Pferd kippt beim dösen um

By Jessy. | Allgemein, sonstiges

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Ich brauch mal einen kleinen Rat da ich nicht mehr wirklich weiterweis.
Seit 7 Wochen habe ich ein neues Pferd, einen 13 jährigen Vollblutwallach.
Die ersten 4 Wochen war alles super. Ein paar Macken natürlich, da er in den Offenstall zu zwei Hafis reinsollte.
Nachts war er in der Box, tagsüber im Offenstall.
Dann sollte er auch nachts raus. Nach ca. 1 Woche fingen die Probleme an. Spruggelenke, Fesselgelenke vorne und
Karpalgelenke offen weil der Herr, dem anschein nach, durch den Zaun ist.
Aber es wurde net besser, da er sich alles neu aufgeschlagen hat, immer wieder, auch durch normales Wälzen.
Mir wurde dann von diveresn Mitteinstellern gesagt er würde beim dösen umfallen.
Ok, hab den TA geholt, Bluttest gemacht, wo aber nichts negatives aufgefallen ist. Mittlerweile auch komplett durchgeröngt und alles.
Die Hafis sind recht dominant, zumindest der Junge. Der ältere leitet selbst etwas unter stress, was sich dadurch zeigt das er sich ständig den Bauch aufkrazt.
Jetzt wird er ab dem WE in ne Paddockbox kommen, damit ich sehen kann ob es vll nur der Stress ist und die 2 ihn eventuell net schlafen lassen und er einfach nur hundemüde ist. Denn er macht auch so en gestressten eindruck.
Bewegt wird er momentan nur Spaziergänge, Schrittrunden Gelände, etwas Handarbeit und tagsüber Koppel.
Meint ihr es ist das richtige ihn in ne Paddockbox zu tun oder wird das auch zu stressig und ich hab noch mehr Probleme? 2 TÄ wissen nicht mehr weiter da er ansonsten kerngesund ist.
Bei der Vorbesitzerin hatte er nie was dergleichen, stand da auch im Offenstall mit ner Araberstute.
Es tut mir echt weh ihn anzusehen. Verbände etc. heben nicht, einpacken geht nicht da er dadurch dicke Füße bekommt, somit wasch ich einfach nur aus, desinfiziere und sprüh mit Alu-Spray ein. Aber er gaht natürlich auch zeitweise immer mal wieder lahm da es halt weh tut 🙁 Sein aufgebautes vertrauen schwindet auch weil er es natürlich auch nicht so toll findet das ich an den Wunden rummache.
Bin über alle Tipps, Anregungen dankbar!

  • Avatar Fah sagt:

    Mir fallen folgende Möglichkeiten ein:

    Der Kerl bekommt nicht genug Ruhe, kann sich nicht hinlegen zum Schlafen und kippt deshalb um. Die Möglichkeit habt Ihr ja schon in Betracht gezogen.

    Bei der Boxennachbarin meiner Stute wurde nie richtig rausgefunden, wieso sie beim Dösen zusammenklappt, allerdings wurde auch keine richtige Diagnostik veranlasst. Auffällig war nur, dass es nur noch sehr selten geschah, wenn die Stute regelmässig von einem hochdosierten Mineralfutter bekam, welches vom TA verschrieben wurde.

    Ansonsten werfe ich mal das Stichwort „Narkolepsie“ in die Runde.

  • Avatar Jessy. sagt:

    Mich macht es halt stutzig das es angefangen hat kurz nachdem er auch nachts raus kam.
    Narkolepsie, kann das auch plötzlich kommen?

    ich kannte das Pferd ja schon 2 Monate vorher weil ich ein Fotoshooting mit ihm hatte. Da hat sich rausgestellt das er zu verkaufen ist weil sich die Besi keine 2 Pferde zeitlich leisten konnte und damals hatte er NULL macken. Daher glaub ich er hatte vorher nichts und das es so plötzlich kommt kann ich fast net glauben.
    Auch wo ich ihn dann Anfang April geholt habe hatt er nichts und die ersten 3 Wochen dann bei mir auch nichts.

  • Avatar ines sagt:

    mir fällt auch spontan narkolepsie ein

  • Avatar maurits sagt:

    Herzrhythmusstörungen und dadurch bedingte Durchblutungsstörungen.
    Lass mal das Herz untersuchen.
    lg
    mau

  • Avatar Jessy. sagt:

    Herz/Kreislauf ist untersucht, negativ 🙁
    Aku, mit Belastungsprobe usw. war alles 1a, der Junge hat nen 1er Tüv bekommen, wie gesagt, es kam ja so plötzlich. Hätte er es schon länger hätte er au bei der vorbesi macken haben müssen. Aber der kam ja kerngesund.

  • Avatar Ennah2 sagt:

    Wo steht er in der Rangfolge? Hat er sich evtl. zum Herdenchef erhoben? Ich meine nicht in dem Sinn, dass er sich herumprügelt, sondern eher in die Richtung, dass er Tag und Nacht Wache schiebt und daher nicht zur Ruhe kommt. Eine meiner Stuten hatte das – sie war eine weile lang, nachdem die Herde Tag und Nacht auf der Koppel war, so hundemüde, dass ihr im Stehen fast die Augen zufielen. Sie war einfach mit dem Job des Herdenchefs überfordert, weil sie das nicht ökonomisch bewerkstelligen konnte – sie hat 24 Std durchgehend aufgepasst. Nachdem meine Ibererin den Job übernommen hatte, war die Sache erledigt.

    Wenn es das sein sollte, müssten die Symptome verschwinden, wenn er nachts wieder in der Box steht…

  • Avatar Jessy. sagt:

    Bin mir net ganz sicher wo er in der Rangordnung steht. Manchmal glaub ich er ist der Chef, aber dann scheucht wieder der eine Hafi ihn und dern andern rum.
    Aber danke für den Tipp, werd das mal vermehrt beobachten!

  • Avatar Corradee sagt:

    Narkolepsie tritt fast immer in Verbindung mit einem Stallwechsel (Offenstall) auf.
    Würde das Pferd – wenn es irgendwie geht – aus dieser Herde wieder ausnehmen und in eine Box stellen, manchmal verschwindet (Pseudo-)Narkolepsie dadurch auch wieder.
    Sagt dir IWEST etwas? Die verkaufen auch ein Zusatzfutter für Narkoleptiker, allerdings muss man dafür dort anrufen, am besten mal mit Frau Dr. Meyer persönlich reden.
    Nachdem die Symptome bei dem Pferd offensichtlich in Zusammenhang mit der Umstellung stehen, würde ich hieran etwas verändern.

  • Avatar Diana sagt:

    Ich würde den schnellestens in eine Box packen und gucken, wie es dann aussieht.
    Ist ganz typisch für Pferde, die im Offenstall nicht mehr schlafen können.

    Sollte er bei Boxenhaltung immer noch frische Macken haben, dann kannst Du anfangen, wegen Narkolepsie etwas zu unternehmen.
    Jetzt finde ich das verfrüht, ich wett der ist einfach nur hundemüde!
    Wahrscheinlich heilen die Wunden bei Boxenhaltung schneller ab, wenn er nicht mehr stürzt.

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