Petition gegen die FEI-Blood Rule

By wups | Archiv: Allgemeine (Pferde)Themen

Wir haben eine Petition gegen die sogenannte „Blood Rule der FEI ins Leben gerufen – auch hier drängt die Zeit. Bei der nächsten Hauptversammlung der FEI soll diese umstrittene Regel verabschiedet werden. Wer Infos dazu möchte, findet sie hier:

http://no-fei.com/?page_id=10

Die Petition direkt findet Ihr hier:

http://www.no-fei.com

Verkürzt gesagt geht es darum, dass blutende Pferde im Dressurviereck nicht mehr zwingend disqualifiziert werden sollen, sondern nach einem Tierarzt-Check ggf. weiter die Prüfung laufen können. Wie gesagt, genauere Infos findet Ihr bei dem o.g. Link.

Danke und Grüße

  • Corradee sagt:

    Ich auch!
    Unglaublich, auf was für Ideen die FEI kommt.

  • Lucero sagt:

    Ich auch!

    Warum ziehen sie den Pferden nicht gleich Stacheldraht durchs Maul. Wenn’s Blut egal ist, dann spurt der Bock wenigstens…

  • GidranX GidranX sagt:

    Ich habe auch unterschrieben, einfach aus dem Grund, weil es schwierig ist einen Maßstab zu finden, wann und ab welchem Schweregrad Prüfungen abgebrochen werden sollten, oder ob es einen Unterschied macht wo die Verletzung ist. Blut am Maul geht meines erachtens nach gar nicht, oder durch den Sporn verursachte, sichtbare Verletzungen. Also Verletzunge die allein durch menschliches Dazutun entstehen. Aber es gibt für mich durchaus Verletzungen, die nicht unbedingt zu einem Abbruch der Prüfung führen müssten *find*. Auf dem letzten Turnier auf dem ich war, hatte sich ein Pferd – ausgerechnet an der weissen Fessel – gestreift. Die Richter haben die Prüfung nicht abgebrochen. In so einem Fall finde ich es berechtigt, wenn überprüft wird, und dann evtl. weiter geritten werden darf. Ja WENN überprüft wird. Das haben die Richter jedoch nicht getan, sie haben den Reiter am Ende der Prüfung lediglich darauf hin gewiesen, was mir dann wiederum nicht gefallen hat.

  • friesentussi1 friesentussi1 sagt:

    Bin auch dabei :thumbsup:

  • Talimeth sagt:

    Liebe Leute,

    in meinen Augen mal wieder eine Verwässerung zu Lasten des Tieres. Es wundert aber nciht, da es im Pferdesport um ales mögliche geht, außer um das Wohlergehen des Pferdes.

    Reiter und auch Reiterinnen werden als gut angesehen, wenn sie auf dem großen Viereck Erfolg haben, kommen in Talkshows und überall hin oder arbeiten gut bezahlt als Model für bestimmte Kaufhäuser. Wie der Erfolg entsteht, dannach fragt keiner. Leider ist das nicht nur in der Sportszene so.

    Für mich persönlich gilt: Weder Angst des Pferdes noch dessen Schmerzen sind ein akzeptables Ausbildungsmittel. Ich habe dazu durch sehr intensive Arbeit noch einmal sehr viel dazu gelernt.

    Was die FEI anbelangt, so ist m.E. zu sagen: Der umgekehrte Weg wäre besser. Grundsätzlich in dubio pro equo. Ich habe jedenfalls in meinem Leben noch kein Pferd aufsporniert.

    Letztendlich wichtig wäre auch, würde man das Richtsystem ändern und Dinge wie echte Losgelassenheit viel stärker in die Bewertung einfließen, zum Nachteile des Spektakulären. Das will aber niemand, wäre nichts fürs Geschäft, insbesondere für die vollen Zuschauerränge der großen z.T. mit Spekulationsgewinnen gesponserten Arenen. Und stattdessen Fairnispreise zu geben, halte ich für Heuchelei.

    Für mich läuft das in die falsche Richtung. Letztendlich wird dies auf lange Frist gesehen, die gesellschaftliche Akzeptanz der gesamten Reiterei zerstören.

    Gruß Talimeth, die nicht an den Erfolg der Petition glaubt, weil Geld einfach wichtiger ist und die z.Zt. herrschende Schicht, jedenfalls in ihrer Mehrheit die Überzeugung hat, alles sei käuflich.

  • Lucero sagt:

    @ Talimeth: So wirklich glaube ich auch nicht, dass die FEI sich von einer Petition beeindrucken läßt, aber man setzt ein Statement und vielleicht geschehen doch noch Zeichen und Wunder…

  • Sonnen-Reiter sagt:

    Die FN hat sich „umstimmen“ lassen! Es waren ca 12.000 Unterschriften, und es geht weiter!
    „Pferd Plus“ aus Österreich schreibt:

    Der gestern verkündete Schwenk der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) in Sachen ,Blut-Regel‘ ist bemerkenswert – in vielerlei Hinsicht. Ein Pferdplus-Kommentar.
    Nachdem die Debatte um die Einführung der sogenannten ,Blood Rule‘ vom Dressurportal Eurodressage und der Website Fair zum Pferd am 13. Oktober in Gang gebracht wurde, ließ sich die FN lange mit einer offiziellen Stellungnahme Zeit. Die kam erst am 24. Oktober – und fiel zugunsten der umstrittenen Regeländerung aus: Die FN werde bei der FEI-Generalversammlung im November in Rio de Janeiro für die Einführung der neuen ,Blut-Regel‘ stimmen, so FN-Generalsekretär Sönke Lauterbach.
    Die FN hatte sich vor dieser Festlegung lange geziert, sie war ihr – durch beharrliches Nachfragen diverser Medien – aufgezwungen worden. Ungewollt geriet sie damit auch ins Fadenkreuz einer Diskussion, aus der sie sich lieber herausgehalten hätte. Die Welle der Empörung, die in den Tagen zuvor in den sozialen Netzwerken gegen die Einführung der ,Blut-Regel‘ angeschwollen war und sich gegen einen wenig greifbaren Gegner (das FEI Dressurkomitee) gerichtet hatte, fand nun ein neues, erheblich konkreteres Ziel: die Deutsche Reiterliche Vereinigung in Warendorf. Wieviele enttäuschte, verärgerte und zornige Mails bzw. Anrufe über die Mitarbeiter und Funktionäre hereingebrochen sind, kann man sich ausmalen. Auch von Austritten war zu hören. Nur einen Tag später – am 25. Oktober – versuchte FN-Generalsekretär Sönke Lauterbach mit einem Interview zu retten, was zu retten ist, doch da war es längst zu spät. Drei Tage später – also am gestrigen 28. Oktober – musste die FN den Protesten aus den eigenen Reihen Tribut zollen und seine Position widerrufen. Und sie war damit sicher gut beraten: Die FN hatte die Kraft der sozialen Netzwerke unterschätzt – und deren Einfluss auf das Meinungsbild innerhalb des Verbandes.
    Letztlich fehlte es an nachvollziehbaren Argumenten für die umstrittene Ausnahmeregelung bei Olympischen Spielen und internationalen Championaten: Wieso ausgerechnet dort etwas nicht gelten solle, was bei nahezu allen anderen nationalen und internationalen Turnieren gilt (nämlich die kategorische Disqualifikation zum Schutz des Pferdes, sobald Blut an irgendeiner Stelle seines Körpers entdeckt wird), war letztlich nicht vermittelbar: Der Hinweis auf den ,Mannschaftsgedanken‘ (also dass durch die Disqualifikation ein Olympiateam platzen könne) verfing ebenso wenig wie die Bemerkung, dass eben nur bei den großen Championaten und bei Olympia genügend Tierärzte für eine sofortige Diagnose zur Verfügung stünden. Beides vertrug sich nicht mit dem geradezu gebetmühlenartig wiederholten Satz: Das Wohl des Pferdes muss oberstes Gebot sein. Wenn dem so ist, dann muss das Wohl des Pferdes natürlich auch über das Verbleiben eines Teams im Wettkampf gestellt werden – und es kann auch nicht dadurch außer Kraft gesetzt werden, weil ein paar Tierärzte mehr anwesend sind. Man hatte schlicht nicht verstanden (oder nicht einsehen wollen), dass auch eine sogenannte ,Bagatellverletzung‘ (Zitat FN) eine Verletzung ist – jeder, der sich schon mal auf die Zunge gebissen hat, weiß, dass das durchaus wehtut. Würden Sie dann noch weitermachen wollen, mit einer Kandare im Mund? Wenn Tierschutz dort endet, wo es um Goldmedaillen geht, ist er nur ein Lippenbekenntnis – und dabei hat sich nun die FN selbst blutige Lippen geholt. Doch besser die Weisheit kommt spät, als sie kommt gar nicht.
    Über das Umdenken der FN dürfen sich alle freuen, denen Tierschutz und der faire Umgang mit dem Partner Pferd wichtig sind – Häme oder Triumphgefühle sind aber nicht angebracht. Es spricht in hohem Maße für die FN und deren ,innere Demokratie‘, ihre Entscheidung revidiert zu haben. Sie gewinnt dadurch ihre Handlungsfähigkeit und ihre Autorität zurück. Beides wird sie in den nächsten Wochen auch brauchen, denn noch ist die Schlacht nicht gewonnen: Der Vorschlag des Dressurkomitees ist nach wie vor auf der Tagesordnung der kommenden FEI-Generalversammlung, auch wenn die FN nun versprochen hat, die Vorlage ,vom Tisch zu bekommen‘. Man wird sehen, ob ihr das gelingt – aber sie hat nun jedenfalls all jene als Verbündete, die bis gestern in Sachen ,Blood Rule‘ noch ihre Gegner waren. Und das sind viele: Bis dato haben bereits über 12.000 Pferdefreunde die Online-Petition gegen die Einführung der ,Blut-Regel‘ unterzeichnet, und es werden immer mehr. Die von den sozialen Netzwerken gespeisten Wellen des Zorns und des Protests sind nicht mehr aufzuhalten – weder in der Politik, noch im Pferdesport…

  • anchy anchy sagt:

    Das“Rumgeweine“ hat mal was bewirkt, manchmal zahlt es sich aus unbequem präsent zu sein :thumbsup:

    Anchy

  • Cubano9 sagt:

    …und dass, obwohl die Leute, die unterschrieben haben. doch so weit weg von der Realität und den modernen Zeiten sind, wie Sjef Jansen meinte 😀

  • MerlijnCH sagt:

    Obwohl die Diskussionen um diese Petition wohl auch wieder mal lächerlichste Blüten getrieben haben soll, wie mir gestern berichtet wurde :irre:

  • maurits sagt:

    aber das wundert Dich doch jetzt nicht wirklich, oder?

  • MerlijnCH sagt:

    nö, ich habe mich köstlich amüsiert….fast so wie über die „Mittelpassage“ und die ambitionierten Passage-Schreiberlinge da.
    Irgendwie ist mir ein Licht aufgegangen, könnte „Mittelpassage“ sowas sein wie „Passagieren für Angeber“ 😉 :ostern:

  • friesentussi1 friesentussi1 sagt:

    Spottet ihr, ich freue mich, wenn solche Aktionen tatsaechlich zum Wohle der Pferde zum Erfolg führen.

    Und da ist es mir schnurz, ob das sachlich oder sonstwie diskutiert wurde

    Ich denke, das machtbauch einfach Mut, sich für solche, wenn auch für den Tierschutz „Kleinigkeiten“ zu engagieren ! :resp:

  • MerlijnCH sagt:

    Friesentussi, wir spotten nicht über die Petition als solche 🙂

  • Cubano9 sagt:

    Was mich angeht, wüsste ich auch nicht, was für seltsame Blüten diese Petition getrieben haben sollte. Es sei denn, man betrachtet den Ausstieg einiger PM aus der Fn als seltsam – aber das ist halt Einstellungssache.

  • Isomer sagt:

    lächerlichste Blüten

    Lieber Blüten statt bluten 😀

  • anchy anchy sagt:

    Jetzt aber mal fair bleiben, auch wenn der/ die Treiber der Petition einem nicht passen.
    Wenn es um das Wohl unserer/anderer Pferde geht, sollte man mal über seinen eigenen Egoschatten hüppen und sagen können „Gut gemacht“.

    Blüten sehe ich da nicht mehr und nicht weniger als hier auch, aber die stehen doch bezüglich der Petition nicht zur Debatte.

    Anchy

  • Talimeth sagt:

    Für mich war diese Angelegenheit der Status confessionis et scandalis, d.h. hätte die FN sich hinter diese FEI-Regel gestellt, hätte ich mir ernsthaft überlegt, nach fast zwei Jahrzehnten Mitgliedschaft bei den PM, diese werte Organisation zu verlassen.

    Auch wenn ich ein hoffnungsloser Fall bin: Gewalt und Angst haben in der Ausbildung der Pferde niemals etwas verloren. Kein Mißbrauch des Pferdes. Sicher, wir alle machen Fehler und diese lassen sich nie vermeiden, da letztendlich jede Arbeit mit dem Pferd und mit uns selbst einStück auch auf Versuch und Irrtum beruht. routine hat nur der, der sehr schnell erkennt, den plan ändern zu müssen.

    Dennoch: ein Pferd einzuschüchtern statt zu ermutigen, ein Pferd mit Gewalt zu reiten statt mit einem klaren Geist und einem demenstprechenden Körper, das soll nicht Sache des Reitens sein. Und was überhaupt nicht geht, ist eine Verletzung des uns anvertrauten und uns auf Gedeih und Verderben ausgelieferten Geschöpfs jedenfalls billigend in Kauf zu nehmen. Letztendlich gelten für mich drei Grundsätze:

    Sicherheit an erster Stelle

    feinste Hifen

    kein Mißbrauch des Pferdes.

    Ich kann der FN und ihren Richtlinien nicht in allem folgen (will ich jetzt nicht erläutern). Das ist aber legitim, solange es um das Ringen der Vermittlung des Richtigen geht, nicht aber um die Frage, was richtig ist. Aber, wenn diese drei Grundsätze letztendlich inder FN nicht mehr kompatibel wären, dann könnte ich diese Organisation nicht mehr unterstützen.

    Gruß Talimeth

  • Finaud sagt:

    ich habe auch unterschrieben. Keine Frage.
    Wobei ich persönlich mit dem Thema „Blut“ eine wirklich schlimme Erfahrung hatte bzw. mit der Unwissenheit vieler „besorger Menschen“ :flucht:
    Unser A Gruppen Voltipferd hat Melanome am After. Eines ist direkt nach einer Prüfung (unter dem Schweif) aufgegangen (ganz minimal ) und hat geblutet. Nun ist dieses Pferd ein Schimmel und innerhalb kürzester Zeit war der Schweif voller Blut- unser Schimmelchen schlug mit dem Schweif weiterhin fröhlich die Fliegen beiseite (es war Sommer)…man kann sich vielleicht vorstellen wie er aussah…ich wurde auf dem Weg zum Anhänger übelst beschimpft …von wegen ich hätte ihn blutig gepeitscht!!! Da half auch kein Erklären oder Aufzeigen. Vermutlich hätte man mich getehrt und gefedert wenn ich mit unserem Schimmel nicht nach Hause gefahren wäre :attack: . (offtopic)

  • maurits sagt:

    ich finde es trotzdem beschämend dass die FN erst nach massiven Protesten eingelenkt hat, und nicht von selbst auf die Idee gekommen ist, dass dieser Regelung nicht zugestimmt werden darf.
    Immerhin, sie haben die Kurve noch gekriegt.

  • pequeno Querida sagt:

    Jetzt aber mal fair bleiben, auch wenn der/ die Treiber der Petition einem nicht passen.
    Wenn es um das Wohl unserer/anderer Pferde geht, sollte man mal über seinen eigenen Egoschatten hüppen und sagen können „Gut gemacht“.

    Anchy du hast mal wieder den Nagel auf den Kopf getroffen!!!

    ich finde es trotzdem beschämend dass die FN erst nach massiven Protesten eingelenkt hat, und nicht von selbst auf die Idee gekommen ist, dass dieser Regelung nicht zugestimmt werden darf.

    Das ist allerdings beschämend. Und da kann ich verstehen, dass der ein oder andere ins Grübeln gelangt, ob man sich mit solch einer Organisation noch identifizieren kann.

    Das Ergebnis ist dennoch gut, die scheinbar umstrittene Petition hat doch sinnvolles bewirkt. Auch wenn manche es als Tropfen auf den heißen Stein empfinden, ist es ein kleiner Sieg „pro Pferd“. Und da finde ich jeden noch so kleinen Sieg lohnenswert!

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