei waren.
    Und dann auch noch bei einem Farbschlag, wo man das Geschlecht nicht äußerlich am Gefieder erkennen kann, und man somit unnötig lange die Geschlechtsreife abwarten muss.
    Sehr ärgerlich das Ganze. :fies:

    @Mumpi: Was heißten hier „Hmmm. :denk: “
    :eye:
    Klar macht er damit Geld. Alles andere wäre gelogen! :hug: 😉
    Aber von jemanden der nur schnell-schnell auf der Durchreise ist, und von einem Termin zum nächsten jagt, damit abends die Kasse stimmt….
    …davon ist er weit entfernt.
    Er ist eher ein Freund des Hofes. Sitzt hier gerne lange und ist am Schnacken, ausser er hat noch einen Notfall.
    Vorgestern war er hier und hat die Pferde geimpft.
    Meinen Sprößling auch. 🙂

  • Avatar Diana sagt:

    Ich glaube bei Hühnern dürfte man mit ungefähr 50/50 rechnen.

    Ist völlig unterschiedlich.
    Ich lasse meine Hühner gewähren, wenn sie brütig werden.
    Sie bekommen dann 10 Eier untergelegt und dann wird abgewartet.
    Ich hatte schon ein Verhältnis von 9 Hennen zu 1 Hahn (ideal!), aber auch deutlich mehr Hähne als Hennen.
    Ist Zufall, Glück oder was auch immer.

  • Avatar La Jaca sagt:

    La Jaca, warum sollte man das nicht können?

    Wenn mein Stallbesi für Eigenbedarf ein Rind schlachten lässt, dann kriegt er auch sein Rind verarbeitet zurück und nicht ein fremdes.

    Ob das jemand kann oder will ist eine andere Frage, aber möglich wäre es sicher.

    Ist halt wieder eine Kopfsache….Pferde sind halt kein übliches Schlachtvieh. Und wenn es nicht für den menschlichen Verzehr taugt (ist ja wahrscheinlich bei einem älteren Pferd?!), kriegt man es trotzdem ? Quasi als Doggy Bag mit nach Hause…. :denk:

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    [@Mumpi: Was heißten hier „Hmmm. :denk: “
    :eye:
    Klar macht er damit Geld. Alles andere wäre gelogen! :hug: 😉
    Aber von jemanden der nur schnell-schnell auf der Durchreise ist, und von einem Termin zum nächsten jagt, damit abends die Kasse stimmt….
    …davon ist er weit entfernt.
    Er ist eher ein Freund des Hofes. Sitzt hier gerne lange und ist am Schnacken, ausser er hat noch einen Notfall.
    Vorgestern war er hier und hat die Pferde geimpft.
    Meinen Sprößling auch. 🙂

    July, für mich ist ein guter Tierarzt ein Tierarzt, der mein Pferd heilt wenn er es heilen kann.
    Ein guter Tierarzt ist für mich aber auch auch einer der mir ehrlich sagt, wenn Ende Fahnenstange ist.
    Ein guter Tierarzt definirt sich für mich nicht dadrüber, dass er mir eine Wurmkur gratis abgibt (was meiner Meinung nach in Deutschland gar nicht zulässig ist, Mumpitz reagiert da glabe ich ziemlich sensibel drauf).
    Ein guter Tierarzt definiert sich für mich auch nicht dadrüber, ob er irgendwo auf einem Hof auf einer Bank stundenlang an der Sonne schnakt.
    Im Gegenteil, ich kenne gute Tierarzte eigentlich mehr oder weniger im Schuss auch wenn er sich für den einzelnen Patienten und Besitzer genügend nehmen.

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    @Cubi: Wenn ich das Pferd einäschern lasse, geht er in keinem Stück in die Industrie ein.
    Wenn man die Überreste verfüttern würde… auch nicht.
    Dem könnte man im Zweifelsfalle sogar noch beiwohnen, um von den Überresten Abschied zu nehmen.

    @Diana: So in etwa habe ich mir das auch gedacht.
    Kenne mich wie gesagt mit Hühner(zucht) nicht so aus.
    Auch bei meinen Wachteln war die Quote völlig unterschiedlich. Die schlimmste Quote war wie geschrieben die, wo ich von 40 Jungtieren gerade mal 3 Hennen hatte.
    Der Rest lag meistens so bei ca. 50%.
    Was bei Wachteln völlig normal ist.

  • Avatar Diana sagt:

    Eine Bekannte war da sehr abgebrüht.
    Die brachte ihren alten Noriker zum Schlachter und hat dann ein paar Tage später erzählt, dass sie am Marktstand von dem Schlachter Buletten, herstellt aus ihrem Pferd, gekauft und gegessen hat.
    Und auch noch lecker fand.
    Fand ich damals schon ziemlich strange…

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Ist halt wieder eine Kopfsache….Pferde sind halt kein übliches Schlachtvieh.

    So hart es für Deine Ohren klingen mag, von Gesetzes wegen sind Pferde in der Kategorie Nutztiere – zumindest bei uns in der Schweiz.
    Und ich habe die Gesetze nicht gemacht :nix:

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    @Merlijn:
    Wer sprach denn von Wurmkur? ?(
    Es ging um eine normale FLOH-Kur für KATZEN! ?(
    Und zwar eine solche, die normal in den Nacken geträufelt wird. :denk:
    Was daran jetzt so verwerflich ist, kann ich echt nicht nachvollziehen!

    Unser Tierarzt ist seit vielen Jahrzehnten im Geschäft. Ob wie und wie gut er tatsächlich das Ende eines Pferdes bestimmt, kann ich dank Unerfahrenheit nicht beurteilen. Da müßte ich lügen!
    Allerdings kann ich durchaus beurteilen, dass er trotz Gehbehinderung und Rentenalter trotzdem noch unsere Pferde versorgt, und das bisher wirklich gut. :nix:
    Für die ein oder andere Untersuchung braucht er Hilfe, weil ein Pferd ihn ohne weiteres Umstossen könnte.
    Das macht ihn aber noch lange nicht zu einem schlechten Tierarzt.
    Im Falle eines Falles, würde ich sowieso eher eine Klinik ansteuern, als mich auf die Prognose eines Einzelnen zu verlassen. :huh:

  • Avatar Cubano9 sagt:

    @Cubi: Wenn ich das Pferd einäschern lasse, geht er in keinem Stück in die Industrie ein.
    Wenn man die Überreste verfüttern würde… auch nicht.
    Dem könnte man im Zweifelsfalle sogar noch beiwohnen, um von den Überresten Abschied zu nehmen.

    Öh, öhem, ganz ehrlich: Diese Form von Totenkult finde ich wirklich krass. Und für mich ganz persönlich hat es auch mit der nicht vorhandenen Fähigkeit zu tun, ein geliebtes Wesen in Würde gehen zu lassen. Aber ich finde es genauso daneben, den Hund oder gar den Lebenspartner in einer Urne auf dem Kaminsims stehen zu haben. Das taugt bestenfalls für schwarze britische Komödien, im wahren Leben finde ich das hoch morbide.
    Mir geht es da (ups), wie MerlijnCH: Für mich leben die Verstorbenen in meiner Erinnerung und meinem Andenken weiter.

  • Avatar Aragon sagt:

    July-Plankton, ich kann bei deinen Gefühlsketten nicht so ganz mit, ich persönlich fände es absolut befremdlich, mir gegerbte oder ausgestopfte Teile meines Tieres irgendwo hinzuhängen – eigentlich sogar ziemlich gruselig. Da kann man mal sehen, wie weit die Empfindungen voneinander abweichen können.

  • Avatar Aragon sagt:

    @Cube: Zwei Dumme, ähnliche Gedanken … 8)

  • Avatar La Jaca sagt:

    Ist halt wieder eine Kopfsache….Pferde sind halt kein übliches Schlachtvieh.

    So hart es für Deine Ohren klingen mag, von Gesetzes wegen sind Pferde in der Kategorie Nutztiere – zumindest bei uns in der Schweiz.
    Und ich habe die Gesetze nicht gemacht :nix:

    Aber hier werden keine Pferde gezielt für den Verzehr gezüchtet (naja, ausser vielleicht Ponyhofbetreiber, die jedes Jahr Fohlen in Massen produzieren für die Ferienkinder und zum Ende des Sommers kommen sie in die Wurst). Da ich keine Ahnung habe, wann ein Tier für den menschlichen Verzehr geeignet ist oder nicht und der Körper eben nicht einfach zu hause verbuddelt werden darf, könnte ich mir vorstellen dass der deutsche Gesetzgeber nur zum Verzehr geeignetes Fleisch frei gibt zur Rückgabe an Privatmenschen, andernfall wird es vielleicht als „Sondermüll“ deklariert und man muss die Entsorgung nachweisen? Nicht dass jemand sein 20 jahre altes Pony als Gulasch verkauft. Alles nur fiktiv gedacht, weil ich eben nicht weiß wie das gehandhabt wird.

    Aber ihr Schweizer dürft ja auch eure Hunde und Katzen essen! :bite: 😉

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Fand ich damals schon ziemlich strange…

    In der Tat. Meinst Du nicht, sie wollte einfach nur provozieren? Den Verlust überspielen? Wenngleich eine sehr strange Art. Ich selber esse ja kein Pferdefleisch, ich finds zusätzlich grauslich vom Geschnmack. Ich kenne aber viele Rösseler-Bekannte, die durchaus auch mal Pferdefleisch essen, aber ich würde also keinen kennen, der bewusst sein eigenes Pferd essen würde. Und Krieg oder Hungersnot, dass man das aus Ueberlebenswillen tun würde, haben wir ja auch nicht. Wie gesagt, meine Pferde sind nie in einer Fleischertheke gelandet das möchte ich auch nicht, im Zoo leider auch nicht. Bleibt wirklich nur der Seifenspender in der drittklassigen Bahnhofstoilette. Aber was solls tot ist tot und die Erinnerung bleibt die Erinnerung. Vielleicht müsste man sich einfach mal gedanklich damit befassen. Dann verliert nämlich einiges an Schrecken. Verbrennen wäre auch ne Möglichkeit, das ist aber exorbitant teuer und abgesehen davon wird das Pferd eh erst zerteilt um dann verbrannt zu werden. Dieser Service wird aber hier geboten, übrigens den Pferdemetzger unter „Team“ ist der von mir bereits erwähnte Pferdemetzger Horisberger, von dem man sich feinfühliges erzählt. Den Tierarzt kenn ich auch sehr gut. http://www.pferdekrematorium.ch/ Der Preis richtet sich nach Kilo Fleisch, exklusive Transporte . Das Tierkrematorium befindet sich im Grossraum Bern. Und ob mir das, mein totes Tier wieder lebendiger macht, ich weiss nicht :nix:

  • anchy anchy sagt:

    Das DANACH finde ich nicht so wichtig, meinetwegen kann man mich auch verwerten. Allerdings bitte nicht als Aschenbecher oder Fußabtreter 😀
    Einäschern lasse ich Anchy nicht, ich brauch keinen Platz auf der Fensterbank, der ist in meinem Herzen.

  • Avatar Diana sagt:

    könnte ich mir vorstellen dass der deutsche Gesetzgeber nur zum Verzehr geeignetes Fleisch frei gibt zur Rückgabe an Privatmenschen,

    (Menschen, auch Gewerbetreibende sind eingeschlossen 😀 )
    Richtig.
    Deshalb die Unterscheidung im Pferdepass in „Schlachtpferd“ und „Nichtschlachtpferd“.
    Weil die Gabe verschiedener Medikamente eben eine Nutzung des Tieres als Fleischlieferant später ausschließt.

    Als Hunde- oder Raubtierfutterlieferant dürfte es aber trotzdem in Frage kommen.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    @Merlijn:
    Wer sprach denn von Wurmkur? ?(
    Es ging um eine normale FLOH-Kur für KATZEN! ?(

    Spielt keine Rolle was es war, war zu faul um nochmals zurückzublättern.
    Tatsache ist, dass ein TA keine Gratisleistungen oder Medikamente welcher Form auch immer abgeben darf.
    Mumpitz wird dir das sicher gerne erklären.

  • Avatar Cubano9 sagt:

    @Cube: Zwei Dumme, ähnliche Gedanken … 8)

    😀
    Außerdem würde es hier auf dem (überdies nicht vorhandenen) Kaminsims früher oder später ziemlich eng mit vier Hunden und zwei Pferden…

  • Avatar Windspiel sagt:

    Also ich muß ehrlich sagen, als damals sehr überraschend meine heißgeliebte Stute getötet werden mußte, war mir in dem Moment total egal, was danach mit ihr passiert.
    Sie war weg, ich litt große Verlustschmerzen, weiter denken konnte (und wollte?) ich nicht….

    Mein erster Hund wurde nach seinem Tod auf dem Apfelbaumgrundstück eines damaligen Freundes von mir selbst bestattet…

    Heute hab ich derlei Möglichkeiten nicht mehr, drum überlege ich oft, wie es mit meinem jetzigen Hund (übrigens DER Hund für mich…) weitergehen wird…. aber so 1, 2 Optionen habe ich.
    Ausstopfen des ganzen Tieres oder Teilen davon finde ich ohne Ende gruselig und käme niemals!!! in Frage… auch gerben o.ä. nicht… ebensowenig die Urne in der Wohnung, das täte mir weh.

    Bei einem Pferd sage ich mir allerdings, da hat man eh kaum Möglichkeiten, in der Nähe haben kann man es ja nicht (begraben und / oder einäschern), also ist es vollends egal….

    Ich war übrigens beim Tod meiner Stute noch in der Klinik, saß aber draußen im Auto, ich konnte es nicht und wollte es ihr nicht schlimmer machen… sie wollte eh nicht gehen 🙁
    Ich war, nebenbei bemerkt, zarte 17, als das passierte…

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    Wer spricht denn von Asche auf dem Kamin-Sims, wenn ich ein Pferd einäschern lasse?
    Es gibt „Aschewiesen“, wo solche Überreste ihren Frieden finden.
    Selbst WENN, hat das für mich mehr Würde, als zum Fussabtreter verarbeitet zu werden. :no:

    Ich habe wie gesagt die Haut meiner alten 4m-Schlange hier über dem Kamin zu hängen, und finde es beruhigend zu wissen, dass „er“ hier ist, ich ab und an, an ihn denken kann.
    Bzw. ich ihn mir bewußt „zurückholen“ kann, durch den Anblick!
    Das heißt nicht, dass ich es ohne nicht könnte, aber es ist und bleibt einfach intensiver!

    Hätte ich zu dem Zeitpunkt schon mein Grundstück gehabt, wäre er vermutlich im Garten beerdigt worden.
    Nun war das aber damals so nicht der Fall, so das ich mich für die Gerbung der Haut entschieden habe.
    Dass dies jetzt plötzlich so „ach-wie-schlimm“ sein soll, weil man einfach an dem Tier/den Erinnerungen festhält, kann ich echt nicht nachvollziehen!

    Da finde ich das, was Diana eben über ihre Bekannte schrieben, schon echt merkwürdig! :tuete:
    Und wenn ich ehrlich bin, finde ich das noch viel kranker, als sich eine Urne auf seinen Kamin zu stellen, von einem Freund, der einen 20 Jahre und mehr begleitet hat. :nix:

    @Merlijn: Mein Tierarzt wird diese auch irgendwie mit der Dame aus der Kleintierpraxis abgerechnet haben.
    Was er letztendlich bei mir daraus macht, überlasse ich mal wertungsfrei ihm!
    Diese Tropfen kosten zwischen 6-8€ für den Endverbraucher, ich tippe zwischen 3-4€ im EK? (Mumpi weiß recht sicher, wie hoch die Kosten dafür tatsächlich sind.)
    Dass er mir diese im Eifer des Gefechtes schenkte, sehe ich weder als Bestechungsgeld, noch als sonstwas, da er bei uns auf dem Hof bisher konkurrenzfreie Narrenfreiheit hat und es nicht nötig hat, Medikamente zu VERSCHENKEN um Kunden zu halten, oder gar zu gewinnen.
    Meine Jüte… sich über 3-4€ von einer Komplettrechnung, die Impfen, Wurmkur Pferd etc. beinhaltete, aufzuregen, ist schon echt n Ding. :denk:
    Ich habe diese Tropfen eben einfach dazubekommen.
    „Hier, ach komm nimm…..“

    Dass dir keine Tropfen geschenkt werden, kann ich manchmal sogar verstehen. 😀 😛
    Haare auf den Zähnen sind nich immer jut!!!!!!!!!!!!!!! :no: :hug:

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Aber ich finde es genauso daneben, den Hund oder gar den Lebenspartner in einer Urne auf dem Kaminsims stehen zu haben. Das taugt bestenfalls für schwarze britische Komödien, im wahren Leben finde ich das hoch morbide.
    Mir geht es da (ups), wie MerlijnCH: Für mich leben die Verstorbenen in meiner Erinnerung und meinem Andenken weiter.

    Hoch morbide trifft es wahrlich!

    Nicht dass jemand sein 20 jahre altes Pony als Gulasch verkauft. Alles nur fiktiv gedacht, weil ich eben nicht weiß wie das gehandhabt wird.

    Ich denke dafür ist die Fleischbeschau gedacht, und auch die Eintragung des Pferdes im Pass.
    Wenn das Pferd für den Verzehr bestimmt ist, und auch das Fleisch in Ordnung ist, dann steht einer Herausgabe wohl nichts im Wege.

    Offiziell wird auch in Deutschland sicher keine Pferde zum Verzehr gezüchtet, in der Schweiz auch nicht.
    Nur landen halt hier alles Freiberger-Fohlen, die nicht 80 Punkt erreichen in der Fleischtheke, genau aus dem Grund hat die Freibergerzucht enorme Fortschritte gemacht. In Deutschland ist das nicht anders oder in der Haflingerzucht.
    Explizit Pferdefleisch züchten tun glaube ich die Franzosen mit ihren Kaltblütern, dazu muss man aber auch sagen, dass dadurch einige dieser Rassen, die vom Aussterben bedroht waren, rückgezüchtet wurde. So paradox das auch klingen mag.

    Und das heisst nicht, dass ich das gut heisse. Es sind Tatsachen.

    Zumindest landen Pferde hier nicht auf internationalen Schlachttransporten, da der durchschnittliche Schweizer gerne Pferdefleisch ist und auch bereit ist dafür einen guten Preis zu bezahlen und die Nachfrage im eigenen Land befriedigt werden muss.
    So hat es immerhin auch was positives.

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    Verbrennen wäre auch ne Möglichkeit, das ist aber exorbitant teuer und abgesehen davon wird das Pferd eh erst zerteilt um dann verbrannt zu werden.

    Nein, es gibt auch Pferde-Krematorien, die die Pferde nicht erst zerlegen, oder zerteilen müssen.

  • Avatar Windspiel sagt:

    @July
    ich habe jetzt nicht Dich persönlich gemeint, wegen der Haut o.ä., das diente mir nur als Beispiel, ich finde es prinzipiell gruselig.
    Und die Asche auf dem Kaminsims wurd hier bereits erwähnt, aber nicht von Dir 😉

  • Avatar Cubano9 sagt:

    Es gibt „Aschewiesen“, wo solche Überreste ihren Frieden finden.

    Jetzt sind wir bald bei den Tierfriedhöfen mit den hoffnungslos verkitschten 3,50 Mausoleen für Waldi und Fiffi angelangt.
    Ganz ehrlich: Ungeachtet der Tatsache, dass ich unsere Tiere heiß und innig liebe und es wirklich nichts gibt, was ich nicht für sie tun würde. Einen solchen Umgang mit einem toten Tier finde ich diesem gegenüber einfach nicht angemessen. Von der schlicht logischen Frage mal abgesehen, was für einen Frieden Asche wohl finden kann. Aber ich gebe offen zu, ich habe schon mit dem Totenkult um Menschen bisweilen so meine Probleme. Die Seele nämlich, ganz gleich ob Mensch oder Tier, lässt sich weder verbrennen, noch begraben – die ist schon frei, wenn der Körper gestorben ist.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Verbrennen wäre auch ne Möglichkeit, das ist aber exorbitant teuer und abgesehen davon wird das Pferd eh erst zerteilt um dann verbrannt zu werden.

    Nein, es gibt auch Pferde-Krematorien, die die Pferde nicht erst zerlegen, oder zerteilen müssen.

    ja Juli, zutiefst in den Niederlanden, der Preis für die Kremation liegt ähnlich, die Transportkosten steigen aber ins unermessliche .

    Aber bitte, Dir traue ich alles zu, wird sicher abgebucht unter Konto Punktestand „wahre Tierliebe“….ne echt :doh:

  • Avatar Cubano9 sagt:

    Nachtrag: Bevor ich tausende von Euro für einen Transport zum Krematorium ausgeben würde, würde ich das Geld lieber einer vernünftigen Tierschutzorganisation spenden.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Richtig.
    Es ist übrigens auch nicht ehrenrührig, sich dieses Geld auf die Seite zu legen und vielleicht – wenn der ganz grosse Schmerz vorbei ist – und man vielleicht doch nicht ohne Pferdepartner sein möchte, dieses Geld dafür zu verwenden sich sinnvoll nach etwas geeignetem umzusuchen.

  • Avatar Windspiel sagt:

    Was ich jetzt aber nicht verstehe: Leute wie zum Beispiel (ganz wichtig!!) July oder fichte haben ihre ganz eigenen Ansichten zum Thema „danach“, ich mein, man kann sagen, find ich blöd, eklig, unnötig…. aber dann sollte es doch gut sein?
    Ist doch jedem selbst überlassen, was er mit seinem vergangenen Tier macht…

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    @Cubi: Mal so ganz unter der Hand…
    ich habe mit 23 meinen besten Freund verloren, durch einen Unfall, der in Spanien eingeäschert und beigesetzt worden ist… vorangegangen war ein Streit, so dass es für mich zu keinem Zeitpunkt eine „Verabschiedung“ gab.
    Dann vor 7 Jahren starb meine Schwester.
    Eingeäschert, Seebestattung… auch hier keine Möglichkeit einer Stätte des „Abschiedes“ oder des Trostes!

    Ich bitte euch… selbst wenn ich nun der Meinung wäre, mein Pferd per Asche auf einem Friedhof zu verstreuen, oder es mir auf ein Fensterbrett stellen möchte…. dann ist das ganz alleine meine Entscheidung, und meine Sache.
    Sie ist weder krank, noch hat sie mit „wahre Tierliebe“ (oder unwahre), noch mit verkitschten sonstewas für Dingen zu tun!
    Ganz ehrlich. Eure Haltung dazu ist geradewegs anmaßend. 8o

    Ich habe ja auch schließlich in keiner Silbe einen Halter verurteilt, der sein Pferd für die Schlachtung freigibt.
    Es kommt nur eben FÜR MICH nicht in Frage!
    Und der Gedanke an Schlachtung, Verarbeitung zu xyz, ist eben nicht so meins!
    Basta! :eye:

    Ich trage schon meinen Teil für die Tierliebe/den Tierschutz dazu. Darüber könnt ihr euch gewiß sein.
    Ob diese nun finanziell passiert um mein Gewissen zu erleichtern, und ich abends weiterhin Thunfischpizza esse ( :doh: ), oder auf einem anderen Weg, muss jeder für sich ganz alleine ausmachen, gelle? 😉

  • Avatar Cubano9 sagt:

    July – ganz ruhig bleiben. Dass ich Deine Ansicht nicht teilen, und auch nicht wirklich verstehen kann, bedeutet nicht automatisch, dass ich sie nicht akzeptieren kann. Warum auch? Und ich weiß auch gerade nicht, warum Du das anmaßend findest. Anmaßend wäre für mich, wenn ich versuchen würde, Dir Deine Ideen auszureden. Mache ich aber nicht, weil ich dafür gar keinen Grund sehe.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Jetzt sind wir bald bei den Tierfriedhöfen mit den hoffnungslos verkitschten 3,50 Mausoleen für Waldi und Fiffi angelangt.

    Zu erwähnen ist, dass es halt einfach von der Masse her einen Unterschied zwischen Kleintier und Grosster macht.

    Kleintierärzte hier bieten seit ende der 90er Jahre einen Kremationsservice für Kleintiere an, gerade um dieses Thema Kadaververtung zu umgehen, und auch, dass es viele Leute gibt die ihre Tiere dann trotzdem verbotenerweise im Garten verbuddeln. Wird von Gesetzes wegen zimelich streng geahndet.

    Ich gebe zu, ich habe meine letzten drei Katzen auf diese Weise durch Kremation auf „saubere“ Weise entsorgt.
    Aber ganz einfach.
    Tierarzt hat Tier eingeschläfert und die Katze wurde vom Kremationsservice abgeholt.
    Keine Urne zurück.
    Ich habe aber später eine schöne Karte gekriegt, da war der Name meines Tieres notiert und die genaue Uhrzeit wann es verbrannt wurde.
    Das ganze kostete glaube ich keine 50 Franken und DAS war es mir wert.

    Das geht aber einfach mit grossen Tieren nicht.
    Bei Hundegrösse hört das auf.

    Ich finde auch den Urnen und Begräbniskult der damit gemacht wird morbide, ob auf dem Tierfriedhof, dem Kaminsims oder gar dem Nachttischchen.

  • Avatar Aragon sagt:

    Oh je, jetzt hatte ich einen ganz furchtbaren Moment lang eine Befürchtung, wie Julys Post nach dem ersten Satz weitergeht – zum Glück unbegründet …

    :tuete:

    Noch beängstigender finde ich allerdings die Tatsache, dass Merlijn und Cubano schon über mehrere Seiten einer Meinung sind.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    in der Tat 8o

  • Avatar Aragon sagt:

    July: Mir ist es ehrlich gesagt völlig schnurz, was du mit den Überresten deiner Tiere machst, ich will dir auch gewiss nichts ausreden – ich finde nur die Gedankenkette „Tiere sind Kinderersatz – kommen niemals zum Schlachter – ich weiß dann nicht, was danach mit ihnen passiert“ gefolgt von „Haut abziehen, gerben lassen und übern Kamin hängen“ irgendwie … strange.

  • Avatar Juliafientje sagt:

    ja Juli, zutiefst in den Niederlanden, der Preis für die Kremation liegt ähnlich, die Transportkosten steigen aber ins unermessliche .

    Gibts zum Beispiel auch in D in Duisburg.
    Kosten für ein Großpferd um die 3000 Euro.

    Mir ist das echt zu teuer (kanns mir nicht leisten) aber ich finde nichts verwerfliches daran, wenn es jemand macht. Es schadet ja auch keinem, oder?
    Und wenn sich jemand zig Urnen ins Wohnzimmer stellt oder Tiere ausstopfen lässt…wäre auch nicht meins, aber jeder wie er will.
    Finde ich nichts, worüber man dikutieren muss. :nix:

    Auch würde ich meine Katze nie auf einem Tierfriedhof begraben, sondern bei meinen Eltern im Garten, aber wenn es jemand machen möchte….ja gott warum denn nicht?

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    Oh je, jetzt hatte ich einen ganz furchtbaren Moment lang eine Befürchtung, wie Julys Post nach dem ersten Satz weitergeht – zum Glück unbegründet …

    Ach du grüne Neune… dachtest du er steht bei mir auf dem Fensterbrett? :panik:

  • Avatar Cubano9 sagt:

    Noch beängstigender finde ich allerdings die Tatsache, dass Merlijn und Cubano schon über mehrere Seiten einer Meinung sind.

    Ja gruselig, oder? 😀
    @MerlijnCH: Ne, ich meinte nicht das Verbrennen oder Bestatten an sich. Sondern diese richtigen Marmor-Mausoleen für Hund und Katz, die es mittlerweile gibt. Der Trend kommt (wie könnte es anders sein) aus den USA. Ich habe darüber mal eine Reportage gesehen: Mausoleum mit Marmorengel für einen deutschen Schäferhund war da schon fast Standard. Und auch hier finde ich: Von dem Geld kann ich wirklich was Gutes tun, was anderen Tieren hilft.
    @Julia: Wenn es danach ginge, gäbe es die ganze Debatte hier nicht. Schließlich ist es auch jedem selbst überlassen, ob er sein Tier per Bolzenschuss oder Spitze erlöst.

  • Avatar Juliafientje sagt:

    @Julia: Wenn es danach ginge, gäbe es die ganze Debatte hier nicht. Schließlich ist es auch jedem selbst überlassen, ob er sein Tier per Bolzenschuss oder Spitze erlöst.

    Ne das finde ich nicht.

    Bei der Debatte ob Bolzenschuss oder Einschläfern geht es um die Tötung eines lebendigen Tieres. Vermeidung von Schmerzen, Angst und Panik etc.
    Darüber finde ich lohnt es sich auf alle Fälle zu sprechen, informieren etc.

    Aber was mit einem TOTEN Tier gemacht wird, das finde ich eben schnurz piep egal und darum finde ich eine Diskussion unnötig.

  • Avatar Legolas sagt:

    Geht mir ähnlich.

    Außerdem gehen diese Dissertationen um das Töten von Rindern, und das ist nochmal was ganz anderes als Pferde. Rinder und vor allem Bullen haben nämlich eine deutlich dickere Schädelplatte als Pferde. Insofern kann man diese Arbeiten nicht 1:1 auf das Pferd übertragen.

    Danke, so sehe ich das auch, hatte ich vor zig Seiten schon erwähnt, aber das wurde überlesen.

    Wachteln, die wir ja selbst essen, werden mit einem gezielten Schlag auf den Hinterkopf (abgesägter Besenstiel, 2x kräftig eingesetzt) betäubt.

    na dann hoffen wir mal, dass der Schlagende richtig trifft, sonst hat das Tier Angst und Schmerzen, bis nochmals nachgeschlagen wurde. Sorry, aber man bekommt gute Strombetäuber für den Hausgebrauch bereits recht günstig. Denn das betäuben durch „einen“ Schlag will gelernt sein und da spreche ich aus Erfahrung.

  • Avatar maurits sagt:

    Bei der Debatte ob Bolzenschuss oder Einschläfern geht es um die Tötung eines lebendigen Tieres. Vermeidung von Schmerzen, Angst und Panik etc.
    Darüber finde ich lohnt es sich auf alle Fälle zu sprechen, informieren etc.

    Aber was mit einem TOTEN Tier gemacht wird, das finde ich eben schnurz piep egal und darum finde ich eine Diskussion unnötig.

    Ja danke, Juliafientje, so ist es.

  • Avatar Aragon sagt:

    Oh je, jetzt hatte ich einen ganz furchtbaren Moment lang eine Befürchtung, wie Julys Post nach dem ersten Satz weitergeht – zum Glück unbegründet …

    Ach du grüne Neune… dachtest du er steht bei mir auf dem Fensterbrett? :panik:

    Ich dachte ehrlich gesagt noch Schlimmeres … :red: :S

  • Avatar Juliafientje sagt:

    Ich dachte ehrlich gesagt noch Schlimmeres …

    Mach es bitte nicht so spannend…was hast du denn gedacht? :blinzel:
    Bin doch so neugierig

  • Avatar Cubano9 sagt:

    Bei der Debatte ob Bolzenschuss oder Einschläfern geht es um die Tötung eines lebendigen Tieres. Vermeidung von Schmerzen, Angst und Panik etc.
    Darüber finde ich lohnt es sich auf alle Fälle zu sprechen, informieren etc.

    Aber was mit einem TOTEN Tier gemacht wird, das finde ich eben schnurz piep egal und darum finde ich eine Diskussion unnötig.

    Ja danke, Juliafientje, so ist es.

    Mal davon abgesehen, dass der Informationsgehalt im Gegensatz zu dem „wir hauen uns die Köppe ein“ relativ kleinen Raum einnimmt: Für mich ist der Umgang mit einem sterbenden/gestorbenen Tier immer auch eine Sache der inneren Einstellung. Deshalb finde ich den Aspekt schon nicht ganz uninteressant.

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    July: Mir ist es ehrlich gesagt völlig schnurz, was du mit den Überresten deiner Tiere machst, ich will dir auch gewiss nichts ausreden – ich finde nur die Gedankenkette „Tiere sind Kinderersatz – kommen niemals zum Schlachter – ich weiß dann nicht, was danach mit ihnen passiert“ gefolgt von „Haut abziehen, gerben lassen und übern Kamin hängen“ irgendwie … strange.

    Finde ich persönlich überhaupt nicht strange.
    Ich habe keine Kinder, und meine Liebe geht ausschließlich an meinen Freund und meine Tiere.
    Und mein Pferd hat da eben nochmal einen Sonderstatus, was ich nicht über einen Kamm schere mit einer Schlange, die über meinem Kamin liegt.

    Mal Butter bei die Fische… wenn mein Pferd (sofern Gott will), in ca. 20 Jahren von uns geht, bin ich 55 Jahre. (Und halb so alt wie Merlijn. 😉 )
    Bis dahin ist es eine lange Zeit.
    Daher werde ich mich garantiert jetzt nicht festlegen, was mit meinem Pferd passiert!
    Nur zum heutigen Zeitpunkt ist der Gedanke an Fleisch oder Seife eben für mich nicht tragbar.
    Was evtl. auch damit zu tun haben könnte, dass mein Pferd noch seine ganze Zukunft vor sich hat.
    Er wurde ja bis dato noch nicht mal einen lächerlichen Meter geritten.

    Vielleicht wünsche ich mir in 3 Jahren, das Kreuz für „Wurst“ gemacht zu haben. 😉
    Wer weiß. :flucht:

    @Lego: Keine Sorge, bisher ging kein Schlag daneben. :hug:
    Was meinsten mit „Strombetreiber“? ?(
    Elektroschock? :denk:

    @Aragon: Na du traust mir ja Sachen zu. :flucht: Weiß ja nicht was du dachtest, aber scheinbar nichts Gutes!!! :maul:

  • Avatar La Jaca sagt:

    Man kann sein Pferd auch klonen lassen. :daumen:

  • Avatar Legolas sagt:

    Strombetäuber, war ein Tipfehler :wacko: sicherlich humaner als der Schlag, ich selektiere fast täglich Tiere und daran werde ich mich wohl auch nie gewöhnen, will damit sagen, dass es mir noch immer etwas ausmacht und mir jedes Tier leid tut.

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    .. vorangegangen war ein Streit..

    Ach du grüne Neune… ja, so kommen Gerüchte auf! :panik:

    Was ich damit sagen wollte ist, dass er die Nacht vor seinem Abflug bei mir zuhause in einer Party enden ließ, ich aber am Folgetag Nachtschicht hatte, was zu einem Streit führte und ich ihn wutentbrannt am Flughafen aus dem Auto schmiss!
    Er ist mit 2 Freunden nach Mallorca geflogen.
    Und kam nicht mehr zurück.
    Er starb bei einem Autounfall am letzten Urlaubstag.
    Als ein Reisebus verkehrtrum die Einbahnstrasse runterfuhr.
    Die einzigen Überlebenden dieses Unfalles war ein zweiter Freund von mir, und der Reisebusfahrer.
    Letzterer, inkl. Reisebus, sind bis heute spurlos verschwunden.
    :daumen:
    Wir erfuhren erst davon, als ich mit seiner hochschwangeren Freundin am Flughafen stand, und keiner der 3 aus dem Flugzeug stieg.

  • Avatar Legolas sagt:

    Man kann sein Pferd auch klonen lassen. :daumen:

    Ich gehe jetzt mal davon aus, dass das ein Scherz war, sonst zweifele ich ganz an deinem Verstand

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    Glaube mal gelesen zu haben, dass jemand in der USA gegen reichlich Pinkepinke seinen Hund hat klonen lassen. Ob es stimmt, oder einfach nur medienwirksam war, weiß ich nicht. :denk: Ein Pferd zu klonen wäre mir gänzlich neu! Edit: :flucht: http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/turniersieger-aus-dem-reagenzglas/766716.html

  • Avatar La Jaca sagt:

    Man kann sein Pferd auch klonen lassen. :daumen:

    Ich gehe jetzt mal davon aus, dass das ein Scherz war, sonst zweifele ich ganz an deinem Verstand

    😀 Nee, ernsthaft! kannste machen lassen. Ratina Z wurde auch geklont. Und irgendwelche reichen Amis klonen ihre Haustiere. Find ich viel praktischer als ein ausgestopfter Zossen im Hausflur, der nur Staub fängt. :nix:

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    @La Jaca: Komm, lass uns sparen! :friend:
    Kostet doch nur 250.000€.
    Lächerliches Schnäppchen!!!! 😀 😀 😀

  • Avatar Tibatong sagt:

    Mittlerweile ist sogar der erste Klon-Hengst in den Niederlanden gekört, also zur Zucht freigegeben 8o :flucht: :flucht: :flucht:

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    Also wenn ein geklontes Pferd ca. 250.000€ kostet, ein gekörter Friesenhengst aber in der Oberliga auch mal das Doppelte bringt… dann könnte man doch…. :denk: so als kleine Geschätftsidee…. :denk:
    😀 😛

  • Avatar Cubano9 sagt:

    Bin ich eigentlich die Einzige, die nicht nur das Klonen an sich unheimlich findet, sondern die auch nie und nimmer einen Klon von ihren jetzigen Pferden haben möchte??? Ich stelle mir das ziemlich gruselig vor

  • Avatar La Jaca sagt:

    Man könnte so auch ganz viele kleine Totilasse klonen…wäre dann ja ein regelrechter Discountpreis! 😉

  • Avatar La Jaca sagt:

    Bin ich eigentlich die Einzige, die nicht nur das Klonen an sich unheimlich findet, sondern die auch nie und nimmer einen Klon von ihren jetzigen Pferden haben möchte??? Ich stelle mir das ziemlich gruselig vor

    Nicht gruselig, sondern schwachsinnig. Jedes Pferd ist ein Individuum und sicher nicht mit Klonen wiederzubeleben. Da zieh ich mir lieber ein Fohlen aus meiner Stute, von dem ich nach ihrem Tod noch was habe.

    War ja auch nur so ein Eiwurf um mal wieder ein bissl Humor in die Sache zu bringen. 😉

  • Avatar Legolas sagt:

    Bin ich eigentlich die Einzige, die nicht nur das Klonen an sich unheimlich findet, sondern die auch nie und nimmer einen Klon von ihren jetzigen Pferden haben möchte??? Ich stelle mir das ziemlich gruselig vor

    Nö, da biste nicht alleine

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    Egal wieviel Kohle ich hätte, einen zweiten Diego brauche ich nicht.
    Ein Tier ist ja nur deshalb einmalig, weil es ein Einzelstück ist. 😛

  • Avatar Cubano9 sagt:

    Bin ich eigentlich die Einzige, die nicht nur das Klonen an sich unheimlich findet, sondern die auch nie und nimmer einen Klon von ihren jetzigen Pferden haben möchte??? Ich stelle mir das ziemlich gruselig vor

    Nö, da biste nicht alleine

    Beruhigtbin,
    Irgendwie kann ich das nicht so richtig beschreiben, aber wenn ich mir vorstelle, nach Frax einen Frax II zu haben – wo bleibt da die Einzigartigkeit eines Pferdes? Und wenn ich mir vorstelle, dass der auch mental exakt so drauf wäre, wie sein Vorgänger… das muss doch total komisch sein im täglichen Umgang.

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    @Cubi: Bin ja kein Genforscher, habe aber 2x eineiige Zwillinge in meinem Freundeskreis.
    1x weiblich, 1x männlich.
    Rein theoretisch müßten die ja über GENAU den selben Charakter verfügen. Tun sie aber nicht. :nix:
    Die beiden Mädels sind so unterschiedlich, unterschiedlicher geht kaum noch. Und die beiden zanken auch oft. 😀
    Die beiden Burschen sind … tsja, schon etwas ähnlicher… aber trotzdem irgendwie anders. :denk:

    Ich glaube, selbst bei einem Klon wäre der Charakter nicht zwangsläufig identisch mit dem vom Vorgänger.
    Vielleicht ähnlich, aber nicht zwingend gleich? ?(
    Keine Ahnung. Glaube aber schon, dass der Charakter, der ja durch jede erlebte Sekunde auch geformt wird, unterschiedlich sein kann (muss… wird…).

  • Avatar Cubano9 sagt:

    July: Neuere Forschungen gehen davon aus, dass eineiige Zwillinge genetisch NICHT identisch sind, es kommt demnach in der Embryonalentwicklung zu Zellteilungen, die diese Identität halt im Laufe der Entwicklung auflösen.
    Ein Klon dagegen IST eine identische Kopie seines Vorgängers – wobei das auch nicht zwingend bedeuten muss, dass der Klon und sein Vorgänger exakt gleich sind. Nur gleicher als bei eineiigen Zwillingen. Klar machen äußere Faktoren auch viel aus – aber dennoch bleibt die Vorstellung von einem Klon-Pferd für mich was aus Frankensteins Gruselkabinett.

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    @Cubi: Aha, ist ja krass. Hätte ich jetzt so nicht vermutet.
    Für mich hätte es etwas von „Friedhof der Kuscheltiere“, wenn da plötzlich mein verstorbener Kater wieder auftauchen würde. :flucht:
    Da ich noch nie ein geklontes Tier hatte ( 😉 ), weiß ich natürlich nicht, ob es in echt dann genauso wäre, aber alleine der Gedanke ist schon sehr befremdlich und angsteinflössend.
    Ich glaube genauso schrecklich und schlimm wie wir das gerade finden, wird es in 50 Jahren zur Normalität gehören, sein verstorbenes Haustier (Kleingeld sei Dank) aus dem Reagenzglas auferstehen zu lassen. :huh:
    Könnte es mir durchaus vorstellen, dass man später sein Haustier in der Kleintierpraxis einfach „nochmal bestellt“.
    :blinzel:

  • Avatar Cubano9 sagt:

    Es gibt so Entwicklungen, bei denen bin ich froh, dass ich sie mit Sicherheit nicht mehr erleben werde. Das gehört dazu.. 😀

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    Also janz ehrlich habe ich jetzt schon Angst, da ich „erst“ 35 bin.
    Bin ja jetzt schon ausser Stande einen Fernseher zu programmieren oder ein neumodisches Handy zu bedienen. :daumen:
    Vermutlich bin ich bereits in 10 Jahren genauso hilflos, wie meine Großeltern es jetzt schon sind.
    „Kindchen, schreib mal bitte die SMS, ich weiß nicht wie das geht!“
    :panik:
    Bei dem Gedanken daran, dass ich aber noch weitaus länger als 10 Jahre hier sein werde, werde ich vermutlich später die Einzige sein, die mit Pferd zur Arbeit reitet, während alle anderen mit wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen jenseits des Erdbodens in Lichtgeschwindigkeit längst da sind. 8o 8|

  • Avatar Pandora sagt:

    Nur mal so als Anmerkung, weil euch die Klone unheimlich sind:

    In den USA ist es bereits Bestandteil der „Rinderzucht“ besonders wertvolle (gute) Zuchtbullen klonen zu lassen. Es wird dort bereits umfangreich betrieben. Das Fleisch der Nachkommen dieser Klone darf ohne Kennzeichnung dem Handel zugeführt werden. Auch in der EU darf das Fleisch von Klon-Nachkommen kennzeichnungsfrei verkauft werden……soviel dazu….

  • Avatar Pandora sagt:

    Hier kann man in der Mediathek ein Filmchen dazu sehen. Es geht auch um das Klonen von Haustieren glaub ich http://www.3sat.de/page/?source=/ard/sendung/152771/index.html

  • GidranX GidranX sagt:

    http://www.diamantbestattungen.de/ DAS wäre dann noch am ehesten meine Kragenweite.. *Lockenzurückwerf* 8)

  • Avatar waikiki sagt:

    ist doch irgendwie schade, dass diese schöne erde trotz der intelligenz der menschen nicht besser, -sondern schlechter wird.

    mich schüttelt es beidem gedanken an das klonen.

    andererseits- die menschen hätten im mittelalter wohl jeden der behauptet

    „die pest wird von erregern übertragen und ich habe das medikament dagegen“ umgehend gevierteilt und/oder verbrannt.

  • Avatar Stef sagt:

    @ GidranX zur Ergänzung Deiner Kollektion: http://www.semperfides.eu/

  • Avatar fichtefucht sagt:

    Leute wie zum Beispiel (ganz wichtig!!) July oder fichte haben ihre ganz eigenen Ansichten zum Thema „danach“,

    Ich hab doch zum Thema „danach“ gar nichts gesagt

  • GidranX GidranX sagt:

    Ich hab doch zum Thema „danach“ gar nichts gesagt

    Macht nix, hier herrscht grundsätzlich Sippenhaft.. :eye: 😀

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    @Gidran: Kannst deine Zauberlöckchen wieder nach vorne holen. :hug:
    Glaube Merlijn hatte vorhin auch schon was von einem Diamanten (hergestellt aus Haaren, bzw. deren Asche) geschrieben.

    Die Idee ist natürlich echt geil! :thumbsup:
    Kostet bestimmt auch einige Taler?
    Hat das schon mal jemand gemacht? Nur so aus Neugier. ?(