Magnesium – Produkte und Erfahrungen?

By gitana | Fütterung

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Ich bin am Überlegen, dem Chaospony mal ein Magnesiumpräparat zu füttern für Nerven und Muskeln. :eat:

Es gibt ja schon einige Beiträge hier zu Magnesium, allerdings alle schon älter und so wirklich weitergeholfen haben sie mir auch nicht, deshalb mache ich jetzt mal was Neues auf.

Kann mir jemand Tipps geben bezüglich der Art des Magnesiums (M.-citrat soll z.B. besser aufgenommen werden als M.-oxid), sollte es nur in Kombination mit anderen Stoffen gefüttert werden (Calcium, Vit. E, …) oder geht das auch pur, welche Produkte könnt ihr empfehlen oder nicht, welche Erfahrungen habt ihr?

Bezugsquellen, anderes Wissenswertes? :blinzel:

  • Avatar Tarlesa sagt:

    Hey du,
    also ich hab auch überlegt ob ich meiner Stute mal Magnesium geben soll – soll ja bei nervösen Pferden helfen – aber mir ist da auch empfohlen worden einen TA oder einen Fachmann für Pferdenaturheilkunde zu fragen weil man da auch viel falsch machen kann. Denke mal das ist auch von Pferd zu Pferd verschieden wie die das dann aufnehmen.
    Hoffe ich konnte dir ein bisschen weiterhelfen! :))
    Liebe Grüße!

  • Avatar sasthi sagt:

    Ich habe auch mal verschiedene Magnesia gefüttert, bin jetzt allerdings beim Magnolythe gelandet, weil es nach meiner Erfahrung wirklich soweit alles abdeckt, was das Pferd braucht.
    In besonderen Situationen habe ich noch das Magnoquiet gefüttert, davon war ich sehr angetan. Allerdings haben wir es nur einen Winter gebraucht und seitdem nie mehr.

  • Avatar Virginie sagt:

    Es kommt darauf an, was Dir wichtiger ist, Nervenkostüm oder Muskelaufbau?

    Ich habe (fast) alle gängige magnesiumhaltige Produkten getestet, die auf dem Markt waren – bisher kommt keiner auf die Wirkung von reinem Magnesiumoxid (63%) ran. Man sieht nach 14 Tagen bereits eine deutliche Besserung der Muskulatur und der Lösephase, insgesamt wurden auch die Pferde damit etwas ruhiger bzw. konnte sich bei der Arbeit besser konzentrieren. Das Schöne ist das reine Magnesiumoxid deutlich günstiger ist, als diese zusammengestellte Mittel.
    Mir wurde mitgeteilt, dass eine kurweise Verabreichung keine grössere Fütterungsanpassung bedarf. Ich habe es sicherheitshalber mit Zeobent kombiniert und bin vom Ergebnis mehr als begeistert.

    Ansonsten gebe ich Dir gerne genauer welche Produkte ich getestet habe mit einem kurzen Fazit :ja:

  • gitana gitana sagt:

    Was ist mir wichtiger? :denk: Ich würde sagen, eigentlich die Nerven, denn wenn ein Pferd so häufig unter Panikattacken und Verfolgungswahn leidet und daher ständig total angespannt und auf der Flucht ist, können sich die Muskeln in dem Zustand eh nicht so aufbauen, wie sie es sollten. Das geht ja wohl erst dann, wenn er locker und entspannt ist. Aber wenn er denn ausnahmsweise mal gerade nicht befürchtet, von irgendwoher angefallen zu werden und daher relativ locker ist, dann darf es auch gerne was sein, was direkt auf die Muskeln wirkt 8)

    Das mit dem Magnesiumoxid werde ich dann wohl mal probieren, wenn das auch noch recht günstig ist. Wo hast du deins her? Oder kriegt man das auch in der Apotheke? Ich würde das da auch noch ein bißchen billiger als normal kriegen :look: . Wieviel gibt man davon und über welchen Zeitraum?
    Wenn man sieht, wie wenig Magnesium in diesen ganzen Fertigprodukten jeweils nur drin ist, so zwischen 10 und 15 %, der Rest Zucker und sonstiges unnötiges Zeugs, und was die Hersteller dafür verlangen, das ist ganz schön :wacko: .

    Die ganzen Magnosachen sind mir ehrlich gesagt viel zu teuer, da brauch ich mein Geld für anderes dringender. Gut sind die bestimmt, aber irgendwann ist bei mir auch mal Schluß mit lustig, leider :daumen:

  • Avatar winterquell sagt:

    Wir haben bei solchen „Problempferden“ schon öfters Magnesium eingesetzt,aber der Erfolg hielt sich meist in Grenzen-leider.

  • casper109 casper109 sagt:

    Was passiert eigentlich wenn man Magnesium überdosiert oder scheidet der Körper dieses automatisch aus und es kann so gar nichts passieren.

  • Avatar Virginie sagt:

    Ich habe da noch was gefunden, was vielleicht interessant ist: http://www.salvana-pferde.de/dokumente/fachartikel/nervoese_Pferde.pdf Ich habe es in Holland bestellt, muss schauen, ob ich irgendwo noch die HP finde, ich gebe sie Dir dann durch. lg

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Was passiert eigentlich wenn man Magnesium überdosiert oder scheidet der Körper dieses automatisch aus und es kann so gar nichts passieren.

    Da passiert nichts. Mg ist ein körpereigenes Mineral und sollte sich mal zu viel im Körper befinden (sowohl beim Tier als auch beim Menschen), dann wird es einfach ausgeschieden. :ja:

  • Avatar sasthi sagt:

    Jo, äussert sich dann meist in Durchfall, wenns zuviel ist. *einliedchendavonsingt*
    gitana, mal dumm gefragt, was bekommt es denn zu fressen? Manchmal liegt so ein Verhalten auch daran, dass zuwenig Energie im Pferd ist.

  • gitana gitana sagt:

    Futtern tut das Tier Gras, Heu und Hafer, früher deutlich mehr als in der letzten Zeit. Dazu Mineralfutter verschiedener Hersteller, abwechselnd natürlich, und sozusagen kurweise reihum z.B. mal Bierhefe, Leinsamen, Leinöl, Leinkuchen, Fermentgetreide und/oder MSM oder auch mal was anderes.

    Er ist insgesamt eher schmal, hat aber immer eine Wampe wie eine trächtige Stute :kowa: , so haben wir ihn schon bekommen, den Bauch habe ich nie wegbekommen :no: . Natürlich ist er jetzt deutlich besser bemuskelt als früher, aber im Vergleich zu den anderen Pferden bin ich der Meinung, es müßte deutlich mehr sein.
    Er war damals (mit 4) auch extrem verwurmt, aber das haben wir gleich gründlich beseitigt.

    Der Verfolgungswahn hat sich im Laufe der Jahre deutlich gebessert, obwohl ich weniger füttere als früher, von daher sollte es nicht daran liegen :denk: Das habe ich auch noch nie gehört mit zu wenig Energie als Auslöser, das muß aber nichts heißen …

    Ich habe früher auch schon mal Magnesium probiert, weiß aber nicht mehr, welches Produkt das war, ist schon so lange her. Damals hatte ich auch den Eindruck, daß es nichts gebracht hat. Aber jetzt ist es ja schon deutlich besser und wenn ich ein konzentriertes Produkt füttern würde, das auch nachweislich hilft, würde ich das doch noch mal probieren, die Hoffnung stirbt zuletzt :kowa:

  • Avatar frandi sagt:

    Hey,
    ich hab auch verschiedene Produkte ausprobiert von denen keins geholfen hat. Bis ich dann das Magnocalm ausprobiert hab. Nach 10 Tagen hatte Pferd ihren ersten coolen Tag 8) Jetzt habe ich gerade die dritte Dose gekauft, fütter es also gute 2 Monate jetzt zu und mittlerweile zähl ich nicht mehr die guten Tage, sondern die schlechten 😉
    Hab letztens versucht, noch Vit B dazuzufüttern (Bierhefe), dann stehen aber an jeder Ecke wieder Gespenster :rolleyes:

    Das mit dem reinen Magnesiumoxid klingt aber interessant ! Wie und wo bekommt man sowas ?

  • Patsch Patsch sagt:

    Er war damals (mit 4) auch extrem verwurmt, aber das haben wir gleich gründlich beseitigt.

    Gitana das hatte mein seltsames Pferd auch und der ist ja auch manchmal bissel blöd und sieht Gespenster. Vielleicht gibt es da einen Zusammenhang zwischen extreme Verwurmung und Verfolgungswahn? :denk: Die Parasiten hinterlassen ja Stoffwechselabprodukte, die der Körper dann auch erst mal wieder los werden muss?
    Mit was war deiner verwurmt? Bei meinem war es ein ganz extremer Befall mit Dasselfliegenlarven, die dann auch abgewandert sind und am Rücken raus kamen. Vielleicht bleibt da eine dauerende Nervenreizung zurück?

    Meiner hat durch die Parasiten einen Leberschaden zurück behalten. Die Leberwerte sind auch heute noch immer einen Tacken auffällig, aber deutlichst besser als früher nocj. Ich füttere kurweise Mariendistel und diese Leberkräuter von Lexa. Ist deiner auffällig mit Leberwerten?

  • Avatar sasthi sagt:

    Naja, allein dadurch, dass im Magen-Darm-Trakt da dann was gestört war und mit entsprechenden Hämmern dagegengearbeitet wurde, kann sich die Darmflora schon enorm verändern und dann auch zu Schmerzen führen. Dass die Pferde dann eher unausgeglichen sind und zur Schreckhaftigkeit neigen… für mich irgendwie schon verständlich.

    Ich hab das auch nicht geglaubt mit dem „zuwenig Energie macht Schreckhaft“. Habe dann aber eine Futterberatung bei Iwest machen lassen und da kam dann raus, dass mein Pferd eben nicht mit „nur Heu und Minfu“ gut versorgt ist, sondern dass ich die Haferration erhöhen sollte. Ich habs nicht geglaubt, es aber auf den Versuch ankommen lassen.
    Pony war wie ausgewechselt, motiviert, gelassen, arbeitsfreudig, „zuhörend“, … das kannte ich von ihr so nicht.

    Jetzt übers Frühjahr habe ich dann den Hafer reduziert, weil mit „nur longieren“ während wir auf den Sattel warten ist das Pony nicht ausgelastet, hab aber jetzt beim wiederaufbauen verdrängt, den Hafer wieder hochzusetzen. Und auf einmal waren die Huchmampfe wieder da. Hafer wieder hochgesetzt, Pony wieder ruhig.

  • gitana gitana sagt:

    Bierhefe füttere ich relativ häufig, aber da konnte ich noch keine negativen Auswirkungen feststellen.

    Mit was meiner verwurmt war, weiß ich nicht, ist schon so lange her, jetzt 8 Jahre, aber da hat es in den Haufen gewimmelt, das war mega :kotz: . Dank mehrerer WK hintereinander und pingeligster Stall- und Weidehygiene war das aber relativ schnell erledigt.

    Leberwerte weiß ich so direkt gar nicht :look: . Ich habe vor einiger Zeit mal von 2 Pferden ein Blutbild machen lassen und ich glaube, er war einer der beiden, jedenfalls hieß es von beiden Ergebnissen, es wäre alles o.k. Muß mal suchen gehen, wo ich die habe … :denk:

    Mariendistel habe ich so kurweise einfach sicherheitshalber auch schon gefüttert.

    Sasthi, wie viel Hafer fütterst du denn, damit dein Pony zufrieden ist? Und wieviel war „zu wenig“?
    Fütterst du auch noch iWest-Futter zu?

  • Patsch Patsch sagt:

    Stimmt Sashti, war bei meinem auch so. Ich hab erst dieses Jahr im Frühjahr angefangen wirklich Kraftfutter zu füttern, davor gab es nur und ausschließlich Heu (abgewogen! weil meiner Heu einatmet und dann rapide dick wird) und Mineralien, hin und wieder mal Kräuterkur pur.

    Seit diesem Frühjahr bekommt er 200g Gerste/Tag als Kraftfutter dazu (sonst Weide stundenweise und Mineralien) und bei Bedarf vor einem längeren Ritt oder vor einem Lehrgang wird mal drei Tage vorher auf 500g/Tag erhöht. Bekommt ihm extrem gut. Er nimmt nicht zu damit ist aber sehr leistungsbereit geworden und kann sich auch mal längere Strecken auf mich, statt auf die Umgebung konzentrieren.
    Gut immernoch ausbaufähig das Ganze, aber ich seh ne deutliche Verbesserung im Wesen an sich und zunehmend auch in der Leistungsbereitschaft. Er bietet sich mehr an, „hört“ besser zu inzwischen.
    Der Blähbauch ist fast weg und jetzt muskelt er wirklich auf, statt nur einfach zuzunehmen. Er wird wohl immer ein Hibbelpferd bleiben ein Stück weit, aber ist seeeehr gemäßigt geworden.

    Irgendwie ging ich aber davon aus gitana füttert schon Kraftfutter ausser Heu und Mineral?

    Übrigens: Noch hab ich ja keine Langzeitstudie. Ich hoffe ich bekomme den guten so auch über den Fellwechsel und den Winter drüberweg. Aber momentan scheint ihm alles zu passen.

    Noch was fällt mir grad ein wegen Schreckhaftigkeit: gitana Allergien hast du aber ausgeschlossen oder?
    Meinen habe ich dieses Frühjahr testen lassen (er hat deutliche Headshaker-Symptome gezeigt), er ist auf diverse Gräser, so gut wie alle typischen Futterbindemittel, Hafer, Raps, Leinsaat, Mais, Soja allergisch, aber nicht gegen Gerste. Reagiert auf die Allergene mit Headshaking und extremer Schreckhaftigkeit (letztes Jahr so schlimm, dass ich auch Borreliose schon getestet habe). Jetzt meide ich die Allergene so gut es geht, habe ein Nasennetz zum Reiten und füttere eben Gerste zu. Eine Mischung aus allem zusammen wird bei meinem jetzt die positive Besserung gebracht haben.

  • Avatar sasthi sagt:

    Gitana, davor waren es ca. 150 g Hafer über drei Mahlzeiten verteilt (damit halt was im Trog ist), jetzt sind es 900 g Hafer über drei Mahlzeiten verteilt. Dazu Heu ca. 11 kg und 25-50 g Magnolythe S100.
    Beim letzten Mal wiegen wog sie auf 147 cm noch 480 kg… ich glaub, das hat sie jetzt nicht mehr, ich schätze sie auf 60 kg mehr, aber das ist bei ihr noch absolut im Rahmen.

    Ich hab mich da extrem schwer getan, weil „das ist ja ein Haflinger“ und „der darf nicht…“.
    Die Unfälle/Runterfälle wegen Erschrecken usw. haben allerdings seitdem enormst abgenommen, seit eineinhalb Jahren nur noch einmal. Davor alle drei Monate mindestens einmal.

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