Müdigkeit/Schlappheit – Infekt?

By Sternchen | Gesundheit

Hallo,

meine Friesin macht mir Sorgen. Vor ca. 4/5 Wochen ging es los, dass meine Friesenstute ein richtiger Bewegungsmuffel wurde. Fraul, triebig, steif – irgendwie ging gar nichts mehr. Nach 10 min Dauertreiben hat sie dicht gemacht und wurde richtig krätzig, buckelte, trat gegen den Schenkel und machte ihren Unmut Luft. Am Anfang dachte ich, es liegt an der Silage, die davor ca. 3-4 Tage gefüttert wurde, denn im Bauch brummelte es gewaltig und die pupste was das Zeug hielt. Habe dann sofort bescheid gesagt, dass keine Silage mehr gefüttert werden soll, was auch sofort klappte. Nun ist es so, dass die Symptome trotzdem blieben. Sie hatte dann auch einen Husten und Schnupfen bekommen, die Lymphknoten unter den Ganaschen waren riesengroß. Also TA angerufen, der ein Präparat spritzte. Husten, Schnupfen wurden auch besser, Symptome blieben.

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Also d. h. seit 4-5 Wochen habe ich nun ein Pferd, was weder an der Longe noch unter dem Reiter ordentlich läuft. Sie ist schlapp, müde, will keinen Schritt zuviel gehen und sobald man einwenig mehr verlangt, wird die richtig ätzend. Letztens ist mir beim Longieren aufgefallen, dass sie die Nüstern richtig zusammengezogen hat. Sie war derart verspannt, so als täte ihr jeder Muskel im Körper weh. Man konnte das gar nicht lokalisieren. Die sah furchtbar aus.

Sie ist auch auffällig braun geworden, so richtig Schokobraun. Kann das auf einen Mineralstoffmangel hinweisen? Sie bekommt das Magnolythe S 100. Oder liegt das am milden Winter und der Stoffwechsel ist ein wenig durcheinander? Sie verliert auch ziemlich viel Fell und die Mähne fällt extrem aus (trägt Decke).

Habt ihr vielleicht einen Rat, was sie hat? Kämpft sie noch mit dem Infekt, oder Stoffwechselprobleme? Kennt ihr soetwas in der Art?

Mein TA macht die Woche nochmal ein Blutbild und gibt ein Aufbaupräparat, aber irgendwie beunruhigt mich das sehr, da wir nächste Woche auch den Stall wechseln und zusäztlicher Streß entsteht.

LG Sternchen

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Hat sie die Probleme wirklich erst seit der Silagefütterung? Das wäre wichtig.

    Evtl. war die nicht gut und sie hat jetzt durch Pilze ein Lungenproblem. Darauf könnten die Symtome passen. Aber da sollte dein TA ja drauf gekommen sein. Dieses über einen längeren Zeitraum hört sich schon nach nach einem Infekt an.

    Zur Not Klinik und dort alles abklären lassen. Also 5 Wochen wäre mir ohne Besserung definitiv zu lang. :no:

  • Avatar wednesday sagt:

    Sie ist auch auffällig braun geworden, so richtig Schokobraun.

    Also d. h. seit 4-5 Wochen habe ich nun ein Pferd, was weder an der Longe noch unter dem Reiter ordentlich läuft. Sie ist schlapp, müde, will keinen Schritt zuviel gehen und sobald man einwenig mehr verlangt, wird die richtig ätzend. Letztens ist mir beim Longieren aufgefallen, dass sie die Nüstern richtig zusammengezogen hat. Sie war derart verspannt, so als täte ihr jeder Muskel im Körper weh. Man konnte das gar nicht lokalisieren. Die sah furchtbar aus.

    Vor ca. 4/5 Wochen ging es los, dass meine Friesenstute ein richtiger Bewegungsmuffel wurde. Fraul, triebig, steif – irgendwie ging gar nichts mehr. Nach 10 min Dauertreiben hat sie dicht gemacht und wurde richtig krätzig, buckelte, trat gegen den Schenkel und machte ihren Unmut Luft.

    Habt ihr vielleicht einen Rat, was sie hat? Kämpft sie noch mit dem Infekt, oder Stoffwechselprobleme? Kennt ihr soetwas in der Art?

    All diese Symptome in Kombination würden mich dazu veranlassen, einen Westernblot bei Zecklab zu beauftragen (ist eine spezielle Blutuntersuchung) und auf Borreliose zu testen. Die Symptome sind in Summe leider ziemlich typisch. Das braue Fell im Winter deutet auf eine Leberüberlastung hin, welche gerne mit einer Borreliose vergesellschaftet ist.

  • Honeybear Honeybear sagt:

    @Wed: das kam mir natürlich auch in den Sinn. Deshalb fragte ich ja auch, ob sie sicher ist, dass die Auffälligkeiten mit der Silage zusammen hängen. Ohne diesen Zusammenhang würde ich auch auf Borelliose tippen. 🙁

  • Avatar Chaplin sagt:

    Ich kenne diese Symptome bei einem meiner Pferde im Zusammenhang mit Leberproblemen.

  • Avatar wednesday sagt:

    Ich kenne diese Symptome bei einem meiner Pferde im Zusammenhang mit Leberproblemen.

    An Dich dachte ich auch sofort, Chaplin :denk:

  • Avatar Chaplin sagt:

    Ja, ist leider gerade mal wieder sehr aktuell und akut bei „uns“.

  • friesentussi1 friesentussi1 sagt:

    Wobei ich mich etwas über den Ta wundere, meiner hätte sofort ein Blutbild gemacht. Das kostet nicht die Welt und man ist im besten Fall sofort schlauer!
    Ein normaler auskurierter Infekt dürfte sich so nicht mehr bemerkbar machen.
    Alles Gute deinem Mädchen !

  • Avatar Sternchen sagt:

    Danke für Eure Anworten, aber ihr macht mir Angst :daumen: Wie erwähnt, mit der Silagefütterung fing es an, Überempfindlichkeit am Bauch beim Putzen und Satteln und beim Reiten schlagen nach dem Schenkel bis zum buckeln. Dann diese Steifheit und Verspanntheit, alles irgendwie komisch. Der Infekt, der irgendwie immer noch in ihr arbeitet. Heute Abend habe ich die Auswertung des Bluttest.

    Wie kommt es zu hohen Leberwerten (Ursache)?

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Trotz allem oder sollte nichts anderes Aufschluss geben, würde ich eine Blutprobe zu Zecklab schicken und auf Borreliose testen lassen. Vielleicht ist es wirklich „nur“ ein dummer Zufall, dass die Silage mit einem B.-Schub zeitlich übereinstimmen. :nix:

  • Avatar Letteke sagt:

    @ Sternchen: ich kann mich Honeybaer nur anschliessen.Ich würde heut erstmal das Blutbild abwarten,und sehen was dabei herauskommt.Und dann würde ich mit dem TA auch über den von Honeybaer erwähnten Bluttest auf Borreloise reden.
    Mit dere Silage,wäre vielleicht die einfachste erklärung,aber ich persönlich denke eher nicht,daß dies Zusammenhängig ist.
    Es sei denn,der Bluttest heute bringt schon ausreichend aufschluß!
    Ich drücke dir die Daumen!
    LG Mel 😉

  • Avatar Chaplin sagt:

    Wie kommt es zu hohen Leberwerten (Ursache)?

    Als Beispiel: http://www.pferdeglueck.de/content_dir.php?id_txt=ph08021042&rubrik=3 Mach Dir erst mal keinen Kopf, sondern warte die Ergebnisse ab.

  • Avatar namibia sagt:

    Wir Besitzer von Borreliose-Pferden bekommen bei der Beschreibung der Symptome Deiner Stute gleich Gänsehaut ( 😉 Wed, Honeybear,…)

    Wie sind denn die Muskelwerte?

  • Argentina Argentina sagt:

    Ich geselle mich mal zu den Borreliosepferdebesitzern und plädiere auch für einen Westerblot bei Zecklab…und natürlich Blutbild mit Leberwerten etc.

    Ich drück Dir die Daumen.

  • Avatar Sommersprosse sagt:

    Ich würde auch gleich auf Leptospirose mittesten lassen. Ich kenne aktuell ein Pferd mit sehr ähnlichen Symptomen, und da war es das.

    Drück euch aber die Daumen, dass es doch nur am Infekt lag :hug:

  • Avatar Sternchen sagt:

    Ich soll meinen TA morgen früh anrufen, da liegen alle Werte vor.

    Ihr macht mich fertig mit der Borreliose, ich kriege langsam ein ganz mulmiges Gefühl. Sieht man das auch schon an den Blutwerten und was ist Lepto…. dingsda? Noch nie gehört.

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Sieht man das auch schon an den Blutwerten

    Nein, sieht man nicht. Das ist ein spezieller Test. Bevor ich rumdoktern würde, würde ich Borreliose wenigstens ausschließen wollen. :ja: Ist kein Aufwand und kostet auch nicht die Welt. Und wenn der Test positiv ist, dann weißt du sofort, was Sache ist und was zu tun ist.

  • Avatar Sommersprosse sagt:

    Leptospirose

    Wildtier-Urin in Futtertonnen, Pfützen und Tümpeln ist schuld, wenn Pferde Leptospirose bekommen _ eine meldepflichtige fiebrige Krankheit, die das Nervensystem angreift und blind machen kann.

    Symptome

    Bei einer akuten Leptospirose bekommt das Pferd plötzlich 40 bis 40,5 Grad Celsius Fieber, das mehrere Tage anhält. Es frisst wenig und wird leistunsschwach. Obwohl das Fieber nach zwei bis drei Tagen zurückgeht, werden die Tiere immer träger. Oft verblassen ihre Schleimhäute oder verfärben sich gelblich, später kann es zu punktförmigen Schleimhautblutungen kommen. Viele Pferde gehen steif. Leiden unter Lähmungen und Muskelschmerzen. Manchmal haben sie Durchfall, der allerdings schnell in Verstopfung mit Kokiksymptomen wie Scharrren,, Schwitzen und trockenen, kleinen Kotballen übergeht. Die Pferde harnen selten, wenn doch, ist der Urin rot verfärbt. Manchmal lässt eine akute Leptospirose Teile der Haut und Schleimhaut absterben.

    Charakteristisch für eine chronische Leptospirose sind wiederholte Fieberschübe ( im Abstand von einigen Wochen jeweils zwei bis fünf Tage lang) Während dieser Schübe verfärben sich die Schleimhäute leicht gelblich, und das Herz schlägt schneller als die 28 bis 49 Mal pro Minute, die für ein erwachsenes Pferd in Ruhe normal sind.

    Meist verläuft eine Ansteckung mit Leptospirosen allerdings völlig symptomlos.

    Ursachen

    Die Leptospirose ist eine weltweit verbreitete, meldepflichtige Infektionskrankheit, die bei vielen Tierarten sowie bei Menschen vorkommt. Sie wird durch Leptospiren ausgelöst – spiralförmige Bakterien, die aktiv in fremde Organismen eindringen können. Zehn von den rund 220 Leptospiren-Arten können Pfede krankmachen, wobei Leptospira grippotyphosa lebt im Körper von Feld und Sumpfmäusen, Hamstern, anderen Nagetieren sowie Rindern, Leptospira pomona in Schweinen, Brandmäusen und vielen andern Wildtieren. Die Bakterien infizieren chronisch die Nieren ihrer Wirtstiere und werden mit dem Harn ausgeschieden.

    Das Pferd, das ich kenne, hatte Symptome wie bei einem einfachen Infekt, war immer wieder gebläht und hatte Bauchweh und war total schlaff und steif und beim reiten, wenn es ihr zu viel wurde richtig sauer, hat die Ohren angelegt und ausgeschlagen. Bei ihr wurden Blut, Kot und Urin untersucht.

  • Avatar Sternchen sagt:

    Blutwerte sind absolut unauffällig. Wir tippen jetzt eher auf etwas allergisches, irgendeine Unverträglichkeit, worauf auch immer. Sie hatte gestern wieder angeschwollene Lippen und Nüstern, weißen Nasenausfluß und leicht geschwollen Lypmhknoten. Das hatte sie Anfang November auch schon mal, aber richtig heftig. Die Schwellungen rechts und links in den Maulwinkeln waren so groß wie Eier, sie bekam ihr Maul gar nicht zu. Ta hatte soetwas noch nie gesehen. Nächsten Tag war alles wieder weg. Aber in letzter Zeit sind oft die Lippen und Nüstern angeschwollen. Vielleicht hängt das alles mit einer Allergie zusammen. Im letzten Winter hatte sie das auch schon mal. Ging wieder von allein weg.

    TA sagt, ich soll die Umstellung in den Stall abwarten, vielleicht verschwinden die Symptome. Wenn nicht, dann muss ich wohl weiter forschen.

    Was soll ich nur machen? Irgendwie befriedigt mich das nicht wirklich.

    LG

  • Avatar PonyLu sagt:

    Lass den Ta doch einfach das Blut abnehmen, wegschicken und warten bis die Ergebnisse kommen.

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Lass den Ta doch einfach das Blut abnehmen, wegschicken und warten bis die Ergebnisse kommen.

    Äh, du kannst schon lesen, oder???

    Blutwerte sind absolut unauffällig.

    :stein:

  • Avatar Rosarot sagt:

    Danke für Eure Anworten, aber ihr macht mir Angst :daumen: Wie erwähnt, mit der Silagefütterung fing es an, Überempfindlichkeit am Bauch beim Putzen und Satteln und beim Reiten schlagen nach dem Schenkel bis zum buckeln. Dann diese Steifheit und Verspanntheit, alles irgendwie komisch. Der Infekt, der irgendwie immer noch in ihr arbeitet. Heute Abend habe ich die Auswertung des Bluttest.
    Wie kommt es zu hohen Leberwerten (Ursache)?

    Mir schießt eigentlich bei den genannten Symptomen sofort „Botulismus“ durch den Kopf. Muß ja nicht immer gleich die allerschlimmste Ausprägung sein, wenns nur eine leichte Intoxination war… aber dazu würden die Symptome durchaus passen…

  • Avatar PonyLu sagt:

    Sorry, ein Wort vergessen

    Ich meine den Wert fürs ZeckLab Labor ( oder wie das heißt) sowie ich das lese wurde bisher nur normales Blutbild abgenommen

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