Kreuzbandanriss – Erfahrungen?

By jenna | Bewegungsapparat, Lahmheiten

Hallo!

Nachdem mein Pony es im Herbst geschafft hat, sich Kreuzband und Kniegelenk zu demolieren :wacko: , würde ich gern mal wissen, ob es hier Leute gibt, die auch schon mit Kreuzbandanrissen Erfahrungen machen mussten.

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Wie sah euer Bewegungsplan aus? Und wie und mit welchem Erfolg habt ihr die Pferde wieder aufgebaut? Wie belastbar sind sie heute?

Bin auf eure Antworten gespannt 🙂

Lg Jule

  • Avatar pya sagt:

    Mein Wallach hatte im Juli einen Kreuzbandriss- fast agerissen, das Ding hängt im Grunde nur noch ein einer kleinen Stelle zusammen- der Rest ist zerfetzt- das konnte man bei der Arthroskopie gut erkennen.

    Außerdem hat er Arthrose im Knie, er ist aber auch schon fast 20.

    Unsere Bewegungstherapie hießt, täglich eine Stunde Schritt reiten, wobei ich zu Anfang über 2 Wochen täglich ein paar Minuten mehr gemacht habe, bis wir bei einer Stunde gelandet sind. An der Hand ist er sogar im Trab lahmfrei.

    Da mein Pferd ein wenig nervig ist, reite ich ihn in der Halle- besser wäre eine Stunde im Gelände immer gerade aus. Letztens sind aber ein paar Rehe vor uns aus dem Gebüsch gesprungen, da ist er ein paar meter davongerast- das muss ich jetzt nicht riskieren. :flucht:

    Aber es geht ihm soweit gut, das Knie ist grundsätzlich abgeschwollen und nur manchmal knickt er hinten ein, fängt sich aber schnell wieder.

    Manchmal trabe ich eine lange Seite leicht, nur um zu sehen, wie es ihm danach geht, wird das Knie dick? Wehrt er sich? Aber bisher ist alles gut, er will gehen- ich halte das für ein gutes Zeichen.

    Der Plan ist allerdings, ihn bis MItte nächsten Jahre NICHT wieder an zu trainieren. D.h. Schritt gehen, Schritt gehen, Schritt gehen. Möglicherweise darf er im Frühjahr auf eine kleinere Koppel, wir werden sehen, bzw. der Arzt wird das OK geben oder eben nicht. Bis dahin steht er weiterhin auf seinem großzügigen Paddock und frisst, frisst, frisst. Vielleicht nimmt er endlich mal zu (Halbblut :rolleyes: )

  • Avatar jenna sagt:

    Hallo Pya!

    Danke für deine Antwort!

    Bei meiner Stute ist das ganze erst ein viertel Jahr her, die Arthroskopie sogar erst 2 Monate.
    Ich laufe auch (möglichst) jeden Tag bis zu einer Stunde Schritt mit ihr im Gelände und soll jetzt auch etwas Stangentreten einbauen, um die Hinterhandmuskulatur wieder zu stärken. Reiten habe ich nach einigen Versuchen wieder verworfen, da sie mir genau wie dein Wallach zu sehr rumspinnt. Sie sucht geradezu nach Möglichkeiten zum Wegspringen/Losrennen, scheint mir :maul: Und da ist mir das Risiko auch zu groß. Nachdem das Gelenk vor 3 Wochen erst wieder ordentlich entzündet war, bin ich da echt vorsichtig.

    Das Einknicken hinten habe ich auch schon öfter beobachtet. Beim ersten Mal habe ich glatt einen riesen Schreck bekommen, aber sie fängt sich auch immer wieder sehr schnell.
    War dein Wallach schnell wieder lahmfrei im Trab oder hat das auch länger gedauert?

    Dein Wallach wird also auch in Einzelhaft auf einem Paddock gehalten, wenn ich das richtig verstanden habe? Mein Tierarzt rät mir das gleiche, aber ich höre auch immer wieder, dass das ständige Rumstehen und das Wenden auf so engem Raum nicht gut wäre für das Gelenk :nix: Wenn sie sich aber unkontrolliert auf der Koppel austobt, ist das ja auch nichts. Was ist also das kleinere Übel?

    Lg

  • Avatar pya sagt:

    Ja, Einzelhaft auf dem Paddock. Mit Aussicht auf die anderen Paddocks und die Weiden.
    So steht der aber immer, weil er sich mit anderen so wahnsinng macht. Zudem ist er ein Boxenläufer. :irre:
    Du siehst: bei uns ist der Paddock das sicherlich kleinere Übel, auch wenn er dreht und manchmal rumbockt usw.

    Stangentreten halte ich für ein echt gute Idee, werd ich auch mal einbauen!

    Der Bubi war ohne Reiter immer lahmfrei- und der Arzt hat nur den Kopf geschüttelt. 8|
    Er hat mir gesagt, dass er selten so nen harten Hund gesehen hätte… 👿

    Schön, deinen thread zu sehen. Im Netz hatte ich nicht viel gefunden..

    WIe ist das bei Euch passiert?

    Zur Belastung in Zukunft: Seitwärts nur im Schritt (nicht zuletzt wegen der Arthrose) ansonsten wird er mit ein wenig Glück schon noch reitbar sein.
    Sollte er dann wieder lahmen, muss man halt weiter überlegen… :S

  • Avatar jenna sagt:

    Ich werde wohl auch erstmal bei Einzelhaft bleiben – auch wenn sie es hasst :look:

    Genau, Stangentreten und auch mal eine kleine Steigung rauf, um die Muskulatur zu stärken und dadurch auch das Knie wieder ein Stück zu entlasten.

    Meine war anfangs auch im Schritt lahm (das wird aber immer besser), aber im Trab sieht man immer noch sehr deutlich, dass sie viel kürzer tritt. Aber gut, die ganze Geschichte ist ja noch nicht so lange her, also will ich mal keine Wunder erwarten.

    Wie das passiert ist, weiß niemand so genau. Wir vermuten, dass sie auf der Koppel blöd gestürzt ist. Sie hatte damals beide Beine auf Höhe des Kniegelenks aufgeschürft und zuerst hat auch keiner damit gerechnet, dass das Gelenk was abbekommen hat außer vielleicht eine Prellung. Aber als das Lahmen nach 2 Wochen immer noch nicht besser war, habe ich röntgen lassen. Auf den Bildern war deutlich zu sehen, dass ein Stückchen Knochen im Gelenk abgebrochen war und bei der Arthroskopie in der Klinik kam dann auch raus, dass das Kreuzband zur Hälfte abgerissen ist.

    In der Klinik hieß es, dass das Pferd mit ein bisschen Glück irgendwann wieder gut reitbar sein wird, Springen/Vielseitigkeit und solche Sachen werden aber nicht mehr gehen und es braucht halt viel Zeit und Geduld.
    Vom Tierarzt höre ich immer, dass das Ziel natürlich erstmal wäre, das Pferd überhaupt wieder lahmfrei zu kriegen, aber auch da könne man sich nicht sicher sein :seufz:
    Aber ich hoffe einfach mal das beste – auch für deinen Wallach 😉

  • Avatar pya sagt:

    Ich wünsche Euch auch viel Glück weiterhin- bin erst wieder am 9.01. im Lande, dann frag ich mal nach einem update 😉

    pya

  • Avatar pya sagt:

    Hey Jenna!
    Es ist zwar deutlich später geworden, als ich dachte, frage dann dafür jetzt mal nach,wie es Euch geht…

    Liebe Grüße
    pya

  • Avatar Falko94 sagt:

    Hallo

    mein Pferd hat auch einen Kreuzbandriss, wurde im Aug. 2010 festgestellt.

    Bei meinem Pferd wurde das Band mit einen Stück Knochen rausgerissen, also sozusagen
    vollkommen „ohne Halt“!

    Diagnose vom TA: Kann man nix mehr machen, soll ihn einfach auf die Koppel stellen!

    Damit hab ich mich aber nicht zufrieden gegeben und habe mir Unterstützung von meiner
    Heilpraktikerin und meiner Osteophatin geholt!

    Heute reite ich ihn wieder im Gelände Schritt, Trab und Galopp. Wobei ich allerdings sagen muss,
    er versucht sein „Handikap“ zu kaschieren und belaste sein Bein nicht richtig. Schmerzen hat er keine, Knie
    wird auch nicht mehr dick, bzw. warm. Daran muss ich jetzt arbeiten, dass er einfach von seinem „alten Verhaltensmuster“
    wieder weg kommt und das Bein wieder belaste. Ich hoffe, dass ich diese Hürde auch noch schaffe! 😉

  • Avatar pya sagt:

    Hallo Falko, da drück ich Euch die Daumern!
    Ich reite mittlerweile schon wieder voll belastend- hätte nicht geglaubt, dass das nochmal was wird :hurra:
    Allerdings gebe ich extrem acht, nur zu nehmen, was geht, soll heißen, ihn nicht über Gebühr zu beanspruchen, viele Pausen.
    Er sieht momentan wieder richtig gut aus und hat sich von einer Rosinante wieder in ein schönes Pferd verwandelt.

    Manchmal knickt er auf dem schelchten Bein ein, was ich aber seiner Arthrose zuspreche, denn das hat er vorher auch schon getan. An solchen Tagen bewege ich ihn natürlich nur wenig belastend.

    die pya

  • Avatar Falko94 sagt:

    DANKE! 🙂

    Klar, es ist nicht jeder Tag gleich. Ich stell mich immer darauf ein was „er geben kann“.
    Überfordere ihn auf keinen Fall und geb ihm auch immer die Ruhe die er braucht.

    Bis jetzt klappts ganz gut und hoffe, dass wir den Rest auch noch schaffen.

    Bin ja schon froh dass ich ihn überhautp wieder reiten kann nach der Diagnose vom TA.

  • Avatar jenna sagt:

    Hallo Pya und Falko 😉

    Bei uns gibt es auch Neuigkeiten. Meine Dicke steht wieder in der Herde und ich fange ganz langsam an, sie auch schon im Trab ein wenig zu bewegen.
    Ich hoffe, sie verkraftet das alles gut. Das Gelenk ist immer noch etwas dicker, aber möglicherweise wird das laut TA auch so bleiben.
    Bei der letzten Lahmheitskontrolle war der Schritt super, im Trab noch ein leichtes Ticken. Im April wird nochmal nachkontrolliert und wenn keine Verschlechterung zu sehen ist, geht es ans Aufbauen :hurra:

    Schön, dass es bei euren Pferden auch gut aussieht! Ich drücke weiterhin die Daumen :ja:

  • Avatar Falko94 sagt:

    @jenna
    Na das hört sich doch gut an! Freut mich für Dich! 🙂

  • Avatar pya sagt:

    Hey Jenna,

    bei meinem Pferd ist das Kniegelenk auch immer noch leicht gefüllt, ohne Spannung oder Wärme.
    Vor dem Reiten genauso wie nachher- mein TA meinte auch , dass es so bleiben wird.

    Schön , dass es so viel positive Ergebnisse gibt- möge es so bleiben!!!
    :friend:
    die pya

  • Avatar jenna sagt:

    Genau so ist es bei uns auch. Das Gelenk ist leicht gefüllt, aber nicht warm.
    Ich bin so froh, dass im Moment alles so gut läuft! Zwischendurch hat mich schon manchmal der Mut verlassen :S

  • Avatar pya sagt:

    Hallo Jenna- und allen übrigen geplagten Knie-Leidenden!

    Wie geht es Euch und Euren Patienten so?

    Ich dachte, ich frag mal wieder nach, weil es zu diesem Thema so wenig zu finden gibt.

    Mein Wallach ist nun 20 und soweit ganz fit. Zwischendurch haben wir nochmal das Knieband geblistert, als er ein wenig lahm ging (so ca. vor 5 Wochen).
    Jetzt gehts wieder gut, wir können sogar schon wieder Galoppverstärkungen und Traversalen reiten.
    Ich übertreibe es aber nicht, fordere ihn aber schon deutlich mehr als noch vor ein paar Monaten.
    Er wird nahezu täglich eine gute Stunde geritten, hat ne Bombenkondition. Weide hat er täglich.
    Deswegen traue ich mich da auch mehr. Das Knie ist immer noch gleichbleibend leicht gefüllt, weich, normaltemperiert.
    Er muskuliert jetzt gut auf.

    Wie man sieht, das ganze war noch nicht das Ende der Fahnenstange- ich freu mich richtig über ihn! :hurra:

    ich hoffe, ihr könnt Ähnliches berichten?

    Liebe Grüße
    die pya

  • Avatar jenna sagt:

    Hallo Pya!

    Ich kann auch nur Gutes vermelden.
    Seit gut 2 Monaten fordere ich auch wieder deutlich mehr von meinem Pferdchen und sie steckt das super weg. Ich musste mich aber anfangs wirklich sehr überwinden, sie wieder ein bisschen mehr anzupacken 😀
    Das Knie ist bei ihr auch immer noch etwas gefüllt und weich, aber das scheint normal zu sein. So hat sie keine Probleme, toi toi toi!
    Ich hätte nicht gedacht, dass ich mal wieder halbwegs normal reite. Umso mehr freut es mich jetzt.
    Ganz langsam bekommt sie auch wieder ihre alte Figur zurück – weniger Bauch und mehr Muskeln 😀

    Super, dass es deinem Wallach auch wieder so gut geht! Die Geduld hat sich auf jeden Fall gelohnt :ja:

    Liebe Grüße,
    jenna

  • Avatar pya sagt:

    Das freut mich auch für Euch, Jenna!

    Viel GLück weiterhin!

    Liebe Grüße

    Petra

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