Pferdezahnarzt oder Tierarzt??

By Luppi | Zähne, Kopf

Guten morgen!

Mich beschäftigt seit einigen Tagen oben genanntes Thema und ich hoffe auf Eure Unterstützung bei meiner Entscheidung.

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Also, zu uns in den Stall kommt am Sa. ein Pferdezahnartzt und nun ringe ich mit mir, ob ich meinen Dicken vorstellen soll, oder doch lieber einen TA daran lasse.

Ich muss dazu sagen, dass Titus schon damals bei der Kastra Probleme mit der Narkose hatte und ich nicht weiss, ob dass bei einer leichten Sedierung auch der Fall ist.

Welche Vorteile bieten den dein Pfededentist gegenüber einem TA??

lg

Luppi

  • GilianCo GilianCo sagt:

    Die Frage ist ja an anderer Stelle auch schon diskutiert worden. Wenn das Pferd sediert werden muß, und der Pferdedentist kein TA ist, würde ich das wohl nicht machen. Gerade weil Du schreibst, daß das Pferd ggf. etwas Probleme bei der Sedation hat. Wenn der Dentist eben kein TA ist, dann wird das Pferd vorher von einem TA sediert. Der guckt schon noch , ob das Pferd die Sedation abkann, fährt dann aber, wenn geklärt ist, ob die Sedation ausreicht oder nicht.

    Ich finde daß auch ein Pferde TA durchaus gut Zähne machen kann, einige sehen das wieder komplett anders.

    Hier wird das ja auch schon diskutiert. Vielleicht hilft Dir das ja weiter.

  • Patrizia sagt:

    Aus diesem Grund hab ich in diesem Jahr auch einen Pferdetierarzt, der ebenfalls Zahnarzt ist, an mein Pferd gelassen statt meine üblichen Zahnfeen, mit denen ich auch immer sehr zufrieden war. Aber meine Kleine hatte auch bisher einmalig Probleme mit der Sedierung, und da war mir das einfach zu heikel – sie fing gut eine Stunde nach Sedierungbeginn an zu zittern und der Tierarzt war meilenweit weg und wollte auch nicht mehr kommen. Der Zahnarzt war sehr gut, hat mein Pony gemacht und danach noch zwei weitere Pferde, war also länger noch am Stall und konnte ein Auge auf die Kleine haben, was mir sehr angenehm war.

    Hab allerdings ansonsten die Erfahrung gemacht, dass nicht jeder Tierarzt automatisch ein guter Zahnpfleger ist. Aber Du hast ja die Gelegenheit, am Samstag erstmal zuzugucken – würde ich spontan entscheiden an Deiner Stelle.

  • GilianCo GilianCo sagt:

    …dass nicht jeder Tierarzt automatisch ein guter Zahnpfleger ist. Aber Du hast ja die Gelegenheit, am Samstag erstmal zuzugucken – würde ich spontan entscheiden an Deiner Stelle.

    Das stimmt allerdings. Leider (daher würde ich auch immer erst mal gucken und so) gilt das in meinen Augen auch für viele Dentisten… und das OBWOHL sie sich spezialisiert haben. Es macht in meinen Augen echt Sinn, sich da selber ein Bild zu machen, was sinnvoll ist und was nicht, und wer einem liegt, und mit wem das gut klappt.

  • Binchen sagt:

    Frag doch vorher einfach mal, ob er auch die Schneidezähne kürzt und ob er verschiedene Aufsätze zum raspeln hat. Hat er das nicht, lass die Finger davon, dann mag er ein guter Ta sein, aber ist wahrscheinlich nicht auf Zähne spezialisiert.
    Mich hat mal einer an einen Kollegen verwiesen, als ich fragte wie und womit er arbeitet 😀
    Ich denke beste Kombi ist die, wie Patrizia sie beschrieb, es sei denn du hast ein völlig unkompliziertes Pferd, was die Sedierung angeht

  • pferdundfutter sagt:

    Zähne raspeln ohne Sedation finde ich persönlich immer etwas grenzwertig weil einfach zu schnell was passieren kann wenn die Pferdis plötzlich blöd tun. Allerdings bin ich schon überzeugter Anhänger von Tierärzten, die sich auf Pferdezähne spezialisiert haben und nur noch das machen. Die haben genügend Erfahrung mit Sedation aber eben vor allem mit den Zähnen da sie ja tagtäglich nichts anderes machen (im Vergleich zum normalen Tierarzt, der halt auch MAL Zähne macht). Und bei meiner Stute kann ich durchaus den Unterschied merken, ob ich nen normalen TA dran hatte oder den Spezialisten.

  • nessi sagt:

    Zu uns kommen immer Pferdedentisten, die eine TÄ dabei haben, die die Sedierung individuell je nach Pferd bestimmt und dies auch während der Behandlung beobachtet. Ist zwar nicht ganz günstig, aber lohnt sich. :ja:

  • geestprinzessin sagt:

    Bei uns gibt es auch einige Pferdedentisten – die haben allerdings keinen TA dabei – muss man dann extra bestellen. Es gibt einen Pferdedentisten in der Gegend, der auch TA ist. Der war einmal bei mir (Sammeltour und deswegen angeblich auch gaaar nicht sooo teuer). Anschließend bin ich lang hingefallen wegen der Rechnung – na gut, der war ja auch mal bei „Paule Scho…“ in der Klinik.

    Seitdem macht mein TA die Zähne. Der ist eh regelmäßig wegen Impfen da und in regelmäßigen Abständen schaut er sich die Zähne an. Und wenn was gemacht werden muss, bleibt er auch nach getaner Arbeit lange da. Hat auch den Vorteil, dass er die Pferde kennt – und sollte dennoch ein Zwischenfall vorkommen, würde er sehr schnell wieder bei mir sein.

    Ich bin mir sicher, dass ein spezieller Pferdedentist bestimmt gut ist, aber wenn er nicht sedieren kann (weil er es nicht darf), dann bevorzuge ich doch lieber meinen TA. Für mich ist der auf jeden Fall eine Vertrauensperson.

  • MerlijnCH sagt:

    Für mich kommt nur einer ans Pferdemaul der Tierarzt studiert und abgeschlossen hat und als Zusatz die Pferdezähne-Ausbildung absolviert (USA, Canada) und dann hauptamtlich als Pferdezahnarzt arbeitet und zudem Erfahrung hat.

    Wie eine Vorschreiberin schon schrieb. Solche Leute können punktgenau auf die Minute mit Sedationen umgehen.
    Und hier hat noch keiner anderthalb Stunden am Pferd herumgefeilt um sich in Szene zu setzen.

    Für eine Routine-Zahnbehandlung mit Geräte aufstellen und wegräumen und allem drum und dran dauert das max 30 bis 45 Minuten, kann auch kürzer, sein je nach dem was ansteht, und da ist etwas persönlicher Smalltalk auch noch dabei 😀

    Zumindest Beno ist seit seiner Zahn-OP jährlich in Kontrolle (nach der OP 2x halbjährlich) und es gibt jedes Mal weniger zu machen. Dieses Mal ging es sehr kurz und wir kriegten ein gutes Zeugnis. So kann man auch den Intervall längen.

  • Fluppel sagt:

    Für mich kommt nur einer ans Pferdemaul der Tierarzt studiert und abgeschlossen hat und als Zusatz die Pferdezähne-Ausbildung absolviert und dann hauptamtlich als Pferdezahnarzt arbeitet

    So halte ich das auch. :ja:

  • Luppi sagt:

    Moin moin!

    Erstmal ganz lieben Dank an Alle, die mich mit Ihrer Anwort unterstützt haben.

    Gestern war also der Zahnartzt da und ich habe im ca 7 h auf die Finger geguckt, bis ich ihm meinen Liebling anvertraute.

    Er ist TA mit Zusatzausbildung. Er machte auf mich einen sehr kompetenten Eindruck und hatte ein stattliches, gepflegtes Equpment dabei. Er desenfizierte sich nach jedem Pferd die Hände, reinigte die Aurüstung, kontrollierte die Gebisse und reinigte bei der Gelegenheit gleich sämtliche Schlauchtaschen der Wallache.

    Ein Blick ins Pferdemaul und er konnt einem sagen, welche Problem sich beim reiten dieses Pferdes ergeben. Ich war beeindruckt!

    Titus Gebiss war auf den 1.Blick sehr gut, keine Hacken oder Treppen. Sein Biss ist gut und er hat keinerlei Vehlstellungen. :hurra: Er hat also nur die Kaufächen etwas begradigt und die Schneidezähne angepasst. Sein Gebiss passt und mein Dicker war der einzige Bursche mit ner sauberen Schlauchtasche. Da macht es sich bezahlt, dass die Mutti gegelmäßig groß Reine macht. Bei einem Wallach hat er eine walnussgroße Ablagerung aus der Schlauchtasche geangelt! :panik: Der arme Kerl muss schon echt Probleme gehabt haben. Ich versteh einfach nicht, dass das nicht zur normalen Pflege dazu gehört?? Nun habe ich gerstern erstmal allen Interessierten erklärt, wie wir das so machen, mit dem „stinke Fisch“.

    Die Sedation war auf dem Punkt und Titus war nach maximal 1 1/2 Sunden nach setzen der Sed. wieder auf der Weide!

    Huete beim reiten haben wir auch schon kleine Veränderungen bemerkt, denn er gibt jetzt viel leichter im Unterkiefer nach, entspannt sich und folgt bereitwilliger ind V/A., denn dadurch, dass der ZA die Wolfszähne abgeschliffen und die Molaren begradigt und Kanten entfehrnt hat, muss Titus jetzt sein Gebiss nicht mehr festhalten um Schmerzen bei Berührung mit dem Gebiss zu vermeiden.

    Ich bin begeistert! Der ZA kommt alle halbe Jahr zu uns in den Stall und ich brauche meinen erst in einem Jahr wieder vorstellen.

    Der ZA kommt übrigens aus England, ist heute im Ösiland, dann weiter zu Bodensee usw. Er scheint also recht bekannt und gut beschäftig zu sein.

    Ein Schnäppchen war die Zahbehandlung allerding nicht, aber so wie es aussieht, war er sein Geld wert.

    Lg

  • Diana sagt:

    denn dadurch, dass der ZA die Wolfszähne abgeschliffen … hat

    ?( Bist Du sicher, dass er DAS gemacht hat?

  • MerlijnCH sagt:

    …wie wir das so machen, mit dem „stinke Fisch“.

    Stinkefisch…copyright by MerlijnCH 😀

  • maurits sagt:

    Heiliger Bimbam, ein Zahnarzt der beim selben Besuch die Schlauchtaschen reinigt :flucht:
    sozusagen von der Hand in den Mund.

    Ich fass es nicht. :no:
    Bitte lass es nicht wahr sein… :flucht:

  • MerlijnCH sagt:

    Maurits, also sooo doof finde ich das jetzt auch nicht.

    Ehrlich gesagt, weil Pferde unter Sedation oft ausfahren und es viele Vertreter gibt, denen man den Stinkfisch nur im sedierten Zustand mal anständig reinigen kann.
    Es gibt Sachen an Dreck da, das kann man sich kaum vorstellen, es gibt Stinkefische die sehen im ausgefahrenen Zustand aus wie vom Baumpilz befallen :kotz: :kotz:

    Ich bin ja der Ansicht, dass man jedem Pferd beibringen kann, Intimhygiene zu dulden, ist nur Erziehungssache 😀
    Also bei Beno brauche ich zumindest nicht den Zahnarzt um den Stinkefisch zu polieren 😀

    Ich nehme mal an der Pferdezahnarzt hat eh Chirurgenhandschuhe an, und Luppi schreibt ja selber, dass er sehr hygienisch gearbeitet hat.

    Also ich sehe jetzt da kein Problem…im Gegenteil…der Mann denkt mit…sind aber only my 2 cents :ostern:

  • maurits sagt:

    Du hast ja recht, aber trotzdem ist das irgendwie sagen wir mal kurios.
    Also ich möchte nicht, wenn ich beim ZA bin, dass der vorher an irgendeinem verdreckten Intimbereich herumgepult hat. Auch wenn er die Handschuhe dann wechselt.
    Ach nee, lass uns das Thema wechseln.

  • Luppi sagt:

    Huhuu,

    ja, es mag kurios sein und ich gebe zu, dass ich anfangs, sagen wir mal etwas überrascht war, als er sich am anderen Ende zuschaffen machte, aber das was er zu tage brachte gibt ihm, wie ich finde recht. Mir war selber schon aufgefallen, wie :kotz: teilweise die … (…copyright by MerlijnCH) waren.

    Wie es schein, nehmen es viele Wallachbesitzer nicht so genau mit der Intimpflege ihrer Jungs. Da er eben nicht „nur“ ZA ist, war es ihm wohl wichtig und die Gelegenheit war auf Grund der sed. günstig, die Besitzer darauf aufmerksam zu machen und er legte wirklich wert auf Hygienen und des. gründlich seine Hände nach der „Schatzsuche“!!!

  • Agente sagt:

    Wer von Euch geht zum Hausarzt,
    wenn er Probleme mit den Zähnen hat?

  • Luppi sagt:

    Genau die gleiche Frage stellte mir meinen Rl, als ich sie um ihren Rat bat.

  • GilianCo GilianCo sagt:

    Wobei der Vergleich ja mehr als hinkt. Ein Dentist macht ggf. eine Zusatzausbildung, einen eigenen Studiengang für Dentisten gibt es so ja nicht, anders als in der Humanmedizin. (eigene Ausbildung ja, aber wohl nicht mit dem Studium der Zahnmedizin beim Menschen vergleichbar 😉 )

    Ich sehe für mich beispielsweise nicht, warum ich einen teuren Dentisten holen soll, wenn ich mit meiner TÄ da komplett zufrieden bin. Endoskoptische Kontrolle etc. ist total klasse, aber ich habe eben leider schon so viel „Blödsinn“ gesehen gerade bei TÄ die sich als Dentisten bezeichnen, daß ich einfach auf Experimente verzichte, und einen Fachtierarzt für Pferde an mein Pferd hole. Schon, um meinem Pferd eine Zahnbehandlung von 2,5 h zu ersparen, und eine solide Arbeit zu haben. Ich finde es gut, daß es Dentisten gibt, aber ich bleibe halt weiterhin der Ansicht, daß ein guter Fachtierarzt durchaus auch in der Lage ist, die Zähne gut zu behandeln.

    Beim Pferd ist die Behandlung ja trotz allem auch nicht mit der des humanen Zahnarztes vergleichbar, humane Zahnärzte machen ja doch einen Tick mehr als die Dentisten beim Pferd.

  • Crina sagt:

    Ist natürlich auch schön einfach sich Pferdetierarzt zu schimpfen 😉 Die ganzen Notfälle nachts fallen weg und die Besitzer legen komischerweise echt gerne mal eben 150 Tacken für den ‚Pferdezahnarzt‘ auf den Tisch….
    Ist jetzt zwar n bisschen überzogen, aber ich finde, ähnlich wie Gilian, dass ein guter Pferdefachtierarzt in der Lage sein sollte, sich ums Pferdemaul zu kümmern. Klar, man muss erstmal einen guten finden, aber es ist ja nicht wie beim Menschen:
    Ein Zahnarzt hat ein grundsätzlich anderes Studium!!!
    Es gibt ja auch keine Pferdeorthopäden, Pferdeanästhesisten etc. 😉
    Jedem das seine, sehr wichtig wäre mir aber keinen Dentisten ohne Veterinärmedizinstudium an ein Pferd zu lassen…

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