Stalldrang wenn das Pferd an diesen erinnert wird.

By Hafimaus22 | Archiv: Ausbildung

Diese Seite bewerten

Huhu

Ich habe schon wieder eine Baustelle bei meiner RB eröffnet 😀 Und zwar möchte ich mit dem Dicken auch mal gerne ins Gelände gehen, normalerweise kein Thema denn der Kerl ist ursprünglich mal einspännig gefahren worden und kennt Straßen, Lärm, Rehe, Fußgänger und Autos. Das Problem ist jetzt nur, er klebt unglaublich an seiner Beistellstute (sie steht dort noch nicht so lange) und die vorherige RB ging mit ihm nur in der Gruppe raus (keine Option für mich, die anderen reiten vll 3x im Jahr aus :eye: ). Ich bin jetzt 2x mit ihm an der Hand raus um zusehen wie er überhaupt tickt, es war jetzt kein „Drama“ aber es besteht eindeutig Klärungsbedarf.

Das Problem äußert sich so, er geht total ruhig mit mir vom Stall weg, durch den Wald , über Straßen… minutenlang, als hätte er 10 Jahre nichts anderes getan. Bis wir an die Stelle kommen wo man in der Ferne den Stall sehen kann, dort kann man dann quasi beobachten wie in Zeitlupe der Groschen fällt… und er fängt an zu brüllen wie ein Ochse, fängt an neben mir in den Stechschritt zu fallen und will dort hin. Die Runde stumpf wechseln bringt nicht so viel, die anderen Runden sind extrem groß und führen alle auf gerader Strecke an der Landstraße zurück, was mir einfach so noch zu gefährlich ist und ihn denke ich noch mehr fuchst. Auch einfach an der Stelle umdrehen hilft nicht, er weiss ja das wir von dort gekommen sind und man da auch wieder zum Stall kommt.
Gestiegen, gerissen oder ausgetreten hat er bisher nicht dabei, das gelbe vom Ei ist es trotzdem nicht er hat das ganz allgemein zu lassen, mir fällt sonst irgendwann der Arm ab und die Ohren auch. :irre:

Auf dem Rückweg gestern habe ich versucht immer wieder Volten mit ihm zu gehen, von Volte zu Volte wird er aber nicht ausgebremst sondern immer hibbeliger, das brachte nicht wirklich was. Ruckeln am Halfter, weichen lassen, mit der Gerte begrenzen, knuffen,… Fehlanzeige… Pferd stellt auf Durchzug. :nase: Nach 17 Jahren ist er wohl einfach schon etwas abgedroschen.

Vll fallen anderen hier Sachen ein die man ausprobieren könnte, hatte vll schonmal jemand das selbe Problem? habt ihr das in den Griff bekommen ?

Nach dem Ausflug bin ich dann NICHT mit ihm zurück in dem Stall sondern auf den Reitplatz gegangen, wo ich ihn nochmal habe richtig arbeiten lassen, dann ist das „Nach hause Kommen“ vll bald nicht mehr so erstrebenswert für ihn ?( . Auf dem Platz hat er sich dann aber nicht weiter aufgeregt sondern war wie ausgewechselt.. lieb .. ruhig und hat alles genau so gemacht wie wir es Wochen vorher geübt hatten, obwohl er die Stute nicht gesehen hat. Vll nimmt er mich auch einfach noch nicht so als Chef an ? Ich reite ihn ja doch noch nicht soooooo lange, setz mich zwar durch aber vll reicht das noch nicht ? 8|

Was hab ich mir da blos angelacht :ostern:

  • Avatar nisenase sagt:

    ist er denn verfressen? wenn ja, vielleicht mal was mitnehmen udn ihm dann an der Stelle BEVOR es beginnt, mal was zu futtern geben dann wieder ein paar Meter usw… dass er sich eher drauf freut rauszukommen und nicht ans zurückgehen denkt? Führst Du ihn da am Halfter oder an der Trense?
    Oder aber mal erst gar nicht bis zu der STelle gehen, sondern bereits vorher, solange er noch nichts treibt wieder den Rückweg einschlagen und langsam die Strecke verlängern…..und eben mal täglich, damit es zur Routine wird.
    Einfach mal probieren, vielleicht gibt es ja ein Mittel der Wahl.

  • Avatar Hafimaus22 sagt:

    @ nisenase Danke für die fixe Antwort, ich hatte ihn an Knotenhalfter und Rope .. auch den Stick/Gerte hatte ich dabei. Das ist das worauf er am boden am besten reagiert, ich mache ja auch etwas Bodenarbeit nach P.P mit ihm da er ein Rüpel ist und auch leider ein paar Hengstmanieren hat. Auf dem Platz ist sein Verhalten schon viel besser geworden dadurch. Das was er da im Gelände an den Tag legt scheint aber auch kein Rüpelspiel sondern richtig Angst zu sein das er nicht wieder zurück darf. :daumen: Da ist er also wirklich leicht „Verhaltensgestört“, beim Vorbesitzer wurden damals aus krankheitsgründen alle Pferde verkauft und er stand lange alleine zusammen mit einer Ziege :doh: , davor war er wohl ein richtiges Arbeitspferd und hat vor Jahren Holzrückarbeiten gemacht. Dann hat der jetzige Besitzer das Pferd gekauft, dort hat sich dann einer der Warmblüter (ebenfalls etwas hengstig, war wohl ne Schnapsidee die zusammen zu lassen) mit dem Dicken angelegt und dieser hat ihm gezeigt wo ne Harke hängt und dem Wb die Beine zerbissen… Daraufhin wurde er dann von der Herde getrennt und hatte eine Reitponybeistellstute… diese hat dann den Stall gewechselt und er wurde zum dritten mal alleine gelassen. Nun kam extra für ihn einen Haflingerstute dazu und sie ist für ihn „sein Besitz“ und wird verteidigt. Ich glaube das ist der Grund warum er so ist 🙁 Der Zosse hat verlustängste oder wie auch immer man es nennen mag, bei der Vorgeschichte kein Wunder. Das mit dem Futter und vor der Stelle zurück gehen werde ich austesten, vll berugt ihn das und lenkt ihn ab. Danke

  • wurm wurm sagt:

    Da hilft nur üben. Immer wieder raus gehen…meine kleben auch so, irgendwann war es kein Problem mehr, aber da ich nun lange nicht weg war, ist es auch wieder ,äh, eine Herausforderung.
    Eben ist es so, dass nicht das Pferd, was ich mitnehme grossen Ärger macht, aber die Anderen auf dem Paddock drehen durch…

  • Avatar Hafimaus22 sagt:

    Also heute bin ich nochmal mit ihm raus.. den Feldweg runter, in den Wald und dort mal in einen anderen Weg (der weiter weg führt vom Stall und ihm keinen Sichtkontakt erlaubt) eingebogen. Ich bin dann ein ganzes Stück mit ihm gelaufen, hab ihm einen Apfel gegeben und bin dann umgekehrt.. er schien kurz zu überlegen ob er nun den Affen macht oder nicht, hat es aber gelassen :hurra: , der Schritt wurde nur minimal schneller und er hatte sogar Zeit Gras zu klauen :rolleyes: .
    Danach sind wir auf den Platz und haben gearbeitet. Vll war die Strecke vorher für den Anfang einfach zu lang ? :tuete: Werd jetzt auf jeden Fall so weiter machen und immer wieder kleine Ausflüge einbauen.

  • Avatar Hafimaus22 sagt:

    Hm, war heute nochmal die selbe Strecke laufen wie gestern (wo es so toll geklappt hat), es gab genau den selben Ablauf…
    Als ich dann mit ihm zurück gehen wollte fing er an mir phasenweise das Schaukelpferd zu machen… hoppelte also mal vorne hoch und mal hinten … und dann schlug der Sack doch tatsächlich vorne aus :box: Das ist nun das erste mal das er sowas macht :motz: und ich bin etwas erschrocken…. warum klappt das den einen Tag toll und den nächsten macht er zum Drama obwohl er diesmal nichtmal den Stall sehen konnte? Ich kanns absolut nicht nachvollziehen… nichtmal an der „schlimmen Stelle“ hat er sowas bisher versucht.

    Danach auf dem Gelände war wieder alles gut, bin mehrfach am Stall vorbeigegangen und hatte ihn noch auf dem Platz… kein Thema… :cursing:
    Hier ist glaube ich auch manchmal so ein Kommunikations- und Dominanztrainingskurs in der Nähe… ich würd da gerne mal hingehen.

    Oder ich melde uns bei VOX an :ostern:

    Natürlich kann man nach 4x rausgehen keine Wunder erwarten und sowas dauert lange… nur wundert mich dieses:

    Tag 1. Ein bisschen aufgedreht – ängstlich

    Tag 2. Etwas mehr aufgedreht – ängstlich

    Tag 3. Die Ruhe in Person

    Tag 4. Gefährlich und Aggressiv – dabei aber weder am rennen noch ängstlich wirkend.

    Das gibs doch nicht :huh:

    Gerade nachdem es gestern alles so durch und durch positiv war und er
    gelobt wurde habe ich sowas nicht erwartet, ich habe auch Angst das aus
    dem vorne hochhoppeln mal ein steigen wird, ich trau dem jetzt gerade
    alles zu..

  • Avatar nisenase sagt:

    also ehrlich gesagt, ich würde weitermachen, und ihn immer wieder an SEINEN Platz schicken. Wie lässt er sich denn führen? Lässt er Dich in der korrekten Führposition oder drängelt er da schon? Den kleinsten Ansatz zum drängeln MUSST DU sofort unterbinden. Der hat da zu laufen WO Du es willst und sonst nirgends. Für mich hört sich das nicht nach ANGST an sondern eher nach nem Dominanzproblem und erschrecken darfst Du da nicht. Du musst schnell und adäquat reagieren und ihm sofort zeigen WER hier wen führt!

  • anchy anchy sagt:

    Auf jeden Fall dran bleiben und vielleicht wirklich den Kurs belegen.
    Vielleicht mal ganz hilfreich von einer dritten Person ein Feedback zu bekommen, wo Du selbst in Eurer Beziehung stehst. Vielleicht eben ganz unten und daran mußt Du dann als erstes arbeiten.

    Ich denke mal, der weiß schon genau, womit er Dich beeindrucken kann und er will, weil vielleicht auch primär unsicher, nicht von der Herde weg.
    Geht natürlich dennoch nicht!

    Vielleicht im Gelände anfangs dann umkehren, wenn er brav und willig geht BEVOR er seine Aussetzer bekommt. Das dann weiter steigern, nur bloß nicht nachgeben, wenn er zickt.

    LG
    Anchy

  • Avatar Hafimaus22 sagt:

    . Für mich hört sich das nicht nach ANGST an sondern eher nach nem Dominanzproblem

    Das war es heute auf alle Fälle, sein Verhalten war ja auch extrem anders als die ersten male, da hatte er scheinbar wirklich Panik :seufz: Heute wollte er mir dann gezielt ans Leder, warum auch immer, ich hab ihn für sein vorheriges rumspacken nie belohnt. Das Führen und der Allgemeinumgang auf dem Hof klappt nach Bodenarbeit bis zum abwinken super, er läuft mit nem gesenkten Kopf total ruhig und zufrieden neben mir, auch das Kauen am Strick lässt er bei mir zu 99% sein. Ich schieb ihn halt aus dem Weg, mach das Jojogame nach P.P, lass ihn weichen wenn er Quatsch macht, er bekommt fürs Gnappsen eins auf den Rüssel und muss weichen.. das ist kein Thema.

    Und im Gelände versuchte er es heute beim Führen so: Die ersten Meter wollte er sich hinter mich bewegen und gnappsen (das war eindeutig ein Versuch mich zu scheuchen), das hab ich bemerkt, ihn wieder neben mich gezogen und mit der Gerte etwas auf Abstand gehalten. Wenn er mich anschielte und ich dachte „nun gnappst er wieder“, hab ich die Gerte ein Stück erhoben, so als Warnung… da hat er dann auch erstmal nichts weiter versucht und lief total lieb neben mir her.
    Als ich dann mit ihm zurück gehen wollte ging es dann los, vorhe hoch.. hinten hoch… ich also ne Volte gegangen und wieder ein Stück zurück mit ihm.. tja und beim dritten x hat er dann vorne versucht mich zu treffen. :irre:
    Ich hab ihm halt gleich eins auf die Brust gegeben, bin wieder etwas zurück und dann wieder Richtung Stall, er hoppelte wieder vorne und hinten hoch so das ich dachte er knallt mir gleich richtig einen vorn Latz. :flucht: Momentan weiss ich nicht wie weit er gehen würde… wenn ein 600kg Pferd wirklich angreift kann ich mit meinem Stöckchen wohl nichts mehr machen, da brauch ich denke ich Hilfe von nem Profi oder ne Ritterrüstung + Morgenstern.

    Auf dem Hof musste er wie oben schon geschrieben wieder auf den Platz, ich hab ihn ordentlich laufen lassen und unsere Übungen abgezogen vonwegen „Wo du stehst will ich hin“ .. das hat er dann wieder alles toll mitgemacht, hat geschnaubt und hatte nen Blick drauf wie ein Stofftier :doh:
    Also vom Platz runter, ein stück vom Stall weg, wieder hin, wieder zurück… problemlos.
    Dann zum Stallgebäude, immer wieder an der Tür vorbei und wieder zurück… auch kein Problem.. Er denkt scheinbar wirklich im Gelände gelten andere Regeln. :maul:

    Wenn ich bedenke das der Besi ihn im Mai wieder fahren will, wird mir Angst und bange.

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Ist zwar jetzt keine Lösung für dein Problem, aber evtl. eine Teillösung:

    Auf dem Rückweg gestern habe ich versucht immer wieder Volten mit ihm zu gehen, von Volte zu Volte wird er aber nicht ausgebremst sondern immer hibbeliger, das brachte nicht wirklich was.

    Ich gehe davon aus, dass du links führst und dann automatisch eine Linksvolte machst? Hinrichs sagt: Rechtsvolten beruhigen, Linksvolten drehen auf. Wenn er sich so aufspult, versuch es mal von der anderen Seite aus und dann Rechtsvolten machen. Vielleicht wird es dann wenigstens nicht schlimmer.

    Ansonsten unterschreibe ich bei Nisenase. :ja:

  • Avatar Tibatong sagt:

    Rechtsvolte ist richtig, aber normal von links führend. Leichten Impuls am Strick wenn das rechte Vorderbein in der Luft ist, dann geht eine recht enge Volte und das Pferd muss sich konzentrieren.

    Sinn dahinter ist, dass DU das Pferd bewegst und nicht das Pferd dich. Du schickst das Pferd aktiv in die Rechtsvolte und nicht das Pferd rennt um dich herum und drängelt gegen dich in der Linksvolte.

  • Avatar Hafimaus22 sagt:

    Ich führe von links und mache bisher auch links die Volte aufrund seiner rudernden Vorderbeine :maul: Ich glaub der gute braucht mal richtig eine vor den Latz, mein Fehler war halt gestern das ich mich kurz habe beeindrucken lassen, da ich das einfach nicht erwartet habe und dieses andeutungsweise Steigen + Rumgepaddel schon gefährlich aussieht. :doh: Asche über mein Haupt.

    Das ist ein Sieg den ich ihm nicht lassen kann, sonst weitet er das am Ende noch aus :denk:
    Ich hab ihn ja gern aber der wird noch sehen was er davon hat. X(

  • sweltsje sweltsje sagt:

    Klingt für mich nach nem grundsätzlichen Dominanzproblem, und ich glaube ehrlich, dass manche Pferde den Sinn dieser Parellispiele so genau begreifen, dass sie das totenbrav mitmachen, und in bestimmten Situationen trotzdem über den Menschen grinsen und ihr Ding durchziehen. Will sagen, dass mit den Spielchen nur bedingt eine Führunsgrolle einstudiert werden kann. Beweisen tut es sich genau da, wo es bei Euch nicht funktioniert: Ausserhalb des Sandkastens. 8)
    Ich würde zuerst so ein Pferd niemals nur mit einem Halfter (auch nicht knotenhalfter) im Gelände bewegen. Trense ist unverzichtbar! Kappzaum wäre mir auch nicht genug…
    Den Hinweis mit den Volten wollte ich auch geben. Das Pferd immer weichen lassen, nicht vor dem Pferd zurück treten!! Klar ist das leicht gesagt, wenn die Vorderbeine fliegen, aber das ist ne Situation, wo ich denke, Du hast im Ansatz schon verpasst Dich durchzusetzen. Ich sage immer: „wehret den Anfängen“. Bei mir darf ein Pferd im gelände auch nicht fressen. Das kann man klar trennen. Mit Trensengebiss wird gearbeitet und mit Halfter ist grasen erlaubt.
    Und ich muss sagen, ich bin da echt nicht zimperlich. Du hast vollkommen recht, es ist gewagt sich mit 600 kg Pferd anzulegen. Aber es ist genauso schlecht sich nicht mit den aufmüpfigen 600 kg anzulegen, aus Angst vor der Reaktion. Mal richtig böse werden, aus tiefster Überzeugung deutlich machen, dass Du Dir das Verhalten nicht gefallen lässt. Das nützt meistens schon, und die Pferde sind ja nicht doof. Die spüren jede Unsicherheit, und gerade wenn es um das Führen in einsamem Gelände geht, musst Du GENAU wissen was Du willst, und das dem Pony GENAU und ohne zögern mitteilen. Du musst ihm die Sicherheit geben, dass er sich gar nicht nach dem Stall oder den anderen zurück sehnt, weil das bei Dir doch alles supi und toll ist. 🙂

  • gitana gitana sagt:

    und ich glaube ehrlich, dass manche Pferde den Sinn dieser Parellispiele so genau begreifen, dass sie das totenbrav mitmachen, und in bestimmten Situationen trotzdem über den Menschen grinsen und ihr Ding durchziehen. Will sagen, dass mit den Spielchen nur bedingt eine Führunsgrolle einstudiert werden kann. Beweisen tut es sich genau da, wo es bei Euch nicht funktioniert: Ausserhalb des Sandkastens. 8)

    Das hab ich auch schon so gehört, ging allerdings um dieses Rumgescheuche im Roundpen. Im Roundpen funktionieren die schlauen Tierchen perfekt, weil sie genau wissen, daß sie eh keine Chance haben und das „Spiel“ um so eher zuende ist, je besser sie funktionieren, und beim Rausgehen wird der Besi dann gleich erstmal über den Haufen gerannt :outlaugh: .

    Halfter wär mir auch zu riskant. Als Gebiss am besten sogar eine Knebeltrense, die lässt sich nicht durchziehen und drückt noch etwas von außen mit, wenn man mal gezwungen ist, etwas energischer annehmen zu müssen :look: .

    Aber draußen grasen lassen find ich jetzt grundsätzlich kein Problem. Wenn sich dadurch das Pferd um so mehr freut, daß es jetzt rausgeht, ist das doch nur von Vorteil. Klar, daß nur der Führer entscheidet, wann und wo gegrast wird :maul: . Wenn man die nötige Autorität nicht hat, nützt auch das nicht-grasen-lassen nichts und wenn man sie hat, ist es gar kein Problem.

  • Avatar Hafimaus22 sagt:

    Das hab ich auch schon so gehört, ging allerdings um dieses Rumgescheuche im Roundpen. Im Roundpen funktionieren die schlauen Tierchen perfekt, weil sie genau wissen, daß sie eh keine Chance haben und das „Spiel“ um so eher zuende ist, je besser sie funktionieren, und beim Rausgehen wird der Besi dann gleich erstmal über den Haufen gerannt

    Hab da was gefunden:

    Auch weist die Forschung nach, dass das erlernte Verhalten zuerst personengebunden und ortsgebunden ist. Es kann allerdings durch weiteres Training mit anderen Personen (siehe Fig. 4) [2] und Training an verschiedenen Orten (siehe Fig. 5) [2] generalisiert werden. Auch einem Menschen mit kompletter Vermummung ((siehe Fig. 4) day 10 trial: first trainer, covered with sheet) [2] folgten die Pferde nach der Phase der Generalisierung. Die oben angeführten Bewegungen des Trainers sind also nicht zwingend genauso durchzuführen, aber es sind, je nach Situation, gleichbleibende vom Pferd nachvollziehbare Signale immer noch unerlässlich. Auch benötigt der Trainer ein gutes Gespür für den Punkt, an dem das Pferd bei den ersten Trainingseinheiten nicht erkennt, was von ihm verlangt wird. Beide Punkte sind wichtig, um den Status der „learned helplessness“ zu vermeiden. http://de.wikipedia.org/wiki/Join-Up-Methode

    Ich habe ihn heute mal auf dem Platz richtig Arbeiten lassen, der Boden ist ja zum Glück wieder aufgetaut. Unter anderem habe ich zum Schluss auch das Join-Up ausgetestet, habe mich groß gemacht und laut ausgeatmet wenn er frech wurde, so das er zurück wich. Bin sobald er mir gefolgt ist und total „untergeordnet“ wirkte mit ihm ein Stückchen ins Gelände. Er hat nichts versucht, nichtmal Gras wollte er klauen. Gekaut hat er auch schön. Ob es nun an dem auspowern, dem Join-Up, meinem verschärften Auftreten oder an seiner Tageslaune lag weiss ich nicht aber das zeigt das es wohl allgemein möglich ist ihn dort hinzubringen ohne Theater. :fies: Ich habe außedem in seiner Box Apfel gegessen (Ich weiss ich bin ein Aas….) und mich kurze zeit vor seinen Futtertrog gestellt, nur um seine Reaktion zu sehen. Nichts war, er hat artig gewartet, warum nicht gleich so ! Hab mir nun außerdem das Buch „Be Strict“ bestellt, vll nützt es was.

  • gitana gitana sagt:

    Er hat nichts versucht, nichtmal Gras wollte er klauen. Gekaut hat er auch schön. Ob es nun an dem auspowern, dem Join-Up, meinem verschärften Auftreten oder an seiner Tageslaune lag weiss ich nicht aber das zeigt das es wohl allgemein möglich ist ihn dort hinzubringen ohne Theater. :fies:

    :thumbsup: Ich denke, daß es einfach daran lag, daß du dieses mal wirklich echten Willen gezeigt hast und er das gespürt hat und so verblüfft war, daß er das erstmal akzeptiert hat 8| . Kann sein, daß er sich nicht endgültig damit abfindet, mal eine Nacht drüber schläft und zu dem Schluß kommt, das doch noch mal zu hinterfragen :fies: . Aber dann weißt du ja jetzt, wie du reagieren mußt :maul: :ostern:

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Hab mir nun außerdem das Buch „Be Strict“ bestellt, vll nützt es was.

    Schaden tut’s auf keinen Fall. :thumbsup:

  • >