Strei in der nachbarschaft

By texel | Archiv: Smalltalk

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Hallo, leider habe ich ein ernstes problem, wir wohnen seit geraumer zeit auf dem land, in einem 3 seelen dorf, hier hat fast jeder tiere, obs pferde kühe hühner oder sonst etwas ist 😉
nun meine direkten nachbarn, beschweren sich da hiere wiese oberhalb unseres stalles liegt, und sie eine aussicht auf den stall haben, aufeinmal stinkt es auch nach pferde mist, obwohl wir nicht mals eine mistplatte haben, sondern nur einen hänger der ein mal wöchentlich weg gefahren wird, der stall ist auch immer sauber! zuvor die jahre wo wir noch eine mistplatte hatten (jetzt entfernt) war nie ein problem!!! als wir vor ca 2 monaten den stall um ca 10 quadratmeter vergrößert haben, machen die eine mega welle!!! der stall hat nicht ein festes fundament, und besteht nur aus holz!!!! selbst angesprochen haben sie mich nicht, das haben sie nur den anderen nachbarn erzählt, mit denen sie nun auch ärger haben wegen einer treppe. wie soll ich jetzt reagieren, ich habe doch die erlaubniss pferde zu halten, weil ich so ein riesen grundstück habe 🙁
helft mir bitte, sonst dreh ich durch :((((

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Wieso willst du reagieren? :nix: Ich würde erst mal gar nichts machen. Leute reden immer.

  • otto otto sagt:

    als wir vor ca 2 monaten den stall um ca 10 quadratmeter vergrößert haben, machen die eine mega welle!!! der stall hat nicht ein festes fundament, und besteht nur aus holz!!!! selbst angesprochen haben sie mich nicht, das haben sie nur den anderen nachbarn erzählt, mit denen sie nun auch ärger haben wegen einer treppe. wie soll ich jetzt reagieren, ich habe doch die erlaubniss pferde zu halten, weil ich so ein riesen grundstück habe

    Wenn Du die Erlaubnis hast, Pferde zu halten, gibt es keinen Grund sich aufzuregen. Trotzdem einige Fragen:

    – Von wem hast Du die Erlaubnis? Gibt es diese schriftlich? Gibt es Begrenzungen oder Auflagen in dieser Erlaubnis?
    – Dein Stall ist eine bauliche Anlage. Da spielt es keine Rolle, ob er nur aus Holz oder einem anderen Baustoff besteht. Auf das „feste Fundament“ kommt es nicht an. Er ist mit dem Boden verbunden (wenn er um 10 qm vergrößert wurde). Gibt es dafür Genehmigungen? Wie sehen die Auflagen aus?
    – Warum wurde der Stall vergrößert? Wurde der Pferdebestand erweitert? Wenn ja, dann gehen jetzt stärkere Gruchsbelästigungen von diesem aus als vorher! Hast Du vor der Vergrößerung/Erweiterung mit Deinen Nachbarn gesprochen? Betrachte das Problem auch mal aus deren Sicht!
    – Normalerweise ist eine Mistplatte vorgeschrieben. Durftest Du die so ohne weiteres entfernen und die Mistlagerung (wenn auch jeweils nur für eine Woche) auf einen Anhänger verlagern? Steht der Hänger jetzt da, wo sich früher die Mistplatte befand? Könnte es sein, dass die Beeinträchtigungen der Nachbarn sich seither verstärkt haben?

    Bevor über die Nachbarn hergezogen wird, solltest Du zunächst Dein eigenes Verhalten und die Beeinträchtigungen, die von Deinem Grundstück durch die Pferdehaltung ausgehen, überdenken. :denk:

  • Avatar octavchen sagt:

    Ich hoffe auch ,Du hast die Erlaubnisse schriftlich von offizieller Seite, sonst könnte es im Härtefall echt noch zu Problemen für Dich kommen.

    Als wir vor ca. 5 Jahren unseren bereits seit 25 Jahren stehenden Stall erweitert haben, brauchten wir die Genehmigung vom Bauamt. Die wollten ein Einverständnis aller umliegenden Nachbarn, dass sie sich durch das (nur!!!) eine Pferd mehr (es waren vorher schon 2 Tiere, plus Hasen und Ziegen) nicht belästigt fühlen. Darüber hinaus kam jemand vom Landwirtschaftsamt vorbei und begutachtete unseren Misthaufen, da es da auch Vorschriften bezüglich der gehaltenen Tiere gibt, was Größe und Bodenplatte angeht.
    Ürsprünglich wollten wir an anderere Stelle einen komplett neuen Stall bauen. Das wurde uns trotz großem Grundstück nicht genehmigt, da wir nur Privathalter sind und man auf landwirtschaftlicher Nutzfläche nur als Gewerbetreibender bauen darf.

    Außerdem kenne ich die Geschichte einer Bekannten. Sie hat ihre Pferde im Sommer auf einer großen Wiese, etwas weiter weg vom Winterstall stehen. Damit die Pferde nicht ungeschützt den Witterungen ausgesetzt sind, hatte sie sich eine Art Weidehütte auf die Wiese gestellt. Als sich (vermutlich) einer der Nachbarn gestört fühlte :thumbdown: hatte sie promt einen Brief von der Stadtverwaltung im Briefkasten, dass sie Hütte innerhalb ein paar Tagen zu verschwinden hat. Hätte die Hütte Räder gehabt, hätte sie stehen bleiben dürfen, da sie ja nicht fest mit dem Boden verbunden war und beweglich war. Ihr blieb also nichts anderes übrig, als die hütte wieder ab zu reisen.

    So ist das nunmal in Deutschland! Regeln, bei denen keiner mehr durchblickt und jeder ist der Meinung, er müsse überall seinen Senf dazu geben. Und ständig fühlt sich jemand genötigt, anderen Leuten ans Bein pi………… :panik1:

  • Avatar Juliafientje sagt:

    Ürsprünglich wollten wir an anderere Stelle einen komplett neuen Stall bauen. Das wurde uns trotz großem Grundstück nicht genehmigt, da wir nur Privathalter sind und man auf landwirtschaftlicher Nutzfläche nur als Gewerbetreibender bauen darf.

    Vielleicht ne blöde Frage, aber wenn mir ein Grundstück gehört, darf ich da nicht einen Stall drauf bauen, nur weil ich kein Gewerbe habe? Was ist das denn für eine Logik? Wenn mir doch der Boden gehört…? Na ja, ich hab da echt keine Ahnung von.

    Hätte die Hütte Räder gehabt, hätte sie stehen bleiben dürfen, da sie ja nicht fest mit dem Boden verbunden war und beweglich war. Ihr blieb also nichts anderes übrig, als die hütte wieder ab zu reisen.

    Sowas habe ich auch schon mal gehört, nur was ich nicht verstehe ist, wenn die Hütte an der selben Stelle gestanden hätte mit Rädern wärs ok gewesen? Ohne Räder nicht? Logik?? :look:

  • casper109 casper109 sagt:

    Vielleicht ne blöde Frage, aber wenn mir ein Grundstück gehört, darf ich da nicht einen Stall drauf bauen, nur weil ich kein Gewerbe habe? Was ist das denn für eine Logik? Wenn mir doch der Boden gehört…? Na ja, ich hab da echt keine Ahnung von.

    Es gibt eine Flächennutzungsplanung in der festgelegt ist für was welche Flächen genutzt werden dürfen, beim Kauf von Großflächen ist es nützlich sich in der Richtung vorher kundig zu machen :nix:

    Und bauen darfst du wenn du eine Baugenehmigung hast, die die Auflagen für diese Fläche erfüllen :ja:

    Sowas habe ich auch schon mal gehört, nur was ich nicht verstehe ist, wenn die Hütte an der selben Stelle gestanden hätte mit Rädern wärs ok gewesen? Ohne Räder nicht? Logik??

    Ist die Hütte mit dem Boden verbunden ist es fest und benötigt eine Baugenehmigung :nix:

    Wir haben auch einen Stall, aber das ist ein Schuppen gewesen den wir nur mit Türen + Fenster versehen haben, würden wir anbauen, würden wir eine Baugenehmigung benötigen.

  • otto otto sagt:

    So ist das nunmal in Deutschland! Regeln, bei denen keiner mehr durchblickt und jeder ist der Meinung, er müsse überall seinen Senf dazu geben. Und ständig fühlt sich jemand genötigt, anderen Leuten ans Bein pi…………

    Wieder einmal das übliche Gejammere! Versuch doch einmal über den Tellerrand Deiner eigenen Interessen zu schauen. Deutschland ist ein dicht besiedeltes Land. Der Schutz der freien Landschaft und der Natur ist geboten. Von daher darf nicht jeder Bauen wohin er will. Dafür gibt es Planungen, die aufeinander abgestimmt sind (Straßen, Schulen, Geschäfte der Nahversorgung, usw.). Insbesondere ist die verbliebene freie Landschaft zu schützen. Wäre dies nicht der Fall, wären schnell die schönsten Flecken bebaut. Die Landschaft wäre zersiedelt. Dies kann nicht sein.
    Wer sich an die bestehenden Vorschriften hält, dem pinkelt auch keiner ans Bein.

    Vielleicht ne blöde Frage, aber wenn mir ein Grundstück gehört, darf ich da nicht einen Stall drauf bauen, nur weil ich kein Gewerbe habe? Was ist das denn für eine Logik? Wenn mir doch der Boden gehört…? Na ja, ich hab da echt keine Ahnung von.

    Stimmt, Du hast keine Ahnung. Natürlich darf man auch nicht einfach einen Stall bauen, wenn man irgendwo ein Grundstück hat. Vor allem nicht im Außenbereich. Dieser wird besonders geschützt und es sind deshalb nur privilegierte Vorhaben (z.B. von Landwirten) evtl. erlaubt.

    Sowas habe ich auch schon mal gehört, nur was ich nicht verstehe ist, wenn die Hütte an der selben Stelle gestanden hätte mit Rädern wärs ok gewesen? Ohne Räder nicht? Logik??

    Der Unterschied besteht in der Mobilität. Eine Weidehütte (mit Rädern) kann jederzeit umgestellt werden. Ein mit dem Boden verbundener Bau (gleich aus welchem Material) ist meist auf Dauer angelegt und wird über kurz oder lang aus-, an- bzw. umgebaut. So entstehen ggf. unerwünschte Feldhöfe und Bauten im Außenbereich.

  • Avatar Juliafientje sagt:

    Stimmt, Du hast keine Ahnung

    Danke, dass du das extra noch mal betonst 😀

  • otto otto sagt:

    Stimmt, Du hast keine Ahnung

    Danke, dass du das extra noch mal betonst 😀

    Ich habe doch nur bestätigt, was Du vorher zunächst zweifelnd („Vielleicht ne blöde Frage, …“), dann aber bestimmt („Na ja, ich hab da echt keine Ahnung von.“) geäußert hast:

    Vielleicht ne blöde Frage, aber wenn mir ein Grundstück gehört, darf ich da nicht einen Stall drauf bauen, nur weil ich kein Gewerbe habe? Was ist das denn für eine Logik? Wenn mir doch der Boden gehört…? Na ja, ich hab da echt keine Ahnung von.

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