Es gibt Tage, da sollte man im Bett bleiben…

By Gambassi | Archiv: Smalltalk

Gestern Abend gegen sieben Uhr am Stall. Wir holen die Pferde von der Koppel. Als ich gerade wieder zur Koppel hingehe, kommt mir meine RL mit der Traberoma entgegen und sagt nicht ohne Schadenfreude: “Ich hatte die Wahl zwischen ihr und Shari, da dachte ich mir, die Shari kannst du nehmen.” War klar, dass das dreijährige, unerzogene Rowdy-Stütchen für mich übrig bleibt. Und ich habe natürlich, in der Hoffnung auf ein braves Pferd, nur ein Halfter und keinen Strick dabei. Gut, auf in den Kampf.

Ich schnappe mir nach einigen Versuchen das Pferd, welches mich dann zielstrebig durchs Tor schleift. Der Boden ist derart matschig, dass ich keinen Halt finde ich nur mitlaufen kann. Stütchen drängelt nach links, Stüchtchen drängelt nach rechts, ich hänge am Halfter. Plötzlich bleibt das Pferd wie angewurzelt stehen. Da ist irgendwas unter seinem Huf. Ja – und zwar mein Fuß :na: . Alles schieben und motzen hilft nichts – das Ding unter dem Huf ist so gruselig, dass Stütchen sich keinen Millimeter bewegt und mich nur aus großen Augen anguckt.

Langsam wird das Pferd schwer, also bleibt mir nur, meinen Fuß aus dem, zum Glück sehr locker sitzenden, Turnschuh herauszuziehen. Damit ist dann aber dummerweise auch das komische Gefühl unter Stutis Huf weg, und sie setzt Augenblicklich ihren Weg in Richtung Stall und Futtertrog fort. Was tun? Ich versuche, auf einem Bein mitzuhüpfen – geht nicht, dabei verliere ich fast noch meinen anderen Schuh. Also bleibt mir nichts anderes, als mit einem Schuh und einem Socken durch den knöcheltiefen Matsch neben dem Pferd herzulaufen. Kurz vor dem Stall werde ich mit großem Gelächter empfangen, man nimmt mir netterweise das Pferd ab. Und ich laufe, immernoch mit einem Schuh, den Weg durch den Matsch zurück zu meinem anderen Schuh. Dieser ist in der zeit natürlich komplett mit Matsch vollgelaufen. Was solls, der Socken ja auch, also rein da und zurück zum Stall stapfen. Beim Anziehen des Schuhs rutsche ich dann aus und lande nochmal auf Händen und Knien im Matsch. Ich hasse Regen.

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