Pferd frisst kein Heu nach Zahnbehandlung

By kitiara | Zähne, Kopf

Diese Seite bewerten

Vergangenen Montag war der Pferdezahnarzt da und hat meinen und die Friesenstute einer Stallkollegin bearbeitet.
Bei meinem ist alles i.O., die Stute allerdings frisst so gut wie kein Heu mehr seitdem.
Sie wurde sediert, normal bearbeitet ( Haken entfernt, Kontrolle des Gebisses ).
Kraftfutter kann sie fressen, beim Heu sieht es so aus, als könne sie es nicht richtig einziehen. Sie versucht es, kaut und
läßt es wieder aus dem Maul fallen.

Am Do haben wir mit Stroh versucht, das hat sie komischerweise gefressen. Freitag wieder nicht.
2 Sorten Heu versucht, auch feineres. Heucops eingeweicht und pur möchte sie auch nicht. TA war am Freitag nochmal da und
hat nachgesehen. Im Maul wär alles i.O. Er vermutet eventuell das der Kiefer durch die „Maulsperre “ zu weit gedehnt war und
hat Equipalazone verordnet.

Sie kommt derzeit allein auf die Wiese, Gras kann sie fressen. Sie ist 19, Offenstallhaltung, wird wenig gearbeitet.
Heut kriegen wir vom TA noch Luzerne zum versuchen.
Jemand noch ne Idee ?

  • Avatar Bohnchen sagt:

    Hm, das finde ich komisch und mir fällt auch kein wirklich guter Rat ein als: wartet ab. Durch das bearbeiten der Zähne hat sich natürlich auch die Kiefermechanik geändert. Mag sein, dass das Pferd Problem mit den Mahlbewegungen hat und sich daran erstmal gewöhnen muss :nix:
    Meinem Pony wurden letztes Jahr um diese Zeit zwei Backenzähne operativ entfern (von außen). Der eine musste regelrecht ausgelöffelt werden weil er so bröselig war. Trotzdem stand er abends da und hat schon wieder Heu gefressen…
    Ich habe in diesem Zusammenhang aber schon oft gemerkt, dass Pferde da einfach unterschiedlich empfindlich reagieren.
    Die Stute einer Stallkollegin, ich glaube 22, habe ich neulich auch zum ZA geschickt weil sie mäkelig frass. Der hat reingeschaut, minimale Haken entfernt und meinte, daran könne es kaum gelegen haben.
    Danach frass sie aber wieder normal.
    Manchmal steckt man nicht drin…
    Meiner hat damals mit diese furchtbaren Backenzähnen auch im Verhältnis nicht viel mehr gezeigt als Wickel kauen und Futter rausfallen lassen.
    Als die Zahnfleischentzündung dazu kam frass er gar kein Heu mehr.

  • Avatar Sichelohr sagt:

    Das hatte meine Stute leider auch mal, als der Dentist viel zu viel gemacht hatte. Nach einer guten Woche hat sie wieder normal gefressen.

  • GilianCo GilianCo sagt:

    Das hatte meine Stute leider auch mal, als der Dentist viel zu viel gemacht hatte. Nach einer guten Woche hat sie wieder normal gefressen.

    Genau das war mein erster Gedanke. Die Haken sollen entfernt, die Zähne aber nicht „glatt gemacht“ werden, und leider ist es vielfach so, das auf die Funktion des Kiefergelenks durch einige Dentisten mehr geachtet zu werden scheint, als darauf, das die Zähne effektiv rauh bleiben. Dazu kommt noch, das die Zähne ja nur begrenzt nachschieben, und auch das ist generell ein Problem, wenn der Dentist / TA zu viel Zahnsubstanz entfernt (normal, wenn das Gebiß keine Haken entwickeln würde, wären so 4 mm im Jahr nachschieben. Wird dann jedes Jahr mehr als das entfernt, ist das im Alter des Pferdes durchaus auch ein Problem…)

    Ich würde es auch erst einmal beobachten, hat das Equi denn schon etwas bewirkt? Das ist natürlich je nach Länge der Behandlung durchaus auch eine Möglichkeit.

  • Avatar kitiara sagt:

    Also doch nicht sooo ungewöhnlich ?
    Im Moment können wir ja nur abwarten. Equi hatte wohl am Donnerstag mal gewirkt, da hat sie ja etwas Stroh gefressen. Heute wieder nicht so richtig. Sie nimmt es voller Elan ins Maul und kaut, aber nach ein paarmal kauen läßt sie es wieder aus dem Maul fallen. Heu in diesem Fall.

  • Avatar Mumpitz sagt:

    Ich würde das nochmal nachschauen lassen, möglichst von einer zweiten fachkundigen Person, denn länger als eine Woche ist in keinem Fall normal.

  • Avatar Carinoso sagt:

    Bei uns im Stall wurde im letzten Jahr bei einer damals 24 jährigen Stute auch die Haken entfernt und die Schneidezähne angeglichen. Es war auch ein „Zahnspezialist“ :flucht: Das Pferd wurde sediert und dann hat er locker mit der elektrischen Raspel 30min an dem Zähnen rumgeschliffen…immer weiter….das Pferd hatte vorher eigentlich keine Probleme beim fressen, sollte aber regelmäßig kontrolliert werden.
    Nach der Behandlung hing die Zunge seitlich raus- auch als das Pferd wieder komplett wach war. Kraftfutter hat die Stute auch gefressen aber kein Heu. Der „Spezialist“ sagte das kann ein paar Tage dauern…auch mit der Zunge ;( warum es so war konnte er der Bekannten aber auch nicht erklären. Nach 2 Tagen hing die Zunge immernoch raus, aber der Dentist hatte leider keine Zeit um nochmal zu kommen….also kam ein Tierarzt. Er konnte im Maul nichts ungewöhnliches erkennen und meinte das der Dentist wohl zuviel weg geraspelt hätte. Das Pferd bekam Equi. Damit frass das Pferd immernoch kein Heu und bekam stattdessen Kiloweise Heucops. Nach insgesamt 5 Tagen war die Zunge wieder im Maul. Die Gabe von Equi mußte dann aber eingestellt werden, das die Mundschleimhaut gereizt und rot war und das Pferd anfing zu sabbern…Dann gab es noch eine Woche Metacam.
    Nach 8 (!) Wochen hat die arme alte Stute endlich weider angefangen am Heu zu knabbern….inzwischen war sie rappeldünn und man konnte deutich sehen das es ihr nicht gut ging. Der behandelnde TA sagte er könne leider nichts machen und man müßte abwarten.
    Ganz klar sieht diese „Spezialist“ unseren Stall nicht mehr von innen !!
    Vielleicht war es einfach nur Pech….aber was das für Nerven und Geld gekostet hat…und die arme alte Stute wieder aufzufüttern war leider auch kein Kinderspiel.
    Ich drücke Euch ganz feste die Daumen dass das Pferd schnell wieder fit ist und Heu knabbern mag.

  • Avatar kitiara sagt:

    Hmh, bislang gab es bei uns im Bekanntenkreis auch keine Beschwerden über ihn, der ist ein langjährig auf Zähne spezialisierter TA.
    Meiner konnte direkt fressen und hat auch keine Beschwerden. Gut er ist jünger, aber zu meiner Schande muß ich gestehen das da länger keiner mehr die Zähne nachgekuckt hatte.

    Ich mach heut morgen den Stall, da schau ich mir das nochmal an. Heute ist es eine Woche her.
    Werde meiner Kollegin eventuell empfehlen einen anderen TA drauf sehen zu lassen.

  • Scupi Scupi sagt:

    eine Bekannte von mir hatte sowas neulich mit ihrer Norweger-Stute. Sie fraß auf einmal ihr Heu nicht mehr… der Pferdezahnarzt konnte nichts besonderes feststellen, hat dann eben die Zähne etwas abgeschliffen, fertig. Die einzige Erklärung war, das die Stute immer viele Äpfel gefressen hat und auf die Säure reagiert hat – sie hatte also Zahnschmerzen und hat deswegen nicht mehr gefressen. Sie bekommt jetzt keine Äpfel mehr und gut ist es.
    Es kann sich aber niemand erklären, warum sie auf einmal auf die Säure der Äpfel reagiert? Das einzige was sie in der letzten Zeit bekommen hatte, war ein Mittel, für die Blutbildung (mit Eisen…) – das hatte ihr die Tierärztin gegeben, da die Stute etwas matt war (ist auch schon ein älteres Semester…).
    Achja – von dem Mittelchen haben sich die Zähne dunkel verfärbt?! Ich dachte nur: Sachen gibts!?

    xmas xmas Grüße
    Simone

  • Avatar Weltsje sagt:

    @Simone: Im Fall der Norwegerstute würde ich eher auf Magenprobleme tippen.

    Ich habe hier zwei Kandidaten, die zu Magengeschwüren neigen und genau so fängt es an, nämlich dass die Pferde kein Heu mehr fressen. Anfangs wurde auch auf Zahnprobleme getippt und bis dann endlich ein TA auf Magengeschwüre kam, ging es dem Pferd schon ziemlich schlecht ;( .

    Dass die Säure von Äpfeln bei Magenproblemen die Beschwerden verschlimmert wäre ja einleuchtend.

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Es könnte auch sein, dass durchs Abschleifen der Backenzähne die Schneidezähne nun ein wenig zu lang sind und die Backenzähne nicht mehr richtig malmen können, da kein optimaler Kontakt mehr.

  • GilianCo GilianCo sagt:

    @Honeybear, wobei wir dann wieder bei dem „zu viel weg“ wären, denn eigentlich sollen ja nur die Haken entfernt werden, und nicht so viel Substanz, das die Pferde dadurch ein Problem bekommen. Wobei auch das ein guter TA / Dentist feststellen können sollte, ob das Pferd noch mahlen kann oder nicht….

  • Avatar kitiara sagt:

    So langsam tut sich was, gestern hat sie schon besser gefressen. Sie bleibt zur Zeit nachts in einer Box, damit die Besitzerin
    kontrollieren kann wie und ob sie frisst. Equi wird jetzt abgesetzt.
    Wir beobachten weiter.

  • Avatar moppel sagt:

    Hat der Zahnarzt auch die Schneidezähne bearbeitet?
    Die Bearbeitung der Backenzähne muss ja nicht zwangsläufig zu viel/zu kurz gemacht worden sein- aber es ist wichtig, dass die Schneidezähne passend sind u. ggfs. auch gekürzt/angepasst werden müssen.

    Hat der Zahnarzt während der Behandlung kleine Pausen eingelegt+das Maulgatter gelöst?

  • Scupi Scupi sagt:

    @Simone: Im Fall der Norwegerstute würde ich eher auf Magenprobleme tippen.

    Ich habe hier zwei Kandidaten, die zu Magengeschwüren neigen und genau so fängt es an, nämlich dass die Pferde kein Heu mehr fressen. Anfangs wurde auch auf Zahnprobleme getippt und bis dann endlich ein TA auf Magengeschwüre kam, ging es dem Pferd schon ziemlich schlecht ;( .

    Dass die Säure von Äpfeln bei Magenproblemen die Beschwerden verschlimmert wäre ja einleuchtend.

    oh ja – das wäre auch noch eine Möglichkeit!

    Könnte das vielleicht auch von dem Blutbildendem Zeug kommen? Ich meine die Magenprobleme?

  • Avatar nicmic1 sagt:

    Ja, Eisen schlägt gerne mal auf den Magen…
    Kenne ein Pferd, dass nach einem Infekt Hämolytan bekam und davon ‚Magen‘ bekam.
    Bekam es dann nur halbe Dosis- steigernd – und das nur nach ordentlich Heu und im Mash vermischt.

  • Scupi Scupi sagt:

    Ja, Eisen schlägt gerne mal auf den Magen…
    Kenne ein Pferd, dass nach einem Infekt Hämolytan bekam und davon ‚Magen‘ bekam.
    Bekam es dann nur halbe Dosis- steigernd – und das nur nach ordentlich Heu und im Mash vermischt.

    Danke – gut zu wissen! Werde das mal meiner Bekannten sagen!!

    Grüße
    Simone

  • Avatar kitiara sagt:

    Soweit ich das mitgekriegt hab, wurden nur die Haken entfernt und die Schneidezähne für i.O. befunden.
    Sie hatte heute morgen laut Auskunft Besitzerin fast ihre Heuportion aufgefressen. Ist aber noch nicht die normale
    Menge gewesen. Und heut abend war sie im Laufstall auch am Heu.
    Sieht schon mal besser aus.

    Ich hatte den Eindruck das das Maulgatter vielleicht etwas zu stramm drin war. Bei meinem schien es nicht so fest zu sein.
    Aber der Schimmel is auch jünger und elastischer. :red:

  • Avatar engel1301 sagt:

    Hallo zusammen, wir waren vor 7 Tagen inner Klinik wegen Rücken und haben dabei auch gleich die Zähne von einer Zahnspezialistin machen lassen. Ich war nach einer schlechten Erfahrung mit einem normalen Tierarzt eigentlich begeistert, weil sie sich so viel Zeit ließ. Sie hat mehrfach den Bohrkopf gewechselt, mit den Händen nachgeprüft, mit Wasser gespült. Es hat auch nichts geblutet. Zuvor war da vor einem Jahr einTA der unseren Wallach in null komma nix in der Box an den Zähnen behandelt
    hatte (mehrfach nachsediert, weil der Bursche sich wehrte). Antwortete kaum auf meine Fragen. Komischer Typ. Mein Freund sagte, das war diesmal noch harmlos. Die Male davor habe das Pferd bei diesem TA jedes Mal geblutet wie ein Schwein. ) Ok nun waren wir ja inner Klinik und erstmal begeistert. Die ersten drei Tage war auch allet ok. Am vierten Tag frass er sein Futter aus der Krippe nicht und der Stallbesi rief uns an. Abends schob er allerdings dann so viel Kohldampf, dass er das gleiche Futter ausm Eimer mit Möhren weggeputzt hat. Da dachte ich noch, es läg an dem Trog. Hab den Trog sauber gemacht und desinfiziert (keine leichte Arbeit in der am Abend schlecht beleuchteten und damit dunklen Box). Doch am nächsten Tag hat er sein Futter wieder nicht gefressen. Diesmal auch nicht wirklich ausm Eimer. Möhren frisst er, es fallen aber viele kleine Brocken raus. Heu frisst er, aber langsam. Er probiert auch das Kraftfutter, hört nach wenigen Minuten aber wieder auf.
    Heute am Tag drei haben wir ihm einmal Bananenmatsche unter das Kraftfutter gemischt und dieses im Plastikeimer angeboten. Ging nur sehr vorsichtig dran. Anschließend haben wir Weizenkleie mit feinen Haferflocken und Bananenmatsche vermischt. Das hat er zur Hälfte gefressen, aber auch das hat er dann stehen lassen.
    Es scheint, als ob er oft das Maul beim Kauen aufsperrt, so als ob irgendwas nicht richtig liegt. Leider ist unsere Tierärztin dieses Wochenende nicht da, um ihn mal durchzuchecken. Aber an Zähne geht sie eh nicht dran.
    Ist halt jetzt die Frage, ob wir den weiten Weg in die Klinik nochmal fahren sollen, oder ob wir in eine neue Klinik in der Nähe fahren… Oder ob wir es mit unserer Tierärztin auch so in den Griff kriegen.
    Ansonsten ist der Bursche fit, lässt sich normal longieren (Rücken).
    Ratlosigkeit.

    LG

  • Enco Enco sagt:

    An Deiner Stelle würde ich in der Klinik anrufen und würde der TÄ, die da die Zähne gemacht hat, das alles mal erzählen.

  • >