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Wir suchen u.a für ein großes Projekt (Nachstellung der Kaiserhochzeit in Speyer) noch viele Reiter und auch Fußvolk.

700-jähriges Jubiläum „Kaiserhochzeit“ anno 1310 am 4./5. September 2010 in Zeiskam und Speyer

Kaiser Heinrich VII. aus dem Luxemburger Herrscherhaus verheiratete 1310 seinen Sohn Johann mit Prinzessin Elisabeth von Böhmen. Der Kaiser (damals römischer König) weilte mit Gattin, Bräutigam, Hofstaat und den Großen des Reiches eine Woche lang in der Johanniter-Komturei Heimbach zu Zeiskam und danach eine weitere Woche in Speyer, wo im Kaiserdom Hochzeit gehalten wurde.
Die Nachkommen König Johanns sichern für nahezu 100 Jahre dem Haus Luxemburg den deutschen Kaiserthron. Außerdem stellen sie die böhmischen Könige bis zum Ende des deutschen Kaiserreiches. Die „Kaiserhochzeit“ zu Zeiskam und Speyer war also Epoche machend. Darüber sind sich die Historiker einig.
König Johann war der größte Ritter-König des 14. Jahrhunderts. Sein Thron war der Sattel von dem aus er seine politischen Ziele verfolgte. Sein Staatssekretär war Guillaume de Machaut, der größte Minnesänger, Dichter und Komponist. Er komponierte die erste mehrstimmige Messe der Musikgeschichte: „La Messe de Nostre Dame“. Diese werden wir anlässlich der „Kaiserhochzeit“ im Kaiserdom zu Speyer aufführen. Johann war ein großer Freund Frankreichs und der Päpste. In der Schacht von Crécy (Normandie) starb er am Beginn des 100-jährigen Krieges als blinder König für Frankreich. Der frühere EU-Ratspräsident, Jean-Claude Juncker lobt ihn als herausragendes Beispiel der Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich im Mittelalter.
Im Rahmen des Kulturaustausches der Partnerregion Mittelböhmen und Rheinland-Pfalz wird das 700-jährige Jubiläum gefeiert und die „Kaiserhochzeit“ in Zeiskam (4.9.2010) sowie Speyer (5.9.2010) mit hochkarätigen Musik-, Theater- und Pferdedarbietungen nachgespielt.

Wichtige Politiker des Landes, an der Spitze Herr Ministerpräsident Kurt Beck , sind gemäß des Schreibens des Landtagspräsidenten Joachim Mertes vom 21.1.09 in dieses Großprojekt involviert.
An dieser grenzüberschreitenden Veranstaltung werden die Länder: Mittelböhmen, Luxemburg und Rheinland-Pfalz beteiligt. Hochkarätige Kulturensembles, wie der „Minnesängerwettstreit“ (8 Minnesänger und 20 Musiker, die auf mittelalterlichen Instrumenten spielen), oder der „Südpfälzer Kammerchor“, aber auch Jugendliche, Schüler, Chorsänger und viele Reiter/innen aus der Region werden auftreten, um sich an dieser mittelalterlichen Kulturveranstaltung zu beteiligen.
Das Festspiel (verfasst von Dr. Sütterlin) gibt den Rahmen der Veranstaltung. Schauplatz des Zeiskamer Teils ist der schöne Platz vor der katholischen Kirche, der die ehemalige Komturei Heimbach symbolisieren soll.

I. ZEISKAM (BEGINN NACHMITTAGS GEGEN 15.00 UHR)

Am 4.9. 2010 nachmittags gegen 15.00 Uhr beginnt in Zeiskam der festliche Einzug der böhmischen Prinzessin Elisabeth mit den Noblen des Königreiches Böhmen und den Äbten des Klosters Königsaal, das ihr Vater König Wenzel II. gründete. Heinrich VII., deutscher König und später Kaiser, sitzt mit seiner Gattin, den Kurfürsten und den Großen des Reiches an einer erhöhten Festtafel vor dem Gotteshaus. Als sich die Prinzessin auf ihrem Pferd , geführt vom Bruder des Kaisers dem schönen Walram, nähert, erhebt er sich, nimmt links die Hand seiner Gattin Königin Margarethe und rechts die Hand seines erst 14jährigen Sohnes Johann und schreitet der 18jährigen Braut Elisabeth entgegen, um sie herzlich als „neue Tochter“ zu begrüßen.
Prinz Johann, der Bräutigam, sieht seine Braut hier zum ersten Mal. Es „funkt“ zwischen Beiden.
Nach der Begrüßung nimmt man an der erhöhten Festtafel Platz. Davor servieren berittene Reichsgrößen vom Pferd aus, angeleitet vom Marschall, Speisen und Getränke. Das Festprogramm beginnt.
ad 1: Zwei Zeiskamer Bürger berichten in pfälzischer Sprache von der Wiederentdeckung der Komturei durch Lufttaufnahmen und Geoprospektion mit dem Ziel, am ehemaligen Kircheneingang einen ca. 4 Meter hohen gotischen Sandstein-Torbogen zu errichten, der die Kirchenpforte darstellen soll.
ad 2: Minnesängerwettstreit zu Ehren von Prinzessin Elisabeth durch die Trifels-Minnesänger (7 Sänger und 12 Musikanten).
ad 3: Frohsinn, Liederkranz und Schule ehren die hohe Festversammlung durch Lieder und Tänze, Danach Gaukler, Jongleure und Akrobaten.
ad 4: Fanfarenzüge bieten Musikstücke
ad 5: Sofern möglich auf dem Pflaster- und Bitumenboden Reitvorführungen.
Ende des offiziellen Zeiskamer Teils gegen 21.00 Uhr

II. SPEYER (BEGINN 13.00 UHR AM ALTPÖRTEL)

ad 1: Festzug als Stationentheater vom Altpörtel zum Dom. Voraus Fanfarenzüge mit Trommeln, Pauken, Trompeten. Danach folgt der Südpfälzer Kammerchor (Johanniter) mit Klaus Braun, danach Mittelaltervereine (u.a. Eußerthal und Schifferstadt). Anschließend Zeiskamer Bürger (Frohsinn, Liederkranz) mit typischen Produkten (Zwiebel, Karotten, Meerrettich, Majoran u.a.) und dem Zwiebelhengst (muss von Pferden gezogen werden) sowie Zwiebelkönigin und Zwiebelprinzessin. Es folgen „Igel“-Kämpfer.
Am Dom-Westportal sitzt Heinrich VII, der spätere Kaiser, mit Gattin, Schwiegertochter und den Großen des Reiches auf seinem Thron. Der Sohn kommt mit 50 Getreuen auf edlen iberischen Pferden angeritten. Sie zeigen Show-Figuren auf der „via triumphalis“ und um den „Igel“ herum. Die Pferde dürfen von Knappen geführt werden (wer dies will), welche die Standarten der Reiter tragen.
Johann steigt vor seinem Vater vom Pferd, kniet nieder und wird mit dem Königreich Böhmen belehnt. Anschließend weltliche Vermählung vor dem Dom durch Erzbischof Heinrich von Köln.
Danach festlicher Einzug in den Dom mit allen Beteiligten – auch Reiter. Die Pferde werden von den Knappen hinter den Dom geführt. Dort bleiben sie während der Aufführung der „Marienmesse“ (La messe de Nostre Dame – die erste mehrstimmige Messe der Musikgeschichte, komponiert vom Minnesänger und Dichter Guillaume de Machaut, dem Staatssekretär König Johanns). Dauer ca. 1 Std.
Im Anschluss an dieses große Musikstück Auszug aus dem Dom (mit Pauken und Trompeten) und Festbankett an der Nordseite des Domes. Dort sitzt König Heinrich VII. mit seiner Gattin Margarete, seinem Sohn Johann, der Braut Elisabeth und den Großen des Reiches an erhöhter Tafel.
Es folgt die kirchliche Trauung von Johann und Elisabeth.
Das Festbankett beginnt. Die Bedienung an der erhöhten Prunkbühne erfolgt vom Pferd aus (3 Reiter, als hohe Staatsdiener gesteuert vom Stab des Marschalls, ebenfalls zu Pferd).
Mit Musikdarbietungen, Theater, Tänzen und Gauklern wird das Festmahl bereichert. Danach Aufsitzen der Reiter (hinter dem Dom) und Vorführung von Reiterspielen (Carousel, Quadrillen, Pas de Deux, Solo von Prinzessin und Prinz) .
Ende der Kaiserhochzeit gegen 18.00 Uhr. Danach Rückkehr des Festzuges zum Altpörtel. Dort Auflösung

FAZIT:
a) 10 Reiter, kostümiert in Zeiskam, in der Zeit zwischen ca. 15.00 und 21.00 Uhr
b) 50 Reiter kostümiert, in Speyer in der Zeit zwischen 13.00 und 18.00 Uhr.
Pferde dürfen geführt werden (von Knappen, welche die Wappen-Standarten tragen).

Tolle Optik, viel Fantasie, schöne Pferde sind gefragt. Der Festzug vom Altpörtel zum Dom in Speyer auf der „via triumphalis“ (Maximilianstrasse – ca. 600 Meter) muss zu einer Festorgie werden, einer Demonstration der Reiterei. Das Brautpaar – Johann und Elisabeth – waren begeisterte Reiter, die mit ihren Pferden kreuz und quer durch das Heilige Römische Reich, also durch fast ganz Europa gezogen sind.

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