Sidepull

By Blümilein | Ausrüstung

Hi,

wollte mal fragen, ob sich hier jemand auskennt mit sidepull reiten.
bin auf der suche nach einer gebisslosen zäumung.. hackemore hab ich schon durch, überzeugt mich nicht so. jetzt hab ich halt das sidepull im blick und wollte mal eure meinung dazu hören.

Grüße,
Blümilein

  • Avatar Gambassi sagt:

    Ich bin ein paar mal damit geritten und fand es irgendwie ziemlich diffus und ungenau in der Wirkung (kann allerdings auch ein Stück weit am Dickkopf des Pferdes gelegen haben 😀 ). Ist halt die Frage, wofür du es willst. Zum Ausreiten (Sofern Pferd brav und gebisslos versichert) ist das sicher ne nette Sache, aber richtig dressurmäßiges Reiten stelle ich mir damit schwierig vor (zum Westernreiten kann ich nichts sagen).

  • Avatar Hijara sagt:

    Ich hatte das Sidepull von Sabro und war ganz glücklich darüber. Gute Passform, weiches Leder. Bin allerdings mal auf die dumme Idee gekommen damit auszureiten , da hat die Hafistute ganz schnell gemerkt dass Sie mehr Mitspracherecht als sonst hat. Und das hat sie dann auch schnell in der Halle umgesetzt. Das Sidepull war also nur für Ihre „gutmütigen Tage“ richtig gut geeignet.
    Da wir viel mit Stimme und Gewicht reiten lief sie an diesen guten Tagen ohne Gebiss eigentlich schön entspannt in den drei Gangarten. Nicht mehr nicht weniger.
    Nachdem ich mir dann aber eine Wanderreittrense geleistet habe, habe ich das gute Teil sehr gut verkauft.
    Wegen Schranküberfüllung. Und die Wanderreittrense sitzt so gut dass ich die jetzt auch sehr gut für das gebisslose Reiten einsetzen kann. Bzw. nehme ich das Teilstück mit Gebiss mit in die Halle und kann jederzeit auch wieder komplett reiten.
    Für Dressur schon besser.
    Aber für Wanderritte ist das Teil prima geeignet da ich sie problemlos damit auch mal fressen lassen kann.
    Ich liebe die Wanderreittrense denn sie ist bedeutend vielseitiger als das Sidepull.

  • Avatar Patrizia sagt:

    Bei meiner Ponystute war es so, dass sie sich im Gelände vor Jahren gerne mal aufgespult hat, sogar durchging. Mit Trense im Maul brauchte ich ihr da überhaupt nicht kommen. Der hätte ich auch den Kiefer rausrupfen können, die wär weiter gerannt – dann sogar noch mehr. Hab’s dann irgendwann mit Sidepull probiert, obwohl mir anfangs ziemlich mulmig war, damit wurde es schlagartig besser. Die Hilfen damit sind ähnlich wie mit einer Trense, aber schwammiger. Fürs Gelände ist mir das egal.

    Auf dem Platz nehm ich aber nach wie vor die Trense und so laaaaangsam darf ich auch mal die Zügel anfassen, ohne dass Stütchen die wetzende Hirschkuh gibt. :herz:

  • Avatar lilli sagt:

    Ich hab auch mal gedacht, ich brauch unbedingt ein Sidepull und hab mir ein sehr teures und hochwertiges mit Rohhaut gekauft. Allerdings hängt es jetzt doch nur rum. Mit Gebiss hat man im Gelände mehr Kontrolle und auf dem Platz kann man viel besser einwirken und gymnastizieren. Aber falls jetzt im Winter der Schnee wieder bis übers Karpalgelenk reicht und nur kleine langsame Runden möglich sind werd ich das Sidepull vielleicht wieder rausholen.

    Würd mir übrigens im Nachhinein nur noch ein günstiges Sidepull kaufen, weil es im Alltag von mir echt kaum genutzt wird.

    Man muss aber dazusagen, dass für manche Pferde oder Sportarten eine gebisslose Zäumung genau das richtige ist. Wenn zb schon der ein oder andere Backenzahn gezogen wurde ist ein Sidepull natürlich eine gute Lösung. Und die Wander- bzw Distanzreiter gehen fast alle gebisslos.

    Was aber keinesfalls als Argument fürs Sidepull gilt sind Probleme mit dem Gebiss. Denn wenn ein Pferd das Gebiss nicht annimmt ist das ein Ausbildungsfehler und kein Ausrüstungsfehler. Dann muss man auch an der richtigen Stelle ansetzen und nicht einfach das Gebiss wechseln oder ganz rausnehmen, wie es viele Reiter leider tun, weil es scheinbar einfacher ist.

  • Avatar Sweety sagt:

    Und die Wander- bzw Distanzreiter gehen fast alle gebisslos.

    Da muss ich wiedersprechen! Bin bis vor kurzem noch regelmäßig Distanzritte gegangen und habe niemanden gebisslos reiten sehen.

  • Avatar Hijara sagt:

    Und die Wander- bzw Distanzreiter gehen fast alle gebisslos.

    Da muss ich wiedersprechen! Bin bis vor kurzem noch regelmäßig Distanzritte gegangen und habe niemanden gebisslos reiten sehen.

    Gerade die Wanderreiter benutzen gerne die Wanderreittrensen da man bei Pausen mit zwei Handgriffen die Trense in ein stabiles Halfter verwandeln kann.

  • Avatar Sweety sagt:

    Gerade die Wanderreiter benutzen gerne die Wanderreittrensen da man bei Pausen mit zwei Handgriffen die Trense in ein stabiles Halfter verwandeln kann.

    Das bedeutet aber auch, dass sie nicht gebisslos reiten, oder?
    Habe selbst auch so eine Trense für die Distanzritte. Da habe ich in den Pausen eben nur das Gebiss abmontieren müssen. Sehr praktisch! :bravo:

  • Avatar Christl sagt:

    Hallo Blümilein,

    bist du schonmal mit Knotenhalfter geritten? Vielleicht eine günstigere Variante.

    Muss es unbedingt ein Sidepull sein?

    Ich reite ausschließlich mit Knotenhalfter in der Halle. Klappt wunderbar. Im Gelände würde ich aber nur mit Gebiss reiten. Auch aus versicherungstechnischen Gründen.

    LG Christl

  • Wattreiter Wattreiter sagt:

    Ich reite schon seit Jahren mein Pferd im Gelände mit Sidepull. Das harte Nasenband habe ich gepolstert. Es gibt verschiedene Ausführungen, manche Sidepulls liegen sehr locker und verrutschen schneller als andere. Mein Sidepull hat zu dem normalen Kehrlriemen einen zweiten Ganaschenriemen, der das Kopfstück besser platziert. Es gibt auch Knotenhalfter mit seitlichen Ösen für Zügel. Durch das sehr dünne Seilmaterial liegt ein Knotenhalfter sehr punktuell auf dem Nasenrücken. Dies kann bei empfindlichen Pferden zu Aufreibungen der Haut führen, weil das Nasenband durch das Gewicht der Zügel auf den Nasenrücken gepreßt und hin- und herbewegt wird.

  • Avatar Blumilein sagt:

    Danke für die vielen Kommentare! 🙂
    ich werde mir erstmal ein sidepull leihen und schauen ob’s was für pferdchen ist und dann entscheiden 🙂 😉

  • Avatar pferdundfutter sagt:

    Als ich meine Stute noch geritten hab war ich auch viel mit Sidepull unterwegs, vor allem im Gelände bei ihr eine super Sache gewesen. Wenn man sie mal annehmen musste beim ausreiten wurde sie mit Gebiss schnell heftig, mit Sidepull überhaupt nicht, da ließ sie sich super kontrollieren. Zum Reiten in der Bahn fand ich allerdings Trense dann doch besser muss ich sagen. Aber das kommt sicherlich auch aufs Pferd und den Ausbildungsstand an.

  • Avatar Franky03 sagt:

    Das Sidepull ist eigentlich nur zum Anreiten von Jungpferden vorgesehen, denen damit die seitwärtsweisenden Zügelhilfen beigebracht werden. Wenn man beispielsweise den linken Zügel annimmt und mit der Hand nach links führt bekommt das Pferd Druck auf der rechten Kopfseite, dem es weichen soll.
    Daraus leitet sich auch der Name ab.

    Die Zäumung kommt aus dem Westernreiten und ich würde sie jetzt nicht unbedingt als „Dauerlösung“ einsetzen, da das Pferd damit ziemlich schnell abstumpfen kann.

  • Avatar Anypiep sagt:

    Ich bin mit Halfter im Gelände gewesen, so circa zwei Monate ohne Gebiss insgesamt. Ich denke, dass ein Sidepull schon geht, vielleicht probierst du es einfach mal aus. Kommt drauf an, wie du und dein Pferd zurecht kommt, wenn ihr euch gut versteht, ihr ruhig reiten könnt und dein Pferd sensibel ist, wird das gehen. Und ansonsten kannst du ja auch was anderes ausprobieren. 🙂

  • Avatar Daiwana sagt:

    Moin!

    Vor ca. einem halben Jahr ließ ich mir ein Sidepull anfertigen, dass man in einer ganz normale Trense einschnallen kann.
    An drei Pferden habe ich es ausprobiert und nur eins davon kommt damit wirklich klar und wird jetzt nur noch Gebisslos geritten.

    Allerdings musste ich das Nasenteil auch abpolstern…

    Gruß
    Heidi

  • Avatar Zarina sagt:

    Ein altes Warmblut bei uns am Stall läuft sehr zufrieden und schön mit Sidepull. Er darf kein Gebiss mehr ins Maul bekommen. Auch in der Reitstunde geht er schön v/a und lässt sich auch stellen. Knotenhalfter wäre mir auf Dauer zu scharf.

    Die Frage ist auch, warum du gebisslos reiten möchtest. Nur im Gelände oder auch auf dem Platz/Halle?

    Das mit der Versicherung sollte man unbedingt abklären.

  • >