RB reißt den Kopf in Übergängen hoch.

By testadmin | Allgemein

Hallo,
ich bräuchte mal eure Hilfe.
Und zwar dreht es sich um meine RB eine 11jährige Friesenstute. Ich reite sie nunmehr 3 Monate, einmal pro Woche bei einer RL im Einzelunterricht. Allerdings hat sie wohl ein Problem mit dem Gebiss. Ich kann sie in korrekter Anlehnung wohl reiten (laut meiner RL), aber in Übergängen oder bei jeglicher anderer Zügeleinwirkung reißt sie den Kopf hoch. Ich bin zwar keine überdurchschnittlich gute Reiterin, aber ich denke nicht, dass ich ihr im Maul rumzerre.
Dazu muss gesagt werden, dass die Stute auch eingefahren ist, da der Besitzer Kutsche fährt. In den letzten Jahren hat er aber nur ein paar Mal im Jahr dafür Zeit gefunden. Er fährt meine RB im Gespann mit einer anderen Friesenstute, die die Halbschwester von meiner ist. Meine Stute hat wohl eine schäfere Kandare, da sie einen regen Vorwärtsdrang hat im Gegensatz zu ihrer Schwester, die sehr gemächlich ist. Zudem hat meine Stute noch eine zweite RB, die sie seit 4 Jahren reitet. Sie muss aber mit Zügeln reiten, die Schlaufen eingearbeitet haben zum reingreifen, da sie nicht so viel Gefühl mehr in den Händen hat aufgrund einer Krankheit.
Jetzt meinte meine RL, dass dieses “Kopf hochziehen” daher rührt, dass meine Stute immer harter Zügeleinwirkung ausgesetzt wurde/wird u. Schmerzen im Maul erwartet u. dann in Übergängen z.B. vorsorglich den Kopf hochreißt. Sie wird gerade mit einer doppelt gebrochenen Wassertrense geritten. Meine RL sagte weiterhin, dass wenn die Stute ihr Pferd wäre, sie sie gebisslos Reiten würde.
Jetzt stehe ich vor der Frage, ob das wirklich das Problem darstellt, oder ob es auch andere Gründe haben könnte für diese heftige Reaktion. Wenn ich sie reite merke ich auch, dass die Stute nach einer gewissen Zeit, in der ich viel Übergänge reite ein wenig entspannter ist. Aber könnte das Problem nicht vielleicht auch von Zahnproblemen herrühren?
Der Umstieg auf gebisslose Zäumung wäre auch meine private Sache. Ich denke der Besitzer wird nix dagegen haben, solange ich das zahle. Ich glaube allerdings nicht, dass die andere RB auf gebissloses Reiten umsteigen würde da bei ihr das Problem wohl nicht so stark zu tage tritt. Meine RL unterrichtet sie nämlich auch immer mal wieder u. ihre Aussage war, dass die andere Reiterin zwar reiterlich weiter ist als ich u. sie es dadurch schafft die Stute ständig auf Spannung zu reiten, aber die Stute nicht losgelassen bei ihr geht, sondern verspannt. Zudem findet sie die Schlaufenzügel schlecht, da man mit denen viel härter einwirkt u. sensible Hilfengebung kaum möglich ist.
Bei mir sagt sie hingegen, dass ich es noch nicht schaffe genug körperliche Spannung dauerhaft zu halten um die Hinterhand dauerhaft zu aktivieren (teilweise gelingt mir das schon ganz gut, aber dann lassen meine “Kräfte” nach). Aber dafür geht die Stute bei mir zufrieden u. losgelassen. Wenn ich sie die Zügel aus der Hand kauen lasse dehnt sie sich auch bereitwilliger v/a.
Jetzt weiß ich also nicht, was ich machen soll. Als erstes denke ich werde ich mal den Besi fragen, ob denn die Zähne ok sein werden. Tja, aber was ist, wenn es daran nicht liegt? Ist die Alternative wirklich gebisslos zu Reiten u. wenn dann was nehmen? Ich persönlich tendiere zum LG Zaum, denn ich möchte schon weiterhin dressurmäßig mit ihr arbeiten u. scheinbar geht das fast nur mit diesem Zaum, da man dort ja noch eine seitliche Einwirkung hat u. dies wohl auch der einzige Zaum ist, mit dem man in Anlehnung reiten kann.
So, jetzt hoffe ich, dass ihr bis hierhin gekommen seid u. würde mich freuen, wenn ich ganz viele Meinungen u. Ratschläge bekomme, am Betsen auch von Reitern, die gebisslos reiten.
Grüße
Miriam.

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