Klette oder: mein Kuh-Experiment

By ines | Pferde bis 4 jahre

Seit ein paar Wochen bereichert eine weitere Kuh unseren Hof: Klette. Die Abstammung und das genaue Alter muss ich erst nachfragen :tuete: … (ist für eine gute Salami entscheidend, für Klettes Aufgabe nicht.)
Klette wird Zugpferd äh Zugkuh.
Ich habe versucht mich im Internet ein wenig schlau zu lesen und habe festgestellt, dass sich die Theorie eigentlich nicht wesentlich von der pferdischen Theorie unterscheidet. Da Kühe aich aber außer Hörnern und Klauen auch sonst noch irgendwie von Pferde unterscheiden ( sie sind eher wie Ponys 😀 ) bin ich gespannt wie weit ich komme.
Klette ist bedingt Halfterführig, sie wurde mit dem Eimer großgezogen. Sie kommt auf der Weide angelaufen, schnuppert, lässt sich an der Nase anfassen, weicht dann aber ruhig zurück. Sie bleibt in meiner Nähe, verhält sich auf der Weide den beiden anderen, deutlich größeren Kühen und den Pferden gegenüber sehr selbstbewusst. (am ersten Tag hat sie ein Pony gecuttet 8| )

hier ein paar Bilder:

Die Drei Mädels vom Grill, wobei der größte Hintern zum Aufstallen tatsächlich auf den Grill geht

grader Rücken, zum reiten ist der nicht gemacht…

das können nur Kühe 🙂

die Müssen für das Stirnjoch noch ordentlich wachsen… such mal ein Vergleichsbild ihrer „Patentante“

Tja Mädels, und das ist in eurem Burger 😉

gruß ines

  • ines sagt:

    das-spanische-pferd.de/pferdeforum/Attachment/39901/ Cleo, 8 jahre alt. Und die Hörner wachsen noch immer 8|

    Leider nur von Stefan Halfterführig – zu stark. Ist aber Kindergarten- und Frauenerprobt: Lässt sich auf der Weide nur von mir rufen und umweiden 😀

  • Akascha sagt:

    :bravo: ach ich finde Kühe so toll, leider kann ich die nun wirklich nicht stellen, sonst hätte ich sicher mind.2 8)

  • kuwi sagt:

    Im „tiefen MIttelalter“ war das gemeine Rindvieh als Reit- und Zugtier viel weiter verbreitet und von jederman zu bedienen – im Gegensatz zum Pferd, das ja in der Regel Fachkräfte zum Handling braucht.
    Auch war die Verletzungsgefahr des Reitrindes ( und des Reiters 😀 ) viel geringer, vor allem auf langen Überlandreisen.
    So gesehen wünsche ich Dir viel Vergnügen bei der Arbeit mit Klette! Normalerweise sollte sich das Einfahren nur als minimal anders als beim Pferd gestalten.
    Als Kopfstück würde ich ebenfalls zu einem Meroth´schen Reithalfter oder ähnlichem raten 😉

    Ich hatte früher auf einem Hof auch schon des öfteren mit Rindern zu tun und eine zeitlang immer mindestens ein junges Beef Natur – Kalb als Hand“pferd“ mit im Gelände, wenn es genügend halfterführig war 😀
    Diese Beef Natur Kälber waren Mischungen aus normalem Fleckvieh und einem Angusstier, die ganzjährig freilebend mind. 8 Monate bei der Mutterkuh mitliefen und dann in Hausschlachtung der Fleischgewinnung zugeführt wurden.
    Bevor ich damit begann die Zwerge halfterführig zu machen wuchsen die wirklich wild auf und das Einfangen und Anbinden am letzten Tag gestaltete sich als immense Streß- und Gefahrenquelle für Mensch und Tier.
    Danach waren die kleinen gezähmten „Wildrinder“ sowas von cool und ruhig, daß sich sogar der Fleischermeister die Grundzüge meiner „Cowmanship“ beibringen ließ :ja: 😀

    Aber zum Reiten und Fahren selber bin ich leider nie gekommen – von daher: Viel Glück :thumbsup:

  • Wumba sagt:

    Ich freu mich auf viele Bilder von Klette. :thumbsup:

  • nadschen sagt:

    Ich freue mich auch auf die Berichte vom etwas anderen Pferd. Hoffe somit auch, dass der Bereich „Fahrsport“ auch durch Klette belebt wird. Du siehst der Erwartungsdruck ist groß 😉

    LG

    nadschen

  • Ennah2 sagt:

    😀 😀 😀 Bin mit meinen Pferden genügend ausgelastet, ansonsten hätte ich auch genügend „Rohmaterial“ für derartige Versuche zur Verfügung. Die Hörner von „Cleo“ (Mann, so heißt auch eine meiner Stuten :motz: ) sehen aber sehr abenteuerlustig aus… :S

  • ines sagt:

    Cleo ist cool! sie lässt sich gerne kraulen, macht dann einen ganz langen Hals und sabbert wie blöde. beeindruckender als die Hörner finde ich die masse… ist schon recht viel Kuh. wenn die permanent schlecht gelaunt wäre… na dann man schnell runter von der weide :flucht:

    gruß

    edit: klette ist ein jahr alt und ein Limousin x braunvieh

  • FlickaTaraLuna sagt:

    Wie süß , bei uns in der nähe ist ein bauer/züchter der hat auch kühe und da heißt auch eine klette.
    Als wir da über die weide zu den pferden sind ist klette auch gleich angekommen und hat sich auch nicht abwimmeln lassen.

    Ist sie das vielleicht ? Kommt klette aus bark ?

  • gitana gitana sagt:

    Muß man Kühe unbedingt mit einem Joch fahren oder wurde das nur der Einfachheit/Bequemlichkeit halber gemacht früher? Ich meine, ich hätte auch schon Kühe mit Brustblattgeschirr gesehen.

    Und wie ist das mit Gebiß? Passt da keine Trense in´s Maul? Müßte doch auch irgendwie gehen, oder nicht?

  • ines sagt:

    flicka: Ja!

    so ein merothisches ledergebiss (aus rindsleder 8) ) soll ganz gut sein.

    gruß

  • FlickaTaraLuna sagt:

    Dann kenne ich klette ja wirklich.

    Die ist wirklich süß und super anhänglich.

    Wünsche dir viel spaß bei deinem kuhexperiment

  • ines sagt:

    Die Vorbereitungen laufen…
    in ein paar Tagen werden wir vermutlich aufstallen. Klette kommt mit den anderen beiden Grazien in einen eigenen Offenstall. habe bereits ein Strinjoch organisiert (und zwei bekommen, da kann also auch mal ein kaputt gehen ??:flucht: ) das dauert definitiv noch eine ganze Weile, bis Klette da rein passt. Vorher werde ich das joch-problem irgendwie anders lösen müssen. Im Moment plane ich ein provisorisches „übungsjoch“
    Madame muss lernen irgendetwas auf der stirn liegen zu haben, was an ihren hörnchen fest ist. außerdem brauche ich noch ein vernünftigeres halfter. im moment haben wir diese blöden strickhalfter. Viel unhandlicher geht es wohl kaum. :motz:
    bin mir noch nicht sicher, aus was für einem material das halfter sein soll. üblich scheinen kettenhemden, äh halfter zu sein 8)
    eines aus leder anfertigen zu lassen bringt wohl kaum sinn, der kopf wächst ja noch. zumindestens erwarte ich das von klette und ihrem kopf. ein kettenhalfter könnte man selber ständig neu anpassen.

    wenn jemand erfahrungen hat… her damit 😀

    stirnjoch: zwischen den äußeren ringen liegen ca 55cm

    Das modisch gestreifte polster kommt an die stirn der kuh, danach folgt ein breites, geschnitztes Holz, auf diesem dann ein stabiles eisen, an dem die ringe – und somit die last hängt.
    das-spanische-pferd.de/pferdeforum/Attachment/41351/
    das-spanische-pferd.de/pferdeforum/Attachment/41352/

  • debbchen sagt:

    Ich finde es super 🙂
    Viel Erfolg und alles Liebe 🙂
    :hurra: 😉

  • MerlijnCH sagt:

    Ines, Du hast einfach einen an der Klatsche *respektvollgemeint* 😀

  • dat_julschen sagt:

    Ich find das einfach genial! :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:

  • Alexa sagt:

    ich finds einfach nur genial. :resp:

  • gitana gitana sagt:

    Bin auch schon gespannt :blinzel:

    Aber zum Joch nochmal: Wäre ein richtiges Geschirr nicht tierfreundlicher? Joch hat für mich immer so was steinzeitliches, als es noch keine Geschirre gab, die Viecher können doch damit den Kopf gar nicht mehr richtig bewegen, oder?

  • Rina sagt:

    Ich finde dein Projekt sehr interessant, und warte gespannt auf deine neuen Berichte! :thumbsup: Erinnert mich etwas an mein Liebslingskalb.. das kam immer gleich angelaufen wenn ich es rief.. :love:

  • ines sagt:

    gitana: mir wurde erklärt, dass die kuh bei einem stirnjoch die möglichkeit hat sich das gewicht so zu verteilen, wie es am angenehmsten ist.
    keine ahnung, ob das stimmt. :nix: verglichen mit der kraft der kuh ist das gewicht, das hinten dran hängen soll doch recht gering, ich denke nicht, dass es deshalb probleme geben wird.
    die frage der zäumung ist für mich im moment schwieriger 🙁

  • wind sagt:

    Die Klette :thumbsup:

    Mein Urgroßvater hat in der Landwirtschaft noch mit Ochsen gearbeitet. Auf einem alten Foto haben die Tiere auch ein Stirnjoch an und als Halfter gab es damals nur Ketten. Mit den Dingern haben wir als Kinder dann gespielt … :attack:

  • kuwi sagt:

    Ich würde als Zäumung wohl zu einer Art Sidepull ( selbstgemacht aus einem Hannov. Reithalfter und/oder ( mit Leder umwickelten) Ketteneinsatz an Kinn oder Nase ) oder einem Vosal tendieren? Auch ein Babyhack könnte sich ev. anbieten?

    Vosal ist eine Art Bosal, wo der Kinnteil aus Metall ist:
    http://www.sstack.com/resources/sstack/images/products/processed/01827.a.zoom.JPG

    In Ländern, wo heute noch mit Rindern Landwirtschaft betrieben wird oder diese geritten werden, laufen die meisten wohl mit Nasenring und/oder Leine durch die Nase dran… oder ganz ohne Kopfstück :nix:

    Bei Kühen ist aufgrund des Körperbaus die Zugleistung mit einem Joch besser – so sagten zumindest die alten Bauern? Generell ist ja weltweit das Tragen oder Ziehen von Lasten möglichst „senkrecht“ auf die Wirbelsäule am weitesten verbreitet. Bei Pferden ist ja ein Joch aufgrund des Halses bzw der Oberlinie nicht sinnvoll 😉 daher auch die Entwicklung des Kummets bzw Brustblattgeschirr :denk:

  • >