Problem mit jungem Pony

By Insolence | Archiv: Ausbildung

Hallöchen. Hab jetzt alles abgesucht und nichts zu dem Problem gefunden, falls es doch was gibt, bitte nicht böse sein, bin neu hier 🙂
Folgendes: Bin seit kurzem Besitzerin eines Deutschen Reitponys. Sie steht noch nicht bei mir, aber in 2 Wochen hol ich sie. Als ich nun das erste mal bei ihr war war alles super. Nur die Besitzerin sagte direkt, dass sie schreckhaft ist.
Nicht generell, aber sobald man schnelle Bewegungen auf sie zu macht.
Zum einen soll das wohl daran liegen dass sie vom Züchter kommt, und der war halt so: Fohlen geboren, mit Mutter auf die Wiese und dann nichts mehr mit anstellen. Eben so alt-eingesessen.
Meine ist jetzt 2,5 Jahre alt, vor nem halben Jahr hat die jetzt ‚Besitzerin‘ sie übernommen, weil der Züchter sie nicht los wurde, da sie sich nicht anfassen lies. Nach diesem halben Jahr ist es aber echt supi geworden, wie gesagt als ich da war war eigentlich nichts.
Das einzige Problem ist noch, sobald man richtung Hinterbeine geht, also ca am Bauchhöhe, fängt sie an nervös zu werden, drückt einen erst weg und schlägt dann auch aus.
Meint ihr, sowas geht mit viel Zeit und Geduld weg, so wie das 'nicht anfassen lassen‘ vorher (da hatte se zu anfang auch geschnappt, nach 2 Wochen war aber soweit alles gut) ? Oder bleibt sie immer ein Pferd wo man ein paar Probleme mit hat?
Und wie beschäftige ich mich am ehm…ungefährlichsten mit ihr, also wie gewöhn ich ihr das Treten ab? Hufschmiedin meinte so eine Hand bauen, mit Stroh und nem Handschuhe und dann immer damit streicheln, weil man da genug Abstand hat.

Ich bin ja der Meinung dieses Verhalten kommt nur davon, weil sie kaum Kontakt zu Menschen hatte. Weil allem anderen Gegenüber ist sie friedlich, keine Angst vor Autos oder so, kein Stress mit anderen Pferden,…

Würd gern eure Meinungen hören 🙂

  • Avatar maurits sagt:

    Das Verhalten ist normal für ein Pferd, was keine Erfahrung mit Menschen hat, Du musst einfach Geduld haben und es langsam angehen lassen.

    lg
    mau

  • Avatar St. Lucia sagt:

    Das Verhalten ist normal für ein Pferd, was keine Erfahrung mit Menschen hat, Du musst einfach Geduld haben und es langsam angehen lassen.

    lg
    mau

    Da bin ich aber gänzlich ander Meinung!

    Meine Beiden hatten ja schließlich auch kaum Kontakt zu Menschen, aber schreckhaft Menschen gegenüber sind die nicht!

    Hufe hochheben ok, das kann schon zu Schwierigkeiten führen, wenn sie das nicht kennen!

    Aber ich würde wirklich behaupten, dass das Pony schlechte Erfahrungen gemacht hat…..

    Gruß

    Christine

  • Avatar dat_julschen sagt:

    Granit hatte Kontakt zu Menschen, der ließ sich trotzdem nicht überall anfassen. Von Hufe geben ganz zu schweigen.

    Gib deinen Pony Zeit, viel Ruhe und Geduld, dann klappt das schon. Das mit der Hand kannste ja mal ausprobieren.

  • Avatar maurits sagt:

    Was soll das Pony denn für Erfahrungen gemacht haben, wenn es nur auf der Weide stand?
    Lasst so ein Pony doch erst mal „ankommen“ im Leben, und gebt ihm Zeit, es gibt auch schreckhafte Exemplare und einer meiner Friesen schlug auch mit 2,5 Jahren wenn man ihm an die Hinterbeine kam. Der ist heute der bravste und liebste hier von allen, der fasste schnell Vertrauen zum Menschen.

    lg
    maurits

  • Avatar Legolas sagt:

    Was soll das Pony denn für Erfahrungen gemacht haben, wenn es nur auf der Weide stand?

    Ganz einfach, Frau Mau, da es ja nicht sein kann, wie es ist, muss ein böser Mensch böses getan haben :rolleyes:

    Insolence ,frag mal Moon oder Nisenase oder schau mal in die Ausbildungstagebücher, die beiden haben auch Pferde von der Weide/Herde und die waren auch nicht gleich handzahm wie ein Pferd welches von Anfang an täglich mit Menschen zu tun hat und permanent betüddelt wird…also muss nicht immer ein böser Mensch Hand angelegt haben

  • Avatar Insolence sagt:

    Ok, danke für eure Antworten.
    Dass sie evtl schlechte Erfahrung gemacht hat hab ich auch erst gedacht, aber kann ich mir irgendwie nicht so vorstellen. Wenn dann wirklich nur so in Fohlenzeiten, dass halt mal grob mit umgegangen wird, bei so älteren Bauern ist das ja nix anderes (zB wie die mit Kühen/Kälbern umgehen)

    Aber wenn das mit Geduld weg zu bekommen ist freu ich mich drauf 🙂 Hab ich schon mal was zu tun und komme ihr näher.

    Hab sogar von der Besitzerin (bzw eher Vermittlerin) angeboten bekommen, wenn ichs nicht in Griff bekomme, kann ich sie anrufen und hab sozusagen ein Rückgaberecht (hört sich das scheiße im Zusammenhang mit Pferden an ^^).

    Aber wenn ihr sagt das klappt schon, dann klappt das auch 😉

    Ok, dann schau ich mal bei Moon oder Nisenase 🙂 Danke

  • Avatar Castellano sagt:

    Obs an der Rasse liegt?

    Habe im Frühjahr einen Jährling gekauft, der ganz schüchtern, vorsichtig und auch nicht zahm war. Der kam auf die Weide und wurde nicht mit Übungseinheiten etc gestresst… ich habe einfach alle notwendigen Handhabungen nebenbei in seinen Alltag mit einfließen lassen.
    Auf der Weide haben wir eine Schleuse gebaut in der er gefüttert wurde (einfangen, Halfter anziehen u anbinden war nicht möglich). Da hatte er erst ein paar Tage seine Ruhe drin um alleine zu fressen. Dann stand ich ein paar Tage einfach nur mit in der Schleuse drin, dann bin ich einige Tage in der Schleuse um ihn rum gelufen, dann immer mal wieder „zufällig“ übern Rücken gestrichen … bis ich ihn überall anfassen konnte während er sein Futter frass. Heute (ein knappes halbes Jahr später) läßt er sich überall anfassen, Halfter anziehen, anbinden, gibt die Hufe frei auf der Weide usw.

    Er wurde ganz automatisch zu einem stink normalen handzahmen Jungpferd. Wobei er aber vom Gemüt her nach wie vor eher skeptisch ist und etwas empfindlicher als das schwarze (komplett andere) Gegenstück zu ihm.

    Schlechte Erfahrung hat der keine gemacht…

  • Avatar Bohnchen sagt:

    Wenn sie schlechte Erfahrungen gemacht hätte, würde sie sich doch auch nicht unbedingt überall anders anfassen lassen.

    Ich würde ihr sobald sie bei dir ist erstmal Zeit geben sich einzugewöhnen.

    Sobald Du das Gefühl hast sie ist angekommen fasst Du sie dort an wo sie es gern und problemlos zulässt und dann, wie durch Zufall immer ein Stückchen mehr dort, wo es Probleme macht.

    Bloß nicht überfordern.

    Ich hatte mal einen zweijährigen Haflinger zur Pflege. Der ließ uns nicht an die Hinterbeine. Da habe ich aus einem aufgeblasenen Gummihandschuh und einem Besenstiel eine Übungshand gebaut. Am Anfang war es gefährlich neben seiner Hinterhand zu stehen und ihn zu berühren, mit der Übungshand haben wir uns langsam vorgetastet.

    Das ging gut!

  • Wattreiter Wattreiter sagt:

    Als ich mein Pony bekommen hatte, war es ganz ähnlich.
    Er kannte keine Berührung/ Putzen, schon gar nicht an den Beinen. Er fing an zu Zittern, wenn ich ihn an den Seiten anfassen wollte.
    Hier hilft eigentlich nur Übung und Beharrlichkeit. Laß dich nicht abschrecken, bleib ganz ruhig und konsequent.
    Berühre ihn dort, wo er es zuläßt und laß die Hand einfach liegen. Dann auch an den Seiten, auf der Kruppe. Mit der Zeit, wenn er merkt, daß du ihm nichts tust, kannst du langsam an den Beinen runter.
    Immer, wenn er seine Sache gut gemacht hat, solltest du ihn groß loben!
    Pferde, die positive Erfahrungen auf diese Weise machen, lernen sehr schnell, daß es keine große Sache und harmlos ist.
    So kann man Vertrauen aufbauen und das Pferd wird immer sicherer!

  • Avatar lindaglinda sagt:

    Fohlen geboren, mit Mutter auf die Wiese und dann nichts mehr mit anstellen.

    das ist doch das beste, was man mit fohlen machen kann!

    wenn die zwei oder drei jahre später reinkommen, sind die halt bißchen verwildert – das macht aber gar nix, denn diese sind am einfachsten zu erziehen, die sind nämlich in der herde bestens sozialisiert worden.

    Ganz einfach, Frau Mau, da es ja nicht sein kann, wie es ist, muss ein böser Mensch böses getan haben

    :D:D

  • Avatar Christl sagt:

    Ich hoffe ich werde jetzt nicht gelyncht, aber hast du dir mal überlegt z.B. über Horsemanship an die ganze Sache ran zu gehen?

    Ich finde den Ansatz einfach super. Da wird dieses „sichere Anfassen“ zuerst mit dem Kontaktstock gemacht, damit man quasi aus der Schusslinie ist. Es gibt ein Video von SIlversand „Basic Skills“ in dem genau das beschrieben wird bei einem Pferd, dass sich angeblich nicht an den Hinterbeinen anfassen lässt. Ich fand das sehr gut und hab mir einige Dinge abgeschaut. Das wichtigste fand ich, dass gerade bei solchen Pferden, sich das Pferd immer wohlfühlen soll. Also einfach langsam an die Sache ran gehen und das Tier nicht überfordern. Selbst so „neutral“ wie möglich sein. Auch wenn mal was nicht so läuft, wie man das gerne hätte (tu ich manchmal etwas schwer). Kannst ja mal schauen bei silversand.de .

  • Avatar dat_julschen sagt:

    Klar kann man das auch kompliziert machen.
    Einfach so ruhig und normal mit dem Pferd umgehen, wie es das Pferd zulässt, reicht ja eigentlich, aber man auch ne Wissenschaft draus machen. :rolleyes:

  • Avatar Valsa sagt:

    Lies dir mal bei den Ausbildungstagebüchern „Alma kommt nach Neu Boston“ durch. Dageben ist dein Pferd ein Kuscheltier. Nun muß ich sogar einen Tierarzt mit Betäubungspfeil kommen lassen, da Alma ihr Halfter auf der Weide verloren hat und absolut kein Drankommen mehr ist.
    Ich würde dein Pferd zunächst mit einer Handverlängerung (Gerte) an den Stellen abstreichen, an denen sie sich ungerne anfassen läßt. Und immer schön loben wenn sie die Berührung duldet ohne zu treten.

  • Avatar St. Lucia sagt:

    Was soll das Pony denn für Erfahrungen gemacht haben, wenn es nur auf der Weide stand?

    Ganz einfach, Frau Mau, da es ja nicht sein kann, wie es ist, muss ein böser Mensch böses getan haben :rolleyes:

    Insolence ,frag mal Moon oder Nisenase oder schau mal in die Ausbildungstagebücher, die beiden haben auch Pferde von der Weide/Herde und die waren auch nicht gleich handzahm wie ein Pferd welches von Anfang an täglich mit Menschen zu tun hat und permanent betüddelt wird…also muss nicht immer ein böser Mensch Hand angelegt haben

    Hallooooo!

    Sie schreibt, dass das Pony sich erschreckt, wenn Menschen schnell darauf zu kommen! Dass sich Pferde, die bis dato auf der Weide standen, sich nicht so ohne weiteres anpacken lassen, Hufe heben usw. kann schon sein! Aber die sind definitiv nicht schreckhaft!

    Ich habe selber seit einigen Wochen zwei Stuten hier, die 6!!! Jahre lang ausschließlich auf dem Campo standen! Und die haben keineswegs Angst vor mir oder anderen Menschen. Klar kennen sie viel nicht, z.B. Kinder, Kinderwagen und gaaaanz schrecklich, bunte Kühe! Aber ich kann behaupten, dass beide null Angst vor mir haben!

    Wenn das Pony aus der Zucht von einem Bauern stammt, kann es schon sein, dass es dort schlechte oder vielleicht besser ausgedrückt keine positive Erfahrung gesammelt hat. Ich kenne etliche Bauern, die auch Pferde züchten, und die gehen manchmal schon etwas brutal mit den Pferden um, wenn etwas nicht so klappt, wie sie es gerne hätten.

    Ich würde da auch mit viel Geduld dran gehen! Hast Du mal versucht herauszufinden, ob das Pony mehr Angst vor Männern als vor Frauen hat?

    Gruß

    Christine

  • Avatar Diana sagt:

    Hast Du mal versucht herauszufinden, ob das Pony mehr Angst vor Männern als vor Frauen hat?

    Und dann? :huh:

    Geh einfach ganz normal mit dem Pony um.
    Immer mit dem Wissen, dass es vieles einfach nicht kennt.
    Sei entsprechend vorsichtig, damit Du nicht gebissen oder getreten wirst und mach ansonsten Dein Ding.
    Loben und ermahnen, auch strafen, wenn es tatsächlich tritt oder beißt.
    Unser Fohlen bekommt auch schon mal kurz und knackig eine ab, aber beißen, ansteigen auf der Weide, nach vorne ausschlagen beim Strick lösen oder heftiges Kopfschütteln beim Halfter anziehen – das geht einfach nicht.
    Und siehe da, die Kleine versteht es.
    Und kommt trotzdem immer wieder an.

    Ruhig, aber zielstrebig mit dem Pferd umgehen – nicht verzärteln oder alles durchgehen lassen, dann wird das schon!

  • Avatar Legolas sagt:

    St. Lucia HALLOOOO :irre:

    wieso muss ein Pferd immer schlechte Erfahrungen gemacht haben? Nur weil es sich vorm Menschen erschrickt, ist doch logisch, wenn es ihn nicht kennt. Da muss keiner drauf rum geprügelt haben, ich kann diesen Mist um die misshandelden Tiere bald nicht mehr hören :motz:
    Aramis von Nisenase war auch so und ich wage stark zu bezweifeln, dass der misshandelt wurde. Nicht jedes Pferd ist gleich, es git auch sensible Pferde.
    Alma wurde bestimmt auch misshandelt :rolleyes:

    Insolence, lass dich bitte nicht von solchen Horrorvisionen verunsichern.

  • Bille21 Bille21 sagt:

    Also, ich hab so einen Kandidaten, der eine super-schreckhafte Phase hatte – allerdings nur bei Dingen, die direkt mit dem Menschen zu tun haben. Und der wurde sicherlich NICHT misshandelt – weder beim Gestüt noch bei mir. Es gibt einfach Pferde, die dem Menschen gegenüber misstrauischer/ängstlicher sind. Einfach konsequent weitermachen und dem Tier Zeit lassen – das wird schon… :ja:

  • Avatar dat_julschen sagt:

    St. Lucia HALLOOOO :irre:

    wieso muss ein Pferd immer schlechte Erfahrungen gemacht haben? Nur weil es sich vorm Menschen erschrickt, ist doch logisch, wenn es ihn nicht kennt. Da muss keiner drauf rum geprügelt haben, ich kann diesen Mist um die misshandelden Tiere bald nicht mehr hören :motz:
    Aramis von Nisenase war auch so und ich wage stark zu bezweifeln, dass der misshandelt wurde. Nicht jedes Pferd ist gleich, es git auch sensible Pferde.
    Alma wurde bestimmt auch misshandelt :rolleyes:

    Insolence, lass dich bitte nicht von solchen Horrorvisionen verunsichern.

    Genau!
    Im Übrigen steht schnelle Bewegungen, da erschrecken auch schonmal Pferde, die schon ganz viel Kontakt zum Menschen hatten, ohne je misshandelt zu werden.

    Ausserdem hab ich die Erfahrung gemacht, das Bauern zwar nicht wirklich in die Wendywelt gehören, aber misshandelt tun die in der Regel kein Tier.

  • Avatar maurits sagt:

    herumdüsende Bobbycars erschrecken nicht unbedingt jedes Pferd habe ich heute gelernt. Nicht mal den, der sich vor herumliegenden Gummigräben fürchtet 😀

  • Avatar dat_julschen sagt:

    :red: :red: :tuete: :daumen:

  • Avatar Insolence sagt:

    Danke euch 🙂
    Das beruhigt mich unheimlich. Dachte teilweise wirklich dass ich vllt einen Fehler gemacht habe beim Kauf. Aber wenns so aussieht bin ich wieder endlos Glücklich. Und wenns doch Probleme gibt,…löst man sie,…irgendwie 🙂

    Stimmt aber auch, die meisten Bauern sind zwar grob, kommen aber um längen nicht an Tierquälerei ran.

    Ich warte erstmal die zwei Wochen ab bis sie bei mir ist, wenn ich dann nicht klar komme bitte ich nochmal um Rat 😀

    :love: :love:

  • Avatar dat_julschen sagt:

    Wichtig ist, das du selbst so ruhig und selbstverständlich wie möglich mit dem Pferd umgehst. Wenn du drauf wartest, das er sich erschreckt, tu er das 100%

  • Avatar Insolence sagt:

    Hallöchen, ich melde mich noch mal.
    Pferdi geht es gut, sie ist zutraulicher geworden, man kann mittlerweile sogar bis zum Hintern putzen. Stehe dann zwar noch neben ihrer Schulter und strecke meinen Arm, da ich doch noch etwas Respekt habe
    Gefallen tut es ihr zwar meist nicht sonderlich, aber ich nehm jetzt nur noch diese Schmusebürste und putze sie, auch wenn sie damit nicht sauber wird. Aber sie gewöhnt sich dran 🙂

    Nur habe ich ein anderes Problem:

    Wenn ich mit ihr in der Halle was mache, lasse ich sie meist laufen. Immer so 15-30 Minuten locker weg.
    Seit einer Woche will sie aber absolut nicht mehr in die Halle. Wenn wir den Weg dort hin einschlagen bleibt sie immer stehen und spielt Esel :flucht: Heute habe ich sie Schritt für Schritt mit Leckerlie hingelockt, brauchten für die 15m ca 10 Minuten.

    Wenn sich jemand hinter sie stellt und sie scheucht geht sie auch mit, leider ist nur nicht immer jemand am Stall.

    Habe sie heute extra nur etwas in der Halle rumlatschen und sich wälzen lassen, weil ich irgendwie glaub sie mag die Halle nicht weil es da drin anstrengend für sie ist.

    Was kann ich noch mit ihr machen? Weiterhin liebevoll versuchen sie dort hin zu bewegen, auch wenn es lange dauert? Oder auch mal Druck machen? Hab bei ihr leider immer noch Angst dass sie dann kein Vertrauen mehr hat :doh:

  • Avatar maurits sagt:

    zum einen testet sie ihre Grenzen aus, und da gehört es dazu, dass Du Dich durchsetzen musst.
    Sprich, sie muss mit Dir gehen, wenn Du irgendwo hinwillst.

    Ich frage mich aber ob ein 2,5 Jahre altes Pferd bereits jeden Tag in der Halle „arbeiten“ im Sinne von herumgescheucht werden muss. Auslauf mit anderen Pferden wäre besser, und das bitte draussen.

    lg
    maurits

  • Avatar lovelyhorses sagt:

    Genau so ist es,ein 2,5 Jähriger ist noch ein Kind,lass dem Pferdchen Zeit,putzen und führen üben ,ist ok,betüddeln auch.

    Meiner war damal 4,wo ich ihn bekam,er kannte nur den rabiaten Schmied und führen,wo ich dann mit der Büste kam,da stand der fast kerzengerade,ich dachte : ohweiha ! :flucht: Der Wasserschlauch war ne pferdefressende Boa…
    Aber mit viel Geduld und Vertrauen wurde er das beste Pferd,was man sich vorstellen konnte.Ich parkte ihn täglich ca.1 Std. im Garten,so brauchte ich den Rasen nicht mähen 😀 ,er trank aus dem Plantschbecken und warf den Wäscheständer um,war es zu heiss,stand er unter dem Sonnenschirm und einmal kam er direkt ins Kaminzimmer,konnte sich schlecht drehen und saß mit dem Hintern auf meiner Couch,da bekam ich die Panik,aber Pony blieb cool….das hat aber auch ca.1 Jahr gedauert,aber er war ja auch schon 4…..mit 2,5 Jahren darfste auch noch nicht soviel verlangen….und …der wird dich noch mehr testen,wie weit er gehen kann . :ja:

    LG Gina

  • Avatar debbchen sagt:

    Hallöchen. Hab jetzt alles abgesucht und nichts zu dem Problem gefunden, falls es doch was gibt, bitte nicht böse sein, bin neu hier 🙂
    Folgendes: Bin seit kurzem Besitzerin eines Deutschen Reitponys. Sie steht noch nicht bei mir, aber in 2 Wochen hol ich sie. Als ich nun das erste mal bei ihr war war alles super. Nur die Besitzerin sagte direkt, dass sie schreckhaft ist.
    Nicht generell, aber sobald man schnelle Bewegungen auf sie zu macht.
    Zum einen soll das wohl daran liegen dass sie vom Züchter kommt, und der war halt so: Fohlen geboren, mit Mutter auf die Wiese und dann nichts mehr mit anstellen. Eben so alt-eingesessen.
    Meine ist jetzt 2,5 Jahre alt, vor nem halben Jahr hat die jetzt ‚Besitzerin‘ sie übernommen, weil der Züchter sie nicht los wurde, da sie sich nicht anfassen lies. Nach diesem halben Jahr ist es aber echt supi geworden, wie gesagt als ich da war war eigentlich nichts.
    Das einzige Problem ist noch, sobald man richtung Hinterbeine geht, also ca am Bauchhöhe, fängt sie an nervös zu werden, drückt einen erst weg und schlägt dann auch aus.
    Meint ihr, sowas geht mit viel Zeit und Geduld weg, so wie das ’nicht anfassen lassen‘ vorher (da hatte se zu anfang auch geschnappt, nach 2 Wochen war aber soweit alles gut) ? Oder bleibt sie immer ein Pferd wo man ein paar Probleme mit hat?
    Und wie beschäftige ich mich am ehm…ungefährlichsten mit ihr, also wie gewöhn ich ihr das Treten ab? Hufschmiedin meinte so eine Hand bauen, mit Stroh und nem Handschuhe und dann immer damit streicheln, weil man da genug Abstand hat.

    Ich bin ja der Meinung dieses Verhalten kommt nur davon, weil sie kaum Kontakt zu Menschen hatte. Weil allem anderen Gegenüber ist sie friedlich, keine Angst vor Autos oder so, kein Stress mit anderen Pferden,…

    Würd gern eure Meinungen hören 🙂

    hi, ich habe zwar nicht ganz weiter gelesen aber ich hatte das gleich mit meiner 1 1/2 jaehrigen ich habe am anfang die gerte genommen und sie damit immer aus sicherer entfernung gestreichelt. dann habe ich sie langsam an die hand gewoehnt und immer weiter nach hinten gestreichelt mittlerweile darf ich sie sogar am schweif anfassen und auch etwas am bauch da tritt sie aber manchmal noch… ich habe aber auch jeden tag mit ihr das streicheln geuebt wenn ich das so sagen kann 🙂 und das jetzt seit fast 4 monaten! wenn du ihr zeit laesst und das ganze langsam angehst dann klappts auch 🙂 aber sei auch konsequent sie darf nicht ueber dich laufen ich schick meine kleine dann immer rueckwaerts dann weiss sie dass sies nicht darf, das hatte sie dann auch schnell raus.
    lg

  • Avatar debbchen sagt:

    wie reagiert sie denn auf die gerte?
    ich habe wenn wir spazieren gehen eine in der hand und wenn sie nicht weiter will dann rede ich ihr zu lenk sie vom angsteinfloessenden gegenstand ab und tick sie ein bisschen an, dann is sie von mir und der gerte abgelenkt und geht weiter…
    ich habe sie auch schon mal rueckwaerts geschickt da sie einfach nicht mehr weiter wollte 🙂 da ging sie rueckwaerts am traktor vorbei und dann gings wieder normal weiter 😀
    bei den kleinen muss man manchmal nun mal inovativ sein 🙂

  • Avatar Reikja sagt:

    Oh, was bin ich wieder mal froh Isländer zu haben: die stehen 4 bis 5 Jahre mehr oder weniger wild herum und man kann trotzdem ganz lieb mit ihnen umgehen.

    Was mich eher noch beschäftigen würde: wenn dieses Reitponypferd so explosiv auf Kontakt reagiert, wer hat dem Pferd dann eigentlich die Hufe in den 2,5 Jahren gemacht?

    Mein 6 jähriger Jüngling lebte die ersten 4 Jahre seines Lebens wild in einer sehr großen Herde und bekam trotzdem alle paar Monate da draußen die Hufe gemacht, zeitgleich Wurmkur etc., wechseln der Wiesen mit dem 6er Pferdeanhänger zu mehreren.

    Die Grundbegriffe des Pferdelebens (putzen, führen, frei im Round pen laufen und sich treiben lassen, sowie ohne drängeln durch Türen gehen) lernte er in einem 3 Tage Jungpferdekurs, wofür er an den Hof geholt wurde.
    Ein halbes Jahr später wurde er innerhalb von 14 Tagen angeritten. Dazwischen war er nur in der Herde auf der Wiese!

    Jetzt, 2 Jahre später ist er noch immer superlieb, meine Kinder fahren wirklich Bobbycar an ihm vorbei, man kann ihn überall hinführen, durch den Carport, ums Haus, über die Terasse und man kann ihn im Stockdunkeln reiten. Er hat nur Angst vor aufklappenden Regenschirmen und Kühen die auf ihn zu galoppieren und mit dem Kopf schwenken.

    Mein anderer Isländer ist traditionell mit Hochlandaufenthalten groß geworden und ebenso spät an Menschenhand, Halfter und Reiten gewöhnt worden und die Kinder können ihn genauso bürsten und streicheln, wie ihr Holz- Schaukelpferd.

    Ich würde sagen: weniger ist mehr. Gib dem Pferd Zeit, lass es erstmal den Kindergarten auf der Wiese durchleben. Ich bin immer dafür lieber später anzufangen und das Pferd in der Zeit vor dem Reiten bloß nicht zuviel anzufassen, weil viel anfassen viel verderben kann. Was einem Pferd einmal richtig, in entspannter Umgebung, gezeigt wurde, wird richtig abgespeichert- glaube ich. Und nach allem Lernen muss immer eine Pause folgen, damit die Pferde das erlernte „gut wegpacken“ können. Das sind so meine Erfahrungen.

  • Avatar Insolence sagt:

    Gerte macht sie eher noch frecher, bzw sobald ich die Gerte leicht antätscht geht sie nur noch Rückwärts.
    Gestern ist dann einer vom Stall hinter uns her und hat sie etwsa gescheucht, das ging dann, danach ist sie auch ohne jemand anderes außer mir in die Halle. Aber sie testet es halt immer aus.

    Ich lasse sie ja nicht täglich laufen, ich gewöhn sie halt schonmal an alles, ist ja dort alles neu für sie. Die paar Minuten laufen lassen ist halt auch für sie nicht schlecht, da sie Anfangs immer total aufgebauscht umher rennt und danach relativ ruhig ist.

    Die Woche ist erstmal der Schmied da, mal sehen wie sie sich verhält :panik1: Warscheinlich bekommt mans garnicht hin wenn sie hinten immer austritt :no:

  • Avatar nisenase sagt:

    Schmied: Ich habe erst nach 6 Wochen Huftraining den Schmied bestellt, weil ich finde, dass man es einem Schmied auch nicht unnötig schwer machen muß. Als der Schmied dann da war habe ich vorne am Kopf jemand mit Brot abgestellt, der dann vorne gestopft hat. So gab es bei meinen beiden wilden, rohen Hengsten kein Problem. Nach dem 3. ten Schmiedtermin hab ich vorne auch niemand mehr benötigt. Ansonsten würde ich die Kleine lieber ne Runde um den Hof führen und wieder zur Koppel bringen als in der Halle zu scheuchen…
    und hol Dir kompetente Hilfe dazu, denn grade am Anfang legt man den Grundstein zum entweder wohlerzogenen Pferd oder zum „Problempferd“…

  • Avatar Diana sagt:

    Geht die Stute denn auf die Weide?
    Ich finde, Du machst zuviel mit ihr.
    Erstmal ist sie noch SEHR jung.
    Dann hat sie in kurzer Zeit zweimal komplett ihre Umgebung und ihre Bezugspersonen gewechselt.
    Das haut auch schon mal ältere Pferde ziemlich aus dem Lot.

    Ich finde, es würde reichen, wenn Du sie pflegst, dabei mit ihr Freundschaft schließt und sie ansonsten nur auf die Weide ginge.
    Wenn Ihr Euch genauer kennt, kannst Du mit ihr auch an neue Orte gehen, mal eine Runde in der Halle drehen oder auf dem Platz.
    Aber von Arbeit würde ich absolut die Finger lassen.
    Damit hast Du noch mindestens 6 Monate Zeit.

  • Avatar Patti sagt:

    Das einzige Problem ist noch, sobald man richtung Hinterbeine geht, also ca am Bauchhöhe, fängt sie an nervös zu werden, drückt einen erst weg und schlägt dann auch aus.
    Meint ihr, sowas geht mit viel Zeit und Geduld weg, so wie das ’nicht anfassen lassen‘ vorher (da hatte se zu anfang auch geschnappt, nach 2 Wochen war aber soweit alles gut) ? Oder bleibt sie immer ein Pferd wo man ein paar Probleme mit hat?

    Bei meiner Stute ist dies Verhalten nach einem denkwürdigen (für sie) Ereignis verschwunden.

    Zum einen soll das wohl daran liegen dass sie vom Züchter kommt, und der war halt so: Fohlen geboren, mit Mutter auf die Wiese und dann nichts mehr mit anstellen. Eben so alt-eingesessen.

    Was soll man denn mit einem Fohlen sonst anstellen?
    Standen die beiden in einer Herde? Waren da noch andere Fohlen bei?
    Wie wurden denn bisher die Hufe bearbeitet?

    Ich bin ja der Meinung dieses Verhalten kommt nur davon, weil sie kaum Kontakt zu Menschen hatte. Weil allem anderen Gegenüber ist sie friedlich, keine Angst vor Autos oder so, kein Stress mit anderen Pferden,…

    Hmm.
    Für mich klingt das so, als ob sie genau weiss, was sie da macht und damit bewirkt. Ist sie denn ansonsten eher der neugierige Typ?

    Gerte macht sie eher noch frecher, bzw sobald ich die Gerte leicht antätscht geht sie nur noch Rückwärts.

    Wie und wo hast du die Gerte denn eingesetzt?

    Die Woche ist erstmal der Schmied da, mal sehen wie sie sich verhält :panik1: Warscheinlich bekommt mans garnicht hin wenn sie hinten immer austritt

    Och – glaub mal – wenn das ein ordentlicher Schmied ist, bekommt der das hin.
    Schöner wäre es allerdings, wenn du das vorher üben würdest.

    Ich sehe das ansonsten so wie Diana – du machst meiner Meinung nach recht viel mit dem jungen Tier.

    Gruß
    Patti

  • Avatar Chris sagt:

    Dass sie nervös ist kann ich nachvollziehen. Das ist, da schließe ich mich den anderen an, schon ziemlich viel was Du machst. Jeden Tag in der Halle laufen… was soll das bringen? oder steht sie sonst in der Box? Man kann ja durchaus auch mit 2,5jährigen was machen, aber jeden Tag, und dann jeden Tag laufen lassen in der Halle – da drehen die doch ab.

  • Avatar dat_julschen sagt:

    Mal in der Halle laufen lassen, ist ja ok, aber du solltest den Schwerpunkt auf putzen und Weide haben.
    Vorallem weil du und dein Pferdchen sich erstmal an einander gewöhnen müssen.

    Wenn sie nicht in die Halle möchte, dann hast du ein Problem. Denn folgen sollte sie dir überall hin. Das Vertrauen und den Gehorsam muss ein Pferd haben.
    Im Normalfall würde ich ne Kette drauf machen, ich bin mir aber nicht sicher, ob das bei eurer Konstellation sinnvoll ist.

  • Avatar Kirsten sagt:

    Im Normalfall würde ich ne Kette drauf machen, ich bin mir aber nicht sicher, ob das bei eurer Konstellation sinnvoll ist.

    Auch nur in diese Richtung zu denken finde ich wirklich gruselig. Inkompetenz des Ausbilders mit einer Kette wettzumachen geht ja mal gar nicht.

    Stell dein Kind auf eine Weide wo es hingehört, solange sie nichts arbeiten will (ja, es gibt auch die anderen Kandidaten, die auf Biegen und Brechen mitwollen, wenn man sein Pfderd von der Koppel holen will) hat sie Kindergartenzeit. Für den Rest(Hufegeben, Verladen) hol´dir einen kompetenten Menschen vor Ort,der zuerst dir und dann dem Pferd zeigt, wie da alles funktioniert. Ohne zu Üben ein Kind einem Schmied vorzustellen finde ich dem Schmied gegenüber unfair, ganz zu schweigen, dass du das Pferd mit einer völlig unbekannten Prozedur einfach überfällst. Geht dabei was schief oder wird es zum Fiasko (was du ja offensichtlich erwartest), hast du mindestens die nächsten Male richtig zu tun, um den Schmied für das Pferd wieder erträglich zu machen.

  • Avatar Chris sagt:

    solange sie nichts arbeiten will

    Entschuldige, aber ein Pferd hat immer noch dahin zu gehen wohin ich es gehend haben will. Und ein bisschen was tun, auch mal laufen lassen, Trabstangen hinlegen oder was auch immer (alles in Maßen, nicht in Massen!) schadet sicherlich nicht. Und das Fohlen-ABC sollte man absolut üben, und das ist auch Arbeit für nen Pferdekind.

  • Avatar dat_julschen sagt:

    Auch nur in diese Richtung zu denken finde ich wirklich gruselig. Inkompetenz des Ausbilders mit einer Kette wettzumachen geht ja mal gar nicht.

    Das hat gar nix mit Inkompetenz zutun. Auch Pferde testen. Die einen mehr die anderen weniger.
    Mit einer Kette hab ich die Möglichkeit klar und deutlich zu machen, das ich der Chef bin.
    Die wird auch nur im Fall der Fälle angewendet sonst nicht.

    solange sie nichts arbeiten will

    Dann würd Granit heute immer noch auf der Weide stehen.
    Im Übrigen hat in der Halle laufen lassen für nix mit Arbeit zutun.

    Entschuldige, aber ein Pferd hat immer noch dahin zu gehen wohin ich es gehend haben will. Und ein bisschen was tun, auch mal laufen lassen, Trabstangen hinlegen oder was auch immer (alles in Maßen, nicht in Massen!) schadet sicherlich nicht. Und das Fohlen-ABC sollte man absolut üben, und das ist auch Arbeit für nen Pferdekind.

    Genau!

  • Avatar maurits sagt:

    Kompetenz des Ausbilders kann auch bedeuten, im richtigen Moment mal „hinzulangen“. Und nein, das hat nichts mit Tierquälerei zu tun.

    lg
    maurits

  • Avatar maurits sagt:

    ich geleite Herrn Mau aktuell mit Hengstkette raus und rein, da er rausfand, dass im Garten noch fettes Gras auf dem Rasen steht.
    Keine Chance, wenn der das sieht, ist man machtlos. Dann ziehen 600kg ins Gras, ob ich will oder nicht. :resp:
    Wenn der mal so zielstrebig bei der Arbeit wär 😉

  • Avatar debbchen sagt:

    Ja wäre die Arbeit denn auch so genüsslich 🙂
    Seh Frau Mau schon hinterm Hü herangeschleppt werden 🙂
    :red: :hurra:
    😉

  • Avatar Patti sagt:

    Das Problem sehe ich eher darin, dass die TE relativ unsicher rüberkommt.

    Man muss sich im Klaren darüber sein, dass Pferde ständig beobachten und ihre Schlüsse daraus ziehen. Also quasi lernen.

    Bin ich nun zu vorsichtig, lasse mich von ungewünschten Reaktionen (oder Aktionen) des Pferdes zu leicht beeindrucken, lernt das Pferd hier natürlich auch ständig dazu – nämlich: ich zicke ne Runde rum und habe meine Ruhe.

    Meine Stute hatte in ihrer „frechen Phase“ – so zwischen 3 und 4-jährig – durch ein junges Mädel, was sie 2-3 mal die Woche im Gelände ritt, über 3 Wochen lang „gelernt“, wie sie es schafft, NICHT durch’s Wasser zu gehen. Das Mädel hat nämlich 3 Wochen lang irgendwie rumprobiert, das Pferd durch einen Bach zu reiten. Und Pferd tat’s nicht. Statt gleich am Anfang Bescheid zu geben, hat sie halt selber irgendwie rumgefriddelt, hat sich beeindrucken lassen und das Pferd hat täglich gelernt. Resultat war letztendlich, dass das Pferd auf 300 Meter NICHT ans Wasser ranging. Sie hatte ja gelernt, wie sie sich erfolgreich entziehen kann….

    Ich würde der TE raten, da jemanden mit ins Boot zu holen, der erfahren genug ist, zu beurteilen, ob das Pferd „testet“ oder wirklich ein Problem hat. Und der dann auch mit der entsprechenden Sicherheit agiert.

    Gruß
    Patti

  • Avatar Kirsten sagt:

    Das hat gar nix mit Inkompetenz zutun. Auch Pferde testen. Die einen mehr die anderen weniger.
    Mit einer Kette hab ich die Möglichkeit klar und deutlich zu machen, das ich der Chef bin.
    Die wird auch nur im Fall der Fälle angewendet sonst nicht.

    Und gehört trotzdem nicht in die Hände von jedem Hinz und Kunz, besonders nicht an einem Pferdekind! Hier sollte doch möglich sein, dass man sich anderer Strategien bedient. Ich sehe bei uns im Stall jeden Tag „Problempferde“ ein und ausgehen. Fakt ist, dass keines davon den Hof verlässt und nicht mit Halfter und Strick leicht zu handhaben ist. Darunter Warmblüter (die haben auch gut und gerne 600 Kilo) ebenso wie sture Ponys, Quarter und 3-4jährige, die frisch von der Weide kommen und anlongiert, bzw. später angeritten werden. Zufall? Wohl eher eine Frage der Ausbildungsmethode. Natürlich mag es immer mal wieder Ausnahmefälle geben, bzw. Situationen in denen kurzzeitig ein Einsatz der Kette notwenig ist, der Einsatz im Dauergebrauch liegt sicher nicht im Sinne des Erfinders. Das Wort Tierquälerei ist übrigens nicht von mir gefallen, ich finde den Einsatz in vielen (nicht allen)Fällen lediglich übertrieben und als schnelle, leichte Lösung für falsches Verhalten bzw. mangelnde Konsequenz des Reiters

    Entschuldige, aber ein Pferd hat immer noch dahin zu gehen wohin ich es gehend haben will. Und ein bisschen was tun, auch mal laufen lassen, Trabstangen hinlegen oder was auch immer (alles in Maßen, nicht in Massen!) schadet sicherlich nicht. Und das Fohlen-ABC sollte man absolut üben, und das ist auch Arbeit für nen Pferdekind.

    Ja, das würde ich bei einem 3jährigen und älter auch so sehen und voll unterschreiben. Bei den Pferdekindern nicht. wenn sie sich anbieten, dann kann man ein bisschen was mit ihnen machen. Wenn nicht dann eben nicht. Das Nachwuchspferd meiner Reitlehrerin ist jetzt 1,5 Jahre. Wenn ich Vaiven von der Koppel holen muss ich sie wegscheuchen, weil sie sich auf Biegen und Brechen in das Halfter zwängen will. Danach läuft sie mit bis zum Zaun und guckt noch Ewigkeiten hinterher. Hat man sie ein bisschen in der Halle, dann findet sie das total schick und ist bei so Krimskrams wie Regenschirmen, Raschelfolie u.s.w. mit Feuereifer bei der Sache. Das meine ich mit wollen und sich anbieten.

    Zum Thema Fohlen-ABC: wenn du meinen Beitrag lesen würdest, dann würdest du sehen, dass ich für das Fohlen-ABC empfohlen habe sich um eine kompetente Person vor Ort zu bemühen, bevor man das Pferd einfach mal so zum Hufschmied schickt. Denn wie der Name schon sagt gehört genau das in die Fohlenausbildung und ist richtig und wichtig geübt zu werden.

    Zum Thema Pferdekinder und überfordern: aktuell gestern war ein Mädel bei uns im Stall, dass ihren Quarter mit 1,5 Jahren angeritten hat und heute (2,5 Jahre) bereits irgendwelche wilden Stopps und Rollbacks machen lässt. Aus zwei Ställen ist sie deswegen schon geflogen, unter anderem aus unserem. Belehrungs- und Beratungsresistent. Also seht mir bitte nach, aber ich kriege die Krätze, wenn auf Teufel komm raus mit den Jährlingen und Zweijährigen Heckmeck gemacht wird. Uns wenn man selbst sein Pferd nicht vernünftig auf den Schmied vorbereiten kann bzw. es zum gesitteten Führen animieren kann, dann sollte man sich Hilfe holen. Meine Meinung!

  • Avatar Kirsten sagt:

    Ich würde der TE raten, da jemanden mit ins Boot zu holen, der erfahren genug ist, zu beurteilen, ob das Pferd „testet“ oder wirklich ein Problem hat. Und der dann auch mit der entsprechenden Sicherheit agiert

    Genau :thumbsup:

  • Avatar Diana sagt:

    Nur die Besitzerin sagte direkt, dass sie schreckhaft ist.
    Nicht generell, aber sobald man schnelle Bewegungen auf sie zu macht.
    Zum einen soll das wohl daran liegen dass sie vom Züchter kommt, und der war halt so: Fohlen geboren, mit Mutter auf die Wiese und dann nichts mehr mit anstellen. Eben so alt-eingesessen.
    Meine ist jetzt 2,5 Jahre alt, vor nem halben Jahr hat die jetzt ‚Besitzerin‘ sie übernommen, weil der Züchter sie nicht los wurde, da sie sich nicht anfassen lies. Nach diesem halben Jahr ist es aber echt supi geworden, wie gesagt als ich da war war eigentlich nichts.
    Das einzige Problem ist noch, sobald man richtung Hinterbeine geht, also ca am Bauchhöhe, fängt sie an nervös zu werden, drückt einen erst weg und schlägt dann auch aus.

    Lest doch noch mal diesen Teil des Eröffnungsbeitrags durch.
    Das Pony ist leider etwas schwierig. Warum auch immer.
    Und es hat sich auch schon jemand mit ihm befasst.
    Aber die Grunderziehung sitzt noch nicht, das Pony ist immer noch nicht gut zu händeln und benimmt sich nicht respektvoll.
    Was wir hier mit der jungen Stute machen würden, wüsste ich ziemlich genau.
    Das will ich der Themenerstellerin aber nicht raten, da ich nicht weiß, ob sie es umsetzen kann.
    Nur, das, was sie jetzt macht, ist auch nicht ok.
    Aber leider hat man das oft, wenn sich Leute Zweijährige holen, dass sie viel zu früh anfangen, sie zu arbeiten.

  • Avatar dat_julschen sagt:

    Und gehört trotzdem nicht in die Hände von jedem Hinz und Kunz, besonders nicht an einem Pferdekind!

    der Einsatz im Dauergebrauch liegt sicher nicht im Sinne des Erfinders.

    So nu geh doch mal bitte und ließ meine Beiträge noch mal, und nicht nur das Wort Kette.

    Ja, das würde ich bei einem 3jährigen und älter auch so sehen und voll unterschreiben. Bei den Pferdekindern nicht.

    Sorry, aber ein 2,5 jähriges Pferd ist nunmal kein Fohlen mehr. Und wenn die meinen sie dürften tun und lassen was sie wollen, können die schon brandgefährlich sein.
    Und ehrlich, wäre es mein Pferd, müsste es jetzt anfangen mit Longe usw.

    Also seht mir bitte nach, aber ich kriege die Krätze, wenn auf Teufel komm raus mit den Jährlingen und Zweijährigen Heckmeck gemacht wird.

    Jap sehe ich dir nach, genau so krieg ich die Krätze, wenn Pferdchen erst mit 6 oder 7 unter den Sattel kommen und ihnen bis zum Alter von 5 Jahren alles durchgelassen wird!

  • Avatar Kirsten sagt:

    So nu geh doch mal bitte und ließ meine Beiträge noch mal, und nicht nur das Wort Kette.

    Das habe ich, aber auf meinen Einwand, dass ich das der TE aufgrund mangelnder Kompetenz niemals auch nur anklingen lassen würde, kommen sofort die üblichen Tierschutzgebrabbel-Sachen (nicht von dir, aber es kommt) und die Aussage, dass der Einsatz einer Kette nichts mit der Kompetenz des Pferdebesitzers zum Einsatz derselben zu tun hat. Was ich damit sagen wollte: Unsachgemäßer Einsatz macht Aua. Wenn zugleich die TE nicht den eindruck macht, dass sie an sich nicht sehr sicher im Umgang ist, dann würden mir zig sachen einfallen, die ich mit dem Pferd vor dem Einsatz einer Kette versuchen würde.

    Sorry, aber ein 2,5 jähriges Pferd ist nunmal kein Fohlen mehr. Und wenn die meinen sie dürften tun und lassen was sie wollen, können die schon brandgefährlich sein.
    Und ehrlich, wäre es mein Pferd, müsste es jetzt anfangen mit Longe usw.

    Das ist doch gar nicht der Punkt. Die Frage ist doch, ob das Pferd mit 2,5 schon wirklich gearbeitet werden sollte. Und einige (etliche) sind in dem Alter eben noch nicht so weit und ein weiteres halbes Jahr in Ruhe und Frieden wirkt Wunder. Wenn man mit dem Pferd was macht, dann muss es folgen, dass ist klar. Und wenn es nicht funktioniert dann hole ich mir Beistand, der macht, dass es funktioniert. Und zwar bevor ich zu Kette, Gerte u.s.w. greife.

  • Avatar dat_julschen sagt:

    Das habe ich, aber auf meinen Einwand, dass ich das der TE aufgrund mangelnder Kompetenz niemals auch nur anklingen lassen würde, kommen sofort die üblichen Tierschutzgebrabbel-Sachen (nicht von dir, aber es kommt) und die Aussage, dass der Einsatz einer Kette nichts mit der Kompetenz des Pferdebesitzers zum Einsatz derselben zu tun hat. Was ich damit sagen wollte: Unsachgemäßer Einsatz macht Aua. Wenn zugleich die TE nicht den eindruck macht, dass sie an sich nicht sehr sicher im Umgang ist, dann würden mir zig sachen einfallen, die ich mit dem Pferd vor dem Einsatz einer Kette versuchen würde.

    Eben weil die TE nicht den Eindruck macht, habe ich auch gesagt, das ich das in diesem Fall nicht machen würde.

    Das ist doch gar nicht der Punkt. Die Frage ist doch, ob das Pferd mit 2,5 schon wirklich gearbeitet werden sollte. Und einige (etliche) sind in dem Alter eben noch nicht so weit und ein weiteres halbes Jahr in Ruhe und Frieden wirkt Wunder.

    Stimmt einige sind noch nicht soweit. Geb ich dir Recht.

    Wenn man mit dem Pferd was macht, dann muss es folgen, dass ist klar.

    Na, da sind wir uns doch mal einig :friend:

    Und wenn es nicht funktioniert dann hole ich mir Beistand, der macht, dass es funktioniert. Und zwar bevor ich zu Kette, Gerte u.s.w. greife.

    Stimmt. Grundsätzlich denk ich auch, das man einen RL oder ähnliches in der Nähe haben sollte. Aber dann hab ich für gewöhnlich auch solche Fragen nicht.

  • Avatar Betty211 sagt:

    Hast Du mal versucht herauszufinden, ob das Pony mehr Angst vor Männern als vor Frauen hat?

    Und dann? :huh:

    Geh einfach ganz normal mit dem Pony um.
    Immer mit dem Wissen, dass es vieles einfach nicht kennt.
    Sei entsprechend vorsichtig, damit Du nicht gebissen oder getreten wirst und mach ansonsten Dein Ding.
    Loben und ermahnen, auch strafen, wenn es tatsächlich tritt oder beißt.
    Unser Fohlen bekommt auch schon mal kurz und knackig eine ab, aber beißen, ansteigen auf der Weide, nach vorne ausschlagen beim Strick lösen oder heftiges Kopfschütteln beim Halfter anziehen – das geht einfach nicht.
    Und siehe da, die Kleine versteht es.
    Und kommt trotzdem immer wieder an.

    Ruhig, aber zielstrebig mit dem Pferd umgehen – nicht verzärteln oder alles durchgehen lassen, dann wird das schon!

    Ja ich finde, dass das die beste variante ist…wenn man ganz normal mit dem Pferd umgeht und so tut als ob nichts wäre, dann kommt man wahrscheinlich nie ans Ziel. Man muss konsequent sein und dem Pferd klar machen, was es darf und was nicht.
    lg und viel Erfolg

  • Avatar Insolence sagt:

    Sooo. Ich melde mich auch mal wieder.
    Hatte jetzt, um sicher zu gehen, mal ne Ostepathin da.
    Im großen und ganzen fehlt ihr nichts, also keine Schmerzen o.ä. Nur dadurch, dass die Hufe hinten nie gemacht wurden hat sie jetzt ne leichte Krümmung der Beine nach innen :/ Da es aber nicht stark ist wurde mir gesagt dass sich das auch noch korrigieren kann.
    Des weiteren dass mein Ponychen einfach null Respekt hat. Dass sie lernen muss dass ich sie jederzeit und überall anfassen darf. Außerdem ist sie wahnsinnig kitzelig. Oder sie tut so.

    Wenn ich sie jetzt laufen lasse ändere ich öfter mal die Richtung, stelle mich ihr in den Weg dass sie entweder umdrehen oder abwenden muss. So merkt sie erstmal dass sie nicht zu bestimmen hat wo lang es geht.
    Dann wurden mir noch so bestimmte Stellen gezeigt wo ich ihr reinkneifen soll, falls sie mal rumzickt (Mähne, Halsmitte) und Berührpunke zum loben.

    Bin ab Neujahr in nem neuen Stall, da wird sie dann auch mehr draußen sein. Außerdem kann ich dort super mal mit ihr spazieren gehen, der Hof ist mitten im Wald.

    Da ist dann auch mehr Hilfe. Auch wenn dort wo ich jetzt bin Pferde gezüchtet werden und der Stallbesi meinte „Ja man muss schon gucken auf wen man hört, fremde Leute die mal ein Pferd großgezogen haben oder jemanden der schon an die 100 großgezogen und eingeritten hat“ … Naja.

    Mir wurde jetzt auch ein Trainer empfohlen, ist eigentlich n Westernreiter, beschäftigt sich aber auch mit der Erziehung (komplett ohne Wort, nur mit dem Verhalten und Bewegungen ->Pferdeflüsterer ^^) Einziges Manko: 35€ die Stunde. Aber ein paar mal gönne ich mir das. Der zeigt mir vor allem auch wie ICH mit meinem Pony umgehen muss. Mein Dad meinte schon wir geben sie zu nem Bekannten für 2 Monate, der sie dort erzieht. Aber bringt mir ja nichts, dann hab ichn Pony was wen anderes akzeptiert, mich aber immer noch versucht zu verarschen ^^

    Sodele. Tataa

    Achja: Keine Gewalt anwenden, immer nur kleine Klapser geben. Nur wenn sie versucht mir weh zu tun, dann darf ich ihr auch weh tun. Also wenn sie mich treten will muss ich einfach ma zurück treten.

  • Avatar Fah sagt:

    Viel Glück – und glaub mir: die x mal 35 Euro sind super investiert in die hoffentlich vielen gemeinsamen Jahre, die noch vor Euch liegen. 😉

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