Kraftfutter bei 24 Std. Weidegang und normaler Arbeit

By Alexa69 | Fütterung

Hallo!

Was füttert Ihr Euren Pferden, die 24 Std. Weidegang haben und mehrfach
die Woche gearbeitet werden. Normale Dressurarbeit, Gelände,
Longenarbeit?

Wenn ich meinen Pferden nur Hafer/Mineral gebe, dann sind sie, lt.
Berechnung, nicht ausreichend in den Nebenstoffen u.s.w. versorgt.

Wie macht Ihr das?

LG Alex

  • Avatar Diana sagt:

    Wenn ich meinen Pferden nur Hafer/Mineral gebe, dann sind sie, lt.
    Berechnung, nicht ausreichend in den Nebenstoffen u.s.w. versorgt.

    Was für Nebenstoffe?
    Ich würde nichts weiter dazugeben – es sei denn, die Pferde lassen sich nicht gut arbeiten oder der Futterzustand ist nicht zufriedenstellend.

  • Avatar Alexa69 sagt:

    Mit Nebenstoffen meine ich Vitamin A, D, E, Kupfer, Magnesium, Selen, Zink, Biotin

    Und nach meinen Berechnungen sind meine Pferde in den Bereichen Vit. E, Kupfer, Magnesium, Selen und Zink unterversorgt.

    Ich füttere die Pferde nur, wenn sie auch was getan haben. Gerechnet
    habe ich jetzt mal mit 1,5 kg Hafer und 100 g Mineralfutter
    Horse-Vital-Plus.

    LG Alex

  • Avatar Diana sagt:

    Da Du nicht wissen kannst, welche Nährstoffe Deine Pferde mit dem Gras genau aufnehmen, sind Deine Berechnungsgrundlagen ungenau.
    Kleine Differenzen dürften da aber nicht stören.

    Übrigens – rechnest Du Deinen Nahrungsbedarf auch so genau aus?

  • Avatar Alexa69 sagt:

    Da Du
    nicht wissen kannst, welche Nährstoffe Deine Pferde mit dem Gras genau
    aufnehmen, sind Deine Berechnungsgrundlagen ungenau.
    Kleine Differenzen dürften da aber nicht stören.

    Übrigens – rechnest Du Deinen Nahrungsbedarf auch so genau aus?

    Da magst Du wohl Recht haben. Wieviel an Nährstoffen steckt denn in
    ungedüngten Weiden in der Nähe der Nordsee so drin. Wer kann mir das
    sagen?

    Allerdings rechne ich nicht „von Hand“, sondern mit einer Software, wo
    ich Haltung, Gewicht, Trainingsbelastung u.s.w. vorgeben kann.

    Ich rechne so genau, weil eines meiner Pferde im letzten Sommer eine Selenvergiftung hatte und ziemlich krank war.

    Und nein, ich rechne für mich nichts aus.

  • Avatar Jette sagt:

    Hallöchen,

    ich hab hier mal ein paar Durchschnittswerte für extensives Grünland: P 0,04-0,06%, K 0,35-0,39%, Mg 0,02-0,06%, S 0,02-0,06%.
    Ob es in irgendeinem Bereich aber eine deutliche Über- oder Unterversorgung gibt lässt sich nur mit ein paar Bodenproben festellen. Die sind in der Regel nicht sonderlich teuer. Da wir jeder Nährstoff in eine Gehaltsklasse eingeteilt, bedenklich sind da vor allem die Klassen A und E. Wenn du es also genau wissen möchtest nimm einfach ein paar Proben und schicke sie ein. Wenn du einen Landwirt in der Nähe hast, der ähnliche Weiden hat frag einfach den. Als Landwirt muss man in regelmäßigen Abständen solche Proben nehmen.
    Mein Pferd, was im Offenstall steht, bekommt übrigens 1kg gequetschten Hafer und Reformin. Die Blutproben von ihm waren immer in Ordnung.

    Viele Grüße Jette

  • Avatar Diana sagt:

    Ich denke, für eine ganz korrekte Berechnung müsstest Du alle paar Tage das Gras und den Hafer untersuchen lassen….
    Auch eine Software arbeitet nur mit eingegebenen Daten, wenn die nicht stimmen, rechnet die Software was falsches aus.

    Ganz generell halte ich diese genauen Berechnungen für überflüssig. Nahrungsmittel sind Naturstoffe und verändern sich täglich.
    Pferde sind Lebewesen und haben auch nicht täglich den gleichen Bedarf an Nährstoffen.
    Gesundheitszustand, Wachstum, abverlangte Leistung, sogar das Wetter ändert den Nährstoffbedarf – wenn Du einen gesunden Mittelweg gehst, müssten Deine Pferde eigentlich gut ernährt werden.
    Gras/ Heu, Hafer und eine Mineralstoffergänzung sind doch optimal.

    Warum hatte Dein Pferd denn eine Selenvergiftung?
    Wenn Du die Ursache ausschaltest, dürfte das Risiko doch minimiert sein.

  • Avatar maurits sagt:

    wir machen es hier so:

    bei 24 Stunden Weidegang bekommen die Pferde, die gearbeitet wurden, nach der Arbeit ihre normale Ration Kraftfutter und gehen anschliessend wieder auf die Weide.
    So geht es problemlos seit fast 10 Jahren. Sie gehen damit genauso gut im Training, als wenn sie nachts im Stall wären. Sind nicht schlapp oder so.

    Im Herbst wenn das Gras knapp wird und sie noch draussen sind, bekommen sie Heu extra.

    Aktuell würden sie Heu nicht anrühren, die Köpfe sind den ganzen Tag unten im Gras.

    Ich berechne nichts, füttere nach Gefühl und grundsätzlich eher weniger als mehr, mengenmässig.

    groetjes
    maurits

  • Tanni Tanni sagt:

    Wir füttern Hafer/Gerste zu, wenn sie gearbeitet haben.
    Unsere Weide ist noch ziemlich fett.

    Einige füttern ja Mineralfutter dazu…aber ist das notwendig?
    Bisher hat meine die halbe Menge der tgl. Dosis für ein Reitpferd bekommen, allerdings halt nur, wenn gearbeitet wurde.
    Unsere junge Stute schuppt zur Zeit sehr…kratzt sich auch.
    Der TA kommt Dienstag, da ich Pilz oder Milben vermute.
    Nun meinte jemand, dass wir noch das MiFu weglassen sollen, so lange die Weide so fett ist…eigentl. logisch, aber ist es ok, wenn eine junge noch in der Entwicklung befindliche Vierjährige bei leichter Arbeit (Handpferd, Longe, erstes Draufsitzen) kein MiFu bekommt? Ist Weidegras ausreichend?

    Abends geht die Bande aufs Paddock. Dort füttern wir Stroh, das Heu rührten sie nicht an.

  • Avatar Ielke sagt:

    Ielke bekommt dieses Jahr keine Dauerweide mehr, ich habe letztes Jahr deutlich gemerkt, dass er seine Kraftfuttermenge + Schönheitsschlaf braucht, sonst ist er nicht wirklich gut bei der Sache wenn ich mit ihm arbeite. Dabei kommt schlafen + Futter zusammen: Ielke uns ein Kumpel sind nur zu zweit draußen, auch daher vermute ich, dass er nicht lange genug Zeit zum „Tiefschlaf“ hat. Leider braucht er auch mehr als Mineralfutter und „ne Handvoll Körner“ um auf Tournen zu kommen (leider…), und da es sich doch um 4-5 kg handelt möchte ich die nicht auf einmal geben, selbst 2 Portionen finde ich schon grenzwertig und teile die noch auf sofern möglich. Wenn er das alles nach dem Reiten bekäme wäre einfach zu viel… und zwischendurch zum Füttern reinholen ist leider bei der Entfernung unserer Weiden zum Stall vom SB nicht machbar.

  • Avatar Alexa69 sagt:

    Danke für die weiteren Antworten. Ich werde ihn so füttern wie bisher und wenn ich Veränderungen bemerke, dann muss es halt wieder ein Blutbild geben.

  • Avatar Tibatong sagt:

    bei 24 Stunden Weidegang bekommen die Pferde, die gearbeitet wurden, nach der Arbeit ihre normale Ration Kraftfutter und gehen anschliessend wieder auf die Weide.
    So geht es problemlos seit fast 10 Jahren. Sie gehen damit genauso gut im Training, als wenn sie nachts im Stall wären. Sind nicht schlapp oder so.

    Unsere (noch nicht gearbeiteten) Jungpferde sind im Sommer 24h draussen. Sie bekommen 2 x Kraftfutter (Hafer) und MinFu. Ansonsten Weide.

    Die anderen sind über Nacht drinnen, kommen aber erst recht spät abends rein. Sie bekommen ebenfalls 2 x Kraftfutter (Menge je nach Arbeit) und MinFu, tagsüber Weide und nachts haben sie gutes Stroh zum knabbern. Kein Heu in der Haupt-Weidesaison, da wir in der günstigen Situation sind, über genügend Weidefläche zu verfügen. Heu gibt es erst langsam wieder dazu, wenn das Gras weniger wird.

    Wir haben sehr unterschiedliche Pferde (WB, Ponys, VB, Quarter, Isis) und „fahren“ seit Jahren gut mit dieser Methode. Selbst die eher leichtfuttrigen Typen gehen nicht völlig aus dem Leim im Sommer und ich habe den Eindruck, dass sie auch mehr spielen und sich bewegen, wenn sie rauskommen und vorher schon Kraftfutter hatten. Ladiglich ein Pony ist mit einer Fressbremse unterwegs, aber eher zur Sicherheit als aus Notwendigkeit, weil die Besitzerin erzählt bekommen hat, er hätte früher schon mal einen Reheschub gehabt. An den Hufen ist das nicht nachzuvollziehen.

  • Avatar gata sagt:

    Meine Reitponys bekommen bei 24 h Weidegang nur ein Mineralbrickett extra – sowohl die gerittenen als auch die Aufzuchtpferde.
    Kraftfutter ist da echt überflüssig. Die strotzen auch so vor Energie. Erst gegen Ende der Weidesaison kriegen die Reitpferde nach dem Reiten was extra.

  • Avatar Jolly Jumper sagt:

    mein pony steht auch 24h auf der koppel und wird ca. 3-4 mal die woche geritten, geht zurzeit auch ein paar kleine turniere. da er sehr leichtfuttrig ist und auch auf einer nicht gerade mageren weide steht, bekommt er einmal am tag kraftfutter, eiweisreduziert und etwas mineralfutter. auch kurz vor turnieren bekommt er nicht mehr kraftfutter und hafer oder gerste bekommt er auch nicht, da er eh schon ziemlich temperamentvoll ist… 🙂

    Lg Jolly

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