Lungenkrankes Pferd durch Akupunktur heilen?

By Cruzado | Atemwegserkrankungen, Allergien

Hallo zusammen,

meine Osteopathin hat mir gestern eine TÄ empfohlen, die ihr lungenkrankes Pferd (Allergiker und COB) wohl mittels Akupunktur und Eigenblutbehandlung in die Akupunkturpunkte komplett geheilt bekam.

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Habt ihr davon schon mal was gehört?

Das wäre für mich das größte Geschenk auf Erden wenn wir mein lungenkrankes Pferdchen wieder geheilt bekämen.
Ich mein es geht ihr ja soweit recht gut, aber es wäre schon schön wenn nicht jeder neue TA beim abhören sofort sagen würde „die hat ja eine total kaputte Lunge“, und wenn wir ihre Allergie in den Griff bekämen.

Wie seht ihr das?
Mache ich mir jetzt umsonst Hoffnungen?

Viele Grüße
Lena

  • GidranX GidranX sagt:

    Ich würde es einfach ausprobieren! Hast doch nix zu verlieren… :nix: Ich würde mich vielleicht nicht gerade auf eine Heilung verlassen, aber wenn eine deutliche Verbesserung eintritt, wäre doch auch schön.

  • Ploco sagt:

    Mache ich mir jetzt umsonst Hoffnungen?

    Ja ! Meine Meinung, leider! Die/eine Allergie bekommt man evtl. durch Stallwechsel oder beste Haltungsform in Griff bzw. erträglich für’s Pferd.

  • Fah sagt:

    Was kaputt ist ist kaputt, d.h. zerstörtes Lungengewebe bekommst Du mit nichts mehr repariert, auch nicht mit Akupunktur.

    Akupunktur kann bewirken, dass das Pferd z.B. nicht mehr so stark allergisch reagiert und damit die Schleimbildung beeinflussen. Somit kann verhindert werden, dass weiteres Lungengewebe zerstört wird. Ich weiss, dass es Pferde gibt, die dank Akupunktur fast bis komplett Symptomfrei leben können, z.T. sogar trockenes Heu vertragen.

    Bei meiner Stute hat es null und nichts gebracht. Ob’s am Pferd liegt oder am Akupunkteur – keine Ahnung.

  • Cruzado sagt:

    Es geht hier wohl ganz speziell um die Kombination mit der Eigenblutbehandlung.
    Und davon hatte ich noch nie was gehört :nix: .

    Ja ! Meine Meinung, leider! Die/eine Allergie bekommt man evtl. durch Stallwechsel oder beste Haltungsform in Griff bzw. erträglich für’s Pferd.

    Eine bessere Haltungsform wie die jetztige kann man meines Erachtens nicht mehr bieten.
    Daher ist ja auch wirklich in einem erträglichen Zustand, sodass man als Unwissender nichts davon merkt.
    Aber kaputt isses ja leider trotzdem.

    Somit kann verhindert werden, dass weiteres Lungengewebe zerstört wird. Ich weiss, dass es Pferde gibt, die dank Akupunktur fast bis komplett Symptomfrei leben können, z.T. sogar trockenes Heu vertragen.

    Das wäre doch schon mal was! :thumbsup:

    Das Akupunktur gut sein soll habe ich ja schon öfters gehört.
    wir haben das auch einmal versucht.
    Aber mein Stütchen fand das gar nicht gut. Die Nadeln reinstechen ging ja noch, aber als die mal ein paar Minuten drinne waren ist die völlig ausgetickt, sodass wir echt Probleme hatten die wieder rauszukriegen.
    Seitdem durfte kein Akupunkteur mehr in ihre Nähe.

    Gestern wurde sie wegen einer anderen Sache am Rücken akupunktiert mit einem Laser, und das ging super.
    Daher bin ich an dem oben genannten Verfahren nicht abgeneigt.

  • Binchen sagt:

    Hallo ein guter Akupunkteuer kann zumindest Linderung verschaffen. Ich denke Heilung wird Dir keiner versprechen, aber wenn es schonmal die Symptome lindert, ist das doch viel Wert. Ich drück die Daumen.
    Hier mal ein Link, wo du vielleicht den passenden Arzt findest
    http://www.gervas.org/m3-akupunkturarzt.php

  • Rosarot sagt:

    Hallo Cruzado.
    Ich arbeite als THT und mache u.a. selbst Laserakupunktur. Einige meiner Patientenpferde haben chron. Lungenschäden/probleme.
    In vielen Fällen konnte ich mit der Laseraku gute bis sehr gute Ergebnisse erzielen, d. h. die Patienten sind zum Teil beschwerdefrei. Allerdings – wie hier schon jemand schrieb: was kaputt ist, ist kaputt. Leider kann man eine wirklich irreparabel geschädigte Lunge mit Nichts auf der Welt wieder heilen. Lindern, den Status verbessern, ja, aber heilen leider nicht.

    Wenn Du laserakupunkturen läßt, dann muß diese Behandlung mehrmalig über einen längeren Zeitraum wiederholt werden. Einmalig reicht leider nicht. Zeitgleich mußt Du unbedingt die Haltungsbedingungen/Umfeld des Pferdes weiter optimieren, denn nur dann kann sich das geschädigte Lungengewebe auch wirklich erholen und stabilisieren.

    lg und guten Erfolg!

  • GidranX GidranX sagt:

    Was kaputt ist ist kaputt, d.h. zerstörtes Lungengewebe bekommst Du mit nichts mehr repariert, auch nicht mit Akupunktur.

    Das ist so nicht richtig. Uni Giessen

    Im übrigen weiss man auch aus der Stammzellentherapie, dass körpereigene Zellen zerstörtes Gewebe nachwachsen lassen. Vielleicht funktionierte das deshalb mit der Eigenblutgeschichte?? Keine Ahnung.

  • Watson Watson sagt:

    Mache ich mir jetzt umsonst Hoffnungen?

    Ja ! Meine Meinung, leider! Die/eine Allergie bekommt man evtl. durch Stallwechsel oder beste Haltungsform in Griff bzw. erträglich für’s Pferd.

    Hier kann ich mich leider nur anschließen. Mein Dicker ist ja nu leider auch cob und die haltungsform mit Offenstall und 1x täglich inhalieren ist eigentlich optimal. Wenn unsere TA kommt, wird er auch jedes mal an den Lungenpunkten akupunktiert, man merkt, dass ihm das gut tut, aber man kann cob nun mal nicht heilen, das ist chronisch und kann nur gelindert werden! Ich gönne ihm die Akupunktur bei jedem Besuch der TA (weshalb auch immer sie kommt) und ggf. hole ich sie auch ran, wenn sie gerad mal in der Nähe ist. Sie ist nicht übermäßig teuer und das ist es mir wert.

  • Cruzado sagt:

    In vielen Fällen konnte ich mit der Laseraku gute bis sehr gute Ergebnisse erzielen, d. h. die Patienten sind zum Teil beschwerdefrei. Allerdings – wie hier schon jemand schrieb: was kaputt ist, ist kaputt.

    Schade, ich hatte wirklich gehofft.

    Mein Pferd ist ja glücklicherweise beschwerdefrei.
    Also wäre die Therapie jetzt eher verschwendete Liebesmüh ?? :no:

    Haltungsbedingungen/Umfeld des Pferdes weiter optimieren, denn nur dann kann sich das geschädigte Lungengewebe auch wirklich erholen und stabilisieren.

    Mein Pferd steht 24 Std. draußen und wird, je nach Wetterlage, so lange wie möglich auch bleiben.
    In den harten Wintermonaten kommt sie nachts in eine Außenbox, in einem Stall wo nur Heulage gefüttert wird und mit Leinstroh eingestreut wird.
    Sie kommt also noch nicht mal in Berührung mit Heu oder Stroh.
    Sie bekommt allerbeste Qualität gefüttert und sehr gutes Mineralfutter.
    Was soll ich noch verbessern? :nix:

  • Watson Watson sagt:

    Cruzado, wenn dein Pferd beschwerdefrei ist, dann machst du alles richtig. Mehr geht nicht. Heilung gibts bei einem cob nicht.

  • lindaglinda sagt:

    wenn dir irgendjemand (egal ob THP oder sonstige wunderheiler) HEILUNG von COPD in aussicht stellen, solltest du mit deiner kohle lieber ne party feiern gehen, statt ein einziges, weiteres wort mit denen zu wechseln. die haben nämlich gelogen, undzwar vorsätzlich.

  • Cruzado sagt:

    War ja nur eine Frage, nicht gleich bös werden :no: .
    Hatten mir halt ein bisschen Hoffnung gegeben.

    Mein Stütchen hatte als Jungpferd mit COB zu tun.
    Seit 2-3 Jahren hatte sie toi toi toi keine akute mehr.
    Die Heu und Stroh Allergie machte sie da mehr zu schaffen. Aber das haben wir ja ebenfalls soweit in den Griff bekommen, dass sie beschwerdefrei ist.

  • Rosarot sagt:

    Cruzado, Deine Haltungsbedingungen scheinen ja bereits optimal. Bleibt wirklich nur, die Laserakupunktur anzuwenden und zu hoffen, dass das Pferd dadurch stabilisiert werden kann. Garantierten Erfolg wird es aber seriöserweise da nicht geben.
    Wenn das Tier pollenallergisch ist (?), dann wäre allerdings eine geschlossenere Haltungsform für die Zeit des Pollenfluges die Bessere. Eigenblutbehandlung zur Unterstützung gegen die Allergie wäre auch eine denkbare Unterstützung..

    lg

    PS, wenn das Lungengewebe sich bereits umgebaut hat (Fibrose), dann gibts keinen Weg zurück. Bindegewebe kann nicht mehr in normales Lungegewebe rückgebaut werden. Vielleicht mal in ferner Zukunft, aber zur Zeit gibt es keine Therapien/Anwendungen, die diese Entwicklung umkehren könnten. Vile Mukoviszidosepatienten wären glücklich, wenn es so etwas gäbe. Der von GidranX angeführte Artikel ist nett, weckt Hoffnung, aber derzeit ist das leider noch Zukunftsmusik.

  • Flora1 sagt:

    Hallo…

    bei meinem vorherigen Pferd hatte ich auch zwischendurch eine Akupunkteurin dran,die kam allerdings nicht wegen der Lunge…was mein Dicker
    damals aber immer hatte war,das nach dem Reiten immer Schleim abgeflossen ist…habe ihm dafür auch immer extra eine Schüssel mit etwas Futter
    hin gestellt,damit es auch gut abfließt….keine Sorge,ich habe auch eine Bronchoskopie machen lassen,weil mir das keine Ruhe ließ….dem Arzt dem ich das damals erzählte guckte mich sehr erstaunt an und hatte mir gesagt,das er dann jawohl mit einem Mega-Befund rechnet….als er aber fertig war mit der Untersuchung war er baff….kein Befund,alles sauber….
    Gut…habe dann so weiter gemacht….achso…als die Akupunktur-Dame da war,hatte ich ihr auch davon erzählt und da setzte sie auch gleich eine Nadel für die Lunge/Atemwege….und siehe da…es floß nur so aus der Nase raus….ich war total erstaunt,weil es eigentlich immer nur ein wenig floß,wenn ich vorher geritten bin….da hab ich dann ganz deutlich gesehen,das Akupunktur wirklich hilft,auch in der anderen Sache(Blockade) hatte es meinem Pferd wirklich geholfen…es ist dann halt nur wichtig,das man da jemanden hat,der sein Handwerk wirklich versteht….

  • lindaglinda sagt:

    War ja nur eine Frage, nicht gleich bös werden

    bin ja nicht mit dir böse, ich kann nur diese aussagen von solchen leuten einfach nicht fassen.

    Die Heu und Stroh Allergie machte sie da mehr zu schaffen.

    ich glaube, du versteifst dich son bißchen auf das wort allergie. das ist aber politisch nicht ganz korrekt. eine allergie im herkömmlichen sinne ist das nämlich nicht. jedes RAO pferd verträgt kaum staub, trockenes heu und stroh usw. es hilft nur nicht weiter, da auf eine behandlung der „allergie“ zu spekulieren, sondern man muß sich deutlich vor augen halten, daß man bestenfalls die RAO in schach halten kann. und da scheinst du ja, zumindest haltungstechnisch, ganz gut davor zu sein.

  • Chris sagt:

    Doch Linda, es gibt Allergien. Nicht jeder Allergiker hat RAO und nicht jeder RAO-Patient ist Allergiker.

  • lindaglinda sagt:

    Doch Linda, es gibt Allergien. Nicht jeder Allergiker hat RAO und nicht jeder RAO-Patient ist Allergiker.

    DAS wird hier auch nirgends bestritten, dennoch ist die aussage verwirrend, chris.

    mit allergien bin ich gaaaanz vorsichtig, auch und vor allem bei pferden. sie sind schwer zu diagnostizieren, wenn überhaupt. in den meisten fällen kommt bockmist dabei raus. und in den anderen fällen hilft dir die diagnose eh nicht weiter, weil du nix dagegen machen kannst.

    RAO patienten sind ALLE nicht gut auf staub zu sprechen, egal, woher er kommt. wenn ich will, kann ich das als allergie bezeichnen, was ja gemeinhin (nicht von mir!!) auch gemacht wird. ein pferd, das monatelang hustet, weil es irgendwas nicht verträgt, hat wohl auch irgendwann RAO. schon schliesst sich die kette… :wacko:

    wir können das nun drehen und wenden und nennen, wie wir wollen; heilbar ist der ganze mist so oder so nicht.

  • träumel sagt:

    als die Akupunktur-Dame da war,hatte ich ihr auch davon erzählt und da setzte sie auch gleich eine Nadel für die Lunge/Atemwege….und siehe da…es floß nur so aus der Nase raus….

    hab ich auch schon erlebt.. :ja:

  • Ulla sagt:

    Bei einem Allergiker kann eine Eigenblutbehandlung großen Erfolg bringen. Die Betonung liegt auf kann. Eine Heilung versprechen sollte niemand. Ein Organismus ist nicht wie der andere. Was bei einem „Wunder“ bewirkt, kann beim anderen der totale Flop sein. Das sollte eigentlich jeder Behandler, egal ob TA oder THP wissen. :maul:
    Ich kann da aus eigener Erfahrung berichten. Eines meiner Pferde hatte einen Reheschub und mit nachlassen der Rehesymptome fing er an zu husten. Dieser Husten war so heftig das mein TA meinte ich solle den armen Kerl erlösen, er sei dämpfig. Die Hustenattacken war asthmaähnlich mit regelrechten Erstickungsanfällen.
    Da ich so schnell nicht aufgebe hab ich die ganze Palette von Behandlungsmöglichkeiten durchgezogen. Homöopathie, Neuraltherapie, Akkupunktur…..
    Zu guter letzt kam noch Eigenblutbehandlung. Man nimmt 10 ml Blut ab, schickt es ein und bekommt Serum in verschiedenen Potenzierungen mit Injektionsplan zurück. 3 Monate Behandlungsdauer sind geplant, und siehe da, mein Pferdchen hörte nach 14 Tagen schon auf zu husten. Ich hab die Desensibilisierung natürlich bis zum Ende gemacht und heute nach ca. 8 Jahren steht mein Pferd im hohen Gras mit den anderen zusammen und haut sich den Bauch voll. Kein Reheschub mehr und Husten nur ganz selten wenns viel staubt. 🙂
    Es kommt immer auf den einzelnen Patienten an und die Ursache der Erkrankung. Einen Versuch ist alles wert und die ungewöhnlichen Wege sind manchmal die besten. So eine Eigenblutbehandlung kostet nicht die Welt und wenns dem Patienten wenigstens Erleichterung verschafften kann ist es einen Versuch wert.
    Ich mache selbst Energiearbeit bei Tieren und werde von manchen für bekloppt oder zum Scharlatan erklärt aber die denen es geholfen hat sind glücklich. Die Glücklichen sind jeden Mecker wert….. :ja:

    LG Ulla

  • pferdundfutter sagt:

    Meine Stute ist chronischer Huster, von einer Lungenfachärztin (für Pferde) festgestellt wurde zudem eine allergisch asthmatische Disposition (sie hatte vor Jahren auch mal Anfälle).
    Heilung ist meiner Erfahrung nach nicht möglich, Linderung und starke Verbesserung durchaus! Meiner Stute half eine Kombination aus klassischer Homöpathie (Konstitutionsbehandlung) und Akupunktur. Sie hustet immer noch (z.B. in Zeiten des Fellwechsels, bei schlechtem Heu oder auch nach Medikationen wie Wurmkur etc.) aber lange nicht mehr so viel/so stark und sie hat seit Jahren keine Asthmaanfälle mehr gehabt. Insgesamt ist sie sehr stabil geworden und es genügt, sie mittels optimierter Fütterung und gutem Management (z. B. Decke bei Nässe, da ist sie sehr empfindlich) und ab und zu einer homöopathischen oder akupunkturtechnischen Therapie zu unterstützen. Und das, wo ihr ein Tierarzt vor 10 Jahren die Dämpfigkeit praktisch vorausgesagt hat.
    Eigenblut hat bei uns übrigens leider nicht funktioniert, eher im Gegenteil. Sie hat innerhalb des Behandlungszeitraums mit einem heftigen Asthmaanfall reagiert.

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