Negative Auswirkungen auf ungeimpfte Pferde durch resequingeimpfte Pferde möglich?

By gitana | Wurmkuren, Impfungen, Blutuntersuchung

Ich wüßte gerne mal, ob es möglich ist, daß Pferde, die mit Resequin geimpft wurden, damit für ungeimpfte Pferde „gefährlich“ sein können, weil sie am Anfang noch vermehrt irgendwelche Viren ausscheiden. Sowas in der Art hab ich mal gehört, weiß jetzt aber nicht, ob das so exakt richtig ist bzw. ich es richtig widergegeben habe und um welche Impfstoffe es dabei ging.

Bitte keine Diskussion von wegen Pro und Contra Impfung :rolleyes: !

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  • Valioso sagt:

    Soweit ich weiß ist doch Resequin keine Impfung mit lebenden Viren :denk: wie sollen dann verstärkt Viren frei werden nach der Impfung.
    Ich glaube das Praevacinol früher war eine Impfung mit lebenden Viren – genau weiß ich es aber nicht :nix:

  • St. Lucia sagt:

    Meine Resequin geimpften Pferde standen eigentlich immer mit Pferden zusammen, die nicht geimpft waren. Da ist noch nie was passiert! :nix:

  • winterquell sagt:

    Ein Virenausscheider ist immer eine Gefahr für das Umfeld.Die Impfung hat nur den Zweck,die Bildung von Antikörpern in Gang zu bringen oder einzuleiten.Manche glauben wohl,das wäre wie bei der Wurmkur,wo dann die abgestorbenen „Opfer der Behandlung“ ausgeschieden werden :doh: ,aber das ist eine ganz andere Party!
    Man kann sich wohl trefflich streiten,wie hoch der %-Satz der Viren ist,gegen die ein Impfstoff wirkt,d.h. gegen die eine
    Antikörperreaktion einsetzt,der Rest lebt sowiso munter weiter und wird von Pferd zu Pferd weitergetragen.
    Die einzig-sinnvolle Maßnahme wäre eine Bestimmung des Virenbefalls mit anschließender Impfung mit einem speziell dafür hergestellten Impfstoff,der konsequent in einem angemessenen Zeitintervall verabreicht wird,verbunden mit einer Art „Isolierhaltung“ bzw. „geschlossenem Bestand“ um die Infektionskette zu durchbrechen.
    Da das nicht machbar ist,wird jede Impfung erst mal der Pharmaindustrie und dem TA helfen 😉 ,aber der Kampf gegen viren ist eine der größten Herausforderungen in der Tierhaltung und speziell in der Zucht.
    Oder anders formuliert:Die Eingangstheorie ist mal wieder eine der bekannten Angstneurosen,die auf dem Boden der Unwissenheit sprießen und von Stall zu Stall wandern……

  • Tupfentier sagt:

    Ich weiß nicht, ob es sich dabei um Resequin handelte, aber mein Pony reagierte auf frisch geimpfte Pferde mit über 40° Fieber, wenn diese gegen Influenza geimpft wurden! Obwohl er selbst nicht gleichzeitig geimpft wurde. Inzwischen reagiert er allerdings nicht mehr bzw. wird im jetzigen Stall nicht gegen Influenza geimpft.

  • maurits sagt:

    Influenza ist Influenza, Resequin ist ein Kombi-Impfstoff Herpes/Influenza.

    Ich glaube solche Geschichten nicht, da wie gesagt nicht mit Lebendimpfstoff geimpft wird, aber durch solche Storys wird den Impfgegnern natürlich Tür und Tor geöffnet, ihre wirren Theorien zu verbreiten, und es gibt genug Leute, die so etwas ohne Wenn und Aber glauben. Mit teils gravierenden Folgen für die Pferde.

    Ausserdem müssten dann im Umkehrschluss täglich massenhaft Menschen im Umfeld frisch geimpfter Mitmenschen an irgendetwas erkranken, man stelle sich das mal vor, aktuell ist die Saison der Grippeimpfung, und den ungeimpften passiert trotzdem nichts. Meine Güte was für ein himmelschreiender Blödsinn. :irre:

    es ist genau wie Winterquell sagt, Angstneurosen die auf dem Boden der Unwissenheit gedeihend, von Stall zu Stall getragen werden.
    Die letzten Todesopfer unter den Pferden hatten wir hier in der Gegend vor 2 Jahren, man hatte dort die Herpesimpfung größtenteils abgeschafft,da man glaubte, dass nur Stuten an Herpes erkranken können. 2 tote Stuten und 2 tote Wallache später war man schlauer. Die geimpften Turnierpferde des Stallbetreibers selbst blieben übrigens verschont.

    lg
    maurits

  • St. Lucia sagt:

    Influenza ist Influenza, Resequin ist ein Kombi-Impfstoff Herpes/Influenza.

    Ich glaube solche Geschichten nicht, da wie gesagt nicht mit Lebendimpfstoff geimpft wird, aber durch solche Storys wird den Impfgegnern natürlich Tür und Tor geöffnet, ihre wirren Theorien zu verbreiten, und es gibt genug Leute, die so etwas ohne Wenn und Aber glauben. Mit teils gravierenden Folgen für die Pferde.

    lg
    maurits

    Habe mir gerade mal das Fläschchen mit Resequin angeschaut. Steht zwar nichts drauf, aber da es auch nicht im Kühlschrank gelagert werden muss, werden wohl auch keine Lebendviren enthalten sein….

  • maurits sagt:

    http://www.vetpharm.uzh.ch/reloader.htm?tak/00000000/00001568.VAK?inhalt_c.htm

    inaktive Viren.
    Mit den ganzen anderen Gerüchten räumt diese Beschreibung eigentlich auch auf.

    lg
    mau

  • Talimeth sagt:

    Und wenn alle Pferde geimpft wären, wären wir mit der Seuchenbekämpfung ein ganzes Stück weiter. Da Neindorff auch nciht impfen ließ, sind einige u.a. unersatzbare Schulhengste wie M. Bora elendig eingegangen.

    Gruß Talimeth

  • Mumpitz sagt:

    Und wenn alle Pferde geimpft wären, wären wir mit der Seuchenbekämpfung ein ganzes Stück weiter.

    *ganzfettunterstreich* (aber ich gelte ja nicht, weil ich mich ja nur bereichern will an den Impfungen und Wurmkuren usw.) :tuete:

  • Red Setter sagt:

    (aber ich gelte ja nicht, weil ich mich ja nur bereichern will an den Impfungen und Wurmkuren usw.) :tuete:

    Klar, Deine Pferde fressen doch aus güldenen Trögen soooo reicht wird man als Tierarzt von den ganzen Wurmkuren und Impfungen 😀

  • Mumpitz sagt:

    güldenen Trögen

    Platin, Liebelein, Platin! 😀

  • St. Lucia sagt:

    Und wenn alle Pferde geimpft wären, wären wir mit der Seuchenbekämpfung ein ganzes Stück weiter.

    *ganzfettunterstreich* (aber ich gelte ja nicht, weil ich mich ja nur bereichern will an den Impfungen und Wurmkuren usw.) :tuete:

    😀 😀 😀

    Ganz ehrlich: TA möchte ich nicht sein – zumindestens nicht für Großtiere :rolleyes:

    Ich habe jetzt nach langem Suchen auch einen Herpes Impfstoff von Fort Doge in Costa Rica gefunden. Nur leider sitzt der Lieferant in Carthago und versendet nicht. Muss ich wohl demnächst mal eine Tagereise machen und einen Jahres vorrat kaufen, ich Tierquäler 😉

  • Lucero sagt:

    Und wenn alle Pferde geimpft wären, wären wir mit der Seuchenbekämpfung ein ganzes Stück weiter.

    Nicht nur bei den Pferden!
    Ich habe vor kurzem gelesen, dass die Masern wieder auf dem Vormarsch sind, da die Eltern häufig ihre Kinder nicht mehr impfen lassen. Diese könnten mittlerweise ausgerottet sein.
    Das wäre bei den Pferden sicher nicht anders. Lucero wird auch halbjährlich geimpft. Ganz nach TÄ Empfehlung.
    Und meine TÄ hat in den letzten Jahren an uns wirklich nur mit impfen und Wurmkur Geld verdient… Und sie fährt noch nicht im Porsche vor. 😉

  • winterquell sagt:

    Und wenn alle Pferde geimpft wären, wären wir mit der Seuchenbekämpfung ein ganzes Stück weiter.

    Nicht nur bei den Pferden!
    Ich habe vor kurzem gelesen, dass die Masern wieder auf dem Vormarsch sind, da die Eltern häufig ihre Kinder nicht mehr impfen lassen. Diese könnten mittlerweise ausgerottet sein.
    Das wäre bei den Pferden sicher nicht anders. Lucero wird auch halbjährlich geimpft. Ganz nach TÄ Empfehlung.
    Und meine TÄ hat in den letzten Jahren an uns wirklich nur mit impfen und Wurmkur Geld verdient… Und sie fährt noch nicht im Porsche vor. 😉

    Ganz so einfach,wie sich das anhört/liest ist der Sachverhalt nicht!Auf Teufel komm´raus zu impfen erhöht die Antikörperpegel,aber deswegen werden die Virenstämme noch lange nicht ausgerottet.Um das zu erreichen müssten staatliche Bekämpfungsprogramme aufgelegt werden,mit genauen Vorschriften für alle Tierhalter und entsprechenden Datenbanken,in denen alle Pferdehalter mit Behandlungsverlauf und alle „Tierbewegungen“ genau dokumentiert werden.So einfach mal zum Turnier xy zu fahren würde dann einiges an Papierkram erfordern und um den Bekämpfungsverlauf zu überwachen sind Blutproben mind. 2x pro Jahr nötig,bis die Bestände alle Antikörper-negativ sind.Dann hört man sinngemäß ja mit dem Impfen auf und somit haben zumindest die nachwachsenden Tiere wieder keinen Antikörperschutz,was bei einem neuen Infektionsausbruch katastrophale Folgen hat.Weiterhin ist zu beachten,dass sich die Viren ständig verändern und es impftechnisch garnicht möglich wäre,alle Stämme gleichzeitig zu bekämpfen.
    Sollte das Ganze dann noch von der Tierseuchenkasse bezahlt werden,werden die Beiträge auch hier emporschnellen :panik1: .
    Im Grunde muss jeder selber entscheiden,wie er vorgeht und wie er das Infektionsrisiko eindämmt,aber ob der Schrei nach der Talimeth-Lösung am Ende zum gewünschten Ziel führt,wage ich zu bezweifeln.Einfach nur wild durchzuimpfen,ohne den speziellen Befall zu analysieren halte ich für sinnlos und teuer und die Illusion dabei ist,dass wir irgendwie dann z.B. die Vielzahl der Herpesviren schachmatt setzen :hurra: .

  • maurits sagt:

    Wie verhält es sich denn mit dem Auftreten von Influenza-Epidemien im Zuge der Impfflicht für Turnierpferde?
    Wenn Ihr mich fragt, hat es seit Jahren keine grösseren Ausbrüche mehr gegeben, bzw. hörte ich noch nie davon hier im Umkreis.

    Dann würde das also durchaus Sinn machen mit der Impferei. Und ich glaube auch dass die Herpesgefahr gebannt würde, wenn mehr geimpft würde, und ich verstehe die FN nicht, dass sie nicht die Herpes-Impfung auch verpflichtend macht, wobei man da Ausnahmen machen müsste, z. B. bei Pferden mit Autoimmunerkrankungen.
    Bei Tomke z. B, der ja PA hat, mag der TA nicht Herpes impfen, da dieses das Immunsystem zu sehr anregt und man einen Schub befürchten müsste.
    Das Pferd ist aber an sich voll einsatzfähig und auch schon länger nicht mehr in Behandlung, da das Auge stabil ist.
    So etwas könnte man aber mit tierärztlichen Attesten regeln, die bei Turnieren und Veranstaltungen vorgelegt werden müssen.

    lg
    maurits

  • GidranX GidranX sagt:

    solange es TÄ gibt, die Impfungen in den Pass eintragen die GAR NICHT gemacht wurden, weil der Besitzer das verpennt hat, nur damit die Turnierteilnahme trotzdem stattfinden kann, oder das Datum für die Intervalle passend machen.. glaube ich nicht an die mögliche Ausrottung von irgendwas bei Pferden. :look:

  • maurits sagt:

    das sollte aber wohl nur die Ausnahme und nicht die Regel sein, Gidran.

    lg
    mau

  • winterquell sagt:

    solange es TÄ gibt, die Impfungen in den Pass eintragen die GAR NICHT gemacht wurden, weil der Besitzer das verpennt hat, nur damit die Turnierteilnahme trotzdem stattfinden kann, oder das Datum für die Intervalle passend machen.. glaube ich nicht an die mögliche Ausrottung von irgendwas bei Pferden. :look:

    ……glaube ich ehrlich gesagt auch nicht!Dazu kommt noch die Problematik in den Handels- und Ausbildungsställen,wo in kurzen Intervallen Pferde mit unbekanntem Impfstatus und Virenbefall ein- und ausgehen.Und wie oft wechselt denn ein Pferdchen im Laufe seines Lebens oft den Besitzer und den Stall,wo jeder seine spezielle Befallssituation hat?Das Ganze ist doch unkontrollierbar.
    Es genügt doch nicht,mit irgendeinem Impfstoff wild daraufloszuimpfen!Die FN und die Veterinärämter wissen schon,warum sie diese „Baustelle nicht aufmachen“……..
    Es wäre anders,wenn es einen Wirkstoff gäbe,der die ganzen Viren völlig eliminiert,aber das dürfte ein Traum sein!
    Das schönste Impfbüchlein täuscht doch auch nur etwas vor.Selbstverständlich könnt Ihr verlangen,dass Impfvorschriften erlassen werden-und zwar für alle-aber dann wird irgendwann der Veterinär kommen und Blut abnehmen.Ob da nicht manchmal ein Befund herauskommt,der dem Besitzer den Schweiß auf die Stirn treibt,weil Behandlungsmaßnahmen oder Quarantäne drohen?
    Speziell bei Importpferden könnte einiges auftauchen,was unerfreulich ist….

  • GilianCo GilianCo sagt:

    Genau, solche TÄ, die etwas eintragen, was gar nicht stattgefunden hat, kenne ich bei uns auf der Ecke beispielsweise gar nicht, und ich kenne hier schon einige TÄ.

    Wobei die Geschichte mit dem Impfen und Eindämmen einer Problematik im Falle Herpes eh schwierig ist, wie bei allen DNA-Viren. Die setzen sich ja nun mal in die DNA, und hat ein Tier einmal im Leben Kontakt zu diesem Virus, dann bleibt es latent vorhanden, selbst wenn man das Pferd impft. Das wären auch die einzigen Viren (die bereits vorhandenen), die das Pferd bei einer Impfung streuen könnte. Ich habe allerdings noch nie die Erfahrung machen müssen, das es eine nennenswerte Reaktion anderer Pferde auf die Impfung eines Pferdes mit Herpes gab in der Praxis in der ich mitfahre.

  • maurits sagt:

    Ob da nicht manchmal ein Befund herauskommt,der dem Besitzer den Schweiß auf die Stirn treibt,weil Behandlungsmaßnahmen oder Quarantäne drohen?
    Speziell bei Importpferden könnte einiges auftauchen,was unerfreulich ist….

    Das wäre ausgesprochen wünschenswert, denn dann hätte sich das Elend z. B. der infektiösen Anämie schnell erledigt gehabt.
    Aber solange die Leute auf Deibel komm raus beim einschlägig bekannten Händler aus „Mitleid“ oder, was wohl eher der Fall ist, aus Geiz-ist-geil Mentalität billigste „Freizeitpferde“aus dem tiefsten Ostblock kaufen, trifft diese Leute eine Mitschuld, wenn sich solche Krankheiten unkontrolliert ausbreiten.

  • Raubertochter sagt:

    nur mal zum verständnis, DNA-Viren heißen DNA-Viren, weil ihre erbsubstanz aus DNA besteht. auch RNA-Viren können ins Wirtsgenom integrieren. welche nukleinsäure im virus vorliegt hat lediglich eine auswirkung auf die mutationsrate.

    […] wie bei allen DNA-Viren. Die setzen sich ja nun mal in die DNA

  • wednesday sagt:

    Man sollte sich allerdings vor Augen halten, dass es gerade bei dem halbjährlichen Impfintervall, wie es die FN für Influenza vorschreibt, keine evidenzbasierten Grundlagen gibt. Der gleiche Impfstoff hat in anderen Ländern deutlich längere Intervalle bis zur Nachimpfung.

    In dem Fall man es einfach mal feststellen: das sehr kurze deutsche Intervall ist getrieben vom Lobbyismus einiger Pharmakonzerne. Punkt. Was nichts am Sinn und der Notwendigkeit der Influenza-Impfung ändert.

    Ich bin klarer Verfechter eines guten Impfmanagements. Keine Frage. Allerdings muss auch immer den Einzelfall hinterfragen (sie Mau’s PA-Pferd, mein Borreliosekandidaten), ob eine Impfung ggf. nicht schlimmeres auslöst als das, vor dem es eigentlich schützen soll.

  • St. Lucia sagt:

    Man sollte sich allerdings vor Augen halten, dass es gerade bei dem halbjährlichen Impfintervall, wie es die FN für Influenza vorschreibt, keine evidenzbasierten Grundlagen gibt. Der gleiche Impfstoff hat in anderen Ländern deutlich längere Intervalle bis zur Nachimpfung.

    In dem Fall man es einfach mal feststellen: das sehr kurze deutsche Intervall ist getrieben vom Lobbyismus einiger Pharmakonzerne. Punkt. Was nichts am Sinn und der Notwendigkeit der Influenza-Impfung ändert.

    Ich bin klarer Verfechter eines guten Impfmanagements. Keine Frage. Allerdings muss auch immer den Einzelfall hinterfragen (sie Mau’s PA-Pferd, mein Borreliosekandidaten), ob eine Impfung ggf. nicht schlimmeres auslöst als das, vor dem es eigentlich schützen soll.

    Genau über dieses Thema habe ich mir vor ein paar Tagen mit einer hier ansäßigen Friesenzüchterin unterhalten. Die impft ihre Pferde wohl nur alle 3/4 Jahre bis sogar jährlich gegen Herpes und Influenza. Der TA der NL Pferde der Nationalmanschaft muss wohl auch die Meinung vertreten, dass einmal jährlich eigentlich reicht. Ich bin ja auf die Einhaltung irgendwelcher Termine nicht gebunden, muss sogar auf Turnieren oder Zuchtschauen hier keinerlei Impfpässe vorlegen. Ich werde da wohl den goldenen Mittelweg wählen….

  • GilianCo GilianCo sagt:

    nur mal zum verständnis, DNA-Viren heißen DNA-Viren, weil ihre erbsubstanz aus DNA besteht. auch RNA-Viren können ins Wirtsgenom integrieren. welche nukleinsäure im virus vorliegt hat lediglich eine auswirkung auf die mutationsrate.

    […] wie bei allen DNA-Viren. Die setzen sich ja nun mal in die DNA

    Tatsache (selbst wenn ich es nicht gut genug formuliert habe) ist, das diese Viren im Tier verbleiben, weil sie sich gut genug tarnen können. Das das auch auf RNA Viren zutrifft, schmälert das ja nicht. (und ja, ich habe das verstanden…. wäre sonst für mein Studium ja deutlich von Nachteil… ich habe es nur nicht gut genug formuliert….)

    @St. Lucia, gibt es denn neuere Studien dazu, das die Herpesimpfung länger als sechs Monate hält? Influenza tut es, bei Herpes ist der Stand doch ein anderer? Das das halbjährliche Impfen im Grunde genommen nicht sinnvoll ist, weil die neueren Influenza Impfstoffe eben nicht nur sechs Monate halten, ist natürlich so. Genauso wie ich die „Kulanzregelung“ mittlerweile wenig sinnvoll finde. WENN mein Pferd hustet, und ich es deswegen nicht impfen kann, dann sind zwei oder drei Wochen in meinen Augen deutlich zu wenig, so schnell würde ich einen Hustenpatienten, der gerade ein Lungenproblem ausgestanden hat, nicht impfen wollen. Von daher bin ich schon froh, das mein Pferd keine Turniere mehr läuft, und ich somit einfach einmal im Jahr impfen kann.

  • maurits sagt:

    noch mal, aus der Beschreibung für Resequin kopiert:

    – Regelmässige und termingerechte Impfungen des gesamten Bestandes
    – Vermeidung von Einstallungen ungeimpfter oder kranker Tiere in einen geimpften Bestand.
    Jede Verlängerung des Impfintervalls kann zur Folge haben, dass der Antikörperspiegel unter den protektiven Spiegel sinkt und eine immunologische „Lücke“ entsteht.

    Das bedeutet meiner Meinung nach, dass der Hersteller den wirksamen Antikörperspiegel für 6 Monate garantiert. Sicherlich ist es in Einzelfällen möglich, dass Ak-Spiegel länger im protektiven Bereich bleiben, nur wer kontrolliert das?
    Es mag sein, dass für Influenza längere Intervalle möglich wären, bei Herpes wäre ich mir da nicht so sicher, da zumindest unser TA hier sagt, dass er wirklich schlimme Verläufe nur bei Pferden sah, die gar nicht, oder unregelmässig geimpft waren.

    Bei der Hepatitis-B Impfung für den Menschen ist es ja ähnlich, da kontrolliert man die Antikörper auch, es gibt Leute, die haben 10 Jahre Schutz, es gibt Leute bei denen sinkt der Ak-Spiegel innerhalb von 2 Jahren unter den wirksamen Bereich und es muss nachgeimpft werden, und es gibt einige Leute, die keinen Schutz aufbauen, sogenannte Impf-Versager.

    Bei Herpes verstehe ich keinen Spass und mache keine Experimente zu Lasten meiner Pferde.

    lg
    maurits

  • St. Lucia sagt:

    Ich finde es leider nicht auf die Schnelle, aber im Ausland wird bei Herpes Impfstoff ein Intervall von 8 Monaten angegeben.

    Die Aussage, dass das Intervall noch länger ausgedehnt werden kann, kam von dem TA der NL Nationalmanschaft. Mal gucken, ob ich noch mehr Infos dazu besorgen kann.

    By the way:

    Ich möchte nur mal daran erinnern, dass es bis vor kurzen ja auch noch hieß, dass Tetanus jährlich gemacht werden muss….

  • Tibatong sagt:

    Ich möchte nur mal daran erinnern, dass es bis vor kurzen ja auch noch hieß, dass Tetanus jährlich gemacht werden muss….

    Das Tetanus-Intervall war ewig lang mit zweijährig angegeben, seit einigen Jahren gibt es Impfstoffe mit dreijährigem Intervall.

  • winterquell sagt:

    Ob da nicht manchmal ein Befund herauskommt,der dem Besitzer den Schweiß auf die Stirn treibt,weil Behandlungsmaßnahmen oder Quarantäne drohen?
    Speziell bei Importpferden könnte einiges auftauchen,was unerfreulich ist….

    Das wäre ausgesprochen wünschenswert, denn dann hätte sich das Elend z. B. der infektiösen Anämie schnell erledigt gehabt.
    Aber solange die Leute auf Deibel komm raus beim einschlägig bekannten Händler aus „Mitleid“ oder, was wohl eher der Fall ist, aus Geiz-ist-geil Mentalität billigste „Freizeitpferde“aus dem tiefsten Ostblock kaufen, trifft diese Leute eine Mitschuld, wenn sich solche Krankheiten unkontrolliert ausbreiten.

    :bravo: :bravo: :bravo: sauber auf den Punkt gebracht!

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