Ponies selbst einfahren bei totaler Unwissenheit

By ponyfan | Fahrsport

Hallo zusammen
ist euch eigentlich auch schon mal aufgefallen wie viele total unwissende Leute es gibt die „einfach mal“ nur mal so, weils ja kein Problem ist, ein Shetlandpony selbst einfahren und dieses auch noch anderen anbieten?
Was man da so manches Mal zu hören und zu sehen bekommt…. :doh:
Immer frei nach dem Motto….ist ja nur ein Shetty!! Keiner würde das mit einem Warmblut z.B. so machen. Davor hat jeder Respekt.
Kann ja wer weiß was passieren.
Wenn man allein schon sieht wieviel Unwissenheit allein darin besteht ein Geschirr ordentlich aufzulegen und anzupassen. Da sitzen Brustblätter viel zu tief…da ist die Zuglinie unterbrochen, da werden Stränge mit dem kleinen Bauchgurt festgezurrt. Da werden die abenteuerlichsten „Fahrgebissse“ angewendet…bis hin zum gebisslosen Fahren. Von den „Dingern“ die „Kutschen“ genannt werden, mal ganz zu schweigen.
Warum nur nehmen solche Könner und Kenner der Materie Shetland- oder generell Kleinponies nicht für voll??
Wer schon mal gesehen hat, was gerade auch mit diesen kleinen Ponies, bei aller Unwissenheit und Bertungsresistenz passieren kann, der würde vielleicht sein Tun mal überdenken. 🙂

  • Avatar Frisiangirl sagt:

    Kann dir eigentlich nur zustimmen….

    Ich finde, alle leute die gern fahren möchten: erst den Fahrschein und dann das Pony/Pferd zusammen mit ein Profi (oder allein von ein Profi) einfahren lassen. Und danach noch einige male Unterricht folgen.

    Wenn mann es selber macht und etwas geht schief….die folgen sind meist nicht zu übersehn….

  • Avatar HoNi sagt:

    Hallo
    Also ich war als Kind auf einem Haflingerhof. Habe da das reiten gelernt. Und der, dem der Hof gehörte, fuhr ganz viel Kutsche, war auch Ausbilder und fuhr viel Turnier. Wenn ich zurück denke, was man beim anspannen alles beachten musste… Wahnsinn. Das ist jetzt schon ziemlich lange her und ich weiß noch immer, dass er das immer nachkontrolliert hat, weil das so wichtig war. Ich selber fahre gerne mit, wenn ich weiß der jenige hat Erfahrung bzw eine Ausbildung genossen. Alles andere ist mir zu gefährlich. Was da alles passieren kann. Ob Shetty oder Großpferd, wenn mir das Pferdi in die Hauptstraße rennt ist das immer gefährlich… Ich kann das nicht verstehen…
    LG Nicole

  • Avatar Monty sagt:

    Hallo zusammen
    ist euch eigentlich auch schon mal aufgefallen wie viele total unwissende Leute es gibt die „einfach mal“ nur mal so, weils ja kein Problem ist, ein Shetlandpony selbst einfahren und dieses auch noch anderen anbieten?

    Nö ,ist mir noch nicht aufgefallen. Kenne ehrlicherweise keinen , der keine Ahnung hat und sein Shetty trotzdem versucht hat einzufahren.
    Vielleicht weil die, die ich kenne alle mich wegen sowas fragen? :denk: :flucht:

    Mit deinen weiteren Ausführungen hast du aber sicherlich recht.

  • Avatar calamaris sagt:

    Also keine Ahnung, so kenne ich das auch nicht..

    Habe selber 2 Shettys, die sind allerdings eingefahren und ich hätte Hilfe, durch meinen Stallbesitzer der selbst jahrelang Kutsche fährt.
    Allerdings hab ich im Moment nicht da Geld mir geeignete Materialien zu besorgen und den Schein zu machen, deswegenfahre ich leider noch nicht..

    Aber ich finde trotzdem, das man nicht unbedingt alles ganz „professionell“ machen muss, bitte nicht falsch verstehen.

    Es muss ordentlich gemacht werde, da es sonst zu gefährlichist das ist schon klar!!

  • Avatar ines sagt:

    Hallo

    Die antort ist vermutlich ganz einfach: shetty sind nicht teuer genug. Wenn ich ein großpferd vergurke sind mal ein paar tausen euros weg. Ein shetty bekommt man ja fast geschenkt X(

    Ich würde gerne kutsche fahren. habe aber keine ahnung davon. meine pferde und ponys auch nicht. keine zeit einen kurs zu belegen, also lasse ich es konsequenter weise sein.

    Mit papieren sieht das sicherlich anders aus, aber es gibt ja deutlich mehr ponys die aus einer wilden vermehrung kommen, als aus einer durchdachten zucht. :kowa:

  • Avatar calamaris sagt:

    Die antort ist vermutlich ganz einfach: shetty sind nicht teuer genug. Wenn ich ein großpferd vergurke sind mal ein paar tausen euros weg. Ein shetty bekommt man ja fast geschenkt

    Traurig, das es Menschen gibt die so über ein Lebewesen denken!!
    Auch Ponys sind Pferde!!

    Nur weil sie kleiner sind, werden sie ungerecht behandelt. Schlim….

  • Avatar Monty sagt:

    Die antort ist vermutlich ganz einfach: shetty sind nicht teuer genug. Wenn ich ein großpferd vergurke sind mal ein paar tausen euros weg. Ein shetty bekommt man ja fast geschenkt

    Ob das der Grund ist, lasse ich mal dahingestellt sein. „Seinem Besitzer“ ist auch ein günstiges Pony was wert – meistens jedenfalls. Und ich kann mir nicht vorstellen, das jemand versucht sein Shetty einzufahren mit dem Hintergedanken, wenns nicht klappt und es verunglückt gibt es eben ein neues. :no:

    Das größte Problem ist einfach, das die Kraft dieses kleinen Ponys völlig unterschätzt wird.

    Auch wenn das wahrscheinlich keiner hören will, ist ein Pony dennoch für jemanden der Erfahrung hat in der Regel einfacher einzufahren als ein großes Pferd (jaja, ich weiß Regel bestätigen die Ausnahme). Die meisten sind doch cooler, so das man oft das Gefühl hat die wären schon ihr Leben lang im Wagen gegangen. 8o

    Die meisten Pferde, die ich eingefahren habe, habe schon alleine eine viel längere Vorarbeit (Doppellonge, Hinterherlaufen) gebraucht als die Ponys. Wobei ich hier jetzt auf keinen Fall zum Selbstversuch animieren möchte.

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Das größte Problem ist einfach, das die Kraft dieses kleinen Ponys völlig unterschätzt wird.

    Ich denke auch, dass da der Hase im Pfeffer ist. Dass einige denken, beim Pony kann man ja leicht nebenher laufen und dann rechtzeitig (an-)halten, sollte denn etwas sein. Die Wagen sind dann nicht so groß, so dass auch diese einen leicht händelbaren Eindruck machen. Ist halt eine Fehleinschätzung, die aber zum Glück in den meisten Fällen gut geht.
    Habe beim Einfahren meines Pferdes auch oft gedacht (Geduld fehlte und man wollte ja schnell ans Fahren kommen), jetzt mach ich einfach mal. Aber die Vernunft hat mich dann doch warten lassen. Besser ist das. :ja:

    Und Calamaris, ich finde DOCH, dass man es professionell machen sollte. Es gibt sooooooo viele Dinge zu beachten. Ein Kleinigkeit vergessen, kann schon erheblichen Schaden und Verletzungen verursachen.

  • Avatar Legolas sagt:

    Ich habe im Alter von glaube ich 7 Jahren meine Erfahrung mit Shetty vor der Kutsche gemacht, als das Ponylein durchging.
    Die Besi fahren heute noch, auch Grosspferde, selbst eingefahren, weil man „meint“ fahren zu können.
    Heute sehe ich das etwas anders, denn die Unfälle die bisher passiert sind, sprechen hier auch wieder für sich. Kutsche überschlagen etc.
    Für mich ein NO GO, deshlab lasse ich meine beiden von einem bekannten Fahrlehrer einfahren und ich mache zeitgleich mein Fahrabzeichen.
    Denn ich habe einen grossen Respekt vor der Fahrerei und denen die sich richtig betreiben

  • Avatar ponyfan sagt:

    ich finde das klasse daß ihr das so seht. Man sollte wirklich gerade auch die Kleinen nicht unterschätzen.
    :thumbsup:
    Es ist geradezu erschreckend wie einfach und leicht sich das manche Zeitgenossen machen. Wenn man da mal in manche
    gerade „Shetty-Foren“ reinsieht….. :no: und wenn man die dort eingestellten Fragen so beantwortet wie man es selbst immerhin mal in einem Fahrkurs gelernt hat und aus den Erfahrungen die man in der täglichen Fahrerei mit den Shettys gemacht hat…dann merkt man ganz schnell daß die diese Antworten gar nicht hören wollen, sondern im Vorfeld eh alles schon wissen, obwohl kein Fahrkurs besucht und auch sonst keinerlei Erfahrungen bestehen.
    Mit tun dann immer schon die armen Ponies und evtl. Unbeteiligte leid, die aufgrund dieser Unwissenlheit unweigerlich zu Schaden kommen können. :kowa:

  • Avatar calamaris sagt:

    Und Calamaris, ich finde DOCH, dass man es professionell machen sollte. Es gibt sooooooo viele Dinge zu beachten. Ein Kleinigkeit vergessen, kann schon erheblichen Schaden und Verletzungen verursachen.

    Kommt drauf an was man unter professionell versteht.

    Ansonsten seh ich es genauso, man muss auf jeden Fall jeanden dabei haben der weiß was er da macht. Ich kenne die Kraft meiner Ponys und weiß das diese allzu oft unterschätzt wird, sogar in meinem Bekanntenkreis werden meine Shettys nicht ernst genommen. Selbst als der nach einer gewissen Person getreten hat!!
    Ich sag ja ich finde diese Tatsache genauso schlimm und erschreckend wie ihr!!

  • Avatar Patrizia sagt:

    Ich finde nicht, dass sich das nur aufs Fahren und nur auf Shettys beschränkt. Mit Ponys wird man generell oft nicht so recht ernst genommen, das ist meine Erfahrung – vielleicht erschreckenderweise tatsächlich, weil man sie für billig Geld an jeder Ecke kriegen kann. Wie oft kriegt man als Ponybesitzer zu hören „Willst Du nicht endlich mal ein richtiges Pferd und das Pony an ein paar Kinder verkaufen?“ oder gar, wenn eine Behandlung beim Tierarzt/ Osteo/ Zahni sonstwas ansteht „Lohnt sich das? Ist doch nur ein Pony!“. Da geht mir echt die Hutschnur hoch. Oder guckt in die diversen Kleinanzeigen: Wie viele Ponys sind da „wegen Umstieg“ zu verkaufen. Ja, was für ein Umstieg denn? Kinder, die „jetzt endlich mal vernünftig Dressur“ reiten wollen? (kann man ja mit einem Pony nicht, was?). Wie viele Erwachsene reiten überhaupt dauerhaft Ponys? Ich bin in meinem Bekanntenkreis die einzige, von ein paar Isländerreitern mal ausgenommen (diese scheinen da eine Ausnahme zu sein).

  • Avatar calamaris sagt:

    Wie viele Erwachsene reiten überhaupt dauerhaft Ponys?

    Eine Bekannte meint auch immer wenn sie sich ein Pferd anschafft dann ein richriges (gemeint ist ein großes).
    Ich finde das ungerecht, ist ein Pony ein falsches Pferd?
    Ich liebe meine Ponys, klar es ist ein Nachteil das ich die nicht reiten kann, aber wenn ich mir ein Tier zu Reiten anschaffen wüde, wäre das trotzdem auch in der Kategorie Pony einzuordnen und ich stehe dazu ich finde Ponyrassen ansprechender als Großpferdrassen!!

  • Avatar Windspiel sagt:

    Ja nu, was ist mit Jugendlichen / Erwachsenen, die zu groß werden / sind?

  • Avatar träumel sagt:

    OT
    Calamaris, wer hat den beiden Zwergen denn so einen Vorhang geschnitten 8| ;(

  • Avatar ponyfan sagt:

    @Windspiel

    zu groß zum Reiten auf Ponies….das geht allerdings schnell.

    Aber zum Fahren nie…..Wie viele Erwachsene fahren Shetlandponies sehr erfolgreich auf Turnieren? Jede Menge!!
    Auch in den höchsten Klassen. :thumbsup:

  • Avatar calamaris sagt:

    Ja nu, was ist mit Jugendlichen / Erwachsenen, die zu groß werden / sind?

    Ähm, es gibt auch „andere“ Ponys, also auf einem Deutschen Reitpony oder Haflinger, Isländer,oder sonstigen kann man auch als Erwachsener noch reiten. Ich würde kein Großpferd haben wollen (außer meine alte RB, aber der wurde verkauft ;( )

    Calamaris, wer hat den beiden Zwergen denn so einen Vorhang geschnitten

    Ich war das :hurra: ab und zu muss das mal sein und ich bin halt nicht so professionell, aber der kleine hat ein unglaubliches Haarwachstum, wenn ich nicht ab und zu was wegschneide hängen die irgendwann auf dem Boden..

  • Avatar träumel sagt:

    :rolleyes: na, es wächst ja wieder 8)

  • Avatar Patrizia sagt:

    Ja nu, was ist mit Jugendlichen / Erwachsenen, die zu groß werden / sind?

    Nun ja, ich finde, man ist heutzutage sehr schnell dabei, ein Pony zu klein/ zu schwach für einen Jungendlichen/ leichten Erwachsenen zu finden. Meist nämlich so im Alter von 14-15, wenn die Mädels (Jungs sind ja eher wenige dabei) finden, sie müssten jetzt mal auf ein „richtiges Pferd“, um im Turnier zu punkten. In dem Alter sind sie aber selten schon so groß und schwer, dass das von diesem Aspekt her nötig ist. Ich spreche jetzt auch nicht unbedingt von Shettys, aber ein trainiertes gut gerittenes 1,40 was-auch-immer-Pony ist durchaus fähig, auch noch eine nicht allzu schwere gut sitzende 20-jährige zu tragen (oder eine 37jährige…. ich reite mit 70 kg und 176 cm auf 1,40 und mein Pony hat KEIN Problem damit). Ich habe den Eindruck, dass oft die rein optische Komponente zählt. Da werden lieber 16-jährige 50 kg-Mädels auf schwere Warmblüter von Stm. 1,70 und mehr gesetzt, als auf ein Pony. Sieht in meinen Augen mindestens genauso lächerlich aus – und das heissgeliebte Kinderpony ist wieder mal auf der Strecke geblieben.

    (zur optischen Sache: Was wir heutzutage als lächerlich empfinden, war jahrhundertelang Usus. Richard Löwenherz und seine Ritter waren nachweislich auf ca. 1,10 bis 1,20 unterwegs. Und soo viel kleiner waren die Leute damals nun doch nicht. Im späten Mittelalter waren höchstens die Ritterpferde größer, aber auch die maximal 1,50 rum. Der restliche Durchschnitt war um die 1,40 – seien es Zelter, Renner oder Kutschpferde. Und in den Jahrhunderten danach wurden sie – bis ins 19. Jhd. – auch nicht wesentlich größer).

  • Avatar calamaris sagt:

    Genau, denk ich auch immer :rolleyes:

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Zitat von »träumel«
    Calamaris, wer hat den beiden Zwergen denn so einen Vorhang geschnitten

    Ich war das ab und zu muss das mal sein und ich bin halt nicht so professionell, aber der kleine hat ein unglaubliches Haarwachstum, wenn ich nicht ab und zu was wegschneide hängen die irgendwann auf dem Boden..

    Die sehen doch gar nix mehr … oder machst du dann Zöpfchen??? 😀

  • Avatar Windspiel sagt:

    Naja, ist schon klar mit dem Mittelalter usw.
    Allerdings waren dort viele Dinge normal, die heute keiner mehr machen würde oder wollte 🙂

    Und ehrlich: ich mit meinen 1,83 auf einem Pony oder Kleinpferd, sorry, da würde ich mich nicht wohlfühlen. Meine Stute mit ihren 1,64 war meine persönliche Untergrenze.
    Und es sieht fuchrtbar aus, wenn die Beine unten ewig zu lang sind.
    Ist meine Meinung, muss man natürlich nicht teilen 😉
    Andererseits stimme ich aber zu, dass viele Jugendliche viel zu früh auf viel zu großen Pferden sitzen.

    Und ich habe keine Pony-Antipathie, da gibt es richtig tolle Tiere drunter!

    Mit dem Fahren, das ist eh klar, ist was ganz anderes. Ich bin ja nur auf die Sache mit dem Reiten eingegangen.

  • Avatar calamaris sagt:

    Die sehen doch gar nix mehr … oder machst du dann Zöpfchen???

    Also eigentich hab ich nicht das Gefühl das die nix sehen, zumindest sind sie noch nie irgendwo gegen gelaufn 😀

  • Avatar HoNi sagt:

    Hallo
    Also ich habe ein Pony und ein Großpferd, und ich fühl mich auf beiden wohl;-)
    LG Nicole

  • Avatar Kaja24 sagt:

    Also ich habe neulich die besten erfahrungen mit, kein plan vom Fahren aber trorzdem Freiberger fahren müßen, gehabt, er kamm mir mit seinem Zweispänner entgegen, im Trab mit 3 Pferden an die Kutsche irgendwie noch mit dran gebunden, ich biege mit meinem EInspänner ab, da mein Wallach, bis vor kurzen noch Hengst immer bisschen komisch auf ein haufen Pferde reagiert, was allgemein bekannt ist. Was macht der Volltrottel? Der Fährt mir auch noch nach, Trabt auf und will sich mit mir unterhalten, sogar überholen will der!!

    Zwei Wochen später reitet der hinter mir her, ich wieder Wallach vor Kutsch, überholt Kutsch bleiben aber hinter scheuklappe und untehält sich mit seinen Mitreiter, die ihre Pferde nicht an der Kutsche vorbeibekommen, Zität nachdem mein Wallach schier durchgegangen ist und mit den Nerven fast am Ende ist lautete „na, das muß ein Fahrpferd aber abkönnen !“, am liebsten währe ich abgestiegen und hätte ihn mit der Peitsche verprügelt. Klar kann man mein pferd überhollen und es macht ihm auch nichts aus wenn das mehrere Pferde tun aber wenn 4 Pferde im Jagdgallop an ihm vorbeischießen, dann hat er doch auch ein problem.

    Oder was meint ihr?

  • Avatar calamaris sagt:

    Tja, manche haben die Weisheit mit dem Löffel gegessen 😉

  • Avatar Ann sagt:

    Ich beobachte das auch ziemlich oft, insbesondere im Internet, wo dann lustige Fragen danach kommen, was man denn braucht und wie man es am besten anstellt.
    Viele kommen dann ja auch die glohrreiche Idee ihr Pferd vor den nächstbesten Reifen zu spannen, damit es das ziehen lernt.
    Bingo – erste Trauma fürs Pferd, wenn es wie wildgeworden losgaloppiert und ihm der Reifen um die Hinterbeine fliegt.

    Ehrlich, wer glaubt sein Pferd einfahren zu können, ohne eine echte Ahnung davon zu haben, der sollte vielleicht eher auf das Stricken umsteigen.
    Viele Leute unterschätzen glaube ich ganz einfach die Risiken, die dieser Sport birgt. Ich hab schon so viele Unfälle gesehen, die man durch einen etwas bedachteren Umgang mit Pferd und Wagen hätte vermeiden können. Und das selbst bei Leuten, die das schon jahrelang machen.
    Nicht auszudenken, welche Fehler man machen kann, wenn man so gar keine Ahnung davon hat…

  • Avatar Squeegy sagt:

    Mein Pony ist auch (professionell ein-) gefahren, wir haben eine Kutsche im Stall, aber ich keine Ahnung davon-also Finger weg!

    Ich gehöre auch zu den Ponyreitern. Selbst bin ich 1,70m groß und mein Pony 1,54 und größer sollte es auch nicht sein 🙂

    Mir ist auch aufgefallen das man „Freizeittechnisch“ eher zu Ponys neigt und für Turniere die großen her müssen.

    Ich hab damals als 12Jährige auf Großpferden mit dem Reiten angefangen-würd ich nicht wieder so machen.

  • Avatar maurits sagt:

    Squeegy, mach einen Fahrkurs.
    Am besten mit Deinem Pferd zusammen, es gibt Fahrlehrer, wo das geht, dass man das eigene Gespann mit zum Lehrgang nutzt.
    Hier würde das auch gehen. Also wir machen das auch, dass Leute, die ein Pferd haben was gefahren ist, auch mit ihrem Pferd den Lehrgang machen, es ist super, wenn sie mit einem Ausbilder zusammen lernen, ihr Pferd gescheit zu fahren.

    Bei unserem Turnier hier vor drei Wochen hatten wir massiv Ponygespanne,mehr als zwei Drittel, das ist jedes Jahr so.
    Da würde ich mir nicht so viele Gedanken machen, die meisten fahren Ponys, zumindest im Freizeit- und Einsteigerbereich.
    Wobei Du mit dem 1,54er Pferd ja eh bei den Grosspferden starten müsstest 😀

    lg
    maurits

  • Avatar Squeegy sagt:

    Ich möchte nirgendwo starten :look:
    Aber mit der Größe hast du wohl recht.

    Irgendwann werde ich sowas machen. Wie das dann genau aussehen wird (ob mit meinem Pferd oder nicht) weiss ich noch nicht. Reizen würde es mich schon.

    PS: wie du aus meinem anderen Thread weisst ist an sowas auch noch lange nicht zu denken 😉

  • Avatar maurits sagt:

    nicht zwingend, die bescheuertesten Pferde wurden schon geniale Kutschpferde und andersherum geht es auch, dass ruhigste Vertreter nicht gescheit fahrbar waren.

    lg
    maurits

  • Avatar Squeegy sagt:

    Ich meine nicht ihn. Er sollte da das kleinstes Problem sein, falls überhaupt. Ich meine meine Ausreitangst. 😉

  • Avatar der seher sagt:

    Ich beobachte das auch ziemlich oft, insbesondere im Internet, wo dann lustige Fragen danach kommen, was man denn braucht und wie man es am besten anstellt.

    Das trifft doch leider auf den kompletten Pferdebereich zu. Wieviele kaufen sich „schlaue“ Bücher, überschlagen die Kapitel mit Warnhinweisen und fangen gleich beim Spanischen Schritt an.

    Gleiches gilt auch für das Einfahren – egal ob Pony oder Großpferd. Fahren und Reiten sind artfremde Zustände (auch wenn sie sich zum Teil natürliche Verhaltensmuster zum Vorteil machen). Und um Pferde da heran zu führen, gehören entweder a) erfahrene Hände oder b) viel Geduld und das Vermögen, sich als mensch selbst zu schulen

  • Avatar der seher sagt:

    Und aus (sehr traurigem) aktuellem Anlass: http://www.waz-online.de/WAZ-AZ/Gifhorn/Gifhorn/Uebersicht/Gespann-geraet-in-den-Bernsteinsee-Kutscher-retten-sich-beide-Pferde-tot Zeigt sehr anschaulich, was passieren kann, wenn Mensch sich über- und das Nervenkostüm der Pferde unterschätzt

  • Avatar Ann sagt:

    Oh mein Gott, das ist wirklich furchtbar Oo
    Besonders geschmacklos auch der letzte Satz. Wen interessiert da bitte der Gesamtschaden? Oh man.

  • Avatar der seher sagt:

    Die Presse eben – wenn noch drei Zeilen fehlen, wird es eben aus dem Polizeibericht übernommen … :panik:

  • Avatar Brillant sagt:

    Es ist aber auch erstaunlich, wie gefährlich es ist was manche schon unterneingefahren verstehen… Z.B. der Kerl, vor dem Ich mein Pony weggerettet habe meinte mein kleiner sei „angefahren“. Als ich mal anders spatzieren wollte habe ich ein altes Kumt hervorgekramt und wollte es Brilly nur draufmachen und hinterher laufen. aber soweit kam es nicht… mein Pony stand auf 2 Beinen und war total aufgelöst. Obwohl er sonst die Ruhe in Person ist.

    Aber das beste war das „eingefahrene“ Pony des Types: Meine Freundin und ich haben das Pferd eingespannt und Gott sei Dank vom Boden angeführt. Der kleine hat bis dahin gestanden wie ne 1, ist dann aber im Galopp losgerast. Ich wurde davon Geschleudert, aber meine Freundin hat es irgendwie geschafft das Pony im Kreis zu halten. Nach zig Runden standen sie dann wieder. Das Pony aufgeschrammt, die Stangen der Kutsche komplett verbogen… aber ansonsten ist nichts schlimmes passiert

    Hätte nur richtig böse werden können. Seit dieses Menschen bin ich dem Kutsche fahren eher abgeneigt… Aber allgemein gibt es hier viele „Fahrer“ die ihre Ponys zu Festen auskramen, scharfe Gebisse einschnallen- zum anhalten und dann irgendwie losfahren. So werden sie dann auch eingefahren: ein liebes Pferd, das junge daneben und dann drauf und vorwärts es ist fürchterlich :thumbdown:

  • Avatar Kaja24 sagt:

    Bei uns is mal ein Gespann bei der Hochzeit ab und auf ein Brücke zu, ihr wisst schon die niedrigen mit dem Breiten rand über kleine Bächle, die Kleinpferde sind trüber gesprungen, eins war gleich das ander erst alsder Besitzer es erschoßen hat tot, Bräutigam tot und Beifahrer sowie fahrer auch, Braut schwer verletzt, grund die vollidioten haben gehubt, obwohl alle gesagt haben man solls nicht tun, aber das war denen egal, jetzt sehen sie was sie davon haben!!!

  • Avatar Ann sagt:

    Au man ey, das is echt hart Oo
    Wenn ein einzelnes Pferd abgeht, dann kann ja schon eine Menge passieren. Aber wenn dann auch noch ne Kutsche dahinter ist…das ist eben saugefährlich, das darf man nicht unterschätzen.

    Mein Vater ist, trotz mehrjähriger Erfahrung, bei einem Kutschenunfall fast ums Leben gekommen.
    Kutsche zu eng um die Kurve, Beifahrer war schon runter, Kutsche umgeknallt, mein Vater gegen einen Betonpfahl geschmettert. Rippen gebrochen, Magen eingeklemmt, Bauchspeicheldrüse verletzt, Verdauungssäfte haben den Bauchraum zersetzt…das war nich schön.
    Und das alles nur, weil sich das Pferd erschreckt hat!
    Solche Unfälle können immer passieren. Aber man muss sie nicht durch seine Fahrlässigkeit heraufbeschwören.

  • Avatar der seher sagt:

    Ich persönlich bin der Meinung, dass nicht jedes Pferd – mal das körperliche Vermögen völlig ausser Acht gelassen – für die Kutsche geeignet ist. Die Anforderungen an die psychische Stärke sind hier m.E. wesentlich stärker gefordert als in anderen Reitdisziplinen. Und damit mal wieder zum eigentlichen Thema: Selber einfahren? – Besser nicht. Hier ist echtes Fachwissen gefragt – und das beinhaltet auch die objektive Beurteilung des Nervenkostüms!

    Und wie all die Geschichten hier zeigen: Sicher fühlen sollte man sich zu keiner Zeit.

  • Avatar Ann sagt:

    Ohja, da kann ich dir nur zustimmen. Sowohl im Bezug auf das prof. Einfahren, aber auch auf die Eignung des Pferdes 🙂

  • Avatar maurits sagt:

    Es gibt schlimme Unfälle mit Gespannen. Und daher wundert es mich umso mehr, wie viele Leute dort völlig unbedarft an das Thema gehen.

    Beispiel: Mein Mann besuchte einen grossen Kutschenkorso. 120 Gespanne auf einem großen Platz. Darunter ein Fahrer, der seine Pferde angespannt stehen liess, ohne Kopfstück…in der Menge.
    Mein Mann sprach ihn freundlich an, um ihn auf die Gefahr hinzuweisen, die so eine Handlungsweise mit sich ziehen kann.(man braucht glaube ich nicht viel Phantasie, um sich auszumalen, was passiert, wenn die Pferde sich erschrecken und ohne Kopfstück loslaufen mit Kutsche..)
    Er sagte ihm, man würde das doch in jedem Lehrgang lernen, auf Sicherheit zu achten.

    Daraufhin meinte der Fahrer, er sei eben nur Freizeitfahrer und ihn würden die Lehrgänge und Vorschriften nicht interessieren…

    Noch Fragen?

    lg
    maurits

    PS: @der seher, Dein Avatar macht mir Angst :flucht:

  • Avatar der seher sagt:

    PS: @der seher, Dein Avatar macht mir Angst :flucht:

    :blinzel: aber nicht doch. Was meinst Du wohl, was ein Bild von mir auslösen würde :panik1:

  • Avatar Ann sagt:

    Daraufhin meinte der Fahrer, er sei eben nur Freizeitfahrer und ihn würden die Lehrgänge und Vorschriften nicht interessieren…

    Boah…bei sowas kann man wirklich nur mit dem Kopf schütteln Oo

  • Avatar Felischa sagt:

    ich bin so ein Freizeitfahrer…

    Bei uns stand ein Shetty, „das geht schon vor der Kutsche“..

    Ok gesagt getan, Gig gekauft ( von einer Firma, keine Seifenkiste vom Oppa)

    Geschirr gekauft und…..

    Profi gefragt magste mal gucken, sie mochte…

    Geschirr zu gross, falsch verschnallt, aber eingefahren war das gute Tier dann doch.

    Ein Shetty ist ein fühlendes Wesen und auch mit meiner mittlerweile 26jährigen Reiterfahrung, auf vielen vielen Ponys und Pferden, würde ich mich an neues nur mit Hilfe ranwagen, bevor ich Leid und Unheil zufüge.

    So unüberegte Hobbybesserwisser wird es leider immer wieder geben :wacko: gerade wenn es um „laufende Meter“ geht.

  • Avatar Shyraja sagt:

    Ich war beifahrerin und habe das Fahren gelernt. Klar könnte ich keine Turniere fahren, aber ne einfache dressuraufgabe bekomm ich mit nem Einspänner hin. Ich habe mit der Kutsche schon einiges erlebt und weiß genau, wie es sich anfühlt, wenn du neben einem nervösen 1,80 m pferd herrennst, auf ihn einsprichst und versuchst, ihn irgendwie dazu zu bringen, nicht im nächsten moment mitsamt der kutsche durchzugehen.

    Dennoch, oder gerade deswegen würde ich kein Pferd allein und in eigenregie vor die Kutsche spannen.

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