Mein Isi ist kopfscheu!

By Lira*-* | Archiv: Allgemeine (Pferde)Themen

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Hallo ihr lieben! Ich habe eine Isländerstute(20 jahre alt) undnich kann sie beim putzen oder auch beim satteln oder so was nicht anbinden, weil ich echt schlechte Erfahrungen damit gemacht habe, wenn ich sie früher angebunden habe… Sie ging einen Schritt zurück und als sie merkte, dass sie fest war, ging sie los und zeriss schon mehrere halfter.Seitdem lege ich den strick nur noch über den balken damit sie sich jederzeit losmachen kann, aber auf die dauer ist das echt blöd, da sie wenn ich kurz weg bin,einfach weglaufen kann… :flucht:
Hat jemand ne Idee wie ich DAS aus ihrem Kopf kriegen kann???Ich danke für jede Hilfe!! :ja:

  • Avatar Porthago sagt:

    also meinen kann ich auch nicht anbinden…und möchte es auch nicht mehr…er hat sich schon 2 mal fast aufgehangen und dass ist mir zu riskant….er bleibt jedoch nach langr langer übung brav stehen…selbst wenn ich mich mal entferne

  • Avatar Passion-Photo sagt:

    Denke entweder du erziehst konsequent zum stehenbleiben unangebunden – mit viel Geduld dann auch auf Entfernung, indem du die Zeitspannen und Distanzen nach und nach verlängerst und stehenbleiben toll honorierst.
    Oder du beginnst mit kurzen Anbindeintervallen, wo du vllt erstmal gar keinen Knoten machst sondern nur den Strick durchziehst und festhältst. So kannst du zur Not nachgeben. Und wenn sie brav stehenbleibt ohne sich aufzuhängen wird sie da natürlich auch gebührend belohnt. 😉 Da kann man das dann denk ich mit der Zeit hinkriegen, dass sie nicht mehr in Panik gerät, wenn sie Zug verspürt.

    Schätze aber mal, dass du einige Zeit brauchen wirst, denn wenn sich etwas festgesetzt hat und ja bereits 20 Jahre Bestand hat, dann wird es schwieriger werden als mit nem Jungpferd. Aber ein Versuch wäre es ja wert! 🙂

    Ist es denn wirklich Panik oder eher „Hab-keinen-Bock-mehr-also-reiß-ich-mich-los“ ?? Habe schon beide Sorten kennengelernt, mein früheres Pferd war auch leicht panisch. Aber zum Glück relativ selten so sehr, dass wortwörtlich alle Stricke gerissen sind. Habe aber auch eine Jungstute kenngelernt, die insgesamt eine „Harte Nuss“ war und jedes Mal wenn sie keinen Bock mehr hatte, ging das Aufhäng-Spiel los. :whistling:

  • Avatar Biene398 sagt:

    Moin,
    also wir haben ja jetzt eine junge Isi- Stute da und mit der müssen wir auch Aufhalftern und Anbinden usw. üben. Eine Frage vorraus, ist deine Stute Kopfscheu (also lässt sich am Kopf nicht anfassen usw.) oder hat sie nur schlechte Erfahrungen mit dem anbinden gemacht??
    Wenn sie schlechte Erfahrungen mit dem anbinden gemacht hat, dann probier doch mal, dass du den Strick nur durch den (Anbinde-) Ring ziehst und festhältst, während du ihr ein bisschen Brot auf den Boden legst. Wenn sie dann Rückwärts zieht, kann sie weichen, soviel du/ sie will(st) und bekommt keine Panik. Anfangs würde ich sie noch weit weichen lassen, mit der Zeit dann weniger und i-wann lässt sie sich vielleicht wieder normal anbinden?!.
    Aber ob das so funktioniert weiß ich nicht, hab DAS Problem selbst noch nicht gehabt. Nur das meine Ehemalige Rb mein Pony angebunden hat und dann mit der Gerte drauf eingedroschen hat, aus welchem Grund auch immer. Seit dem steht sie nicht mehr an einer Stelle sondern läuft regelmäßig hin und her, soweit der Strick reicht. Aber das ist auch wieder besser geworden Gott sei Dank ;D.
    Hab meiner aber auch das Stehen auf der Stelle bis ich wieder da bin beigebracht, funkioniert gut außer sie erschrickt sich oder aber jemand raschelt mit Kraftfutter 😉
    Gruß Franzi

  • Avatar Lira- sagt:

    erstmal dankeschön! also ich kann mich von ihr auch entfernen und mal kurz den sattel hohlen und das tor vom hof ist eh immer zu und die weiteste entfernung, die sie macht ist bis zum silo-ballen, aber angenehmer ist es natürlich wenn man sie anbinden könnte. habe sie auch noch nicht lange weiss deshalb nicht wie sie früher behandelt worden ist…habe sie aber auch aus schlechter haltung geholt… ich kann sie am kopf anfassen doch mag sie es nicht so gerne wenn man ihn festhält oder den kopf putzt. aber mittlerweile vertraut sie mir mehr und das mit dem putzen geht langsam.. 🙂 ich glaube sie WAR malkopfscheu aber inzwischen hat sich das gebessert.. danke nochmal viiielmals für eure hilfe und falls ihr noch tipps habt: Immer her damit 😀
    lg 🙂 🙂 🙂

  • Avatar Passion-Photo sagt:

    Schlechte Haltung wirkt natürlich wirklich eher so, als wäre es Panik und kein mutwilliges Losreissen. Hat bestimmt unschöne Dinge erleben müssen, die Arme… 🙁
    Dann drück ich mal die Daumen, dass du es mit viel Geduld schaffst ihr das Vertrauen zurück zu geben. 🙂

  • Avatar Lira- sagt:

    Danke!sie ist bereits seit 8 jahren aus dieser haltung raus! danke für die tipps ich werds mit ihr in kleinen schrittchen üben und ein bisschen hat es sich schon gebessert 🙂 🙂 🙂
    lg, SELLI!!!

  • Avatar kuwi sagt:

    In meinem früheren Leben gab es auch ein extrem kopfscheues Pferd ( Traber von der Rennbahn ), das vor allem beim Anbinden Probleme machte.
    Hier behalf sich der PB damit, daß er ins Halfter ein ca 10 cm langes Stück Heuband als Schlaufe einknüpfte und das Pferd prinzipiell nur an dieser Sollbruchstelle anband.

    So lernte das Pferd zwar daß es nur hart genug anreissen brauchte und es war dann frei – aber es ging wenigstens immer nur das Band und nicht das ganze Halfter kaputt. Und zusätzlich gab es für das Pferd nur einen minimalen Druck am Kopf bevor es frei war und es hatte nicht diesen extremen Stress, wie wenn es im dicken Leder- oder Nylonhalfter hing und „um sein Leben kämpfte“.

    Rückwirkend betrachtet wurde das Pferd über die Jahre eigentlich immer problemloser im Anbinden .. wenn ich mich so erinnere 😉
    Ich weiß aber nicht, ob das auf das Heuband oder auf die geänderten, besseren Lebensumstände drauf angekommen ist.

  • Wattreiter Wattreiter sagt:

    Wie fängt das Pferd an, wenn es merkt, daß es angebunden ist?
    Geht es zurück , stemmt sich dagegen und zieht so lange, bis das Halfter reißt?
    Oder gerät es wirklich in Panik und flippt aus?
    Manche Pferde haben keine Anbindepanik, sondern reißen sich los, weil sie es können!!!

  • Avatar jaara2008 sagt:

    Ich kannte mal ein Pferd, das man nicht am Halfter anbinden konnte. Es bekam dann einen Halsriemen, an dem es festgemacht wurde. Damit war das dann kein Problem. :nix:

  • Avatar Lira- sagt:

    Wattreiter:Siewill sich am anfang etwas lockerer machen, sobald sie merkt dass sie angebunden ist und sich nicht so bewegen kann wie sie will, geht sie zurück bis der strick so gespannt ist, dass irgendwann das halfter reisst… 🙁
    mache sie zwar immer nur ganz leicht fest, indem ich den strick 2x durch den anbindering ziehe, sodass sie sich zur not frei machen kann wenn sie will. Das ist kein froßes Problem, denn ich kann mich auch wenn andere Pferde daneben stehen kurz wegbewegen doch wenn sie alleine dort steht und sich langweilt, geht sie auf Wanderschaft zum nächsten Futterplatz 😛
    Aber wenn sie Futter hat geht auch das. Wollte nur mal so wissen was ihr noch für vorschläge hättet und habe mal probiert, langsam anzufangen, sie immer ein kleines bisschen fester den Strick zun machen, aber solang ich auch nur eine kleine verbesserung sehe bin ich schon echt froh 🙂 Danke für eure Tipps, denn eine kleine Verbesserung hab ich echt schon gemerkt 😉
    Also nochmal danke!!!

  • gitana gitana sagt:

    Wenn sie keine Panik hat und sich einfach nur ganz gezielt reinhängt, bis irgendwas kaputt geht, dann würde ich sie so stabil anbinden, daß nichts reißen kann. Also z.B. Hamilton-Halfter, im Zweifelsfall 2 übereinander, und dann eine dicke Kette oder ein super stabiles Nylonseil, vielleicht aus dem Bergsteiger-Bedarf oder so, und dann an einer Stange oder was anderem, was auch garantiert nicht zu Bruch gehen kann.

    Dann entweder einfach machen lassen und die Zieherei ignorieren, bis sie es aufgibt, oder jedes Mal, wenn sie wieder anfängt noch einen Anschiss und einen Klaps mit der Gerte auf den Hintern dazu. Dafür umgekehrt immer mal wieder loben und Kekse einwerfen, wenn sie brav steht.

  • Avatar Porthago sagt:

    die frage ist nur was ist wenn sie merkt dass sie wikrlich icht mehr los kommt und dann auf einmal eine panik ausbricht??
    ich würde auch sagen entweder einfach so stehen bleiben trainieren oder jedesmal wenn sie zieht nen klapps geben und sobald sie aufhört loben

  • gitana gitana sagt:

    die frage ist nur was ist wenn sie merkt dass sie wikrlich icht mehr los kommt und dann auf einmal eine panik ausbricht??

    Das halte ich für sehr unwahrscheinlich. Solche Pferde wissen sehr gut, was sie tun.

    Das mit dem einfach so stehen bleiben ist eine nette Notlösung für zuhause, aber ich bin der Meinung, daß ein Pferd sich einfach anbinden lassen muß. Wenn man ein echt traumatisiertes, panisches hat, muß man evtl. Kompromisse machen, aber so ein Dickschädel wie hier beschrieben muß einfach mal klare Grenzen gesetzt bekommen, sowas geht gar nicht.

  • Wattreiter Wattreiter sagt:

    Darauf wollte ich hinaus 😉 .
    Dieses Pferd reißt sich los, weil es das kann…
    Gitanas Tipps kann ich nur zustimmen. Entweder reißtfest anbinden und/oder beim ersten Schritt rückwärts einen Klapps auf den allerwertesten.
    Beim ruhigen Stehenbleiben loben.

  • Avatar Nica sagt:

    Wenn sie keine Panik hat und sich einfach nur ganz gezielt reinhängt, bis irgendwas kaputt geht, dann würde ich sie so stabil anbinden, daß nichts reißen kann. Also z.B. Hamilton-Halfter, im Zweifelsfall 2 übereinander, und dann eine dicke Kette oder ein super stabiles Nylonseil, vielleicht aus dem Bergsteiger-Bedarf oder so, und dann an einer Stange oder was anderem, was auch garantiert nicht zu Bruch gehen kann.

    Dann entweder einfach machen lassen und die Zieherei ignorieren, bis sie es aufgibt, oder jedes Mal, wenn sie wieder anfängt noch einen Anschiss und einen Klaps mit der Gerte auf den Hintern dazu. Dafür umgekehrt immer mal wieder loben und Kekse einwerfen, wenn sie brav steht.

    Kommt mir bekannt vor. Meine Stute hat auch immer einen Zinnober am Anbindeplatz veranstaltet. Da war null Panik, sondern die wollte einfach nur los kommen und sie wusste, je fester und schneller sie zihet desto schneller kommt sie frei.
    Wir sind genauso vor gegangen wie oben beschrieben. Zwei Halfter drauf und an ner Kette angebunden. Einmal hat sie sich bei einer ihrer Aktionen beinahe auf den Hintern gesetzt, von da an war Ruhe am Anbinder angesagt. Jetzt steht sie ganz ruhig angebunden da, ist entspannt und döst.

  • Avatar Patti sagt:

    Hmm.

    Erstmal frage ich mich, warum man – wenn man schon weiß, dass man Pferd mit solcher „Marotte“ hat – beim Putzen „kurz weggehen“ muss?
    Ich mein – da bleib ich doch beim Pferd, das sollte doch kein Problem sein. Man stellt nen Sattelbock daneben mit Trense und Sattel drauf, Putzzeug hat man doch eh da, wenn man putzen will und dann kann man doch am Pferd bleiben? Und notfalls direkt „am Pferd“ korrigieren, sobald das anfängt rückwärts zu „denken“.
    Der Tip mit „richtig festmachen, dass die nicht loskommt“ von Gitana kann durchaus funktionieren – ich würde dir aber raten, das nicht alleine zu machen. Das kann schonmal haarig ausgehen/aussehen und notfalls solltest du jemanden dabei haben, der auch mal beherzt eingreifen kann.

    Ich habe mal ein Pferd geritten, was man ebenfalls nicht anbinden konnte. Jedenfalls nicht mit einem Strick. Putzigerweise stand der völlig brav und entspannt, wenn man 2 Stricke – einen rechts am Halfter, einen links am Halfter – benutzte. Man konnte die Stricke dann auch nach vorne befestigen, kein Problem, es mussten nur 2 Stricke sein….

  • Avatar Porthago sagt:

    gitana:
    man muss aber immer bedenken, dass es fluchtiere sind.
    sie ist gewohnt dass die weg kann wenn sie will.
    und wenn ein fkuchttier urplötzlich überhaupt keine fluchtmöglichkeit sieht, kann ich mir gut vorstellen dass aus trotz dann panik werden kann.
    meiner ist ein kandidat der sich schon 2-3 mal am angebundenen strick fast aufgehängt hat……also wird der strick nur einmal durch den ring gezogen und gut ist.
    komme ich mit irgendeinem spray und halte seinen strick NICHT in der hand kriegt er panik (obwohl er weg könnte)…habe ich seinen strick jedoch in der hand lässt er sich brav einsprühen
    es gibt nunmal „für uns“ total sinnlose situationen weswegen ein pferd auf einmal panik kriegt….aber ich würde es NIEMALS darauf anlegen ein pferd SO anzubinden, dass es GARNICHTMEHR loskommt

  • gitana gitana sagt:

    Ich habe in nun mehr zahlreichen Jahren mit etwa ebenso vielen eigenen und fremden Pferden immer nur die Erfahrung gemacht, daß es nur dann unangenehm wurde, wenn Pferde sich in´s Halfter gehängt haben und dann was gerissen ist. Im besten Fall knallen sie vielleicht nur auf die Sprunggelenke, im schlimmsten Fall überschlagen sie sich. Es sind auch schon Pferde dabei umgekommen und sogar Menschen, die zufällig dahinter standen. Das habe ich gottseidank nicht selbst erlebt, aber immer wieder mal gehört.
    Wenn alles gehalten hat, ist nie was passiert, egal, ob die Pferde absichtlich oder sogar wirklich mal panisch gezerrt haben.

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