Mistlagerung in DE: Bestimmungen, Gesetze

By MerlijnCH | Archiv: Haltung und Pflege

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Und? was hat das mit der Eingangsfrage dieses Threads zu tun?? NIX!! 😛
Das war ne rein technische Frage, auf die man ne hilfreiche Antwort geben kann, oder man kanns nicht :eye: .

Okeh, dann hätte ich auch mal eine „technische Frage“ und Antworten wie sich das so im speziellen verhält.

Soviel ich weiss, muss jeder Stall in Deutschland (bis auf ganz wenige Ausnahmen) eine Mistplatte haben (gesetztlich verankert, Grösse Anzahl Pferde etc.). So eine betonierte Mistplatte kostet nicht wenig Geld, haben diese „Ställe“ alle eine solche Mistplatte oder wie handhabt „man“ das :na:

Zumindest in der Schweiz gibts keine einzige Ausnahme und die Bussen sind saftig 😀

  • Avatar Castellano sagt:

    Wenn man Offenstall-/Weidehaltung moeglichst gut und vernünftig betreiben möchte, ist das finanziell gesehen auch nicht viel günstiger als Pensionspferdehaltung. Beweggründe, bestimmte Pferde so zu halten, haben bei mir andere Ursprünge als finanzielle Aspekte. Ich mag z.B. einfach keine Aufzuchtspferde oder wenig gerittene Feizeitpferde in Boxenhaltung haben.

  • Avatar Castellano sagt:

    Anhaenger kaufen, Mist draufladen und 1x wöchentlich in den Weinberg fahren. Fertig 😉

  • casper109 casper109 sagt:

    Okeh, dann hätte ich auch mal eine „technische Frage“ und Antworten wie sich das so im speziellen verhält.

    Soviel ich weiss, muss jeder Stall in Deutschland (bis auf ganz wenige Ausnahmen) eine Mistplatte haben (gesetztlich verankert, Grösse Anzahl Pferde etc.). So eine betonierte Mistplatte kostet nicht wenig Geld, haben diese „Ställe“ alle eine solche Mistplatte oder wie handhabt „man“ das

    Zumindest in der Schweiz gibts keine einzige Ausnahme und die Bussen sind saftig

    Bei uns kommt der Mist direkt auf den Wagen, sind ja nur reine Pferdeäppel und wird alle 4-6 Wochen auf die Feldmiste gefahren, du siehst es gibt auch andere Möglichkeiten…..nicht immer nur schwarz oder weiß

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Nun, nicht jeder hat vielleicht einen eigenen Weinberg, abgesehen davon, bestehen da nicht auch Düngebedingungen?
    Also bei uns darf nicht zu jeder Zeit gedüngt werden :denk:

  • Avatar moppel sagt:

    Der Offenstall meiner Freundin liegt im Außenbereich an einer einsamen Landstraße, entlang der Straße verläuft ein Entwässerungsgraben. Sie hat die Auflage, X Meter Abstand zu diesem Entwässerungsgraben einzuhalten u. darf den Mist in einer Ecke der Wiese „zwischenlagern“, so wie viele Landwirte das hier auch auf ihren Feldern machen. Der Misthaufen wird in regelmäßigen Abständen abgeholt.
    eine andere Möglichkeit ist, den Mist in großen Behältern/Containern oder Anhänger m. Abdeckung zu lagern bis zur Abholung/Entsorgung.

  • Avatar Castellano sagt:

    Ich habe auch keinen eigenen Weinberg, aber viele Winzer an der Hand, die das dankbar annehmen, teilweise den Mist auch abholen. Wie die Duengebestimmungen sind weiß ich nicht, das müssen die Winzer/Bauern selbst wissen.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    u. darf den Mist in einer Ecke der Wiese „zwischenlagern“, so wie viele Landwirte das hier auch auf ihren Feldern machen. Der Misthaufen wird in regelmäßigen Abständen abgeholt.

    Aber soviel ich weiss, ist das eben in Deutschland auch nicht erlaubt – so ganz rein gesetztlich gesehen :denk:
    Auch wenn es oft gehandhabt wird :rolleyes:

  • Avatar moppel sagt:

    ja, Merljin, vorübergehende Zwischenlagerung von Mist auf dem Feld ist tatsächlich erlaubt (bei uns jedenfalls in NDS.).

    an meinem jetzigen Stall hats eine feste große Mistplatte (war früher landwirtsch. Betrieb),aber wenn wir später neubauen,wird es entweder die Anhänger/Container-Lösung geben oder direkt aufs benachbarte Feld vom befreundeten Landwirt – mal schaun. Auf jeden Fall definitiv keine Mistplatte.

  • Avatar Castellano sagt:

    Eine Bekannte von mir lagert auch auf Naturboden zwischen und handhabt das wohl nach Absprache mit dem Amt so. Ob’s stimmt :nix:

  • Avatar moppel sagt:

    nun, die Zwischenlagerung bei meiner Freundin ist vom Amt abgesegnet,ebenso wie der ganze Offenstall (der Verpächter ist Landwirt….).

    In Trinkwassereinzugsgebiet, NSG oder so wäre das sicher nicht möglich, aber so ist es offensichtlich okay.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    …also ich verstehe, dann deklariert man den eigenen Mist nur als „Zwischenlagerung“ und ist fein raus.

    Ist dann wohl nicht in jedem Bundesland so 8)

  • Avatar Castellano sagt:

    Genau SO hinterhältig macht man das, als armseliger Offenstallbetreiber

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Das hast DU gesagt, Castellano.

    Wobei Du den Mist ja auf einem Wagen zwischenlagerst (okeh es dürfte wohl nicht regnen und der Mist müsste abgedeckt sein) und wenn Du ihn dem Weinbauer bringst, ist das nachher dem sein Problem :ja:

  • Avatar sabrell sagt:

    …also ich verstehe,

    Nö, tust du nicht .. ausnahmsweise natürlich nur.

    Landwirte, die Mist abholen, verfügen über Flächen. Flächen, auf denen sie Mist (Naturdünger) lagern und ausbringen dürfen und solche, wo sie das nicht dürfen. Auf den Flächen, auf denen sie das dürfen, können sie Mist in unbeschränkter Menge lagern, um ihn dann zu verteilen. Wann immer sie der Meinung sind, das tun zu müssen. Da der Mist im Zuge der Abholung als Naturdünger in den Besitz des Landwirts übergeht, hat der Pferdehalter nichts mehr damit zu tun.
    Was übrigens in der Schweiz genauso gehandhabt wird, was ich aus eigener Erfahrung weiß 🙂

    Again what learned. Ist doch gut, oder?

  • Avatar Diana sagt:

    …also ich verstehe, dann deklariert man den eigenen Mist nur als „Zwischenlagerung“ und ist fein raus.

    Ist dann wohl nicht in jedem Bundesland so 8)

    Doch, sowas geht.
    Mist muss einerseits nun mal abgelagert werden, andererseits darf (und kann) er nicht ganzjahrs ausgebracht werden, deshalb darf er am Feldesrand über wenige Wochen zwischengelagert werden und dann ausgebracht werden.

  • Avatar M_N_ sagt:

    In Sachen Licht würde ich auch auf Autobatterie zurückgreifen, die neuen LED lampen machen ja recht hell und verbrauchen recht wenig Strom.
    Das ganze von einem oder zwei Solarpanelles laden lassen sollte für längere Zeit dafür sorgen das die Batterie nicht normal nachgeladen werden muß.

    Das mit dem Mist wie Merlijn schrieb ist in der tat so eine Sache, lagerung auf dem feld ist nur für maximal 6 Monate erlaubt und auch nur die Mistmenge zur Düngung für dieses Feld.

    Hier in meiner Gegend gibt es keine Ställe außehalb von besiedeltem gebiet, hier darf man noch nicht einmal eine Weidehütte aufstellen. 😀 Ich wohne in einem Naturpark, das ist sowas wie die Vorstufe zu einem Naturschutzgebiet.
    Bei uns über dem Grundstück steht zwar ein Pferdestall, der hat aber ‚Bestandsschutz‘, das war früher etwas einfacher mit dem bauen (und nachträglich genehmigen lassen 😀 ). Allerdings hat er fließendes Wasser und auch Strom.

  • Avatar M_N_ sagt:

    …also ich verstehe,

    Nö, tust du nicht .. ausnahmsweise natürlich nur.

    Landwirte, die Mist abholen, verfügen über Flächen. Flächen, auf denen sie Mist (Naturdünger) lagern und ausbringen dürfen und solche, wo sie das nicht dürfen. Auf den Flächen, auf denen sie das dürfen, können sie Mist in unbeschränkter Menge lagern, um ihn dann zu verteilen. Wann immer sie der Meinung sind, das tun zu müssen.

    DAS stimmt so nicht und gilt für alle Bundesländer…

    ‚Unbegrenzt‘ nur auf geeigneten Flächen die ein eindringen der Stoffe verhindern, also im Prinzip eine betonierte Fläche mit Ableitungen in eine Sickergrube. Auf den Feldern nur die Menge die zum düngen benötigt wird und auf der Stelle wo der Mist lag müssen stark Stickstoff benötigende Pflanzen angebaut werden.

    Dazu kommen dann noch örtliche Einschränkungen wie hier auch bereits erläutert, Naturschutzgebiete, Quellgebiete etc.

  • Avatar Castellano sagt:

    Mein Misthänger ist tatsaechlich nicht abgedeckt, finde ich jetzt nicht so dramatisch, weil kein Trinkwassgebiet. Wenn die Pfde auf die Weide pinkeln, kann ich das auch nicht abfangen.

  • Avatar sabrell sagt:

    Sicher. Ich bin davon ausgegangen, dass es sich selbst erklärt, dass der Landwirt bei, sagen wir, 10 ha Fläche, keine Mistmiete auf 10 ha Größe zwischenlagert. Und dass Schutzgebiete anders gelagert sind, naja, DIE Transferleistung hab ich jetzt sogar bei Merlijn vorausgesetzt. Entschuldigung, dass ich so unpräzise war 🙂

  • Avatar Patrizia sagt:

    Bei uns im Stall wird (völlig legal und von offiziellen Stellan abgenickt) ebenfalls auf Naturboden gelagert. Der Mist wird mit Mistwürmern angereichert und dadurch ziemlich schnell „umgewandelt“. Dafür bekam der Stall die Auflage, einen Baum zu pflanzen. 😛
    So ist das (Pferdehalter-)Leben ist Meck-Pom. Ewige, herrliche Sandwege, Strände, große Wälder, nette Förster und Jäger, und keinerlei Mistplattenproblematik. :hurra:

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    …also ich verstehe,

    Nö, tust du nicht .. ausnahmsweise natürlich nur.

    Landwirte, die Mist abholen, verfügen über Flächen. Flächen, auf denen sie Mist (Naturdünger) lagern und ausbringen dürfen und solche, wo sie das nicht dürfen. Auf den Flächen, auf denen sie das dürfen, können sie Mist in unbeschränkter Menge lagern, um ihn dann zu verteilen. Wann immer sie der Meinung sind, das tun zu müssen. Da der Mist im Zuge der Abholung als Naturdünger in den Besitz des Landwirts übergeht, hat der Pferdehalter nichts mehr damit zu tun.
    Was übrigens in der Schweiz genauso gehandhabt wird, was ich aus eigener Erfahrung weiß 🙂

    Da weisst Du in der Tat wieder mal viel mehr als unsere Gesetze hier hergeben ^^

    Again what learned. Ist doch gut, oder?

    also wie man Friesen an die Wand fährt, finde ich ausgesprochen lehrreicher 😀

  • Avatar ambra sagt:

    Technische Lösungen kamen ja schon einige…
    Ein Dieselaggregat ist sicher auch eine gute Investition.

    Eigentlich bewundere ich diese Art Offenstallhaltung. Richtig gemacht, ohne dass Pferd an irgendetwas knapsen muss, stelle ich mir das als extrem arbeitsreiche Sache vor. Mit Einschränkungen für die persönliche Bequemlichkeit.
    Und unter „richtig gemacht“ stelle ich mir vor, dass ausreichend Wasser fürs Pferd (oder TA) und LICHT für alle möglichen oder unmöglichen Dinge (wieder TA) vorhanden ist oder extrem kurzfristig anstellbar ist.

    Ich muss zugeben, dafür wäre ich zu faul! Und zeitlich bekäme ich es auch nicht hin. Aber deswegen jemand verurteilen, der es hinbekommt oder zumindest sehr bemüht ist einen Zustand zu ändern? Nee, finde ich nicht so die feine Art.

  • Avatar Reikja sagt:

    In NDS darf man Mist 6 Monate auf Feld oder Wiese zwischenlagern. Wenn man zweimal im Jahr den Mist vom Bauern abholen lässt, ist das okay.

    Nachdem ich hier noch ein wenig gelesen habe, denke ich, dass viele Großpferdereiter nicht wissen, was für schöne Paddockanlagen man bauen kann. Ist aber wohl, wie so oft, ein „Islandpferdehalterspezifikum“… ich kenne so viele Islandpferdeleute, die entweder superschöne Paddocks mit Ställen haben oder in der Wallachei sehr schöne Unterstände und Paddocks bauen, mit Rennstrecken und Wasserwannen weit ab, damit die Pferde weit laufen müssen.

    Scheint aber wohl Robustpferdespezifisch zu sein, weil die Islandpferdeleute anscheinend sehr viel mehr Wert auf Fütterung und Beschäftigung legen und nicht „Dauerweide oder Box“ denken, sondern wegen Überfütterung = Hufrehe oder Futtermangel = Magengeschwüre und Langeweile, viel Gehirnschmalz in den Paddockbau stecken und Gatter mangels Stromanschluss mit Akkubohrmaschinen und Zeitschaltuhren öffnen und schließen lassen.

  • Helios Helios sagt:

    Leute, könnt ihr mal auf dem Teppich bleiben? Die TE fragt nach einer Stromlösung und ihr diskutiert über Misthaufen :doh:

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    In NDS darf man Mist 6 Monate auf Feld oder Wiese zwischenlagern. Wenn man zweimal im Jahr den Mist vom Bauern abholen lässt, ist das okay.

    öhmmmm…und wie lagert man den eben beim Offenstall in den 6 Monaten ?(

    Leute, könnt ihr mal auf dem Teppich bleiben? Die TE fragt nach einer Stromlösung und ihr diskutiert über Misthaufen :doh:

    Ich finde die Misthaufendiskussion äusserst interessant. Aber Du hast recht, vielleicht sollte man den Thread teilen…Diana???

    Ich für meinen Teil – weil ich doch immer noch lernen will 😉 – hatte eben ein nettes Gespräch mit dem Zuständigen vom Landwirtsschaftsamt Kanton Bern gehabt.
    Er meinte auch, dass die Mistlagerung und Güllebestimmungen in Deutschland sehr, sehr viel lascher gehandhabt werden, vielleicht auch weil die Flächen so viel grösser sind.
    Was da bei Euch geht, geht bei uns gar nicht.
    Da ist gar das Mist ausfahren und Güllen reglementiert.
    Da kann ein Bauer nicht einfach Mist fahren wenn er will :no: (das hat auch mit dem Wetter zu tun)
    Auch die kurzfristige Zwischenlagerung, vom Misthaufen zum Feld, bis er untergearbeitet wird, ist reglementiert .

    Es gibt aber Sonderprojekte – die gar vom Bund subventioniert werden – das ist Humuskompostierung, das ist aber eine ziemlich aufwendige Sache.
    Da darf an geeigneten Standorten Mist auf dem Feld geschichtet werden aber mit Planen abgedeckt, dieser wird aber nicht ausgefahren und untergebraben, sondern muss jeweilen in bestimmten Abständen umgeschichtet werden, bis Humus entsteht.
    Der Humus wird dann ausgebracht. Ökologisches Projekt…macht übrigens „mein“ Bauer und Stallbesi.

  • Helios Helios sagt:

    ein eigener Thread wäre die beste Lösung.

    Und ich lager den Mist auch neben unserem Offenstall (mit Strom und fließend Wasser direkt am Ortsrand) in einem Misthaufen ohne Betonboden, ein Bauer holt ihn 3-4 x im Jahr ab (Mist von 5 Pferden!) Das geht in Bayern :ja:

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    ein eigener Thread wäre die beste Lösung.

    Na, und wo bist Du jetzt :eye:

  • Avatar wind sagt:

    ein eigener Thread wäre die beste Lösung.

    Und ich lager den Mist auch neben unserem Offenstall (mit Strom und fließend Wasser direkt am Ortsrand) in einem Misthaufen ohne Betonboden, ein Bauer holt ihn 3-4 x im Jahr ab (Mist von 5 Pferden!) Das geht in Bayern :ja:

    Das geht? :denk: Wir sind ja auch in Bayern, aber unser Stall muss den Mist in festen Containern entsorgen oder es müsste eine Mistplatte betonniert werden. Mit den Bestimmungen kennt sich wohl keiner so genau aus? Oder „wo kein Kläger da kein Richter“ .. :denk:

  • Helios Helios sagt:

    aua, ist ja schon gut :eye:

    Wauwi, bislang gab es noch keine Schwierigkeiten. Der Stall existiert schon seit ewigen Zeiten :nix: Allerdings haben wir vor, den Boden nächstes Jahr zu betonieren.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Na bitte, wer sagst denn 😀
    Danke Chaplin :thumbsup:

    Interessant das mit den „Vorlagernbestimmungen“ auch bei Mist-Feldlzwischenlagerung :na: .

    Oder „wo kein Kläger da kein Richter“ .. :denk:

    Genauso wirds sein Waldi 😉

  • casper109 casper109 sagt:

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    Das geht? Wir sind ja auch in Bayern, aber unser Stall muss den Mist in festen Containern entsorgen oder es müsste eine Mistplatte betonniert werden. Mit den Bestimmungen kennt sich wohl keiner so genau aus? Oder „wo kein Kläger da kein Richter“ ..

    Nun ja das kommt ja auch immer auf die Menge an, ob ich nun von 2 oder 20 Pferden den Mist habe ist ja schon ein kleiner Unterschied :denk:

  • Avatar JAusten sagt:

    http://www.recht-niedersachsen.de/28200/23,62431,13.htm http://landundforst.agrarheute.com/mist-maximal-sechs-monate-feldrand-lagern

    Wird aber landesrechtlich abgehandelt und insofern innerhalb Deutschlands unterschiedlich gehandhabt.

  • Avatar Chaplin sagt:

    http://www.recht-niedersachsen.de/28200/23,62431,13.htm http://landundforst.agrarheute.com/mist-maximal-sechs-monate-feldrand-lagern

    Wird aber landesrechtlich abgehandelt und insofern innerhalb Deutschlands unterschiedlich gehandhabt.

    Klar, steht ja auch Niedersachsen dran an dem ersten Link.

  • schwarztier schwarztier sagt:

    ich leben in Niedersachsen, hier sind zwei Mistlagerarten mindestens erlaubt: Feldmiste für 3 oder 6 Monate (Zeitraum weiß ich nicht genau) oder der so genannte Kompostmist mit Würmern in bestimmter Höhe angelegt. Der wiederum darf nicht beständig an einer Stelle sitzen, dh wenn ein neuer Kompost angelegt wird muss der Platz gewechselt werden. Das wird auch so vom Bauamt erlaubt. Ohne Diskussion! Und ohne Bodenplatte.

    Hatte mal wg einer Anzeige (dämliche Nachbarin meiner Weide), bin wg drei Schubkarren Mist angezeigt worden. Der arme Herr vom Amt ist fast im Boden versunken und meinte auch, wenn ich nun in diese drei Karren noch eine handvoll Würmer setze, dann wäre es perfekt und würde jede Auflage erfüllen :ostern:

    Meinen kleinen Anhänger soll ich bei Regen abdecken, wurde mir damals vom Bauamt gesagt, ich stell einen Eimer unter das „Auslaufloch“ …

  • Avatar wind sagt:

    Ja, das stimmt casper. Bei uns sind es ja über 20 Pferde, da kommt schon etwas mehr Mist zusammen. Und „mein“ Stall ist kein alteingesessener Bauernhof, da schauen die Behörden ja auch immer etwas anders hin. 😉 Vor allem, weil unser SB ja immer wieder mal Genehmigungen für An- und Umbauten brauchte. Da muss schon alles andere in Ordnung sein ….

  • Avatar JAusten sagt:

    http://www.recht-niedersachsen.de/28200/23,62431,13.htm http://landundforst.agrarheute.com/mist-maximal-sechs-monate-feldrand-lagern

    Wird aber landesrechtlich abgehandelt und insofern innerhalb Deutschlands unterschiedlich gehandhabt.

    Klar, steht ja auch Niedersachsen dran an dem ersten Link.

    Jepp, darum war ich so frei, Deinen Text zu zitieren *gg*.

  • Avatar JAusten sagt:

    ich leben in Niedersachsen, hier sind zwei Mistlagerarten mindestens erlaubt: Feldmiste für 3 oder 6 Monate (Zeitraum weiß ich nicht genau) oder der so genannte Kompostmist mit Würmern in bestimmter Höhe angelegt. Der wiederum darf nicht beständig an einer Stelle sitzen, dh wenn ein neuer Kompost angelegt wird muss der Platz gewechselt werden. Das wird auch so vom Bauamt erlaubt. Ohne Diskussion! Und ohne Bodenplatte.

    Hatte mal wg einer Anzeige (dämliche Nachbarin meiner Weide), bin wg drei Schubkarren Mist angezeigt worden. Der arme Herr vom Amt ist fast im Boden versunken und meinte auch, wenn ich nun in diese drei Karren noch eine handvoll Würmer setze, dann wäre es perfekt und würde jede Auflage erfüllen :ostern:

    Meinen kleinen Anhänger soll ich bei Regen abdecken, wurde mir damals vom Bauamt gesagt, ich stell einen Eimer unter das „Auslaufloch“ …

    Jau, unser Stall hat auch keine Bodenplatte und das ist ordnungsgemäß abgewickelt.

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    ….was ich dann aber abenteurlich und vor allem sehr lehrreich finde ist, wenn ein Deutscher dumm daherschwätzt, was für Gesetze in der Schweiz herrschen :irre: 😀

    Aber ich lerne jeden Tag gerne neu 😀

    Die frohe Kunde wird einige meiner Bekannten, die Pferde halten begeistern oder eher belustigen :rolleyes:
    Vor allem diejnigen, die den Mist in bezahlten Containern abführen (obwohl sie auf dem Land wohnen), so ein gefüllter Container (Muldenservice) kostet im Abonnement ich glaube an die 300 Franken/EUR 285 (bringen, holen, entsorgen) und so ein Container füllt sich in einem Monat schnell bei 2-4 Pferden 😀

  • Avatar sabrell sagt:

    .. sehr lehrreich finde ist, wenn ein Deutscher dumm daherschwätzt, was für Gesetze in der Schweiz herrschen :irre: 😀

    http://tinyurl.com/bvxqzyp (.pdf) 🙂

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    .. sehr lehrreich finde ist, wenn ein Deutscher dumm daherschwätzt, was für Gesetze in der Schweiz herrschen :irre: 😀

    http://tinyurl.com/bvxqzyp (.pdf) 🙂

    Lieber Sabrell, ich schrieb hier schon:

    …Es gibt aber Sonderprojekte – die gar vom Bund subventioniert werden – das ist Humuskompostierung, das ist aber eine ziemlich aufwendige Sache. Da darf an geeigneten Standorten Mist auf dem Feld geschichtet werden aber mit Planen abgedeckt, dieser wird aber nicht ausgefahren und untergebraben, sondern muss jeweilen in bestimmten Abständen umgeschichtet werden, bis Humus entsteht. Der Humus wird dann ausgebracht. Ökologisches Projekt…macht übrigens „mein“ Bauer und Stallbesi.

    Vielleicht solltest Du Dich erkundigen, wie diese Sonderprojekte, die übrigens von Landwirten beim Bund angemeldet werden müssen und bewilligt werden müssen, gepflegt werden, Da ist nix mit einfach nur so am Rand hinschmeissen und abwarten bis es der Bauer im Acker einfährt 😀 Wie gesagt, mein Stallbesi macht da mit – ist noch recht aufwendig dieses Verfahren. Das Umschichten macht nicht mal er selbst, das wird in Lohnarbeit erledigt. Aber klar wenn man Landwirt ist, den Mist angemeldet hat, die Bewilligung hat, die genauen Auflagen einhält, dann gibts sogar noch Direktzahlung (Subventionen) vom Bund 😀

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Vielleicht solltest Du Dich erkundigen, wie diese Sonderprojekte, die übrigens von Landwirten beim Bund angemeldet werden müssen und bewilligt werden müssen, gepflegt werden,
    Da ist nix mit einfach nur so am Rand hinschmeissen und abwarten bis es der Bauer im Acker einfährt 😀

    *kicher*….steht übrigens ziemlich deutlich wenn man genau liest, explizit abgedeckt muss es ja auch noch werden. Sind gar nicht so billig, diese Masse an vorgeschriebenen Planen 😀

    Und nicht jeder „dahergelaufene“ Pferdehalter darf das machen, das sei jetzt der Ordnung halber noch dazu gesagt.

    Und wenn Dir ein Landwirt hier Deinen privaten Pferdemist abnimmt, dann bezahlts Du in der Regel dafür und nicht mal dann wird er gerne resp. nur mit Widerwillen oder Goodwill genommen. Weil eben jeder Landwirt auch nur soviel Mist produzieren darf wie er eigene Viecher hat, und DIE muss er um Subventionen (Direktzahlungen) zu kassieren, ganz genau anmelden, er muss sogar jeden Obstbaum anmelden 😉

    Die Champignonproduzenten fallen auch aus, die haben heute ganz andere Methoden und sowieso gibts viel zu viel Pferdemist :ja:

    Aber was erzähle ich hier unserem Deutschen Experten für Schweizer Landwirtschaftsgesetze – wo doch unsere Bauern schon halb studiert sein müssen und in diesem Paragraphendschungel zurechtzukommen.

    Du könntest Dir hier mit Deinen Tips eine goldene Nase verdienen, sozusagen ein Pferdehaltungs-Consulting aufziehen, die Leute würden Dir die Bude einrennen.
    Das Ding wäre erweiterbar mit Tips zur Genehmigung oder Umgehung von Reitplätzen, Reithallen, oder schon nur Pferde weiden lassen zu dürfen (jaja man höre und staune, auch das ist nicht „*einfach so“ erlaubt.
    Du wärst bald ein gemachter Mann :na:

  • Avatar Reikja sagt:

    Ich kenne viele die sich ein bis drei Dosen Tennessee Wiggler (?) Würmer kaufen und der Mist schrumpft in kürzester Zeit. Die sowas machen, haben mitunter wallartige Mistmieten um ihre Weiden herum oder irgendwo entlang. Ich habe meine Würmer im Misthaufen noch nicht gefragt wie sie heißen, aber sie sind fleißig und ich halte die Verordnung anscheinend von 1 bis 3.13 ein.

    Am liebsten holt der Bauer den Mist, kurz bevor er seine Maisacker pflügt, ich glaube er könnte den Mist aber auch in seine Biogasanlage tun.

    Ich finde dieses hinterherhecheln, ob man jetzt ein Gesetz gebrochen, hat irgendwie schlimm.

    Pferdewiesen mit kleinen Misthaufen sind immernoch schöner und verträglicher, als tausend Mono-Maiskulturen mit Biogasanlagenschlamm-Dauerberegnung.

  • wurm wurm sagt:

    Ich darf immer als( Landwirt:)) hier den Mist 6 Monate liegenlassen, ohne Platte. Da ich ihn länger lassen möchte zun Kompostieren, habe ich beim Amt nachgefragt…. hier ist es völlig egal wie lange er liegt, da wir keine Wasserverordnung haben, war die Aussage…ist halt von Bundesland zu Bundesland verschieden. Wir haben auch gerade 2 Eichen gefällt, ca, 200 jahre alt, hier kein Problem, da keine Baumverordnung, woanders hätten sie dir dafür den Kopf abgerissen….

  • Wattreiter Wattreiter sagt:

    Im nächsten Jahr wird es bei mir evtl. darauf hinauslaufen, daß ich bei einem Landwirt aus der Gegend eine flache Kippmulde
    leihen werde (gegen eine nicht unerhebliche Kaution) und dann der Mist in einer Biogasanlage landen wird.
    Der Mist wird kostenlos abgeholt und alles ist paletti!

  • Avatar Landei sagt:

    Solange unser Hof in NRW zur gewerblichen Pferdehaltung genutzt wurde, gab es die unmissverständliche Auflage: Betonplatte mit Ablauf zum Güllekeller, Umfriedung min. 50 cm Höhe. Da gabs mit dem Herrn vom Amt nix zu diskutieren, er kam zur Abnahme. So kenne ich es auch von den umliegenden Pferdehöfen.

    Da wir hier von Brunnenwasser leben, finde ich es aber auch appetitlicher…

  • Avatar Legolas sagt:

    Die frohe Kunde wird einige meiner Bekannten, die Pferde halten begeistern oder eher belustigen
    Vor allem diejnigen, die den Mist in bezahlten Containern abführen (obwohl sie auf dem Land wohnen), so ein gefüllter Container (Muldenservice) kostet im Abonnement ich glaube an die 300 Franken/EUR 285 (bringen, holen, entsorgen) und so ein Container füllt sich in einem Monat schnell bei 2-4 Pferden

    das gibt es hier bei uns auch, quasi neben der Haustüre, der Mist wird in die Erdenwerke gefahren mit anderen Materialen gemischt und geht dann in den Gemüsebau, hier ist es üblich Abrollmulden zu stellen ich meine 50 Kubik Inhalt, Preise ähnlich der Schweizer Preise :denk:
    Hier nehmen die Winzer und Landwirte keinen Pferdemist :no: weil dann wieder gegen gedüngt werden muss.
    Wir selbst haben eine grosse Mistkaut mit angeschlossener Güllegrube, darin arbeiten Mistwürmer und Mikroorganismen.

  • Avatar tadei sagt:

    Wattreiter, das interessiert mich auch mit der Abholung des Mistes und dem Pelletieren desselben zur Stromgewinnung in der Biogasanlage. Ich hab mich die Tage mal auf ner Webseite umgesehen, habe aber nicht alle Infos dazu gefunden. Kannst du mir sagen, wieviel man für die Miete für den Container bezahlen muss?
    Leider ist mir kein Hof hier in der Nähe bekannt, der solch einen Pelletiercontainer hat. Gibt es da irgendwo ne Liste auf der die alle aufgeführt sind?

    LG

  • gitana gitana sagt:

    Wir hatten den Mist vorher auch in Containern. Seit aber die Fa. gewechselt hat, mußten wir pro Monat fast 85 Euro Miete dafür bezahlen ❗ . Deshalb haben wir die Container zurückgegeben und wollen wir den Mist jetzt auch kompostieren mit Hilfe der Würmer. Wo finde ich denn was darüber, wie man das am besten macht? Über Gugel hab ich nicht wirklich brauchbares gefunden :no: . Wer kann mir von eigenen Erfahrungen berichten? Wir haben übrigens aus dem Stall Mist mit Spänen und von den Koppeln und Paddocks nur die Pferdeäpfel.

  • Avatar Patrizia sagt:

    Meine SB hat die Würmchens von hier: http://www.regenwurm.de/ Die arbeiten wirklich flott. Wir haben allerdings nur Äppel, kaum Stroh und keine Späne.

  • Avatar wind sagt:

    Wir hatten den Mist vorher auch in Containern. Seit aber die Fa. gewechselt hat, mußten wir pro Monat fast 85 Euro Miete dafür bezahlen

    Die Container-Lösung ist teuer. Unser Stall zahlt bei etwa 20 – 25 Pferden rd. 450,00 € netto pro Monat!

    Ich habe aus Interesse etwas rumgesucht, aber keine konkreten Infos zur Mistkompostierung gefunden. Ausser einem Pamphlet aus Bern (xmas ) vom August 2011 und von einem Landwirtschaftsamt aus Luxemburg. Allgemein würde ich davon ausgehen, dass die Landwirtschaftsämter des jeweiligen Landes doch Auskunft geben müssten? :denk:

  • Avatar Reikja sagt:

    Mein Bruder nimmt beruflich Biogasanlagen in Betrieb und sagt, dass man den Pferdemist da so reinkippen kann.

    Auch das Argument vieler Bauern, dass sie keinen Paddockmist nehmen möchten, weil ihnen Pumpen und Rührer versanden, ist eher eine Ausrede, bzw. Unwissenheit, sagt mein Bruder. Es sammelt sich immer Sand in den Biogasanlagen, die mit Mais und Gülle betrieben werden. Es gibt auch welche, die nur mit organischen Abfällen betrieben werden, da ist dann kein Sand drin. Der Sand wird von speziellen Biogasanlagen-Entsandungsfirmen entfernt, die kleine Radlader in die geleerten Biogas-Töpfe heben, was einmal im Jahr gemacht werden sollte.

    Ist schon interessant was es alles so gibt. Viele Bauern nehmen ja auch keinen Mist aus Späneboxen und auch keine „Besonderheiten“ wie Mist aus Hanfstreuboxen. Wat de Buur nich kennt, dat fret hej nich.

  • Helios Helios sagt:

    Ist schon interessant was es alles so gibt. Viele Bauern nehmen ja auch keinen Mist aus Späneboxen und auch keine „Besonderheiten“ wie Mist aus Hanfstreuboxen. Wat de Buur nich kennt, dat fret hej nich.

    Komisch, mein Bauer nimmt unseren Spänemist sehr gerne und freut sich noch :nix: Wir haben hier auch ein Erdenwerk, das für Pferdemist früher viel bezahlt hat. Da aber leider einige Sachen in diesem Mist gelandet sind, die dann die Maschinen zum Stillstand brachten, ist das nun auch vorbei. Genauso durften wir bis vor einem Jahr bei dieser Firma Gartenabfälle kostenlos anliefern, schön, wenn man im Frühjahr oder Herbst den Garten aufräumt und nicht weiß wohin mit Laub, Ästen, etc. Dann waren aber einige Privatleute so schlau und haben Metallreste, Gartentore, Kaminrohre, usw. mit in diesen Gartenabfall gepackt, fällt ja nicht auf :doh:

    Das Ende vom Lied könnt ihr euch denken, oder? Pro Hänger zahlt man jetzt, weil ein Sensor das Material erst einmal nach Abfall, der da nicht reingehört, durchsuchen muß X(

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