Steigen : -(

By kathi87 | Archiv: Ausbildung

Diese Seite bewerten

Hallo,
vorab ich habe eine sehr gute Reitlehrerin die alle 2 Wochen kommt, Sattel passt, Carlos wurde von einer Physiotherapeutin durchgecheckt und es war nichts großes zu finden.
Er ist seit ein paar Monaten unter dem Sattel und lernt erstmal sein Gleichgewicht zu finden und V/A zu gehen….
Jetzt mein Thema bzw Problem, seit ca 3 Wochen fängt er ständig an zu steigen (noch nicht hoch, aber es reicht), entweder wenn er nicht in die Richtung will in die ich möchte, wenn er im Gelände allein mit mir unterwegs ist und vor irgendwas Angst hat usw usw.
Bin der Meinung das es gerade so eine Trotzphase von ihm ist aber was dagegen tun???
Komischerweise wenn meine RL da ist, ist er ein Lamm und geht viell 1 mal kurz und minimal in die Höhe :fies: Meine RL meint ich sollt das mit dem rohen Ei mal versuchen, gute Idee??? Kann mir das nicht so richtig vorstellen ob das funktioniert 🙂

LG Kathi

  • Avatar Caterchen sagt:

    Hö, rohes Ei?
    Willst du ihm das füttern? :flucht:

    Ich fürcht gegen Widersetzlichkeit helfen keine rohen Eier, auch keine gekochten,
    wenn das tatsächlich keine körperlichen Ursachen hat, wirst du dich da einfach durchsetzen müssen
    und ihn auch mal strafen wenn er zum Steigen ansetzt.
    Abwenden, damit er nicht steigen/rückwärtsrennen kann, auch mal die Gerte benutzen und
    wirklich arbeiten lassen zur Strafe…

  • Avatar fichtefucht sagt:

    Nein, ich denke sie meint den “ guten alten Reitlehrertip“ dem Pferd, während es im Steigen begriffen ist, ein rohes Ei zwischen den Ohren zu zerknallen :flucht: :flucht:

  • Avatar Caterchen sagt:

    *umfallt* Das hab ich ja noch nie gehört. 😀
    Ich glaub aber ein paar Ohrfeigen tun es auch, da kann man sich die Lebensmittel sparen..

  • casper109 casper109 sagt:

    Wie alt ist er denn ?

  • Avatar Aragon sagt:

    Ich frag mich vor allem, wie man das Ei dann bis zum richtigen Moment transportiert bzw. griffbereit hat?!

    Steigen ist ätzend, meiner hat das beim Anreiten exzessiv betrieben (definitiv ohne köperliche Ursache, rein aus sportlicher Ambition) und macht es noch heute ab und zu, wenn er total gestresst ist. Beim Anreiten hatte ich dann mal einen Bereiter draufgeklemmt, der ihm beim ersten Steigen (er pflegte stets senkrecht zu steigen und dabei dann noch zu laufen und sich zu drehen) dermaßen die Sporen in den Wanst gestochen hat, dass er Courbetten durch die ganze Halle gesprungen ist. Danach hat er es dann erstmal bleiben lassen. Aber so cool muss man halt auch erstmal sein :whistling:

  • Avatar Feh sagt:

    Das mit dem Bestrafen ( Ohrfeigen) kann auch ordentlich nach hinten losgehen. Das kommt ganz auf das Pferd an. Zeigt er denn an das er gleich steigt, oder kommt es blitzschnell, bevor du noch reagieren kannst?

    Wenn du merkst er steigt gleich, wende ihn ab, reite eine Volte und dann mit schmackes weiter. Gar kein großes bramborium darum machen. Das mit dem Ei geht auch 😉 Hauptsache ist das du ihn aus dem Konzept bringst, und du dich nicht aus der Ruhe bringen lässt.

    Von Strafen halte ich prinzipiell nichts, da so oft noch Probleme verstärkt werden. In diesem Fall würde es bedeuten , daß du die Gerte als Strafe einsetzt, und das ist im höchsten Maß kontraproduktiv.

    Viel Gedult und einen langen Atem

    VG

  • Avatar Wumba sagt:

    Wenn er es bei Dir macht, bei Deiner RL aber unterlässt, dann hat er den Dreh schon raus. Setz jemanden drauf, der sicher ist und dann Variante Aragon oder Abwandlung davon. Je länger ihr das jetzt kultuviert, desto schlimmer.

  • Avatar Raglan sagt:

    Ich habe mit meinem Jungspund im Moment die gleiche Phase :ja: durch die erste Hürde der Gleichgewichtsfindung sind wir durch und nun entwickelt er ein neu gefundenes Selbstbewußtsein unter dem Sattel. Zähne sind gemacht, Sattel ist auf ihn angepaßt, Rücken ist auch ok…also auch keine organischen Ursachen.

    Ich habe dann jetzt auch schon Levaden, Steigen und Kapriolen in diversen Abwandlungen durch 😀 Geraderichtung kriegen wir noch nicht hin 😀 Ich handhabe es so, dass ich beim Ansatz zum Steigen energisch nach vorn reite oder, wenn es schon soweit ist auch seitlich abwende. Seitdem ich mich im Steigen mit einem meiner Pferde mal nach hinten überschlagen habe, hält sich meine Freude darüber eh stark in Grenzen 🙁

    Hinten hoch überreite ich komplett. Hast Du denn schon ein gewisses Angstgefühl davor entwickelt, oder hält sich das noch in Grenzen?

  • Avatar kathi87 sagt:

    Danke schon mal für die Tips 🙂 Angst habe ich keine, denke das ist einfach Respekt was ich vor dem steigen habe!
    Erklär das mal wie das abläuft…
    Wir gehen ganze Bahn in der Halle, am Eingang bleibt Herr Pferd stehen, ich treib ihn vorwärts und dann steigt er. Das kommt also nicht plötzlich, kann es mittlerweile einschätzen und ich kenn ihn gut genug um zu wissen „so jetzt ist es soweit“!!
    Sobald ich mit mehr Druck durch den Schenkel komme (RL sagt wie bei seine Bocksprünge versuchen drüber zu reiten) steigt er nochmal, er fordert mich in der Hinsicht total raus! Mit Gerte geht er noch mehr dagegen und Sporen möchte ich ehrlich gesagt bei ihm noch nicht benutzen, er wird im April 4. Auch vom Boden aus hat er manchmal so ne Phase zur Zeit, da kann er ne halbe Std brav mit mir Spazieren gehen und auf einmal hüpft er wie ein Geisbock neben mir ohne Grund! :irre:
    Meine RL sagt auch das er mittlerweile sein Gleichgewicht hat und nun seine Grenzen testet und versucht was er kann und was nicht!!!!!

  • Avatar maurits sagt:

    ich würde dem BEVOR er stehenbleibt, also wenn er nur den Ansatz zum stehenbleiben zeigt, dermassen eine mit der Gerte schallern, dass das Thema „am Eingang stehenbleiben“ für immer in Vergessenheit gerät.
    Wichtig ist, Du musst eher reagieren als er und Du musst die Reaktion sitzen können. Also nicht nett treiben und die Schenkelhilfe mit Gertengetitsche unterstützen, sondern ein-zweimal richtig ausholen, so dass er vor Schreck 10 Meter nach vorn springt und erst mal nur noch vorwärts kennt.
    Ähnlich wie der Überraschungseffekt den Aragon beschreibt, unschön, aber effektiv.
    Kathi, so was geht gar nicht, was der macht. Der testet gnadenlos seine Grenzen.
    Und es wird an der Zeit, dass Du ihm diese mal aufzeigst.

    lg
    maurits

  • Avatar kathi87 sagt:

    Guten morgen 🙂
    Versteh schon was ihr meint, werd es heute mit Gerte probieren.
    Vielen Vielen Dank :hug:

  • Avatar kathi87 sagt:

    So, mein Bericht von heute:
    Herr Pferd läuft brav seine Runden, ich schon mit Gerte Bewaffnet…
    Nach 20 Min. bleibt Pferd stehen und will nicht mehr, ich zuerst mit Bein, Herr läuft weiter, nächste Runde, gleiche Stelle, Pferd will wieder stehen bleiben, Bein wird ignoriert, Ansatz schon zum steigen und dann bekam er die Gerte leicht zu spüren…
    So was macht mein Pferd… springt ne Kapriole vom feinsten, bleibt stehen und schaut so in der art „He alte, alles klar da oben, spinnst du???“ :irre:
    So wieder angeritten und dann ging es noch 3 Runden ohne Theater, als ich dann merkte das es ihm zuviel wird, hab ich aufgehört und werd das ganze morgen nochmal versuchen… Überfordern will ich ihn ja auch nicht, aber das Sprichwort „Mit Zuckerbrot und Peitsche“ funktioniert anscheinend 🙂

    LG Kathi

  • Avatar Mumpitz sagt:

    aber das Sprichwort „Mit Zuckerbrot und Peitsche“ funktioniert anscheinend 🙂

    Das funktioniert IMMER! Auch bei der Kinder-Erziehung :ja:

  • Avatar fichtefucht sagt:

    So was macht mein Pferd… springt ne Kapriole vom feinsten, bleibt stehen und schaut so in der art „He alte, alles klar da oben, spinnst du???“

    Kreeeeiiisch.. das kenn ich 😀
    Aber super, dass es schon besser geklappt hat :thumbsup:

  • Avatar kathi87 sagt:

    Schauen Wir mal ob er es morgen wieder probiert :maul:
    Aber so ne Kapriole fühlt sich furchtbar an wenn man auf sowas net gefasst ist :blinzel: hab eigentlich eher damit gerechnet das er los rennt, aber sowas… Verrrückt!!! Sollte er das morgen nochmal machen bin ich aber darauf gefasst :nase:

    Bei Kindern kenn ich mich noch nicht aus Mumpitz, aber gut das man im Leben immer was neues lernt, wenn auch von seinem Pferd 🙂
    Ja war heute recht zufrieden mit ihm!

  • Wattreiter Wattreiter sagt:

    Pferd will wieder stehen bleiben, Bein wird ignoriert, Ansatz schon zum
    steigen und dann bekam er die Gerte leicht zu spüren…

    Da kommt aber definitiv zu wenig Reaktion von dir, bzw. zu spät!
    Beim zweiten Mal „Pferd will wieder stehen bleiben“ hättest du einmalig kräftig ausholen müssen, um den Herrn aufzuwecken!
    Es geht ja nicht darum, das Pferd zu prügeln bzw. zu strafen!
    Aber ein bißchen zaghaftes Heiteitei wird nicht ernst genommen, soviel ist sicher.

  • Avatar kathi87 sagt:

    Zu wenig kam nicht von mir, sonst wäre er bestimmt nicht so in die Luft gegangen und bestrafen kann man das nicht nennen, er hat halt mal eine richtig auf den Arsch bekommen und danach ging es ja dann auch. Noch früher reagieren ging in dem Moment ehrlich gesagt net, beim ersten mal stehen bleiben ging er ja auch auf den Schenkeldruck weiter ohne theater zu machen, als ich beim zweiten mal aber dann merkte das er jetzt gleich hoch geht, kam die Gerte ins Spiel. Denke das ich in der Hinsicht nichts falsch gemacht!

  • Wattreiter Wattreiter sagt:

    Ah okay, das hörte sich erst anders an.
    Ich denke, du mußt einfach hartnäckig bleiben und ihn weiterhin konsequent reiten. Wenn er merkt, daß du dich nicht irritieren läßt, wird es (irgendwann 😀 ) besser werden.

  • Avatar kathi87 sagt:

    Er lernt sehr schnell, hoffe das er das auch so schnell wieder sein lässt wie es gekommen ist 😀

  • Avatar Miraletta sagt:

    Ich hoffe du bekommst es mit der Version Zucherbrot und Peitsche in den Griff.

    Die Sache mit dem Ei habe ich noch nicht gehört, mir hat man vor ca. 17 Jahren nahegelegt
    eine Wasserbombe (kleiner Luftballon mit Wasser) im richtigen Moment zwischen den Ohren
    zu zerschlagen. 😀 Weil das Pferd dann denkt es hätte sich den Kopf angeschlagen und
    würde bluten oder so….
    Zugegeben, ich war damals so verzweifelt das ich mir 3 Wasserbomben in die Jacke gesteckt habe.
    Die erste ist nicht kaputt gegangen. So ein mißt, es war gar nicht so leicht in dem Moment an die Ohren zu kommen.
    Die beiden anderen sind, geplatzt aber nicht zwischen den Ohren :bite:

    Mitlerweile kann ich darüber lachen, es würde mich interessieren ob es auch Menschen giebt
    bei denen das wirklich funktioniert hat.

  • Avatar Diana sagt:

    Pferd will wieder stehen bleiben, Bein wird ignoriert, Ansatz schon zum steigen und dann bekam er die Gerte leicht zu spüren…

    Doch, die Reaktion war zu spät.
    Wenn er schon den Ansatz zeigte zu steigen, muss er ja schon gestanden haben.
    Ich würde erstmal gar nicht mit Bein probieren, sondern sofort mit der Gerte kommen.
    Und zwar nicht nur leicht.
    Dann dürfte auch keine Kapriole kommen, sondern tatsächlich der Sprung nach vorne.

  • Avatar Nica sagt:

    Ich unterschreibe mal bei Diana.
    Man merkt ja schon wenn „sich was anbahnt“. Wenn er anfängt etwas verhaltener zu laufen dann musst du schon reagieren und zwar mit allem was du hast. Mach ihm diese falsche Verhaltensweise unangenehm und wenn er dann den Satz vorwärts macht in Ruhe lassen.Loben. Ich glaube das Spiel macht er ein paar mal und das ist das Thema gegessen.
    Das hört sich zwar etwas rüde an aber nicht das du dir nachher nen Steiger anerziehst der meint seine Spielchen zu spielen.

  • Avatar Talimeth sagt:

    Ist mir alles zu rüde undverdirbt die Arbeitsathmosphäre. Meine Pferde – und ich habe durchaus Pferde mit Vorgeschichte im Bestand, wurden nur mit enstsprechenden Kombinationen aus Lektionen, stellung Biegung, Handarbeit und viel Lob gearbeitet. Mein Hengst macht jeden Morgen so viel richtig, dass er zwei Taschen Leckerlis jeden Morgen leermacht. Und dabei war es eines der ganz ganz wenigen Pferde, die mich sogar attackiert haben. Übrigens stieg er am Anfang unseres gemeinsamen Trainings auch. Heute überhaupt kein Thema mehr. Meine Erfahrung- und dahinter stehen nun einige Pferde- in immerhin doch einigen Jahrzehnten – leerte mich, nie nie nie mit Gewalt oder starken Hilfen zu arbeiten. Wo das Können aufhört, fängt die Grobheit an.

    Steigendes Pferd: Vorausschauend reiten – gar nicht die Situation entstehen lassen, in der er steigt. UNd dann dem Pferd eine Aufgabe geben, z. T. schnelle Übergänge, Übertreten,Biegung mit Stellungswechsel, Seitengänge etc.

    An der Hand lösen und dann erst aufsitzen kann auch helfen, zumal man an der Hand auch das Pferd sehr elegant in die „Beta-Position verweisen kann.

    Gruß Talimeth

  • Avatar ambra sagt:

    I… nie nie nie mit Gewalt oder starken Hilfen zu arbeiten. Wo das Können aufhört, fängt die Grobheit an.

    Gruß Talimeth

    Danke!!

    Und nur mal als Gedankenanstoss… Pferde sind nicht dumm (instinktgesteuert aber nicht blöde), wenn ein starker Reiter ein Steigen verhindern oder korrigieren kann, so heisst das im Umkehrschluss noch überhaupt gar nicht, dass dies dann unter einem schwächeren Reiter auch gelingt. Dementsprechend muss an der Grundsituation gearbeitet werden, nur das Symptom (das Steigen) zu bekämpfen wird das Problem nur verzögern aber nicht lösen.
    Und ich kenne kein Pferd, welches aus gar keinem Grund steigt… hier den Grund zu finden ist die Kunst, sei es Überforderung, Schmerz oder gar „sauer geritten“.

  • Avatar Talimeth sagt:

    Danke!!!!!

  • Avatar Aragon sagt:

    ambra: Meiner hat das Steigen angefangen, als ich das dritte Mal auf ihm saß und an der Longe am langen Zügel (Kappzaum und Trense) Schritt reiten wollte. Er war knapp vierjährig, bestens bemuskelt, bestens gehalten und sehr gut vorbereitet und die beiden ersten Male total entspannt und brav. Er hatte von Anfang an einen Maßsattel und auch ansonsten allerbeste Betreuung. Dieses Pferd hatte definitiv keinen triftigen Grund dafür. Es gibt durchaus Pferde, die das einfach mal so machen, weil sie halt gerade mal Lust dazu haben.

  • Avatar nisenase sagt:

    also ich habe mit Pazo auch einige Diskussionen durch. Abstellen und aufs Abkauen warten bishin zum Hinlegen lassen hab ich alles durch. Nun bin ich in letzter Zeit mit anderer Einstellung ran. Ich hab vorher schon ganz anders über ihn gedacht, sehr viel über mich nachgedacht und analysiert WAS ihn immerzu dazu anstacheln könnte. Er ist eben sehr schnell angespannt und das muß dann raus. So, dann dachte ich drüber nach WARUM er sich so anspannt. Denn oft hat er seine Macken schon im Schritt am Langen Zügel reitend unternommen. Ich hab dann immer NICHT ans reiten gedacht sondern an was anderes und hab auch immer kreuz und quer durch die Halle geguckt und mich auch nicht an seiner bescheidenen Anlehnung „aufgegeilt“. Ich hab eben immer schön an die tiefe Hand rangetrieben und ihn versucht NUR übern Sitz zu reiten. Es erforderte sehr viel Selbstdisziplin aus dem alten Muster auszubrechen, aber ich denke, es funktioniert tatsächlich, also momentan. Wenn ich bemerke, aha er spannt sich und glotzt sich fest reite ich weiter und lasse ihn vorne dann richtig alleine….da hat er einige male sehr verdutzt gezuckt, aber ist ohne weitere Aktionen zu vollführen weiter und hat sich sogar ein paar Meter weiter abgedehnt. SO mache ich nun erstmal weiter. Betreibe auch wieder viel Handarbeit mit viel Leckerli. Auch beim reiten bekommt er viele Leckerli dazwischen und Stimmlob. Es hilft!

  • Avatar fichtefucht sagt:

    Nise: Genauso macht meine neue Rl das mit Theo auch, wenn er seine Attacken hat :ja:
    Einfach vorne alleine und in Ruhe lassen

    Mir persönlich fehlt dazu noch die Traute, vorne wirklich die Zügel dann auf den Hal zu schmeissen, :flucht: :flucht: denn instinktiv zieh ich dann immer zuerst noch etwas an :tuete: :tuete: :kowa: :kowa:

    aber der Erfolg gibt ihr recht, der Dicke wird deutlich schneller entspannt :bite:

  • Avatar Talimeth sagt:

    @niesenase: Danke, schließe mioch voll an. ganz besonders wichtig ist Deine Beobachtung, die ich teile, die sache mit der Spannung. Pferde sind manchmal verspannt. Dann nehmen sie auch eine Schenkelhilfe nicht mehr an und statt das sie z.B. antraben bleiben sie stehen, legen die Ohren an und können auch steigen. Also muss ich den Muskeltonus runterbekommen. Gelingt mir das, habe ich keine Probleme.

    @Aaragon: Kein Pferd macht etwas aus „Lust“. Vielmehr muss ich schauen, was die Auslöser sind und gegensteuern. Sei es dadurch, dass ich das Pferd zum gewünschten Arbeiten motiviere etc.

    Hier auch ein ethischer Gedanke: Ich kann vielleicht mit Gewalt irgend ein unerwünschtes Verhalten austreiben. Aber. Das Pferd kommt dann vieleicht in eine erlernte Hilflosigkeit und wird nicht als Partner und motiviert mitarbeiten. Ich darf aber ethisch betrachtet kein Lebewesen in eine erlernte Hilflosigkeit bringen. Und: mit Runterprügeln werde ich kein Leitmensch.

    Gruß Talimeth

  • Avatar nisenase sagt:

    talimeth: ich freu mich gerade so, weil ich einfach merke, er nimmt MICH auch wieder anders wahr. Ich bin wieder gern gesehen und er kam sogar gestern von der Koppel ans Tor als ich ihn rief und er trabt mir in der Halle hinterher wenn ich abäppel und mal aus Spass losrenne und wenn ich stoppe, stoppt er auch und wartet, was denn nun kommt. Er ist einfach wieder motiviert. Auch wenns mal länger dauert…..am Ende kommt man schneller ans Ziel. Wenn ich aus der Stallgasse mit ihm zur Halle gehe, bietet er mir auch schon mal den spanischen Schritt an so ála „Schau, was ich kann“ 😉
    Ich habe mir auch fest vorgenommen, für die nächste Turniersaison, wirklich vor dem Ritt gar nicht an irgendein Ziel zu denken, sondern einfach NUR Spass haben zu wollen und mein schönes Pferd zu geniessen.

  • Avatar Diana sagt:

    Er ist seit ein paar Monaten unter dem Sattel und lernt erstmal sein Gleichgewicht zu finden und V/A zu gehen….

    Steigendes Pferd: Vorausschauend reiten – gar nicht die Situation entstehen lassen, in der er steigt. UNd dann dem Pferd eine Aufgabe geben, z. T. schnelle Übergänge, Übertreten,Biegung mit Stellungswechsel, Seitengänge etc.

    Ok, wir haben ein junges Pferd, gerade angeritten.
    Wenn er nicht mehr mag, bleibt er stehen und setzt zum Steigen an.
    Beschäftigen durch Aufgaben geht noch nicht – schlägst du kürzere Einheiten vor?

    Ich hatte das gleiche Problem vor zig Jahren auch mal.
    Junge Stute, kam vom Anreiten wieder, ging gerade mal so unter dem Reiter.
    Die hatte nach ein paar Minuten auch die Idee, am Tor stehen zu bleiben und Feierabend zu machen.
    Ich habe mich der Aufgabe damals nicht gestellt.

  • Avatar Aragon sagt:

    Talimeth: Ich glaube dir sofort, dass du kein Pferd wie meins kennst. Wusste ich vorher auch nicht, dass es sowas gibt. Freue mich aber immer über Besuch und bin sehr lernwillig.

    Bei meinem fing das wie gesagt direkt zu Beginn des Anreitens an, wo er definitiv kein Motivationsproblem gehabt haben kann – vorher hatte ich das ausgiebig vorbereitet, er hat genügend Leckerlieinwurf bekommen, um es toll zu finden, dass ich da draufsaß. Die ersten beiden Male fand er auch die paar Runden auf dem Zirkel noch prima und null Problem. Davon ist kein Pferd der Welt überfordert. Und eben, wie Diana schon sagt: Wie willst du denn bei einem Jungspund, der noch keine Hilfe kennt, da gegensteuern? Das Rösslein der TE ist ja auch grad mal eben frisch angeritten.

  • Avatar Talimeth sagt:

    wenn er nicht mehr mag oder wenn er nciht mehr kann? Ich denke, dass oft auch einfach erscheinende Übungen für ein junges Pferd zunächst sehr anstrengend sein können, z.B. wenn die muskulatur erschöpft oder das Pferd auch konzenztrationsmäßig nicht mehr folgen kann. Dann sind Widerseztlichkeiten denkbar. Häufig genügt es, immer wieder den Ansatz zu etwas zu verlangen. Ganz kurze Reprisen, die aber einigermaßen exakt. Kurze Übungseinheiten? ja!

    Meine Pferde arbeite ich von Hallentür zur Hallentür ca. 30 min. Das genügt! Bei einem grad angerittenen Pferd vielleicht noch weniger. vielleicht nach kurzem Reitem Absitzen- Führen- dann wieder kurz reiten. Dannach Weidegang! Pferd holt sich seine Bewegung selbst.

    Gruß Talimeth

  • Avatar Talimeth sagt:

    @Aaragon: Komme gerne- ob ich eine Idee habe, weiß ich zwar nicht, aber man kommt nie dümmer nach Hause als man weggegangen ist.

    Oder – einfacher – schicke erst mal ein Video- vielleicht – versprechen kann ich es nicht- sehe ich ja etwas

  • Avatar Aragon sagt:

    Talimeth, das mit dem Steigen ist mittlerweile kein Problem mehr, das kommt nur noch ganz selten in Extremsituationen vor und schockt mich auch nicht weiter. Fakt ist aber, dass mein Pferd einen äußerst eigenwilligen Grundcharakter hat und wirklich über ALLES diskutieren muss. Man kann viel von ihm lernen und kommt mit Klarheit ohne Zorn am besten zum Ziel. Zu 90 % kommen wir inzwischen bestens klar, aber Neues und Anstrengendes muss man mit ihm immer erstmal einige Wochen immer wieder von vorne durchdeklinieren und unbedingt wollen, sonst wird es nichts. Wenn er es einmal akzeptiert hat, kann man zurück zu „schön und leicht“, aber schenken tut er einem nichts. Ich hätte es gern anders, von daher würde mich deine Meinung zu ihm wirklich interessieren – vielleicht ergibt sich ja nächstes Jahr eine Möglichkeit.

    Das tut aber hier nicht viel zur Sache.

    Wahrscheinlich ist eine Mischung aus beidem für das Pferd der TE richtig: Grundsätzlich kürzere Einheit, weniger „Langeweile“/Gelegenheiten zur Überforderung und schnelleres und konsequenteres Durchgreifen bei Widersetzlichkeiten.

  • Avatar Wumba sagt:

    Und nur mal als Gedankenanstoss… Pferde sind nicht dumm (instinktgesteuert aber nicht blöde), wenn ein starker Reiter ein Steigen verhindern oder korrigieren kann, so heisst das im Umkehrschluss noch überhaupt gar nicht, dass dies dann unter einem schwächeren Reiter auch gelingt. Dementsprechend muss an der Grundsituation gearbeitet werden, nur das Symptom (das Steigen) zu bekämpfen wird das Problem nur verzögern aber nicht lösen.
    Und ich kenne kein Pferd, welches aus gar keinem Grund steigt… hier den Grund zu finden ist die Kunst, sei es Überforderung, Schmerz oder gar „sauer geritten“.

    Ich denke, das sollte selbstverständlich sein. Aber ich finde dennoch, dass auf ein Pferd, das bereits erlernt hat, sich durch Streigen zu entziehen (oder auch: dem der Reiter das Steigen bereits unwillentlich „beigebracht“ hat) kein Anfänger gehört und auch niemand, der das Pferd nicht im Detail lesen kann. Denn damit schafft man die besten Voraussetzungen, das Problem weiter zu festigen. Daher denke ich, dass da ein „starker“ Reiter zur Korrektur raufgehört. Starkt meint nicht körperlich stark, sondern in aller erster Linie souverän und vor allem schnell. Dass die Handlungen sich am Grund für das Steigen orientieren, sollte ebenfalls selbstverständlich sein. Gewalt braucht es nicht. Aber je nach Art des Steigens kann ein „Durchgreifen“, was sich vor allem in einer prompten, überraschenden Aktion, nicht in der Härte zeigt, notwendig sein. Denn auch wenn man rausgefunden hat, weshalb ein Pferd steigt (was übrigens nicht immer einfach ist), kann es dies immernoch zeigen. Und in dem Moment muss man noch in der Lage sein etwas zu tun, besser natürlich einen Moment vorher, und nicht überwältigt das Pferd sein Ding machen lassen und damit den Auslöser und die Reaktion immer fester zu verknüpfen.

    Ganz ganz schlimm ist bei so einem vielleicht auch jungen Pferd, immer um das Problem drumrumzureiten. Den Grund suchen natürlich und angemessen damit umgehen. Damit sind aber sehr viele überfordert. Dann lieber einen „starken“ Reiter suchen. Und später gemeinsam dran arbeiten.

  • Avatar waikiki sagt:

    klemmen an der tür etc. etc. zeigt ja schon, dass das pferd auf seinen reiter odede reitsituation keinen bock hat.

    die frage ist: Warum?

    ich kann mich nur talimeth vollumfänglich anschließen!

    die arbeitssituation freundlich zu erhalten ist das wichtigste.

    wenn ein pferd schon beim anreiten steigt war es eben noch nicht genügend vorbereitet.

    hier gab es doch mal einen fred über einenschon älteren herren, der einen wirklich jecken schimmel trainiert.

    schier bewundernswert geduldig und mutig(bis zur absoluten selbstgefährdung)

    sein gereit an sich sieht nicht so umwerfend und elegant aus, aber der umgang mit diesem absonderlichen tier -einfach

    unglaublich. würde ich mich niemals nicht drauftrauen, auf so ein tier.

    (deshalb bin ich ja auch so ein fan der hand/langzügel und sonstigen bodenarbeit, da lassen sich solche dinge wirklich durch vorbereiten vermeiden…….. 😀 )

    irgendwie passt auch der vergleich mit den schulkindern.

    wie stolz und motiviert ziehen die mit ihrer schultüte los!- dan kommt irgendsoein lehrerungetüm und nichts geht mehr!

  • Avatar Talimeth sagt:

    @Aaragon: genau so sehe ichdas: vor allem die klare Absicht!

  • Avatar nisenase sagt:

    ich habe ja auch ein Pferd, das immer erst diskutieren will, bevor man ans Ziel kommt. Ich selbst hatte bereits 2 Steiger. Die hab ich schon steigend bekommen. Dem Einen konnte man es nicht nehmen, der stieg (kerzengerade und kaum gelandet gleich wieder) schon beim Anblick einer leeren Koppel (Hengst). Sprang man ab, hatte man ein Lamm an der Hand. Der andere war ein verzogener Araberwallach, den hatte ich in 3 Monaten völlig geheilt und der wird heute, nach 10 Jahren stehens bei seiner Besitzerin von ihr nun regelmässig geritten. Aber ich mag keine Steiger. Pazo ist GsD nie richtig hochgestiegen, sondern eher die Hoch/drehen Variante, aber manchmal hab ich ihm auch zwischen die Öhrchen gegeben. Es ist einfach eine Art Ungehorsam, die man nicht dulden sollte. Das Abstellen und nervende kreiseln hatten wir ja auch durch……Setz am besten, bis er es wirklich mal eine zeitlang nicht mehr verucht hat jemand drauf, der schon eine dominantere Ausstrahlung da oben besitzt und gut reagieren kann, vor allem schnell reagiert, wenns drauf ankommt. Wie sieht es denn aus, wenn Du einmal an der Tür vorbeireitest und dann eben mal 3 Runden oben auf dem Zirkel reitest, da oben dann absteigst, das Pferd noch zweimal oder dreimal an der Hand an der Hallentür vorbeiführst und wenn Du vorbei bist Leckerli einwirfst, oben wieder aufsteigst, wieder ne Runde auf dem Zirkel, dann wieder eine an der Tür vorbei vorher schon flott machen oben oder bei X wieder absteigst, wieder an de Hand nehmen usw. Dies nur solange wie er sich konzentrieren kann und dann ENDE. Aber ganz wichtig: Nicht erst an der Tür Leckerli sondern gaaanz woanders und immer an verschiedenen Stellen der Reithalle und ihn immer wieder verwundern. Also kein Muster aufkommen lassen und die Tür beendet dann eigentlich den angenehmen Teil für ihn. So arbeiten, dass er eine andere Sichtweise bekommt. Also nicht: Arbeit fertig, alles ist ganz toll (Futter im Tog, Leckerlie an der Tür) sondern DRINNEN ist es lecker und angenehm und draußen wird es langweilig. (Kein Futter im Trog, sondern vielleicht mal ein paar Krümel im Eimer IN der Hallenmitte füttern und im Trog dann eben nix mehr).

  • Avatar kathi87 sagt:

    Hallo, so jetzt kommt mal ein Bericht von der letzten Woche 🙂 Danke übrigens nochmal für die vielen unterschiedlichen Meinungen…

    Haben das gesteige jetzt bis mitte der Woche immer wieder durch gemacht und ja ich gebe zu habe es wie schon am Anfang erwähnt jetzt auf die Methode mit „Zuckerbrot und Peitsche“ gemacht und siehe da… seit Donnerstag kann mein Pferd normal mit arbeiten ohne irgendwelche Anzeichen von Steigen 🙂 Der Ansatz ab und an zum stehen bleiben ist noch leicht da aber er geht sofort weiter, sobald er merkt das von mir oben mehr kommt… Denke auch das bekommen Wir noch in den Griff.

    Ich denke das diese Testphase vielleicht schon nochmal im Gelände kommt aber bin mit dem Ergebniss wirklich zufrieden 🙂

    Danke

  • >