Pferd ungern allein in Halle

By Honeybear | Archiv: Allgemeine (Pferde)Themen

Hab mal folgende Frage:

Wenn ich mit meinem Hotti in der Halle bin und
a) es ist niemand da = alles gut.
b) es ist jemand da = alles gut.
c) es ist jemand da und geht irgendwann raus = großes Gerenne, kaum bis keine Reaktion mehr auf Schenkel- oder sonstige Hilfen.

Wieso macht er das? Ansonsten ist er immer gut alleine zu händeln. Auch im Gelände. :nix:
Und vor allem: was mache ich dagegen??? Es legt sich nach längerer Zeit nur manchmal wieder. Teilweise bringt er mich damit aber leider ab und an zur Weißglut. :red:
Versuche, ihn mit viel Lektionen und abwechselnden Aufgaben zu beschäftigen, aber manchmal kriegt er sich gar nicht mehr ein. Ähem, das Getue geht mir echt total auf den Senkel. Kann ja schließlich nicht immer jemanden bitten, in der Halle zu bleiben. Er hat auch schon mal ganz hinterlistig gebockt beim Angaloppieren (bocken mit gleichzeitigem Richtungswechsel :cursing: ).

Hat vielleicht jemand eine Idee für mich??? :blinzel:

  • Avatar Legolas sagt:

    Mein 9 jähriger Friese macht das auch, sobald ich den Hengst schon in den Hänger stelle und er alleine in der Halle ist.
    Zu hause auf dem Platz oder im Paddock macht ihm das garnichts. Bisher hat da auch nichts geholfen. Kein Übertreten an der Hand, auf dem Hufschlag stehen lassen nix :nix:

    Für gute Ideen wäre ich auch zu haben.

  • Avatar Mumpitz sagt:

    Mein Quarter hat dieses Problem selbst gelöst: Hat vor Wut, daß außer ihm alle aus der Halle gingen, einen Riesen-Bocksprung senkrecht nach oben gemacht und mich ca. einen halben Meter über den Sattel katapultiert. Zu seinem großen Pech bin ich mit meinen nicht wenigen Kilos aber wieder (etwas unsanft) im Sattel gelandet. Das war der erste und letzte Versuch seinerseits… 😀

  • Avatar Chaplin sagt:

    😀 Sorry :red:

  • Avatar Ploco sagt:

    😀 .. auch sorry…aber stelle ich mir grad so vor ! 😀 :whistling: *rausflitz*

  • Avatar Tibatong sagt:

    Mein Quarter hat dieses Problem selbst gelöst: Hat vor Wut, daß außer ihm alle aus der Halle gingen, einen Riesen-Bocksprung senkrecht nach oben gemacht und mich ca. einen halben Meter über den Sattel katapultiert. Zu seinem großen Pech bin ich mit meinen nicht wenigen Kilos aber wieder (etwas unsanft) im Sattel gelandet. Das war der erste und letzte Versuch seinerseits… 😀

    Man könnte sagen „Dumm gelaufen“ – für ihn 😀 Ähhhh – fingen seine Rückenprobleme danach an…..*schnellwech*

  • Avatar kuwi sagt:

    *haltlos kichernd mir das bildlich vorstelle* :outlaugh:

    Ich habe zur Zeit ein ähnliches Problem mit meinen Pferden in der neuen großen Halle am Nachbarstall.
    In der Hofeigenen Halle gibt es keinerlei Theater. In der neuen fremden Halle ist alles schrecklich aufregend, vor allem wenn eben andere Pferde die Halle verlassen. Da gibt es auch kurzfristig zappelnde, unaufmerksame Pferde, die an akuten Verlassensängsten schier sterben 😀

    Da hilft nur zügig und konzentriert drüberreiten, vorwärts mit vielen Wendungen, Übergängen, Kopfarbeit usw…. wenige min später laufen sie wieder „wie echt“ 😉

  • Avatar Mumpitz sagt:

    Ähhhh – fingen seine Rückenprobleme danach an..

    KLATSCH!!! nein, die hatte er auch schon vorher! 😛

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Ja Mumpitz, stell ich mir auch grad bildlich vor. 😀

    Aber zurück zum Thema: manchmal läuft er halt nicht nacht ein paar Minuten wieder „wie echt“. Das ist ja das Problem. Wäre es nur eine kurze Phase, klar, Augen zu und durch. Aber wie schon gesagt, manchmal bekommt er sich einfach nicht mehr ein. Ist echt blöd. Kann doch auch dann nicht aufhören, wenn ich erst 20 min in der Halle bin oder so … :no:

  • Avatar Caterchen sagt:

    Daran gewöhnen wir die Jünglinge eigentlich schon.
    Die sind ja grad zu Anfang häufig sehr nervös wenns ums Alleinsein geht.
    Am Anfang haben wir immer einen Alten mit in die Halle gestellt und den Jungen longiert.
    Dann zeitweise allein in der Halle oder auf dem Springplatz longiert und wenn das mit Ruhe ging,
    in die Halle mit einem anderen und den dann rausschicken.
    Gut gepasst hat da natürlich, dass meine Mutter immer die Jungpferde gearbeitet hat, wenn ich unseren Fuchs geritten habe,
    da konnten wir uns gut abstimmen.
    Am Anfang gibts da immer nen riesen Aufstand, aber nach einiger Zeit ist auch das okay.
    Unterm Sattel gabs dann eigentlich keine Probleme mehr.
    Zur Not reicht ein schärferes Zurechtweisen um das Gebrülle nach dem Anderen zu unterbinden und
    dem Jungspung zu erklären dass jetzt wieder Arbeit angesagt ist.

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Nun ja, wenn er denn jung wäre, ok, aber der Herr wird jetzt 18 …
    Im alten Stall hat er das auch nie gemacht. :nix:

  • Avatar Caterchen sagt:

    Und einfach in dem Bereich nochmal von vorn anfangen und das ganze Programm durchlaufen lassen?
    Oder sitzt das so tief, dass er auch beim Longieren nicht mehr mit der Konzentration zurückkommt, wenn einer geht?
    Lg

  • Avatar Rosewhisper sagt:

    …bei uns hörte das Theater nach der Kastration auf. 😀 :flucht:

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Und einfach in dem Bereich nochmal von vorn anfangen und das ganze Programm durchlaufen lassen?
    Oder sitzt das so tief, dass er auch beim Longieren nicht mehr mit der Konzentration zurückkommt, wenn einer geht?
    Lg

    Bei uns darf in der Halle nicht longiert werden. Und schon gar nicht, wenn Reiter drin sind. Also immer nur im RoundPen und da zeigt sich das Problem ja nicht. :nix:
    Und Kastration? Mit 18 noch? Vor einem Jahr im alten Stall zeigte sich das Problem ja nicht. Kann mir nicht vorstellen, dass es etwas mit dem Hengstsein zu tun hat.

  • Avatar Hijara sagt:

    Kannst Du deinen Hengst nicht vielleicht ein Weilchen alleine springen lassen bis er runter kommt?
    Irgendwann wird er bemerken dass Du auch noch in der Halle bist.
    Dann machst Du etwas Bodenarbeit, steigst auf, und arbeitest noch ein paar Minuten.
    Das wird dann ganz sicher mit der Zeit besser. Ist halt viel Geduld gefragt.
    Bei uns hat es ca. 9 Monate gebraucht bis sich das Stütchen mit mir alleine, in der Halle einigermaßen wohl gefühlt hat.
    Heute spinnt sie nur noch wenn sie richtig geschafft hat, und dann die anderen Pferde die Arbeit beenden dürfen und sie soll noch
    durchhalten. In dem Falle frage ich dann ob noch jemand kurz bleibt und verlasse nach Abschluss der Lektion auch mit die Halle.
    Damit erspare ich uns beiden den Stress.

  • Avatar Rosewhisper sagt:

    @Honey, – keine Frage, eine Kastration ist in dem Alter sicher keine Alternative, vor allen Dingen nicht, wegen solche einer „Lapalie“. Bei uns war es halt so… Er hatte als Hengst ein viel größeres Kontrollbedürfnis über seine Umwelt, – auch wenn fremde Pferde von umliegenden Weiden geholt wurden fand er das auf seinem Paddock nicht witzig. Nach der Kastration war es damit dann vorbei. Vorher gegengearbeitet habe ich ganz gerne vom Boden aus, weil ich da besser auf ihn Einfluss nehmen konnte. Schenkelweichen, Rückwärtsrichten etc. So kam er schneller runter und wir konnten weitermachen.

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Hmmm, das mit der Bodenarbeit werde ich mal versuchen. Dass ich dann absteige, wenn der Letzte geht (bekomm ich ja mit) und dann von unten aus weitermache.

    Gestern hat sich allerdings ergeben, dass ich den Stall wechseln werde. Diesen Monat noch. Dann bin ich mal gespannt, ob das Problem weiterhin bestehen wird. In der neuen Halle sind dann direkt Boxen mit unter einem Dach und er wird die anderen Pferde dann noch hören. Vielleicht ist das dann besser????

    Vielen Dank für die Ideen. 🙂

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