Mirco aus Grefrath vermisst

By Diana | Archiv: Smalltalk

Das ist so schlimm.
Da verschwindet ein 10jähriger Junge auf dem Heimweg von seinem Freund spurlos.
Passiert ist das Ganze nur etwa 15 km von uns.
Wie oft sind meine Kinder auch abends noch mit dem Fahrrad unterwegs….

Man kann nur hoffen, dass nicht passiert ist, was alle befürchten.

  • Avatar träumel sagt:

    :seufz:

  • Avatar Christl sagt:

    Ich find das soooo schlimm. :no: :seufz:

    Die arme Familie. Nicht auszumalen, was mit ihm passiert sein könnte.

  • anchy anchy sagt:

    Bei solchen Nachrichten hoffe ich immer wieder ein Wunder, was leider nie passiert :no:
    Als Mutter würde ich verrückt werden.

    Anchy

  • Avatar lovelyhorses sagt:

    Das ist nicht auszuhalten,wenn man nicht weiß,wo sein Kind ist.
    Ich flippe schon aus,wenn sich mein Kleiner um ne halbe Stunde verspätet,ich hoffe für die Eltern,das wirklich noch ein Wunder geschieht und sie den Jungen wieder in die Arme schliessen können.

    Ich werde weiter für die Familei hofen 🙁

  • Avatar maurits sagt:

    Furchtbar, und die Chance, dass wie anchy sagt, ein Wunder geschieht, schwindet mit jeder Minute, in der sie ihn nicht finden.
    Mein Mitgefühl auch den Angehörigen, die jetzt unvorstellbares Leid erleben.

    lg
    mau

  • Avatar dat_julschen sagt:

    Das schlimme ist, das man sich als Eltern dann überlegt, ob man die Kids überhaupt noch vor die Tür lässt.

    Echt gruselig!

  • anchy anchy sagt:

    Julchen, in dem Alter Deiner beiden kann man das noch steuern, bei meiner 14 jährigen verselbstständigt sich langsam alles. Die kann man einfach nicht mehr an Haus und Hof binden und vor allem wollen sie eines nicht , kontrolliert werden.
    Die müssen ihren Weg gehen und die Angst ist leider UNSER Problem.

    Liebe Grüße
    Anchy

  • Avatar HaffiAnni sagt:

    Das ist so furchtbar!!! Und immer noch keine Spur von ihm. Es wurden wohl Kleidungsstücke gefunden die jetzt geprüft werden.

    Wisst ihr was das schlimmste ist?

    Hatte ich nicht letztens schon mal die Story mit den komischen Zetteln bei uns erzählt? Ein Zettel lag bei uns vor der Tür im Gras und einer am Stall (ist ja mein Nachbar) am Wasserhahn. Da stand so ungefähr drauf: Ich möchte ihre Tochter kennenlernen, das geht aber so persönlich nicht. Bitte melden sie sich unter….

    Naja und da das schon öfter vorkam in der letzten Zeit sind meine Nachbarn zur Polizei gegangen. Was sagt die? Da können wir nichts machen – sie müssen besser auf ihre Kinder aufpassen sonst verletzen sie ihre Aufsichtspflicht.

    :cursing: :doh: Es muss immer erst was passieren ;(

    Ich hoffe sie finden Mirko lebend… ich wünsche es mir für die Eltern echt sehr!

  • wurm wurm sagt:

    Die Ungewissheit muss furchtbar sein.
    Aber manchmal geschehen auch Wunder.
    Ich werde weiter für die Familie das Beste hoffen.

  • Avatar Alfy1984 sagt:

    Ich hoffe natürlich auch dass sie den Bub lebend und unverletzt wieder finden, aber die Chance das es nichts passiert ist sind sehr gering, denoch hoffe ich das es gutgeht.
    Möchte mir garnicht ausmahlen, was die Eltern grad druchmachen, erstmal die Angst um ihr Kind, evtl sogar vorwürfe gegen sich selbst. Aber man kann doch die Kinder nicht nur einsperren, weil manche Personen keine unrechtesempfinden haben.

  • Avatar Diana sagt:

    Eben kommt als Eilmeldung, dass sie die Hose des Jungen neben einem Mülleimer auf einem Parkplatz zwischen Grefrath und Hinsbeck gefunden haben.

  • Avatar maurits sagt:

    das hört sich nicht gut an.

    lg
    mau

  • Avatar dat ninalein sagt:

    furchtbar, einfach nur furchtbar…

    für die angehörigen, aber auch für den kleinen, was der für qualen erleiden muss/te…( man hofft ja wirklich immer das beste, aber bei so einer meldung?)

    ich hoffe, sie finden aufgrund der heutigen ermittlungsmöglichkeiten diesen perversen menschen.

    traurige grüße

    nina

  • Avatar Diana sagt:

    Mann, da hat jemand die Hose mitgenommen und erst später bei der Polizei abgegeben.
    Der Mülleimer ist inzwischen schon geleert worden und der Inhalt in der Müllverbrennung gelandet.
    Möglicherweise sind weitere Gegenstände/Hinweise/Beweisstücke dadurch verloren gegeangen.

  • Avatar maurits sagt:

    Wie jetzt?

  • Avatar Diana sagt:

    Hier: Mirco Kam vorhin auf n-tv. Die Hose lag neben einem Mülleimer und wurde von jemandem mitgenommen. Wahrscheinlich hatte derjenige selbst Kinder und wusste nichts von Mirco. Derjenige hat sie erst später bei der Polizei abgeliefert und der Mülleimer war inzwischen geleert worden.

  • GidranX GidranX sagt:

    Ich frage mich ernsthaft, was sind das für Eltern die gegen 22.00 Uhr (und da war es schon dunkel!) ihren zehnjährigen allein durch die Gegend radeln lassen?? Und die Mutter wartet noch nicht mal ab, ob er zu Hause ankommt, sondern geht ins Bett???? Wenn das wirklich so stimmt, was sie hier im Radio durchgegeben haben – dann fass ich mir echt nur an den Kopf..

  • Avatar maurits sagt:

    nee ich glaube das war ein Mißverständnis was da von der Mutter erzählt wird, dazu stand heute was in der Zeitung aber ich habe das vergessen wie das genau war. Und weisst Du, wenn so ein Psychopath ein Opfer sucht, dann findet er auch eins wenn es nachmittag 15 Uhr ist. Es sind schon genug Kinder am hellichten Tag verschwunden und nie mehr aufgetaucht.
    Ich finde es nicht angebracht, wenn den Eltern jetzt durch so Medienberichte noch die Mitschuld gegeben wird, für die ist die Situation doch unvorstellbar genug und Vorwürfe werden sie sich immer machen, egal wann und wo was passiert wäre.

    Hier hab ich was gefunden:

    Seine Mitschüler wurden von der Klassenlehrerin informiert. „Der Junge und die Familie sind völlig unauffällig gewesen. Der Junge ist auch noch nie ausgerissen, es gibt auch keinen erkennbaren Anlass dafür“, hatte ein Polizeisprecher gesagt. Mircos Eltern hatten ihren Sohn wegen eines tragischen Missverständnisses erst am Samstagmorgen vermisst gemeldet. Seine Mutter war früh ins Bett gegangen und hatte ihrem Mann noch gesagt, dass Mirco auf dem Nachhauseweg sei. Mircos Vater, der am Computer saß, habe dies wohl nicht mitbekommen oder falsch verstanden. Er sei später auch schlafen gegangen, ohne bemerkt zu haben, dass der Zehnjährige noch immer nicht nach Hause gekommen war. An der Stelle, an der sein grasgrünes Fahrrad lag, fanden sich keine Kampfspuren. Bedeckt halten sich die Ermittler zum Handy des Jungen. Bislang gelang offenbar keine Ortung. dpa

    Gut, meine Eltern wären nicht schlafen gegangen, wenn ich abends zugesagt hätte auf dem Heimweg zu sein und nicht angekommen wäre. Meine Eltern hatten da nie die Ruhe für, die blieben immer auf, bis wir zu Hause waren und ausser im Urlaub fuhren wir auch mit 10 Jahren nicht um 22 Uhr noch mit dem Fahrrad herum, aber trotzdem denke ich dass Schuldzuweisungen unangebracht sind.

    lg

  • Avatar maurits sagt:

    gibt es was neues?
    Diana???

    ich hörte gestern, dass der Sohn einer früheren Kollegin dort als Polizeitaucher eingesetzt war, es gab wohl einen Unfall und er liegt jetzt im Wachkoma.
    Muss aber schon bei einer der ersten Suchaktionen passiert sein, nicht bei der gestern.

    Ich komm nicht so klar, mit der Aussage, dass man dort einen Schrei gehört haben will, und das erst nachdem der Junge bereits drei Wochen gesucht hat, als Zeugenaussage meldet.
    Wenn ich abends Kinderschreie höre, in dem Zusammenhang dass ein 10 jähriges Kind verschwand, dann melde ich doch so eine Beobachtung nicht erst drei Wochen später. Für mich unglaubwürdig. Vermutlich einer der vielen Trittbrettfahrer, die mal Aufmerksamkeit brauchen.

    lg
    mau

  • Avatar Diana sagt:

    Nein, soweit ich weiß, gibt es nichts neues.
    Die haben gestern wohl die Niers genau abgesucht, nicht nur mit Booten, sondern Randbepflanzung, Abflussgitter und solche Sachen.
    Mit dem Schrei, das kommt mir auch komisch vor, vor allem, weil hier in den Feldern schon mal öfter Schreie zu hören sind.
    Kinder und Jugendliche halt.
    Aber nach drei Wochen und dann mehrere Zeugen, die sich dran erinnern? :nix:
    Die Polizei wollte eine Schallanalyse machen und damit feststellen, wo der Ursprung des Schreies war – anhand der Zeugen. Wo diese sich befanden, als sie ihn gehört haben und wie laut sie ihn gehört haben.

    Wer weiß, die Maisernte hat jetzt begonnen, vielleicht wird er ja bald gefunden.
    Oder – wenn er nicht gefunden wird – vielleicht lebt er ja und wird irgendwo festgehalten.

  • Avatar maurits sagt:

    Wie schrecklich.
    Ich fühle mit den armen Eltern.

    Hier in der Gegend wird seit Juni eine Frau vermisst, es gibt aber zahlreiche Hinweise, dass der Ehemann sie auf dem Gewissen hat, man findet aber keine Leiche. Sie hat 4 Kinder, die noch zum Teil klein sind. Furchtbar. Der Ehemann ist Polizist…

    lg
    maurits

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Ich will da nicht eine weitere Diskussion anfachen und trotzdem frage ich mich allen Ernstes, wo bleiben eigentlich alle diese vielen fähigen Wahrsager?

    Es ja doch alles so einfach…

    Das muss so schlimm für die Eltern sein und ich wünsche ihnen baldige Aufklärung so oder so :S

  • Avatar träumel sagt:

    Ich will da nicht eine weitere Diskussion anfachen und trotzdem frage ich mich allen Ernstes, wo bleiben eigentlich alle diese vielen fähigen Wahrsager?

    Es ja doch alles so einfach…

    glaube mir – das sage ich dir jetzt als Mutter – ich würde zu einem Wahrsager gehen.. und ich finde deine Bemerkung hier irgendwie unpassend..
    auf Kosten so einer Geschichte – deine Meinung zu diesem Thema immer und immer wieder darzustellen… da werdsmiaganzanders..

    😐

  • Avatar maurits sagt:

    und ich sage Dir jetzt mal träumel, dass es in der Vergangenheit schon viele Vermisstenfälle gab, wo Hellseher angebliche „Meldungen“ des noch lebenden Opfers empfangen haben wollen, die den armen Eltern unnötige Hoffnung machten während ihr Kind schon tagelang verscharrt in einem Wald lag oder sonst wo. Furchtbar, wie hier mit den Emotionen und dem Leid der Eltern die eigene Geltungssucht befriedigt wird Wenn nur ein Vermisster jemals von einem Wahrsager gefunden worden wäre, würde ich auch anders darüber denken, das kannst Du mir glauben. Geh doch mal auf die Seiten, wo vermisste Kinder gesucht werden, es gibt einen Fall in Schleswig Holstein, da verschwand ein 6 jähriges Mädchen und ist bis heute, 18 Jahre später, nie mehr aufgetaucht, man hat ebenfalls nur ihr Fahrrad gefunden. http://www.vermisste-kinder.de/galerie/4images/details.php?image_id=31 Meinst Du nicht, die hätte einem „Seher“ mal in irgendeiner Vision über den Weg laufen müssen? Wenn die Wahrsager so detaillierte Aussagen treffen können, müssten sie doch in so einem Fall Schlange stehen, um ihr Können zu beweisen? Und so Fälle wie von Natascha Kampusch sind vermutlich sehr selten, dass jemand sein Opfer irgendwo jahrelang versteckt hält und niemand etwas davon mitbekommt. lg maurits

  • Avatar träumel sagt:

    ach, ich sag doch gar nicht das die was finden müssen…. oder es können.. oder wie auch immer.
    Es geht darum das ich es unpassend finde – mehr nicht.

    Ich kann mir vorstellen in so einer Situation – macht man das – ebenso wie jeder Zeuge oder jeder der meint ein Zeuge zu sein – angehört wird –
    diesen Hinweisen wird nachgegangen..

    Und – wir wissen jetzt – das Merlijn das doof findet und alle die sich davon was versprechen – minderbemittelte Menschen ohne Selbstbewustsein sind. :nix:
    Aber das gehört einfach nicht hierher.
    🙁 ;(

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    ach, ich sag doch gar nicht das die was finden müssen…. oder es können.. oder wie auch immer.
    Es geht darum das ich es unpassend finde – mehr nicht.

    Okeh, es steht jedem frei, den Kopf in den Sand zu stecken!

  • Avatar MerlijnCH sagt:

    Und – wir wissen jetzt – das Merlijn das doof findet und alle die sich davon was versprechen – minderbemittelte Menschen ohne Selbstbewustsein sind. :nix:
    Aber das gehört einfach nicht hierher.
    🙁 ;(

    Und bevor Du mir hier die Wort im Munde umdrehst, das habe ich nicht gesagt, ich bi nur der gleichen Meinung wie Otto.

    Abgesehen davon sehe ich nicht ein, warum man hier sowas nicht fragen darf. Wenn nicht hier, wo dann ?

  • Avatar träumel sagt:

    ach, ich sag doch gar nicht das die was finden müssen…. oder es können.. oder wie auch immer.
    Es geht darum das ich es unpassend finde – mehr nicht.

    Okeh, es steht jedem frei, den Kopf in den Sand zu stecken!

    Öhm, wieso stecke ich den Kopf in den Sand.. ??
    Ich wollte damit sagen das ich NICHT unbedingt an Wahrsager Hellseher etc. glaube .
    Das hat doch nichts mit dem Jungen und der Ermittlung zu tun ?

    Ich habe selber einen 11 jährigen Bub, der oft mal alleine mit dem Radl zum Fußballplatz fährt.. nichts liegt mir FERNER als bei so einer Sache den Kopf in den Sand zu stecken :irre:

  • Avatar Nicole sagt:

    Ich glaube den Kopf steckt hier keiner in den Sand.

    Leider glaube ich auch langsam nicht mehr dran das Mirco noch gefunden wird, ich weiss nicht aber ich habe eher das Gefühl das er solch Typen in die Hände gefallen ist, die Kinderpornographi vertreiben.

    Ich habe die Woche einen Bericht im TV gesehen wo in China jedes Jahr ÜBER 30tausend Kinder verschwinden. Kidnapping ist da wohl arg extrem, nun wurde eine Bande von (ich glaube ) 15.000 Kidnappern dort festgenommen. Einige Kinder konnten nach Jahrelangen verschwinden wieder ihren Eltern übergeben werden, allerdings nur dank DNA Tests, da die Kinder ihre Eltern nicht mehr kannten.

    Die Familien dort ketten ihre Kinder im Garten zum Spielen an weil sie Angst haben das sie entführt werden.

  • Avatar maurits sagt:

    Das glaube ich in dem Fall eher nicht. Ich glaube eher daran, dass er einem pädophilen Triebtäter über den Weg gelaufen ist, so grausam das auch sein mag. Ich würde mir so sehr ein Wunder wünschen, aber ich glaube nicht mehr dass er noch lebend gefunden wird.

    lg
    mau

  • Avatar lovelyhorses sagt:

    Ich auch nicht,der arme Junge….in der Haut der Eltern möchte ich nicht stecken ;(

  • Avatar Cara sagt:

    Hier müsst ihr mal reinhören *grusel*: http://domian-download.de/Domian_2010-10-15.hq.mp3

  • Avatar Chewy sagt:

    8| Die Mörder von Tom und Sonja haben ja auch mitgesucht und sich ständig so aufgedrängt…

  • wurm wurm sagt:

    Das glaube ich in dem Fall eher nicht. Ich glaube eher daran, dass er einem pädophilen Triebtäter über den Weg gelaufen ist, so grausam das auch sein mag. Ich würde mir so sehr ein Wunder wünschen, aber ich glaube nicht mehr dass er noch lebend gefunden wird.

    lg
    mau

    Das glaube ich auch… ;( es ist einfach nur furchtbar.

  • anchy anchy sagt:

    Habe mir das angehört und es ist mir eiskalt den Rücken runter gelaufen.
    Dieser Mensch, entweder einer mit psychotischer Störung oder aber gar der Täter????

    “ Ich suche da, wo die Polizei nicht gesucht hat“
    „Ich suche seit 6 Wochen den ganzen Tag nach dem Jungen“
    Und die Anwort auf Domian nach dem WARUM für diese merkwürdige Fixion.
    „Der Junge hatte so eine Ausstrahlung, sein Lachen“
    Das war schwer zu ertragen.
    Selbst Domian, war mehr als irritiert.
    Hoffe wirklich sehr,die gehen dem nach.

    WOHER will er denn wissen, wo die Polizei nicht gesucht hat.
    Solche Menschen, so mitten unter uns, vielleicht auch mal so ganz dicht an meinem Kind und den vielen anderen DIE machen mir wirklich Angst.

  • Avatar maurits sagt:

    Vielleicht weiss der das, weil der da wohnt. Ich habe Freunde dort in der Gegend, zwei Pferde von uns wurden dort geboren und aufgezogen. Wir fahren die Züchter noch heute oft besuchen und daher sind mir die Örtlichkeiten grob auch nicht fremd. Die erwähnten „Krickenbecker Seen“ sind dort ein beliebtes Ausflugsziel und überall ausgeschildert. Das ist kein Geheimnis. Und wenn da jemand wohnt, und nicht arbeitet, sieht der auch wo die gesucht haben und wo nicht. Gut, ist alles möglich, aber es kann genau so gut ein Spinner sein, ein persönlichkeitsgestörter Typ, der Aufmerksamkeit braucht. Ob der wirklich sucht, oder nur bei Domian anruft und spinnt, weiss kein Mensch. Mir gefiel dabei aber diese Schwärmerei für Mirco nicht, die er immer wieder äusserte, ist schon sehr komisch. Einem Psychopathen ist ja alles zuzutrauen. Und glaubt mir mal, dass die Polizei diesem Anruf nachgehen wird, wenn sie es nicht schon getan hat. siehe hier: http://www.domianforum.de/domian-das-forum/topic6097-105.html Generell, ohne dass ich das jetzt vertiefen möchte, ist es durchaus keine Seltenheit, dass sich pädophile Gestörte generell von solcnen Fällen völlig fasziniert angezogen fühlen und sich intensiv damit befassen, was z. B. in den Medien dann verbreitet wird, die saugen jede Info darüber auf. Ohne der Täter zu sein. lg

  • Avatar Cara sagt:

    Vielleicht weiss der das, weil der da wohnt.
    Ich habe Freunde dort in der Gegend, zwei Pferde von uns wurden dort geboren und aufgezogen. Wir fahren die Züchter noch heute oft besuchen und daher sind mir die Örtlichkeiten grob auch nicht fremd.
    Die erwähnten „Krickenbecker Seen“ sind dort ein beliebtes Ausflugsziel und überall ausgeschildert. Das ist kein Geheimnis.
    Und wenn da jemand wohnt, und nicht arbeitet, sieht der auch wo die gesucht haben und wo nicht.

    Dieser Kerl behauptet in Düsseldorf zu wohnen und jeden Tag mit dem Fahrrad nach Grefrath zu fahren. Das wären ca.40km. Ich habe das gestern zufällig gehört und mir ist es sofort kalt den Rücken runter gelaufen. Wie er von der Ausstrahlung und dem Lachen schwärmt, oder seine Reaktion auf eine mögliche Pädophilenveranlagung war auch merkwürdig. Mein erster Gedanke war Oh Gott da spricht der Täter :no: Ganz egal was dieses Kerl antreibt es ist sicher nichts Gutes.
    Und die Polizei wird dem sicher nachgehen habe gerade in dem link von Maurits quergelesen, einige Zuhörer haben das gestern dirket gemeldet und ich denke Domian hat nicht umsonst den Rückruf angeboten.

  • GidranX GidranX sagt:

    Ich denke, das ist entweder ein ganz einsamer Mensch und überhaupt nicht selbstbewusst. Er hat, durch was auch immer ausgelöst, sein Leben auf das Auffinden dieses Jungen fixiert. Wenn ER den Jungen findet, dann ist ER vielleicht doch noch was wert. Kann es allen beweisen. Man wird ihm auf die Schulter klopfen und ihn bewundern. Ihn – den Helden.
    Oder er ist ein solch emphatischer Mensch, der wirklich großen Anteil nimmt. Er scheint ja in dem Ort zu wohnen. Vielleicht ein wirklicher Held? Oder eine traurige Gestalt in einer Zeit in der Anteilnahme und Hilfe i.d.R. nur soweit gewährt wird, wie es persönlich nichts oder nicht viel kostet..

    Das sind für mich die einzigen Erklärungen, zu denen ich einen Zugang finde..über alle anderen Möglichkeiten kann ich überhaupt nicht wirklich nachdenken.

    Im übrigen gehörte ich zu den jenigen die überhaupt keinerlei Verständnis dafür hatten, wie es dazu kam, dass das Verschwinden des Jungen den Eltern erst so spät aufgefallen ist! Was habe ich mich darüber aufgeregt, das die einfach ins Bett gegangen sind..Wie es überhaupt zu so einem unglaublichen Mißverständnis zwischen den Eheleuten kommen konnte..Tja, was soll ich sagen.
    Es begab sich letztes Wochenende das mein Sohn (allerdings 21J.) am Sonntag Abend noch zu seiner Freundin fuhr. Erwähnenswert deshalb, weil er sich den Montag freigenommen hatte von der Arbeit. Also nicht aufstehen musste. Ich ging wie gewohnt vor meinem Mann gegen 23.00 Uhr ins Bett. Mein Sohn war noch nicht wieder zu Hause. Als wir morgens aufstehen und uns für die Arbeit fertig machen, frage ich meinen Mann wann unser Kind nach Hause gekommen ist. Er zuckt die Schultern und sagt, das wüsste er nicht, hätte ihn aber kommen hören als er auch schon in Bett lag. So weit so gut. Wir also beide zur Arbeit gefahren, unser Kind wollten wir schlafen lassen an seinem freien Tag. Mittags komme ich gegen 14.30 Uhr von der Arbeit – 5 Minuten später kommt mein Sohn zur Haustür rein. Ich begrüße ihn und frage, wo er denn schon gewesen wäre – weil üblicher Weise liegt er bis Nachmittags im Bett wenn er die Möglichkeit dazu hat..Er schaut mich mit großen Augen an und sagt: MAMA, ich war doch gar nicht zu Hause, habe doch bei Nici geschlafen!! Hatte ich Dir doch letzte Woche schon gesagt!
    ICH hätte meinen Sohn also noch viel SPÄTER als Mircos Eltern als vermisst gemeldet!
    Meinem Mann habe ich natürlich die Hölle heiss gemacht, was er da für einen Mist erzählt hätte..Er schwört Stein und Bein drauf, er hätte eine Tür gehört.. 8| Uns fehlt aber nix.. :huh: :nix:

  • Avatar maurits sagt:

    Gidran, der „arme einsame Mensch“ hat vermutlich zumindest eine Persönlichkeitsstörung über deren Ausmass wir uns nur ansatzweise was vorstellen können. Mein Mitleid für ihn hält sich in bescheidenen Grenzen, für die Eltern muss auch so ein Trittbrettfahrer unglaubliche Quälerei sein.

    Der definiert sich darüber „im Zentrum der Öffentlichkeit“ zu stehen durch so einen Anruf. Der handelt nicht so, weil er so ein armer einsamer Mensch ist, sondern er handelt bewusst und manipulativ. Für SICH.
    Er kann mal in Grefrath gewohnt haben, dass er aktuell aus Düsseldorf zu sein scheint spielt keine Rolle, ausserdem kann der am Telefon sonst was erzählt haben.

    Ausserdem müsste der Polizei und den Menschen in Grefrath ja auch aufgefallen sein, dass da 8 Stunden täglich jemand mit dem Fahrrad unterwegs ist und die Gegend absucht. Die sind doch so was von sensibilsiert da, dass den ein so aussergewöhnlich engagierter und guter Mensch auffallen müsste.
    Wie kann man derartig romantisch und gutgläubig sein und an einer solchen Geschichte noch was positives finden?

    lg
    maurits

  • Avatar maurits sagt:

    So, neues: http://www.bild.de/BILD/regional/duesseldorf/aktuell/2010/10/16/neue-spur-fall-mirco/polizei-weiteres-kleidungsstueck-gehoerte-jungen.html für die „Sozialromantiker“ hier. Der Mann ist natürlich bereits der Polizei aufgefallen, und hat anscheinend nichts mit dem Verschwinden von Mirco zu tun. Gesund muss der deswegen noch dreimal nicht sein. lg maurits

  • Das Metzchen Das Metzchen sagt:

    Das ist so schlimm! Darf da gar nicht drüber nachdenken. ;( Er ist genauso alt, wie mein Pflegesohn 😉 (Den Ausdruck Stiefkind, oder Stiefsohn mag ich net). Er lebt bei uns, ist eigentlich wie „Meins“ , weil ich auch die Rundrumversorgung übernommen habe.
    Mein Männe meinte im Sommer auch, dass der Kleene ja abends mit dem Radel über den asphaltierten Feldweg, in den 4 km entfernten Nachbarort zum Fußballtraining fahren könnte. :irre: Er ist ja schon groß!!! :irre: Da gab es aber mal ne heisse Diskussion zwischen uns!!! :bite: Der wäre ja ganz alleine dahin getöfft!! Da wären noch nicht einmal Kumpels mitgefahren, weil die alles aus dem Nachbarort sind!! :kowa:
    Er geht immer davon aus, was er früher alles gemacht hat!! Das ist mir aber mal gerade sche…egal :motz: Packe ihn nun wirklich nicht in Watte, aber das geht nicht….

  • Avatar smilla1 sagt:

    Ich finde es so schlimm, das so was nicht mehr geht. Mann, meine Kindheit bestand aus Frahrrad fahren zum Ponyhof, aber jetzt würde ich das auch nicht mehr erlauben als Mutter.

  • Avatar metunja sagt:

    Ich finde es so schlimm, das so was nicht mehr geht. Mann, meine Kindheit bestand aus Frahrrad fahren zum Ponyhof, aber jetzt würde ich das auch nicht mehr erlauben als Mutter.

    oh ja, da sagst du was. dabei steht dieses kontrollierte leben in vollem kontrast dazu sein kind zur selbstständigkeit zu erziehen. man kommt da manchesmal in einen zwiespalt – meistens siegt wohl das sicherheitsdenken.

  • Avatar maurits sagt:

    Ich finde es so schlimm, das so was nicht mehr geht. Mann, meine Kindheit bestand aus Frahrrad fahren zum Ponyhof, aber jetzt würde ich das auch nicht mehr erlauben als Mutter.

    In Schleswig Holstein verschwand ein Mädchen 1993 und ist nie mehr aufgetaucht und auch in allen Jahren zuvor gab es Verbrechen, wo Kinder verschleppt wurden und schlimmeres.
    Das ist doch jetzt Blödsinn, dass man seine Kinder nicht mehr draussen Fahrrad fahren lassen kann.

  • Avatar Gambassi sagt:

    Es komtm aber sicher auch ein bisschen darauf an, wo die Strecke langgeht. Ich durfte als Kind allein mit Fahrrad zum Stall und zur Schule fahren, zur Not auch im Dunkeln. Allerdings geht der Weg an einer Hauptstraße und durch Wohnsiedlungen. Mit dem Hund durfte ich in dem Bereich auch allein gehen, oder im nahegelegenen Wäldchen spielen, bzw. mit Freunden dorthin gehen.

    Allerdings wollten meine Eltern nicht, dass ich die abgelegeneren Feldwege, wo auf mehrere hundert Meter kein Haus steht, allein gehe, und ich durfte als Teenager auch nicht allein im Wald (also richtig im Wald, ebenfalls weit von Häusern entfernt) joggen gehen (mache ich noch heute nicht). Klar kann auch in Wohnsiedlungen was passieren, gerade letztens wurde hier im Moor auf einer sehr beliebten Joggingstrecke eine Frau überfallen udn gefesselt im Gebüsch liegen gelassen. Trotzdem hat man ein sichereres Gefühl, wenn Menschen in der Nähe sind. Und irgendwo müssen Kinder sich ja nunmal auch mal austoben und allein die Welt erkunden können. Und mir wurde schon ganz früh beigebracht, mich, wenn ich allein oder nur mit Freunden bin, von Fremden Leuten und Autos fernzuhalten, und das habe ich auch immer gemacht. Vielleicht sogar ein wenig übertrieben, aber Vorsicht ist besser als Nachsicht.

  • casper109 casper109 sagt:

    Auch zu meiner Zeit gab es schon Verbrechen und Triebtäter…..“leider“ wird heute alles durch die Medien breitgetreten, ob das gut oder schlecht ist….Es gibt in allem besser und schlechter…..jede Zeit hat seine Vor- und Nachteile. :nix:

  • Avatar Gambassi sagt:

    Das ist ja in allem so.. es wurden auch früher schon Kinder in der Schule gehänselt, nur heute heißt es ‚Mobbing‘ und jeder redet davon…

    Eine alte Nachbarin erzählte immer gerne, dass man zu Hitlers Zeiten ja als Frau alleine Nachts durch den Wald gehen konnte, und da sei nie was passiert.. in Wirklichkeit ist das wohl einfach nur nie publik geworden.. :S

  • Avatar Legolas sagt:

    :seufz: ich kann das bald nicht mehr hören :no: da bekommt man Angst um die eigenen Kinder

  • Avatar träumel sagt:

    :seufz:
    ja – ist unser Nachbarlandkreis :no:

  • Avatar Diana sagt:

    Hier gibt es Neuigkeiten. Es ist ein Mann festgenommen worden, „dringend tatverdächtigt“ ist. Ein Familienvater aus Viersen. 🙁 Meldung bei T-Online Hoffentlich kommt jetzt alles heraus!

  • Avatar dat ninalein sagt:

    ich hoffe so sehr, dass dieser fall endlich aufgeklärt werden kann.

    einen lieben gruss

    nina

  • Avatar Cara sagt:

    Ich wünsche es den eltern so, dass es endlich Antworten gibt.

    Ein Nachbar ist in der Soko Mirco und die Polizei war immer sehr sicher dass sie über kurz oder lang den Täter bekommen werden, die Spurenlage ist da wohl sehr eindeutig. ich hoffe sie behalten recht :seufz:

  • Avatar missregina sagt:

    Ich kann gar nicht laut sagen, was ich am liebsten mit solchen Menschen machen würde… :cursing:
    Für die Eltern hoffe ich, dass sie wenigstens endlich Gewissheit bekommen :seufz:

  • Avatar fichtefucht sagt:

    Dem kann ich mich nur anschliessen :seufz:

  • Avatar dat ninalein sagt:

    höre gerade ind en bayren3 nachrichten, dass mircos schicksal nun bekannt sei und nun vermehrt die leiche des jungen gesucht wird…

    lg nina

  • Avatar maurits sagt:

    man hat wohl an dem Ort, den der Tatverdächtige angegeben hat, eine Leiche gefunden.

  • July-Plankton July-Plankton sagt:

    Wenn diese Frage geklärt wurde, wird wohl jemand gestanden haben.
    Dann war der, den sie festgenommen haben, wohl scheinbar tatsächlich der Täter.

    Diese Welt ist so krank. 🙁

  • Avatar Diana sagt:

    Ja, auf t-online wird berichtet, dass der Fall und das Schicksal von Mirco geklärt ist.

  • Avatar maurits sagt:

    mir persönlich war klar, dass die Kripo nicht wegen jedem x-beliebigen Verdächtigen, der in der letzten Zeit verhört wurde, an die Öffentlichkeit gegangen wäre, von daher dachte ich mir schon, dass in diesem Fall sehr konkrete Verdachtsmomente vorliegen mussten.

  • Avatar dat ninalein sagt:

    oh mein gott, wie schrecklich, das schicksal dieses jungen, aber auch wie schrecklich für die familie des täters… die kinder und seine frau können ja nun nichts dafür.
    ich persönlich möchte nich mit der schuld leben, mein vater ist ein kinderschänder und mörder.

    lg nina

  • Avatar BlackVelvet sagt:

    Boah, was würde ich am liebsten mit solchen kranken menschen machen… :maul:
    Hoffentlich klärt sich bald alles auf das die Eltern sich von ihrem Kind verabschieden können.

    Wenn ich sowas höre, habe ich unendlich Angst um meinen Sohn und würde ihn am liebsten für immer an mich ketten :seufz:

  • Avatar wind sagt:

    Mein Gott die armen Eltern! 🙁 Mir fehlen die Worte :no:

  • Avatar Solli sagt:

    man hat wohl an dem Ort, den der Tatverdächtige angegeben hat, eine Leiche gefunden.

    Ja, sie haben Mirko gefunden … :seufz:

  • Avatar träumel sagt:

    :no: :no: :no:
    man bekommt solche Angst :seufz:

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Davon mal abgesehen, dass ich eh nicht begreifen kann, wie man einen Menschen umbringen kann, aber dann noch ein Familienvater??? Nun sind dann mit einer Tat zwei Familien zerstört. Mir fehlen da echt die Worte, wie kaltblütig man nach solch einer Tat zur eigenen Frau und den Kindern zurückkehren kann und so tun, als wenn nichts wär. :no: Wahrscheinlich wurde noch morgens beim Frühstück über den armen vermissten Mirko gesprochen. Hach, ich darf da echt nicht dran denken.

    Er wird der Polizei den Ort wohl verraten haben … :seufz:

  • Avatar Odalisca sagt:

    Finde es auch schlimm, so traurig es ist aber weningstens haben die Eltern nun Gewissheit, auch wenn es eine sehr traurige ist. :seufz:

    Die armen Kinder des Täters 🙁

  • Avatar maurits sagt:

    Davon mal abgesehen, dass ich eh nicht begreifen kann, wie man einen Menschen umbringen kann, aber dann noch ein Familienvater???

    Es dürfte eine ganze Menge dieser „tickenden Zeitbomben“ geben, die nach aussen hin ein normales Leben führen. Das ist nicht der erste dieser Sorte und wird nicht der letzte sein.

    Keiner kann wissen, was im Kopf des „netten Nachbarn“ vorgeht.
    Es gibt einige Dinge, die man sich nicht vorstellen mag. Alles auf den ersten Blick Leute „wie Du und ich“.

    lg
    maurits

  • anchy anchy sagt:

    Menschliche Abgründe!!! :no:
    Wenigstens können die armen Eltern nun trauern und haben etwas zum Abschied nehmen.
    Auch schrecklich, die Täterfamilie, wie muß die Frau sich fühlen, die Kinder, auf die in Zukunft mit Fingern gezeigt wird.Stigmatisiert für das Leben.

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Im Radio wurde gerade berichtet, dass deren Haus von Reportern belagert ist. Als wenn das ganze noch nicht so schon schlimm genug ist, lauern da schon die Aasgeier.

    Ich glaub, als Ehefrau würde ich die Stadt verlassen und weit weg ziehen. Die werden da doch nicht mehr ruhig leben können. :no:

  • Avatar lovelyhorses sagt:

    Ich finde es einfach nur furchtbar,Opferfamilie genauso wie Täterfamilie,die armen Eltern und die armen Kidies.Ich kann gar nicht sagen,was ich empfinde da ich ja auch son Knirps habe.

    Wenigstens können Mircos Eltern jetzt Abschied nehmen ;(

    Einfach schrecklich,so ein Täter gehört auf den Scheiterhaufen :maul:

  • Avatar Legolas sagt:

    Ich habe es bei RTL aktuell gesehen…das Haus der Familie des Täters ist leer, sie hätten die Familie weg gebracht. Ist wohl besser so. Es wurden Nachbarn befragt von den Reportern, der wäre ein Familienmensch gewesen.

    Ansonsten fehlen mir hierzu die Worte :no:

  • Avatar maurits sagt:

    Ronny Rieken war auch verheiratet und dreifacher Vater. Du kannst allen Leuten nur vor den Kopf schauen. http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,513506-2,00.html

  • Avatar dani209 sagt:

    Ulrike Everts,war doch das Mädchen das mit ihren 2 Ponys mit der Kutsche unterwegs war und jahrelang gesucht wurde,oder?
    Was gibt es nur für Monster auf unserer Welt!!!Die Täter muß man genauso leiden lassen!!

  • Avatar maurits sagt:

    Ulrike Everts, genau die war das.
    Und diese „Nelly“ war auch sein Opfer. Und man vermutet auch noch weitere Opfer, da er ja jahrelang als Binnenschiffer unterwegs war, aber das konnte man ihm nie nachweisen, ein Mädchen wird doch bereits seit 1993 vermisst in Schleswig Holstein und ich meine damals war im Gespräch, dass er verdächtigt wurde aber man hat das Mädchen nie gefunden und er hat es abgestritten.

    Ich weiss nicht, ob ich immer so glauben kann, dass Angehörige nichts geahnt haben. Es ist wohl eher ein Verdrängen, es kann nicht sein was nicht sein darf.

    lg
    mau

    hier noch was was ich fand zum Thema „Familienangehörige des Täters“

    Hätte dem Umfeld des Täters etwas auffallen müssen?
    Es ist selten, dass Angehörige oder enge Bekannte keine Veränderungen im Verhalten des Mörders wahrnehmen. Deshalb vermuteten die Ermittler auch im Fall Mirco, dass der Entführer von seiner Familie gedeckt werde.
    „Manche tun das bewusst, manche unbewusst“, sagt Andreas Borchert, Dozent an der Polizeiakademie Niedersachsen. Für Familien, aus denen solch ein Täter stamme, breche erst eine Welt zusammen, wenn es zu einer Festnahme komme. „Dann muss sich das Umfeld die Tat eingestehen und dann erst realisieren viele, dass hinter ihrem Ehemann, Vater, Sohn, Onkel ein ganz anderer Mensch steckt, als sie vermutet haben.“
    Der Vater des 26-jährigen Jan O., der in Bodenfelde zwei Teenager tötete, gab zum Beispiel nach dessen Festnahme zu, dass er von Anfang an seinen Sohn im Verdacht hatte. Auch Jans Mutter hatte ihrem Sohn die Tat sofort zugetraut, als sie davon hörte. Gemeldet hatten sie sich trotz massiver Fahndung nicht.
    Kriminaldirektor Borchert unterscheidet zwei Gruppen von Angehörigen, die einen Täter schützen: Die einen, die eine Tat selbst nicht für so schwerwiegend halten. Und die anderen, die in erster Linie an ihre die Folgen für sich selbst denken, wenn sie ihr Schweigen brechen.
    „Eigentlich muss dem Umfeld immer eine Veränderung des Täters auffallen – egal, ob er die Tat im Vorfeld geplant oder spontan gehandelt hat“, sagt Borchert. Hat der Täter die Entführung explizit geplant, Mirco vielleicht sogar bewusst ausgewählt, dann musste er seinen Plan quasi nur abspulen. Dann hat er alles zig Mal durchgespielt – erst vorsichtig, dann perfektioniert, bis die Umsetzung nur noch ein kleiner Schritt ist.
    Hatte sich der Täter Mirco explizit ausgesucht?
    „Entsprechend leicht kann so ein Täter zur Tagesordnung übergehen und sich in sein Familiengeflecht einfügen. Die Vorbereitung und Verarbeitung der Tat muss dennoch auffallen.“
    Ebenso, wenn der Täter spontan gehandelt haben sollte. „Dann fehlt die Phase der Planung. Diese gedankliche Vorbereitung muss der Täter nachholen“, so Borchert. „Ein spontaner Täter kann nicht ohne spürbare Veränderungen in sein gewohntes Leben übergehen. So kaltblütig ist niemand.“
    Nicht nur das veränderte Verhalten eines Täters müsse Angehörigen auffallen, oft sind es auch materielle Veränderungen – wie beispielsweise der Verkauf des Familienkombis.
    Im Fall Ronnie R., der in den neunziger Jahren zwei Mädchen entführte, missbrauchte und tötete sowie weitere Kinder vergewaltigte, hält die Ehefrau bis heute zu dem Mann, der als einer der brutalsten Täter der deutschen Justizgeschichte gilt. Seit Jahren besucht sie ihn regelmäßig in der JVA Celle und bringt ihm Zigaretten. Ihr Cousin glaubt bis heute nicht, dass sie nichts vom Doppelleben ihres Ehemanns ahnte.

    aus Spiegel online.de

  • Avatar dani209 sagt:

    Das glaub ich auch! Ich weiß doch wo mein Partner ist,wann er von der Arbeit heimkommt etc.Oder auch am Verhalten,man muß doch irgendwie was merken??Kann mir das auch nicht vorstellen,dass man als Frau davon nichts merkt !Man kennt doch seinen Partner/Sohn/Bruder/Cousin etc.

    Die arme Ulrike,das wußte ich nicht!Auf den Bildern sah sie so fröhlich aus mit ihren Ponys!
    Wenn ich überleg,ich war als Jugendliche mit 13/14 Jahren auch alleine mit meinem Norweger im Gelände unterwegs…!Die armen Eltern !

  • Avatar Merlin-Adair-of-Kingsholm sagt:

    Das Motiv soll beruflicher Stress gewesen sein?! Wie furchtbar für seine Eltern! :no:

  • wurm wurm sagt:

    Das ist furchtbar, aber gut, dass sich die Eltern nun verabschieden können….

    und die „news.ch“ haben sich wohl auch ein bisschen verhauen….bei der Überschrift denkt man aber was anderes. Peinlich! Sowas sollte nicht passieren.

  • Avatar metunja sagt:

    Was die Meisten schon ahnten wurde zur traurigen Wahrheit und auch heute nach 5 Monaten bin ich einfach nur fassungslos über das was manche Menschen tun können – noch dazu wenn man nun mitbekommt, dass der Täter selber 3 Kinder hat :no: . Ich finde es für beide Familien schlimm.

    Ich möchte nicht wissen, wie sich der Vorgesetzte jetzt fühlt, der beim Täter diesen totbringenden Frust auslöste. Der fühlt sich jetzt sicher furchtbar und empfindet vll. sogar eine Mitschuld.

    Metunja

  • Avatar lovelyhorses sagt:

    Da ich selber Mutter bin,werde ich mit den Eltern leiden und trauern

  • Avatar maurits sagt:

    Ach das ist Blödsinn, metunja, das geht jetzt zu weit.
    Dann müsste ja jeder Chef, der seinen Angestellten mal zur Sau macht, ein potentieller Mittäter eines Amoklaufs etc. sein.

    Fakt ist, dass derartige Täter sehr schwer persönlichkeitsgestört sind, eine sehr niedrige Frustrationstoleranz besitzen, wenig bis keine Empathie für Mitmenschen und deren Gefühle haben, und ein hohes Gewaltpotential, dazu dann Macht- und Gewaltphantasien, die sich ein normal denkender Mensch nicht mal in seinen übelsten Alpträumen vorstellen kann.
    Ich wette, der Typ wird noch begutachtet, und man wird eine narzisstische Persönlichkeitsstörung finden, was NICHT bedeutet, dass er schuldunfähig wäre. Kränkt man einen Menschen, der derartig „tickt“, fühlt er sich so stark „entwertet“, dass er seine unbändige Wut, seinen Frust, auf unangemessene Weise an einem schwächeren Opfer auslassen muss, um sich selbst wieder aufzuwerten, so grob umrissen kann man sagen dass diese Typen so ticken. (das gibt es sehr oft, ohne dass Betroffene zum Mörder werden, das ist jetzt der Extremfall, aber Leute die auf Kränkungen hin total unangemessen reagieren, ausrasten etc, dürften doch jedem mal begegnet sein)
    Es hätte auch eine andere Frustration in seinem Umfeld dazu führen können, dass er Gewalt auslebt. Er hatte ja anscheinend schon länger geplant mal so eine Tat zu begehen, wie ich heute irgendwo gelesen habe.

    ICH persönlich glaube auch nicht, dass der Mann in seinem engsten Umfeld (Ehefrau) immer NUR fürsorglich und liebevoll war. Die gute Fassade wurde nach aussen gewährt. Sicherlich gab es einige Auffälligkeiten innerhalb der Familie, das muss nicht mal in Richtung Pädophilie gehen sondern einfach die o. g. niedrige Reizschwelle zum Beispiel.

    Ebenso finde ich geht es zu weit, zu betonen, dass man mit den Eltern trauere, da „man selbst Mutter sei“. Ich bin keine Mutter, und trotzdem geht mir das Schicksal dieser Familie sehr nahe, ich habe mit den Eltern mein tiefstes Mitgefühl, es muss ganz furchtbar sein, ein Kind auf diese Weise zu verlieren. Ich hoffe dass sie sehr viel Unterstützung bekommen, um irgendwie mit diesem Verlust fertigzuwerden.

    lg
    maurits

  • Avatar lovelyhorses sagt:

    jap,gedacht habe ich es auch so und mit meiner Familie diskutiert,ist halt sehr schwierig…..mir fehlen da auch die Worte

    Ich unterschreibe aber deine Worte :ja:

  • Avatar maurits sagt:

    wen es interessiert, ich lag mit meiner Laien-Psychologie nicht falsch: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,742345,00.html

  • Avatar lovelyhorses sagt:

    Das ist schon krass…ich verstehe solche Menschen nicht…ich habe aber das gleiche gedacht,solche Typen sind krank und werden irgendwann wieder auf freien Fuss gesetzt,ist halt ne Frage der Zeit,keine Ahnung,was dann wieder im Gericht gesprochen wird

    Fr.Mau.das hast du gut gesagt :ja:

  • Avatar maurits sagt:

    man muss das auch nicht verstehen, die sind so. Daran ist auch wenig bis gar nichts zu ändern.

  • Avatar Chris sagt:

    Verstehen kann man sowas auch nicht. Nur versuchen irgendwie zu erklären, weil die Frage nach dem „WARUM“ sehr laut ist. Ob eine Antwort dieser Art hilft sei dahingestellt, aber es ist der Versuch, unbegreifliches begreifen zu können.

  • Avatar lovelyhorses sagt:

    man muss das auch nicht verstehen, die sind so. Daran ist auch wenig bis gar nichts zu ändern.

    jap

  • Avatar lovelyhorses sagt:

    Ich finde sowas einfach nur schrecklich…..

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Wenn man so mitbekommt, durch Zeitungsberichte und Medien, was für ein Mensch das ist, dann wird mir wirklich Angst und Bange. Welche scheinbar „normale“ Menschen irgendwann durch einen banalen Auslöser zu solchen machtsüchtigen Bestien werden. Wenn er Mirco nicht getroffen hätte, dann wär ihm ein anderes Kind zum Opfer gefallen.

    Ich kann gar nicht so viel essen, wie viel ich ko… könnte.

    Gott sei Dank ist er endlich gefasst, die Eltern können nun Abschied von ihrem Sohn nehmen und es wird langsam wieder Ruhe einkehren. Das Ganze hat mich die ganzen Monate über nicht losgelassen. Immer wieder musste ich daran denken, wann sie ihn wohl fassen. Aber vergessen wird man diesen Fall wohl nicht so schnell. :no:
    Ich bin unendlich traurig, dass wir in so einer Welt leben, in der solche Menschen frei rumlaufen.

  • Avatar maurits sagt:

    Honeybear, der war auch vorher nicht „normal“, der war nur gut sozial integriert und hatte diesen Trieb im Griff.
    Man wird nicht aus heiterem Himmel zum pädophilen Kindermörder, sondern man trägt die Veranlagung in sich.
    Ein Vorfall, wie die Demütigung durch den Arbeitgeber, kann dann auslösen, dass dieser jenige die mühsam beherrschte Kontrolle verliert.

    Und Du kannst ganz sicher sein, dass es nicht der einzige, oberflächlich betrachtet „normale“ Mensch ist, der als tickende Zeitbombe herumläuft.
    Ich für meinen Teil glaube auch, dass der sehr wohl pädophile Anteile hat. Nur halt bisher immer gut durch die bürgerliche Fassade „gedeckelt“.

    Seine Kinder und Angehörigen tun mir auch leid.

    lg
    maurits

  • Avatar sambala sagt:

    Da ich so etwas schon selber fast hautnah miterlebt habe, da mein damals 16 jähriger Cousin vor ca. 30 Jahren einem Täter zum Opfer fiel, werde ich es nie verstehen, wie solche Menschen ticken. :no:

    Mich holen diese Gedanken bei jedem vermißten Kind immer wieder ein. Der damalige Täter ist nie gefaßt worden und läuft wahrscheinlich immer noch frei rum. :seufz:

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Mit „normal“ meinte ich die Allgemeinheit, so wie sie (genauso wie er ja auch) von außen gesehen werden. Dass diese Leute im Innern keinesfalls normal sind, ist mir klar.
    Und dass es davon nicht nur diesen einen gibt, das ist das, was mir Angst macht.
    Es wird unter uns noch unzählige Zeitbomben geben. Die einen werden irgendwann hoch gehen, die anderen werden es entweder schaffen, sich unter Kontrolle zu halten, oder wir werden Glück haben, dass es bei denen keinen Auslöser gibt, wie hier durch den Vorgesetzten geschehen.

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Sambala, wie grausam. Das tut mir wirklich leid, dass du so etwas miterleben musstest. Wir alle werden wohl nie verstehen, wie solche Leute ticken. Das möcht ich auch gar nicht. :no:

  • Avatar sambala sagt:

    Man kann sich kaum vorstellen, wie sehr die Familien solcher Opfer leiden. Meine Tante und insbesondere ein Bruder des Ermordeten, sind da bis heute nicht drüber hinweg. Der Fall ist vor 2 oder 3 Jahren nochmal aufgerollt worden, leider immer noch ohne Erfolg.

  • anchy anchy sagt:

    Da kommt man -besonders als nahe Angehörige- wohl auch nie drüber hinweg. Der Täter zerstört nicht nur ein Leben.
    Mich intetessieren die Beweggründ wenig, der Täter gar nicht, ich WILL seine Geschichte gar nicht kennen. Was mich ausschließlich bewegt ist dieses Kind, was nicht mehr erwachsen werden durfte, kein fröhlicher Teenager, kein Vater…Und die Angehörigen und Freunde, die mit diesem Verlust und dem schrecklichen WARUM umgehen müssen.

    Sambala, wie furchtbar, diese Ungewissheit darüber, WAS ist mit meinem Kind,Bruder, Cousin , Feund passiert. Ein Leben mit dieser Frage und der Gewissheit, dieser „Mensch“ läuft frei herum, DER hat noch sein Leben!

  • Avatar metunja sagt:

    Ach das ist Blödsinn, metunja, das geht jetzt zu weit.
    Dann müsste ja jeder Chef, der seinen Angestellten mal zur Sau macht, ein potentieller Mittäter eines Amoklaufs etc. sein.

    da hast du mich jetzt aber völlig mißverstanden! Nicht ich sehe hier eine Mittäterschaft oder Mitschuld. Ich habe mich lediglich gefragt, wie es dem Vorgesetzten nun wohl geht. AUch wenn der Verstand klar erkennt, dass man keine Mitschuld trägt – das Gefühlte ist dann trotzdem oft was anderes und ich glaube, dass sich dieser Mann gerade sehr furchtbar fühlt.

    Samabala das ist wirklich schrecklich und wird vermutlich immerwieder dein eigenes Leben mitbeinflussen…ich möchte dich mal feste umarmen.

    Lg Metunja

  • Avatar maurits sagt:

    ja, ich würde mir als Vorgesetzter auch vielleicht Gedanken machen.

    Sambala.. :hug: wir furchtbar.
    Ich glaube die Ungewissheit ist das schlimmste.

    anchy, der Täter verdient kein Mitleid, ich stellte das nur hier ein, da kollektives Wundern angesagt war, dass ein „so normaler“ Mensch so etwas tut. Ich wollte damit aufzeigen, dass der in keinster Weise „normal“ ist, nur weil er eine Fassade des liebenden Familienmenschen aufrecht erhalten hat, dass man sich von so etwas nicht blenden lassen sollte.

    lg

  • anchy anchy sagt:

    anchy, der Täter verdient kein Mitleid, ich stellte das nur hier ein, da kollektives Wundern angesagt war, dass ein „so normaler“ Mensch so etwas tut. Ich wollte damit aufzeigen, dass der in keinster Weise „normal“ ist, nur weil er eine Fassade des liebenden Familienmenschen aufrecht erhalten hat, dass man sich von so etwas nicht blenden lassen sollte.

    Das habe ich auch gar nicht anders verstanden, mein Sermon bezog sich gar nicht auf irgendeinen Beitrag, es war einfach mein innersten Gefühl.

    Anchy

  • Avatar sambala sagt:

    Sambala, wie furchtbar, diese Ungewissheit darüber, WAS ist mit meinem Kind,Bruder, Cousin , Feund passiert. Ein Leben mit dieser Frage und der Gewissheit, dieser „Mensch“ läuft frei herum, DER hat noch sein Leben!

    Was passiert ist, wissen wir. Mein Cousin war mit seiner Freundin unterwegs, im Wald spazieren. Dabei sind sie dem Täter zum Opfer geworden. Er (wenn es dann nur einer war, auch das weiß man bis heute nicht) hat sie überwältigt, sie mit den eigenen Schnürsenkeln gefesselt und erstochen. Meinen Cousin hat man ein paar Tage nach der Tat schon gefunden, seine Freundin bestimmt erst ein halbes Jahr später irgendwo in einem Bach. Nur wie das alles passiert ist und ob die beiden noch lange leiden mußten/gequält wurden (ein Sexualverbrechen lag da nach Aussage der Polizei nicht vor), das weiß ich nicht. Ich war ja selber noch recht jung, als das passiert ist.

    Die Fahndung lief allerdings auch in den Medien. Sowohl die üblichen Tageszeitungen, als auch damals die Bravo haben berichtet und ca. ein Jahr nach der Tat lief es sogar in Aktenzeichen XY. Alles ohne Erfolg.

    Ich denke, die Ungewissheit, dass man hinter jedem, den man auf der Strasse trifft, sei es Nachbar, Bekannter oder auch Wildfremder den Täter vermuten könnte, macht einen wahnsinnig.

    Einige Jahre nach der Ermordung hat die Schwester des Opfers (also meine Cousine) Siuzid begangen. Man weiß bis heute nicht, ob das nicht noch eine Folge der Tat war, weil sie damit nicht fertig geworden ist.

  • Avatar Vamos sagt:

    Wäre ich die Mutter eines von einem solchen Psychedellic getöteten Kindes wüsste ich, was ich tue…ich sag´ nur Marianne Bachmeier…

    Ich frage mich allerdings auch, welche Mutter ihren zehnjährigen Jungen um 22.00 Uhr mit dem Fahrrad durch die Gegend gondeln lässt?! Das grenzt an Fahrlässigkeit-quasi eine Einladung für solche Typen. Man kann ja nicht immer und überall seine „Gören“ hinkarren, aber um diese Uhrzeit würde ich mein Kind überall abholen, und wenn es nur von der anderen Straßenseite ist.

    Ich bin jedesmal am Heulen, wenn ich wieder von einem getötenen Kind höre- und das nicht erst seit ich selber Mutter bin. *winkzumaurits*
    Hier eins aus dem Fenster geschmissen, dort eins sexuell missbraucht und weggeworfen, da eins von den Eltern zum Krüppel oder gar zu Tode geprügelt. Das sind Momente in denen ich richtigen Hass emfinden kann. Zum einen auf die Täter und dann auf die Justiz, die solche „Humanoiden“-Menschen will ich dazu nicht sagen-nach ein paar Jahren wieder laufen lässt.

  • Avatar dat ninalein sagt:

    ich empfinde da keinen hass, aber irgendwie eine unglaubliche machtlosigkeit/fassungslosigkeit, weil die welt so grausam ist, dass sie solche typen existent werden läßt…

    und mit dem thema, den jungen hätte man abholen sollen, bzw. ich für mich weiß, dass unsere söhne mit sicherheit NICHT im alter von 10 jahren draußen alleine sich um 22 uhr auf der straße rumtreiben.
    das ist etwas, was ich auch nicht nachvollziehen kann.

    lg nina

  • Bille21 Bille21 sagt:

    Das ist solch eine abscheuliche Tat, dass mir dafür die Worte fehlen… ;( Mir tut sowohl Mircos Familie als auch die Familie des Täters unendlich leid.

    Das hier:

    ch frage mich allerdings auch, welche Mutter ihren zehnjährigen Jungen um 22.00 Uhr mit dem Fahrrad durch die Gegend gondeln lässt?! Das grenzt an Fahrlässigkeit-quasi eine Einladung für solche Typen. Man kann ja nicht immer und überall seine „Gören“ hinkarren, aber um diese Uhrzeit würde ich mein Kind überall abholen, und wenn es nur von der anderen Straßenseite ist.

    hatte ich mich allerdings auch schon gefragt, aber mich nicht getraut, das hier zu schreiben… :tuete:

  • anchy anchy sagt:

    Ich glaube, aus einem Verständigungsproblem der Eltern heraus, wähnten beide Elternteile den Jungen zu Hause. Zumindest habe ich im Kopf, dass es da ein großes und fatales Mißverständnis gab.

    Ein Kind mit 10 gehört natrürlich nicht alleine unterwegs, trotzdem sehe ich hier keine Schuld, nur eine große Tragik.

    Als ich gerade meinen Hundespaziergang hier oben auf dem Berg machte, eine schöne abgelegene Wohnlage, sah ich die Nachbarskinder auf der Straße spielen, sie sind alle in dem Alter wie Mirko und es wurde mir bewußt, wie schmerzlich das wäre, einer von Ihnen würde so brutal aus der Mitte gerissen. Das war ein unfaßbarer Gedanke, der für die arme Familie zur Realität geworden ist.
    Ich halte hier in unserer Idylle immer die Augen auf, bin auch schon mal mit Abstand hinter einem Nachbarskind, welches alleine durch den Wald nach Hause lief hinterher, weil da ein Mann direkt hinter lief. Das sah ich vom Fenster und ich bekam (sicher ungerechtfertigter Weise) Angst um das Kind.
    So weit ist es schon!

    Anchy

  • GidranX GidranX sagt:

    Ein Kind mit 10 gehört natrürlich nicht alleine unterwegs

    welche Mutter ihren zehnjährigen Jungen um 22.00 Uhr mit dem Fahrrad durch die Gegend gondeln lässt?!

    ich für mich weiß, dass unsere söhne mit sicherheit NICHT im alter von 10 jahren draußen alleine sich um 22 uhr auf der straße rumtreiben.

    Ist das nicht eine traurige Welt, in der das nicht möglich ist?? Ist ja nun nicht so, als würden – außer dem Menschen selbst – andere Gefahren hier bei uns lauern..

  • Avatar maurits sagt:

    Meine Güte, die haben geschrieben, die Mutter hat ihn angerufen gegen 21 Uhr oder 21.30, da er sich da vertrödelt hatte, und er sollte nach Hause kommen und das hat er dann gemacht.

    Er ist nach Hause gefahren.

    Ist jetzt die Mutter schuld?
    Leute, bleibt mal auf dem Teppich.

    Ich bin selbst im Alter von 10-14 Jahren gegen 21.30 noch vom Stall mit dem Fahrrad im Sommer nach Hause gefahren.

    Wenn der Täter ein Opfer suchte, hätte er es gefunden, zur Not auch am nächsten Morgen auf dem Weg zum Schulbus.

    lg
    maurits

  • otto otto sagt:

    Wäre ich die Mutter eines von einem solchen Psychedellic getöteten Kindes wüsste ich, was ich tue…ich sag´ nur Marianne Bachmeier…

    Du plädierst für ein alttestamentarisches Recht: „Auge um Auge – Zahn um Zahn“! Damit stellst Dich auf eine Stufe, die wir in den westlichen zivilisierten Staaten längst überwunden haben. Wir leben in einem Rechtsstaat, d.h. auch, es gilt das Gewaltmonopol des Staates. Du aber möchtest Selbstjustiz begehen. Und die Maßstäbe setzt Du Dir dann selbst. Willkür ist dann vorprogrammiert. In einem solchen Staat möchte ich nicht leben.

    Als Rechtfertigung für Selbstjustiz wird meist das Versagen der Justiz vorgebracht. Auf Mord aber steht lebenslänglich. Und wenn die besondere Schwere der Schuld festgestellt wird, dann gibt es auch keine vorzeitige Entlassung.

    Hier eins aus dem Fenster geschmissen, dort eins sexuell missbraucht und weggeworfen, da eins von den Eltern zum Krüppel oder gar zu Tode geprügelt. Das sind Momente in denen ich richtigen Hass emfinden kann. Zum einen auf die Täter und dann auf die Justiz, die solche „Humanoiden“-Menschen will ich dazu nicht sagen-nach ein paar Jahren wieder laufen lässt.

    Deine Wut auf die Taten ist nachvollziehbar. Auch Deine Einstellung gegenüber den Tätern. Deine Behauptung gegenüber der Justiz ist pauschal und einfach populistisch.

    Allerdings solltest Du zur Kenntnis nehmen, dass die Täter Menschen sind. Mensch sein zeigt sich auch in dieser schrecklichen Ausprägung. Es sind keine Roboter oder Maschinen. Es sind Menschen, die schlimme Taten verüben. Sie als Unmenschen zu bezeichnen oder gar als Maschinen, wird der Tatsache nicht gerecht, dass Menschen zu schlimmen Verbrechen fähig sind. Leider!

  • Avatar dat_julschen sagt:

    Der Fall ist vor 2 oder 3 Jahren nochmal aufgerollt worden, leider immer noch ohne Erfolg.

    Die Cousine meiner Mutter wurde vor 31 Jahren auf dem nach Hauseweg von einem Dorffest mit 27 Messerstich getötet.
    30 Jahre wußte niemand wer es war. Es gab Gerüchte, da man wußte, das sie ihren Mörder gekannt haben muss, musste es wahrscheinlich jemand aus dem Ort gewesen sein.
    Letztes Jahr hat man den Täter gefasst.

    Du plädierst für ein alttestamentarisches Recht: „Auge um Auge – Zahn um Zahn“! Damit stellst Dich auf eine Stufe, die wir in den westlichen zivilisierten Staaten längst überwunden haben. Wir leben in einem Rechtsstaat, d.h. auch, es gilt das Gewaltmonopol des Staates. Du aber möchtest Selbstjustiz begehen.

    Ganz ehrlich, ich wüßte nicht, was ich tun würde, wenn jemand meinen Kinder etwas antun würde. Sicher ist es nicht richtig, aber in der Situtation, wüßte ich nicht, ob mir das noch wichtig ist, was richtig oder falsch ist.

  • anchy anchy sagt:

    Ganz ehrlich, ich wüßte nicht, was ich tun würde, wenn jemand meinen Kinder etwas antun würde. Sicher ist es nicht richtig, aber in der Situtation, wüßte ich nicht, ob mir das noch wichtig ist, was richtig oder falsch ist.

    Rational betrachtet stimme ich Otto zu, aus meiner persönlichen Sicher heraus… Vielleicht würden dann auch bei mir meine menschlichen Abgründe hervorbrechen. Zumindest gedanklich.

    @Sambala

    Ich wünsche Dir und Deiner Familie, dass sie irgendwann mal den Täter fassen. So viel Leid in Eurer Familie!

  • Avatar dat ninalein sagt:

    oh gott, nein, ich wollte hier den eltern absolut keine schulde geben, wirklich nicht, und ich muss auch zugeben, ich wußte in dem sinne die näheren umstände nicht…
    aber ich finde es auch nicht normal, dass sich selbst ein 10 jähriger noch um 21 uhr draußen rum treibt, sorry, in meiner erziehung gab es so etwas nicht, meine eltern hätten mich nie als 10 jährige so lange draußen spielen lassen, auch am wochenende nicht. und ich war früher viel alleine draußen, und hatte, was das anbelangt wirklich viele freiheiten.

    und ja, mit sicherheit findet solch ein kranker mensch IMMER ein opfer – egal WIE, das ist ja das schlimme.

    einen lieben gruss

    nina

  • Bille21 Bille21 sagt:

    Ich wollte sicherlich den Eltern keinerlei Schuld an dem Unglück geben. Das war einfach ein tragischer Zufall, dass Mirco seinem Mörder über den Weg gefahren ist. Die Eltern erleben das Schlimmste, was man sich vorstellen kann… Und wenn der Mörder nicht Mirco geschnappt hätte, dann hätte er sicherlich irgendwann später ein anderes Kind aufgegriffen – egal ob das Tage oder Wochen oder Monate später gewesen wäre.

    Allerdings finde ich auch 21 Uhr für Anfang September für einen 10-Jährigen recht spät, um nach Hause zu kommen. Da ist es um diese Zeit nämlich schon dunkel. Und meines Erachtens gehört ein 10-Jähriger bei Dunkelheit nicht alleine auf die Strasse und schon gar nicht alleine mit dem Fahrrad durch die Wallachei…

    Ich war als Kind viel draußen zum Spielen – ich bin auch auf dem Dorf aufgewachsen und unser Haus stand direkt am Feldrand. Aber bei Einsetzen der Dämmerung hatte ich grundsätzlich zuhause zu sein.

  • Avatar Saro sagt:

    Ich stimme 100% mit Otto überein. Es ist richtig, dass nicht die Betroffenen über die Täter urteilen, weil der immense Schmerz und die berechtigte aufkommende Wut kein guter Berater wäre. Selbstjustiz ist in jeder From zu unterbinden.

    Mein Sohn ist ja mittlerweilen erwachsen. Es gibt aber ein gewisser Zeitpunkt in dem sie flügge werden und beginnen ihre eigenen Wege zugehen. Auch ich liess ihn nicht einfach um 22 Uhr durch die Gegend spazieren. Mit 10 Jahren war er in Basel im Kunf Fu trainig und hat dann jeweils das Tram genommen um nach Hause zu fahren (das waren 15 km) Das Trainig war jeweils um 19 Uhr fertig. Einmal mitten im Winter gab es Probleme mit den Trams und unser Junior hat beschlossen, dass er dann halt zu Fuss nach Hase komme. Wir haben ihn wie üblich um 19h 30 erwartet, aber er ist nicht eingetrudelt. Weil er ausserdem oft das Tram verpasste, oder noch mit einem Kumpel quatschte machte ich mir keine Sorgen bis 20h30 (Ich gestehe ich kochte vor Wut, weil er wiedermal rumtrödelte). Als wir dann vom Kung Fu lehrer erfuhren, dass er rechzeitig weg sei schlug die Wunt in immense Sorge um und mein Mann ist lsogezogen um ihn zu suchen. Der Junge ist schulssendlich erschöfpt gegen 22 Uhr angekommen und lag weinend mit zitternden Muskeln im Hauseingang. Ich musste ihn hochtragen. Seine Geschichte war so. Er ist wie üblich um 19 Uhr los und hat auf das Tram gewartet, das einfach nicht kam. Da er dabei mit einem Kollegen schwazte hat ihn das länger nicht gestört und sie haben dann nach ca einer Stunde also so gegen 20 Uhr beschlossen zu Fuss nach Hase zu gehen. Der Kollege musste nur wenige Stationen machen. Unser Sohn hat dann ca 2 Stunden für die 15 km gebraucht, eine wahnsinns körperliche Leistung nach einem zweistündigen intensiven Training.
    Soche Sachen geschehen. Sowas ist auch in der Handy Zeit möglich und Kinder machen manchmal falsche Entscheidungen. Also mit Anschuldigungen an die Eltern sollte man mehr als vorsichtig sein, zuerst müsste man alle Hintergründe wissen.

  • Avatar dat ninalein sagt:

    saro, du magst das so sehen,

    sei mir bitte nicht böse, wenn ich das anders sehe und unsere söhne nicht mit 10 jahren alleine im dunkeln ihren weg nach hause gehen müssen, von was weiss ich nicht was, sondern sie werden abgeholt.

    mit sicherheit werden die flügge, dennoch gibt es regeln, die jede familie für sich aufstellen muss. wie das jeder handhabt, ist mir ehrlich gesagt wurscht, für mich ist es so, dass es das so nicht gäbe.

    ich habe mich auch als kind in wien einmal *verfahren* habe den ausstieg verpasst und bin dann bis zur endstelle gefahren, ausgestiegen, ich war absolut verzweifelt und habe als erstes eine telefonzelle gesucht und meine mama angerufen, und ich möchte bitte auch von meinen kindern, dass sie das tun, das, wenn was ist, sie bitte anrufen.
    auch gäbe es bei mir das trödeln nicht, sicherlich kann das nicht immer verhindern, aber wie gesagt, es gibt da eben regeln, ok kind gut, du trödelst, tja dann gibt es erst mal kein karate.
    mein kind verlangt von mir verläßlichkeit, das selbe möchte ich aber auch von meinem kind, zumindest zum größten teil.

    einen lieben gruß

    nina

  • Avatar Valsa sagt:

    Fakt ist, dass derartige Täter sehr schwer persönlichkeitsgestört sind, eine sehr niedrige Frustrationstoleranz besitzen, wenig bis keine Empathie für Mitmenschen und deren Gefühle haben, und ein hohes Gewaltpotential, dazu dann Macht- und Gewaltphantasien, die sich ein normal denkender Mensch nicht mal in seinen übelsten Alpträumen vorstellen kann.

    Mich würde in dem Zusammenhang interessieren, warum es vornehmlich Männer sind, die das Gefühl der Macht über andere Menschen brauchen…..

  • Avatar maurits sagt:

    Ich halte hier in unserer Idylle immer die Augen auf, bin auch schon mal mit Abstand hinter einem Nachbarskind, welches alleine durch den Wald nach Hause lief hinterher, weil da ein Mann direkt hinter lief. Das sah ich vom Fenster und ich bekam (sicher ungerechtfertigter Weise) Angst um das Kind.
    So weit ist es schon!

    Anchy

    Nein, das ist nicht „soweit“, sondern das ist gut, anchy.
    Es würde viel Leid verhindert werden, wenn jeder Mensch mit offenen Augen durch die Welt ginge und sich auf seine „Antennen“ verlassen würde, die ihm signalisieren, im Zweifelsfall einmal mehr etwas genauer hinzusehen.

    lg

  • Avatar Kirsten sagt:

    Ist das nicht eine traurige Welt, in der das nicht möglich ist?? Ist ja nun nicht so, als würden – außer dem Menschen selbst – andere Gefahren hier bei uns lauern..

    In der Tat ein trauriges Zeugnis für das Sozialverhalten der Krone der Schöpfung

  • Avatar Saro sagt:

    sei mir bitte nicht böse, wenn ich das anders sehe und unsere söhne nicht mit 10 jahren alleine im dunkeln ihren weg nach hause gehen müssen, von was weiss ich nicht was, sondern sie werden abgeholt.

    also der Winter ist nun mal eine Jahreszeit mit frühem Eindunkeln. Ich bin als Kind auch immer mutterseelen alleine von der Klavierstunde eine halbe Stunde auf schlecht beleuchteten Wegen nach Hause gelaufen. Mein Sohn musste fünf Minuten zur Tramhaltestelle laufen (da waren sie immer in der Gruppe) danach in einem von Pendlern vollen Tram nach Hause fahren und sich nochmals fünf Minuten auf der Hauptdorfstrasse bewegen. Sorry aber wenn das ein 10 jähriger heute nicht mehr kann, finde ich das sehr bedenklich. Ich bin ein ekrlärter Gegener der Herumkutschiererei. Kann aber gut reden, weil mein Sohn vom Charakter her nicht ängstlich ist. Und ja Kinder werden auch am hellichten Tage entführt.

    auch gäbe es bei mir das trödeln nicht, sicherlich kann das nicht immer verhindern, aber wie gesagt, es gibt da eben regeln, ok kind gut, du trödelst, tja dann gibt es erst mal kein karate.

    Trödeln gab es bei mir theoretisch auch nicht, glaub mir, das kommt aber immer wieder vor, vorallem dann, wenn man die Kinder an der langen Leine hält. Wenn ich natürlich jeden Schritt überwache gibt es das nicht. Und mit verlaub einem Stadtkind mit einem hohen Bewegungsbedürfnis die sportlichen Aktivitäten zu streichen ist so ziemlich das kontraproduktiveste was man machen kann.

  • Avatar dat ninalein sagt:

    ich habe hier nie davon gesprochen, ein kind ein zu engen, nein, wie gesagt, jeder hat seine regeln, das muss jeder selber wissen, aber mir wäre es eben mit 10 jahren zu früh, die alleine abends rumstapfen zu lassen. sorry, ich mußte früher auch mit dem dunkel werden zu hause sein. ansonsten hatte ich doch recht viel freiheiten.
    ja sicherlich, ich gebe dir recht, dass das, wenn es passieren *soll*, dieses auch passiert.

    wenn du ein gegner der rumkutschierei bist, ist das dein ding, das musst du für dich wissen, oder hast es wissen müssen – kinder sind ja schon groß.

    und ich habe ja geschrieben, rumtrödeln kann vorkommen, aber es sollte nicht öfters vorkommen.

    noch mal, es muss jeder für sich wissen, wie er das macht, und ich möchte hier auch niemandem etwas vorwerfen, meine art und weise wäre es nicht, ist doch gut, wenn jemand dies anders sieht.

    einen lieben gruss

    nina

  • Avatar träumel sagt:

    Also,
    hier mal die Mutter von 11 und 16 jährigem Buben.
    Die dürfen nicht trödeln, das wissen sie.. aber es geht schneller als man denkt.
    Da können Dinge auf dem Weg nach Hause geschehen – die einfach in dem Moment wichtig sind.. und das Kind vergisst die Zeit.
    Ist einfach so..
    Mein 11 jähriger, muß daheim sein, wenn es dunkel wird..
    gibt aber Ausnahmen – wenn er beim Schwimmen ist,z.B. wenn er da heimradelt, ist es dunkel, im Winter/Herbst.
    Ist eine Strecke von ungefähr 5 Minuten mit dem Rad, beleuchtet.
    Der Große fuhr früher vom Fußballtraining heim – im dunklen – auch mal um 20Uhr.. wir leben in einer ca. 22.000 Einwohner Stadt.

    Ich möchte mir nicht vorstellen,was die Eltern von Mirko durchmachen – sie tun mir unendlich leid..
    Auch die Frau und die Kinder vom Täter …

    Ich hatte auch schon Angst – um das Leben meines Sohnes – als er in der Isar festhing – er hatte soviel Glück und seine Freunde….
    es gibt nichts schlimmeres, als Angst um sein Kind zu haben.. :seufz: :no:
    Trotzdem enge ich beide nicht ein :nix:

    Selbstjustiz – ich möchte hier nicht garantieren das mir nicht solche Gedanken durch den Kopf gehen würden und ich möchte auch nicht
    garantieren nichts dergleichen zu tun :nix:

  • Avatar lovelyhorses sagt:

    Meiner sollte eigentlich auch schon zuhause sein,er ist 12 J.,aber der Bursche ist beim Kumpel und vergisst auch die Zeit.Ich bin halt Mama und mache mir Sorgen,im Sommer sieht das anders aus,da ist es noch hell,aber jetzt?

    Er ist im Nachbardorf,ca 3km entfernt,ist nicht weit,aber trotzdem.

    Ich mag nicht daran denken,wenn ihm was passieren sollte,ich drehe dann durch.

    Jetzt habe ich ihn gerade angerufen…er hat auch die Zeit vergessen :motz: So sind die Kids eben,die haben kein Gespühr für die Gefahr,eigentlich ja auch gut,aber dann wieder auch nicht,und einsperren können wir sie doch auch nicht….

    Ich bin in meiner Kindheit auch immer so um die 8 km mit dem Rad nach hause gefahren,auch im dunkeln,die Zeiten waren doch anders,manchmal wünsche ich mir die alten Zeiten zurück,es war unbeschwerter und eben anders

    Die Tür ist gegangen,der Herr ist zu hause 😀

  • Avatar maurits sagt:

    Nö, anders war das auch nicht. es gab immer Gestörte und es wird immer welche geben. Es ist heute in den Medien präsenter.

    Früher kann ich mich zum Beispiel an Lehrer erinnern, die uns Mädchen gegenüber anzügliche Bemerkungen gemacht haben und nicht nur einmal und auch nicht nur ein Lehrer sondern mehrere. Nur hat man damals hinter vorgehaltener Hand getuschelt auf dem Schulhof und hat das zu Hause nicht erzählt, heute würden diese Lehrer nicht unerheblichen Ärger bekommen, und das auch vollkommen zu recht.

    Weil einfach offener mit so Themen umgegangen wird.

    Vielleicht wird auch heute mehr therapiert, mehr diagnostiziert. Früher hatte man halt auch Mitschüler, die „irgendwie komisch“ schienen, sich teils anders verhielten, ich denke dass auch die schon schwere psychische Probleme oder Erkrankungen hatten, aber das war halt nicht die Zeit, wo man offensiv damit umging. Die Leute wurden irgendwie mit durchgezogen in der Schule und in der Familie und gut. Ich kann mich an meine Schulzeit erinnern, wo eine Jahrgangsstufe höher mehrere Jugendliche im Laufe der Schulzeit Selbstmord begangen haben, warum weiss man nicht.
    Ich will damit sagen, dass es immer Leute unter uns gab, die psychisch belastet waren, oder persönlichkeitsgestört in welchem Sinne auch immer, ich meine das auch nicht abwertend, aber es war einfach nicht die Zeit, wo man sich da so ohne weiteres Hilfe geholt hätte.

    lg
    maurits

  • otto otto sagt:

    Selbstjustiz – ich möchte hier nicht garantieren das mir nicht solche Gedanken durch den Kopf gehen würden und ich möchte auch nicht
    garantieren nichts dergleichen zu tun

    Wer Selbstjustiz befürwortet oder zumindest nicht ausschließt, muss sich darüber im Klaren sein, dass dies zu unkontrollierbaren Formen führen kann:

    – z.B. führen in den USA Abtreibungsgegner entsprechende militante Aktionen gegen Befürworter durch.

    – Fälle von Lynchjustiz sind nur eine Ausformung der Selbstjustiz.

    – Paramilitärische/parapolizeiliche Gruppen (Todesschwadrone) ermorden in Diktaturen politisch andersdenkende Personen. Die Verhaltensweisen dieser Gruppen werden häufig durch die jeweilige Regierung geduldet und geschehen mit deren Einverständnis und z.T. deren Einbindung.

    – Gewalt von Polizeibeamten gegen vermeintliche und tatsächliche Kriminelle, sowie Staatsfeinde, stellt eine weitere Form von Selbstjustiz dar.

    – Ehrenmorde sind ebenfalls eine Art von Selbstjustiz (in der Türkei und islamischen Ländern weit verbreitet).

    – Bei mafiosen Vereinigungen findet sich Selbstjustiz bei Verstößen gegen die durch die Organisation selbst gesetzten Regeln (Verstoß gegen einen „Codex“).

    Also: Wer mit dem Gedanken an Selbstjustiz liebäugelt, muss sich darüber im Klaren sein, dass in anderen Regionen und/oder von anderen Menschen Selbstjustiz in völlig anderen Zusammenhängen propagiert und praktiziert wird.

    Der Rechtsstaat schützt vor Willkür! Selbstjustiz ist strikt abzulehnen.

  • Avatar Diana sagt:

    Nenn es nicht Selbstjustiz, nenn es mütterlichen Beschützerinstinkt.
    Das ist was ganz Natürliches und in dem einen mehr, in dem anderen weniger ausgeprägt vorhanden.

    In mir ist der Beschützerinstinkt ziemlich stark vorhanden, teilweise für mich selbst erschreckend stark.
    Meinen Kindern ist nie etwas wirklich Gefährliches zugefügt worden, deshalb kann ich nicht sagen, wie ich im Ernstfall reagiert hätte, aber ich habe oft gemerkt, wie ich innerlich größer wurde, wenn andere meinen Kinder Schwierigkeiten bereiten wollten.
    Im Affekt würde ich bei mir für nichts garantieren. Und bei meinem Mann noch viel weniger.

  • Avatar lovelyhorses sagt:

    Stimmt,Mau,ich kann mich noch erinnern,das meine kleine Schwester immer bei som Bildhauer herumhing,die Kleine war so um die 8 Jahre jung.Der Typ wohnte in einem kleinen Häuschen,direkt gegenüber meines Elternhauses,die kleine war immer dort,bekam auch Geschenke,ich bin dann auch mal dorthin,ich war18 oder 20,ich weiß es nicht mehr genau,aufjeden Fall stand dort auch ein gammeliger Wohnwagen wo auch Kinderpornos herrumlagen,ich sagte dies meinen Eltern,aber die glaubten mir nicht,er hat mir schließlich auch ein Pferd geschnitz und meiner Mutter ne Madonna,ganz toll,nu gut ,meine Schwester bekam Geschenke sowie ein Fahrrad und auch Geld,meine Mutter glaubt mir bis heute nicht was ich vermute und meine Schwester,die mittlerweile 40 ist,spricht nicht drüber.

    Eines Tages war die Kripo bei uns zuhause und vernahm meine Mutter wegen dem Typen,sie hat den Pisser noch in Schutz genommen,der war aber zu der Zeit komischerweise in U-Haft und ist im Knast verstorben.

    Die Zeiten waren vielleicht doch nicht so toll,es hat mir nur niemand geglaubt und es wurde nicht alles veröffentlicht!Nach dem Motto:bloss nicht drüber sprechen :maul:

  • otto otto sagt:

    Nenn es nicht Selbstjustiz, nenn es mütterlichen Beschützerinstinkt.

    Du weisst, dass das zwei verschiedene Dinge sind. Wo es nichts mehr zu beschützen gibt, wo also bereits die Straftat vorliegt wäre ein agieren keine Notwehr mehr. Werden die Grenzen der Notwehr hingegen zeitlich überschritten, also eine zur Verteidigung ihrer Art nach nicht erforderliche Abwehr vorgenommen, liegt ein so genannter extensiver Notwehrexzess vor, der nach herrschender Meinung zur vollen Bestrafung führt, da in einem solchen Fall bereits die Voraussetzungen einer Notwehr im Sinne von § 32 StGB nicht gegeben sind.

  • patch patch sagt:

    Eine Frage, Otto: Hast Du Kinder?

    Ich bin eigentlich auch kein Freund der Selbstjustiz, aber ich halte es für zwei völlig verschiedene Paar Schuhe, das was Du weiter oben ausgeführt hast, mit dem zu vergleichen, wovon Träumel und Vamos geredet haben.

    Wobei, darüber nachdenken und etwas tun, zwei völlig verschiedene Dinge sind.

    LG, Patch

  • Avatar dat_julschen sagt:

    Eine Frage, Otto: Hast Du Kinder?

    Ich bin eigentlich auch kein Freund der Selbstjustiz, aber ich halte es für zwei völlig verschiedene Paar Schuhe, das was Du weiter oben ausgeführt hast, mit dem zu vergleichen, wovon Träumel und Vamos geredet haben.

    Wobei, darüber nachdenken und etwas tun, zwei völlig verschiedene Dinge sind.

    LG, Patch

    Genau Patch.

    Mir ist ein Fall bekannt:
    Griechenland, Tochter wurde vergewaltigt und getötet.
    Der Vater hat vor dem Gerichtsgebäude eine Waffe gezogen und den Typen erschossen.
    Er ist nicht verurteilt worden und als Held in den griechischen Medien verehrt worden.

    Das ist etwas, das für mich vollig nachvollziehbar ist, aber das heißt nicht das ich das gut heiße.
    Ich bin Mama von 2 Jungs und wenn jemand denen etwas tut, dann werd ich sauer. Ich würde mit Sicherheit nicht mit ner Waffe zum Gericht fahren, aber auf der Straße sollte mir der jenige auch nicht begegen.

  • otto otto sagt:

    Eine Frage, Otto: Hast Du Kinder?

    Ich bin eigentlich auch kein Freund der Selbstjustiz, aber ich halte es für zwei völlig verschiedene Paar Schuhe, das was Du weiter oben ausgeführt hast, mit dem zu vergleichen, wovon Träumel und Vamos geredet haben.

    Wobei, darüber nachdenken und etwas tun, zwei völlig verschiedene Dinge sind.

    LG, Patch

    @Patch

    Sie denken nicht nur darüber nach – sie sprechen sich konkret dafür aus bzw. schließen es nicht aus. Und es ist meine tiefste Überzeugung, dass die Errungenschaft unserer Zeit, der Rechtsstaat schlechthin ist.

    Wer mit dem Gedanken an Selbstjustiz spielt, muss zwangsläufig auch billigen, dass andere Menschen aus anderen Gründen Selbstjustiz für sich in Anspruch nehmen. Ich möchte hierzu bewusst keine Beispiele nennen. Natürlich weiss ich, dass Träumel und Vamos nicht an solche Fälle denken. Wenn aber Selbstjustiz in einer bestimmten Fallkonstellation befürwortet wird – werden andere dies für ihre Fälle ebenso in Anspruch nehmen wollen.

    Wir sollten uns hüten, auch nur gedanklich Selbstjustiz gesellschaftsfähig zu machen.

    LG Otto
    PS. Ja, ich habe eine Tochter.

  • Avatar lovelyhorses sagt:

    Sorry Otto,ich bin Mama,wer meinem Kind an die Wäsche geht ……neee ich sage das lieber nicht,ich finde unsere Justiz einfach zu schlapp…..

    Es werden doch eher unmengen von Geld für die „ach so armen Täter“ ausgegeben…die Opfer bleiben doch auf der Strecke,allein schon die Familie von Mirco,was soll aus der Familie werden,welche Unterstützung kommt da,wie sieht es in der Seele aus….ich finde es nur schrecklich

    Bist du Anwalt? :nix:

  • Avatar jaara2008 sagt:

    Natürlich sollte Selbstjustiz in unserer Gesellschaft nicht gesellschaftsfähig werden.Ist sie ja auch nicht: Frau Bachmeier hat dafür eine Gefängnisstrafe kassiert und das ja letztlich auch wieder zu Recht.

    Dennoch kann ich ihr Handeln auf irgendeiner Ebene nachvollziehen, auch wenn ich grundsätzlich Gewalt und Waffenbesitz ablehne.

    Es geht uns aber wohl allen so: Wenn unseren Kindern Gefahr droht bzw. jemand unseren Kindern was tut, dann werden wir zur „Tigerin“.

  • Avatar lovelyhorses sagt:

    Natürlich sollte Selbstjustiz in unserer Gesellschaft nicht gesellschaftsfähig werden.Ist sie ja auch nicht: Frau Bachmeier hat dafür eine Gefängnisstrafe kassiert und das ja letztlich auch wieder zu Recht.

    Dennoch kann ich ihr Handeln auf irgendeiner Ebene nachvollziehen, auch wenn ich grundsätzlich Gewalt und Waffenbesitz ablehne.

    Es geht uns aber wohl allen so: Wenn unseren Kindern Gefahr droht bzw. jemand unseren Kindern was tut, dann werden wir zur „Tigerin“.

    jab,unterschreib :friend:

    ich bin dann die Löwin

  • Avatar Silver sagt:

    Hallo zusammen,

    ich habe keine Kinder, wüsste aber auch nicht was ich täte, wenn es so wäre und jemand diesen Leid zufügen würde. Das hat nichts damit zu tun, dass ich Selbstjustiz in irgendeiner Art unterstützen oder gar befürworten würde. Solche Aussagen entstehen einfach aus mitempfundenen Leid und/oder Sorge um das eigene Kind heraus. Ich denke, jemand dem in einer derartigen Art und Weise ein Kind genommen wird handelt schlicht und ergreifend aus tiefstem Leid, Trauer und anderen Emotionen heraus, wenn er dem Täter begegnet. Vielleicht sogar sofern es zu Gewalttätigkeiten gegen den Täter kommt, wie in dem von Julchen erwähnten Fall, in dem Wissen nicht recht zu handeln.

    Zum anderen ist eine solche gegenüber dem Täter begangene Tat schon Selbstjustiz, jedoch kein Notwehrexzess. Wenn es einer wäre, wäre er straffrei. ( § 33 StGB)

    @lovelyhorses: Das soviel Geld für die Täter ausgegeben wird bringt das Rechtstaatssystem nun mal mit sich und das ist meiner Meinung nach auch gut so. Ein Mensch ist nunmal mehr als die Summe seiner Taten, auch wenn dass in einem solchen Falle wie dem von Mirco schwierig im Auge zu behalten ist. Und es wird in auch für die Opfer einiges getan. Sowohl durch staatliche Einrichtungen, als auch durch solche wie etwa den Weißen Ring.

    LG, Silver

  • Avatar lovelyhorses sagt:

    Hallo zusammen,

    ich habe keine Kinder, wüsste aber auch nicht was ich täte, wenn es so wäre und jemand diesen Leid zufügen würde. Das hat nichts damit zu tun, dass ich Selbstjustiz in irgendeiner Art unterstützen oder gar befürworten würde. Solche Aussagen entstehen einfach aus mitempfundenen Leid und/oder Sorge um das eigene Kind heraus. Ich denke, jemand dem in einer derartigen Art und Weise ein Kind genommen wird handelt schlicht und ergreifend aus tiefstem Leid, Trauer und anderen Emotionen heraus, wenn er dem Täter begegnet. Vielleicht sogar sofern es zu Gewalttätigkeiten gegen den Täter kommt, wie in dem von Julchen erwähnten Fall, in dem Wissen nicht recht zu handeln.

    Zum anderen ist eine solche gegenüber dem Täter begangene Tat schon Selbstjustiz, jedoch kein Notwehrexzess. Wenn es einer wäre, wäre er straffrei. ( § 33 StGB)

    @lovelyhorses: Das soviel Geld für die Täter ausgegeben wird bringt das Rechtstaatssystem nun mal mit sich und das ist meiner Meinung nach auch gut so. Ein Mensch ist nunmal mehr als die Summe seiner Taten, auch wenn dass in einem solchen Falle wie dem von Mirco schwierig im Auge zu behalten ist. Und es wird in auch für die Opfer einiges getan. Sowohl durch staatliche Einrichtungen, als auch durch solche wie etwa den Weißen Ring.

    LG, Silver

    Hallo Silver,stell dich mal vor,wer bist du…Werbung?

    Mein Ex hat mich aus der Wohnung geprügelt,und ich Blödi habe mich ,mit meinem doofen schwarzen Gürtel gewehrt,tolle Wurst,ich habe meine beiden Jungs und mich verteidigt,aber keine Chance,wir habe auf dem Reitplatz gezeltet und nach 4 Tagen,es waren Ferien,GSD ne Wohnung gefunden….da hat kein weißer Ring oder nen Frauenhaus uns geholfen….ich habe mich doch körperlich gewehrt,erzähl mir doch nichts…..das was ich habe ,habe ich ohne Behörden oder irgend welche staatlichen Hilfen geschafft…..das ist 6 Jahre her,vielleicht hat sich ja mal was geändert… :kotz:

  • Avatar Silver sagt:

    @lovelyhorses: Es tut mir leid dich enttäuschen zu müssen. Keine Werbung. Und ich habe mich bereits vorgestellt. In der entsprechenden Rubrik.
    Warum bist du denn nicht in ein Frauenhaus gegangen, als dir das passiert ist? Für solche Fälle sind die nämlich da.

    LG, Silver

  • patch patch sagt:

    Lovelyhorses:

    Natürlich hättest Du in ein Frauenhaus gehen können! Und die hätten Dir auch geholfen.
    Ich kenne einige Frauenhäuser (beruflich) und auch Frauen, die dort aufgenommen wurden.

    Mal abesehen davon, Otto, Träumel hat gesagt, sie könne es nicht ausschließen, daß sie so reagieren würde.
    Wer kann schon sagen, wie er in einer solch absoluten Ausnahmesituation reagieren würde?
    Ich habe mal drüber nachgedacht, die letzte Stunde, und ganz ehrlich, ich kann es auch nicht sagen, was ich tun würde.
    Ich gratuuliere Dir zu Deiner Charakterfestigkeit, wenn Du sagen kannst, daß Du alles dem Rechtsstatt überlassen würdest.

    Rein rational gesehen kann ich sagen, ne, würde mir dann nix nutzen, den Menschen anzugreifen. Die Frage ist halt, wie rational man sich dann noch verhalte kann, bzw. wie weit man in der Realität bleiben kann, wenn einem sowas widerfährt… :nix: Ich weiß es für mich nicht und die armen Eltern und auch die anderen Opfer solcher Taten tun mir einfach nur schrecklich leid. So leid, daß man mit Worten da nichts ausdrücken kann.

    LG, Patch

  • Avatar lovelyhorses sagt:

    @ silver….ich habe mich gewehrt….körperlich,und das darste nicht machen :nix:

  • Avatar Monty sagt:

    @ silver….ich habe mich gewehrt….körperlich,und das darste nicht machen :nix:

    In deinem Fall war das doch Notwehr? Ich denke bei dir ist ein bißchen was schief gelaufen, den das Gewaltschutzgesetz gibt es schon länger als sechs Jahre. Du hättest nachdem du draussen warst die Polizei rufen können und die hätten deiner Freund aus der Wohnung verwiesen. Erstmal nur für ein paar Tage. Du hättest in dieser Zeit einiges für euch regeln können.
    Und der weiße Ring kann natürlich nur helfen, wenn man sich an ihn wendet. 😉

  • Avatar jaara2008 sagt:

    ich habe mich gewehrt….körperlich,und das darste nicht machen

    Das stimmt nicht.

  • Avatar lovelyhorses sagt:

    Doch war aber so,der Typ hat einen auf „Armen Mann“ gemacht, und ich war die Bestie,und damit kam er durch….ey,ich war obdachlos und habe auf dem Reitplatz im Zelt gepennt mit 2 Kiddis,ein Hund und nen Pferd…..Bockwurst,Minralwasser und Kekse

    Ich hätte mich nicht wehren dürfen,somit war mein Gewaltpotetional noch schlimmer wie bei diesem Typemn gestellt.Hammer,nee

  • patch patch sagt:

    Sorry,

    aber alleine die Tatsache, daß Du zwei Kinder bei Dir hattest, hätte gereicht, um in einem Frauenhaus aufgenommen zu werden.
    Das Jugendamt hätte sich kümmern müssen/können.

    Hilfe hättest Du bekommen können, wenn Du Dich an die richtigen Stellen gewandt hättest.

    LG, Patch

  • Avatar lovelyhorses sagt:

    @ Patch,habe ich alle gemacht,das Frauenhaus war die Hölle,die Psychotante,hatte gerade Feierabend,ich abe geheult wie ne doofe die ganze Nacht,habe mich dann zusammengrissen und ne Wohnung gefunden,wie gesagt,das war vor 6 Jahren,aber diese Not wünsche ich niemanden….die Behörden haben mir nie geholfen,die haben uns 2 Stunden in son Lager geschickt……das kann nicht sein,da war ich dann aber ganz fix weg und hatte ne Wohnung,wir hatten nur 2 Matratzen und die Bettdecken,die Heizung funktionierte auch noch nicht,das war ein Abenteuer :kotz:

  • Avatar Vamos sagt:

    Die Gedanken sind frei….

    Ich wollte und will hier nicht für Selbstjustiz plädieren und andere gar dazu aufrufen, dass das klar ist!
    Ich habe lediglich geschrieben, was ICH denke, tun zu würden, wenn MEIN Kind aus solchen Gründen wie in diesem Fall, von irgendwem getötet werden würde. Und es ist mir dabei sowas von sch…egal, ob mich andere Leute für altestamentarisch, unzivilisiert und populistisch halten.

    Fakt ist für mich, wer SOETWAS tut, hat das Recht auf seine eigene Existenz verwirkt. Und bei dieser Meinung bleib´ich. Ändern würde das wahrscheinlich nur ´ne Gehirnwäsche oder vielleicht auch nachvollziehbarere Ansichten, als diese liberalen Weichspülerargumente von Otto, die solche Taten noch mit „Menschsein“ entschuldigen. :no:

  • Avatar lovelyhorses sagt:

    Vamos :friend: ich denke auch so

  • patch patch sagt:

    Habe ich auch nicht so verstanden, Vamos! :hug:

    Ich frag mich bloß immer, wenn der Typ jemand umbringt, und ich bring den um, wieviel besser bin ich dann?
    Ich habe genauso ein Leben genommen wie derjenige. Wer bin ich, daß ich mir das anmassen darf?
    Heiligt der Zweck die Mittel? Nutzt es mir irgendwas im Endeffekt?
    Nutzt es anderen?

    Wie ich in der Situation reagieren würde? :nix:

    Was ich mir gut vorstellen kann, ist, daß die Eltern verrückt werden. So lange Ungewißheit, Hoffnung, dann die brutale Wahrheit.
    Wo stehen solche Menschen? Wie kann man darüber hinwegkommen? Wie kann man ihnen helfen?

    LG, Patch

  • Avatar lovelyhorses sagt:

    Sorry,

    aber alleine die Tatsache, daß Du zwei Kinder bei Dir hattest, hätte gereicht, um in einem Frauenhaus aufgenommen zu werden.
    Das Jugendamt hätte sich kümmern müssen/können.

    Hilfe hättest Du bekommen können, wenn Du Dich an die richtigen Stellen gewandt hättest.

    LG, Patch

    Patch,ich habe zurückgeschlagen,weil der Typ mich sonst gekillt hätte,ich hatte keine Zeugen und er konnte sich besser verkaufen….ich wollte dann nur noch weg und habe die Anzeige zurückgezogen,ich wollte Ruhe für meine Kinder und mich,sonst wäre ich wahrscheinlich immer noch mit dem Vogel am kämpfen….nein danke

  • patch patch sagt:

    Lovely, wir können hier nur an der Oberfläche kratzen…
    es tut mir leid für Dich, daß Du an diesen Mann geraten bist.
    Gut, daß Du Dich von ihm lösen konntest!
    Wir sollten das hier nicht weiter vertiefen, denke ich.

    LG, Patch

  • Avatar dat ninalein sagt:

    hallo,

    ich habe mal eine andere frage,

    maurits, du sagst ja immer, solche spinner gab es schon immer, klar, und es wird heute nur durch die medien präsenter…
    ich frage mich aber gleichzeitig, ob es nicht durch die medien auch einfacher wird, wie eben illegale seiten, chats usw. und sofort?

    einen lieben gruss

    nina

  • Avatar lovelyhorses sagt:

    Nein ,Patch,ist alles ok,ich will kein Mitleid und es ist auch eigentlich vergessen und weg aus meinem Leben.Ich finde,es gibt leider immer noch schlimmere Dinge,wir leben noch und der kleine Mirco,das ist wirklich schlimm,aber ich wollte nur mal damit die sogenannten Hilfen unseren Behörden ansprechen….vielleicht muss ja auch erstmal jemand sterben,damit mal geholfen wird :kotz:

    LG Gina

  • GidranX GidranX sagt:

    illegale seiten, chats usw. und sofort?

    DAS glaube ich ganz bestimmt! Es ist so einfach 1. an Opfer heran zu kommen und 2. Gleichgesinnte zu finden, die das eigene Tun für gut befinden, unterstützen und Beistand zu leisten..
    Das war vor dem Internet denke ich, nicht so einfach möglich.

  • otto otto sagt:

    Fakt ist für mich, wer SOETWAS tut, hat das Recht auf seine eigene Existenz verwirkt. Und bei dieser Meinung bleib´ich. Ändern würde das wahrscheinlich nur ´ne Gehirnwäsche oder vielleicht auch nachvollziehbarere Ansichten, als diese liberalen Weichspülerargumente von Otto, die solche Taten noch mit „Menschsein“ entschuldigen.

    Ich will versuchen weiterhin sachlich zu bleiben.

    Das „Recht auf seine eigene Existenz verwirkt“ hört sich sehr eindeutig an. Tatsächlich ist die Todesstrafe in der Bundesrepublik Deutschland abgeschafft (Art. 102 GG).

    Wer ein Plädoyer für den Rechtsstaat und gegen jede Form von Selbstjustiz als „liberale Weichspülerargumente“ diffamiert, zeigt auf welcher Grundlage er agitiert.

    Zu behaupten, ich hätte „solche Taten noch mit ‚Menschsein‘ entschuldigt“ betreibt bewußt Desinformation. Ich habe solche Taten mit keiner einzigen Silbe entschuldigt.

    Allerdings habe ich darauf hingewiesen, dass solche ungeheueren Verbrechen auch von Menschen verübt werden. Menschen sind nicht nur edel und rein. Menschen können viele Gesichter haben, sie können auch grausame Mörder sein. Diese Aussage habe ich in Abgrenzung zur dortigen Aussage getroffen, solche Taten würden nicht von Menschen, sondern von menschenähnlichen Wesen verübt (Vamos: (…) „solche ‚Humanoiden‘ – Menschen will ich dazu nicht sagen – (…)“.

  • anchy anchy sagt:

    Es wird einfacher an potentielle Opfer zu gelangen, Chats, Communitys suggerieren Sicherheit, Vertrautheit,Freundschaft, die sich dann als tödliche Falle entpuppen kann.
    Das kann jeder an sich selbst beobachten. Nach einiger Zeit des Kommunizierens stellt sich ein privates Gefühl ein, man glaubt den anderen zu kennen, man vertraut und handelt irrational. Wer ist hier nicht schon mal reingefallen auf irgendjemanden???
    Nur, unsere negativen Erfahrungen beschränken sich da eher auf persönliche Enttäuschungen.

    Anchy

  • Avatar träumel sagt:

    Nenn es nicht Selbstjustiz, nenn es mütterlichen Beschützerinstinkt.
    Das ist was ganz Natürliches und in dem einen mehr, in dem anderen weniger ausgeprägt vorhanden.

    In mir ist der Beschützerinstinkt ziemlich stark vorhanden, teilweise für mich selbst erschreckend stark.
    Meinen Kindern ist nie etwas wirklich Gefährliches zugefügt worden, deshalb kann ich nicht sagen, wie ich im Ernstfall reagiert hätte, aber ich habe oft gemerkt, wie ich innerlich größer wurde, wenn andere meinen Kinder Schwierigkeiten bereiten wollten.
    Im Affekt würde ich bei mir für nichts garantieren. Und bei meinem Mann noch viel weniger.

    Diana – da sind wir uns wohl ziemlich ähnlich und unsere Männer auch…

    Sie denken nicht nur darüber nach – sie sprechen sich konkret dafür aus bzw. schließen es nicht aus. Und es ist meine tiefste Überzeugung, dass die Errungenschaft unserer Zeit, der Rechtsstaat schlechthin ist.

    „ich kanns nicht garantieren“
    ich spreche mich nicht dafür aus weil _—-siehe Jaara

    Dennoch kann ich ihr Handeln auf irgendeiner Ebene nachvollziehen, auch wenn ich grundsätzlich Gewalt und Waffenbesitz ablehne.

    Es geht uns aber wohl allen so: Wenn unseren Kindern Gefahr droht bzw. jemand unseren Kindern was tut, dann werden wir zur „Tigerin“.

    :ja:

    Mal abesehen davon, Otto, Träumel hat gesagt, sie könne es nicht ausschließen, daß sie so reagieren würde.
    Wer kann schon sagen, wie er in einer solch absoluten Ausnahmesituation reagieren würde?
    Ich habe mal drüber nachgedacht, die letzte Stunde, und ganz ehrlich, ich kann es auch nicht sagen, was ich tun würde.
    Ich gratuuliere Dir zu Deiner Charakterfestigkeit, wenn Du sagen kannst, daß Du alles dem Rechtsstatt überlassen würdest.

    Rein rational gesehen kann ich sagen, ne, würde mir dann nix nutzen, den Menschen anzugreifen. Die Frage ist halt, wie rational man sich dann noch verhalte kann, bzw. wie weit man in der Realität bleiben kann, wenn einem sowas widerfährt… :nix: Ich weiß es für mich nicht und die armen Eltern und auch die anderen Opfer solcher Taten tun mir einfach nur schrecklich leid. So leid, daß man mit Worten da nichts ausdrücken kann.

    :friend: :thumbsup:

    Die Gedanken sind frei….

    Ich wollte und will hier nicht für Selbstjustiz plädieren und andere gar dazu aufrufen, dass das klar ist!

    ich habe das genau richtig verstanden..

  • Avatar metunja sagt:

    Das „Recht auf seine eigene Existenz verwirkt“ hört sich sehr eindeutig an. Tatsächlich ist die Todesstrafe in der Bundesrepublik Deutschland abgeschafft (Art. 102 GG).

    Es ist gut, dass es bei uns keine Todesstrafe mehr gibt, auch wenn man ich es sich mir bei solchen Typen manchmal gerne anders wünschen würde. Andererseits würde ich das Problem auch anders lösen: die würden bei mir nicht in einen abgeschirmten und geschützten Vollzug kommen, sondern ganz offiziell zu anderen Schwerverbrechern….die würden sich schnell wünschen, sie wären …! DA kenne ich keine Gnade, mag hart klingen ist aber so!

  • Avatar maurits sagt:

    hallo,

    ich habe mal eine andere frage,

    maurits, du sagst ja immer, solche spinner gab es schon immer, klar, und es wird heute nur durch die medien präsenter…
    ich frage mich aber gleichzeitig, ob es nicht durch die medien auch einfacher wird, wie eben illegale seiten, chats usw. und sofort?

    einen lieben gruss

    nina

    na ja, ein Pädophiler wird nicht pädophil durch seinen Internetzugang, jedoch ist es für ihn um ein vielfaches leichter, an Kontakte, Material etc. zu gelangen als es vielleicht noch vor 20 Jahren war.
    Wobei ich denke, wenn jemand solche Neigungen ausleben will, wird er es tun, unabhängig davon ob es ihm nun durch Medien leichter gemacht wird.
    Es gab immer schon kranke Individuen in der Gesellschaft, ich habe allerdings das Gefühl, die heutige Gesellschaft macht es den Menschen noch leichter, krank zu werden.
    Was ich z. B. beängstigend finde, ist die doch deutliche Zunahme an Amokläufen und sogenannten „Mitnahmesuiziden“, wo meist Männer in einer Trennungssituation die ganze Familie auslöschen. Das hat es früher in der Ausprägung wie heute nicht gegeben.

    Bezüglich des Themas Selbstjustiz kann ich mich eigentlich Otto anschliessen.
    „Gnade“ hat ein Kindermörder im Gefängnis wohl eher nicht zu erwarten, da diese Täter sogar in der „Knasthierarchie“ ganz unten stehen.

    lg
    maurits

  • anchy anchy sagt:

    „Mitnahmesuiziden“, wo meist Männer in einer Trennungssituation die ganze Familie auslöschen. Das hat es früher in der Ausprägung wie heute nicht gegeben.

    Weil es dieses gesellschaftliche Prolbem vor 40 Jahren eher die Ausnahme war.
    Die Motive der Verbrechen und ihre Auslebung hat sich geändert, eine Zunahme der Deliquenz muß immer proportional zur wachsenden Bevölkerung gesehen werden.

    LG

  • Avatar Punkteschimmel sagt:

    Hallo zusammen,

    @Lovelyhorse: Ich finde es super, das Du für Dich und Deine Kinder so stark warst und von dem Typen abgehauen bist, es gibt leider genug Frauen die in einer solchen Situation aus Angst bleiben…..

    Ich bin der Meinung, dass es durch die Medien heutzutage alles so breitgetreten wird, das manche erst recht auf Idee kommen solche Taten( seien es Amokläufe oder sonstiges) „nachzumachen“.
    Sicher gab es früher auch Verbrechen aber nie in solchem Ausmaße wie heutzutage. Die Männer mussten die zur Armee und die Frauen hatten zu tun mit Haushalt und Kindern, es war für jeden ein Ausbildungsplatz da und keiner musste aus langer Weile auf der Strasse rumhängen……..

    lg Denise

  • GidranX GidranX sagt:

    *Herztropfensuchengeht* :look:

  • anchy anchy sagt:

    Stimmt, da gab es Krieg, das hielt die Kerle von den Verbrechen ab 8o
    Öhm, mal überlegen, was die denn da so im Krieg alles gemacht haben. Ach nee, lieber nicht :flucht:

  • Avatar Punkteschimmel sagt:

    also von krieg hab ich nix geschrieben, weiss nicht was ihr zwischen den zeilen lest……..

  • Avatar maurits sagt:

    „Mitnahmesuiziden“, wo meist Männer in einer Trennungssituation die ganze Familie auslöschen. Das hat es früher in der Ausprägung wie heute nicht gegeben.

    Weil es dieses gesellschaftliche Prolbem vor 40 Jahren eher die Ausnahme war.
    Die Motive der Verbrechen und ihre Auslebung hat sich geändert, eine Zunahme der Deliquenz muß immer proportional zur wachsenden Bevölkerung gesehen werden.

    LG

    stimmt :ja:
    Vermutlich hat sich die Problematik „verlagert“.

  • anchy anchy sagt:

    Stimmt, hast Recht, da stand „Armee“.

    Aber die Wehrpflicht gibt es auch erst ab Juni nicht mehr. Was meintest Du denn mit Armee? Ein paar Monate Wehrpflicht halten doch von Verbrechen nicht ab und ein kranker Pädophiler wird im Bund auch nicht gesund.

  • anchy anchy sagt:

    Vermutlich hat sich die Problematik „verlagert“.

    Ja, das sehe ich auch so. Häusliche Gewalt z.B. gab es häufiger, was aber nie ein öffentliches Thema war.

  • Avatar dat ninalein sagt:

    mh,

    was ich meinte ist, ob es eben menschen gibt, ja in denen das schlummert, klar, aber die eben immer noch solche gewissensbisse hatten, weil das normale leben eben nicht soooo anonym ist, wie das internet, versteht ihr was ich meine, früher musste man dafür auf die strasse… wurde wirklich gesehen, fiel eventuell eher auf.
    heute internet, chat, einmal treffen, dann war es das…
    ich möchte sagen, dass eben durch diese anonymität mehr möglichkeiten geschaffen werden und eher verleiten.

    dass es das schon immer gab, zeigen ja nun die alten griechen…

    einen lieben gruss

    nina

  • otto otto sagt:

    Stimmt, da gab es Krieg, das hielt die Kerle von den Verbrechen ab 8o
    Öhm, mal überlegen, was die denn da so im Krieg alles gemacht haben. Ach nee, lieber nicht :flucht:

    Eigentlich wollte ich mich zu diesem Thema nicht mehr äußern. Und ich bin froh, dass Du einen Hinweis auf die schlimmen Verbrechen während des Dritten Reiches gegeben hast.

    Dort war Völkermord an der Tagesordnung. Aus rassistischen, religiösen und politischen Gründen wurden Menschen umgebracht. Todesurteile und Erschießungen waren an der Tagesordnung. Ein verbrecherisches System hat versucht Europa zu unterwerfen.

    Wie man das verniedlichen kann mit dem Hinweis auf die Männer, die zur Armee mussten und die Frauen, die zu tun hatten, ist mir ein Rätsel.

  • Avatar maurits sagt:

    ich glaub, Du verwechselst anchy, otto.
    Die Aussage vom Krieg wo die Männer zur Armee mussten war nicht von ihr.

    und, nina, ja, ja, und nochmals ja. Ich denke es ist in der heutigen Anonymität leichter für jemanden, seine ersten Hemmschwellen zu überwinden.

    lg
    mau

  • Avatar Punkteschimmel sagt:

    von soweit zurück rede ich ja nicht……
    ich will einfach nur sagen, das es für die jungen Leute ein geregelteres oder geplanteres Leben und Ausbildungsplätze und Arbeit gab. Was man heute nicht mehr sagen kann. Habe hier nichts „verniedlicht“ oder von Völkermord gesprochen, das liegt mir fern. Dazu kann und will ich auch nichts sagen mit meinen 29 Jahren.

    Wenn heute in den Nachrichten kommt, das ein Schüler irgendwo Amok gelaufen ist, hört man es morgen und nächste Woche aus einer anderen Stadt in den Medien, so meinte ich das.( es erweckt den Anschein, das andere es nachmachen wollen)

    Lg Denise

  • otto otto sagt:

    ich glaub, Du verwechselst anchy, otto.
    Die Aussage vom Krieg wo die Männer zur Armee mussten war nicht von ihr.

    lg
    mau

    Es würde mir leid tun, wenn dieser Eindruck entstehen würde. Nein, ich habe nur Anchy zitiert mit ihrem Hinweis auf die schlimmen Taten während der Armee-Zeit. Die eigentliche Aussage stammte von „Punkteschimmel“.

    LG Otto

  • Avatar dat_julschen sagt:

    Sicher gab es früher auch Verbrechen aber nie in solchem Ausmaße wie heutzutage. Die Männer mussten die zur Armee und die Frauen hatten zu tun mit Haushalt und Kindern, es war für jeden ein Ausbildungsplatz da und keiner musste aus langer Weile auf der Strasse rumhängen……..

    Stimmt, da gab es Krieg, das hielt die Kerle von den Verbrechen ab 8o
    Öhm, mal überlegen, was die denn da so im Krieg alles gemacht haben. Ach nee, lieber nicht :flucht:

    Eigentlich wollte ich mich zu diesem Thema nicht mehr äußern. Und ich bin froh, dass Du einen Hinweis auf die schlimmen Verbrechen während des Dritten Reiches gegeben hast.

    Dort war Völkermord an der Tagesordnung. Aus rassistischen, religiösen und politischen Gründen wurden Menschen umgebracht. Todesurteile und Erschießungen waren an der Tagesordnung. Ein verbrecherisches System hat versucht Europa zu unterwerfen.

    Wie man das verniedlichen kann mit dem Hinweis auf die Männer, die zur Armee mussten und die Frauen, die zu tun hatten, ist mir ein Rätsel.

    Also ich lese da früher und nicht im dritten Reich. Zumal es vor dem dritten Reich wohl kaum genügend Arbeit gab. Sonst wäre es vielleicht gar nicht erst soweit gekommen.
    Und ich denke, das früher gewisse Verbrechen nicht in der Häufigkeit passierten, weil das Leben damals schon anstrengend genug war und die Menschen viel religiöser waren als heute.

  • Avatar maurits sagt:

    Jetzt wirds aber interessant.

    ich glaube übrigens nicht im entferntesten daran, dass Religiosität Verbrechen verhindert. Aktuell würde ich sagen, gibt es dafür herausragende Beispiele, wie ans Licht kam, was jahrhundertelang unter dem Deckmäntelchen der katholischen Sexualmoral so abgelaufen ist.

    *früher* hat man da nur nicht drüber gesprochen, da waren die Machtgefüge der Kirche noch durchgreifender. Wenn ein Mädchen von einem katholischen Priester missbraucht wurde, musste es nachher zur Beichte gehen, da es den armen Mann zur Sünde verführt hat.

    *früher* waren die Menschen auch nicht besser.

    Und weil Menschen generell so sein können, hat es auch Kriege und das dritte Reich gegeben, und es gibt auch heute noch Völkermorde, und Schwerverbrecher.

    Thats it.

    lg
    maurits

  • anchy anchy sagt:

    Und ich denke, das früher gewisse Verbrechen nicht in der Häufigkeit passierten, weil das Leben damals schon anstrengend genug war und die Menschen viel religiöser waren als heute.

    Was heißt den hier früher? Vor 20 oder 30 Jahren, wärhend oder vor dem Nationalsozialismus, in der vorindustiellen Zeit, Mittelalter??
    „Gewisse“ Verbrechen gab es schon immer,s ie wurden aber aufgrund rigider Moralvorstellungen nicht benannt. Im Mittelalter wurde geschändet, da haben sie sich öffentlich die köppe eingeschlagen. Kinder/ Frauen hatten generell einen niedrigen Status, Verbrechen an ihnen hatten teilweise gesellschaftliche Akzeptanz.
    Pädophile Verbrechen sind selbst in der ANtike bekannt, damals waren es allerdings keine.
    Und was aus religigiöser Doppelmoral an der Menschheit verbrochen wurde, darüber brauch man schon fast nicht mehr diskutieren.

    Nein Julchen, das ist ein Trugschluß.

    LG

  • otto otto sagt:

    von soweit zurück rede ich ja nicht……
    ich will einfach nur sagen, das es für die jungen Leute ein geregelteres oder geplanteres Leben und Ausbildungsplätze und Arbeit gab.

    @Punkteschimmel

    Da haben sich Stellungnahmen überschnitten. Aber Du sprachst von „früher“ und „Armee“. Da hat sich die Verbindung zum dritten Reich aufgedrängt. Wenn Du aber auf die Zeit in der Nationalen Volksarmee hinweisen wolltest musst Du auch berücksichtigen, dass Verbrechen in der ehemaligen DDR nicht groß publiziert wurden.

    Abgesehen vom Staatsterrorismus der dortigen Diktatur waren die Gefängnisse proppenvoll. Und erst 1987 wurde dort die Todesstarfe abgeschafft. Sie war eines der dunkelsten Geheimnisse der DDR. 164 Mal wurde sie bis 1987 per Guillotine oder „Nahschuss“ vollstreckt.

    Wie das halt in Diktaturen so ist – Verbrechen wurden nicht groß publiziert. Die scheinbare Ruhe war vorgetäuscht.

  • Avatar maurits sagt:

    anchy und otto :thumbsup:
    Ihr habt das jetzt viel besser formuliert als ich es je könnte.

  • GidranX GidranX sagt:

    Aber Du sprachst von „früher“

    Soll ich… :denk: Haaach, ist zu nett die Steilvorlage.. 😀 . Tja, Otto – wenn Du von DEINEM früher ausgehst, mag das wohl so sein.. :outlaugh:

  • otto otto sagt:

    Aber Du sprachst von „früher“

    Soll ich… :denk: Haaach, ist zu nett die Steilvorlage.. 😀 . Tja, Otto – wenn Du von DEINEM früher ausgehst, mag das wohl so sein.. :outlaugh:

    Nur damit alle Deine Steilvorlage verstehen und wissen, worüber sie lachen sollen: Ich bin Jahrgang 1947. Das dritte Reich endete mit der bedingungslosen Kapitulation am 8. Mai 1945. Die Bundeswehr wurde am 5.5.1955 gegründet.

  • GidranX GidranX sagt:

    Typisch Anwalt.. :eye:

  • Avatar maurits sagt:

    Anwalt?
    Wo?

  • Avatar Punkteschimmel sagt:

    Danke Otto, man lernt ja bekanntlich nie aus.

    Nächstes mal werde ich mir Mühe geben meine Aussagen genauer zu formulieren um Missverständnissen vorzubeugen.

    lg denise

  • Avatar dat_julschen sagt:

    ich glaube übrigens nicht im entferntesten daran, dass Religiosität Verbrechen verhindert. Aktuell würde ich sagen, gibt es dafür herausragende Beispiele, wie ans Licht kam, was jahrhundertelang unter dem Deckmäntelchen der katholischen Sexualmoral so abgelaufen ist.

    Und ich denke, das früher gewisse Verbrechen nicht in der Häufigkeit passierten, weil das Leben damals schon anstrengend genug war und die Menschen viel religiöser waren als heute.

    Was heißt den hier früher? Vor 20 oder 30 Jahren, wärhend oder vor dem Nationalsozialismus, in der vorindustiellen Zeit, Mittelalter??
    „Gewisse“ Verbrechen gab es schon immer,s ie wurden aber aufgrund rigider Moralvorstellungen nicht benannt. Im Mittelalter wurde geschändet, da haben sie sich öffentlich die köppe eingeschlagen. Kinder/ Frauen hatten generell einen niedrigen Status, Verbrechen an ihnen hatten teilweise gesellschaftliche Akzeptanz.
    Pädophile Verbrechen sind selbst in der ANtike bekannt, damals waren es allerdings keine.

    Und was aus religigiöser Doppelmoral an der Menschheit verbrochen wurde, darüber brauch man schon fast nicht mehr diskutieren.

    Nein Julchen, das ist ein Trugschluß.

    LG

    Jetzt versuch schon seit 10 min einen Beitrag zu schreiben, und merke während des Schreibens, eigentlich habt ihr Recht. :daumen:

    Meine Annahme bezog sich einfach einen speziellen „Menschenschlag“. Dazu kam der Gedanke, das die von Punkteschimmel erwähnte Langeweile, früher nicht so häufig vorkam, wie heute. Sprich Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit.
    Allerdings drängt sich mir gerade der Gedanke auf, das auch das nicht richtig ist. Da bin ich wohl dem „Gute-Alte-Zeit“-Denken aufgesessen. :daumen:

  • Avatar fichtefucht sagt:

    Also, ich arbeite jetzt seit 10 Jahren mit „diesen Menschen“, Begutachtungen, Prognosen, Tatrekonstruktionen und auch Therapien.
    Es waren früher nicht weniger, aber heute wird es durch die Medien einfach schneller bekannt, und vielen fällt es jetzt durch die Medien auch leichter, an Opfer ranzukommen bzw. ihre Triebe auszuleben.

    Aber weniger waren es früher laut Statistik auch nicht, es war nur eine andere Verteilung

  • Avatar priatchen sagt:

    ich glaube übrigens nicht im entferntesten daran, dass Religiosität Verbrechen verhindert

    du hast recht; die geschichte hat es bereits gezeigt, denke nur an die kreuzzüge!

  • otto otto sagt:

    ich glaube übrigens nicht im entferntesten daran, dass Religiosität Verbrechen verhindert

    du hast recht; die geschichte hat es bereits gezeigt, denke nur an die kreuzzüge!

    Da muss man gar nicht so weit zurück gehen. In Nordirland wird seit Jahren ein religiös motivierter Konflikt zwischen Katholiken und Protestanten blutig ausgetragen. Islamisten verfolgen und bekämpfen Andersgläubige in verschiedenen Ländern (zuletzt auch in Agypten gegen die Kopten). Die Beispiele liesen sich beliebig fortsetzen.

    Wann immer Konflikte religiös motiviert sind, werden sie unbarmherzig und brutal ausgetragen!

  • Avatar priatchen sagt:

    Wann immer Konflikte religiös motiviert sind, werden sie unbarmherzig und brutal ausgetragen!

    na ja, dann können wir nur hoffen, dass ägypten nicht explodiert…

  • Avatar jaara2008 sagt:

    Aber weniger waren es früher laut Statistik auch nicht, es war nur eine andere Verteilung

    fichte, das würde mich genauer interessieren!

  • otto otto sagt:

    Wann immer Konflikte religiös motiviert sind, werden sie unbarmherzig und brutal ausgetragen!

    na ja, dann können wir nur hoffen, dass ägypten nicht explodiert…

    Mein Beispiel bezog sich auf die Übergriffe von Islamisten auf Kopten im Zusammenhang mit ihrer Religionsausübung.

    Die gegenwärtigen revolutionären Vorgänge in Ägypten sind gesellschaftspolitisch motiviert. Dort (ähnlich wie in Tunesien) begehrt nach vielen Jahrzenhnten die Bevölkerung gegen ein autoritäres Regime auf. Angestrebt wird mehr Freiheit und wirtschaftlich bessere Bedingungen.

  • Avatar jaara2008 sagt:

    Ich frage mich, ob es bei „religiös motivierten“ Gewalttaten nicht auch letztlich um Macht / Vorherrschaft und damit ums Geld geht.

  • Avatar maurits sagt:

    ja natürlich.
    Worum denn sonst? Die Religion ist nur ein vorgeschobener Grund, Macht auszuüben.
    Um „Gott“ ging es dabei nie.

  • Avatar maurits sagt:

    Wann immer Konflikte religiös motiviert sind, werden sie unbarmherzig und brutal ausgetragen!

    Was ja an sich das absurde daran ist.

  • Avatar Vamos sagt:

    Ich will versuchen weiterhin sachlich zu bleiben.

    Ich auch. Was mir zugegebenermaßen schwer fällt.

    Das „Recht auf seine eigene Existenz verwirkt“ hört sich sehr eindeutig an. Tatsächlich ist die Todesstrafe in der Bundesrepublik Deutschland abgeschafft (Art. 102 GG).

    Wer redet denn von Todestrafe? Es würde ja bereits reichen, wenn solche Typen bis an ihr Lebensende weggesperrt werden würden, ohne WENN und ABER. Wie die Realität aussieht brauch´ ich ja wohl nicht zu schreiben. Aber das konnte der von Dir so viel gepriesene Rechtsstaat ja schon immer ganz hervorragend : Verbrecher laufen lassen.Um auch hier mal das zerfallende Dritte Reich oder die DDR zu erwähnen.

    Wer ein Plädoyer für den Rechtsstaat und gegen jede Form von Selbstjustiz als „liberale Weichspülerargumente“ diffamiert, zeigt auf welcher Grundlage er agitiert.

    So? Auf welcher denn? Auf der Grundlage eine andere Meinung zu haben als Du? Leider kann ich jetzt nicht mit dem Paragraphen im Grundgesetz über freie Meinungsäusserung aufwarten. :tuete:

    Zu behaupten, ich hätte „solche Taten noch mit ‚Menschsein‘ entschuldigt“ betreibt bewußt Desinformation.

    Lesen können wird ja wohl jeder selber und sich „sein“ Bild davon machen dürfen. Ich habe Dein Geschriebenes eben so verstanden. :nix: Du hast ja auch einiges anders verstanden, als ich es gemeint habe. Aber ist schon richtig. Wir beide gehen so gar nicht konform. Na und ? Muss ja auch nicht.

    Tschüss. 😉

  • Avatar Saro sagt:

    Da muss man gar nicht so weit zurück gehen. In Nordirland wird seit Jahren ein religiös motivierter Konflikt zwischen Katholiken und Protestanten blutig ausgetragen. Islamisten verfolgen und bekämpfen Andersgläubige in verschiedenen Ländern (zuletzt auch in Agypten gegen die Kopten). Die Beispiele liesen sich beliebig fortsetzen.

    Wann immer Konflikte religiös motiviert sind, werden sie unbarmherzig und brutal ausgetragen!

    Das zeigt es wieder, jede Religion ist nur so gut wie die Menschen die sie ausüben. In der Bibel steht nirgends dass sich die Protestanten und Katholiken die Köfpe einhauen sollen, sondern da steht liebe deinen Nächsten wie Dich selber und man sollt auch die andere Wange hinhalten (gut im alten Testament steht auch Auge um Auge, Zahn um Zahn, aber lassen wir das). Mohamed hat eigentlich seinen Anhängern unter anderem den Auftrag gegeben, die Religionen der Bücher zu respektieren.

    Es sind nicht die Religionen die Auseinandersetzungen blutig machen, sondern die Menschen die Fehlinterpretationen des Geschreibenen nachleben.

  • Avatar Hijara sagt:

    Ihr sucht Ursachen warum solche scheußlichen Gewalttaten verbrochen werden?
    Bestimmt gibts da viel zu finden, aber nicht jeder Mensch der zu viel im Internet auf einschlägigen Seiten unterwegs ist mordet, nicht jeder der in der Kindheit geschlagen und vergewaltigt wurde mordet und nicht jeder der keine Zukunft mehr sieht mordet….! Ich würde es dem Täter, in dem Fall Mirkos Peiniger nicht so einfach machen. Für mich ist er ganz alleine Schuld und ich hoffe dass er sich mit seinen Taten gedanklich auseinandersetzen muss, Tag und Nacht . Und das noch sehr lange.

  • otto otto sagt:

    Es sind nicht die Religionen die Auseinandersetzungen blutig machen, sondern die Menschen die Fehlinterpretationen des Geschreibenen nachleben.

    Ich würde es dem Täter, in dem Fall Mirkos Peiniger nicht so einfach machen. Für mich ist er ganz alleine Schuld und ich hoffe dass er sich mit seinen Taten gedanklich auseinandersetzen muss, Tag und Nacht . Und das noch sehr lange.

    Beides kann ich vorbehaltlos unterschreiben.

    LG Otto

  • Avatar dat ninalein sagt:

    oh, ich habe niemals eine schuldfrage bei jemand anderem gesucht, außer bei dem täter…

    und ich habe mich einfach nur gefgragt, ob es eben durch die medien verstärkt wird – gelegenheit macht diebe…
    oder ob es eben immer so war, nur man hat das früher nicht so mitbekommen.

    schuld ist nur der täter und der wird und soll auch dafür gerade stehen. fertig aus.

    einen lieben gruss

    nina

  • Avatar DonNico sagt:

    Irgend jemand hat hier schon eine in die gleiche Richtung gehende Frage gestellt, die mich auch interessieren würde: Sind es denn immer nur Männer, die solche abscheulichen Taten aufgrund Ihrer psychischen Verfassung begehen bzw. wie, womit reagiert eine dementsprechend „kranke“ Frau?

  • Avatar fichtefucht sagt:

    Don Nico: Bei uns in der Forensik kommen auf 100 Patienten ca 5 Frauen.
    Die meisten Frauen, die ansonsten auffällig werden, äussern sich meisten in selbstverletzendem Verhalten, obwohl es natürlich auch fremdgefährdende bzw. sogar sadistisch veranlagte Frauen gibt. Aber die sind deutlich in der Minderheit

  • Avatar DonNico sagt:

    Oh, da sprechen die Zahlen aber eine sehr deutliche Sprache, danke Fichtefucht!

  • Avatar Vamos sagt:

    Gestern abend im ZDF bei Markus Lanz wurde zum Thema diskutiert. Kann man sich in der ZDF-Mediathek anschauen.
    Till Schweiger-auch wenn ich den nicht so besonders mag-hat es auf den Punkt gebracht. :bravo:

  • Avatar lovelyhorses sagt:

    Und Recht hat er doch,ich fands auch gut :bravo:

  • otto otto sagt:

    Er hat Positionen vertreten, die auch hier von einigen vertreten werden. Deshalb hat er nicht zwangsläufig Recht.

    Es ist wie im Leben: Wer die Lufthoheit über Stammtischen gewinnen will, differenziert nicht.

  • Avatar maurits sagt:

    ist ja auch sicherlich sinnvoll, sich mit einem Thema, was aktuell die Massen beschäftigt, in den Mittelpunkt zu stellen, zeitnah zur Kinopremiere des neuen Films, oder? 😉

    Mir ist gerade mal wieder schlecht. :kotz:
    Weil, ich wette, wir hätten von Herrn Schweiger ohne den entsprechenden Rahmen des aktuellen Films nie etwas zu dem Thema gehört.

  • Avatar jaara2008 sagt:

    Es ist wie im Leben: Wer die Lufthoheit über Stammtischen gewinnen will, differenziert nicht.

    Wie wahr! :thumbsup:

  • Avatar metunja sagt:

    ZDF bei Markus Lanz wurde zum Thema diskutiert. Kann man sich in der ZDF-Mediathek anschauen.

    Ich habe mir das nun angeschaut.
    ICh fand die Mutter des getöteten Sohnes bemerkenswert stark.

    Er hat Positionen vertreten, die auch hier von einigen vertreten werden. Deshalb hat er nicht zwangsläufig Recht.

    Es ist wie im Leben: Wer die Lufthoheit über Stammtischen gewinnen will, differenziert nicht.

    Ich konnte hier keine Stammtisch-Hymmnen erkennen – und die Mutter bestätigte doch letztendlich seine Aussage – das soziales Umfeld meidet einen, weil es nicht weiß wie es mit den zurückgebliebenen Eltern umgehen soll. Sie führt heute letztendlich ein anderes LEben als vor der Tat, ist arbeitsunfähig, die Beziehung zum Mann ging zubruch etc. Vll. sind es nicht bei allen Opfern die gleichen Probleme mit denen sie zu kämpfen haben, aber doch glaube ich, dass sie damit überwiegend alleine fertig werden müssen.

    Und wo bitteschön Otto willst du bei solchen Tätern differenzieren?

    Sie haben in ihrem krankhaften Wahn die schlimmste Tat vollzogen die es gibt. Sie haben gezeigt, dass sie nicht gesellschaftsfähig sind und gehören für immer weggesperrt ohne Chance auf Wiedereingliederung, denn das letzte kleinste Restrisiko ist noch zuhoch und haben diese Täter in meinen Augen nicht verdient. Zu oft hat sich geziegt, dass sie Psychater, Gutachter, Richter täuschen können und rückfällig werden. Unsere Kinder sind unser wertvollstes Gut und haben den absoluten Vorrang!!!

    Weil, ich wette, wir hätten von Herrn Schweiger ohne den entsprechenden Rahmen des aktuellen Films nie etwas zu dem Thema gehört.

    Und das wiederum stimmt auch nicht. Auch wenn ich Till Schweiger nicht besonders „toll“ finde, so war er in Bezug auf Kinder in der Öffentlichkeit schon immer engagiert und tat seine Meinung kund.

  • GidranX GidranX sagt:

    Weil, ich wette, wir hätten von Herrn Schweiger ohne den entsprechenden Rahmen des aktuellen Films nie etwas zu dem Thema gehört.

    Da tust Du ihm Unrecht Tina, Till Schwaiger und seine Frau Dana sind seit vielen Jahren höchst engagiert bei Dunkelziffer e.V., ein Verein für mißbrauchte Kinder..

  • anchy anchy sagt:

    Auch ich habe hier eigentlich keine Stammtischparolen rausgelesen.
    Und ja, es ist auch meine Meinung, ein veurteilter -bereits entlassener_ Sexualstraftäter gehört für mich in ein jedermann zugängiges Register wie es in Amerika geführt wird.
    Der Anspruch auf ein normales Leben haben diese Täter für mich verwirkt, ebenso wie die Angehörigen niemals mehr in einen unbeschwerten“Normalalltag“ zurückkehren können.

    Lebenslänglich, in einer etwas anderen Definition!

    Das ist meine persönliche Meinung, die weder Bildzeitunggeprägt, noch auf Stammtischen gebildet wurde .

  • Avatar maurits sagt:

    Ich spreche Herrn Schweiger nicht die Möglichkeit ab, dass er eventuell im einen oder anderen Fall recht haben könnte, oder dass er sogar generell und grösstenteils recht haben könnte.
    Mir geht es eher um das „wie“ als um den Inhalt seiner Aussagen.
    Und für mich hat es einen komischen Beigeschmack wenn man diese parallel zur Deutschlandpremiere seines neuen Films kund tut.
    Mirco ist ja nicht das erste Kind was einem kranken Psychopathen zum Opfer fiel und was anschliessend in den Medien breitgetreten wurde, er hätte sich jederzeit zu dem Thema äussern können unabhängig zur Filmpremiere.

    lg
    maurits

  • Avatar Vamos sagt:

    Es ist wie im Leben: Wer die Lufthoheit über Stammtischen gewinnen will, differenziert nicht.

    Wie wahr! :thumbsup:

    Wen oder was wollt ihr differenzieren? Eine Sexualstraftat von einer anderen? Einen Kindermord von einem anderen? Ein Tatmotiv von einem anderen?

    Es ist das Resultat was hier zählt. Und was es zu ahnden gilt- was niemals in ausreichendem Maße getan wird- Dank des Rechtstaates :rolleyes: . Es sind gebrochene Menschenseelen im schlimmsten Falle geschändete und umgebrachte Kinder, zerstörte Familien etc. pp. Die Mutter von Felix hat das eindringlich geschildert. Was gibt es da zu diffenzieren? Es ist immer das gleiche.

    Vielleicht muss ich erstmal ´nen paar Silvester Rechtsverdrehung stieren an ´ner Unität, damit ich die deutsche Rechtssprechung verstehe. :ostern:
    Prost Stammtisch. :drink:

  • Avatar dat ninalein sagt:

    das mal zum differnzieren und zum angeblichen tatmotiv… http://www.sueddeutsche.de/panorama/fall-mirco-olaf-h-ein-doppelmoerder-1.1056011 lg nina

  • Avatar Vamos sagt:

    das mal zum differnzieren und zum angeblichen tatmotiv… http://www.sueddeutsche.de/panorama/fall-mirco-olaf-h-ein-doppelmoerder-1.1056011 lg nina

    Hab´ ich vorhin in den 20 Uhr Nachrichten schon gehört. Was tut es zur Sache, aus welchem Tatmotiv dieser Mann das Kind umgebracht hat? Es ist tot. Und das nicht aus Versehen. Sondern aus Frust. Nun ist es eine schlechte Kindheit und Selbstopfersein. Da haben wieder alle Mitleid mit dem armen Mann, und das oder vielleicht sogar die Opfer sind nur noch zweitrangig-ganz klasse :kotz:

  • Avatar dat ninalein sagt:

    öhm mitleid habe ICH mit dem ganz sicher nicht…

    lg nina

  • Avatar maurits sagt:

    Wer von uns soll denn hier Mitleid mit Tätern haben?
    Versteh ich jetzt nicht.

    Niemand plädiert hier für Mitleid mit Tätern.
    Ebenfalls ist hier keiner der Meinung dass die Opfer zweitrangig sind.

    Ich habe hier ziemlich zu Anfang gesagt, dass ich denke dass der Täter in diesem Fall schwer gestört ist, und nicht „zufällig“ zum Mörder wurde, sondern dass mehr dahintersteckt, als der vorrangig angegebene Frust bei der Arbeit.
    Ich habe damit in keinster Weise sein Tun bagatellisiert, eher das Gegenteil ist der Fall.

    lg

  • Avatar dat ninalein sagt:

    nichts anderes maurits wollte ich eigentlich sagen.

    ich konnte mir irgendwie wirklich so gar nicht vorstellen, dass dieser mensch ein kind eben aus frust in dem sinne umbringt, nur weil es stress im job gab.

    einen lieben gruss

    nina

  • Avatar Vamos sagt:

    @ maurits und ninalein: Keiner von Euch, hab´ ich damit nicht sagen wollen…aber die Psychofuzzis, die den begutachten und letzendlich die Richter, die den nach ein paar Jahren Knast und erneuter psychologischer Begutachtung wieder laufen lassen, weil keine Wiederholungsgefahr mehr von ihm ausgehen soll.

    Dieser Typ lebt…seine Opfer nicht

  • Avatar maurits sagt:

    glaubt mir einfach mal, dass so „Psychofuzzis“ nicht so lax begutachten, wie es durch Einzelfälle in den Medien immer wieder breit getreten wird.

  • anchy anchy sagt:

    Das tun sie mit Sicherheit nicht und ich wäre auch ein wenig dankbar ein wenig respektvoller von der BERUFSGRUPPE zu sprechen, die sich tagtäglich mit dieser Art von Klientel aufreibt.

  • Avatar maurits sagt:

    anchy:
    :friend:

    lg

  • Avatar metunja sagt:

    lax begutachten, wie es durch Einzelfälle in den Medien immer wieder breit getreten wird.

    In Bezug auf Kindesmissbrauch oder Sexualtriebtätern ist jeder Einzelfall zuviel und deswegen gehören die erst garnicht mehr in Freiheit.

  • Avatar Ute sagt:

    Bei uns hier kommt gerade der Fall ´der kleinen Kim aus Varel wieder dramatisch an die Oberfläche. Vor 14 Jahren wurde die kleine missbraucht und ermordert – in meiner Nachbarschaft. Ich kenne den Täter – und auch dessen Eltern.
    Dieser Täter wurde geschnappt und es stellte sich heraus, dass er bereits einige Jahre zuvor ein Mädchen getötet hatte.
    Nun folgende Situation – im nächsten Jahr ist die Haftstrafe dieses Mannes abgesessen – lebenslänglich ist halt nicht lebenslänglich. Und nach EU Gesetz ist die deutsche Sicherungsverwahrung nicht rechtmäßig. Werden die diesen Mann etwa wieder raus lassen????
    Die Familie des kleinen Mädchens hat sich jetzt vorgenommen, diesen Mann rund um die Uhr zu bewachen, um zu verhindern, dass noch einmal etwas passiert……
    Das kann doch nicht der Job dieser Familie sein, die sowieso schon gestraft genug ist.
    Bin ratlos

  • anchy anchy sagt:

    In diesem Fall kommt der laut zuständigen Gerichtsbarkeit wohl nicht raus. So gehört in Stern TV letzte Sendung. Dieser Richter will eine Gesetzeslücke nutzen, die ähnliches wie Sicherheitsverwahrung anordnen kann.

  • otto otto sagt:

    Niemand ist hier für eine Schonung von Tätern. Und keiner redet deren Taten klein. Täter gehören vor Gericht und im Rahmen des geltenden Rechts verurteilt. Nach Herrn Schweiger müsse man in Deutschland das einführen, was in Amerika gang und gebe sei. „Wir brauchen eine Meldepflicht für Sexualstraftäter“, so der Schauspieler. In den USA könne man im Internet nachlesen, ob ein Sexualstraftäter in der eigenen Nachbarschaft wohne. Schweiger wüsste auch nicht, was daran verwerflich sein sollte. Unabhängig davon, dass die Umsetzung dieser Forderung durchaus eine mittelalterliche Hexenjagd und im Extremfall Lynchjustiz bedeuten könnte, muss gefragt werden, ob die Äußerungen von Herrn Schweiger dem kleinen Mirco denn konkret geholfen hätten? Würde er noch leben? Leider nein! Und Schweiger weiss das auch! Aber hier geht es um Stimmungsmache. Sein Gegeifere in der Sendung war populistisch – helfen wird es niemanden. Außer ihm selbst. Dafür hat schon die Bild-Zeitung gesorgt. Schließlich startet gerade sein neuer Film. Wer sich mit der Situation in verschiedenen Bundesstaaten der USA ernsthaft auseinandersetzen will, sollte diesen Beitrag der Süddeutschen Zeitung lesen (so viel zum Thema differenzieren): http://www.sueddeutsche.de/kultur/usa-umgang-mit-sexualstraftaetern-verdammt-in-alle-ewigkeit-1.32920 Im Übrigen lässt sich dies bei uns nicht umsetzen. Im Rechtsstaat Bundesrepublik Deutschland wird es auch keine Hexenjagd und auch keine Lynchjustiz geben. Neben den Gesetzen gilt die Verfassung. Die Menschenrechte sind unveräußerlich. Die Zeiten, in denen bestimmte Menschengruppen vogelfrei oder zu Unmenschen erklärt wurden, sind GsD vorbei. Leider wird es auch in Zukunft ähnlich schlimme Verbrechen geben. 100% Sicherheit ist nicht erreichbar.

  • Avatar Ute sagt:

    Hallo Otto,
    vielen dank für deine sachlichen und fachlich versierten Beiträge.
    Ich stimme dir eigentlich in alles Punkten zu – auch die Hetzjagd in den USA, wie in dem Artikel der Süddeutschen – kann keine Lösung sein.

    Aber was sagst du zu der Debatte um die Sicherungsverwahrung? Ehrlich gesagt geht für mich der Schutz der Opfer über den Schutz der Täter. Sprich: Wenn Täter, die nachweislich wiederholt straffällig gegenüber Kindern geworden sind, wieder freigelassen werden, weiß ich nicht, was richtig ist.
    Auch der Rechtsstaat hat Lücken und macht Fehler.
    Vielleicht bin ich zur Zeit gerade besonders betroffen, weil besagter Fall sich in meiner unmittelbaren Nähe abgespielt hat.
    Und ich bin mir duchaus darüber im Klaren, wie sehr auch Angehörige der Täter leiden müssen. Die Familie dieses Täters hatte bis zur zweiten Straftag ein kleines Hotel an der Nordsee. Schon wenige Monate nach der Verhaftung war die Familie – sehr nette Menschen – gezwungen, das Dorf zu verlassen.
    Otto, würde mich über deine Meinung hierzu freuen.

  • otto otto sagt:

    Hallo Ute,

    jetzt habe ich meine Antwort an Dich abgeschickt – und das System hat sie verschluckt … grgrgrrrrrrrr …. Angesichts der fortgeschrittenen Zeit werde ich Dir morgen „erneut“ antworten.

    LG Otto

  • Avatar fichtefucht sagt:

    Das tun sie mit Sicherheit nicht und ich wäre auch ein wenig dankbar ein wenig respektvoller von der BERUFSGRUPPE zu sprechen, die sich tagtäglich mit dieser Art von Klientel aufreibt.

    :friend:

    Und so ganz nebenbei: Ich gehöre nicht nur zu dieser Berufsgruppe, sondern bin rein zufällig auch noch Mutter 😉 :denk:

  • Avatar Vamos sagt:

    In Bezug auf Kindesmissbrauch oder Sexualtriebtätern ist jeder Einzelfall zuviel und deswegen gehören die erst garnicht mehr in Freiheit.

    Genauso sollte es sein. Ist es aber nicht. Und so lange es Gesetzeslücken gibt, die diese „Klientel“ und deren Rechtsbeistände nutzen können, um wieder in die Freiheit zu gelangen, stimmt was nicht in unserem Rechtssystem. Soetwas darf es einfach nicht geben. In keinem einzigen Fall.

    Ja und dass die Amis ´nen Knall haben, wissen wir ja nicht erst seit gestern. Das Land der begrenzten Unmöglichkeiten halt. Es gab mal einen Fall, wo ein- ich glaube- Achtjähriger, der seiner kleinen Schwester beim Pullern helfen wollte und dabei von einer wachsamen Nachbarin beobachtet wurde, wegen sexuleller Nötigung ins Gefängnis kam. Das ist völlig beknackt, und hat mit dem was hier diskutiert wird überhaupt gar nichts gemein. Deshalb ist es völlig ungeeignet soetwas als Beispiel anzubringen, um zeigen zu wollen , was passieren kann, wenn man die Allgemeinheit vor Sexualstraftätern oder sonstigen Mördern schützen will.

    Anchy und fichtefucht , ich glaube nicht, dass Ihr zu der Gruppe der Berufsgruppe gehört, die ich hier explizit meine. Also bitte nicht auf den nichtvorhandenen Schlips getreten fühlen, ja? :friend:

    Edit: Ach so, vergessen: Es gibt eine Tatortfolge, die heisst „Bestien“. Passt wunderbar zum Thema. Ist genauso wie bei mir zu Hause. Pferde, Motorräder. Nur meine Tochter wurde nicht ermordet. Aber genau das, was in dieser Folge passiert, könnte geschehen, wenn´s passieren würde. Ich sag´ nur „Nasenbremse“. Diese Folge rangiert in der Liste der drölfzighundert Tatortfälle übrigens auf Platz 22. Also echt sehenswert.

  • Avatar träumel sagt:

    Eine sehr gute Bekannt von mir, ist bei der „Sitte“ in höchster Position..

    wenn die mir erzählt, welche Strafen es manchmal für „solche“ Taten gibt..
    dann fällt mir nichts mehr ein.
    Wirklich.

  • Avatar fichtefucht sagt:

    fichtefucht , ich glaube nicht, dass Ihr zu der Gruppe der Berufsgruppe gehört

    doch, ich glaube schon :tuete:
    Ich erstelle Gutachten, mache Prognosen, Täter- und Tatprofile und behandle auch selber :daumen:

    Trotzdem ( oder vielleicht gerade deswegen) kann ich Eure emotionalen Reaktionen hier sowohl als Ärztin als auch als Mutter sehr gut nachfühlen

  • Avatar Strick sagt:

    wenn die mir erzählt, welche Strafen es manchmal für „solche“ Taten gibt..
    dann fällt mir nichts mehr ein.
    Wirklich.

    Und genau diese Tatsache macht mich persönliche Wahnsinnig.
    Als Opfer muss man sich tatsächlich fragen ob man seinen Vergewaltiger anzeigen möchte. Man muss dann nämlich zwei mal durch diesen Alptraum gehen und das alles für ein „Witz“ an Strafe den diese Schweine zu erwarten haben.
    Ein Vergewaltigungsopfer zahlt aber mit unter Lebenslang und muss sich selber um die Verarbeitung und Therapie kümmern. Wo zum Teufel bleibt da die Gerechtigkeit oder wenigstens das Verhältnis zwischen Strafe und Opferschaden?!
    Noch viel schlimmer ist es bei Kindesmißbrauch. Da muss sich unser wunderbares Rechtssystem einfach mal die Frage gefallen lassen, wessen Menschen- bzw. Persönlichkeitsrechte hier eigentlich schützenswerter sind.
    Wenn sich ein anderer Mensch ob nun aus Trieb, aus Kaltblütigkeit oder aus einem kranken Hirn heraus an einem anderen vergreift, gibt der nach meiner persönlichlichen Auffassung seinen Teil der Persönlichkeitsrechte ab. Fertig! Keine Diskussion! Der Täter hat die Wahl, die Opfer niemals.
    Für mich sind deratige Neigungen und Triebe einfach nicht behandel- oder therapierbar. Warum es überhaupt eine Diskussion um Sicherheitsverwahrung etc. gibt werde ich nie begreifen. Resozialisierung? Warum für die Täter, wenn die Opfer und deren Angehörige dieses nie vollständig Erfahren dürfen ?

  • otto otto sagt:

    Hallo Ute,

    gerade die (zusätzliche) Sicherungsverwahrung (nach Verbüßung der Haftstrafe) dient dem Schutz der Allgemeinheit und nicht dem Täter. Nach einer kürzlich ergangenen Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes für Menschnrechte ist allerdings die nachträgliche Anordnung nicht zulässig (Ausnahme: Altfälle). Da es sich bei der Sicherungsverwahrung um eine freiheitsentziehende Maßnahme handelt, muss sie mit dem Urteil angeordnet werden. Ein entsprechendes Gesetz wurde Ende 2010 verabschiedet. Es muss eine schwere Straftat voraus gegangen sein und vom Täter muss eine erhebliche Gefahr für die Allgemeinheit ausgehen.

    Das ist die Antwort des Rechtsstaates auf solche Gewalttäter.

    Emotionale Forderungen wie „wegschließen für immer“ oder gar noch schlimmeres sind mit der Verfassung und den Gesetzen nicht vereinbar. Wer sie dennoch fordert ist sich zwar des Beifalls bestimmter Gruppen sicher – ändert aber überhaupt nichts.

    Natürlich gibt es auch im Rechtsstaat Lücken und es werden dort auch Fehler gemacht. Diese gilt es gesetzgeberisch zu beseitigen. Eins ist klar: Das Gegenteil vom Rechtsstaat ist der Unrechtsstaat. Den hatten wir schon mehrfach in unserer Geschichte. Einige, die hier entsprechend tönen, merken gar nicht, dass sie mit ihren entsprechenden Forderungen Gefahr laufen, diesen herbei zu schreiben. Es wird ihnen nicht gelingen!

    LG Otto

  • Avatar dat ninalein sagt:

    hallo,

    dazu hätte ich eine fragen an diejenigen hier, die damit eben beruflich zu tun haben.
    wie hoch ist in diesem sinn, so schlimm das auch ist, die rückfallquote?

    lg nina

  • Avatar Vamos sagt:

    fichtefucht , ich glaube nicht, dass Ihr zu der Gruppe der Berufsgruppe gehört

    doch, ich glaube schon :tuete:
    Ich erstelle Gutachten, mache Prognosen, Täter- und Tatprofile und behandle auch selber :daumen:

    Oh…na dann. :nix: Sorry. :tuete:
    Ich denke ein spannender Job und für die Klärung unaufgeklärter Delikte sehr hilfreich. Behandlung ist ja vielleicht noch OK . Aber bitte hinter Schloß und Riegel. Prognosen erstellen finde sehr gewagt. Wozu? Warum reicht es nicht ein einziges Mal jemanden getötet zu haben aus niederen Beweggründen oder gar aus Triebhaftigkeit um bis an das natürliche Lebensende ins Gefängnis oder in eine geschlossene Einrichtung zu kommen? Warum wird diese Sicherheitsverwahrung, falls es sie überhaupt gibt, immer wieder in Frage gestellt?

  • Avatar träumel sagt:

    tina :friend:
    :thumbsup:

  • Avatar Legolas sagt:

    Da muss sich unser wunderbares Rechtssystem einfach mal die Frage gefallen lassen, wessen Menschen- bzw. Persönlichkeitsrechte hier eigentlich schützenswerter sind.

    ja…finde ich auch eine berechtigte Frage.

    Strick, überhaupt der ganze Beitrag :thumbsup:

  • Avatar fichtefucht sagt:

    Da muss sich unser wunderbares Rechtssystem einfach mal die Frage gefallen lassen, wessen Menschen- bzw. Persönlichkeitsrechte hier eigentlich schützenswerter sind.

    ja…finde ich auch eine berechtigte Frage.

    Da stimme selbst ich unumwunden und uneingeschränkt zu 😉

  • Avatar Vamos sagt:

    Da muss sich unser wunderbares Rechtssystem einfach mal die Frage gefallen lassen, wessen Menschen- bzw. Persönlichkeitsrechte hier eigentlich schützenswerter sind.

    ja…finde ich auch eine berechtigte Frage.

    Lest Euch doch einfach die Beiträge von otto durch. Da findet ihr die Antwort. Es ist alles OK in unserem Rechtsstaat und wer das in Frage stellt wünscht sich den Unrechtsstaat.

    Ich verstehe das so, dass es in unserem Rechtsstaat nicht ausreicht ein lächerliches einziges Mal jemanden getötet zu haben, um in der Sicherheitsverwahrung zu landen. Da muss aber schon Schlimmeres passieren, denn die Sicherheitsverwahrung ist schliesslich eine schwerwiegende freiheitsentziehende Maßnahme. Wenn ich sowas als wirklich Betroffener zu hören kriegen würde….na lieber nicht. Da platzt mir jetzt fast schon der …. :cursing:

    Stricks Beitrag findet auch meine volle Zustimmung. :thumbsup:

  • otto otto sagt:

    Die Grundrechte in unserer Verfassung sind zunächst mal Schutzrechte gegenüber dem Staat. Sie entfalten natürlich auch gegenüber Dritten unmittelbare Wirkung.

    Der Rechtsstaat sind wir alle und dieser schützt insofern jeden Einzelnen. Die Frage nach den schützenswerteren Persönlichkeits- und Menschenrechten beinhaltet ja den gerne verbreiteten Vorwurf, Täter würden geschützt und Opfer würden sich selbst überlassen. Trotz mehrfacher Wiederholung wird aus dieser falschen Behauptung noch lange keine Wahrheit.

    Kommt es zu einer Tat, greifen die hierfür vorgesehenen Organe (Polizei, StA, Gerichte) ein und ermitteln bzw. verurteilen entsprechend der Gesetze. Das alles in einem offenen nachprüfbaren Verfahren. Da ist nichts an Willkür oder Unberechenbarkeit. Die Täter werden inhaftiert und müssen ihre Strafe absitzen.

    Die Behauptung, man müsse sich mehr um die Opfer kümmern, wird immer wieder schnell erhoben. Die Frage ist doch wie und in welchem Umfang! Und wenn Jemand da gute Vorschläge hat, die bisher nicht praktiziert werden, dann soll er diese vorbringen. Dann muss man fragen, wann hast Du Deine Vorschläge an Deine Abgeordneten oder das entsprechende Ministerium vorgelegt?

    Was und wann wurde von Dir initiiert? Wie wurdest Du beschieden? Oder hast Du bisher nur geschimpft – aber nichts unternommen.

    Das Petitionsrecht ist in Art. 17 GG verankert:

    „Jedermann hat das Recht, sich einzeln oder in Gemeinschaft mit anderen schriftlich mit Bitten oder Beschwerden an die zuständigen Stellen und an die Volksvertretung zu wenden.“

  • GidranX GidranX sagt:

    Weisst Du Otto, das hört sich alles so toll an, so gerecht und so machbar. Ist aber in meinen Augen ausgemachter Blödsinn. Du weisst doch selbst, wie schwierig es ist, ein Recht einzufordern und auch noch RECHT zu bekommen. Du hast nicht umsonst viele Jahre dafür studiert.. Ich habe nächtelang über dem Sozialgesetzbuch gehockt, um meinem Sohn zu Recht zu verhelfen..und zwar zügist, damit er nicht aus der entsprechenden Hilfe wächst. Der Amtsleiter hier hat mir zum Schluß gratuliert, da ich die Einzige und Erste in dieser Stadt war, die das in dieser kurzen Zeit (9 Monate!!) bewerkstelligt hatte. Und zwar allein. Und ich habe nicht studiert, noch nicht mal Abitur gemacht. Und in dieser Zeit habe ich soviele, hilflose Eltern kennen gelernt, die in der gleichen Situation waren wie ich und einfach nicht in der Lage waren auch nur Ansatzweise sich mit Ämtern, Behörden, Städten auseinander zu setzen. Ihnen fehlt die Kraft, der Glaube, und ganz oft einfach die Möglichkeit. Sie fühlen sich als Bittsteller und erkennen gar nicht das sie Rechte haben! Und, sie werden auch meist so behandelt. Wie hilflos mögen sich erst Opfer fühlen? Kinder? Was glaubst Du, wieviele sich davon überhaupt in der Lage sehen würden, eine Gesetzesänderung durchzuboxen? Ich denke, in einem Rechtsstaat in dem Steuerhinterzieher härter bestraft werden als Triebtäter läuft gewaltig was schief.. Oder wie kann es sein, dass jemand – weil er 1 Million hinterzogen hat – 3 Jahre in den Knast muss ohne Wenn und Aber, aber jemand der Kinder „ein bisschen angefasst“ hat, 2 Jahre auf Bewährung bekommt??? zum kotzen ebenfalls zum kotzen Wahrscheinlich bin ich dafür zu ungebildet, die Gerechtigkeit dahinter zu erkennen!

  • Avatar Strick sagt:

    Der Rechtsstaat sind wir alle und dieser schützt insofern jeden Einzelnen

    Sehr Richtig Otto, aber für mein Gerechtigkeitsempfinden greift das nur, so lange wie sich jeder einzelne an die Regeln unseres Rechtsstaates hält.
    Tut er das nicht, verwirkt er seine Rechte. Er hat sich für den „Grenzgang“ entschieden und weiß in der Regel um die Konsequenzen.
    Ein Opfer hat diese Option eine Entscheidung zu trefen um übergriffen oder gar Mord zu entgehen nicht!
    Ich will gar keinen Online Pranger oder eine Selbstjustiz um das mal Klar und Deutlich zu machen.
    Aber ich verlange Gerechtigkeit und vor allem verlange ich dauerhaften Schutz vor Individuen, die aus was für Gründen auch immer nicht in der Lage sind, sich menschlich zu verhalten.

    Die Frage nach den schützenswerteren Persönlichkeits- und Menschenrechten beinhaltet ja den gerne verbreiteten Vorwurf, Täter würden geschützt und Opfer würden sich selbst überlassen.

    Opfer sind immer sich selber überlassen. Keine Behörde kann ihnen die Bewältigung ihres Mißbrauches oder die Trauer um ihr Kind ab nehmen.
    ABER wenn ein Täter überführt wurde, dann kann es nicht sein, das der mit ein paar läppischen Jahren Freiheitsstrafe davon kommt.
    Einfach weil diesen Jahren im Gefängnis ihre Opfer gegenüber stehen. Opfer die in der Regel Lebenslänglich haben. Für mich persönlich hat Justizia in diesem Bezug einfach keine ausgewoge Waagschale in der Hand. Auf das Warum habe niemals eine menschliche und gerechte Antwort erhalten.
    Vergewaltigungen und Kindesmißbrauch wiegen in der Seele ihrer Opfer deutlich schwerer, als es das Strafmaß einräumt oder nur vermuten lässt. Das deutlich zu machen, darum geht geht es mir.
    Wenn jemand raubt und vielleicht noch eine Körperverletzung begeht, oder den Staat um Steuern betrügt, hat das einen deutlicheren Wert, als die Psyche der Opfer oder die der Angehörigen von Mißbrauch und Kinderschändung. Das finde ich schlicht und ergreifend ein Unding!
    Die Wissenschaft ist sich schon lange im Klaren, daß eine psychische Verletzung schwerer wiegt als eine körperliche. Warum findet das in der Justiz keinen Wiederhall in dem man die bisher geltenden Relationen überdenkt?

    Täter würden geschützt und Opfer würden sich selbst überlassen. Trotz mehrfacher Wiederholung wird aus dieser falschen Behauptung noch lange keine Wahrheit.

    Otto hier springt mir der Drat aus der Mütze. Ich gebe zu, ich habe es gerade sehr schwer, auf deine sehr sachlichen Beiträge eben so zu antworten.
    Aber ich will es mal versuchen.
    Hast du eigentlich eine Idee was es bedeutet Mißbraucht zu werden? Hast du eine Ahnung was das mit dir macht, wenn dein Kind ein Opfer ist und vielleicht sogar getötet wird Wenn du eine Freundin hast die vergewaltigt wurde? Zeit deines Lebens, jede Nacht, wann immer dich ein andere Mensch anfassen will oder dir zu nahe kommt musst du damit umgehen lernen. Immer wieder stößt du an die Grenzen, die diese Erfahrung dir errichtet hat.
    Diese Erfahrung um die du nicht gebeten hast, die du nicht provoziert hast und die du nicht beeinflussen konntest, weil du dich nicht wehren konntest.
    Die Täter bekommen ihr Urteil und wandern in den Bau. Dort erhalten sie alles was sie brauchen und manchmal sogar Therapien und am Ende sogar ihre Freiheit.
    Sie genießen den großen „Luxus“ täglich mit Menschen um geben zu sein, die Erfahrung mit solchen Tätern haben. Erfahren vielleicht eine sachliche Form von Verständnis. In jedem Fall werden sie angemessen und menschlich behandelt.
    Was ist im Gegenzug mit ihren Opfern? Sie müssen sich das alles selber erarbeiten. Sie müssen sich vor Gericht glaubwürdig machen, sie müssen ihre Erlebnisse immer wieder aufwärmen und sich Unterstützung Hilfe und Verständnis holen. Über allem steht dieses trockene Gefühl, daß der Täter ein paar Jahre Resotialisierung für ein ganzes Leben bekommt, das nie wieder so sein kann wie ehe dem.

    Die Täter werden inhaftiert und müssen ihre Strafe absitzen.

    Das ist richtig! Aber in welchem Verhältnis steht das???????????
    In der Regel in gar keinem. Jedenfalls nicht so lange bis ein Lebenslänglich auch tatsächlich Lebenslang bedeutet und man anerkennt das nicht nur der Übergriff ein Tatbestand ist, sondern auch alles was daraus erwächst.

    Die Behauptung, man müsse sich mehr um die Opfer kümmern, wird immer wieder schnell erhoben. Die Frage ist doch wie und in welchem Umfang! Und wenn Jemand da gute Vorschläge hat, die bisher nicht praktiziert werden, dann soll er diese vorbringen. Dann muss man fragen, wann hast Du Deine Vorschläge an Deine Abgeordneten oder das entsprechende Ministerium vorgelegt?

    Wie man sich um die Opfer kümmern kann???? In dem man den Tatbestand stärker in Justizias Waagschale legt. Eine Vergewaltigung muss deutlich härter bestraft werden. Kindesmißbrauch noch viel schwerer. Kein Mensch hat das Recht sich an einem fremden Körper zu „bedienen“ und dann mit ein paar Jahren Freiheitstrafe davon zu kommen. Ich will das Gefühl haben, das mein Recht auf unantastbarkeit mehr wert ist und wenn es nur dafür ist, das ich mich damit nachher etwas weniger Wert- und Hilflos fühlen muss.
    Ja, ich habe mich eingesetzt wie viele andere auch. Aber was bekommst du vom verlesen des Urteiles angefangen vom Staat?
    Paragraphen, die eben so sind wie sie sind, weil sie irgendwann mal so fest gelegt worden sind. Unabhängig von jedem Gerechtigkeitsempfinden!
    Ich verlange eine Überprüfung dieser Wertigkeit, mehr nicht.
    Mal davon abgesehen das man heute schwerlich nach so einer Erfahrung als Opfer eine Therapieverlängerung über die opligatorischen 270 Stunden hinaus bewilligt bekommt, ohne wieder einen Seelenstrip bei Gutachtern und Medizinischen Diensten durch zu machen. Wiedersprüche zu schreiben und beweisen zu müssen, daß ein Mißbrauch oder der Verlust des Kindes eben nicht nach ein paar Jahren in der Seele verjährt.
    Geschweige denn das sich so eine Seele je resozialiesieren kann.

    Was und wann wurde von Dir initiiert? Wie wurdest Du beschieden? Oder hast Du bisher nur geschimpft – aber nichts unternommen.

    Ich habe keine Kraft mehr mich zu organisieren. Ich brauche meine Kraft für mich selber, aber ich habe seiner Zeit mit einer Opfergruppe auch Briefe geschrieben und Behörden angesprochen, weil wir gehofft haben wir finden Gehör.

    Arschlecken! Sorry, aber es kamen nur sachliche Argumente, Hinweise auf bestehende Rechtsgrundlagen und das man sich immer bemühe den Rahmen des möglichen auszuschöpfen.
    Aber was zum Geier nutzt das, wenn der Ramen der Tat nicht angemesssen ist und in Dubio pro reo die Wagschale zu Gunsten der Täter und seiner Persönlichkeitsrechte pendeln lässt?!

  • Avatar Mumpitz sagt:

    @Strick: Respekt! Das sind genau meine Gedanken sehr gut in Worte gefasst!

  • Avatar Monty sagt:

    @Strick: Respekt! Das sind genau meine Gedanken sehr gut in Worte gefasst!

    Mich Mumpitz anschließen möchte. :seufz:

  • Avatar Vamos sagt:

    Die Täter werden inhaftiert und müssen ihre Strafe absitzen.

    Ja, wenn es mal so wäre. Wie oft kriegen Täter Freigang und drehen das nächste Ding währenddessen, oder werden vom Psychologen als nicht wiederholungsgefährdet eingestuft und werden laufen gelassen und dann passiert es doch wieder. Wer trägt denn da bitte die Verantwortung? Können die Leute, die das entschieden haben eigentlich noch ruhig schlafen?
    Eine Geschichte aus meinem Umfeld. Gebt mal bei Wikipedia „Frank Schmökel“ ein. Der geisterte hier wochenlang in der Gegend rum, so dass wir uns kaum trauten auszureiten. Jedesmal, wenn wir im Wald von Weitem eine menschliche Gestalt sahen, drehten wir ab, dass wir ja keinem begegneten. Wieso kriegt so einer ´ne Therapie und Freigang? Hallo?!

    Dann muss man fragen, wann hast Du Deine Vorschläge an Deine Abgeordneten oder das entsprechende Ministerium vorgelegt? Was und wann wurde von Dir initiiert? Wie wurdest Du beschieden? Oder hast Du bisher nur geschimpft – aber nichts unternommen.

    Ich gebe zu, bezüglich dieser Diskussion hier habe ich nichts dergleichen unternommen. Bestimmt auch kein anderer hier, der der gleichen Ansicht ist wie ich. Aber glaube mir, dass ich keine bin, die solche Dinge nicht tut, wenn es um meine Familie geht. Allerdings mehr als eine pauschale Antwort á la „Blablabla“ und „Es ist alles in Ordnung so wie es ist“ habe ich auch damals auch nicht bekommen. Es ging um eine Sache mit dem Ministerium für Transport und Verkehr.

  • Avatar Silver sagt:

    Hallo zusammen,

    Warum reicht es nicht ein einziges Mal jemanden getötet zu haben aus
    niederen Beweggründen oder gar aus Triebhaftigkeit um bis an das
    natürliche Lebensende ins Gefängnis oder in eine geschlossene
    Einrichtung zu kommen?

    Zunächst einmal bedeutet die Srafandrohung „lebenslänglich“ auch hierzulande genau das, was der Wortsinn her gibt. Nämlich bis an das Ende des Lebens. Auch wenn es nur einen einzigen Straftatbestand im StGB gibt, der diese Rechtsfolge zwangsläufug auslöst (zumindest abgesehen von ganz seltenen Ausnahmefällen) hat das Bunderverfassungsgericht entschieden, dass auch diesen Tätern das Recht zumindest theoretisch gegeben sein muss, bei günstiger Sozialprognose und einigen anderen Faktoren, irgendwann wieder in Freiheit zu gelangen. Alles andere wäre und ist ein Verstoß gegen die Menschenwürde, die in Artikel 1 Grundgesetz für die Ewigkeit verankert ist und auf der unser Rechtsstaat aufbaut.
    Dennoch bedeutet lebenslänglich lebenslänglich, auch wenn das von den Medien gerne anders dargestellt wird.

    Unser Strafrecht, speziell das Strafvollzugsrecht, basiert auf Resozialisierung. Zudem aber auch auf Spezial- und Generalprävention. Und das ist auch gut so.

    Es ist mit absoluter Sicherheit nicht frei von Fehlern, aber Gerechtigkeit mit höherer Strafandrohung erreichen zu wollen ist dennoch schwierig. Wer sich einmal näher mit der wohl höchsten aller Strafandrohungen, der Todesstrafe, auseinandergesetzt hat, wird feststellen, dass die Mehrheit der Opferangehörigen die der Hinrichtungen der betreffenden Täter beigewohnt haben, keine Gerechtigkeit dadurch erfahren haben. Sie fühlten sich durch den Tod des Täters nicht besser!
    Ein sehr einfühlsamer Film zu dem Thema ist „Dead Man Walking“. Er trifft die Situation ziemlich genau.
    Gerechtigkeit bei durch Menschen begangenen Verbrechen durch den Staat herzustellen dürfte schwierig bis unmöglich sein. Und ich bezweifel vielmehr sogar, dass es Gerechtiglkeit für die Opfer entsprechender Verbrechen überhaupt geben kann.

    Jeder Staat und auch der Rechtsstaat der BRD ist fehlbar. Denn er ist von Menschen gemacht. Aber auch die Täter sind Menschen. Und oftmals wurden sie sogar von anderen Menschen zu dem gemacht, was sie sind. Das heißt nicht, dass ich Mitleid mir ihnen habe. Aber wer sich jemals mit Tätern von Verbrechen auseinandergesetzt hat, weiß dass auch sie nicht das personifizierte Böse sind und mehr als die Summe ihrer Taten.

    Es gibt Einrichtungen für Opfer. Mit Sicherheit könnten es mehr sein. Aber es wird ehrenamtlich und auch staatlich bereits einiges geleistet. Natürlich ist keine Hilfe ausreichend und im schlimmsten Fall werden die Opfer ihre Erfahrungen niemals wirklich bewältigen. Aber durch andere, höhere Strafen für die Täter ist keinem Opfer seine traumatische Erfahrung genommen.

    LG, Silver

  • GidranX GidranX sagt:

    Aber durch andere, höhere Strafen für die Täter ist keinem Opfer seine traumatische Erfahrung genommen.

    Aber es würden anderen diese traumatischen Erfahrungen erspart. Und ein traumatisiertes Opfer bräuchte keine Sorge haben, seinem Täter im Zweifelsfall bei Edeka an der Kasse, nochmals begegnen zu müssen.

  • Avatar Strick sagt:

    Zunächst einmal bedeutet die Srafandrohung „lebenslänglich“ auch hierzulande genau das, was der Wortsinn her gibt. Nämlich bis an das Ende des Lebens. Auch wenn es nur einen einzigen Straftatbestand im StGB gibt, der diese Rechtsfolge zwangsläufug auslöst (zumindest abgesehen von ganz seltenen Ausnahmefällen) hat das Bunderverfassungsgericht entschieden, dass auch diesen Tätern das Recht zumindest theoretisch gegeben sein muss, bei günstiger Sozialprognose und einigen anderen Faktoren, irgendwann wieder in Freiheit zu gelangen.

    Gibt es eigentlich Statistiken die zeigen wie oft ein Lebenslang ein Lebenslang bleibt und wie oft eine Begnadigung nach 15 Jahren erfolgt?
    Ich bleibe Dabei. Ein Täter hat kein RECHT mehr wenn er die RECHTE anderer mißbraucht hat und diese Rechte unter Gewaltausübung mit Füssen getreten hat.

    Alles andere wäre und ist ein Verstoß gegen die Menschenwürde, die in Artikel 1 Grundgesetz für die Ewigkeit verankert ist und auf der unser Rechtsstaat aufbaut.

    Da ich weder die Todestrafe noch Selbstjustiz oder andere deratige Strafen gut heiße, erwarte ich wenigstens das man Täter nicht mehr nach den selben Maßstäben (im Bezug auf Menschenrechte oder gar Menschenwürde) misst wie einen Unschuldigen oder seine Opfer :nix:
    Das ist das wenigste was ich erwarte.

    Dennoch bedeutet lebenslänglich lebenslänglich, auch wenn das von den Medien gerne anders dargestellt wird.

    Aber Bewährung bleibt Bewährung und die Chance auf selbige halte ich einfach nicht für gerecht.

    aber Gerechtigkeit mit höherer Strafandrohung erreichen zu wollen ist dennoch schwierig. Wer sich einmal näher mit der wohl höchsten aller Strafandrohungen, der Todesstrafe, auseinandergesetzt hat, wird feststellen, dass die Mehrheit der Opferangehörigen die der Hinrichtungen der betreffenden Täter beigewohnt haben, keine Gerechtigkeit dadurch erfahren haben. Sie fühlten sich durch den Tod des Täters nicht besser!

    Gerechtigkeit im engeren Sinne vielleicht nicht :denk: aber eine Form von Genugtuung und das kann durch aus schon mal für seelsiche Entspannung sorgen.

    Und ich bezweifel vielmehr sogar, dass es Gerechtiglkeit für die Opfer entsprechender Verbrechen überhaupt geben kann.

    Das bezweifele ich auch. ABER die Gewissheit, daß dieser Mensch so etwas niemand anderem mehr an tun kann, das kann helfen und beruhigen.
    Auch die Gewissheit das mir dieser Mensch nie wieder Gegenüberstehen kann beruhigt.
    Das kann sogar dafür sorgen, daß man als Opfer das Gefühl bekommt, daß diese Tat nicht völlig umsonst war. Wer weis ob aus diesem Einmaltäter nicht ein Massentäter geworden wäre?!

    Aber auch die Täter sind Menschen. Und oftmals wurden sie sogar von anderen Menschen zu dem gemacht, was sie sind. Das heißt nicht, dass ich Mitleid mir ihnen habe. Aber wer sich jemals mit Tätern von Verbrechen auseinandergesetzt hat, weiß dass auch sie nicht das personifizierte Böse sind und mehr als die Summe ihrer Taten.

    Ich glaube das nehmen hier die wenigsten an.
    Trotzdem hat man in seinem Leben immer auch eine Wahl. Eine Wahl welchen Weg man geht und wie man mit seinen Erlebnissen um geht und diese kanalisiert. Genau das macht für mich DEN Unterschied: Ein Opfer hat keine Wahl.
    Es gehört schon etwas mehr dazu um aus einem Opfer zwangsläufig einen Täter zu machen. Bei solchen Menschen stimmen noch ganz andere Dinge nicht, die ihn für die Sicherheit der Gesellschaft untragbar machen. Davon bin ich überzeugt.

    Aber durch andere, höhere Strafen für die Täter ist keinem Opfer seine traumatische Erfahrung genommen.

    Nein, aber es wäre schlicht und ergreifend gerechter. Weil man ein Leben gegen ein Leben aufwiegt.
    Ob ich als Opfer einem Täter verzeihe ist meine Angelegenheit und Aufgabe.
    Wenn es der Staat für mich tut, obwohl ich dazu nicht bereit bin, finde ich das nicht Richtig!

  • Avatar Silver sagt:

    @Strick,

    Ich unterschreibe bei dir aus persöhnlichen Empfinden voll und ganz. Ich wollte lediglich hinzufügen, dass ich eine mögliche Gerechtigkeit bei solchen Taten stark bezweifle.

    Gerechtigkeit im engeren Sinne vielleicht nicht :denk: aber eine Form von Genugtuung und das kann durch aus schon mal für seelsiche Entspannung sorgen.

    Wer jemals einer Hinrichtung beigewohnt hat (gerade die Angehörigen der Opfer) spricht in den meisten Fällen nicht von einem Gefühl der Genugtuung. Dies scheint sich dadurch genausowenig einzustellen, wie ein Gefühl der Gerechtigkeit. Wenn überhaupt, könnte eine solche Strafe in meinen Augen mit dem Gedanken der Gerneralprävention gerechtfertigt sein. Und das in auch nur den wenigsten Fällen. Aber das steht ja weder hier noch in der BRD zum Glück zur Debatte.

    Gibt es eigentlich Statistiken die zeigen wie oft ein Lebenslang ein
    Lebenslang bleibt und wie oft eine Begnadigung nach 15 Jahren erfolgt?

    Solche Statistiken gibt es betimmt, jedoch kenne ich sie nicht. Aus eigener Erfahrung mit diesen Dingen, weiß ich jedoch, das dem erstmöglichen gnadenersuch nach 15 Jahren in den seltsensten Fällen !!! stattgegeben wird. Vielmehr dem nach 25 Jahren oder sogar noch später. Jemand, der mit 25 Jahren einen Mord begeht ist mit 50 betimmt nicht mehr derselbe Mensch. Besonders, wenn er die letzten 25 Jahre im Gefängis in Einzelhaft verbracht hat!

    Nein, aber es wäre schlicht und ergreifend gerechter. Weil man ein Leben gegen ein Leben aufwiegt.

    Ein Leben gegen ein Leben aufzuwiegen ist in der Justiz in Deutschland verboten. Das ist sogar einer der Grundgedanken des hiesigen Rechtsstaates und gründet sich im Bezug auf den Staat in der Menschenwürde an sich und dem Grundcharakter der Menschenrechte.

    LG, Silver

  • Avatar träumel sagt:

    :hug:
    Tina, meinen allergrößten RESPEKT :hug: :hug: :hug:
    :friend:
    DANKE FÜR DEINE WORTE !
    :hug:

  • Avatar Willow sagt:

    Ich hab lange gewartet, bis ich hier was sagte, und hab lange überlegt, übverhaupt was zu sagen.
    Silver, vielleicht ist wirklich ein lebenslang auch ein lebenslang, aber – und das wird hier irgendwie nicht gesagt, wird lebenslang eher selten als Urteil gesprochen.
    ich bin selbst von Missbrauch betroffen und ich arbeite ehrenamtlich in einem Verein, der Missbrauchsopfer vertritt. In den meisten Fällen kommen Täter mit Strafen unter 10 Jahren weg. Ehrlich gesagt, sind wir über 10 Jahre schon froh.
    Sex. Missbrauch von Kindern ist in unserer Gesetzgebung nichtmal ein Verbrechen, sondern ein Vergehen, was ein ziemlicher Unterschied in der Strafe darstellt.
    Und ob genug für Opfer getan wird, kann ich getrost aus Erfahrung verneinen. OEG Verfahren gehen oftmals über JAHRE, ehe sie entschieden werden. Opfer müssen vor Gericht ein Glaubwürdigkeitsgutachten bestehen – komischerweise der Täter nicht. Für Therapien gibt es starre Grenzen, nach denen die Krankenkassen nur durch harten Kampf dazu zu bringen sind, weitere Therapiestunden zu bewilligen. Oftmals gibts dann eben keine mehr, weil nicht jeder Betroffene noch die Kraft für solch einen Kampf hat. Nichtbetroffene werden jetzt einwenden, dass man irgendwann ja auch wieder gesund sein muss – aber das geht bei Menschen, die über jahre oder jahrzehnte missbraucht wurden, nicht innerhalb von 2 Jahren.
    Die staatlichen Beihilfen für Beratungsstellen werden immer mehr gesenkt.
    Was macht die Politik? Redet am runden Tisch OHNE Vertreter von Opfervereinigungen. Und als Zwischenergebnisse ist genau das dann auch zu spüren.
    Und falls jetzt Otto kommt und fragt, was ich dagegen tue – in dem Verein mitarbeiten, immer wieder laut werden, Ausstellungen organisieren, in denen die Opfer eine Stimme haben, mit der Poliik streiten und unbequeme Fragen stellen, und auch immer wieder weinen über Verständnislosigkeit.
    Was tut ihr?

  • otto otto sagt:

    Ich möchte zusammenfassend auf die vorgebrachten Positionen eingehen. Und ich bin mir darüber im Klaren, dass es in einer Vielzahl von Einzelaspekten keine Übereinstimmung gibt.

    Aus mehreren Stellungnahmen kommt als zentrale Forderung/Feststellung, dass bei Vergewaltigung/Kindesmißbrauch deutlich härtere Strafen verhängt werden müssten. Da ist von „ein paar läppischen Jahren als Freiheitsstrafe“ die Rede, wobei der Täter im Bau alles habe („Luxus“). Lebenslänglich müsse lebenslänglich bleiben! Die Wertigkeit der Pragrafen,die irgendwann einmal festgelegt wurden, müsse überprüft werden.

    Es wird deutlich, dass es hier eine Lücke zwischen Forderungen und der Realität gibt. Diese Lücke könnte nur der Gesetzgeber schließen. Im politischen Raum sehe ich jetzt und in absehbarer Zukunft keine Initiative, die hier eine Änderung des Strafrahmens anstreben würde.

    Noch schwieriger würde es, wenn gefordert wird, beim Urteil dürfe nicht nur der Übergriff als Tatbestand gelten, sondern alles was daraus erwächst müsse in die Wagschale geworfen werden. Dies wäre nur mt einer pauschalen Strafverschärfung möglich. Ich sehe keine Möglichkeit der Umsetzung.

    Die Hilfe für die „Opfer“ bleibt diffus. Es wird beklagt, dass sich die Opfer alles selbst erarbeiten müssen, während die Täter im Bau alles haben. Ebenso wird kritisiert, dass entsprechend dem Grundsatz „in dubio pro reo“, im Zweifel für den „Täter“ entschieden wird.
    In beiden Fällen sehe ich keine Lösungswege. Aus den vorgebrachten Diskussionsbeiträgen wurden keine zielführenden Vorschläge vorgebracht.

    Bei allen Schwierigkeiten und Ungerechtigkeiten im Einzelnen gilt trotzdem: Zum Rechtsstaat gibt es keine Alternative!

  • Avatar maurits sagt:

    ich frage mal in die Runde.
    IST es denn so, dass die Opfer keine oder nur wenig Hilfe bekommen?
    Im Rahmen z. B.einer posttraumatischen Belastungsstörung, reaktiven Depression, emotional instabilen Persönlichkeitsstörung um nur einige Krankheitsbilder zu nennen, die auch in Folge massiver Traumatisierung auftreten können, IST es tatsächlich so, dass die Betroffenen keine Hilfe oder nicht ausreichende Hilfe bekommen?

    Ich kenne das so, dass entsprechende Krankheitsbilder auch ohne grosse Probleme behandelt werden, ambulant oder stationär, letzteres scheint im Notfall, wenn die Behandlung schnell erfolgen soll, die bessere Alternative zu sein, da in Deutschland recht lange Wartezeiten auf ambulante Therapieplätze bestehen.

    Ich arbeite in einer Klinik für Psychiatrie und glaube zu wissen wovon ich spreche. Man kann zu einem niedergelassenen Nervenarzt gehen, sich um eine ambulante Psychotherapie kümmern, oder sich im Notfall eine Einweisung für die Klinik geben lassen. Mit letzterem ist vielleicht erst mal die grösste Not gelindert, und es werden einem mit Sicherheit Wege aufgezeigt, wie es weitergehen kann. Kein Patient mit einer der o.g. Diagnosen wird im Notfall abgewiesen, sollte es sich um keinen akuten Notfall handeln wird man auf eine Warteliste gesetzt, die im stationären Bereich aber deutlich weniger Zeit braucht als ambulant.

    Ansonsten sollten wir mal zum Thema zurückkehren. Ein psychopathischer Kindesmörder wird wohl kaum milde Richter bekommen oder nach wenigen Jahren im „Luxusknast“ frei draussen herumlaufen. Hier wird echt alles über einen Kamm geschoren im Moment.

    Und mal eine andere Frage, was hätten die Kritiker denn als Alternative zum verpönten „Rechtsstaat“ anzubieten?

    Sorry aber bei einigen Aussagen hier habe ich ein sehr merkwürdiges Bauchgefühl und dabei geht es nicht um die Aussagen von Otto oder Silver.Ich werde mich aber aus Rücksichtnahme nicht weiter dazu äussern.

    lg
    maurits

  • GidranX GidranX sagt:

    Aus den vorgebrachten Diskussionsbeiträgen wurden keine zielführenden Vorschläge vorgebracht.

    Ähm, keine Beiträge die für DICH zielführend wären? Für mich nämlich schon..ich fände Strafverschärfung äusserst zielführend.

  • Avatar maurits sagt:

    keine Strafe der Welt hält potentielle Täter von ihren Taten ab, Gidran.
    Ausserdem hat sich hier niemand gegen Strafverschärfung ausgesprochen, nicht mal otto, auch er räumt ein, dass es Ungerechtigkeiten gibt.

    Seine Aussagen sind wohl eher dahingehend zielführend, dass nicht Ziel sein kann, dass es eine „Rechtssprechung“ gibt, in der jeder jedem an den Kragen gehen kann.

    Aber ist ja wie immer, wer ein Haar in der Suppe sucht, der findet auch eins.

  • Avatar Willow sagt:

    Hallo Maurits, hm, mal aus meiner Erfahrung als Mitarbeiter im Verein und selbst Betroffene. Wartezeiten bei Therapeuten von 6 – 9 Monaten sind keine Seltenheit. Oftmals nach der wartezeit dann erst die probatorischen Sitzungen und mit Pech feststellen – passt nicht. Weitersuchen, wieder Wartezeit..etc. Viele Akutkliniken haben keine ausreichende Erfahrung mit Traumaerfahrungen und Therapie sondern sind eben Akutkliniken. Ich weiß, das werden die Mitarbeiter der Kliniken jetzt abstreiten, ist aber oft erlebt. Gute Kliniken mit Traumastationen haben oftmals auch mehrere Monate Wartezeit. Krankenkassen verweigern oft die von Therapeuten oder ärzten empfohlenen Kliniken und verweisen auf Vertragskliniken, die für die KK billiger sind, aber gar nicht das passende Behandlungsspektrum haben. Nach 80 – 100 Therapiestunden macht die KK erstmal dicht, entweder man hat einen Therapeuten, der für einen kämpft und sich auch mit der Kasse anlegt, dann kan man mit Glück nochmal 25 Stunden mehr kriegen. (Analytische Therapie hat mehr Stunden, bis zu 300 – ist aber oftmals für Opfer nicht die passende Therapieform) http://www.gegen-missbrauch.de Schaut euch um, schaut auch mal im offenen Teil vom Forum vorbei, lest unsere Forderungen, Antworten an den runden Tisch, schaut euch die Opferseite an, die Seite von denen, die kämpfen. Und hört nicht nur die Seite derer, die entscheiden, was am Besten zu sein hat. Ich höre hier auf zu schreiben, ihr könnt mir gerne PN´s schreiben. Aber mich machen Ottos Beiträge echt müde….

  • Avatar Monty sagt:

    ich frage mal in die Runde.
    IST es denn so, dass die Opfer keine oder nur wenig Hilfe bekommen?

    Wenn du so fragst, dann möchte ich auch kurz etwas zu deiner Frage schreiben. Ja, es ist so, dass die Opfer weniger Hilfe bekommen!
    Ich habe erlebt, dass der Täter sehr schnell einen Therapieplatz- erst ambulant, dann sogar in einer Tagesklinik- erhalten hat. Die Opfer haben zwar relativ schnell die Zusage zu einer Therapie in der entsprechenden Klinik erhalten, bis der erste Termin stattfand dauerte es ewig. Und das trotz wiederholtem Anrufen, drängeln und bitten.
    Der Täter mußte natürlich schnell therapiert werden, er bat selbst darum, denn ohne Therapie konnte/ wollte er nicht garantieren, das sein „Fehlverhalten“ ihn nicht wieder leitet. Von den Opfern ist ja erstmal keine Gefahr zu erwarten, die können warten. :seufz:

    Das der Täter lediglich eine Bewährungsstrafe erhalten hat, es sich aber bei zumindest einem der Opfer abzeichnet, das es lebenslang ein Päckchen zu tragen hat, was es nicht tragen kann erwähne ich nur am Rande.
    Nein, wir reden hier nicht von Mißbrauch, aber was geschehen ist ist schlimm genug.

    Dann soll in einer Sache, die eng mit dieser zusammen hängt nach 2,5 Jahren endlich mal ein Urteil gefällt werden und 3 Tage (!!!) vor dem Gerichtstermin wird dieser abgesagt wegen Dezernatswechsel. Da soll mir nochmal einer was von einem Rechtsstaat erzählen. 🙁

  • GidranX GidranX sagt:

    keine Strafe der Welt hält potentielle Täter von ihren Taten ab, Gidran.

    Doch. Wenn sie nicht mehr aus dem Gefängnis oder Klinik rausdürfen, dann schon.

  • Avatar maurits sagt:

    Monty, auch wenn es Dir nicht gefällt, und es gefällt mir auch nicht.
    Aber wenn das so ist, dass der Täter eine Therapie bekam, dann lag eine behandlungsbedürftige Störung vor. Damit will ich die Tat nicht schön reden, sondern nur erklären, warum der nicht sofort in den Knast ging.
    Wenn der „für nichts garantieren“ konnte, dann lag sogenannte „Fremdgefährdung“ vor, damit bekommt jeder erst mal ein Ticket in eine Akutklinik.
    Ich kann Dich beruhigen, Leute die „tricksen“, um dem Knast zu entgehen, werden in der Regel schnell durchschaut und nicht sonderlich lange therapiert, sondern von der Polizei abgeholt.

    Liegt keine „Eigen- oder Fremdgefährdung“ vor, besteht kein Notfall, der eine sofortige Aufnahme rechtfertigt.
    Das Übel mit den wenigen Therapieplätzen für psychisch Kranke ist wohl eher dem Gesundheitswesen anzulasten.

    Willow es ist richtig, dass eine Akutklinik keine Traumatherapie ersetzt, jedoch kenne ich nicht wenige Fälle, die in Akutkliniken erst mal so weit stabilisiert wurden, dass sie anschliessend fähig waren, eine Behandlung in einer Spezialklinik durchzuführen.

    Man kann das nicht pauschalisieren, ich möchte aber auch ein wenig Transparenz aufzeigen, warum einige unverständlich scheinende Dinge so und nicht anders sind.

  • Avatar Vamos sagt:

    Bei allen Schwierigkeiten und Ungerechtigkeiten im Einzelnen gilt trotzdem: Zum Rechtsstaat gibt es keine Alternative!

    Bei allem Respekt. Aber weisste woran mich Dein sich immer und immer wiederholendes Geschreibsel erinnert? An die Riege von Betonköpfen, die vor mehr als 2 Jahrzehnten ein Volk von 17 Millionen Menschen mit ihren Wahnvorstellungen vom tollen Sozialismus in Schach hielt. Das ist wirklich penetrant. :rolleyes:

  • Avatar Mumpitz sagt:

    Man kann zu einem niedergelassenen Nervenarzt gehen, sich um eine ambulante Psychotherapie kümmern, oder sich im Notfall eine Einweisung für die Klinik geben lassen.

    Auch wenn es eigentlich OT ist: Für mich liegt der Casus Knaktus in Deinem „man kann“. Wenn ich das richtig verstehe, meinst Du: „Das Opfer kann…“. Ich bin selbst nicht direkt betroffen, frage mich aber, ob das Opfer einer schweren Gewalt-Tat wirklich immer die Kraft, das Wissen und das Können hat, um sich um diese Dinge zu kümmern. Es fällt mir, als selbständiger Berufstätiger und alleinerziehender Mutter, ja schon schwer, mit den Behörden um z.B. das Kindergeld zu kämpfen – aus Zeitmangel, nervlich, weil es mir schwer fällt, „Bittsteller“ zu sein und aus noch vielen anderen Gründen. Da frage ich mich, wie es einem Menschen wohl geht, der durch die Schuld und das Vergehen eines anderen seelisch und vielleicht auch körperlich am Boden ist….

  • Avatar Monty sagt:

    Maurits, ich habe jetzt schon zweimal angesetzt um darauf noch etwas zu schreiben, krieg es aber nicht formuliert ohne dass es jetzt und hier zu sehr in meinen persönlichen Bereich geht.

    Genau, das was du versuchst transparenter zu machen, ist das was ich nicht begreife und nie begreifen werde. :no:

  • GidranX GidranX sagt:

    Vamos, das ist ja nun völlig daneben! Otto hat seine – sicherlich sehr fundierte Meinung. Und ich denke, dass gerade bei so einen Thema kühle Köpfe ausgesprochen wichtig sind.

  • Avatar Vamos sagt:

    Vamos, das ist ja nun völlig daneben! Otto hat seine – sicherlich sehr fundierte Meinung. Und ich denke, dass gerade bei so einen Thema kühle Köpfe ausgesprochen wichtig sind.

    Ja, und ich habe meine. Auch wenn die vielleicht nicht so fundiert ist und anderen Leuten nicht passt. Und ´ nen kühlen Kopf haben bei dem Thema wohl die wenigsten.

  • Avatar Strick sagt:

    wobei der Täter im Bau alles habe („Luxus“)

    Im politischen Raum sehe ich jetzt und in absehbarer Zukunft keine Initiative, die hier eine Änderung des Strafrahmens anstreben würde.

    So war das von mir nicht gemeint :no: und ich glaube das habe ich deutlich genug in einen entsprechenden Kontext gesetzt.
    Ich meine nicht den monetären Luxus sondern die für Täter gut funktionierenden Strukturen, die sich Opfer im Verhältnis erst einmal mühseelig suchen müssen.

    Ich sehe keine Möglichkeit der Umsetzung.

    Und genau das scheint all den Instanzen so zu gehen. Warum ist das so?
    Genau diese Tatsache verurteile ich.
    Typisch Deutsch. Es war so, es ist so, es wird so bleiben. Alles andere wäre zu unbequem, zu müßig und wir müssten uns mit unbequemen Dingen herumschlagen die auf der Sachebene nicht so leicht zu klären sind, wie wir uns es in den letzten Jahrzehnten gemacht haben.

    Ebenso wird kritisiert, dass entsprechend dem Grundsatz „in dubio pro reo“, im Zweifel für den „Täter“ entschieden wird.

    Wieder falsch verstanden Otto. Ich bezog mich damit auf die Schwerpunktlegung dieser Tatsache.
    Das immer davon ausgegangen wird, das gewisse Menschen zu rehabilitieren seien, das es ihr Grundrecht ist, der Menschenwürde entspricht und das davon ausgegangen wird, daß Gnade geübt werden muss.
    Genau daran Krankt es. Manche Täter haben all das nicht verdient.

    Zum Rechtsstaat gibt es keine Alternative!

    Ich verstehe diesen immer wärenden Einwand nicht richtig. Wer zweifelt denn den Rechtsstaat an?
    Nur weil ich mir wünsche, das vielleicht die seelische, die menschliche Ebene im Rechtstaat mehr Gewicht erhalten müsste?!
    Wenn dieses Ansinnen schon Anarchie bedeutet, na dann mal gute Nacht Marie.

    Aus den vorgebrachten Diskussionsbeiträgen wurden keine zielführenden Vorschläge vorgebracht.

    Doch! Nur keine die dir Sinnvoll erscheinen.
    Weil du deine praktischen, theoretischen, sachlichen Vorstellungen gewichtest.

    Ein Leben gegen ein Leben aufzuwiegen ist in der Justiz in Deutschland verboten.

    Sehr bedauerlich! Ich meine damit nicht die Todesstrafe!

    Ich höre hier auf zu schreiben,

    Ich kann auch nicht mehr. Danke dir aber trotzdem sehr das du hier postest :friend:

    Für mich liegt der Casus Knaktus in Deinem „man kann“. Wenn ich das richtig verstehe, meinst Du: „Das Opfer kann…“. Ich bin selbst nicht direkt betroffen, frage mich aber, ob das Opfer einer schweren Gewalt-Tat wirklich immer die Kraft, das Wissen und das Können hat, um sich um diese Dinge zu kümmern. Es fällt mir, als selbständiger Berufstätiger und alleinerziehender Mutter, ja schon schwer, mit den Behörden um z.B. das Kindergeld zu kämpfen – aus Zeitmangel, nervlich, weil es mir schwer fällt, „Bittsteller“ zu sein und aus noch vielen anderen Gründen. Da frage ich mich, wie es einem Menschen wohl geht, der durch die Schuld und das Vergehen eines anderen seelisch und vielleicht auch körperlich am Boden ist….

    Genau das ist der Punkt. Alle Opfer die ich erlebt habe (und es waren mehr als 10) haben sehr viel mit sich selber zu tun.
    Sie haben keine Kraft, kennen ihre Rechte nicht und und wenn sie sie kennen, müssen sie sehr kämpfen. Oft landen sie über X Stationen in der für sie richtigen Therapieform und sind dann schon Therapiemüde oder haben sich so in sich selbst zurück gezogen, das erst einmal nichts mehr geht.
    Beispiele für die Diskrepanz zwischen den theoretischen Möglichkeiten und der Wirklichkeit, könnte ich hier noch Stunden weiter ausführen.
    Aber mal eben zum Arzt oder in die Klinik gehen so leicht ist es eben nur auf dem Papier oder in seltenen Glücksfällen.

    Maurits, ich habe jetzt schon zweimal angesetzt um darauf noch etwas zu schreiben, krieg es aber nicht formuliert ohne dass es jetzt und hier zu sehr in meinen persönlichen Bereich geht.

    geht mir ähnlich und darum hoffe ich das es mir gelingt mich auch aus zu klinken.
    Ich habe großen Respekt vor inhaltlicher Sachlichkeit auch wenn mir die Inhalte nicht gefallen.
    Aber in diesem Fall glaube ich, das genau hier die Crux unseres Rechtssystems liegt. Hier geht es nämlich nicht mehr um einfache Vorgänge, es werden keine Nummern behandelt, keine theoretischen Fälle verhandelt, kein so sollte es sein, so hätte es sein sollen, etc. Sondern es geht um Menschen, individuell und mit unter sehr, sehr schwer verletzt, mißbraucht und gedehmütigt.

  • Avatar Silver sagt:

    Silver, vielleicht ist wirklich ein lebenslang auch ein lebenslang, aber – und das wird hier irgendwie nicht gesagt, wird lebenslang eher selten als Urteil gesprochen.

    Ich habe bereits weiter oben geschrieben, dass es nur einen Straftatbestand im StGB auf den die Strafandrohung lebenslänglich steht. Und das ist § 211 StGB: Mord.
    In dem Fall Mirko, wird es für den Täter (je nach seinen Motiven, denn das ist ausschlaggebend für die Einstufung einer Tat als Mord, bzw. die konkrete Tatausführung als solche) wohl warscheinlich darauf hinauslaufen. Diese Strafandrohung ist sobald der Tatbestand des Mordes verwirklucht wurde zwangsläufige Folge! Von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, die aber mit diesem Fall nichts zu tun haben.
    Lebenslänglich ist und bleibt lebenslänglich!

    Das sexueller Missbrauch anders bestraft wird als Mord ist für mich nachvollziehbar. Und das sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen „nur“ ein Vergehen ist, stimmt nur bedingt. In besonders schweren Fällen, ist es ein Verbrechen. Unter besonders schweren Fällen sind alle die Fälle einzuordnen, die umgangssprachlich bereits als „Missbrauch“ verstanden werden. Wen es interessiert kann §§ 176 StGB nachlesen.

    Sicher wird zuwenig für Opfer getan. Das habe ich nie bestritten. Aber es wird dennoch bereits von vielen Stellen gehandelt. Das man immer noch mehr tun könnte steht in diesen Fällen völlig außer frage.

    LG, Silver

  • Avatar Fiorella sagt:

    Hallo,

    ich lese hier bisher still mir, und frage mich jetzt eigentlich schon seit einigen Seiten, ob diejenigen, die hier so vollmundig auf den „laschen Rechtsstaat“ schimpfen, sich nicht mal überlegen möchten, dass sie das gar erst nicht schreiben könnten, wenn sie nicht genau in diesen dummen laschen Rechtsstaat lebten.

    Jedenfalls würden sie es eher nicht zweimal schreiben, den sie hätten ziemlich sicher nach dem ersten Mal Besuch vom Staatsschutz und sässen ggf. selbst ganz schnell im „Luxusknast“, im Hausarrest oder hätten mit Veröffentlichungsverboten zu rechnen.

    Alles hat eine Kehrseite.

    Und dummerweise ist die Kehrseite des Rechtsstaates der Überwachungsstaat ohne durchgängiges Menschenrecht.

    Menschenrechte kann es nur für alle geben, oder keiner hat sie wirklich. Menschenrechte für manche geht nicht.

    Natürlich hat unser System Fehler. Aber ein Rechtssystem ohne Fehler kann es nicht geben, denn diese Systeme werden von Menschen gemacht und bedient.

    Und da sind mir persönlich jetzt die Fehler in unserem System doch deutlich lieber als die der totalitären Alternative.

    Gruss, Fio

  • Avatar Strick sagt:

    KTB Das ist an Dünnsinnigkeit nicht zu überbieten :doh:
    Ich kann nicht mehr, echt nicht.

  • Avatar dat ninalein sagt:

    ja ne is klar…

    und weil ich jetzt in so einem *laschen* rechtsstaat lebe, soll ich das ALLES so hinnehmen oder wieeee??? :doh:

    passt scho…

  • GidranX GidranX sagt:

    Menschenrechte kann es nur für alle geben, oder keiner hat sie wirklich. Menschenrechte für manche geht nicht.

    Ich bleibe dabei, ein Mensch der Kinder tötet und mißbraucht sollte diese Rechte für sich selbst verwirkt haben. Fertig. Ich sehe da überhaupt kein Problem für einen Rechtsstaat im allgemeinen und auch nicht im besonderen. Ich frage mich ernsthaft, wer das als ungerecht ansehen sollte, wenn Triebtäter bis an ihr natürliches Lebensende weggesperrt sind? Meine Güte, sie haben die Menschenrechte ANDERER mit Füßen getreten!!

  • Avatar Saro sagt:

    Ich gehe mit Euch einig, dass misshalndelnde Uebergriffe extrem tiefe Wunden schlagen können. Genau aus diesem Grund ist es richtig, dass nicht die betroffenen, sondern neutrale Personen sich mit den Strafen beschäftigen.
    Eigentlich könnte ich fast alles was otto schreibt unterschreiben, verstehe aber die unendliche Wut, Ohnmacht, und Traurigkeit wie auch andere Gefühle die bei den Betroffenen hochkommen.
    In der Schweiz wurde über genau dieses Thema abgestimmt. die Verwahrungsinitiative wurde vom schweizer Volk gutgeheissen und hat erhebliche rechtliche Probleme geschaffen. Das Schweizer Volk hat sich in der Mehrheit genau für das ausgesprochen, was hier gefordert wurde, das lebenlsange Verwahren von gefährlichen Täter. Nur dieser Volkswille entspricht nicht den Menschenrechten. Ist mit letztern nicht konform, weil dort eben bestimmt wird, dass solche einmalig gefassten Beschlüsse immer wieder neu beurteilt werden müssen.
    Ist es denn wirklich richtig, dass jemand ein für allemal aus dem Verkehr gezogen wird? Ich finde diese Vorstellung dieses Definitive sehr gefährlich und auch gefährdet für Missbräuche.

  • Avatar lovelyhorses sagt:

    Nina,ich bin voll und ganz deiner Meinung :ja:

  • Avatar Strick sagt:

    Ist es denn wirklich richtig, dass jemand ein für allemal aus dem Verkehr gezogen wird?

    Ist es denn wirklich richtig, daß man sich an Menschen, Kindern, Frauen vergehen darf, möglicherweise auch Wiederholt, wenn es das Strafmaß ermöglicht? Nur weil neutrale Personen fest legen, daß auch ein Täter die selben Menschenrechte hat wie jemand der sich nichts zu Schulden kommen lässt?

  • Avatar Fiorella sagt:

    Aber das sagt das doch keiner.
    Niemand darf sich an jemand anderem vergehen. Das ist und bleibt ein schweres Verbrechen, für das ein Täter unbedingt zur Verantwortung gezogen werden soll.
    Und nein, ein Täter soll nicht mehr dieselben Rechte haben wie ein Nicht-Täter.
    Er soll und muss nur bitte noch irgendwelche Rechte haben.

    Wenn ihr vom Verwirken von Menschenrechten redet, wie stellt ihr euch das denn konkret vor?

    Wie wollt ihr z.B. Justizirrtümer ausschliessen? Und wie soll so ein rechtloser Mensch leben?

    Gruss, Fio

  • Avatar Saro sagt:

    Natürlich nicht, Stricki, natürlich nicht…. Aber diese Definitven Lösungen sind genauso gefährlich, bedrohlich oder unmenschlich.
    Es ist einfach ein reisen Dilemma. Die Geschichte zeigt, dass so rigide Gesetzt halt leider missbraucht werden können und riesigen Schaden anrichten können.
    Ich finde es echt ein zweischneidiges Schwert.
    Das wichtigste ist wohl, dass man darauf achtet, dass die Leute, die sich im Umfeld von solchen Taten beruflich bewegen, von der Polizei bis zum Richter vom Opferhelfer bis zum Klinikpersonal so gut wie möglich ausgebildet werden. Und ja über eine gute Portion gesunden Menschenverstand verfügen, eine Qualität die leider irgendwie immer mehr abhanden kommt.

  • Avatar ambra sagt:

    Ein sehr extremes Thema…

    Wahre Gerechtigkeit gibt es nicht, gäbe es sie, wäre sie alttestamentarisch… also Auge um Auge. Und das beginnend mit dem kleinsten Vergehen.

    Ich war nie ein Opfer und ich hoffe, dass ich nie eines werde. Allein der Gedanke daran reicht, damit mein Herz das Auge um Auge-Prinzip haben möchte.
    Mein logisches Denken sagt, dass es einfach nicht umsetzbar ist.

    Sexuell veranlasste Gewalttaten sind für uns „Normale“ einfach unfassbar und auch überhaupt gar nicht nachvollziehbar. Genau da sehe ich die Schwierigkeit in Strafe, Strafmass, Dauer der Wegsperrung und Prognose aus Resozialisierung…
    Kann überhaupt einer der „Normalen“ einen Sexualstraftäter beurteilen, verstehen, eine Prognose abgeben?
    Oder ist allein der Versuch der Prognose ein russisches Roulette? ICH verstehe schon Menschen nicht, die ihr Tier vernachlässigen… wie könnte ich einen Menschen, der aus Trieb einen anderen schändet und tötet verstehen?

    Für ein Sexualopfer oder ein Mordopfer kann es keine Gerechtigkeit geben, selbst das Auge um Auge-Prinzip und die Tat als Strafe am Täter könnte keine Gerechtigkeit herbeiführen. Das Opfer bliebe auch weiterhin das Opfer, evtl. wäre kurzfristig eine Art von Rache befriedigt.
    Aber neben der Gerechtigkeit für das Opfer halte ich den Schutz aller anderen Menschen auch nicht weitere Opfer zu werden für oberste Priorität.
    Eben gelesen, wird ein Bruchteil der verurteilten Sexualtäter wieder rückfällig. Ok, nur ein Bruchteil… aber welcher Bruchteil?
    Ich bin kein Opfer und ich bin auch nicht der Gutachter über diese Straftäter. Beide Positionen übersteigen meine Vorstellungskraft.
    Und welche Schuldgefühle muss ein Gutachter haben, der sich geirrt hat? Wie kann man mit einer solchen Schuld leben?

    Ich habe zu diesem Thema eine Herzensmeinung „Weg mit diesen Unmenschen, irgendwie Hauptsache weg“ aber mein Intellekt weiss natürlich, dass unser Rechtssystem mit dieser Einfachheit nicht funktioniert.

    Trotzdem muss bei schwerwiegenden Täterprofilen die anschliessende Sicherheitsverwahrung gewährt sein, ohne Wenn und Aber.
    Aber auch hier, wer entscheidet darüber wer schwerwiegend ist oder wer „einfach“ ist.

    Vielleicht wäre bei diesem Täterkreis ein Strafmass nach amerikanischem Vorbild angezeigter…

  • Avatar pfema sagt:

    Bevor hier das Geschrei losgeht, den Beitrag von Küwi habe ich gelöscht. Und ich habe nicht die Absicht zu erklären, warum…
    Bitte haltet Euch an die Regeln, sonst schließe ich diesen Thread.

  • Avatar Vamos sagt:

    Wenn ihr vom Verwirken von Menschenrechten redet, wie stellt ihr euch das denn konkret vor?

    Zum tausendsten Mal: In dem dieser Mensch in den Knast oder in die Geschlossene wandert. Und zwar für immer, bis an sein Lebensende. Ohne Resozialisierungsmaßnahmen, Therapien, Freigang oder dergleichen. Was ist daran so schwer zu verstehen?

    Wie wollt ihr z.B. Justizirrtümer ausschliessen?

    Dazu sollte ein fähiger Rechtsstaat doch wohl in der Lage sein, oder? So sollte es auf keinen Fall laufen.

    Und wie soll so ein rechtloser Mensch leben?

    In einer Zelle mit spartanischer Vollpension. Mit ein paar persönlichen Sachen. Der Möglichkeit sich zu beschäftigen, lesen, fernsehen oder mal ein paar Runden auf´m Hof zu drehen. Das bezeichne ich nicht als unmenschlich oder rechtlos. So, und bevor ich mir jetzt einen weiteren Tag mit dieser sich im Kreis drehenden Diskussion versaue, mach´ich ´s wie Strick und klink´ mich aus…Passt gut auf Eure Kid´s auf. 😉

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