Paddockplatten oder Softmatten?

By Zarina | Archiv: Haltung und Pflege

Hallo,

Corazon steht nachts in einer Paddockbox und tagsüber auf der Weide bzw. im Winter auf dem Auslauf. Wenn es das Wetter aber nicht zulässt, kommt es schon öfter mal vor, dass die Pferde dann im Winter in den Boxen bleiben.

Der Paddock vor Corazons Box ist mit Betonplatten verlegt.

Gerne würde ich Paddockplatten oder Softmatten verlegen um die Rutschgefahr im Winter bei Frost zu vermeiden. Aber welche Art von Platten eignet sich dafür am besten?

Ich habe schonmal einen Offenstall mit Paddockplatten verlegt und hatte damit keine Probleme… Mein Stallbesitzer meint allerdings, dass man den Auslauf dann nicht sauber halten könnte, weil ja alles in den Löchern verschwindet etc.

Freu mich über Erfahrungsberichte.

  • kraeg sagt:

    Hallo Zarina,

    unser Paddock (100qm) ist in weniger als 10min von Pferdeäpfeln gesäubert, seit es mit Gummi-Doppel-T-Steinen von http://www.terralastic.de ausgelegt ist. Von derselben Firma gibt es auch Gummi-Platten. Flüssigkeiten lässt das Material schnell durch, während die Reste des Pferdmistes von der Oberfläche gekehrt werden können. Und riechen tut das Ganze so gut wie nicht.

  • Wattreiter Wattreiter sagt:

    @Zarina
    Du meinst Rastergitter wie Ecoraster od. ähnl?.
    Das funktioniert nur, wenn das Gitter mit Sand aufgefüllt wird, ist also bei dir nicht so praktikabel.
    Es gibt andere Systeme, die besser geeignet sind, wie kraeg schon gesagt hat. Also Gummimatten oder Platte, die wie Steine verlegt werden und wasserdurchlässig sind.
    Z.B. http://www.warco.de
    Google einfach unter Paddockplatten, Paddockmatten etc.

  • Zarina sagt:

    Hallo,

    danke für die Antworten.

    Ich hatte dieses Matten im Auge: http://www.paddockplatten.com/

    Ich habe mal beim Hersteller angerufen. Er meinte, die Paddockplatten (die mit den Löchern drin) wären völlig ausreichend für uns… Es würde wohl reichen, wenn man nur die Löcher mit Sand auffüllt. Somit könnte also auch mein Stallbesitzer einfach drüber kehren. 😉

    Pro m² kosten die ca. 16 Euro. Die Softmatten kosten gleich das doppelte. Ich habe aber ein Angebot von privat gefunden, da verkauft eine Dame den m² für 10 Euro.

  • Tomte sagt:

    Hallo!

    Wir haben unsere kompletten Paddocks mit Rasterplatten ausgelegt, und zwar die „billige“ Variante vom Obi 😉

    Der Untergrund wurde ausgebaggert, eine Schicht mit Kies, dann Flies. Hierüber Sand und die Platten. Wir haben die letzten Winter so super hinter uns gebracht, bin sehr zufrieden damit.

    Lieben Gruss

    Viola 😉

  • Zarina sagt:

    Komplett neu machen kommt für mich leider nicht in Frage… Ich glaube, da mein SB freut sich nicht darüber, wenn ich die ganzen Betonplatten jetzt wieder rausreiße…

    Also, ich bräuchte Platten. die ich direkt auf den Beton legen kann…

  • octavchen sagt:

    Ich hab letzten Herbst meinen 250qm Auslauf mit Paddock-Platten ausgelegt. Einfach den Boden etwas gerade gezogen und die Platten direkt auf die Erde gelegt. Die Löcher haben wir mit Kies ausgefüllt und dann ca 3-4 cm Sand oben drauf. Etwas Sand als Tretschicht ist auf alle Fälle besser als nichts drauf zu machen, da die reine Platte ganzschön rutschig sein kann, vorallem wenn das Pferdi mal einen unbedachten Sprung oder plötzliche Bewegung macht (hat mir nicht nur der Hersteller gesagt, hab ich auch selbst gemerkt).
    Die Pferdeäpfel lese ich auch täglich ab (im Winter, jetzt sind sie ja auf Weide), das ist auch mit Sand kein Problem. Ich bin von dieser Variante hellauf begeistert. War nicht ganz billig bei 15 Euro pro qm, ist aber nur zu empfehlen!

  • Tomte sagt:

    Hallo !
    @Zarina: Das wusste ich nicht, dass Du direkt auf Beton legen willst.

    Da wird es schon schwieriger, dafür sind die normalen Paddockplatten nicht geeignet, auch nicht die, die Du auf dem Link angegeben hast. Denn auf Beton werden die bei Bewegung verrutschen, haben ja keinen Halt von unten.

    Die Softplatten da schon eher, das ist dann wahrscheinlich noch eine Kostenfrage.

    Lieben Gruss

    Viola 😉

  • Wumba sagt:

    Wichtig ist ja nicht nur die Rutschgefahr zu verhindern, sondern auch einen leichten Federungseffekt herzustellen. Denn Beton-Paddocks, vor allem wenn es sich um die normal kleinen Paddockboxen handelt, bergen die Gefahr, dass sich das u.U. häufige hin und her, die kurzen Wege und häufigen Stopps und engen Wendungen auf Beton auf die Gelenke auswirken. Wenn man also hartformige Löchermatten auslegt und nur mit Sand füllt, hat man u.U. immernoch den „betonharten“ Bodeneffekt.

    Ich würde daher zu den löcherlosen Matten greifen. Die muss man u.U. auch stabilisieren wie die Löchermatten, damit sie nicht nach außen verrutschen, aber das kann man ja mit einem Gebälkrahmen o.ä. machen.

  • Zarina sagt:

    Danke für eure Erfahrungsberichte. Die Paddockmatten, die ich gebraucht angeboten bekommen habe, sind nix… Die hab ich mir gestern abend angeschaut. Sie haben keine Löcher.. Somit würde das Wasser nicht ablaufen…

    Ich werde mir nochmal Gedanken machen mit den restlichen Mädels im Stall. Ich denke aber auch, dass wir entweder in den sauren Apfel beißen müssen und die Softplatten kaufen oder eben die Betonplatten wieder rausreißen müssten.

    Mal sehen. Vielen Dank schonmal für eure Tipps.

  • Cola sagt:

    „Betonplatten rausreißen“

    No way 😉 :panik1:

  • gitana gitana sagt:

    Da wären doch diese dicken roten Gummimatten ideal, die sind wasserdurchlässig und rutschfest. Was besseres gibt es doch vermutlich nicht, um Beton zu belegen. Und ganz einfach ist es noch dazu.

  • FlickaTaraLuna sagt:

    Beim Pferdesportversandhaus Krä… gibt es ringloch matten , vielleicht wären die ja auch was ?
    Die könntest du dann ab und zu mal hoch nehmen und da drunter sauber machen.

  • ChaCha sagt:

    wir haben seit einiger Zeit Paddockmatten von Horses-home. Sowohl direkt im Schlamm, als auch mit einer Drainage drunter. Wichtig ist, dass eine kleine Lage mit Sand sich darunter befindet.

  • moppel sagt:

    @Zarina, zum Verlegen auf Betonplatten (die hoffentlich ein kleines Gefälle haben?) würde ich auf jeden Fall pflegeleichte, griffige wasserdurchlässige Gummigranulat-Matten mit Ablaufrinnen o. Stelzen an der Unterseite. Also die Softmatten, oder baugleiche von Berleburger oder ERR oder Drainoflex-Matten oder Fallmatten f. Spielplätze – je nach dem,was näher an deinem Standort ist wegen Abholung o.Versandkosten. Falls günstiger evtl. Gummigranulat-Pflastersteine,musst du mal schauen..

    Wenn´s eine ganz günstige Lösung sein soll, tun´s für einen gewissen Zeitraum auch Bauschutzmatten aus Recycling-Gummigranulat.Die sind auch wasserdurchlässig u. nicht rutschig bei Nässe draußen,aber sie sind halt nur 1-2 Zentimeter dick,also nicht so strapazierfähig u. sie sind an der Unterseite glatt,d.h. Regenwasser kann nicht drunter weglaufen wie bei o.g. Drainagematten.

  • Zarina sagt:

    Danke nochmal für eure Tipps 😉

    Ich warte jetzt mal auf ein paar Angebote. 🙂

  • Weltsje sagt:

    Die Softmatten sind keineswegs baugleich mit den Drainoflex-Matten.

    Hier liegen beide Mattensorten. Die Drainoflex z.T. seit knapp 15 Jahren und die sind wie neu. Die Softmatten sind wesentlich weicher (weniger Material), wesentlich günstiger und wesentlich weniger strapazierfähig. Für einen Paddock mit festem, geradem Untergrund halten sie aber sicher auch einige Jahre.

    LG

    Claudia

  • moppel sagt:

    Softplatte….wir reden von diesen hier http://riedwiesenhof.de/softplatte/

    okay, hab mich nicht präzise ausgedrückt. Softplatten u. Drainoflex-Matten sind aus Gummigranulat. Baugleich nicht wirklich,stimmt: Drainoflex hat 75x100x6cm. Softmatten 50x50cm Stärke glaub ich nur 4 cm.
    Die Drainoflex-Matten haben an der Unterseite Eierkarton-artige „Stelzen“,das isoliert noch besser u. Wasser läuft noch schneller ab.
    und sie sind weicher als die Softmatten. ERR+Berleburger-Matten sind ähnlich der Softmatten,nur 1mx1m-Format.
    Die 50x50cm-Softmatten haben allerdings den Vorteil,dass sie leichter sind,wenn man sie für ne Reinigung drunter mal hochnehmen will.
    Eine Drainoflex-Matte wiegt hingegen 35kg…..

    Ich hab seit ca. 10 Jahren Drainoflex-Matten im Offenstall liegen,auf Betonplatten. in meinem Bekanntenkreis haben einige die roten Softmatten u. ERR-Matten im Einsatz.
    Zum Vergleich der Haltbarkeit kann ich nicht wirklich was sagen,meine Drainoflex-Matten sind immer noch top,hab allerdings auch nur Barhufpferde im Stall.Aber meine sind definitiv weicher 😉

  • Weltsje sagt:

    Meine Softplatten sind von Horses Home, also auch die Riedwiesenhof-Platten. Die gab`s auch in 1,00 x 1,00 m, 4 cm stark (war vor ca. 3 Jahren). Die sind definitiv weicher, und grobkörniger als die Drainoflex-Matten aber auch nicht so haltbar.

    LG

    Claudia

  • moppel sagt:

    echt,deine Softmatten sind weicher als die Drainoflex-Matten?
    in meinem Bekanntenkreis sind mehrfach Softmatten von horses home verlegt,allerdings die 50x50cm-Größe u. die sind definitiv weniger nachgiebig u. weich,im Vergleich zu meinen Drainoflex-Matten. :nix:
    Aber tut ja hier nicht zur Sache – für Zarinas Zwecke würde ich die handlichen 50x50m-Softmatten nehmen.

  • casper109 casper109 sagt:

    Ich möchte gern meinen Unterstand und Auslauf auf der Weide befestigen, kann da jemand noch Tipps geben. Es sollte direkt ohne Schotter gehen, da die Weide ja nur gepachtet ist.
    Für den Unterstand hätte ich auch gern die Granulatmatten, hat die jemand auf Boden mit Flies drunter verlegt, evtl. Erfahrung :blinzel:
    Für die Anlegung eines Reitplatzes gibt es ja auch die Möglichkeit direkt auf Erdboden mit Flies zu arbeiten.
    Möchte mir das gern im Nächsten Jahr erfüllen, wenn es der Geldbeutel zulässt :daumen:

    Für Zarina würde ich auch die Granulatmatten nehmen, da ja ein fester Untergrund vorhanden ist, müsste man nur schauen wie man sie fixiert.
    Wir haben auf den Paddock´s im Stall so Kunststoffgittersteine, wie die für den Gartenbereich aus Beton, de sind wenn nicht mit Sand aufgeschüttet total rutschig. :panik1:

  • waikiki sagt:

    mein offenstall hat im innenbereich betonboden mit späneeinstreu, davor „direkt auf matsch“ festes gewebevlies-feinerkies-gitterplatten,verfüllt mit feinem kies.

    grundsätzlich eine schöne sache, wenn denn nicht die lieben hottis jede menge einstreu/mist/weidematsch mit ihren ewig unabgeputzten hufen :motz: :motz: dort hinterlassen würden!

    heute habe ich mir ein angebot eingeholt-45m2 innenbereich, gummimatten und 100m2 platten/ matten für außen.

    toll.-so um die 3000! euro :flucht: :flucht: :flucht:

    gerade habe ich diese mks-platten gefunden. eine kombi aus raster mit aufgesteckter oberseite aus rutschfestem gummi.

    ich trau mich garnicht zu fragen, was das kostet!

    gerade weil der stall quasi mit im haus ist und vielleicht mal ausgebaut wird wäre mir eine rückbaubare lösung ganz wichtig.

    aber zu einem preis den noch nicht mal unser bodenbelag im haus gekostet hat??

    leidiges thema. :motz: *schmollengeht*

  • moppel sagt:

    Casper, die einfachste Lösung für dich wären solche MKS-Platten (Unterseite Riedwiesenhof-Platten,also direkt auf Naturboden zu verlegen,Oberseite wasserdurchlässige Gummigranulat Softmatten). Leider wohl auch die teuerste Lösung…
    oder:
    – Betonplatten auf dünnem Sandbett (hab ich so in meinem Offenstall,Grund ist auch gepachtet),leicht rückbaubar+günstig
    -darauf Liegebereich Softmatten oder EVA-Matten

    oder
    die Variante Riedwiesenhof-Paddockplatten u. darauf Softmatten o. EVA-Matten (wobei ich nicht weiss,ob man da nicht sogar mit der MKS-Kombi-Platte günstiger kommt)

    Wenn du einstreulos planst,dann würde ich auf jeden Fall eine Klo-Ecke einrichten mit Späne o.ä. damit die Pferde nicht auf die Matten pullern.

    Wasserdurchlässige Granulatmatten direkt auf Naturboden würde ich auf keinen Fall machen. Die sind dafür zu flexibel/nachgiebig/weiche d.h. hochstehenden Kanten werden zu Stolperfallen. Und richtig eklig wirds,wenn die Pferde auf die Matten pinkeln….weil die Flüssigkeit weder ablaufen kann (kein Hohlraum drunter) noch vernünftig versickern kann.

    für Auslauf würde ich unbedingt die Riedwiesenhof-Platten empfehlen,ich hab die seit Jahren u. direkt bzw. stellenweise mit Vlies drunter auf Naturboden verlegt.ist super.

    nur Vlies auf Naturboden u. Tretschicht drauf,funktioniert nicht. Das Vlies – ganz gleich wie schwer+gut vernäht+befestigt- kommt früher oder später hoch,wenn Pferde toben/rutschen/scharren etc.

    von „Vlies drunter“ sollte man sich nicht so viel versprechen , auch da kommt früher o. später Unkraut durch, sowohl beim normalen Unkrautvlies als auch beim teuren Paddockplatten-Unterlegvlies von Hübner-Lee ……

  • Freija sagt:

    Hallo Zusammen,

    ich würde die Wahl der Padockplatten oder -matten immer vom Untergrund abhängig machen. Wenn ich schon einen festen Untergrund habe, würde ich eher zu Gummigranulatplatten greifen (wasserdruchlässig mit Drainage auf der Unterseite), als nochmal Gitterplatten aufzulegen und zu verfüllen.
    Auf einem weicheren Untergrund wird das in der Regel mit Matten (oder Gummiplattten) allerdings nicht funktionieren, da diese zu sehr dem Boden folgen, d.h. sich verformen.
    Dazu sollte man sich noch überlgen, wie wird die Fläche genutzt? Wieviele Pferde, wie schwer, wieviel Bewegung, müssen große Maschinen darüber fahren, wenn ja, wie oft?
    Wer eine Übersicht über Paddockplatten und Matten sucht, kann auch bei mir auf der Website http://www.pferde-infoservice.de nachsehen, dort gibt es Tabellen mit den wichtigsten Daten und Links zu den Herstellern (ich hoffe das ist jetzt keine unerlaubte Werbung…)

    Viele Grüße
    Petra

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