Hallo zusammen,

ich habe grade ein größeres Problem mit meinem 7 jährigen P.R.E. Wallach, der seit einiger Zeit immer sehr Kurzatmig war.
Anfang des Jahres hatte ich das Problem schon einmal, Habe die TÄ da gehabt und er kriegte Antibiotika, nachdem es mit Sputolysin und VentiPlus nicht besser wurde.
Danach hatten wir erstmal Ruhe.

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Mitte des Sommers fing das Ganze dann wieder an. Kruzatmigkeit schon wenn ich ihn von der Koppel runtergeholt habe.
Homöopathin dagehabt, da auch die Lymphknoten sehr angeschwollen waren. Was wir recht schnell in den Griff gekriegt haben.
Es war wohl ein Infekt da, deswegen habe ich wenig mit ihm gemacht, d.h. nur Bodenarbeit, Spazierengehen usw.
Zwischenzeitlich war die Atmung wieder besser, bis es dann stärker wieder anfing.
TÄ gerufen, die meine VentiPlus, vom Herz in Ordnung und bissl was auf der Lunge. Wichtig bewegen, damit der SChleim raus kann.
Also hab ich ihn wieder bewegt. Hat sich aber nix verändert. Also bin ich mit ihm in die Klinik gefahren und hab Endoskopie, Herzultraschall und Blutgasuntersuchung machen lassen.
Ergebnis: Bei der Untersuchung kam es wohl zu einer Lungenblutung, aufgrund er ganzen Aufregung. Diagnose: „interstitielle Pneumopathie“, Blutgase waren bei 91%.
Sie meinte es könnte durch eine verschleppte Bronchitis ausgelöst worden sein, wobei meiner nie irgendwie gehustet hat, oder auch, durch eine kurzzeitige Veränderung des Herzdrucks, was dann auf die Lunge geschlagen hat. Und die Blutung dann durch Überbelastung, dabei mach ich keine schwere Arbeit mit ihm. Herz war soweit ok.

Er bekommt jetzt VentiPlus. Ich habe mir ein Inhalationsgerät besorgen können, womit er das Cortison dann direkt in die Lunge bekommt.
Die TÄ meinte er dürfe nur noch auf Spänen stehen, weil solche Pferde dazu neigen, igrendwann eine Strohallergie und damit Athma auszubilden.
Mein Pferd steht im Laufstall und bekommt daher den ganzen Tag frische Luft, ich denke nicht, dass ich einen Stall finde, bei dem nur Einstreu benutzt wird und meiner nicht den ganzen Tag in der Box und damit im Staub rumsteht, was meiner meinung nach noch mehr reizt. Und bei uns im Stall kann ich das eh vergessen, der dreht mir jetzt schon durch, weil er der Herndechef ist und wieder in die Herde möchte (im moment steht er auf spänen, bis die medikamente anschlagen und es besser wird mit der atmung)
Parallel behandelt meine Homöopathin noch, in die ich große Hoffnung setze, da sie ein Pferd mit Strohunverträglichkeit wieder sehr gut hingekriegt hat, was nun wieder auf Stroh stehen kann, ohne Probleme.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir irgendwelche Tips geben könntet. Ich habe mit Atemwegsproblemen keine Erfahrung und komme mir grade ziemlich hilflos vor. :nix:

LG

Chrystle

  • Kathi=) sagt:

    Meine Stute hat leider auch ne Lungenkrankheit: RAO (Pferdeasthma)
    Wir inhalieren täglich 20 min und sie bekommt ebenfalls täglich Venti Plus und wird nach dem inhalieren bewegt.
    Allerdings hat sie stark gehustet bevor sie in der KLinik dann untersucht und eben diese Krankheit festgestellt wurde…
    Sie steht auch auf Spänen und das Heu muss immer gewässert werden, da sie auch eine Heustauballergie hat. Und da sie bei mir eh im Offenstall steht, ist das natürlich dann auch mit der frischen Luft optimal!
    Derzeit ist es sehr gut 🙂 , aber Ende Oktober muss sie nochmal in die KLinik zur Kontrolle…
    Mal schauen was die dann sagen… :S
    Ich hoffe ich konnte dir wenigstens ansatzweise helfen und wenn du noch Fragen hast, dann frag mich ruhig!! :ja:
    lg Kathi 🙂

  • GilianCo GilianCo sagt:

    Spontan wäre mein erster Gedanke, ggf. einfach mal Akkupunktur auszuprobieren? Grundsätzlich bekommt er ja schulmedizinisch schon alles was man sich vorstellen kann. Ist es damit denn dann eigentlich im Griff, oder hat er weiterhin Probleme?

    Leider sind viele dieser Probleme tatsächlich im Zusammenhang mit dem Stall zu finden. Ich kenne Fälle, die erst besser wurden, als der Stall gewechselt wurde.

    Laufstall ist ja generell schon mal relativ optimal, mit viel frischer Luft. Steht er jetzt momentan im Stall? Hab ich grad nicht genau verstanden…

  • Chrystle sagt:

    Hallo !

    Also das VentiPlus bekommt er jetzt erst seit Samstag. Morgen kommt das Ergebnis von der Sekretuntersuchung, falls was bakterielles da ist, muss erst Antibiotika gegeben werden. Andernfalls beginn ich dann mit Inhalation und Kortstisonbehandlung. Deshalb kann ich noch nicht wirklich sagen obs jetzt schon anschlägt. Durch das kühle Wetter ist es eh schon besser geworden, aber er schnauft schon noch recht Kurzatmig, für den Ruhezustand.

    Im Moment steht er Nachts in der Box auf Späne und ich mache ihm das Heu nass. Tagsüber kommt er mit den anderen auf die Koppel. Unser Stall ist, was Heu und Strohqualität angeht top, also am Futter liegts nicht. Bzw. Könnte ich da gar nichts verbessern, wenn ich in nen anderen Stall gehe.
    Und für mich kommt mittlerweile nur noch Offenstall in Frage.

    Akkupunktur wäre wirklich noch eine Idee. Danke für den Tipp. Am Mittwoch kommt meine Homöopathin und auf die setze ich nochmal sehr viel Hoffnung.

    LG Christina

  • Chris sagt:

    Interstitielle Pneumopathie ist ja nun auch richtig übel, das tut mir leid.
    Vergiss es, den so bald wieder auf Stroh zu stellen! Einfach nicht drüber nachdenken. Es gibt Ställe ohne Streu, sie sind allerdings selten und man muss suchen. Und kompromisse eingehen, beispielsweise auf eine Halle verzichten. Allerdings bräuchte man die Halle eh recht schnell nicht mehr, wenn man die Haltung für ein Pferd mit Atemwegserkrankung nicht entsprechend anpasst. Und zwar dauerhaft! Alles andere ist Augenwischerei und Schönreden.
    Bekommt er Salbutamol? Das gibts als Inhalationslösung, funktioniert super.
    Homöopathisch kannst Du A-Bomin geben, und Akupunktur ist sicherlich auch eine Möglichkeit.
    Aber eines ist die absolute Grundlage: die angepasste Haltung. Kein Staub, sprich: kein Stroh und kein Heu. Weder am Pferd noch drüber noch daneben. Ich weiß, dass das aufwändig ist, aber ohne das ist alles andere nix.
    Ventiplus kannst Du übrigens nach einer Woche auch in den Wind streuen. Dann haben sich die Rezeptoren, an denen das andocken soll, quasi an das Medikament gewöhnt und die Wirkung wird geringer bzw. bleibt aus.

    Egal, wie top die Raufutterqualität ist, es staubt immer. Und die winzigen Staubpartikel reizen nicht nur die Bronchialschleimhaut, sondern gehen auch bis in die Alveolen und richten dort Schaden ein. Für ein Pferd mit der Diagnose ein Desaster! Und auch bestes Heu und Stroh ist mit Schimmelsporen und Milben(kot) belastet – ebenfalls ein Desaster für Dein Pferd. Gibts nicht die Möglichkeit ihn draußen zu lassen? Box geht gar nicht, schon gar nicht, wenn daneben Heu/Stroh ist.
    Woher kommst Du denn, vll. kann ich Dir einen Stall empfehlen.

    Kennst Du die Behandlungsmöglichkeit mit MDIs? Bei meinem Lungenpferd hilft die Kombi aus MDIs und Vernebler sehr gut. Letztlich musst Du rausfinden, was für Dein Pferd die beste Behandlungsmöglichkeit ist, das ist oft sehr verschieden. Und das rausfinden kann gut und gern ein Jahr und länger dauern 👿

  • Chrystle sagt:

    Hallo Chris,

    also du kannst einem ja echt mut machen. :flucht:
    Im Moment bekommt er Pulmicort und Prednisolon zum Venti Plus dazu. Aber das ist bald leer. Dann stell ich auf was anderes um, damit es nicht so einfach abgesetzt wird. Weiß aber grad den Namen nicht.
    Ich bin aus dem Raum Heidelberg und bei uns gibt es keinen Stall, wo ich wüsste, dass er kein Stroh hätte. bzw. einen Offenstall in der richtung. In unserer Halle staubt es gott sei dank nicht. wir haben ein flutungssystem sodass der sand immer nass ist und nicht durch die gegend fliegt.

    ich habe jetzt den tipp bekommen, da ja auch COB diagnostiziert wurde… (wie schön, dass alles zusammen kommt!!) es mit dem Equine inhaler zu probieren. das kann man dann mit den MDI´s machen und ist nicht so ne rießige apparatur. kennt den jemand? die, die mir davon erzählt hat, hat ihr pferd damit wieder hingekriegt und hat eigentlich kaum noch probleme.
    sie lässt dann nen bronchenerweiterer und kortsion 2-3 mal die woche inhalieren und sie sagt, das hat wunder gewirkt.
    Ich hoffe echt, dass ich das irgendwie soweit in den griff bekomme, dass wir n einigermaßen normales reiterleben haben können. muss jetzt halt das beste draus machen.
    Bin für alle tipps dankbar!!!

    LG Christina

  • Kathi=) sagt:

    Prednisolon und Venti Plus bekam meine auch…
    Mittlerweile hustet sie schon eine Zeit lang gar nicht mehr, aber morgen kommt sie zur Kontrolle nochmal in die Klinik, und wir nochmal durchgecheckt…
    Ich inhaliere (mittlerweile seit 10 Wochen) mit dem Air one unltraschallvernebler von hippomed und das Teil ist echt richtig super :thumbsup:
    Welche Medikamente und wie viel ich vernebeln muss, sagte mir die Klinik.
    Bist du denn momentan in Behandlung??
    Sry, wenn ichs überlesen habe :red:

  • Chris sagt:

    Chrystle, entschuldige, ich war etwas in Eile als ich schrieb, daher kommt einiges vermutlich eher unsensibel rüber :friend: Das tut mir leid.
    Ich würde Dir raten, Dich gar nicht so sehr an Diagnosen festzubeißen. Der Einfachheit halber schreibe ich nur von „Lungenpferden“, in meiner Welt ( 😀 ) hat Dein Pferd schlichtweg Lunge.
    Ich dachte auch immer, so einen Stall gäbe es nicht. Gibts aber immer mehr, wenn man sucht, auf Komfort verzichtet und wirklich alle Hebel in Bewegung setzt. Der Hallenstaub/-sand ist weniger das Problem. Das Problem ist wirklich der feine,“lungengängige“ Staub von Heu und Stroh. Wo wird denn das bei euch gelagert? Sind die Pferde in den Boxen, wenn das verteilt wird?

    Ich lasse meinen auch mit dem Air-One und MDIs inhalieren, und es klappt gut. Der Air-One ist auch sehr leise, sehr effektiv. Ich hab allerdings in der letzten St. Georg einen ganz kleinen Artikel über einen neuen Inhalator gelesen, der sehr gut klang (der sonstige Artikel über Husten war ja das Papier nicht Wert, auf dem er stand :kowa: ). Die MDIs sind weniger aufwändig, aber sehr teuer. Die Frage ist nur, wie lange man Inhalieren lassen möchte. Denn auch das Inhalieren ändert nichts an der Ursache bzw. der Verstärkung der Probleme, und das geschieht nunmal durch Staub. Im Klartext: alle symptomatische Behandlung ist nur halb so gut wie sie sein könnte, wenn die Rahmenbedingungen nicht angepasst sind, heißt: weg von Staub. Ansonsten wird immer wieder eine Reizung/Schädigung vonstatten gehen.Du kriegst das sicher hin, dass Dein Pferd belastbar wird – aber nicht nur durch Inhalieren. Es tut mir leid, ich würde auch lieber was anderes sagen und weiß wirklich genau, wie man sich mit solchen Informationen fühlt. Die wenigsten SB und auch wenige Tierärzte sind sensibilisiert auf das Thema. SB, weil die staubfreie Haltung aufwändig ist, Tierärzte weil es auch nur Menschen mit verschiedenen Schwerpunkten sind. Wenn ich ne Ohrentzündung habe gehe ich ja auch nicht zum Unfallchirurgen, und so ists halt auch bei Tierärzten. Wenn man allerdings die Zahlen der Pferde mit haltungsbedingten Atemwegserkrankungen betrachtet wird es einem schnell ein Rätsel sein, wie Boxenställe/Innenstallgassen mit Stroh und Heu überhaupt noch akzeptiert werden. Aber ok, nun wirds OT.

    Was Du machen kannst und was meiner Erfahrung nach viel bringt ist folgendes:
    – Haltungsumstellung. Schmied und Tierarzt mobilisieren und ausfragen nach einem entsprechenden Stall, Aushänge, Inserate usw.
    – im eigenen Stall auf die Problematik „Stall“ aufmerksam machen und mit dem SB Lösungen suchen
    – Inhalationstherapie mit bronchienerweiternden Medikamenten, Kortison, evtl. Mastzellstabilisator, per Ultraschallinhalator oder MDI
    – je nach vorliegen einer Infektion auch Antibiose (wurde eine Schleimprobe analysiert?)
    – angepasste Bewegung! Der Rotz muss raus, der zahlt schließlich auch keine Miete
    – Akupunktur
    – Bioresonanzanalyse und entsprechende Behandlung bei einer GUTEN (!!!!) THP
    – Kortison oral (Prednisolon)

    Und nicht zuletzt:
    – sich doof und dösig telefonieren, Experten Löcher in den Bauch fragen und sich Kompetenz aneignen
    – lernen, den tagesaktuellen Zustand des Pferdes einzuschätzen
    – lernen, trotzdem Spaß am und mit dem Pferd zu haben
    – beobachten, was schlechte Tage auslösen könnte und was dem Pferd gut tut. Das dauert, bis man das raus hat, rechne mal ruhig ein Jahr.

    Es ist nicht nur so, dass das Pferd therapiert und entsprechend gehalten werden muss. Auch der Mensch muss mit der Situation umgehen lernen!

  • Rebeca sagt:

    @Chris: Das hast du gut geschrieben, voll zustimm. Auch der Mensch muß sich mit der Situation anfreunden und mit der veränderten Lage zurechtkommen.
    Aktuell habe ich seit Sept auch ein Pferd mit „Lunge“ und die Haltung auf nasses Heu u a umgestellt. Mal ist der Tag gut mal ist er wie heute mit Nebel feuchter Luft natürlich nicht wirklich prickelnd. Aber es geht aufwärts und das sollte man positiv sehen.
    Chrystle ich drück dir die Daumen daß es mit deinem hotte bergauf geht!!! :hug:

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