Kolik- seid Ihr dafür gerüstet?

By Hijara | Kolik, Verdauung

Bei uns im Stall hat einmal die Woche ein anderes Pferd eine Kolik
Bis jetzt hat es uns nicht betroffen. Es macht mir aber Sorge.
Meine Frage wäre, was für Hausmittel kann ich im Schrank deponieren um im Notfall
etwas zur Hand zu haben.Um nicht gleich den TA holen zu müssen, bzw. kanns ja auch mal sein dass der etwas länger braucht bis er da ist.
Einen Tip hat mir heute eine Bekannte gegeben: Führe dein Pferd in einen Hänger. Es wird sich aufregen und der Darm wird angeregt.
Mit was seid Ihr gerüstet? Oder seid Ihr ganz sorglos?
VG

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  • patch patch sagt:

    Hi,

    ich habe Colosan im Stall. Für alle Fälle. Allerdings seit- hm – über 6 Jahren glaube ich, hatte keiner bei mir Kolik, und wenn, kann es nicht dramatisch gewesen sein, wenn ich mich nicht daran erinnern kann.

    LG, Patch

  • Chaplin sagt:

    Ich habe schon immer Colosan im Stall, für den Fall einer Kolik, bis der TA da ist und danach unterstützend. Den Rat mit dem Anhängerfahren, gibt mein TA auch, allerdings immer erst dann, wenn er drauf geguckt hat. Und genauso halte ich es auch -> bei Kolik IMMER den TA (Funky hatte ja vor 2 Jahren eine OP wegen Kolik/ Darmverdrehung)…

  • Medora sagt:

    Auch ich habe Colosan da und Nux Vomica. Beides hat mir schon einmal gute Dienste geleistet – die Symptome ließen, während wir auf den Tierarzt warteten, schon merklich nach.

    Medora

  • Amada sagt:

    Bei uns im Stall hat einmal die Woche ein anderes Pferd eine Kolik
    Bis jetzt hat es uns nicht betroffen. Es macht mir aber Sorge.

    Das kann ich verstehen und wenn ich ehrlich bin finde ich dies auch nicht normal :no: und würde mich schon ein bissel zum Grübeln bringen.

    Wir haben das Glück einen TA auf dem Hof zu haben, aber Colosan für den Fall der Fälle im Schrank.

    LG

    Amada

  • Lescue sagt:

    Wenn in meinem Stall jede Woche ein anderer koliken würde, würde ich auf jeden Fall kritisch die Haltungsbedingungen (Stress, Unruhe), die Futterqualiät und die Futtermenge/ -häufigkeit hinterfragen…. denn wirklich normal ist das nicht!

    Colosan habe ich für den Fall der Fälle auch da, würde aber auch immer den TA rufen – zum Glück ist unsere SB vom Fach und kann sofort erste Hilfe leisten…

  • Mumpitz sagt:

    Colosan ist gut und nie verkehrt, außer wenn die Kolik-Symptome auf einer Schlundverstopfung beruhen!

    Tierarzt bei Kolik IMMER!

    Hängerfahren nur bei nachgewiesener Verstopfung/Darmträgheit! Bei einer Krampfkolik könnte das genau verkehrt sein.

    Würde mir allerdings auch Gedanken machen, wenn so häufig Koliken in einem Stall vorkommen.

  • Akascha sagt:

    Colosan, ne Bürste mit sehr harten Borsten ( für die Kruppenmassage……..kann lösend wirken) Handy um sofort den TA an zu rufen!

  • lindaglinda sagt:

    nein, ich bin dafür nicht gerüstet. denn:

    WENN ich einen koliker im stall vorfinde, ruf ich UN-VER-ZÜG-LICH den nächsten, erreichbaren TA! dann wird einmal buskopan gespritzt; reagiert das pferd darauf nicht, steht es im nächsten moment im hänger und kommt in die klinik. zum glück hatte ich in 25 jahren pferdehaltung nur zweimal koliker. edit: sorry, es waren drei! einmal verstopfungskolik vor etwa 15 jahren, klinik. zweites mal krampfkolik, reagierte sofort auf buskopan, war danach erledigt. drittes mal kürzlich, milz-nierenband-aufhängung, klinik.

    hat ein pferd im stall kolik und ich erreiche keinen besitzer oder andere zuständige, verfahre ich mit dem koliker ebenso wie ich es mit meinem eigenen pferd täte.

  • sisteract sagt:

    Mein Pferd hat vorwiegend in den Sommermonaten Kolik.Mir ist dies letztes Jahr aufgefallen…der TA wohnt gleich um die Ecke.Aber eine Loesung ist das nicht…Kann es sein,dass Koliken durch Hitze hervorgerufen werden koennen?

  • Weltsje sagt:

    Zunächst würde ich mir auch Gedanken machen, woran es liegt, daß es bei Euch einmal wöchentlich eine Kolik gibt.

    Als erste Hilfe ist hier auch IMMER Colosan vorrätig. GsD wird es nur sehr selten gebraucht aber ohne Colosan im Schrank kann ich nicht ruhig schlafen 😉 .

    Dazu habe ich immer Buscopan-Zäpfchen vorrätig, die es im Zweifel als Sofortmaßnahme gibt. Das überdeckt nichts ernsthaftes, ist von der Dosierung ggü. der Injektion minimal, wird aber über die Darmschleimhaut schnell aufgenommen und hilft meist schon zusammen mit dem Colosan. Sollte es mal zu leichtem Bauchgrummeln kommen, ist es bei Eintreffen des Tierarztes meist schon erledigt. Leider reagiere ich auf Koliken aber etwas panisch, so daß ich nicht die Nerven habe, erstmal die Wirkung abzuwarten, bevor ich den Tierarzt rufe :red: .

    Lieben Gruß

    Claudia

  • Binchen sagt:

    Hallo, das erste ist TA anrufen und das Pferd warm halten.

    Unsere Ponystute hatte im ersten Stall auch öfter Koliken und dort war es auch an der tagesordnung das wöchentlich Pferde Koliken hatten. Ich kann dazu nur sagen, dass ich es heute sechs Jahre später genauer hinterfragen würde. Wir hatten eine Einstellerin da, die meinte Pferde zusätzlich füttern zu müssen. Mit allem was der Markt so her gibt. Zudem war die Heulage nicht in Ordnung. Wir hatten seit wir dort weg sind, keine Kolik mehr.

  • FlickaTaraLuna sagt:

    Da gegen gerüstet sind wir garnicht . Habe mir da auch noch nie so die gedanken drüber gemacht da ich sofort den TA anrufen würde.

    Wo bekommt mann denn dieses colosan und wieviel müsste mann im notfall davon geben ?

  • catania sagt:

    Die Kolikerquote scheint mir eindeutig zu hoch, würd ich mal drüber nachdenken :thumbdown:
    Bei Kolikverdacht rufe ich SOFORT den TA. In der Praxis (Nachbardorf) sind mehrere TÄ beschäftigt, Dienst rund um die Uhr, jeden Tag.

  • Ritz sagt:

    Bei mir gilt auch: Tierarzt anrufen !! Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig.

    Ansonsten hab ich Colosan, Buscopan, Novalgin, im (Kühl)-Schrank. Colosan geb ich so, die andren Sachen in Rücksprache mit dem Tierarzt, wenns a bisserl dauert, bis er/sie da ist.

    Das mit dem Hängerfahren-Versuch ist so eine Sache, der Schuss kann auch mal eben nach hinten los gehen, grad wenn´s eine Krampfkolik ist.

    Und dann gehen ja noch die Meinungen auseinander, ob führen, bis der TA da ist oder nicht, und ob sich das Pferd hinlegen/wälzen darf, oder nicht …..

    Ich persönlich entscheide das nach Gefühl – ob das immer richtig ist, weiß nur der Geier …..hatte bisher auf jeden Fall noch keine Beschwerden vom TA oder von Besitzern – zum GLÜCK !! 🙂

  • Hijara sagt:

    Hast Du echt auch Buscopan (Ampullen zum spritzen) im Kühlschrank?
    Sind das die gleichen Ampullen die beim Mensch i.v. gespritzt werden?
    Colosan werde ich mir besorgen. Bekommt man das im Pferdeshop? Oder in der Apotheke?
    Weiß auch nicht warum bei uns die Kolikraten so hoch sind. Sind meist leichtere Koliken. Bin froh darüber dass wir noch unser eigenes Heu füttern. Das riecht und fühlt sich schon ganz anders an.
    LG

  • lindaglinda sagt:

    ach vergessen:

    wenn ein koliker sich ruhig hinlegt, lass ich ihn liegen. stundenlanges führen käme aus o.g. gründen sowieso nicht in frage bei mir.

  • Ritz sagt:

    @Hijara

    Ich habe für einen unserer Kolik-Spezialkandidaten hier im Stall Buscopan und anderes auf Lager. Der ist schon ein paarmal fast „hops“ gegangen,wenn der kolikt oder der Kreislauf absackt, können im Zweifel auch die 20 Minuten , bis der TA da ist, schon zu lange dauern, in denen man ohne Medikamente dasteht. Daher immer gleich das Notköfferchen mitnehmen, TA anrufen, ihm den Zustand beschreiben und dann nach telefonischer Anweisung schon mal loslegen.

    Natürlich ist diese Vorgehensweise nicht astrein, aber in dem Fall schon zwei mal lebensrettend für das Pferd …. .

    Würde aber selbstverständlich nicht ohne Rücksprache mit dem Tierarzt loslegen!

    Die Medikamente bekomme ich alle von meinem Tierarzt. Ob das Buscopan das gleiche ist wie für den Menschen, weiß ich nicht (nochniefürMenschgebrauchtbisher) .

  • Mumpitz sagt:

    WENN ich einen koliker im stall vorfinde, ruf ich UN-VER-ZÜG-LICH den nächsten, erreichbaren TA! dann wird einmal buskopan gespritzt; reagiert das pferd darauf nicht, steht es im nächsten moment im hänger und kommt in die klinik.

    Genau SO sollte es gehandhabt werden!!!

  • anchy anchy sagt:

    Gerüstet bin ich nur mit einem. Der Telefonnummer meines TA und einem Superhängerfahrenden SB, der den Weg zur Klinik blind fährt.
    Für mich gibt es da keine Selbstmedikation.

    Liebe Grüße

  • patch patch sagt:

    Jetzt mal im Ernst: daß man bei einer Kolik den Tierarzt anruft, ist doch wohl so selbstverständlich, daß es nicht erwähnt werden muß, oder?
    Für mich so selbstverständlich, wie z. B. daß ich zum Telefonieren ein Telefon brauch. Würde ich auch nicht explizit erwähnen.

    LG, Patch

  • anchy anchy sagt:

    Für Dich und viele hier ja, aber ich habe Pferde schon fast krepieren sehen, weil da Buscopan die einzige Option war.
    Man kann ja mal eine Nacht drüber schlafen und dann immer noch… Oder auch nicht.

  • Diana sagt:

    Ab wann hat denn ein Pferd eine Kolik?
    Wenn man zum Füttern in den Stall kommt, das Pferd liegt, nur widerwillig aufsteht und dann nicht fressen will?

    Das ist für mich noch keine Kolik und wir rufen noch keinen Tierarzt!

    Dann gibt es einen Magenbitter (im Moment haben wir auch Colosan da), das Pferd wird eine Runde um den Block geführt und dann beobachtet.
    In der Regel ist es anschließend wieder in Ordnung.
    Sollte das Pferd anschließend aber anfangen zu scharren, ständig sich wälzen zu wollen und zu schwitzen, dann rufen wir den Doc.

  • anchy anchy sagt:

    Nun Diana, die Anzeichen sollte hier wohl jeder kennen und vom Schlafbedürfnis seines Pferdes unterscheiden können.

  • patch patch sagt:

    @ Anchy: Sowas kann ich nicht nachvollziehen. Wenn den Leuten schon das Pferd nix wert ist, sollte die Logik sie zumindest überzeugen: Pferd tot = viel Geld weg.

    Diana: ja, so würde ich das auch sehen.

    LG, Patch

  • patch patch sagt:

    Nun Diana, die Anzeichen sollte hier wohl jeder kennen und vom Schlafbedürfnis seines Pferdes unterscheiden können.

    Nö, ich kenne eine Dame, die immer den TA anruft, wenn das Pferd in der Box liegt und nicht frißt, nachdem es aufgestanden ist. Das Problem ist, daß der TA mittlerweile nicht mehr sofort kommt. Könnte auch mal übel enden.

    LG, Patch

  • Mumpitz sagt:

    Pferd tot = viel Geld weg.

    Manche Leute haben da leider noch eine ganz andere Logik: Pferd krank, Tierarzt geholt, Pferd trotzdem womöglich tot = noch mehr Geld weg (mehrfach persönlich zu Hören bekommen, gilt auch für andere Tiere)

  • anchy anchy sagt:

    Tja Patch, mir trotzdem sympathischer als die , die aus lauter Geiz die Nacht warten und dann am Ende der Darm platzt. Was tragischer Weise natürlich auch bei sofortiger Behandlung passieren kann.

  • Chaplin sagt:

    Als Beispiel: Der Funky fängt an, sich in seiner Box hinzuschmeißen, wenn davor ein Pferd heiß beschlagen wird :irre: er kann den Qualm/ Geruch nicht ab. Ist echt so…

  • wednesday sagt:

    @Diana

    „Kolik“ äussert sich bei jedem Pferd anders. Da ist schon die Senisbilität des Besitzers gefragt.

    Mein Pferd beispielsweise kann bei Kolik volles Darmgeräusch haben, 10 mal äppeln und würde an der Longe noch ne halbe Stunde galoppieren, wenn man ihm den Auftrag gäbe (Achtung Konjungtiv). Trotzdem weiss ich instinktiv, dass es nicht o.k. ist, wenn sein Bauch regelmäßig krampft und er sich ständig mit dem Huf unter den Bauch schlägt.

    Da kommt der Tierarzt und ich halte Nachtwache bis das Tier o.k. ist. Wurscht ob die Miteinsteller diagnostizieren „Ach, der ist für ne echte Kolik noch viel zu fit“ oder nicht …

  • anchy anchy sagt:

    Jeder sollte sein Pferd so gut kennen , um zu beurteilen ob es beim liegenbleiben zur Fressenszeit ein Grund zur Besorgnis gibt oder nicht.
    Nicht fressen wollen wäre für mein Pferd ein Indiz dafür, dass da etwas mal so gar nicht in Ordnung ist.Und auch ich gehöre eher zu denjenigen , die lieber mal zu viel als zu wenig den TA bemühen.
    Mehrfach habe ich erleben müssen, wie hochdramatisch innerhalb kürzester Zeit eine Kolik verlaufen kann und Pferde dann manchmal nicht mehr verladbar sind.

    Mich kotzt es gelinde gesagt an, wenn ich sehen muß, daß das Pferd stark schwitzend in der Box steht, sich laut stöhnend hinschmeißt und die Besitzer sich immer noch fragen, wann denn die Buscopan wohl endlich Wirkung zeigt.

    Anchy

  • patch patch sagt:

    Tja Patch, mir trotzdem sympathischer als die , die aus lauter Geiz die Nacht warten und dann am Ende der Darm platzt. Was tragischer Weise natürlich auch bei sofortiger Behandlung passieren kann.

    Mir auch, nerven kann es den TA trotzdem, der 20 Mal umsonst losrast und alle Termine umwirft. Wie gesagt, kann irgendwann ein Problem werden, wenn der absolute Ernstfall eintritt!

    @ Mumpitz: Jo, auch schon gehört! Was, das Pferd ist tot? Und jetzt soll ich trotzdem bezahlen? :doh: Gibt Leute, die sind einfach matschig in der Birne.

    LG, Patch

  • Tibatong sagt:

    Mit Kolik habe ich bei meinen eigenen Pferden nur eine einzige, unspektakuläre Erfahrung …*3xHolzklopftdamitessobleibt*

    Bei mir gilt auch: Koliksymptome-TA-1xBuscupan-wenn keine Besserung auf den Anhänger und in die Klinik, basta

    Gesehen habe ich aber schon eine Menge Koliken und auch einige „coole“ Besitzer, die erst auf die spontane Selbstheilung warteten bis das Tier dann schon in einem kreislaufmässig und sonstwie besch*** Zustand war und es dann erst in die Klinik brachten. Dass solche OP’s den Beteiligten keine grosse Freude bringen und auch die Chancen des Pferdes natürlich deutlich schlechter sind, brauche ich ja hier nicht auszuführen. Und wenn das Pferd es dann nicht überlebt, siehe Patch und Mumpi. :kotz:

    Ich kann mich auch noch an einen anderen Fall erinnern, wo ich zunächst für spinnert erklärt wurde, im Nachhinein aber recht hatte: Im Rennstall hatte ich, um mir mein Pferd dort leisten zu können, täglich 5 Boxen auszumisten. In einer stand ein 4j Hengst, ein eher ruhiger Vertreter und dieses Tier sch**** ungelogen um die 24 Haufen in 24 Stunden – jeden Tag. Eines Morgens fand ich nur 6 und sagte das dem Futtermeister. Die Antwort war „Freu dich doch“. Am nächsten Tag fand ich wieder nur 5 (das Pferd fraß seine normalen Portionen und wurde normal trainiert) und sagte es dem Trainer, der die Stirn runzelte und sagte, er wolle das beobachten. Das Pferd war in seinem Verhalten völlig normal. An dem Tag habe ich den sogar selbst geritten, er ging richtig gut. Am nächsten Tag war er dann morgens schon etwas unglücklich, wieder nur wenige Haufen und dann kamen die ersten Koliksymptome.

    Ergebnis war eine Anschoppungskolik vom Feinsten, nichts Dramatisches, es dauerte dennoch 3 Tage mit diversen Einläufen, Spritzen etc. bis er wieder richtig „frei“ war. Hätte man am ersten Tag (noch ohne Koliksymptome) einmal zur Sicherheit draufschauen lassen, wäre es wesentlich schneller gegangen.

  • Grandessa sagt:

    Wie schon gesagt wurde, können Koliksymptome sehr unterschiedlich ausfallen und man muß einige Pferde schon sehr gut kennen, um das überhaupt zu erkennen.

    Wir haben z.B. ein Pferd im Stall, das steht bei Kolik einfach nur apathisch in der Box – man könnte auch denken, es döst. Das Pferd wurde schon wegen Kolik operiert etc. und legt sich irgendwann wenn es ganz schlimm ist hin – aber ganz ruhig – ansonsten: Keine Symptome. Wer will da sagen, ob das Pferd wirklich nur schläft oder nun eine KOlik hat?

    Meine beiden Pferde sind auch sehr unterschiedlich – eine richtige Kolik hatten die noch nie (toitoitoi) aber Anfänge davon – die Stute dreht schier durch, kratzt, schmeißt sich hin, flämt – das volle Programm – dann bekommt sie einmal Colosan und dann warte ich 10 Minuten und dann ist sie entweder wieder völlig normal (war bisher immer so) oder ich rufe den TA.

    Der Wallach ist völlig anders – der frißt dann nur mäkelig, macht komische Maulverenkungen, scharrt aber nicht und guckt auch nicht nach dem Bauch, nichts – da habe ich beim ersten Mal sofort den TA gerufen weil ich dachte, der hätte einen Fremdkörper im Maul – war dann aber nur leichtes Bauchweh und ist auch nie wieder vorgekommen.

    Neulich hatte er auch so eine Art Darmverdrehung/Milz-Nierenbandaufhängung (schätze ich mal) – schmiß sich auf einmal beim Füttern hin und wälzte sich in der Box rum – ich schon TA gerufen, ihn aus der Box geholt, in der Halle geführt – da wälzte er sich nochmal wie ein Verrückter, stand dann auf und alles war wieder OK – war nichts mehr feststellbar.

    Deshalb halte ich es so, daß ich Kolikanfänge/Bauchweh (wo fängt eine Kolik an?) so man sie denn rechtzeitig erkennt erstmal versuche sofort selbst zu behandeln – tritt innerhalb von 10-20 MInuten keine Besserung ein bzw. ist es wenn man es bemerkt schon so schlimm, daß das Pferd liegt, schwitzt oder Kreislaufprobleme hat, dann sofort TA bzw. Klinik – dann ist es schon allerhöchste Eisenbahn.

  • Hijara sagt:

    Vielen Dank für eure Beiträge.Jetzt kann ich mich auf jeden Fall vorsichtshalber eindecken.
    Habe mir auch Gedanken gemacht weshalb bei uns die Koliken so regelmäßig auftauchen. Es sind allerdings meist nur leichte koliken.
    Der Stallbesi bietet an 2x täglich Heu und Pellets zu füttern. Manche Einsteller finden die Pellets zu minderwertig haben aber nur einmal täglich Zeit zum füttern zu kommen. Also bekommen die Pferde abends riesige Portionen an Kraftfutter.
    Dann gibts Pferde die stehen wegen dem Übergewicht nur auf Späne. Die haben von abends um 20.00Uhr bis morgens 7 Uhr nichts zu knappern.
    Oder Einsteller die selber misten und einstreuen und dann kommen Sie 2 Tage nicht an den Stall.
    Unsere Pferde bekommen 3x täglich Kraftfutter, die Boxen sind immer mit frischem Stroh ausgelegt da 2xtäglich gemistet wird und wir haben noch unser eigenes hochwertiges Heu das wir zufüttern.
    gute Vorraussetzungen also. Aber natürlich ist eine Kolik immer drin. Und so will ich trotzdem für den Notfall gerüstet sein.
    Ich selbst habe 2 Koliken miterlebt. Das eine Mal wars eine ganz leicht Kolik. Unser Großer hat nach dem Ausritt kein Leckerli genommen und sein Futter nicht angeschaut. Das hat mich so verunsichert dass ich sofort die TA rief.
    Der hatte blasse Schleimhäute. Und wohl eine Kreislaufbedingte Kolik wegen dem Wetterwechsel.
    Dann hat mein altes RB-Pferd mal eine Kolik, davon haben wir viel zu spät erfahren. Da hat der BEsi auch mal abwarten wollen und das Pferd in Bewegung gehalten, so wie es üblich ist. Die Kolik wurde immer schlimmer. Dann hats Zeit gedauert bis der TA kam, der Hänger organisiert war und die Klinik war auch nicht um die Ecke.
    Er hatte ein angeborenes Loch im Zwerchfell und da hat sich der Darm eingeklemmt und es war schon ein Teil abgestorben. Das Pferd wurde 2x operiert, hat 3000€ gekostet und musste dann eingeschläfert werden.
    Als das 2. Pferd des Besis kurz danach schwer erkrankt ist hat das Geld nicht mehr für die OP gereicht. Gut, vielleicht wars auch in dem Fall besser so.
    Deshalb rufe ich auch lieber zu früh wie einmal zu spät den TA.
    Lieben Dank für eure Beiträge die mir gut geholfen haben!

  • elpaso sagt:

    …wie handhabt man denn das Colosan so? Kann da jeder die richtige(??) Dosierung problemlos ableiten??? Ich habs jetzt nicht gegoogelt, aber es macht ja den „idiotensicheren Anschein eines Cortisonsprays beim Asthmanfall“…

    Glücklichweise hatte ich bei mir im Stall noch keinen Koliker *klopfaufholz*. Daher käme mir auch im Traum nicht die Idee, da mal zu „probieren“ und auf „Anfängerglück“ zu hoffen. Wofür gibt es da Spezialisten? Im Zweifelsfall ist doch ein schnell „umsonst“ angerufener TA nebst Rechnung unbeschreiblich viel besser als ein womöglich todkrankes Pferd auf dem Weg zur OP- wenn denn die überhaupt noch aussichtsreich ist/geht. Vom Leid für Tier und Mensch gar nicht mal zu sprechen.

  • EddieTB EddieTB sagt:

    Colosan.

    Ein aufgeladenes Handy mit der TA Nummer.

    Einen „griffbereiten“ Pferdeanhänger mit Zugfahrzeug.

    Und man sollte sein Pferd gut kennen.

    Meine Stute hat nur ein wenig gescharrt und hatte einen „sorgenvollen“ Gesichtsausdruck – man konnte ihr am Gesicht ablesen, das es ihr miserabel geht. Statt Colosan habe ich sofort den TA angerufen, Buscopan und Nasenschlundsonde brachten nix, also ab in die Klinik.

    Und just an diesem Tag war unser Anhänger nicht am Stall, sondern zu Hause, weil er am nächsten Tag zum TÜV sollte. :doh:

    Also schnell Vaddern angerufen und der ist mit fliegenden Fahnen und dem Anhänger ab zum Stall, Pferd aufgeladen und ab in die Klinik.

    Es war eine heftige Gaskolik im Dickdarm, der TA hat sogar gedacht, daß wir um die OP nicht herumkommen.

    Mein Vater war zwar schnell da, aber ich habe mir das geschworen, daß der Anhänger am Stall bleibt, damit man im Fall des Falles sofort losfahren kann.

  • Mumpitz sagt:

    Colosan ist eine Komposition aus diversen Kräutern (riecht sehr stark und schmeckt nicht) zum Eingeben. Außer es „in den falschen Hals“ zu füllen, kann man damit eigentlich nichts falsch machen. Standard-Dosis 20ml pro Pferd. Hat sich gut bewährt vor allem bei beginnender Krampfkolik (Wetter) und zur Nachbehandlung. Ich habe immer eine Flasche im Stall stehen, traue mir allerdings auch zu, zu beurteilen, ob’s reicht, oder ich Spritzen oder in die Klinik fahren muss 😉 Seit es im Stall liegt, hatte keines meiner Pferde eine Kolik! *schnellaufholzklopf*

  • St. Lucia sagt:

    Aus aktuellem Anlass hole ich das hier mal hoch!

    Vorgestern hatte Hada eine leichte Kolik, bzw. die Vorzeichen dazu.

    Sie kam zwar, wie üblich, zum Haus, um ihre tägliche Leckerchen Ration abzuholen, fraß die Banane aber nur mit Widerwillen. Als ich Hada dann kurz darauf liegen sah, war mir klar: die hat eine Kolik!

    Ich bin sofort zu ihr hin und habe sie aufstehen lassen. Puls war nicht erhöht, auch keine Anzeichen, dass sie schwitzt. Auch gegen den Bauch hat sie nicht geschlagen. Darmgeräusche waren auch noch vorhanden. Zunächst wollte ich den TA anrufen. Aber irgendwie merkte ich dann ziemlich schnell, dass es hierbei um keine schlimme Kolik handeln konnte, sondern dass sie wohl mehr „Bauchweh“ als Kolik hatte. Geäppelt hatte sie wohl auch noch kurz zuvor.

    Also haben wir Hada bis spät nachts stündlich beobachtet. Sie hatte sich noch kurz nach dem ersten Wälzen ein zweites mal gewälzt, danach nicht mehr. Ansonsten waren aber keine Anzeichen mehr vorhanden. Natürlich hat sie kein Futter erhalten. Fressen wollte sich aber nach ca. 1 Stunde schon wieder, aber das habe ich natürlich nicht zugelassen.

    Ich gehe mal davon aus, dass ich hierhin nicht innerhalb von zwei Stunden einen TA bekomme. Was für Verhaltensregeln haltet ihr bei den ersten Anzeichen einer Kolik ein? Ich will mir Busopan und Colosan besorgen, Klisstire habe ich ab Juni auch hier. Ich bin was Krankheiten angeht, bei den Pferden ja ziemlich unbedarft. Meine sehen den TA eigentlich nur zum impfen(auf Holz klopf)

    Gruß

    Christine

    PS Silke, hatte Anchy nicht auch eine Kolik als sie so im 6. bis 7. Monat war? Muss mir Deinen Fred noch einmal durchlesen!

  • anchy anchy sagt:

    Anchy war im 4. Monat als sie eine Dickdarmdrehung bekam. Man sah ihr auch NICHTS an, von null auf jetzt wurde es höchst dramatisch. Sie blieb einige Male stehen beim Laufen und brach dann zusammen 🙁
    Wenn mehrere Stunden auf einen TA hätte warten müssen wäre sie nicht mehr :no: Der hatte nur eine Aufgabe vor Ort, das Pferd transportfähig für die Klinik zu machen.

    Ich warte keine Stunde ab. Hat die eine Kolik gibt es nur den einen Weg und der führt in die Klinik. Wenn nichts ist, umso besser, aber am sichersten ist sie dann dort aufgehoben.
    Hätte ich damals auch nur 2 Stunden gewartet wäre der Darm geplatzt :no: So passiert bei meiner Freundin, deren Pferd nach der Behandlung vor Ort normales Verhalten zeigte.und man sich in Absprache mit dem TA auf Abwarten einigte. Leider war das ein Fehler, das Pferd ist tot.

    Liebe Grüße und Gute Besserung an Hada

  • wurm wurm sagt:

    Ich habe , einen Hänger ( haben wir extra gekauft, wegen dem Umzug, vorher waren andere am Hof ) Buscopan, Nux Vomika, und eigentlich Parafinöl.( muss mal neues besorgen)

    Wir hatte ja letztens ganz leichte ( vielleicht auch nur Bauchaua), kein Schwitzen, halt nur krampfiges Stehen ….ich rufe immer sofort den TA.Ich möchte nicht warten, bis es schlimer wird. Das war jetzt, wo es so warm geworden ist, erst ein Pferd, am nächsten tag das nächste Pferd. Beide waren sofort nach einer Spritze wieder fit-ausserdem habe ich auf Anraten des TA, gleich noch mal entwurmt. :nix: war erst knapp 9 Wochen her, normal entwurme ich alle 3 Monate…jedenfalls ist seitdem nichts gewesen.

  • Vamos sagt:

    Diana schrieb was von Magenbitter.Wieviel soll/darf man denn davon geben?

    Bei uns läuft das so: Pflegepersonal informiert SB. SB rief mich an. Ich sofort TA angerufen und zum Stall gedüst. 5 Minuten später kam die Tierärztin.

    Bisher toi toi toi nur einmal passiert und ´ne Buscopan hat gereicht. Dafür war´s Sonntag früh um sieben. :gähn:

  • maurits sagt:

    wenn ich hier einen Koliker habe, rufe ich den Tierarzt.
    Dieser entscheidet, was zu tun ist, meist behandelt er an, und wir telefonieren zwei Stunden später noch mal, ggfs. kommt er wieder und behandelt weiter, er ist aber einer der Vertreter, die schnell in die Klinik überweisen.

    ich rufe den TA immer wenn ein Pferd Auffälligkeiten zeigt, die Art der Schmerzäusserung sagt nämlich nichts über den Schweregrad der Kolik aus.
    Wenn einer ungewöhnlich lange liegt, nicht aufsteht, zum Beispiel. Diese Pferde hatten dann bei genauer Untersuchung immer Bauchsymptome.

    Die schwersten Koliken habe ich bei zwei Pferden erlebt, die kaum Schmerzäusserung zeigten. Falke stand ganz ruhig und zog nur leicht den Bauch hoch, und hatte eine schwerere Kolik, der TA kam damals nachts drei Mal. Morgens um 5 war es dann besser.

    Letztes Jahr hatte die Tami eine Dickdarmverlagerung. Sie hatte noch normal gefressen, und stand dann abends vollkommen apathisch in der Ecke und reagierte nicht mehr. Sonst sah man nichts. Sie war wie unter Schock. Der TA kam dann, gab ihr Medikamente, fühlte schon rektal, dass da etwas nicht stimmt, und sagte bereits, wir sollten uns damit befassen, nachts noch zur Klinik zu fahren, er wollte das beobachten, beim zweiten Tierarztbesuch schickte er uns dann los. Sie musste vier Tage bleiben und sie konnte ohne OP gerettet werden, aber es ging ihr schlecht.

    Ich mache keine Experimente mit Kolikern und ich warte auch nicht lange ab.

    lg
    maurits

  • St. Lucia sagt:

    Wie unterscheidet Ihr denn eine Kolik von Bauchweh? Ist es nicht so, dass ein Pferd bei einer Kolik keine Darmgeräusche mehr hat und auch keinen Kot absetzen kann?

    Ich bin da ja total unbedarft, da meine Pferde nie krank waren (nochmals auf Holz klopf).

    Ich bin mir absolut sicher, dass z.B. Hadas Verhalten in einem normalen Reitstall den SB niemals auf den Plan gerufen hätte. Und der Besitzer ist ja normalerweise auch nicht 24 Stunden beim Pferd. Es war wirklich mehr oder weniger Zufall, dass wir Hadas Probleme bemerkt haben (auf dem Paddock z.B. liegen die öfter, da wäre ich wohl gar nicht gucken gegangen).

    Ihr geht es übrigens wieder gut und es ist absolut nichts mehr zu bemerken…

    Gruß

    Christine

  • Fluppel sagt:

    Ich kenne bei meinen Pferden kein „Bauchweh“. Vielleicht sind sie nach der Weide mal bisschen „aufgegast“, dann wird furzend über den Paddock gebuckelt und fertig. Weder Kotwasser noch sonstige Verdauungs-Anomalien kenne ich von meinen Pferden und auch kein Bauchweh als Abgrenzung zur Kolik kenne ich nicht. Kolik hatten wir bei der Großen einmal eine auf ein Medikament und einmal eine Kreislaufkolik. Beide Male war dem Pferd überdeutlich anzumerken dass was nicht stimmt und es wurde entsprechend sofort der TA gerufen, bei der Kreislaufkolik nachts um 4. Und das war auch richtig so.

    Eine Einstellerstute gefiel mir letzten Sommer nicht, fras für ihre Verhältnisse wenig und langsam, war ungewöhnlich müde und aufgegast, die bekam Colosan mehrmals verabreicht und Maulkorb (Besi wollte noch keinen TA rufen) und kurze Zeit später ging es ihr wieder gut. Wäre es mein Pferd gewesen, hätte ich vielleicht den TA gerufen, aber bei dieser Stute war diese Problematik bekannt.

  • Fluppel sagt:

    Ach ja, also Colosan (versiegelte Flasche) und Maulkorb haben wir hier immer im Stall für einen Notfall. Bei der Heu- und Strohqualität sind wir höchst penibel, genauso beim Anweiden etc. Ich denke sonderlich mehr kann man nicht machen. Im Fall der Fälle muss eben der TA anrücken.

  • GidranX GidranX sagt:

    Meine hatte im August KEINERLEI sichtbaren Anzeichen einer Kolik! Da ich durch die Lungengeschichte aber jeden Abend Temperatur gemessen habe, hatte ich den TA gerufen weil sie 38,5 hatte, statt der gewöhnlichen 37,7-38,2. Der behandelte sie dann, musste aber nachts um halb eins nochmal kommen, und am nächsten Tag wurde dann mit Nasen-Schlund-Sonde jede Menge Wasser in sie reingekippt.. 8o Ich denke das ich durch das Fiebermessen frühzeitig den TA rufen konnte – wie gesagt, angezeigt hatte sie nichts. Aber da es in der Nacht trotz Behandlung schlimmer wurde, denke ich wäre sie vielleicht elendig über Nacht gestorben, weil es niemand bemerkt hätte. :S

  • yeti sagt:

    ich halte das wie maurits – bei kolikern gibts bei mir keine experimente. wenn ein pferd kolikt, wird der ta gerufen. auch wenn man ihn mal umsonst ruft; ich hab durch mein schimmelpony einfach schon zuviele koliken erlebt, da wird nicht mehr rumprobiert.

    das schimmelpony hatte anfang des jahres eine schwere kolik, da war mir sofort beim ersten hinschauen klar, dass es ihm ziemlich dreckig ging. wir kamen morgens zum füttern und das pony saß (!!) in seiner zerwühlten box und rührte sich nicht.
    in dieser position verbrachte er dann auch die stunde bis der ta endlich da war.
    ich neige inzwischen dazu, ihn einfach machen zu lassen was er will – wenn er liegen oder sitzen will, soll er das tun, wenn er laufen will, wird er auch das tun.
    ta konnte auf anhieb (hinten reinfassen, abhorchen etc) nicht viel erkennen. auf die krampflösende spritze reagierte er null – wobei ich schon vor der spritze fragte, ob wir nicht lieber gleich in die klinik fahren sollen. das haben wir dann kurz darauf auch gemacht, weil so gar keine reaktion auf die spritze kam.
    in der klinik stellten sie dann ziemlich schnell ne darmverschlingung fest und bei der op auch noch ne dickdarmverlagerung (deshalb auch das sitzen – das war einfach die position, die am erträglichsten für ihn war).
    es war übrigens schon die zweite kolikop in seinem leben. ich dachte ja, eine reicht für ein pferdeleben, aber naja… die koliken zähle ich schon gar nicht mehr mit, wobei er vor der kolik im januar seit 3 jahren keine mehr hatte.

  • Fluppel sagt:

    Aber da es in der Nacht trotz Behandlung schlimmer wurde, denke ich wäre sie vielleicht elendig über Nacht gestorben, weil es niemand bemerkt hätte.

    Sowas ist auch meine Horrorvorstelllung. Als es damals meiner Großen so schlecht ging, stand sie kilometer entfernt im Pensionsstall. Ich hatte tierisch Glück, dass in dieser Woche die Stallhilfe Frühschicht in ihrem normalen Job hatte und somit bereits um 3-4 Uhr morgens mistete und mein Pferd völlig verschwitzt und verkrampft fand. Hätte sie in dieser Woche Spätdienst gehabt und somit erst morgens um 9-10 gemistet, hätte das ganz böse ausgehen können…

    es war übrigens schon die zweite kolikop in seinem leben. ich dachte ja, eine reicht für ein pferdeleben, aber naja… die koliken zähle ich schon gar nicht mehr mit, wobei er vor der kolik im januar seit 3 jahren keine mehr hatte.

    Ich behaupte, dass ich viel aushalte. Aber so ein latenter Koliker – das würde mich kaputt machen. Da hat man doch keine ruhige Minute und keinen entspannten Urlaub mehr, oder? Und bei jedem kleinsten Wetterumschwung fängt man das Bibbern an? Gott, musst du gute Nerven haben. :bravo: :hug:

  • St. Lucia sagt:

    Meine hatte im August KEINERLEI sichtbaren Anzeichen einer Kolik! Da ich durch die Lungengeschichte aber jeden Abend Temperatur gemessen habe, hatte ich den TA gerufen weil sie 38,5 hatte, statt der gewöhnlichen 37,7-38,2. Der behandelte sie dann, musste aber nachts um halb eins nochmal kommen, und am nächsten Tag wurde dann mit Nasen-Schlund-Sonde jede Menge Wasser in sie reingekippt.. 8o Ich denke das ich durch das Fiebermessen frühzeitig den TA rufen konnte – wie gesagt, angezeigt hatte sie nichts. Aber da es in der Nacht trotz Behandlung schlimmer wurde, denke ich wäre sie vielleicht elendig über Nacht gestorben, weil es niemand bemerkt hätte. :S

    Das vermute ich halt auch: als normaler Einstaller in einer Box liegend hätte niemand Hadas Probleme bemerkt.

    Ich habe bei uns im Stall mal merkwürdige Geräusche gehört und andere Einstaller gefragt, was das sei. Hat aber irgendwie niemanden interessiert und so bin ich der Ursache nachgegangen: Ein Pferd lag in der Box fest und so verschwitzt wie es war, vermutlich schon länger. Der SB war oben in seiner Wohnung (was ihm ja auch zusteht). Aber entsetzt hat mich die Reaktion der anderen Einstaller – nämlich null.

    Nachdem ich mich jetzt gerade auf den diveren TA Seiten im Netz schlau gemacht habe, vermute ich, dass Hada eine Gaskolik hatte. Sie hat ja auch schon ein ganz schönes Bäuchlein und ich als Laie kann mir vorstellen, das sich da solche Sachen wohl auch eher bemerkbar machen.

    Was mich halt gewundert hat ist, dass Hada zuvor noch geäppelt hat. Da sie aber beim führen (und da ging sie willig mit und sie stand ja auch relativ zügig auf, als ich mit dem Halfter kam) einige Male Luft abgelassen hat, liegt die Vermutung nahe, dass es eine Gaskolik war. Zumal sich ihr Zustand ja auch sehr schnell gebessert hat und sie kurz danach schon wieder fressen wollte.

    Trotzdem werde ich mir jetzt mal rein zur Vorsorge Buscopan und Colosan besorgen.

    Gruß

    Christine

  • St. Lucia sagt:

    Ab wann hat denn ein Pferd eine Kolik?
    Wenn man zum Füttern in den Stall kommt, das Pferd liegt, nur widerwillig aufsteht und dann nicht fressen will?

    Das ist für mich noch keine Kolik und wir rufen noch keinen Tierarzt!

    Dann gibt es einen Magenbitter (im Moment haben wir auch Colosan da), das Pferd wird eine Runde um den Block geführt und dann beobachtet.
    In der Regel ist es anschließend wieder in Ordnung.
    Sollte das Pferd anschließend aber anfangen zu scharren, ständig sich wälzen zu wollen und zu schwitzen, dann rufen wir den Doc.

    Genau so ging es wohl Hada. Die stand ja noch nicht einmal verkrampft da. Auffällig war nur, dass sie halt die Banane verschmäht hat bzw. überredet werden musste, diese zu fressen und kurz danach auf der Weide lag. Beim Führen kam dann Luft und gut war (obwohl ich sie danach noch studenlang beobachtet habe und nacht mit Taschenlampe fast stündlich aufs Paddock bin).

    Was für ein Magenbitter gibst Du denn in solchen Fällen? Da reicht doch auch Colosan, oder?

    Gruß

    Christine

  • yeti sagt:

    @Fluppel:
    die ersten jahre wo er mir gehört hat (er war ursprünglich mein pflegepony bevor ich ihn vor 8 jahren geschenkt bekam), war ich oft unruhig und bin lieber einmal mehr zum pferd gefahren. inzwischen sehe ich das einfach so – wenns passiert, dann passierts. und wenn es nachts passiert, wo keiner da ist, dann soll das wohl so sein.
    im prinzip achte ich durch ihn sehr auf eine artgerechte haltung meiner pferde – ausreichend rauhfutterangebot, immer wasser zur verfügung und eine möglichkeit sich irgendwo unterzustellen, wenns mistwetter gibt. ich weiß, das sollten selbstverständlichkeiten sein, sind es aber eben nicht überall. außerdem haben meine ponys wegen ihm jeder ne eigene regen/winterdecke; er verträgt nämlich keine nässe und wegen der gleichberechtigung haben alle andern ponys nach und nach auch eine decke bekommen… 8)
    seit ich ganz allein für die versorgung meiner pferde zuständig bin, hatte er jedenfalls keine kolik mehr – bis jetzt. vorher waren die häufiger.

    aufs wetter reagiert er übrigens überhaupt nicht.
    meistens ließ sich irgendeine ursache für seine koliken finden – mal war es falsches futter (spaziergänger hatten was übern koppelzaun geworfen), mal stress durch einen stallwechsel. naja, und ne darmverschlingung kann halt immer passieren, egal wie man alles andere anpasst.

    die einzigen beiden male, wo ich wirklich erwartet hab, dass er ne kolik bekommt, war als er nachts ausgebrochen ist und einen halben 90-L-bottich voll eingeweichtem brot leergefressen hat (das war eigentlich für die schweine vom sb gedacht) – plus diverse futtereimer von andern pferden geleert sowie hafer und melasse in unbekannter menge gefressen.
    da hat er weder ne kolik noch sonst irgendwas anderes bekommen. versteh einer dieses pferd. aber ich hab erst nach 3 tagen aufgeatmet.

    auf colosan spricht mein pony übrigens überhaupt nicht an.
    das einzige was mal eine zeitlang zu vorbeugungszwecken wirklich geholfen hat, war nux vomica.

  • yeti sagt:

    @St. Lucia – nur weil ein pferd äpfelt, heißt das nicht, dass es keine kolik hat. wenn der darm erst ab einer bestimmten stelle „zu“/verkrampft/aufgegast ist, kann es schon vorkommen, dass er sich bis zu dieser stelle eben noch entleert, soweit das eben noch funktioniert. das kann sein, muss aber nicht. mal so laienhaft erklärt.

  • anchy anchy sagt:

    Wie unterscheidet Ihr denn eine Kolik von Bauchweh? Ist es nicht so, dass ein Pferd bei einer Kolik keine Darmgeräusche mehr hat und auch keinen Kot absetzen kann?

    Bauchweh ist nur die mildere Form einer Kolik, die sich akut steigern kann. Sobald mein Pferd Anzeichen von Onwohlsein zeigt, die auf Bauch hindeuten bin ich am Telefon. Ich mach da nichts über Buscopan, weil die Symptome einfach nicht verläßlich sind, auch nicht die, die vermeintlich eine Besserung zeigen.

    Darmgeräusche hatte meine auch und gekackt hat die ständig. Das sind alles keine sicheren Indize und machen die Kolik so unberechenbar.

    Anchy

  • Hijara sagt:

    Den Thread habe ja ich ins Leben gerufen, und wusste gar nichts mehr davon.
    :red: Alzi lässt grüssen.
    Ich habe (als einziges) einen Hänger da stehen, der glaub irgendwie den ganzen Stall beruhigt und Colosan und Buscopan im Schrank.
    Es ist nicht mein erstes Colosan. Sondern ich habe es schon 3 mal bei Koliken im Stall ausgeliehen und dann wieder eine neue Packung zurückbekommen 🙂
    Ein Pferd hatte mal eine Kolik, ganz offensichtlich, und ich habe das Colosan angeboten.
    Die Pferdebesi hat mich daraufhin rundgemacht wie ich ihr zur Selbstbehandlung raten könnte, eine Kolik darf nur der TA behandeln. Sie hat den TA geholt, der hat über fast zwei Stunde gebraucht und die Kolik hat an Stärke immer mehr zugenommen.
    Es war eine Blähungskolik und der TA hat ihr geraten für das nächste Mal Colosan in den Schrank zu legen und das zu verabreichen bis er vor Ort ist. Danach war ich dann doch etwas schadenfreudig 😀

    Würde die Haferschlingerin die Banane verschmähen würde ich mir auch Gedanken machen aber noch keinen TA holen.
    Da würde ich nach Colosan auch erst einmal gemütlich loslaufen. Buckeln in der Halle tut ihr auch gut bei Blähbauch.

  • schwarztier schwarztier sagt:

    Meine einzige Vorsorge: Nummer vom TA parat haben. (ok und Colosan)

    Mein alter Wallach war Koliker. Das war kein Spaß, weil man bei einer Kolik nie weiß, wie weit es die mal geht. Eine Kolik, die scheinbar harmlos begann endete in der Klinik mit 50/50 Chance.

    Wenn man sein Pferd sehr gut kennt, kann man bei den ersten leisen Anzeichen noch eine festgelegte Zeitspanne warten ob es wieder mit Hausmitteln wird. Aber wenn man nicht weiß, wann die Koliksymptome begonnen haben, dann sofort TA!

  • Andrea S sagt:

    Was ich für eine evtl. Kolik benötige?
    Die Telefonnummern (Praxis udn Handy) meines TAs! Und die weiß ich auswendig.

    Ansonsten.. Halfter und Strick zum strammen Schritt gehen bis der TA kommt und ggfs. ne Decke, um das Pony für den Marsch an der frischen Luft einzudecken falls es geschwitzt hat.

    Und ob leichtes Unwohlsein oder Kolik oder oder oder….
    Ich kenne meine Pferde sehr genau und auf den leisesten Verdacht eines gesundheitlichen Problems hin, rufe ich den TA.
    Lieber ein- bis zwanzigmal zuviel als einmal zu wenig!
    Und wenn ihm das nicht passen würde…. es gibt auch andere TAs die Geld verdienen wollen und müssen, die bekommen das nämlich bezahlt!

    Ich hatte es einmal, dass ein TA sagte „die hat doch nichts, die schaut doch fit aus“
    Ich sagte nur…“abhören und untersuchen bitte 👿 „.
    Sein Augendrehen wich fix einem roten Kopf, als er abhörte und den Darm abtastete!!!
    Auf seine Frage, woran ich das gemerkt habe, kam nur ein „sie hat komisch geguckt“.
    Ich erkenne meine Schweinchen, respektive Ponys nämlich nicht nur am Gang, sondern auch am Blick und an den Äppeln 😛

  • ambra sagt:

    Wenn ich das so lese, bin ich ja Gottfroh, dass Ambra so absolut unkompliziert und Darmrobust ist. Klar bläht sie mal auf, aber nach 3 wilden Runden Gerenne ist das Rausgepupert.

    Wir hatten in den 10 Jahren noch keine einzige Kolik, überhaupt haben wir am Stall in 8 Jahren nur 3 Koliken (zwei Stresskoliken und eine Gas). Meine SB füttert aber auch absolut hochwertiges Heu, beim kleinsten Verdacht schmeisst sie lieber komplette Rundballen weg als die zu verfüttern und sie füttert einfach unglaubliche Mengen Heu.
    Ich klopf mal auf meinen Tisch hier, damit das Thema Kolik auch in Zukunft für mich nicht auftaucht…

    Ein Koliker würde mich (glaube ich) an den nervlichen Ruin bringen…

    Selbst über ein Kilo unaufgequollene Heucobs, welche Ambra von einem gutwollenden Kind verabreicht wurden (weil die guckte so hungrig und da griff das kleine Mädchen in die „Leckerli-Tonne“) haben keinen Schaden angerichtet.

    LG

    Sabine

  • sweltsje sweltsje sagt:

    Als ich mich entschloss meine Pferde am Haus zu halten, war mein dringender Wunsch, dass ein Hänger und Zugfahrzeug vor Ort ist. Ganz gleich hats nicht geklappt, aber ich hatte dann einen Deal mit Nachbarn, dass ich dort im Notfall auch nachts ein Gespann hätte ausleihen können. Heute hab ich alles nötige vor Ort.

    Mein erstes Pferd ist an Kolik gestorben, war schon in seeehr schlechtem Zustand als der SB im Pensionsstall ihn morgens fand, und diese Geschichte hat mich jahrelang verfolgt. 🙁 :seufz:

    Die Stute, die ich danach hatte, hatte mal ne Zeitlang regelmäßig Koliken um den Eisprung rum, das war ne hormonelle Problematik und das war total blöd, weil eben futterunabhängig und bis wir raus hatten, woher es kommt, war es einige Monate sehr anstrengend. Auch mal mit nachts noch schnell zur Klinik fahren und so. Bei ihr war es so, dass man ihr eigentlich nichts anmerkte, da sie eben gefressen hat. Sie war nur ruhiger als sonst. Schmerzen hatte sie aber wohl ganz schlimm, und irgendwann wars ne Krampfkolik aufgrund der Schmerzen. Da passierte mir ein paar mal das da:

    Ich hatte es einmal, dass ein TA sagte „die hat doch nichts, die schaut doch fit aus“
    Ich sagte nur…“abhören und untersuchen bitte 👿 „.
    Sein Augendrehen wich fix einem roten Kopf, als er abhörte und den Darm abtastete!!!
    Auf seine Frage, woran ich das gemerkt habe, kam nur ein „sie hat komisch geguckt“.
    Ich erkenne meine Schweinchen, respektive Ponys nämlich nicht nur am Gang, sondern auch am Blick und an den Äppeln 😛

    Ich bin heute froh, mein Pferd zuhause zu haben, und eben genau das „komisch gucken“ ganz schnell zu bemerken, wenn mal was ist. Wenn man sie selbst versorgt, bemerkt man es vielleicht genau die lebensrettende Stunde früher, als im Pensionsstall. Bin da ein gebranntes Kind nach dem Tod meines Hauke. Er hat nachts die Box demontiert vor Schmerzen, wäre das zuhause gewesen, hätte ich ihn gehört und vielleicht retten können. ;( :seufz:

  • Gandi Gandi sagt:

    Was ich für eine evtl. Kolik benötige?
    Die Telefonnummern (Praxis udn Handy) meines TAs!

    :ja:

    Ansonsten.. Halfter und Strick zum strammen Schritt gehen bis der TA kommt und ggfs. ne Decke, um das Pony für den Marsch an der frischen Luft einzudecken falls es geschwitzt hat.

    Bei uns im Stall ist ein Pferd, dass hatte jetzt innerhalb 6 Wochen 2 Koliken (Gaskolik). Der DARF nicht geführt werden. Der legt sich hin und die Besi weiß dann gleich was los ist und ruft den TA. Der ist dann vom Blutdruck her total unten.
    Hab ich vorher auch noch nie gehört :nix:

    Lieber ein- bis zwanzigmal zuviel als einmal zu wenig!

    Genau so ist es :thumbsup:

  • Sonna sagt:

    Telefonnummern von div. Tierärzten habe ich sowieso immer griffbereit, auch haben wir im Stall einen Aushang mit div. Nummern von den umliegenden Tierkliniken. Seitdem ich letztes Jahr meine erste Kolik-Erfahrung machen mußte (Gott sei Dank nicht bei meinem eigenen Pferd) hab ich zumindest Nux Vomica immer im Stall liegen um es bei den ersten Anzeigen schon mal geben zu können. Allerdings würde ich auch nie abwarten sondern immer direkt den Doc rufen.

    LG

    Sonna

  • Watson Watson sagt:

    Nux Vomica

    Meint ihr damit die Globuli in C30??? ?(

  • Sonna sagt:

    @Watson

    Ich hab Globulis in D6 und D12.

    D12 liegt im Stall und D6 nehm ich grad selber gegen meinen Fliesschnupfen 😉

  • Watson Watson sagt:

    :denk: muss mal kucken, welche Potenz ich im Stall liegen hab. Die bekommt meiner eben wegen Dauerkotwasser

  • Andrea S sagt:

    Der DARF nicht geführt werden. Der legt sich hin

    Ich hatte in den ganzen Jharen zum Glück erst 3 Koliken! Das sind schon 3 zuviel aber waren wohl nicht vermeidbar :nix:
    Die 3 standen und waren „noch“ guter Dinge.
    Würden die Ponys sich weigern zu laufen und sich hinlegen, würde ich sie lassen!
    Laufen sie mit, gehts strammen Schrittes vorwärts.

    Mal by the way, führt jemand von den Selbstversorgern ein Stallbuch?
    kann ich nur empfehlen! :ja:

  • Gandi Gandi sagt:

    Der DARF nicht geführt werden. Der legt sich hin

    Ich hatte in den ganzen Jharen zum Glück erst 3 Koliken! Das sind schon 3 zuviel aber waren wohl nicht vermeidbar :nix:
    Die 3 standen und waren „noch“ guter Dinge.
    Würden die Ponys sich weigern zu laufen und sich hinlegen, würde ich sie lassen!
    Laufen sie mit, gehts strammen Schrittes vorwärts.

    Mal by the way, führt jemand von den Selbstversorgern ein Stallbuch?
    kann ich nur empfehlen! :ja:

    Nicht das es jetzt falsch verstanden wurde. Der von mir angesprochene Wallach darf nicht geführt werden (lt. Besi), weil dem sein Kreislauf wohl sonst zusammensackt. Sie lässt ihn liegen und holt eben umgehend den TA.
    ich kenn das auch so, dass bei Kolik geführt wird. Und wenn das Pferd sich hinlegen, oder wälzen will, dass man das machen lassen soll.
    Der besagte Wallach ist ein Kopper. Ob die Häufigkeit der Koliken die er hat, damit zusammenhängt, weiß ich nicht :nix:

  • yeti sagt:

    @Andrea S: was genau verstehst du denn unter stallbuch, bzw was schreibst du rein?

  • Donnaluttchen sagt:

    bedauerlicher Weise bin ich ja schon Profi, da meine Dame mich regelmäßig im Frühjahr und Herbst mit entsprechender Symptomatik überrascht…ich habe im Stall Berlosinzäpfchen (wirken ähnlich wie Buscopan) und Colosan. Bei den ersten Anzeichen wird nicht lange gefackelt… das ist auch mit meiner TA abgesprochen….Zäpfchen rein, reisefertig machen und ab geht es zur Klinik…meine Motte braucht meist immer ne Infusion, weil sie bei Unwohlsein schon nicht mehr trinkt und der Wassermangel dann den Kreislauf und die Symptomatik verschärfen…zweimal war ich so flott, dass glaube ich das Hängerfahren und die Aufregung schon ausgereicht haben um den Kreislauf in fahrt zu bekommen und ich konnte sie nach 2 Tagen aus der Klinik abholen…leider muss ich damit wohl leben….wir haben schon alles Mögliche gemacht und untersucht….

  • ambra sagt:

    mein alter Tierarzt befahl mir mal bei schlechtem Kreislauf Ambra eine 50ml Spritze mit hochprozentigem Schnaps zu verabreichen. Ich dachte erst der verkaspert mich, aber es hat tatsächlich geholfen, so wurde Ambra stabil, bis er da war und Zugang gelegt hatte.

    Nur erst mal am Stall an Schnaps kommen… meine Besi konnte mir nur Chantre Cream anbieten 😀 , eine andere Einstallerin hatte aber eine Flasche Korn im Schrank… lt. ihrer Aussage für Koliken und Kreislaufschwächen. Auf meine Nachfrage hin, auch für pferdische und menschliche Kreislaufschwächen.

    Hat das auch schon mal einer gemacht oder gehört?

  • Gandi Gandi sagt:

    mein alter Tierarzt befahl mir mal bei schlechtem Kreislauf Ambra eine 50ml Spritze mit hochprozentigem Schnaps zu verabreichen. Ich dachte erst der verkaspert mich, aber es hat tatsächlich geholfen, so wurde Ambra stabil, bis er da war und Zugang gelegt hatte.

    Nur erst mal am Stall an Schnaps kommen… meine Besi konnte mir nur Chantre Cream anbieten 😀 , eine andere Einstallerin hatte aber eine Flasche Korn im Schrank… lt. ihrer Aussage für Koliken und Kreislaufschwächen. Auf meine Nachfrage hin, auch für pferdische und menschliche Kreislaufschwächen.

    Hat das auch schon mal einer gemacht oder gehört?

    8o 8o jetzt kommt hier damit auch noch jemand…unser SB hat bei der letzten Kolik von dem von mir erwähnten Wallach das mit dem Schnaps gesagt. Ausgemacht wurde dann, dass es bei der nächsten Kolik mal getestet wird….
    Danach kann ich dann berichten, ob es bei dem dann auch geholfen hat.

  • maurits sagt:

    ich kenne das aus meiner Jugend. Also nicht selbst gemacht, aber ich erlebte das.
    Dort, wo ich mein Pony stehen hatte, an dem Hof, kam ein alter Tierarzt, der bei Kolikern immer sagte „Bauer, hast Du mal ne Flasche Weinbrand, aber nen guten bitte“.
    Dann kam der Bauer mit der Weinbrandflasche raus, der Tierarzt nahm erst einen guten Schluck selbst und gab den Rest ins Pferd. :drink:

    Für meinen Teil ist mir unser alkoholfrei praktizierender Tierarzt aber tausendmal lieber.

    Ausserdem würde ich bei einem Kolikverdacht nicht selbst experimentieren, weder mit Schnaps, noch mit Medikamenten.
    ich hätte zu viel Angst, dass ich da irgendwelche Symptome verschleiere.

    lg
    maurits

  • ambra sagt:

    Ambra hatte damals einen heftigen Spritzenabszess und fieberte extrem hoch. Plötzlich ging der Kreislauf weg und ich rief total panisch den Tierarzt an, Frau Pferd stand nur noch, weil sie an der Boxenwand lehnte…

    Als Dr. T sagte ich solle den Schnaps holen, hab ich erstmal geantwortet, dass es mir gut ginge, dem Pferd ginge es schlecht. Dachte ich doch, der Schnaps solle für mich sein (ich war etwas durch den Wind), erst nach der dritten Wiederholung glaubte ich ihm, ich solle den Hochprozentigen Ambra verabreichen.
    Ok, ich hab mir auch noch nen Schluck genehmigt… 😀

    Wirklich dran geglaubt hatte ich nicht, aber die Atmung regulierte sich und das Krampfen hörte auch auf, das ganze Pferd wurde ruhiger…

    Trotzdem würde ich nicht dazu anraten wild einem Pferd Schnaps zu verabreichen… ich konnte es ja selber kaum glauben…
    :drink:

  • dani209 sagt:

    Die Stute bei uns im Stall hatte ja vor ca. 5 Wochen eine Krampfkolik (auch die erste Kolik die ich generell bei uns im Stall erlebt habe),kenn mich da auch nur theorethisch aus!

    TA gab ihr Spritzen und es ging ihr besser!

    Seitdem hat sie aber arg abgebaut,sehr abgenommen,wir füttern ihr jetzt 2mal wöchentlich Mash ansonsten morgens und abends Kraftfutter+Leinöl sowie 3mal Rauhfutter!(vorher war nur 2mal Rauhfutter und 1mal Kraftfutter)
    Aber sie äpfelt wenig,meistens nur bei Bewegung, vorgestern hat sie mir wieder nicht ganz gefallen!Ich denk es war keine Kolik,aber irgendwas hat gezwickt im Bauch!
    Hab sie dann eine Stunde bewegt und sie danach auf den Paddock gestellt wo sie kein Gras fressen kann!
    Wir haben jetzt auch Collosan gekauft und ihr an dem Tag prophylaktisch gegeben!War dann alles gut!

    Das Dumme ist,der Besi ist etwas schwierig und will OT: „Nichts mehr in sie reinstecken“ Hab schon den grössten Streit deswegen mit ihm gehabt!

    Nun hat er Mais gekauft,dass er ihr dazufüttern will,damit sie wieder zunimmt!
    Ich hab aber sehr große Bedenken,weil ihre Verdauung sowieso etwas träge ist,dass der Mais eher verstopft!1
    Was meint ihr dazu?

  • maurits sagt:

    Wenn Du mich fragst ist das Pferd alles andere als stabil.
    Ich würde da gar nichts gross zufüttern, sondern nur Heu geben, und ggfs Mash, und beobachten.
    Wenn sie so abgebaut hat, kann da was ernsteres dahinterstecken, von einer Krampfkolik baut kein Pferd so ab.

    lg
    maurits

  • Gandi Gandi sagt:

    Kann mich maurits nur anschließen.
    Rauhfutter und das ständig….Mash täglich mit Leinöl. Kraftfutter würde ich weglassen.

  • dani209 sagt:

    Ja das sehe ich auch so!
    Aber vor der Kolik war der TA da und hat ein Blutbild gemacht,war alles o.b.

    Mir macht sie echt auch Sorgen,aber irgendwo sind mir die Hände gebunden,weil der Besi so uneinsichtig ist!Ich hatte letzte Woche solchen Streit mit ihm :no: :no:
    Weltsje hat mir ja den Tip mit Magengeschwür gegeben,aber der Besi kauft kein teures Spezialfutter!
    Wäre ich momentan nicht so knapp bei Kasse(930 Euro Autorechnung ;( ) hätte ich schon längst gekauft was sie mir empfohlen hat!Aber muss nochmal mit meinen Vater sprechen,ob er es übernimmt!

    Ich meine, minimal hat sie zugenommen,aber richtig stabil kommt sie mir auch nicht vor!So ist sie schon fit,galoppiert wie wild über die Koppel,aber irgendwie fehlt ihr doch die Kraft!

    Sie haart auch nicht richtig ab,hat am Bauch noch langes Winterfell,völlig untypisch für sie!

  • dani209 sagt:

    Kann mich maurits nur anschließen.
    Rauhfutter und das ständig….Mash täglich mit Leinöl. Kraftfutter würde ich weglassen.

    Meinst Du täglich Mash? Hatte ich die ersten 2 Wochen gemacht,aber man soll Mash doch nicht über einen längeren Zeitraum täglich füttern?? Würde es ihr gern füttern,aber dachte das wäre nicht gut wegem Calcium-Phosphor Verhältnis???Oder??

  • maurits sagt:

    Meine Idee wäre auch Magengeschwür, oder Würmer, wenn sie nicht abhaart, das ist auch verdächtig. Aber für beides.

    Jeden Abend ein kleines Mash denke ich schadet weniger, als täglich Kraftfutter bei unklarem Magen-Darmzustand.
    Sch…. auf das Ca-Phosphorverhältnis,das ist doch kein Dauerzustand mit dem Mash.

    Ich habe meinem alten magensensiblen Wallach öfter mal zwei Wochen durchgehend Mash gegeben, hat ihm sehr gut getan.

    lg
    mau

  • dani209 sagt:

    Entwurmen will ich sie,wäre jetzt fällig,aber hab Angst wenn sie eh vom AZ schon so reduziert ist,dass ihr die WUrmkur schadet!?

  • Gandi Gandi sagt:

    Ar

    Kann mich maurits nur anschließen.
    Rauhfutter und das ständig….Mash täglich mit Leinöl. Kraftfutter würde ich weglassen.

    Meinst Du täglich Mash? Hatte ich die ersten 2 Wochen gemacht,aber man soll Mash doch nicht über einen längeren Zeitraum täglich füttern?? Würde es ihr gern füttern,aber dachte das wäre nicht gut wegem Calcium-Phosphor Verhältnis???Oder??

    klär das mal mit deinem TA ab.
    Gandalf hat es auch mal 6 Wochen täglich bekommen. War mit dem TA abgesprochen. Ich hab dann halt nciht jeden Tag so viel gemacht, wie wenn er es nur 2 Mal wöchentlich bekommt…

  • maurits sagt:

    Wenn sie Würmer hat, schadet die Wurmkur den Würmern, hat sie keine, dürfte nichts passieren.

    Findest Du auch nur einen Wurm bei ihr, dann muss die WK noch mal wiederholt werden, sprich mal mit dem TA.

    Natürlich besteht die Gefahr dass die Stute bei massivem Befall Probleme bekommt, wenn massenhaft Würmer absterben. Meiner Meinung bekommt sie die aber auch, wenn die Würmer in ihr drin weiterhin Samba tanzen.
    Bitte hole Dir die Zustimmung des Besitzers, da eine Wurmkur zu geben.

    lg
    maurits

  • dani209 sagt:

    Danke Gandi,werde ihn morgen gleich mal anrufen!
    Der Besi ist jetzt total auf Collosan fixiert:Super,brauch man kein TA mehr!!!
    Ich hab ihm erklärt,das sofort bei den ersten Anzeichen der TA gerufen wird so lange das Pferd bei mir im Stall steht!!

  • dani209 sagt:

    Das ist ihm egal,Wurmkur kann ich machen,da kümmert er sich nie drum!

  • ambra sagt:

    Dani glaub mir, solche Typen „kümmern“ sich ruckizucki um etwas, sobald sie das Gefühl haben der andere hätte etwas verbockt und dort könnten sie entstandene Kosten wiederholen… leider!!

    Also vor der Wurmkur würde ich mir auch das Einverständnis einholen. Unter zufällig anwesenden Zeugen oder schriftlich…

  • dani209 sagt:

    JA da hast Du Recht Ambra!
    Aber prinzipiell versteh ich mich sehr gut mit ihm,mein Vater und er sind seit 40 Jahren befreundet,er kennt mich seit ich auf der Welt bin und hat seit 15 Jahren Pferde bei uns eingestellt!

    Ich hab eigentlich bei der Stute auch freie Hand ,aber seit er sie letzte Woche MIT TRENSE auf die Koppel gelassen hat(Zügel zwar einmal um den Hals geschlungen,sie streiften beim Grasen trotzdem auf dem Boden-ein Schritt vor und sie wär drin gehangen) und ich daraufhin so ausgeflippt bin und er mir erklärt hat ,dass es immerhin sein Pferd sei,bin ich etwas vorsichtiger :nix:

    Er hat sich zwar bei mir entschuldigt ,ich mich für meinen Ton auch :blinzel: aber naja…unser Verhältnis bewegt sich grad auf etwas dünnem Eis :bite:
    Er hat halt teilweise so veraltete Ansichten,wie :Kein unnötiges Geld in ein Tier stecken…für soviel Geld kriegt man doch ein neues Pferd…
    Versuch ihm beizubringen,dass man sein Pferd doch liebt,es doch sein Kamerad ist und nicht nur ein Gegenstand…

  • dani209 sagt:

    Sch…. auf das Ca-Phosphorverhältnis,das ist doch kein Dauerzustand mit dem Mash.

    Ok,danke Mau!Das wollte ich hören :ostern:

  • Andrea S sagt:

    @Yeti: Mein Stallbuch ist praktisch eine Art Tagebuch. Dort wird alles rund um haltung, Gesundheit und Versorgung notiert.
    Ich trage dort ein, wann, wie, wer geimpft und entwurmt wurde und womit, medizinische Versorgung und Probleme werden dokumentiert. Aber auch, wenn Pony lahmen sollte, ne Wunde hat o.ä.
    Fütterung, bzw. Futterumstellung oder wenn es was außer der Reihe gibt und was und ich trage ein, wann, wer, wieviel geritten wurde. Ggfs. Verhaltensauffälligkeiten etc. pp.
    Im Prinzip alles rund ums Pferd.
    darin enthalten sind auch Tel.-Nr. von Tierärzten, Kliniken, wer im Notfall wann wie angerufen werden soll usw.

    Das mache ich, um im Notfall genau abchecken zu können, wo evtl. Ursachen für gesundheitliche Veränderungen liegen können und auch für den Fall, dass ich nicht erreichbar bin, meine Pferde Probleme haben und ich keine Auskunft geben kann die aber dringend benötigt wird.

  • Henrika02 sagt:

    Ich hatte gestern anch 3 Jahre die erste Kolik bei bei meiner Stute das kam von jetzt auf gleich. Ich vermiute aber mal das wetter inkl. anweiden als auslöser.
    Vorher noch etwas Bodenarbeit gemacht und nach der Weide regte sie ish tiisch auf bis ihre Tochter und Pony wieder bei ihr waren und fing dann an sich hinzuschmeißen zu sehr viel zu gähnen dabei das

  • vanya sagt:

    mein pferd finesse hat jetzt schon zum 4. mal in einem monat ne kolik gehabt 🙁 und jedesmal wurde sie schlimmer… ich weiß langsam nciht mehr, was ich machen soll. ich versuche dann immer, sie im kreis laufen zu lassen. aber beim letzten mal ist sie einfach nur liegengeblieben und hat gekrampft bis der tierarzt endlich kam. sie schwitzt dabei ja auch immer seihr stark und natürlich bin ich immer da hinterher sie trockenzurubbeln. durch das verkrampfen beim fireren sollen ja auch koliken entstehen.. demnächst sollen untersuchungen folgen, weil das jett so oft war.. jemand mit ähnlichen erfahrungen ?

  • ines sagt:

    fütterung, haltung und arbeitspensum überdenken und ggf korrigieren.
    an magengeschwür denken (!!!)

  • JAusten sagt:

    fütterung, haltung und arbeitspensum überdenken und ggf korrigieren.
    an magengeschwür denken (!!!)

    So sieht es aus. Dennoch kann man die lieben Höppies nicht vor allen Gefahren schützen. Koliken kommen gerne unverhofft und sind nicht zu 100 % vermeidbar.

  • GidranX GidranX sagt:

    jemand mit ähnlichen erfahrungen ?

    Ja. Ich würde mit dem Pferd schnellstens in die Klinik fahren und das näher abklären lassen. Fokus auf den Magen legen.

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