Lockeres und entspanntes Reiten erarbeiten

By Virginie | Archiv: Ausbildung

Ich habe seit geraumer Zeit ein grösseres Problem mit meiner Stute, wir haben bei diversen Reitlehrern nach Lösungen gesucht, bisher konnte uns leider niemand helfen 🙁

Roxi ist 6jährig mit korrektem Exterieur. Sie hat sehr schöne Gänge, elastisch und mit viel Schwung. Zu ihrer Ausbildung, die bisher unauffällig lief, sind wir jetzt solid bei M angelangt.
Nun unser Problem: ich bekomme sie zuhause im Training nicht „runter“, sie ist unter dem Sattel gefühlt (und oft für Zuschauer nicht sichtbar) wie eine tickende Bombe. Sie fühlt sich teilweise an, als würde sie gleich unter mir explodiert. Sie hat von Natur aus einen rechten hohen Muskeltonus und ist nervlich etwas labil. Beim Reiten läuft sie immer eine Spur zu schnell, macht immer einen kleinen Tick mehr als das eigentlich Verlangte.
Auf Turniere läuft sie bestens und ist voll in ihrem Element. Da ist dieses leichte Elektrische auch das was uns nicht selten Punkte einbringt, aber locker geht sie dabei auch nicht.

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Wir haben inzwischen Einiges versucht: viele Übergänge reiten um sie ruhiger zu bekommen, auch mit Stangen gearbeitet oder vor der Stunde eine kleine Runde ausgeritten oder longiert. Nichts hilft, sie bleibt elektrisch und schnaubt nie entspannt und zufrieden.

Hat vielleicht auch ein Pforgler ein übereifriges Pferd oder Erfahrung damit? Habt ihr eventuell Tipps um sie endlich dazu zu bringen runter zu fahren?
Ich mache mir nämlich vermehrt Sorgen, um so mehr und weiter wir in die Ausbildung gehen, um so mehr sehe ich Rückenprobleme auf uns zukommen.

Ein Video habe ich, damit man vielleicht sieht (oder eben nicht sieht) was ich meine

http://www.youtube.com/watch?v=pQL9Sss2SoE

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Ich sehe das sehr deutlich einen falschen Knick. 🙁

    Kann es sein, dass sie noch Balanceprobleme hat und dadurch etwas „davon rennt“?

  • Virginie sagt:

    Auch das und dass sie sich immer wieder hinter der Senkrechte verkriecht ist bekannt und eine der vielen weiteren Erscheinung, die die Problematik mit sich bringt. Das sagten schon verschiedene RL ganz klar, ich soll mich von diesen Sachen nicht verrückt machen und schauen, dass ich sie endlich am Bein bekomme.

    Wenn ich zum Treiben käme, wäre ich froh und könnte sie nach Vorne schicken, aber das ist momentan gar keine Option. Schrittreiten allein ist für uns gerade eine riesige Herausforderung.

    Vorschlag? Idee?

  • Virginie sagt:

    Balanceprobleme kann ich definitiv verneinen, das wurde mir auch von diversen RL, die drauf sassen auch ganz klar verneint. Ich bekam bisher öfter zu hören: sie will arbeiten und zwar richtig! (aber ich will ein Pferd, das in Dehnungshaltung geht und zufrieden abschnaubt, bevor ich sie mit weiteren Lektionen „belaste“)

    Auch irgendwelche körperliche Symptome konnten wir ausschliessen, ich habe sie vor lauter Verzweiflung in jeglicher Art durchchecken lassen. Sie ist gesund bis auf eben eine jetzt beginnende Empfindlichkeit in der Sattellage, die mir ganz und gar nicht gefällt :no:

  • Lojola sagt:

    MIr fällt hauptsächlich deine Handhaltung auf. Viel mehr kann ich leider nicht erkennen da bei mir die Videos immer grässlich ruckeln. Aber deine Handhaltung mit den öfters mal eingedrehten Händen war das erste was mir aufgefallen ist. Kannst du mit dieser Handhaltung selbst überhaupt locker sitzen?

  • Red Setter sagt:

    Ich kann das Video nicht sehen, also nur auf Deinen Beitrag bezogen. Eine Bekannte hat(te) ein ähnliches Problem mit ihrer Stute. Bei ihr hat mehr Arbeit und vor allem mehr Abwechslung das gewünschte Ergebnis gebracht. Sie hat angefangen die Stute regelmäßig zu springen und ist mehrfach die Woche mit ihr im Gelände unterwegs. Die komplette Grundeinstellung vom Pferd (oder vielleicht besser von Pferd und Reiter) hat sich dabei geändert. Von ihrer Grundeinstellung ist die Stute immer noch elektrisch, aber dabei viel besser kanalisiertbar und vor allem nicht mehr hektisch. Die beiden bewegen sich dressurmäßig auch auf ~M-Niveau. Springen war zu anfangs nur Gymnastikspringen. Die beiden haben aber Spaß dran bekommen und sind da jetzt auf ~A-Niveau sogar ab und zu mal auf einem Turnier unterwegs.

    Manchmal hilft natürlich auch einfach: Back to basics! Je nachdem wo und was wirklich hakt, sollte man auch das eigene Niveau hinterfragen und eventuell eben wieder ein paar Schritte zurück gehen. Ob das bei Euch der Fall ist, kann ich natürlich nicht beurteilen.

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Was passiert, wenn du sie vorne mal loslässt?

    Mir kommt bei deinem Problem gerade Michael Strick in den Sinn. Weiß nicht, warum … :denk:

  • Virginie sagt:

    Vielen Dank Lojola und Red Setter.

    Nein, ich kann nicht entspannt sitzen weniger aus einem Haltungsfehler als aus dem bebendem Etwas unter mir. Sie ist auch sehr anstrengend zu reiten, weil sie ihre Nervosität und ihre Anspannung komplett zum Reiter weitergibt. Anfangs war ich nach 30 Minuten draufsitzen völlig erledigt, viel zu beschäftigt zu kanalisieren was mit mir passiert, wenn sie mich mit Ihrer Nervosität ansteckt. Wir haben mit Atemübungen, ein bisschen Alexandertechnik und viel Eckart Meyers das Ganze schon deutlich abgeschwächt und ich schaffe es inzwischen mich nicht mehr anstecken zu lassen und sie sogar ein bisschen positiv zu beeinflussen.

    @Redsetter: genau, das war auch unser Idee! Zuerst wollte ich nur noch an der Hand und an der Longe arbeiten, aber sie wurde regelrecht verrückt und wild dabei und fing von sich aus tausende von Lektionen anzubieten (sie hat sich sogar bei unserem Spanier den spanischen Schritt abgeguckt, was sie auf keinem Fall lernen sollte!)
    Ich bin jetzt ein Vierteljahr mit ihr nur ausgeritten, habe sie longiert, an Gymkhana und Stangenkurse teilgenommen. Seit einem Monat gehen wir auch Springen, also gleiche Ansätze wie Deine Kollegin. Sie bleibt „elektrisch“ und sehr schnell reizbar.
    Wie lange hat Deine Bekannte dran gearbeitet?

  • Virginie sagt:

    @ Honey: wer ist Michael Strick? Ist es ein Ausbilder?
    Auch das haben wir versucht, sie rennt und ist nicht mehr zu stoppen. Wie lange weiss ich nicht genau, nach 45 Minuten haben wir das Experiment beendet, weil es sinnlos war. Sie schaukelt sich so richtig da rein, bis sie von oben bis unten triefend nass ist und schäumt. Genauso gut unter dem Sattel wie im Freien, es macht für sie kein Unterschied. Achja, Laufen lassen kann ich sie auch nicht…

  • Saro sagt:

    Das einzige was mir an Dir bei dem Video aufgefallen ist, ist dass Deine linke Schulter auf der linken Hand vor deine rechte kommt und somit bist Du tendentiell gegen die Bande gedreht. Kann aber auch sein, dass das in dieser Perspektive so aussieht.

  • gitana gitana sagt:

    „Lockeres und entspanntes Reiten erarbeiten“, das hab ich bei meinem Pferd nach fast 8 Jahren immer noch nicht geschafft :whistling: .
    Früher bei Neindorff hab ich über längere Zeit, allerdings nur 1 x pro Woche, ein Pferd geritten, das es auch immer zu eilig hatte, sich gerne hinter der Hand verkrümelte usw. Ich kam auch nicht richtig zum treiben, hab also irgendwie einen Kompromiss zwischen ein bißchen treiben und sonst nur dranbleiben gemacht. Auch mit der Hand nur ganz vorsichtig, mal war er vorne, mal nicht, aber nie so richtig stabil. Vom Chef kam leider auch keine Hilfe (wär ja als Reitlehrer eigentlich sein Job gewesen :fies: ), nur immer ein Feedback sozusagen, also mal ein erfreut, aber noch zögerliches „Jaaa …“, wenn das Eselchen schön vorne blieb, oder alternativ „Ihr Pferd steht auf dem Kopf!“ Hab ich jeweils selbst bemerkt, konnte es aber auch nicht großartig ändern und was anderes als das, was ich eh schon machte, fiel mir auch nicht ein. :nix:
    Nach etlichen Monaten hatte ich, warum auch immer, die Idee, das Tierchen mal so richtig anzupacken :fies: . Beine zu, was das Zeug hält und prompt blieb der Kopf oben und ich hatte auf einmal stabilen „Zug“ am Gebiss. Dazu hat der plötzlich hinten richtig gearbeitet und mit wegrennen war gar nichts! Und dafür gab es ein diesmal echt erfreutes „Jawohl!!!“ vom Chef :hurra: . In dieser ersten Stunde so hatte ich zwar noch etwas übertrieben, so daß ich das Pony zeitweise sogar leicht überspannt hatte, aber es war klar, daß es so der richtige Weg war :ja: . Beim nächsten Mal hab ich das etwas dosierter eingesetzt, das Pony lief perfekt, Lernziel erfüllt, Fall erledigt und damit bekam ich ab sofort ein anderes Pferd für die folgende Zeit.
    Es gab noch ein anderes Pferd dort, ein Fuchswallach, perfekt ausgebildet, Einerwechsel, Pirouetten, … aber der war auch so, fast noch extremer, immer etwas eilig, abgetaucht beim geringsten Druck im Maul … Den hatte ich 1 x und es lief so, wie sonst mit dem anderen Pferd war, mal ganz nett, mal nicht so, aber halt nicht richtig gut. Nach der Erfahrung mit dem Schimmel hatte ich drum gebeten, den Fuchs noch mal reiten zu dürfen, weil ich das an dem auch ausprobieren wollte. Ich durfte und es funktionierte! :ostern: Ordentlich Kreuz dran und Beine zu und oben war die Rübe und blieb auch da und auch nichts mit wegrennen.
    Vielleicht traust du dich ja mal, das auch zu probieren :denk: .
    Allgemein solltest du mal deine Arm- und Handhaltung und die Länge deiner Zügel etwas korrigieren, du bist keine Henkeltasse, sitzt nicht auf einem Kutschbock und besonders die linke Hand gehört auch nicht vor den Solarplexus :eye: :friend:

    Ob dir mein Gesülze jetzt was hilft oder nicht, weiß ich nicht … 8)

  • Mumpitz sagt:

    Besteht das Problem immer gleichmäßig, oder wechselt es? Evtl. im Zusammenhang mit dem Rosse-Zyklus?

  • Patti sagt:

    Hallo Virginie –

    habe mir jetzt das Video angeschaut – deine Stute erinnert mich (von der Art her) total an meine Pferdedame! Die ist inzwischen 19, aber genau dieses Nervige, dieses Umweltorientierte, kenne ich…Die kann das heute übrigens auch immer noch! 😉

    Ich kann jetzt natürlich nicht von meiner Stute komplett auf deine schliessen, aber bei meiner Stute hat sich dieses „innerliche Bibbern“ ab dem Zeitpunkt gelegt, als ich mich auch mal getraut habe, mich mit ihr anzulegen….um sie wirklich „ans Arbeiten“ zu bekommen. Soll heissen: ich bin da auch durchaus mal energisch geworden und mit dem Bein eben verstärkt dran geblieben, auch wenn Madamchen dann meinte, durch die Bahn zu hüpfen. Komischerweise war die, wenn die dann am Arbeiten war, total klar in der Birne – da hätte ich die in eine Strassenbahn reiten können. Zudem haben wir ganz konsequent an der korrekten Ausführung meiner „Ansagen“ geachtet – das fing beim Schritt-reiten an – nicht einfach so nanana schritt reiten, Hauptsache das Haupt ist unten, sondern dabei: das Tempo bestimmen. Und ständig um immer wieder variieren, damit dem Pferd klar machen: ICH gebe hier den Ton an, verlass dich auf mich, du machst keinen Schritt alleine! Hört sich blöde an, ich weiss, aber hat funktioniert bei meinem Stutentier. Ist halt so’n Weib….
    Man sieht bei deiner Stute wunderbar, dass die Ohren überall sind – nur nicht bei dir 😉

  • casper109 casper109 sagt:

    Da ist nächstes WoE ein Kurs in Kusel 😀

  • Virginie sagt:

    Bevor ich es vergesse, es ist mein RL drauf, bevor an dem Sitz zu viel geachtet wird, die Problematik bleibt die Gleiche 🙁

  • Red Setter sagt:

    Virginie: bestimmt ein Jahr. Das Stütchen musste aber auch wirklich regelmäßig ran: morgens ein Stündchen ins Gelände oder Springen, abends dann 45 Min in der Halle. So weit ich mich erinnere haben sie eine ganze Zeit lang die Dressurstunden eher kurz gehalten. Müde reiten wäre bei der Stute eh unmöglich gewesen. Lieber über viel Abwechslung arbeiten und zwei Mal am Tag gehen lassen. Und wirklich 6-7 Tage die Woche.

  • Honeybear Honeybear sagt:

    @ Honey: wer ist Michael Strick? Ist es ein Ausbilder?

    Ja, er gab mal Kurse. Vor 2 Jahren haben einige von hier dran teil genommen. Dies hier schrieb Ploco damals darüber:
    Cubano verhält sich orginal wie Ploco früher (äh, manchmal heute noch aber eher selten). Bin langsam angetrabt am langen Zügel, es trabte (schrabte) vor sich hin, nächste lange Seite wurde dann bereits der Renntrab eingelegt, sitzen ? … ja, ohne Rücken und auf der Vorhand schwierig :motz: … habe dann früher leichten Kontakt zum Maul aufgenommen und dann ging es….wollte ich aber nicht so :blinzel: Also habe ich versucht immer wieder aus dem Sitz ohne Zügel abzuwenden (am Anfang immer noch mit kurz „anlüpfen“ des Zügels :whistling: um das Tempo raus zu nehmen. Später – es dauerte eine Weile sowie Überwinderung meinereiner – klappten sogar Schlangenlinien durch die Bahn etc. … das Pony war endlich am Sitz :hurra: :hurra: Nun habe ich ihn schön langsam von hinten nach vorne an die Hand reiten können, sodaß er sich zusehens vorne mehr „aufhob“ Ähhh, ich spreche hier von einer Zeitspanne von mindestens 1 Jahr mit Fortschritten und Rückschritten je nach Laune der kleinen Rennsemmel.
    Und dann dies noch hier: GERADE bei solchen Rennsemmeln habe ich für mich festgestellt, daß diese Art und Weise zu reiten bzw. zur Losgelassenheit zu kommen ziemlich gut funktioniert. Sicherlich muß man Geschwindigkeit mögen, wie oft ist mir Ploco damals in der 80m Halle gerade im Galopp los geschüsselt, abes es hatte wirklich keinen Wert ihn vorne mit der Hand zu bremsen, denn genau in dem Moment wurde er wieder fest und ich konnte von vorne anfangen. Irgendwann kapieren die Rösser das und es ist dann wunderschön, wenn man endlich mal mit dem Bein kommen kann ohne das die Flucht ergriffen wird oder der Rücken wieder weggedrückt oder fest wird.

    Bein den etwas ruhigeren Kandidaten kommt man hingegen ziemlich schnell so zum Ziel. Die reitet man dann 2-5 „Runden“ so und kann sodann mit der Arbeit beginnen.

    Ich selber habe ihn auf einem OWS kennengelernt und erlebt und war beeindruckt. Einer der alten Schule, aber seeeeeehr gut. *find*

    Und Ploco spricht hier auch von 1 Jahr. :rolleyes:

  • Virginie sagt:

    Hallo Zusammen,

    vielen vielen Dank!

    @Mumpitz: auch schon gedacht aber nein, null Einfluss durch die Rosse. Unter dem Sattel merkt man übrigens nie, ob sie rossig ist, sie ist da sehr professionell.

    @Gitana & Patti: ja, zu dem Schluss komme ich immer mehr! Sie ist vom Wesen her sehr verunsichert und schon so sehr auf mich fixiert (es ist ein kleiner Weltuntergang, wenn sie ausnahmsweise jemand anders aus der Box holt oder sie gar an der Longe nehmen will, das funktioniert ganz und gar nicht) und – glaube ich- erwartet von mir eine klare Ansage, die ich ihr momentan nicht gebe.
    Ich bin vermutlich auch viel zu vorsichtig mit und zu ihr, aus Angst ihr weh zu tun. Sie ist so schmal und leise im Vergleich zu meinen anderen Monstern, ich möchte ihre Leichtigkeit auf keinen Fall verlieren… Ihre Ausbilderin sagte mir als wir sie abholten, sie hat einen starken Charakter und kann Einiges vertragen.
    Nach euren Erfahrungen bin ich sehr interessiert, es zu versuchen.

    Patti, wie hast Du Deine Stute dazu gebracht, Deine klare Kommandos genau zu befolgen ohne dass es ein bisschen hässlich wird? Oder muss ich unverweigerlich ein kleiner Moment dadurch? Was hast Du genau gemacht, als sie versuchte ihr Renntempo einzunehmen? Streng und stark durchgebremst oder eher sanft mit versuchten halbe Paraden bis sie sich entscheidet auf Dich zu hören?

    Gitana: ich nehme an, an dem stärkeren Zug am Anfang komme ich nicht drumherum? Hast Du gewisse Lektionen dabei gearbeitet oder eher nur geachtet erstmal ein Tempo zu halten mit einfachen Bahnfiguren? Zum Sitz schon geschrieben, RL war drauf, damit ich „das Problem“ filmen kann.

    Verzeihung für die vielen Fragen, es wäre sowas von genial, wenn es funktionieren würde….

    Ps. Patti und sie hat auch noch riesigen Ohren! :red:

  • Castellano sagt:

    Da ist nächstes WoE ein Kurs in Kusel 😀

    Wer gibt was für einen Kurs in Kusel? Das ist gar nicht sooo weit weg von mir.

  • Solli sagt:

    Hallo Virgine,

    Deine Stute ordne ich jetzt als klassischen Fall für die Akupunktur ein!

    Ihr fehlt die innere Losgelassenheit, die Ursache dafür liegt irgendwo in der Psysche. Das lässt sich mit so einer Behandlung ganz gut lösen! Bei meinem hätte schon eine einzige Behandlung ausgereicht (laut THP), aber ich hab nochmal nachbehandeln lassen, weils so gut angeschlagen hat. Der hatte die gleiche Sympthomatik wie Deine Stute!

    Zusätzlich brauchten wier aber noch einen Ostheop., das schließe ich bei Euch eher aus. Weil sie läuft ja doch recht schwungvoll und vorwärts, aber man sieht eben, wie die Bewegung irgendwo vorm Widerrist „abbricht“.

  • gitana gitana sagt:

    Gitana: ich nehme an, an dem stärkeren Zug am Anfang komme ich nicht drumherum? Hast Du gewisse Lektionen dabei gearbeitet oder eher nur geachtet erstmal ein Tempo zu halten mit einfachen Bahnfiguren?

    Es war nur im Vergleich zu vorher ein stärkerer Zug. Sonst war es einfach nur eine direkte stabile Anlehnung im Sinne von „an das Gebiss ziehen“, also im ganz positiven Sinne :ja: . Eben nicht mehr so unstet in Verbindung und Kopfhaltung.
    An Lektionen habe ich wie sonst auch das ganz normale Reitstundenprogramm geritten, wie es vorgegeben wurde, das waren alle Gangarten und alle Lektionen bis hin zu Trabtraversalen, Durcheinanderreiten und Abteilung abwechselnd.

  • Virginie sagt:

    @Solli tut mir leid, es jetzt zu schreiben aber das will ich gar nicht hören!

    Dieses Pferd hat:
    – alle 6-8 Wochen Akupunktur Behandlung
    – einmal im Quartal Cranio-Sacral Therapie
    – alle 8-10 Wochen Ostheopathische Kontrolle /Behandlung
    – alle 6 Monate einen auf seine Blutwerte angepassten Fütterungsplan
    – eine wasseraderfreie und strahlungsarme Box mit Auslauf
    – eine eigene Angestellte, die sie jeden Tag spazieren führt
    – täglich Solarium mit Wärmedusche (im Winter)
    – täglich abwechselnd im Einsatz entweder HHP oder Activomed Decke

    Man kann mir viel unterstellen, aber was das angeht sind die Pferde versorgt. Irgendwann möchte ich einfach nur reiten ohne dass man mir noch eine weitere Behandlungsmethode als „die“ Lösung vorsetzt, das dürfte doch möglich sein.

  • casper109 casper109 sagt:

    Zitat von »casper109« Da ist nächstes WoE ein Kurs in Kusel Wer gibt was für einen Kurs in Kusel? Das ist gar nicht sooo weit weg von mir.

    Guckst du mal hier Reiten

  • casper109 casper109 sagt:

    @Solli tut mir leid, es jetzt zu schreiben aber das will ich gar nicht hören!

    Dieses Pferd hat:
    – alle 6-8 Wochen Akupunktur Behandlung
    – einmal im Quartal Cranio-Sacral Therapie
    – alle 8-10 Wochen Ostheopathische Kontrolle /Behandlung
    – alle 6 Monate einen auf seine Blutwerte angepassten Fütterungsplan
    – eine wasseraderfreie und strahlungsarme Box mit Auslauf
    – eine eigene Angestellte, die sie jeden Tag spazieren führt
    – täglich Solarium mit Wärmedusche (im Winter)
    – täglich abwechselnd im Einsatz entweder HHP oder Activomed Decke

    Man kann mir viel unterstellen, aber was das angeht sind die Pferde versorgt. Irgendwann möchte ich einfach nur reiten ohne dass man mir noch eine weitere Behandlungsmethode als „die“ Lösung vorsetzt, das dürfte doch möglich sein.

    :denk: Sorry, aber vielleicht zu viel des Guten….. :tuete:

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Zitat von »casper109« Da ist nächstes WoE ein Kurs in Kusel Wer gibt was für einen Kurs in Kusel? Das ist gar nicht sooo weit weg von mir.

    Guckst du mal hier Reiten

    Cool. Na wenn ich da nicht mal hingehen würde … 😉

  • Biene398 sagt:

    Hy, ich weiß ja nicht wo/ wie die Stute steht, wie oft und lang sie bewegt wird und sich bewegen darf, aber vielleicht würde ja auch ein Offenstall helfen?? Oer zumindest so oft wie möglich auf die Koppel lassen. Unsere Pferde sind seid sie im Offenstall leben viel ruhiger und ausgeglichener… Draußen haben sie eben einfach mehr Reize, die müssen sie verarbeiten und werden dadurch auch in gewisser Weiße müder (zumindest imKopf :D). Wie gesagt ist nur ein Vorschlag.
    Grüßle Biene und Franzi

  • missredcat missredcat sagt:

    Du meine Güte, wieso hat sie denn so viele Behandlungen? Ist sie krank?
    Mir fällt auch Deine Handhaltung auf… was machst Du? Du stellst sie immer wieder nach
    innen und kommst währenddessen mit der Hand über den Mähnenkamm.
    Ich würde sie mehr beschäftigen (also während des Reitens).
    Nicht immer nur Zirkel und ganze Bahn aussen rum traben, sondern Übertreten, Schenkelweichen, Schulterherein,
    Renvers, Travers, alles im Wechsel und schön langsam im Schritt, auf Zirkel oder einer Volte.
    Aber meine Idee vom Reiten ist eh eine andere…

  • Virginie sagt:

    @Honey: ich habe Deinen Beitrag jetzt mehrmals durchgelesen, es hört sich sehr spannend an! Gibt es vielleicht Videos oder Ähnliches, würde mich echt interessieren, wie sich das Umsetzen lässt. An fehlende Zeit wird es nicht liegen, von mir aus kann es ein Jahr oder länger dauern, Hauptsache wir bekommen Ruhe darein.

    Werde mich jedenfalls erkundigen und ein Seminar anschauen gehen. Vielen Dank! :ja:

  • Julanka sagt:

    Ich kann hier nur meine Erfahrungen mit Meinem widergeben( und wir sind noch laange nicht auf diesen Niveau). Der kann so auch und gelöst bekomme ich das eigentlich wirklich nur, wenn ich ihn richtig arbeite. Mir widerstrebt das auch, so hinzulangen, aber es funktioniert. Hand stehen lassen, wirklich mal treiben und viel Abwechslung innerhalb der Arbeit.

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Sonst gib hier mal Michael Strick in die Suchfunktion ein. Da wirst du fündig. 🙂

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Hand stehen lassen, wirklich mal treiben

    Sorry, aber so wie der Hals jetzt schon aussieht (und sie ist 6), da finde ich diesen Weg gerade den falschen. :nix:

  • gitana gitana sagt:

    Babsi, das ist nicht sie auf dem Pferd, sondern die RL. Stand hier aber schon mehrmals :eye:

    Zu dem Wellnessplan fiel mir jetzt auch nur ein: Kommt die auch auf die Koppel? In´s Gelände? Nicht nur mit Angestellter spazieren gehen, sondern richtig reiten :attack: Einfach mal Pferd sein lassen …

  • gitana gitana sagt:

    Hand stehen lassen, wirklich mal treiben

    Sorry, aber so wie der Hals jetzt schon aussieht (und sie ist 6), da finde ich diesen Weg gerade den falschen. :nix:

    Nein, eben nicht! Lies doch mal meinen Erfahrungsbericht. Hand stehen lassen hat doch nichts mit eng halten zu tun.

  • missredcat missredcat sagt:

    Das ist die Bereiterin 8| 8o ?
    Oh. Ok, da kann ich nun nicht viel dazu sagen.

  • Julanka sagt:

    Hand stehen lassen, wirklich mal treiben

    Sorry, aber so wie der Hals jetzt schon aussieht (und sie ist 6), da finde ich diesen Weg gerade den falschen. :nix:

    Nein, eben nicht! Lies doch mal meinen Erfahrungsbericht. Hand stehen lassen hat doch nichts mit eng halten zu tun.

    Danke 🙂
    Das wird leider immer wieder falsch verstanden.

  • Patti sagt:

    Ich bin vermutlich auch viel zu vorsichtig mit und zu ihr, aus Angst ihr weh zu tun.

    Ich kann dir nur sagen, dass ich definitiv zu nett zu meiner Stute war…. 🙂

    Patti, wie hast Du Deine Stute dazu gebracht, Deine klare Kommandos genau zu befolgen ohne dass es ein bisschen hässlich wird? Oder muss ich unverweigerlich ein kleiner Moment dadurch?

    Mut zur Hässlichkeit kann ich da nur sagen. Mit immer nur „schön“ kommt man irgendwann nicht weiter….
    Also – hmm – was hab ich gemacht? Kommt auf die Situation an: Wenn dieses Zögern und auf den Boden blicken kam (und die Ohren vorne abzuknicken drohen – sieht man bei deiner Stute vor der Ecke gut) kam das Bein schonmal deutlicher. Prokelnd sozusagen. Und wenn sie dann meinte, loshüpfen zu müssen, blieb das Bein dran und es ging da nochmal im SH vorbei. Mir war’s in dem Moment auch relativ wurscht, ob das nun „schön“ aussah oder nicht – die hatte da einfach mal keine Entscheidung zu treffen.
    Generell muss ich die immer zu Anfang eher tief einstellen und „anpacken“. Dann immer mal ein bisschen „provozieren“, am Nerv kitzeln, fordern. Übergänge bis zum Abwinken. SH, SW, Kurzkehrt. Je mehr ich die anfangs im „tu-du-mir-nichts-tu-ich-dir-nichts-Modus“ reite, desto mehr spult die sich auf. Dabei aber nicht handlastig werden, sondern bewusst mit „Körper“ reiten. Dann irgendwann machts bei meiner „Klick“, die wird ganz leise im Trab, die Ohren sind bei mir und DANN kann ich auch „nett“ werden. Aber erst dann…
    Es war schwierig, die anfangs am Bein zu reiten, weil die halt dann gerne den Turbo anschmiss. Da musste die aber leider durch, also blieb das Bein dran.
    Dann dieses „Vorwegnehmen“ – beim Angaloppieren eben nicht am äusseren Bein – juchhu – ich weiss was kommt, ich weiss was kommt! Das Bein geht nach hinten, ich polter dann schonmal los…. Da wurde dann penibelst drauf geachtet, dass die eben NICHT losgaloppiert, auch wenn wir dann mal ne lange Seite im „Karnickelgehpse“ entlang sind.

    Was hast Du genau gemacht, als sie versuchte ihr Renntempo einzunehmen? Streng und stark durchgebremst oder eher sanft mit versuchten halbe Paraden bis sie sich entscheidet auf Dich zu hören?

    Sofort ausgebremst! Schritt. Geregelt kriegen und wieder antraben. Und nein – die sollte gar nicht mehr den Gedanken daran haben, dass sie was „entscheiden“ könnte. Das verunsichert die nur viel zu sehr.

    Ps. Patti und sie hat auch noch riesigen Ohren!

    *kicher* meine auch 😀

    Nachtrag: ich hatte mich irgendwann entschieden, ein Magnesium-Präparat dazuzufüttern. Das war von Lexa-Pferdefutter. Ich hatte den Eindruck, das durch das Mittel das Pferd sich mehr „an die Naht“ kommen liess. Vielleicht auch mal ne Überlegung wert?

  • Virginie sagt:

    @ Babsi: das haben wir eine Zeit lang versucht, sie viel im Kopf zu beschäftigen. Das erhoffte Ergebnis hatten wir leider dadurch nicht, sie schien sich regelrecht da reinzusteigern. Mein RL sagte damals „sie ist ja richtig „geil“ auf Lektionen“. Er war begeistert, ich weniger weil ich da oben nur merkte, dass ich sie nicht mehr bei mir hatte :S Das ist gerade die Schwierigkeit, aus diesem Grund probieren wir im Moment wieder an die Basis zu kommen. Sie kennt bereits alle Seitengänge und wenn ich die sie die ersten 20 Minuten im Schritt warmreite, reiten wir Schulterherein, Schenkelweichen und allerhand Seitengänge ohne Mühe. Es bereitet ihr keinerlei Probleme, dafür ein ruhiges Tempo auf ein Zirkel zu halten…

    @Gitana: Weide im Winter leider weniger. Sie kommen auf die grössere Paddocks je nach Wetter für ein paar Stunde aber da rennt sie nur wie eine Wahnsinnige, deshalb stellen wie Klein-Spanier zu ihr dazu, dann klappt es einigermassen. Andere Pferde mögen sie nicht besonders, viele reagieren auf sie aggressiv, ihr eigener Bruder hat einmal versucht sie niederzuschlagen.
    Ausreiten ja und ausgiebig (wie oben geschrieben, ich habe auch probiert ein Viereljahr lang nichts Anderes zu machen, hat nicht geholfen).
    Sie darf völlig Pferd sein!
    An Aktive Behandlungen sind inzwischen von den aufgeführten nur Wenige eher regelmässige Kontrolle, aber das Pferd ist gesund. Es gibt keine körperliche Beschwerden, die ihr Verhalten erklären könnten.

    @Biene: Offenstall ist sicher eine tolle Sache, aber das kann ich nicht machen bei ihr. Es hat andere Hintergründe, wenn man so viel Geld für ein Pferd zahlt, kann ich es wirklich nicht in ein Offenstall stellen und das Risiko eingehen, dass sie dabei ernsthaft verletzt wird. Sie hatte vor uns reine Boxenhaltung, jetzt hat sie Box mit Auslauf und Weidegang (zu 2.). Das muss leider reichen…

  • Mumpitz sagt:

    Offenstall ist sicher eine tolle Sache, aber das kann ich nicht machen bei ihr. Es hat andere Hintergründe, wenn man so viel Geld für ein Pferd zahlt, kann ich es wirklich nicht in ein Offenstall stellen und das Risiko eingehen, dass sie dabei ernsthaft verletzt wird. Sie hatte vor uns reine Boxenhaltung, jetzt hat sie Box mit Auslauf und Weidegang (zu 2.). Das muss leider reichen…

    Ganz davon abgesehen, werden gerade „nervige“ Pferde im Offenstall nicht immer glücklich(er).

  • Biene398 sagt:

    Hallo noch mal 😀
    ja ich weiß, dass es so verpöhnt ist, sein Pferd in den Offenstall zu stellen. Aber mal ganz ehrlich: (soll jetzt niemand angreifen, ist nur meine eigene Meinung) ein Pferd in der Box kann sich doch schneller festlegen als draußen?
    ein Pferd dass 15-24h in der Box steht, bekommt doch dicke Beine? vorallem wenn man sie Bandagiert, um sie vor Verletzungen zu schützen.
    Noch ein Beispiel, meine Freundin hat auch eine super Dressurstute, die nen großen Batzen Geld gekostet hat aber die steht trotzdem immer draußen, und hat keine Verletzungen.
    Na ja aber es bleibt ja auch jedem selbst überlassen, was er mit seinem Hobba macht 😉 aber wenigstens hat sie Weidegang (: immerhin etwas :thumbsup:
    Gruß Franzi und Biene 🙂
    @Mumpitz, ja dass kann schon manchmal stimmen, aber manchmal kann es auch helfen ;D

  • Solli sagt:

    @Solli tut mir leid, es jetzt zu schreiben aber das will ich gar nicht hören! ….

    Sorry, dass ich nicht hellsehen konnte …. :rolleyes:

  • Patti sagt:

    Virginie –

    wie ist die Stute denn im Gelände?

  • Julanka sagt:

    Dabei aber nicht handlastig werden, sondern bewusst mit „Körper“ reiten.

    Das trifft es ziemlich genau. Gerade wenn die Ponys flott unterwegs sind, greift man doch allzu gerne in die Zügel zum Bremsen :red:

  • Virginie sagt:

    Draussen ist sie unterschiedlich: allgemein ist sie eher ängstlich und zittert unter Einem, geht aber überall ohne Probleme durch. Wenn ich vorne bin und am langen Zügel hat sie zwar ein sehr flottes Tempo aber sie lässt sich immer wieder abbremsen. Sollte ich dennoch auf die Idee kommen mit Mehreren zu reiten und dann hinten bleiben zu wollen, dann passagieren wir den ganzen Ausritt lang.
    Sie lässt sich ansonsten auf jeden Fall überzeugen und auch in schwierigen Situationen ist sie gut händelbar (bis auf das Hinten anstellen in der Gruppe).

    Hand stehen lassen und Hinten „einholen“ leuchtet mir ein, grundsätzlich nach Vorne zu reiten sowieso. Danke Patti, ich werde mir Deine Sätze schön vor Augen halten und es probieren. Alles was Du beschreibst, kommt mir so vertraut vor.. Könnte glauben, Du hast auch ein Weltmeyer-Erbe bei Dir im Stall stehen und könnte es auf eine ungünstige Vererbung schieben 😀

    @Solli:Verzeihung, in dieser Hinsicht bin ich schwierig 😉

    @Biene: ich verstehe Dich, es ist und bleibt keine Option (davon abgesehen, dass es bei uns in der Gegend sowas gar nicht gibt).

  • Patti sagt:

    Danke Patti, ich werde mir Deine Sätze schön vor Augen halten und es probieren. Alles was Du beschreibst, kommt mir so vertraut vor.. Könnte glauben, Du hast auch ein Weltmeyer-Erbe bei Dir im Stall stehen und könnte es auf eine ungünstige Vererbung schieben 😀

    😀 😀

    Hab ich. Aber das ist mein anderes Pferd. Der hat diese Probleme gar nicht. Dafür andere 😉

    Meine Stute ist ne Weltruf-Regress. Weltruf wiederum ist ein Windesi xx. Ansonsten ist da noch Anglo-Araber und Trakki im Pedigree versteckt – also durchaus alles, was „peng“ macht 😀

  • missredcat missredcat sagt:

    was „peng“ macht

    … bei Peng wär ich tot, vom Herzkasperl getroffen 8) .

  • dat_julschen sagt:

    Du schreibst, du würdest viele Tempowechsel reiten, viel machen, damit sie sich auf dich konzentriert…..
    Mal abgesehen, von dem „mehr anpacken/reiten“, hast du mal versucht, weniger Tempiwechsel, Richtungswechsel, Lektionen usw zu reiten?

    Ein Halbblüter den ich kenne, hatte ähnliche Problemchen…. erst als ich aufgehört hab, ihn beschäftigen zu wollen, und mal 3 Runden ganze Bahn im Arbeitstrab verlangt hab, kam er allmählich runter.

  • cando sagt:

    der link funktioniert nicht mehr….

  • Helios Helios sagt:

    so ein *peng* hab ich wohl auch und ich mußte mich auch erst mal trauen, bei der Rennsemmel nicht vorne zu bremsen, mir haben da Stimmkommandos viel gebracht. Wie sieht das denn bei Dir aus? Setzt Du die Stimme bewußt mit ein?

    @Biene, meiner hat Offenstall und ist trotzdem so, das kann man einfach nicht unbedingt an der Haltung festmachen.

    Julchen, meiner braucht eher die Beschäftigung, sonst spult er ganz. Allerdings gehe ich, wenn’s so ist, runter in den Schritt und hol ihn mir da wieder her. Das scheint ja bei Virginie’s Pferd nicht zu klappen :nix:
    Und das ist überhaupt nicht bös gemeint, Virginie, ich hab eher den Eindruck, wenn ich die Kommentare Deiner RL’s so lese, daß sie wollen, das Du auf dem Niveau weiterarbeitest und Dein Pferd einfach mal back to basics braucht. Wie ist sie denn an der Hand?
    Spontan dazu fallen mir eben noch Fichtes Übungen am langen Zügel auf Theo ein 🙂 🙂

  • dat_julschen sagt:

    Julchen, meiner braucht eher die Beschäftigung, sonst spult er ganz. Allerdings gehe ich, wenn’s so ist, runter in den Schritt und hol ihn mir da wieder her. Das scheint ja bei Virginie’s Pferd nicht zu klappen

    :nix: da ist wohl jeder Jeck anders.

  • waikiki sagt:

    möcht auch gern mal video ansehen, geht aber nicht :nix: habe ich jetzt richtig mitbekommen weltmeyer-nachfahre?

    würde mich schon interessieren, weil wir auch eine welty-stute hier im stall haben

    vg waikiki

  • Helios Helios sagt:

    das stimmt wohl, Julchen :ja: Aber ich hoffe, Virginie hat sich hier ein paar gute Tips holen können …

  • Virginie sagt:

    Vielen Dank für die viele gute Tipps, Vorschläge und Anregungen. Ich hoffe, der Link funktioniert wieder, ich wollte das Video um einen Abschnitt mit mehr Schritt ergänzen, es scheint leider nicht zu funktionieren.

    @Julschen und Helios: wir haben versucht runter zu fahren und wirklich back to basic zu reiten, das war die erste Idee, die wir hatten. Wir dachten, sie hat eventuell Umstellungsschwierigkeiten nach dem Umzug und den ganzen Stress mit den Bundeschampionat-Runden, also haben wir uns für „Jungpferdprogramm“ entschieden. Sie ist dabei schier verrückt geworden, fing nach 3 Wochen an ihre Box zu zertreten und auseinander zu nehmen. Bei der Arbeit bot sie dann allerlei Lektionen und Übungen an, obwohl wir einfach nur entspannt ein Paar Runde reiten wollten. Es wurde stetig schlimmer, also sind wir für eine Weile fern geblieben und sind nur noch ausgeritten. Auch das brachte keine Besserung und das liess sich deutlich an ihre Box und Nachbarspferde aus.
    Danach haben wir Stück für Stück mit der Arbeit begonnen: zuerst ein halbstündiger Ausritt, dann ein bisschen Dressurarbeit. Pferd wurde wieder friedlich. Seitdem habe ich die Arbeit in der Halle kontinuerlich erweitert, der Ausritt vorweg (oder danach) bleibt und es geht ihr damit deutlich besser. Wenn ich regelmässig mit ihr am Wochenende wegfahre und sie in Turnierstimmung versetze, geht es ihr am Besten, sie ist dann (auch im Umgang) sehr ausgeglichen und -für ihre Verhältnisse- ruhig :nix:

    An der Longe ist sie genau gleich: händelbar, macht alles, einfach nur schnell. Sie langweilt sich auch sehr schnell, ähnlich wie beim Reiten. Es kommt immer wieder Rückfragen: „Was kommt jetzt?Was kommt jetzt? Das? Kann ich schon längst! und was kommt jetzt?“ => so fühlt sich das an.

    Ein Paar Mal hatte ich ein Pferd, wie ich es mir wünsche und zwar als wir sie bewusst kurz überforderten z.B. anfingen mehrere Galoppwechsel auf der Diagonale zu reiten oder die Ansätze für die Pirouette setzten. Danach hatte ich ein ruhiges und losgelassenes Pferd, das sich unter dem Sattel entspannt und losgelassen zeigte. Für mehr war sie einfach zu kaputt und fertig und das kann definitiv nicht die Lösung sein :no:
    Inzwischen tendiere ich zu Patty / Gitana Lösung, ihr fehlt eine klare Führung, die sie von mir erwartet und die ich ihr nicht konsequent gebe. Ich werde es jetzt probieren und schauen was passiert.

    @Waikiki: Vater ist Rohdiamant, Mutter ist von Weltmeyer. Angeblich vererbt Weltmeyer gerne einen schwierigen Charakter.

  • JAusten sagt:

    Auch das und dass sie sich immer wieder hinter der Senkrechte verkriecht ist bekannt und eine der vielen weiteren Erscheinung, die die Problematik mit sich bringt. Das sagten schon verschiedene RL ganz klar, ich soll mich von diesen Sachen nicht verrückt machen und schauen, dass ich sie endlich am Bein bekomme.

    Wenn ich zum Treiben käme, wäre ich froh und könnte sie nach Vorne schicken, aber das ist momentan gar keine Option. Schrittreiten allein ist für uns gerade eine riesige Herausforderung.

    Vorschlag? Idee?

    Du MUSST zum treiben kommen, wenn Dir das dauerhaft nicht gelingt, dass Du sie von hinten nach vorne ans Gebiss heranreiten könntest, wirst Du ein dauerhaftes Problem mit der Anlehnung bekommen. Vorwärts-abwärts auf Bughöhe, Zügel aus der Hand kauen, Zügel wieder aufnehmen, Zügel aus der Hand, Zügel wieder aufnehmen usw.. Nur so im vorwärts wirst Du gegen das Verkriechen (falscher Knick, Axthieb) was machen können. RL muss dringend korrigieren. Zum Video: Deine Hände finde ich zu unruhig. Die innere Hand am langen Zügel nach oben und den äußeren Zügel länger zu lassen, halte ich in dem Fall für kontraproduktiv. Mehr Ruhe ins Pferd, einen Schritt zurück, achte auf Deine Hände, die dürfen etwas tiefer, ruhiger. Mehr Abwechselung, öfter Handwechsel, keine langen Reprisen in derselben Gangart, schnelle Wechsel – Schritt, Trab, Schritt, Trab usw.. Innerhalb einer Gangart (z.B. Trab) das Tempo wechseln – 3 Tritte starker Trab, über die Atmung, Sitzhaltung Pferd in den Arbeitstrab, 5 Tritte Arbeitstrab, 3 Tritte starker Trab. Im Schritt in die Volte, ist die Volte zur Hälfte im Schritt geritten, antraben bis zum Hufschlag, Schritt, antraben, Schritt in die Volte, Hälfte der Volte im Schritt, antraben, Hufschlag Schritt.

    RU mind. 2 x/Woche hilft natürlich besser, als virtuelle Ratschläge.

  • Patti sagt:

    @Waikiki: Vater ist Rohdiamant, Mutter ist von Weltmeyer. Angeblich vererbt Weltmeyer gerne einen schwierigen Charakter.

    *umfallt*
    DAS ist ja witzig! Mein Fuchs hat dieselbe Abstammung – nur andersherum: Vater Wolkenstein (Weltmeyer), MV Rohdiamant.
    Den Weltmeyers sagt man durchaus nach, nicht immer ganz einfach zu sein. Ich kenne da 2 grundlegende Varianten: einmal etwas „maulspezifisch“ und die andere Variante: die können extrem dicht machen, wenn man mehr von denen fordert, als sie geben möchten.
    Das scheint bei deiner Stute ja nicht das Problem zu sein. Da kommt wohl eher der Rohdiamant/Rubinstein durch 😉 , gepaart mit der Willensstärke der Weltmeyer.
    Versuch mal „einfach“, der mehr Begleitung, mehr „Einrahmung“ zu geben. Das heisst jetzt nun nicht ständig besonders grob zu sein, sondern einfach weniger „vorsichtig“ (im Sinne von „nett“). Vielleicht hilft ihr und dir das ja.

    Und evtl. die Fütterung überdenken – vielleicht ist sie auch etwas „scharf“ gefüttert?
    Zudem würde ich da durchaus ein Magnesium-Produkt einsetzen. Bei meiner Stute hat das durchaus angeschlagen.

    JAusten – im Video sitzt nicht Virginie auf dem Pferd!

  • Red Setter sagt:

    mhm, back to basics muss ja nicht keine Anforderungen mehr heißen! Wie ist sie denn, wenn ihr dressurmäßig wirklich back to basics geht und ZUSÄTZLICH eben noch ein anderes Programm fahrt. Also dazu dann täglich(!) Ausreiten, Gymnastikspringen (auch Freispringen) usw. wenn hier habt wären bestimmt auch regelmäßig ein paar Runden auf einer Galoppbahn gut usw.

    So hat es eben die oben von mir beschriebene Freundin gemacht! Solche Pferde wie Deine wollen Arbeiten, einfach nur Anforderungen zurückschrauben ist da genau der falsche Weg – aber Arbeiten ist ja nicht nur Dressurreiten, sondern ein längerer Ausritt (auch mal mit flotten Einlagen) und Springen ist für das Pferd auch Arbeit.

    Ich weiß, bei einem ernsthaften Turnierpferd kommt man auf die Idee nicht so schnell, aber mehr Kopfarbeit könnte auch bedeuten, dem Pferd kleine Tricks/Kunststücke beizubringen. Bei einem Pferd wie Deiner Stute wirst Du nur trotzdem auch genug Auslauf/körperliche Belastung brauchen, damit Kopf und Körper zufrieden sind.

  • Virginie sagt:

    Hallo Jausten

    Den von Dir beschriebenen Programm ziehen wir schon seit ca. 12 Wochen durch, bisher konnte ich keine deutliche Besserung feststellen. Wir reiten z.B. 5 Schritte Trab, durchparieren zum Schritt für 5 Schritte, antraben, nach 5 Schritte Halten, im Schritt für 5 Schritt, danach Antraben und viele weitere Varianten etc. Volten, Schlangenlinien mit xBögen und Schritt-Trab/Trab-Galopp Übergänge ebenfalls. Mittelzirkel/ aus der Hand kauen lassen/ zurücknehmen / nochmal einen halben Zirkel aus der Hand kauen lassen. Es ist alles im Programm, zum Treiben komme ich immer noch nicht.

    Reitunterricht haben wir 3mal wöchentlich bei 2 verschiedenen RL.

  • JAusten sagt:

    @Patti – Öööhm, ok, ändert aber nichts an meiner Einschätzung. Ich meine immer den aktuellen Reiter und wenn das nicht V. ist, ist es ja eigentlich auch egal.

  • Watson Watson sagt:

    Da ihr ja schon so viel versucht habt und auch schon einige Tips geschrieben wurde, fällt mir nur noch das Gaitner-Training als „Kopfarbeit“ ein. Der Fuchs, den ich früher hatte (Weltmayersohn 😀 ) wurde auch eilig und „bombig“ wenns für ihn zu „langweilig“ wurde. Dann gabs entweder eine Einheit, in der er sich ausgaloppieren durfte (wird bei deiner ausfallen, da die ja nicht wieder zur Ruhe kommt). Wenn er das durfte, wurde er nach 15-20 Runden vorwärtsgalopp ruhig und hat auch brav mitgearbeitet. Oder es wurde gegaitnert 😀 Zu Beginn war er nach 20 Minuten durch die einfachen Gassen longieren platt und zwar richtig. Da ist er in die Box und hat sich abgelegt und gepennt. Körperlich war er nicht mal geschwitz, aber er musste aufpassen, denken, selbst koorinieren. Die Gassen wurden immer enger und dann wurden auchmal diese Kreuze gelegt und so. Vielleicht ist so was noch eine Alternative für euch :nix:

  • JAusten sagt:

    Hallo Jausten

    Den von Dir beschriebenen Programm ziehen wir schon seit ca. 12 Wochen durch, bisher konnte ich keine deutliche Besserung feststellen. Wir reiten z.B. 5 Schritte Trab, durchparieren zum Schritt für 5 Schritte, antraben, nach 5 Schritte Halten, im Schritt für 5 Schritt, danach Antraben und viele weitere Varianten etc. Volten, Schlangenlinien mit xBögen und Schritt-Trab/Trab-Galopp Übergänge ebenfalls. Mittelzirkel/ aus der Hand kauen lassen/ zurücknehmen / nochmal einen halben Zirkel aus der Hand kauen lassen. Es ist alles im Programm, zum Treiben komme ich immer noch nicht.

    Reitunterricht haben wir 3mal wöchentlich bei 2 verschiedenen RL.

    Tja, schwierig so eine Ferndiagnose. Ich werde m.M. nicht ändern. Die Reiterei im Video darf mehr Abwechselung haben. Die Anlehnung/rantreten ans Gebiss muss m.M.n. an erster Stelle stehen. RU ist vorhanden, RL’s informiert: mehr kann man nicht verlangen. Jetzt kann ich nur noch darüber spekulieren, dass der RU schlecht sein müsste, wenn es keinerlei Besserung gibt. In einem Forum jedenfalls wird es für Dich keine Hilfe geben die effektiver/besser sein wird, als vor Ort mit RL.

  • JAusten sagt:

    Da ihr ja schon so viel versucht habt und auch schon einige Tips geschrieben wurde, fällt mir nur noch das Gaitner-Training als „Kopfarbeit“ ein. Der Fuchs, den ich früher hatte (Weltmayersohn 😀 ) wurde auch eilig und „bombig“ wenns für ihn zu „langweilig“ wurde. Dann gabs entweder eine Einheit, in der er sich ausgaloppieren durfte (wird bei deiner ausfallen, da die ja nicht wieder zur Ruhe kommt). Wenn er das durfte, wurde er nach 15-20 Runden vorwärtsgalopp ruhig und hat auch brav mitgearbeitet. Oder es wurde gegaitnert 😀 Zu Beginn war er nach 20 Minuten durch die einfachen Gassen longieren platt und zwar richtig. Da ist er in die Box und hat sich abgelegt und gepennt. Körperlich war er nicht mal geschwitz, aber er musste aufpassen, denken, selbst koorinieren. Die Gassen wurden immer enger und dann wurden auchmal diese Kreuze gelegt und so. Vielleicht ist so was noch eine Alternative für euch :nix:

    Einspruch. Reiten lernt man nur durch Reiten und Anlehnungsprobleme (hinter der Senkrechten, falscher Knick) wirst Du so nicht in den Griff bekommen. Du wirst es „erreiten“ müssen.

  • Watson Watson sagt:

    sicher doch, dabei gehts auch eher drum, dem Pferd das Eilen und die Bombe zu nehmen, damit man daran arbeiten kann.

  • JAusten sagt:

    Ich antworte jetzt ganz pauschal – nein. Du kannst den Gaul nach Geitner oder sonst wem über blaue, grüne, lila, rosa Plastewürste schicken, es wird sich in der Anlehnung nichts ändern. Du kannst auch die Haltung des Pferdes ändern und ihn 24 h auf eine Weide stellen, sobald der Reiter im Sattel Platz genommen hat, wird sich das Pferd wieder verkriechen und somit den Hilfen entziehen. Das Pferd tritt nicht ans Gebiss und enteilt der Reiterin, um sich wieder den Reiterhilfen zu entziehen. Das muss ich über’s reiten/sitzen als Reiter korrigieren, nicht vom Boden aus.

  • Watson Watson sagt:

    Gaitnern kann man auch im Sattel 😉

    Klar müssen die Basic stimmen und logo wird reiten nur durch richitges reiten besser, nur was willst du machen wenn dir der Gaul unterm Hintern wegrennt, du nicht zum sitzen und treiben kommst und der sich vorn verkriecht. Es wird doch schon etliches unternommen, u. a. auch das, was du vorgeschlagen hast.

    Dann muss man halt man „ausgefallenes“ versuchen. Vielleicht ist das die Art Abwechslung, die anschlägt. Ich hab das auch mit meinem gern mal gemacht, eben weil es mal was anderes ist und den Kopf fordert.

  • Virginie sagt:

    @Patty: interessant wie Parallelen sich in gewissen Linien wieder finden. Ihr Bruder (allerdings nicht von Rohdiamant sondern von Rubinstein) hat auch nicht dne einfachsten Charakter und ist ebenfalls stark und eher dominant. Scheint von der Mutter Einiges zu kommen.
    Zur Fütterung: nein, sie wird nicht heiss gefüttert. Sie bekommt auch schon Magnoquiet von iwest und es hilft ein bisschen. Seitdem wir auch Pronutrin verfüttern ist sie etwas relaxter. Sie hat (wie ihr Bruder) einen Reizmagen und neigt zu Geschwüre.

    @Redsetter: genau das machen wir im Moment, es wird ausgeritten und gearbeitet in Kombination. Wir arbeiten viel mit Stangen, Pylonen und kleine Sprünge (schon allein um Hallenkoller zu meiden).

    @Jausten: Alles was Du zum Reiten schreibst, läutert mir ein und ich bin damit komplett einverstanden. Wir suchen eben momentan Wege und Mittel, damit ich zum Treiben komme und sie an die Anlehnung bekomme. Die bisher geschriebene Einträge haben mir sehr geholfen: ich habe über die Situation und das Verhalten von Roxi nachgedacht, hinterfrage mich noch mehr. Hinzu sehe ich inzwischen deutlich, dass sie von mir eine Linie verlangt, das war mir zuvor nicht so klar. Allein dafür hat sich das Posten gelohnt 🙂
    Gestern Abend habe ich sie longiert und war selbst deutlich entspannter. Ich probiere sie seit Monaten an diesem Kappzaum longieren zu gewöhnen (es soll für das Pferd ja so gut sein), sie läuft ohne Besserung immer noch mit durchdrücktem Rücken und Kopf zum Himmel, dass es einem weh tut beim Zuschauen. Gestern habe ich sie wieder ganz normal longiert, Kappzaum drauf, Longiertrense, Dreieckszügel rein=> Pferd lief tief, zufrieden, ruhiger mit schwingendem Rücken.
    Ähnlich Watson, glaube ich auch, das andere Methoden nebenbei uns helfen können Ruhe im Pferd zu gewinnen. Es löst klar mein Anlehnungsproblem nicht. Mit einem algemein ruhigerem Pferd sehe ich mehr Chance zum gewünschten Ziel zu kommen.

    @Watson: als hättest Du es geahnt, ab heute nachmittag wird gegaitnert (zumindest versucht) 🙂

  • JAusten sagt:

    Eben, über Wochen mit RU und RL und gar keinen Erfolg? Irgendwo sitzt der Fehler und ich meine, der Fehler ist immer der Reiter. Sicher hast Du Recht: Abwechslung schadet nicht, gerne auch Longe mit bunten Plastewürsten, mehrfach in der Woche ins Gelände, Halle und Gelände kombinieren, möglichst artgemäße Draußenhaltung täglich viele Stunden. Dennoch wirst Du feststellen, dass sich am enteilen, verkriechen des Pferdes nichts ändert. Ein Pferd, das sich hinter der Senkrechten verkriecht entzieht sich immer den Reiterhilfen, drückt den Rücken weg, läuft vorderlastig. Abwechslung trägt zur Zufriedenheit des Pferdes bei, nicht zur Korrektur von Problemen mit der Anlehnung.

  • Watson Watson sagt:

    😀 die Lütte erinnert mich sehr am mein Watsi ( :herz: ) der ist auch stellenweise so. Denk beim gaitnern daran, das Pferd kurz vor den Gassen los zu lassen, damit sie alles selbst machen muss. Das bereitete mir am meisten schwierigkeiten, denn ich wollt ihn immer hindurch begleiten.

  • Watson Watson sagt:

    Abwechslung trägt zur Zufriedenheit des Pferdes bei, nicht zur Korrektur von Problemen mit der Anlehnung.

    Stümmt! Aber wenn das Pferd ruhiger wird und man zum treiben/sitzen kommt, kann man auch daran arbeiten. Wenns nur „wegrennt“ muss man halt andere Wege suchen.

  • JAusten sagt:

    Es ist schon schwierig und es dauert gerne eine längere Zeit. Geduld ist auch so eine Tugend, die man haben sollte. Oft schwer, geduldig zu bleiben.

  • Patti sagt:

    ch probiere sie seit Monaten an diesem Kappzaum longieren zu gewöhnen (es soll für das Pferd ja so gut sein), sie läuft ohne Besserung immer noch mit durchdrücktem Rücken und Kopf zum Himmel, dass es einem weh tut beim Zuschauen. Gestern habe ich sie wieder ganz normal longiert, Kappzaum drauf, Longiertrense, Dreieckszügel rein=> Pferd lief tief, zufrieden, ruhiger mit schwingendem Rücken.

    Welcome to the jungle 😀

    Genau DIE Erfahrung habe ich mit meiner Stute auch gemacht. Ich wollte nett sein, Kappzaum druff, man ist ja „pferdefreundlich“ und das Tier soll sich ja selbst entwickeln. Tat sie aber nicht. Fühlte sich (im Nachhinein betrachtet) offensichtlich zu sehr „allein“ gelassen mit seinen Entscheidungen. Und war ständig auf der Hut. Hier klappert was, dort raschelt was, uiii – ich muss aufpassen!! = völliges Fehlen von Losgelassenheit in jeglicher Form. Und das wurde auch nicht besser – die konnte sich da richtig reinsteigern.
    Also hab ich die entweder ausgebunden oder auf Chambon longiert. Da ging/geht die wie ein Dötzken, lässt SICH los und arbeitet.
    Manchmal habe ich das Gefühl, das Stutentier ist etwas masochistisch veranlagt oder so…. :nix:
    Aber egal – wenn’s denn funktioniert…

  • JAusten sagt:

    Vielleicht fehlte auch was zum abstoßen, auflehnen oder ähnliches? Beim jungen Pferd fehlt ja oftmals die richtige Selbsthaltung.

  • Watson Watson sagt:

    Es ist schon schwierig und es dauert gerne eine längere Zeit. Geduld ist auch so eine Tugend, die man haben sollte. Oft schwer, geduldig zu bleiben.

    :stein: du willst mir derzeit was von Geduld bei den Zossen erzählen :eye: das muss ich seit über 2 Monaten haben 😀

  • Patti sagt:

    Vielleicht fehlte auch was zum abstoßen, auflehnen oder ähnliches? Beim jungen Pferd fehlt ja oftmals die richtige Selbsthaltung.

    Nö.
    Da fehlt/e einfach der „Arbeitsmodus“ – die innere Bereitschaft zur Losgelassenheit.
    Die ich nur dann erreiche (bei DEM Pferd), in dem sich sie dezent mit der Nase drauf stosse….respektive: ihr keine Wahl lasse.

  • Jasmin sagt:

    hi!
    ich finde eher, dass die stute in dem video verhalten läuft, nicht zu flott, oder angespannt. der falsche knick ist nicht schön, auch wenn sie sich zwischendurch ganz gut dehnt. außerdem scheint sie eine ausgeprägte bauchmuskulatur zu haben, das sieht man oft, wenn der rücken noch nicht die gesamte last tragen kann.
    unangenehm finde ich aber vor allem, dass sie 6 jährig ist und m lektionen laufen soll. klar, das spulen viele mit ihren youngstern ab, aber vom muskelapparat her KANN sie das noch gar nicht korrekt machen, da die großen muskeln 2 jahre brauchen um richtig kräftig zu werden. eigentlich sollte man dann erst mit schwierigeren dingen anfangen.

    die abwechslungsreiche arbeit hört sich gut an, ich würde sie auch mal richtig vorwärts gehen lassen, viele korrekte tempi-wechsel, allgemein etwas „spannendere“ bahnarbeit, nicht runde für runde zirkel.

    wenn sie so eifrig ist macht das ja schon spaß, aber gerade bei solchen pferden muss man sich ja öfter mal bremsen um sie nicht zu überfordern.

    die reiterin macht mir zu seltsame sachen mit ihren händen, wie die anderen auch schon geschrieben haben, außerdem sitzt sie nicht wirklich im schwerpunkt, sondern wirkt immer so, als wolle sie sich nicht zuviel bewegen und bloß nicht trieben. aber genau das würde ich machen.

    lg

  • nisenase sagt:

    dein Pferd erinnert mich an meines, aber da sind garantiert kein Verwandtschaften möglich;)

    Ich muß nun auch für mich gefühlt sehr viel REITEN, aber es hilft tatsächlich. Den ganzen anderen Krams hab ich auch schon durch, am Ende wars der Reiter…..klar, das Pferd hat die „Macken“ aber der Reiter muß das Pferd einrahmen und darf ihm nichts selbst überlassen. Die Leichtigkeit kommt dann wieder mit der Zeit, denke ich. (also die Leichtigkeit für den Reiter;)) Ich finde es nämlich gerade sehr anstrengend für mich und ich bin mich die ganze Zeit am selbst korrigieren da obendrauf. Ich reite und denke (Hand stehenlassen, ruhig, Schenkel, Schenkel, treiben, außen einrahmen, Hand tief, Hals nicht überbiegen, nur wenig abstellen im GENICK, Schultern locker/ganz wichtig) Irgendwann ist man selbst im Kopf „fertig“ und wenn ich absteige komme ich mir vor wie John Wayne;)

  • Alanna sagt:

    Wie läuft dein Stütchen denn in den Seitengängen? Ich hatte vor Jahren mal so einen Hibbel mit Tendenz zum Verkriechen als RB. Den konnte man über Seitengänge knacken. Er wurde dabei ruhiger, kam vorne hoch und trat mehr unter. Ansonsten kann ich auch nur unterschreiben, was hier schon mehrfach gesagt wurde. Erst als ich tatsächlich mal zum Treiben kam, konnte ich ihn wirklich an die Hand ran treten lassen. Er wollte auch beschäftigt werden. Viel Abwechslung in Tempi, Gangarten, immer wieder Volten, Schlagenlinien und ein paar Tritte seitwärts. Was auch geholfen hat, war leise Schlaflieder singen… :whistling: Keine Ahnung ob es daran lag, dass er davon ruhiger wurde oder ich anders atmete oder selbst „runter“ kam. Hat jedenfalls geholfen mit dem Rennsemmel klar zu kommen. :nix:

    Was sagt Stütchen denn zu solchen Sachen wir seitwärts über Stangen, durch ein Stangen L reiten, etc.? Jeden Huf einzeln über die Stange treten lassen – Pause. Halt etwas was man langsam und genau machen muss?

    Bei cleveren Tieren würde ich auch nicht 5 Schritte Trab, 5 Schritt, etc. machen, sondern lieber Zahlenfolgen, die nicht so offensichtlich sind. Meine Stute kann bei soetwas immer schon hellsehen und sobald sie ein System erkennt, nimmt sie Sachen vorweg und wird hektisch. Die gehört auch zu der „Frau Lehrerin, Frau Lehrerin ich weiß was“ Fraktion, die vor lauter Eifer dann anfängt zu huddeln.

  • Virginie sagt:

    @Jausten und Watson: Zeit haben wir und das genug – ich bin auch zuversichtlich, dass wir es schaffen werden :ja:

    @Patty: genau DAS! Besser hätte ich es nicht beschreiben können, die innree Bereitschaft zus Losgelassenheit. Das muss ich mir unbedingt merken. Sie scheint tatsächlich auch eine masochistische Ader zu haben 😀

    @Jasmin: unangenehm, dass sie M-Lektionen geht? hmmm… Sie musste für das Bundeschampionat die L-Lektionen auf dem FF können (und da wird kein Richter gnädig und macht eine Ausnahme, weil das Pferd so jung ist), meistens reitet man zuhause (zumindest kenne ich es so) einen Level höher, als das was man „draussen“ präsentiert^, also nichts Ungewöhnliches für ein Sportpferd. Die Muskulatur ist unstabil, ja, das ist richtig.
    Das Verhalten, das Du beschreibst ist – glaube ich- eher das Scheuen. Mit der RL obendrauf hat sie an jede Ecke und bei jedem Geräusch gescheut, so musste sie sich in der halbe Stund extrem anstrengen sie überhaupt auf dem Hufschlag zu haben.

    @Nisenase: das hätte ich jetzt nicht gedacht! Ich wäre, wenn ich mir nochmal Deine Videos anschaue, nicht auf eine ähnliche Problematik gekommen. Sie ist für mich im Kopf sehr anstrengend, das stimmt, vor allem aber auch, weil sie so viel will! Deine Zeile kommen mir sehr bekannt vor und auch ich bin nach einer Stunde mit ihr (ob draussen, beim Springen oder der Dressurarbeit) völlig kaputt „im Kopf“. Mein Rl sagt oft: „sie ist wie Ferrari fahren mit hohem Tempo in der Grossstadt“ – kommt in etwa hin :S

  • Virginie sagt:

    @Alanna: bei Seitengänge macht sie nur „yiiipiiie!“ und bietet Dir mit viel Schwung an alles was Du willst, Schulterherein, Kruppeherein, Traversalen im Trab oder Galopp, egal, alles scheint toll für Sie. Sie schwebt einfach dahin (bringt uns meistens auch die 9er bei den Prüfungen :red: ). Aber ruhiger macht sie das nicht, eher das Gegenteil. Es ist eher wie ein „ah, jetzt geht’s los und wir können Gas geben“.

    An der Hand gewinne ich mit Stangen nicht lange ihr Interesse, wenn sie eine Aufgabe verstanden hat, macht sie sie im Anschluss im Schnellverfahren und wird schnell hektisch.

    Das mit den Zahlenfolgen ist eine super-Idee, vielen Dank! Werde ich machen.

  • Alanna sagt:

    An der Hand gewinne ich mit Stangen nicht lange ihr Interesse, wenn sie eine Aufgabe verstanden hat, macht sie sie im Anschluss im Schnellverfahren und wird schnell hektisch.

    Nein, nicht an der Hand. Ich meinte unterm Sattel.
    ZB. eine L-Gasse:
    Im Schritt durch (logo…)
    Im Schritt bis zur Querstange – Rückwärts wieder raus.
    Im Trab bis zur Querstange. Halten. Jeden Huf einzeln über die Stange treten lassen.
    Rückwärts durch das L.
    In der Volltraversale mit Hinterhand, bzw. Vorhandwendung über das L
    Durch eine Seite des L traben und im Trab über die Querstange, dahinter anhalten. Rückwärts die Hinterhufe über die Stange, in der Volltraversale aus dem L raus.
    Ich glaube das Prinzip wird klar, oder?

    Alternativ kann man auch ein Viereck legen, evtl. mit je einer Seite der Stange über und einer unter der angrenzenden. Das kann man dann noch zu einem # zusammenschieben. Oder man legt ein Lahyrinth, oder ein U. Das multipliziert mit Vorwärts, Rückwärts, Seitwärts durch das Gebilde, kombiniert mit Wendungen, Halten, über die Stange oder nicht über die Stange bringt zig Möglichkeiten.
    Ich wage zu behaupten, dass Stuti da gut ans Denken kommt und auch bei den ganzen Variationen nicht vorausschauen kann, was denn kommt.

  • Jasmin sagt:

    wegens des alters mag ich mich nicht streiten, es ist ja gang und gäbe
    junge pferde schnell auszubilden, damit sie eher was einbringen (auch
    wenn das bei dir nicht der fall ist, aber die menge bestimmt da wohl die
    richtung). aber gutheißen mag ich das trotzdem nicht.

    ich finde das „scheuen“ wirkt eher so, als ob aus aus langeweile heraus kommt. das ist wie ein „tralalala, oooh da! ein wildschwein! tralalalala…“. dann könnte etwas abwechslung, und auch mal nachdenken müssen, helfen. also verschiedene sachen nacheinander abfragen und nicht so viele vorhersehbare sachen machen (so wie mit den unterschiedlichen schritt-/zahlenfolgen).

  • Honeybear Honeybear sagt:

    Ich antworte jetzt ganz pauschal – nein. Du kannst den Gaul nach Geitner oder sonst wem über blaue, grüne, lila, rosa Plastewürste schicken, es wird sich in der Anlehnung nichts ändern. Du kannst auch die Haltung des Pferdes ändern und ihn 24 h auf eine Weide stellen, sobald der Reiter im Sattel Platz genommen hat, wird sich das Pferd wieder verkriechen und somit den Hilfen entziehen. Das Pferd tritt nicht ans Gebiss und enteilt der Reiterin, um sich wieder den Reiterhilfen zu entziehen. Das muss ich über’s reiten/sitzen als Reiter korrigieren, nicht vom Boden aus.

    Jep, und deshalb bleibe ich bei der Methode von M. Strick. :ja:

  • Patti sagt:

    ich finde eher, dass die stute in dem video verhalten läuft, nicht zu flott, oder angespannt.

    Ja, die läuft verhalten. Aber nicht „langsam“ verhalten, sondern vorsichtig, angespannt verhalten. Es könnte ja irgendwo ein Floh husten, auf den man sofort und in der nächsten Hundertstelsekunde drauf reagieren muss. Unbedingt. 😉

  • JAusten sagt:

    @Alanna: bei Seitengänge macht sie nur „yiiipiiie!“ und bietet Dir mit viel Schwung an alles was Du willst, Schulterherein, Kruppeherein, Traversalen im Trab oder Galopp, egal, alles scheint toll für Sie. Sie schwebt einfach dahin (bringt uns meistens auch die 9er bei den Prüfungen :red: ). Aber ruhiger macht sie das nicht, eher das Gegenteil. Es ist eher wie ein „ah, jetzt geht’s los und wir können Gas geben“.

    An der Hand gewinne ich mit Stangen nicht lange ihr Interesse, wenn sie eine Aufgabe verstanden hat, macht sie sie im Anschluss im Schnellverfahren und wird schnell hektisch.

    Das mit den Zahlenfolgen ist eine super-Idee, vielen Dank! Werde ich machen.

    Eifrig ist sie wohl? Liest sich so. Nimm‘ doch nicht jedes Angebot an. Ferndiagnosen sind schwierig, aber vielleicht ist es auch nicht verkehrt, einen Schritt zurückzugehen, mehr zur Basis.

  • Trine sagt:

    Hey,

    habe mir die Kommis vorher nun nicht durchgelesen, aber es gibt wohl einen simplen Tip für ähnliche Fälle. Ich weiß nun nicht, obs auf eurem Niveau auch noch hilft, aber manchmal sind ja „Kleinigkeiten“ oder kleine Tricks des Rätsels Lösung 🙂 …

    In die Steigbügel stellen, Bein ganz lang machen und Pferd schön flott im Trab laufen lassen. Zügel ganz locker halten, mit dem Rücken und den Händen schön nach vorne gehen und den Schwung mit den Beinen/Füßen schön abfedern. Ist erst mega anstrengend, aber wenn dein Pferd dich dann mit der Zeit korrekt mit den Schenkeln treiben lässt, dann sollen faule Pferd flotter werden und spannige Pferde besser runterkommen können und durchlässiger werden. Ist nun bestimmt nicht korrekt beschrieben, habs selber erst einmal beschrieben bekommen :D. Aber es kommt wohl von Gerd Heuschmann bzw. wird von ihm empfohlen.

    Viele Grüße
    von der Trine

  • Virginie sagt:

    Also: ich habe es getan 😀 Wir haben seit meiner Rückkehr aus Südafrika das Modus „klare Ansage“ eingeschaltet und was soll ich sagen… es funktioniert! Wir hatten jetzt 2 recht üble Tage wo die kleine selbstbewusste Dame plötzlich sehr dominant wurde. Um so strenger, klarer und enger der Rahmen um so mehr Streitwille entwickelte die kleine Kröte. Nach jeweils 20 Minuten hässliche Diskussionen, lief sie aber am Schnürchen. Es war nicht ganz einfach (versuchte mich dabei auch noch an meine Handhaltung mit dem Turbo-Stock zu halten 😀 ) und auch nicht so schön wie sonst, dafür hatte ich echt ein Pferd unter mir und es fühlte sich endlich GUT an!

    @ Jausten: nein, ich würde sie nicht eifrig nennen sondern arbeitsgeil – sie kriegt nie genug. Komme ich morgens reiten, kann ich am Abend nochmal reiten. Sobald sie meine Stimme im Stall hört, dreht sie durch vor Freude auf die Arbeit, total abartig ?(

    Jedenfalls fahren wir jetzt so weiter, habe ab nächste Woche wieder Turnier-Training und kann es dann sehr gut gebrauchen. Bin gespannt was RL dazu sagt.

  • Patti sagt:

    Virginie –

    hey klasse 😀

    Und klar ist die erst mal richtig grätzig…sie muss sich ja anstrengen und unterordnen. Und überhaupt ist das ganz anders als sonst. Das ist ja erst mal ziemlich doof. 😛

    Aber glaub mal – das gibt sich mit der Zeit. Die „unschönen“ Phasen werden weniger werden!

  • companero sagt:

    Hallo,

    ob das festere ‚anpacken‘ und auch mal ‚böse‘ sein so der richtige Weg ist mag ich zu bezweifeln aber gut jeder hat andere Ansichten und Meinungen 🙂 ich kann nur von mir berichten:
    Seit ca 5 Jahren habe ich einen 20j. alten Spanier der auch eine totale ‚Rennsemmel‘ ist… Bein dran um gottes willen bloß nicht…
    mittlerweile ist er immernoch ne Rennsemmel aber es IST bzw WIRD langsam besser.
    Er war auch nach ‚Verkäufer‘ (ein Zirkus) top ausgebildet (piaffe,passage, alle möglichen seitengänge etc pp.) doch unreitbar nachdem er aus Spanien importiert wurde. Er stand kurz davor zum Schlachter zu gehen naja da hab ich ihn übernommen.
    Am Anfang wollte er alle möglichen Lektionen ‚abspulen‘ alles zeigen was er kann (evtl auch durch angst) man konnte ihn nicht mal vernünftig traben sobald man versucht hat auszusitzen gings los mit dem passagieren.
    Und alles natürlich mit weggedrücktem rücken und birne oben X(

    was ich und meine RL momentan versuchen ist einfach nur normales reiten. Ohne große Anforderungen bis auf dass er locker und entspannt laufen soll möglichst mit ‚tiefem‘ kopf. Galopp lassen wir momentan komplett weg da er sich im galopp so aufspult das an normales traben/schritt reiten nicht zu denken ist. Und ich muss sagen es klappt erstaunlich gut.
    Ist vlt nicht so ne alternative für dich wenn du Tunier und Leistungsorientiert bist aber ich habe die befürchtung wenn das so weitergeht wird sie nicht normal im kopf sondern ist nur noch heiss auf lektionen und lässt sich nicht entspannt reiten.

    Zum Rennproblem hilft mir bewusstes tiefes ein und ausatmen, langsamer aufstehen/hinsetzen im trab, gedanklich im kopf einen tackt zählen und so auch aufstehen/hinsetzen, groß machen nach vorne schauen und einfach ‚ruhe‘ reinbringen. AUch wenn mein Spanier die ersten trabrunden los gespeedet ist versuche ich mich nicht davon beeindrucken zu lassen sondern schaue dass ich mit sitz/atmung ruhe reinbringen kann.
    Klar wird er wirklich zu ‚rennig‘ muss ich ihn auch mal vorne zurückhalten aber sobald er langsamer wird – wird sofort nachgegeben und kräftig gelobt mit der stimme. Wie reagiert sie denn auf stimme?
    Lektionen hab ich keine von ihm gefordert hab nur eben viele bahnfiguren geritten und viele handwechsel.
    Schritt/trab übergänge mache ich momentan noch wenig da er sich sonst nach ner weile wieder aufspult.
    Zu lange reite ich auch nicht also wenn er auf beiden händen super schön ruhig trabt am längeren zügel mit gewölbtem rücken ist schluss. Er wird kräftig gelobt und die einheit wird beendet. Denn durch Erfolgt kommt auch der Lerneffekt.
    (Achja tipp von meiner RL – mal vom typischen loben also das klopfen auf den hals wegkommen bringt auch unruhe rein. Lieber in langen zügen den hals von vorne nach hinten langsstreichen. Beruhigt mehr.)

    Ach was mir noch eingefallen ist – reitest du nach FN? Die ersten ‚Anfordeurngen‘ sind doch Takt,Losgelassenheit… dann erst kommt Anlehnung etc. Seid ihr vlt etwas zu ‚vorschnell‘ vorgegangen? Da leuchten bei mir immer sofort alarmglocken auf mit 6 schon M lektionen? Da wurde evtl nichr richtig an den ‚Basics‘ gearbeitet wie eben z.b an der Losgelassenheit!

    Puuuuh ist das lang geworden SORRY :doh:
    ist vlt nicht für dein pferd der 100% richtige ansatz aber ich hab mal meine situation geschildert und was mir geholfen hat 🙂 ich bin auch kein profi – kein Tunierreiter jedes pferd ist anders deswegen muss man auch herausfinden was das richtige für einen ist.

    Ich wünsche dir viel erfolg in Zukunft.

  • dat_julschen sagt:

    Roxi ist 6jährig

    einen 20j. alten Spanier

    kann es sein, das dein Spanier aus einem ganz anderen Grund rennt?
    Ganz einfach, weil er das so gelernt hat?

    Ich denke, da ist die Situation eine andere.

    alarmglocken auf mit 6 schon M lektionen? Da wurde evtl nichr richtig an den ‚Basics‘ gearbeitet wie eben z.b an der Losgelassenheit!

    das ist bei einem einigermaßen talentierten Warmblüter kein Hexenwerk.

  • Cubano9 sagt:

    Beim Julchen unterschreib. Nach meiner Zeit in Spanien kenne ich solche Pferde en masse. Lektionen bis zur Levade, Grundausbildung null, dafür ständig auf der Flucht. Die Mentalität tut ein Übriges, damit so eine Rennsemmel dabei herauskommt. Der Schimmel im Avatar war übrigens auch so – nur nicht so weit „ausgebildet“. Um genau zu sein, war der gar nicht ausgebildet. Der Weg, den Du aktuell gehst, Campanero, ist goldrichtig. Aber erst der Anfang des Weges. Den irgendwann wirst Du nicht drum herum kommen, das Pferd auch zu reiten. Sprich, er muss lernen, das Bein zu akzeptieren (immer mal vorausgesetzt, Du reitest z.B. nicht nach BB, wo dem Bein nicht die Rolle zukommt, wie in der FN-Reiterei). Ich denke tatsächlich, dass die Problematik von Virginies Stute ein wenig anders gelagert ist – und auch mich hat das Pferd an die Schilderungen von Pattis Waltraud erinnert. Bei solchen Pferden geht es nicht um Druck, sondern um Sicherheit durch Konsequenz. Etwas, was übrigens auch dem Schimmel links gut getan hat, nachdem er wieder runtergefahren war. Man verpasst bei solchen Pferden aufgrund ihrer Vorgeschichte nämlich gern den richtigen Zeitpunkt, wo man auch anfangen muss, sie tatsächlich zu arbeiten, damit überhaupt ein gymnastizierender Effekt eintritt.

    LG
    Andrea

  • Virginie sagt:

    @Cubano: :thumbsup: Der Ausdruck Sicherheit durch Konsequent beschreibt es am Besten. Es gab keine echtes „fest anpacken“ und böse sein schon gar nicht. Ich war stets freundlich, habe aber mit Nachdruck auf das Verlangen bestanden, wenn es nicht unmittelbar kam. Das gefiel der kleine Dame nicht, aber panisch war sie dabei nie.
    Sie hat teilweise leicht mit ihren Lippen gekräuselt und mir ihr Widerwille gezeigt, eher um ein „Dagegen“-Zeichen zu setzen als um die Aufgabenswillen 😀

    @Companero: Deine Beschreibung hat wirklich gar nichts gemeinsam mit meinem Pferd :nix:

    @Julschen: sehe ich auch so… und zum Thema Alter und Ausbildung halte ich die Diskussion für völlig unnötig. Sie wurde schonend angeritten und ist sehr behütet aufgewachsen. Wir machen halt im Turnier-Zirkus mit, da wird dieses Ausbildungsniveau verlangt, das sind nun mal die Regel…

  • companero sagt:

    @cubano Ja wie gesagt kann sein dass meins der falsche anssatz ist hatte ich ja auch geschrieben ist warscheinlich nicht zu vergleichen. Am Gymnastizieren arbeiten wir gerade und er muss auch arbeiten keine frage! Er hat nähmlich sehr schlechte rückenmuskulatur und einen enormen unterhals und für ihn ist es schon schwere arbeit wenn er eine kurze zeit den rücken aufwölbt und entspannt läuft. Und diese Phasen werden langsam immer mehr ausgedehnt damit er mal ein bisschen an rückenmukkis zulegt 😀
    achja ich reite eher ‚klassisch.barock‘ aber das haben wir auch gerade erst angefangen 🙂 vorher wars mehr FN orientiert.

    Bin auch kein profi in der Hinsicht habe einfach mal meine Erfahrung kundgetan.(war vlt jetzt nicht ganz sooo passend Tut mir leid wenn ich jemand auf die füße getreten bin :red: ) Nur nach meinem ‚Denken‘ finde ich es einfach erstmal wichtig ein lockeres entspanntes pferd zu haben bevor ich irgendwelche tollen Lektionen erarbeite. (sollte ja auch nach FN so sein oder liege ich da falsch? ?( ) deshalb nochmal meine frage an Virginie wurde das pferd ausreichend in der ‚losgelassenheit‘ ausgebildet? Denn wenn das geschehen wäre hättet ihr doch jetzt nicht das problem an der losgelassenheit zu arbeiten?

    Ich weiß dass Bein wichtig ist, nur ist meine strategie pferd ruhig bekommen und wenn er ruhig und ‚gelassen‘ geht vorsichtig versuchen immer mehr bein ran zu nehmen. Wenn meiner aber auf 18o ist und ich dann noch die Beine zu mache owei dann dreht er voll am rad… :flucht: naja egal andere Baustelle 😀

    liebe grüße

  • Patti sagt:

    companero

    alles gut, hier frisst dich keiner 😉

    Sicher können wir alle nur die Erfahrungen weiter geben, die wir selber gemacht haben. Und die sind halt unterschiedlich – so wie die Pferde halt auch.

    Das Problem bei solchen Pferden wie von Virginie oder auch bei meiner Stute ist, dass man die durch zuviel „Vorsicht“ (im Sinne von „uii – die rennt schon so, bloss das Bein nicht dran und ganz vorsichtig agieren“) eben nicht losgelassen bekommt. Die fühlen sich dann eher allein gelassen und spiegeln die Vorsichtigkeit. Das bedeutet jetzt nicht im Umkehrschluß, dass ich da ständig mit’m Bein am Pferd rumbollern muss – ganz im Gegenteil. Ich muss dem Pferd – wie Cubano es so schön umschrieb – einfach durch Konsequenz die Sicherheit geben. Das Bein ist da, wo es ist. Und da gehört es hin – sonst kann ich nicht richtig sitzen. Also bleibt es da. Bein möglichst wenig ans Pferd ist da total kontraproduktiv (selber den Fehler gemacht), weil dann kommt man aus dem Gleichgewicht und immer mal versehentlich – dann aber deutlicher! – ans Pferd. Und dann sind die erst recht völlig wuschig. Zu recht 😉
    Zudem sitzt man bei diesem „Alarmsitz“ nie richtig am Pferd. Und das spüren die auch. Und schliessen ihre Schlüsse draus…

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