Nasses Heu – Durchfall?

By dunikowsky | Kolik, Verdauung

Ich habe schonmal die Suchfunktion betätigt, aber interessanterweise eher gegenteilige Erfahrungen gefunden (Nasses Heu hilft gegen Durchfall) – hatte irgendjemand auch schonmal das umgekehrte Problem?

Seit Sedeño nicht mehr 24 Stunden draußen steht, steht er auf Spänen und bekommt das Heu eingeweicht, da er sonst hustet – nun hustet er zwar nicht mehr, aber hat den totalen Durchfall bekommen…. An Zufall mag ich da nicht glauben, da er eigentlich noch nie Probleme mit Durchfall hatte und es original mit dem Tag anfing, als ich das Heu einweichte – kennt jemand das Problem? Muss die Verdauung sich sozusagen erstmal „umstellen“?

Normalerweise hat er ohnehin immer sehr viel Stroh gefressen – vielleicht auch völlig falsch, aber ich stelle mir Stroh immer irgendwie stopfend vor – das fällt nun natürlich auch weg….

lg, Silke

  • Avatar Juliafientje sagt:

    Wo hat er denn Stroh gefressen wenn er 24 h draussen war? Hast du das auf der Wiese/Paddock dazu gefüttert?

    Vielleicht fehlt ihm das und darum plus nasses Heu=Durchfall?

    Wobei nasses Heu ja eigentlich nicht „saftiger“ ist als Gras… Hab bisher nur gehört das Pferde von silage/Heulage mal Durchfall bekamen aber nicht von nassem Heu…

    Wie lange lässt du es denn einweichen? Vielleicht versuch es wenns um den Staub geht nur eben zu besprenkeln bis es nicht mehr staubig ist aber eben nicht total eingeweicht ist…?

  • Moon Moon sagt:

    Vielleicht die generelle Umstellung von Gras auf Heu?

  • Avatar lindaglinda sagt:

    meine bekommen ebenfalls gewaschenes heu – einer davon steht auf spänen. nix durchfall. allerdings auch keine weide. ich geb ihm einmal am tag einen großen armvoll stroh dazu, natürlich ebenfalls getaucht.

    hab noch nie gehört, daß ein pferd von nassem heu sprühwurst hatte! :no: :nix:

  • Avatar Juliafientje sagt:

    sprühwurst

    😀

  • Avatar Strick sagt:

    sprühwurst

    Ich muss jedesmal Lachen wegen diesem Begriff :thumbsup: 😀 😀 😀 😀 :bravo: :bravo:

  • Avatar dunikowsky sagt:

    Blöd ausgedrückt, das Hustenproblem wurde Anfang des Sommers akut, insofern hat er letztes Jahr noch komplett auf Stroh gestanden – Stroh zugefüttert habe ich nicht….

    Dann habe ich auf Anraten des TA erstmal nur das Heu getaucht, aber das Pferd stand nachts weiter auf Stroh und tagsüber auf Gras – da wurde der Kot zwar deutlich weicher, aber man konnte noch nicht wirklich von Durchfall reden. Die SBs haben damals das Heu sehr nass gefüttert, also in Bottich mit Wasser, 10 Minuten weichen lassen, Wasser abgekippt und gefüttert. Vielleicht habe ich es jetzt zu gut gemeint, ich habe es nämlich sehr lange abtropfen lassen – als es jetzt die Woche schon so kalt war, über Nacht – was dann noch den blöden Nebeneffekt hatte, dass das Pferd es nicht mehr mochte…

    Tja, außer, dass er jetzt nicht mehr 24 Stunden auf Koppel steht, sondern nur noch 9 und stattdessen halt nasses Heu bekommt, habe ich an der Fütterung nichts geändert, gleiches Kraftfutter, gleiches Mineralfutter – insofern wäre es schon ein komischer Zufall, wenn die Ursache woanders läge. Zumal der Durchfall sofort weniger wird, wenn ich trocknes Heu füttere – nur ich fürchte, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis das Husten wieder losgeht….

  • Avatar sprechender hanger sagt:

    Was wäre mit der Alternative Heu im Netz nassmachen? Hast du die Möglichkeit dazu? Ein enges Heunetz mit Wasserschlauch nassgemacht zB. Wenn es im Netz getunkt wird, ist der Kram meist bleischwer und es dauert ewig bis alles abgetropft ist.

  • Watson Watson sagt:

    in enges Heunetz mit Wasserschlauch nassgemacht zB

    Das bringt bei „Heu nass machen wegen Husten“ nix, da man nicht alles nass bekommt und derStaub nicht richtig „rausgewaschen“ wird.

  • Avatar jugg sagt:

    wie lange lässt du das heu denn einweichen?
    so wie die stallbesitzer- 10 minuten? oder länger?

  • Avatar sprechender hanger sagt:

    in enges Heunetz mit Wasserschlauch nassgemacht zB

    Das bringt bei „Heu nass machen wegen Husten“ nix, da man nicht alles nass bekommt und derStaub nicht richtig „rausgewaschen“ wird.

    Richtig rausgewaschen bekommt man den Dreck sowieso nicht, beim „nassmachen“ geht es in erster Linie um das Binden des Staubs 😉

  • anchy anchy sagt:

    Es könnte sein, das im Heu bei der warmen Witterung Gärung statt gefunden hat.
    Ich spritze mein Heu mit dem Schlauch ab, primär geht es mir nicht um Schmutz, sondern um Staub, der in die Atemwege gelangt. Im Sommer eine Gratwanderung, da darf es nicht lange lagern, sonst gärt es und der Durchfall ist vorprogramiert.

    Stark verschmutztes Heu lieber nicht füttern, ansonsten lagert sich der Dreck im Darm ab. Prophylaktisch kann man eine Kur mit Flohsamen machen, der Schmutz wird so im Darm gebunden und wieder ausgeschieden.

    LG

  • Avatar jugg sagt:

    Es könnte sein, das im Heu bei der warmen Witterung Gärung statt gefunden hat.

    genau darauf wollte ich hinaus mit meiner frage!

    bei uns im stall war es erst vor wenigen wochen der fall, dass eine stute husten hatte und die besi das heu eingeweicht hat.
    als ich abends zum stall kam, roch ich schon direkt einen leichten alkoholgeruch. hab mir dann nix dabei gedacht, bin reiten gegangen und als ich zurückkam, roch es noch stärker danach.
    zum glück war ich dran mit füttern, habe das heu aus der wanne genommen und es überkam mich ein ekelerregender geruch.
    hab dann die besi angerufen, die hatte das heu tatsächlich erst 3 oder 4 stunden vorher eingeweicht…
    so schnell kann das anscheinend gehen, dass das heu verdirbt…

    daher fragte ich auch, wie lange du das heu einweichst. vielleicht musst du da mal drauf achten…

  • Watson Watson sagt:

    Ein enges Heunetz mit Wasserschlauch nassgemacht zB
    Das bringt bei „Heu nass machen wegen Husten“ nix, da man nicht alles nass bekommt und derStaub nicht richtig „rausgewaschen“ wird.

    Richtig rausgewaschen bekommt man den Dreck sowieso nicht, beim „nassmachen“ geht es in erster Linie um das Binden des Staubs 😉

    natürlich nicht, aber nur mit dem Schlauch nass machen, reicht nicht, da man nicht alles nass bekommt. Haben wir auch 2 Jahre so gemacht, hinlegen Schlauch drauf fertig. Bis uns der Lungenspezialist sagte, dass dies nicht ausreichend ist, weil man nur Oberflächlich nass macht. :nix: Also mach ich ein Heunetz voll, tauchs ins Wasser, warte 3-5 Minuten (mehr soll man lt. TA nicht warten wenn man Staub binden will) und hols dann wieder raus. Klar ist das schwer und wir sind am überlegen, irgendwie einen Flaschenzug anzubringen, aber es geht, man muss nur den Dreh raus bekommen.

    Kurzes tauchen reicht. Heu rein, 3-5 Minuten maximal warten, fertig! Wir machen das auch erst so ne halbe Stunde vorm füttern, dass es noch abtropfen kann und ich nicht das Wasser in der Box hab.

  • anchy anchy sagt:

    Ich breite das Heu aus und spritze mit dem Schlauch ab.
    Ein paar Stunden können bei Wärme schon zuviel sein, je nach dem was für ein Bakterienmüll da schon vorher drin war.

    Es gibt auch ein paar Experten, die das Wasser in der Wanne einige Male benutzen :kotz:

    Vorsicht im übrigen auch bei Frost! Auch da kann es zu Magen-Darm Problemen kommen.

    LG
    Anchy

  • Avatar dunikowsky sagt:

    Ich hab 10 Minuten im Netz geweicht, dann das eine Netz vielleicht nach einer halben Stunde abtropfen gefüttert, das andere dann am nächsten Morgen – und, wie gesagt, es war die Woche, wo es eigentlich nachts schon recht kalt war (so um die 5 Grad bei uns….). Mein Problem ist halt auch noch, dass ich über 30 km vom Stall weg wohne, d.h. ich kann nicht morgens und abends hinfahren und das Heu direkt vorm Füttern einweichen. Und die SBs sind wirklich sehr hilkfsbereit, aber die füttern morgens vor 6 Uhr das Heu, da werden die nicht noch eine halbe Stunde früher aufstehen, um mein Heu zu wässern und abzutropfen…..

    Seit knapp einer Woche spritzen wir das Heu im Netz jetzt tatsächlich nur noch von außen nass – und da die Netze recht lose gestopft sind, kommt dabei erstaunlich viel Wasser trotzdem bis in die mittleren Bereiche. Der Durchfall ist deutlich besser geworden und bis jetzt – toi, toi, toi – hustet er auch nicht. Ich habe bei ihm auch das Gefühl, dass mehr der oberflächliche Staub, der beim Fressen in die Atemwege gelangt, das Problem ist – und nicht der Staub, der mitgefressen wird (zumal unser Heu von der Qualität wirklich gut ist, das ist nicht verdreckt oder gammelig…).

    lg, Silke

  • Avatar goldmarie sagt:

    Es gibt auch ein paar Experten, die das Wasser in der Wanne einige Male benutzen

    Das war bei uns im Stall auch der Fall!! Das Wasser wurde im Sommer nicht jedes mal gewechselt :maul: Und ich hatte mich gewundert, warum mein Pferd aus heiterem Himmel eine Kolig hatte! Ich würde mein Heu nur noch mit dem Schlauch nass machen und nicht länger als 5 min einweichen. Und regelmäsig den Behälter reinigen!

    LG Marie

  • Watson Watson sagt:

    Goldmarie das ist ja eklig! Das geht bei uns gar nicht. Da wird abends frisches Wasser in die Wanne gemacht, Heu getaucht und das Wasser saufen unsere dann mit Vorliebe. Nach Rücksprache Ta ist das nicht schlimm. Somit muss morgens neues Wasser genommen werden, das abends dann auch wieder leer ist

  • Avatar goldmarie sagt:

    Natürlich ist das ecklig! Ich war geschockt wie ich dahinter kam! Ich bin davon ausgeganen, dass das Wasser immer morgens und abends frisch eingelassen wird! Ich habe die Fütterung dann umgestellt und wenn ich das Heu nochmal nass machen muss, wechsele ich es selbst! So etwas passiert mit auch nicht mehr…

  • EddieTB EddieTB sagt:

    Duni, ich hab auch nochmal überlegt, es kann auch an der Heusorte liegen…. ich wässere ja normalerweise sehr lange und gründlich, und Heu mit guter Struktur steckt das auch ganz gut weg. Weiches Heu (2ter Schnitt) wird allerdings schnell matschig, da sprühe ich nur gründlich über, lasse das Heu aber nicht mehr im Wasser liegen und nehme es auch sehr schnell aus meiner Abtropfwanne.

    Und das Wetter spielt auch eine Rolle, bei entsprechenden Temperaturen und Luftdruck kann Heu in kürzester Zeit umkippen – tagsüber war es ja noch relativ warm, vielleicht ist es da schon umgekippt – auch wenn die Nächte kühl waren ? :denk:

  • Avatar dunikowsky sagt:

    Hi TB,

    morgen kommt die TA zum Impfen, ich werde die auch nochmal befragen!

    Das Heu war jedenfalls extrem kurzstielig – wenn das getaucht war, wurde das echt so ein richtiger Klops, das bekam er auch aus dem Netzt nur ganz schlecht heraus….

    Wie macht ihr das denn mit der Morgenfütterung? Für mich geht es ja kaum anders als abends einweichen, ich kann da ja nicht morgens „mal kurz“ vorbeifahren …

    Ganz was anderes – fiel mir nur gestern ein, als RL von Akupunktur sprach: Hast du für deine Beiden nicht auch ab und an E.L. da? Bin grad mal wieder am Überlegen, da das Pony jetzt ja verschiedene Allergiesymptome zeigt…

    lg, Silke

  • Avatar Reikja sagt:

    Hallo,

    wenn Dein Pferd Stroh bekam, haben sich die Darmbakterien auf Stroh eingestellt.

    Fütterst Du nur noch Heu, braucht Dein Pferd ganz andere Darmbakterien, weil Stroh und Heu völlig verschieden aufgespalten werden müssen im Darm. Ich denke dass daher der Durchfall kommt.
    Darum soll man auch nicht abwechselnd am Tag zuerst Heu und dann Stroh zum Knabbern füttern, sondern wenn es Stroh dazu sein soll, dann gemischt mit Heu.
    Die Darmflora muss sich auf die Futterbestandteile einstellen. Und wenn man dann auch noch Futterpausen von mehr als 8 Stunden hat, dann sterben im Darm viele der Mikrorganismen ab und müssen erst wieder neu gebildet werden, wenn wieder Futter kommt. Pferde sind Dauerfresser und brauche immer das gleiche Futter, keine Abwechslung.

    Viele Grüße

    Reikja

  • EddieTB EddieTB sagt:

    Wie macht ihr das denn mit der Morgenfütterung? Für mich geht es ja kaum anders als abends einweichen, ich kann da ja nicht morgens „mal kurz“ vorbeifahren …

    Ganz was anderes – fiel mir nur gestern ein, als RL von Akupunktur sprach: Hast du für deine Beiden nicht auch ab und an E.L. da? Bin grad mal wieder am Überlegen, da das Pony jetzt ja verschiedene Allergiesymptome zeigt…

    Da sie morgens nur ein Portiönchen bekommen, stelle ich eine Maurerbütt vor die Box und bitte darum, das Heu vor dem Füttern kurz einzutauchen – dann ist es zwar nicht richtig gewaschen, aber wenigstens etwas angefeuchtet und der Staub fliegt ihnen nicht beim Fressen in die Nase. Zu 90 % hat das eigenlich geklappt.

    Was das Akupunktieren angeht, ja ich hatte E.L. da, ich werde im November/Dezember auch noch mal einen „Wintervorbereitungs-Akupunktur-Termin“ ansetzen.

    Ich kenne auch noch einen guten Akupunkteur, Dr. L.F. (Nachname wie die Rasse meiner Pferde 😀 ), der ist auch sehr zu empfehlen.

  • Avatar dunikowsky sagt:

    Das ist ja ungefähr so, wie wir es gerade machen…

    TA hat übrigens gesagt, es gäbe durchaus Pferde, die auf nasses Heu mit Durchfall reagieren. Ihr Rat war, auf Heulage umzustellen, wobei sie allerdings auch meinte, wenn er schon von nassem Heu Durchfall bekommt, könnte das mit Heulage auch schwierig werden – und ganz nebenbei würde ich eigentlich ja auch lieber bei Heu bleiben….

    Bei RL kommt diese Woche C.T. – mal schauen, was er dazu sagt….

  • Avatar moppel sagt:

    Ich wässere für 4 pferde (Offenstall). Morgens vor der Arbeit brauche ich maximal 12 Minuten am Stall:
    4 Heunetze wässern (die ich am Vorabend gestopft habe), in der Schubkarre raus zum Stall fahren u. dort aufhängen. ich tauche das Netz nur kurz unter im Bottich ,ziehe es per man. Flaschenzug hoch,stopfe das nächste Netz in den Bottich,schwenke das 1. Netz in die Schubkarre usw..
    die Heunetze hängen draußen am Stall, da kann es ruhig nass werden.

  • Avatar dunikowsky sagt:

    Hi Moppel,

    mein Problem ist nicht die Zeit am Stall, sondern der Fahrtweg – ich wohne leider 35 km weg….

  • Avatar moppel sagt:

    hatte ich schon so verstanden ;-).
    ich wollte nur anregen, dass es ruckzuck u. bequem gehen kann für deinen SB,morgens just ein vorbereitetes Heunetz in den Bottich zu tunken 😉
    Ein billiger manueller Flaschenzug vor/neben die Box,übern Bottich (auf Rollbrett).Der SB tunkt das Heu ins Wasser,zieht es per Flaschenzug hoch u. lässt es dort ein paar Minuten abtropfen,während er z.B. die anderen Pferde füttert.

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