Reitbeteiligung- Was ist zu beachten-Haftungsausschluss des Besitzers

By Indiana | Archiv: Allgemeine (Pferde)Themen

Hallo zusammen, 😉
ich bin selber jahrelang RB gewesen, aber es ändert sich ja auch immer wieder das Gesetzliche.
Hat jemand eine Vertragsvorlage die beinhaltet, dass die RB auf eigenes Risiko mit dem Pferd arbeitet?
Ich will mich vorbereiten und natürlich absichern.
Eine Unfallversicherung werde ich verlangen und auch Haftpflicht, das ist klar.
Was muss ich beachten? Könnt ihr mir bitte einfach nur Tipps geben? Danke

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  • kuwi sagt:

    Ich habe für meine RB immer einen der im Netz gängigen Musterverträge als Vorlage genommen. Wenn Du da mal nach Reitbeteiligung Mustervertrag suchst, kommst Du auf ganz schön viele Varianten 😉 z.B. http://www.mein-pferd.de/download/files/pdfsVertraege/Reitbeteiligungsvertrag.pdf ( falls der link entfernt wird, gerne per pn )

  • Obsti sagt:

    Wichtig ist vor allem der Haftungsausschluss, damit man dir nicht bei eventuellen Unfaellen Mitschuld anlastet. Mein vertrag sieht folgendermassen aus (Namen und Daten natuerlich entfernt). Die Voltiklausel kann man natuerlich entfernen, die ist spezifisch auf mein Pferd ausgerichtet, das dabei unter Garantie buckelt, Kostenbeteiligung und Nutzungstage muessen ebenfalls individuell angepasst werden.

    Reitbeteiligungsvertrag

    Zwischen Frau / Herrn
    ( Name , Anschrift )
    – im folgenden „ Eigentümer“ genannt –

    und

    Frau / Herrn
    ( Name , Anschrift )
    – im folgenden „ Reitbeteiligung“ genannt –
    wird vereinbart:

    Die Reitbeteiligung hat das Recht, das dem Eigentümer gehörende Reitpferd

    ( Name des Pferdes )

    mitzunutzen. Eine Übertragung dieser Nutzungsberechtigung auf Dritte sowie die Teilnahme an Jagden, Pferdeleistungsschauen und anderen reitsportlichen Veranstaltungen bedarf der ausdrücklichen Zustimmung des Eigentümers. Die Nutzungszeiten werden wie folgt vereinbart:

    Regelmäßige Nutzungstage sind xx. Zusätzliche Termine sind nach Absprache möglich.
    Die Reitbeteiligung verpflichtet sich, das Pferd einmal wöchentlich im Unterricht bei xy zu reiten.

    Die Reitbeteiligung ist verpflichtet, sich am Putzdienst / Stalldienst zu beteiligen. Einzelheiten hierzu werden gesondert besprochen. Bei Verletzung / Krankheit des Pferdes verpflichtet sich die Reitbeteiligung – auch bei Nichterreichen des Eigentümers – den Tierarzt zu verständigen.

    Für die Urlaubszeiten werden bezüglich der Nutzung und des Putz- / Stalldienstes Sonderregelungen vereinbart.

    Die Reitbeteiligung beteiligt sich an den anfallenden Kosten, indem sie die Kosten für den Schmied trägt, zu entrichten bei Fälligkeit. Sollte bei dem Pferd ein Beschlag notwendig werden, so wird die Kostenbeteiligung neu festgelegt.

    Es ist der Reitbeteiligung erlaubt, mit dem Pferd auszureiten, sofern sie sich dabei in Gesellschaft mindestens eines anderen Reiters befindet.

    Es ist der Reitbeteiligung untersagt, auf dem Pferd im Trab oder Galopp zu voltigieren.

    Die Reitbeteiligung verzichtet auf Ansprüche gegen den Eigentümer aus § 833 BGB wegen aller ihr durch das Pferd verursachten Personen-, Sach-, und Vermögensschäden, soweit diese nicht durch die für das Pferd bestehende Tierhalterhaftversicherung abgedeckt sind. Ferner stellt die Reitbeteiligung den Eigentümer im Innenverhältnis von Ansprüchen Dritter frei, insbesondere von Ansprüchen ihrer Kranken- und Sozialversicherung, soweit diese nicht durch die für das Pferd bestehende Tierhalterhaftversicherung abgedeckt sind. Die Reitbeteiligung versichert, dass die mit ihrer Ausübung des Reitsports verbundenen Risiken durch den Abschluss einer Unfallversicherung soweit wie möglich abgedeckt sind.

    Der Vertrag beginnt am und läuft auf unbestimmte Zeit. Bei Vertragsabschluss auf unbestimmte Zeit ist diese Vereinbarung für beide Seiten mit einer Frist von 4 Wochen zum Monatsende kündbar. Die Kündigung bedarf der Schriftform.

    ____________________ , den ____________ ______________________

    ( Eigentümer )
    ___________________________ __________________________________
    ( Reitbeteiligung ) / bei Minderjährigen: Unterschrift des Erziehungsberechtigten )

  • Indiana Indiana sagt:

    Ich danke euch, das ist schon mal supi. Ich hab heute noch bissel gegoogelt und bin dabei auf so einen juristischen Megalangtext gestoßen: http://www.stroeh.de/magazin/Archiv-aktuelles/10-Fragen-rund-um-das-Thema-Reitbeteiligung-.htm Es kann echt irretieren. Also skeptisch bin ich ja immernoch bei meinem Pferd. Eine Freundin hat mich nämlich gefragt, um mal kurz zu erklären warum ich mich so genau erkundige, ob die Tochter ihres Mannes mir bei der Pflege von Indi zur Hand gehen könnte. Die Tochter lebt bei ihrer Mutter und deren neuer Familie und hat ADS. Meine Freundin und ihr Mann meinen, ihr fehlt eine Aufgabe mit Verantwortung. Jetzt finde ich ja, wenn das Mädel,14 Jahre, wirklich das selber möchte, müsste sie zu mir kommen mit Begeisterung, aber kann ja noch passieren, sie ist bissel schüchtern. UND die Mutter kenne ich und die Frau will ich mir nicht auf den Hals ziehen. Das Mädel kann man aber nicht für die Mutter bestrafen, so dass ich ihr gern eine Chance geben würde. Natürlich nur mit Absicherung. Hinzu kommt, dass ich auch skeptisch bin, ob sie meinem Pferd gewachsen wäre. Wer unser Tagebuch kennt und Indis Aussetzer, der könnte Zweifel bekommen, ob das Pferd kindergeeignet ist. Ich weiß es nicht! Ich kann es erstmal mit meiner Anwesenheit testen, aber ich hab keine Zeit dauernt daneben zu stehen mit Baby. VLG

  • JAusten sagt:

    DU bist und bleibst immer Ansprechpartner für sämtliche Versicherungsgeschichten, Unfälle, Ereignisse, was auch immer. Der Pferdeeigentümer kann sich auch mit einem wie auch immer geartetem Vertrag nicht aus seiner Verantwortung ziehen, auch dann nicht, wenn er abwesend ist. Bei einer minderj. RB sind deren Eltern Absprechpartner, bei einer vollj. RB natürlich immer die RB selbst. Fällt eine vollj. RB in den Dreck ist und bleibt das ihre Sache und Du kannst gar nicht die juristische Verantwortung für eine vollj. RB übernehmen. Du bist automatisch voll mit involviert, weil sie von Deinem Pferd gefallen ist. Hat also dabei Dein Pferd einen Schaden verursacht, solltest Du als Eigentümer sehr gut versichert sein.

  • blausector sagt:

    Aber man muss sich doch irgednwie schützen können.
    Wenn eine RB be dem Umgang mit meinem Pferd etwas passiert getreten gebissen runtergefallen und es sind Behandlungen oder vielleicht auch eine dauerhafte Schädigung nötig muss ich mich doch davor schützen oder nicht?
    Meine RB studiert auch Jura und sagt das ist ein total heikles Thema und solche Verträge können auch zu großen Problemen werden.
    Haben wir hier nicht einen Experten der dazu mal was sagen könnte.

    Wie sieht es mit eurer Haftpflicht aus was deckt die bei eurer RB ab?

    Gruß
    Julia

  • Indiana Indiana sagt:

    Hallo ihr 2,
    ich hab gestern noch recherchiert und mit Sheza telefoniert, es ist, tatsächlich so, dass man leider mit Minderjährigen nicht sowas machen sollte. Sie hat einen Vortrag dazu letztes Jahr gehört und hat mir erzählt, dass man die RB oder in meinem Fall auch nur zum Putzen, extra versichern muss! Nee, dann nicht, das ist mir dann nichts, wenn mich das noch extra kostet und ich trotzdem dran bin.
    Also nix RB, nicht in Deutschland, da setz ich mich in die Nesseln.

  • JAusten sagt:

    Naja, vor Unfällen kann man sich nicht immer schützen. Tritt vom Pferd, Skiunfall usw. ist am besten mit einer privaten Unfallversicherung versichert. Ein Restrisiko bleibt aber nunmal. Eine vollj. RB bleibt nunmal für sich selbst verantwortlich und eine minderj. würde ich nicht nehmen, um eben keinen Ärger zu haben. Dann kommt es auch noch darauf an, ob man Geld von einer RB bekommt oder nicht. Grundsätzlich ist es aber so, dass der Pferdebesi sich nicht „rausreden“ kann. Sein Pferd – sein Problem.

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